Unterwegs mit „Save the Beach Maldives“

Hallo, liebe Leserinnen und Leser, ich bin Alleyah Böttcher. Ihr kennt mich noch nicht, aber das wird jetzt mein erster Beitrag sein, also seid gespannt! 😉

Ich komme zur Hälfte von den Malediven, einem Land, das viele von euch vielleicht mit Urlaub und Paradies verbinden, doch in diesem Bericht wird es vor allem um eine der zahllosen Herausforderungen, die an diesen Inselstaat gestellt sind, gehen. Ich war in den Sommerferien dort und habe für euch ein Interview mit der Organisation Save the Beach Maldives (STB) gemacht.

Sicherlich werden viele von euch fragen, was diese Organisation nun eigentlich ist. Übersetzt lautet ihr Name „Rettet den Strand der Malediven“. Sie setzt sich für den Schutz der Umwelt ein, insbesondere die den Meeres und der Strände. Gegründet wurde diese NGO (Non Governmental Organisation) im Jahr 2007 von Hassan Ahmad (Beybe) und Thanzeela Naeem (Thanzy).

Der Geburtsort dieses Vereines ist die Insel Villingili (Villimalé), ein Eiland, das 1,5 km von der überbevölkerten Hauptstadt Malé (siehe Bild oben) entfernt liegt, und auch zu ihm gehört. Die Geschichte der Organisation begann, als Beybe mit 11 Jahren nach Villimalé zog. Die Insel war zuvor ein Resort, jedoch hatte sie sich zu einer Siedlungsinsel gewandelt, kurz bevor er mit seiner Familie dort hingezogen war. Damals war die Insel schon sehr umweltfreundlich, so ist es bis heute auch geblieben. Es dürfen z. B. nur elektrische Motorräder diese Insel befahren und es gibt eine Begrenzung der Anzahl von Fahrzeugen. Zudem existiert ein Gesetz, das besagt, dass nur die nötigsten Dieselverkehrsmittel erlaubt sind wie Krankenwagen, Polizeiautos oder Feuerwehrfahrzeuge. Der weiße Strand, der sich ringsum erstreckt, war von einer wunderschön türkisen Lagune umgeben, es war sozusagen eine jungfräuliche Insel.

Auf einmal fing der Staat an, einen Fährhafen anzulegen, dabei zerstörten die Veranwortlichen teilweise den Strand, und Beybe konnte nicht einfach zuschauen und nichts unternehmen. Bevor man einen Hafen bauen will, muss man eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen, auch genannt EIA (Aus dem Englischen: Environmental Impact Assessment), um den Schaden, der bei den Arbeiten entsteht, zu reduzieren. Tatsächlich wurde eine derartige Überprüfung vorgenommen , aber man hielt sich nicht an Vorgaben, der ganze Konzept war anders. Als Beybe dies herausgefunden hat, versuchte er, das Vorhaben aufzuhalten. Die Verantwortlichen sagten nur, er sei noch klein und solle warten, bis er erwachsen sei. Dazu kam noch, dass die Bewohner über ihn verärgert waren, denn sie dachten, der Hafen wäre etwas Gutes für sie, und dass Beybe diese Entwicklung nur unnötig stoppen wollte. Nachdem der Bau abgeschlossen war, machte der Staat deutlich, dass es ein paar Fähren von Malé vorübergehend geben würde – man behielt sie aber dauerhaft. Vermutlich beherbergt der Hafen weniger als 15 eigener Boote, der Rest besteht ausschließlich aus Wassertransportmitteln anderer Inseln.

Beybe und seine Freunde nannten ihre Organisation zur Zeit der Gründung Save the Beach Villingili. Nach einiger Zeit stellten sie aber fest, dass nicht nur ihre Insel, sondern vielmehr die ganzen Malediven von den o.g. Problemen betroffen waren – und nicht nur dort allein: Auf der ganzen Welt verschwinden natürliche Strände oder werden zugemüllt.

Wie vorher schon erwähnt, gehört Villingili zu Malé. Zusammen mit Hulhumalé, ergeben diese drei Inseln die Hauptstadt der Malediven, was man Greater Malé Area zu nennen pflegt. In diesem Bereich hat Villimalé den einzigen nicht künstlichen Strand, der Staat aber droht und ist gerade dabei, einen großen Teil der Küstenvegetation am Ostrand von Villingili abzuholzen, um ihn zu einer Reparaturwerft für Glasfaser und als Hafen für kleine Schiffe umzuwandeln. Beybe, Thanzy und viele andere Einwohner sind absolut dagegen und finden, man sollte den Einwohnern der Hauptstadt ihren letzten natürlichen Strand nicht wegnehmen.

In diesem Video erhaltet ihr einen kleinen Eindruck von der Arbeit der Organisation „Save the Beach Maldives“

Einmal pro Woche, manchmal aber auch öfter, organisiert Save the Beach Maldives einen sog. Beach Cleanups, im Rahmen dessen man am Strand sorgfältig den Müll aufsammelt – da können Freiwillige immer gerne mithelfen, hin und wieder gibt es auch einige Events. Auf dem Video oben sieht man Beybe und viele weitere, während er zusammen mit anderen Aktivisten auf einer Sandbank aufräumt. STB hat die ersten 40 öffentlichen Mülleimer auf Villimalé aufgestellt, leider schwimmt aber trotzdem unglaublich viel Abfall im Meer und liegt am Strand herum, wodurch Umwelt sehr großen Schaden nimmt.

Auf den Malediven gehört es zum Alltag, Fisch zu fangen, ihn vorbereiten und zu konsumieren. Wenn aber Fische und weitere Meerestiere den Müll fressen, der im Ozean schwimmt, ist es nicht nur für deren Gesundheit schlecht, sondern es wirkt sich auch auf den Menschen aus. Die Bewohner essen meist mindestens einmal pro Tag eine Mahlzeit, die Fisch enthält, und sollte dieser Fisch von dem Abfall vergiftet sein, besteht die Gefahr, dass sich der Mensch ebenfalls vergiftet. Dies ist ein weiterer wichtiger Grund, die Umwelt zu schützen. Zum Teil liegt dies auch in unserer Verantwortung, denn der Müll, der sich auf ihren Stränden wiederfindet, stammt nicht nur aus dem Inselstaat, sondern kommt meist aus weit oder weniger weit entfernten Ländern wie z. B. Singapur. Mancher Abfall stammt aber sogar aus Deutschland, das knapp 8000 km Luftlinie entfernt liegt. Betrachtet man die Meeresströmung, ist es ziemlich sicher, dass der Müll häufig einen viel weiteren Weg zurückgelegt hat, als man eigentlich meinen könnte. Laut Beybe fand man auch in Deutschland maledivischen Abfall, dieser wurde danach eine kurze Zeit lang zur Mahnung ausgestellt.

Hier sieht man einen der Strände in Villingili, kurz vor einem Beach Cleanup

Infolge des Klimawandels sterben unzählige, riesige Mengen an Korallen und Korallenriffen, die wegen der steigenden Temperaturen des Meeres ausbleichen. Save The Beach Maldives beschäftigt sich damit und hat ein Projekt gestartet. Worüber es in dieser Operation genau geht und viele weitere Dinge zum Thema „Korallen“, erfahrt ihr in meinem nächsten Artikel.

Das THW im Interview: Mehr als nur eine Katastrophenschutzorganisation

ein Gastbeitrag von Aida Hadzic

Bei Sturmschäden, Bränden und Überschwemmungen sind sie die, die Risiken lindern oder eng mit anderen Organisationen wie der Feuerwehr zusammenarbeiten, um die Bevölkerung zu schützen. Auslandeinsätze, um den Menschen zu helfen, die die Hilfe am meisten benötigen, sind seit Jahrzehnten tief in ihrer Organisation verankert.

Heute kann das Technische Hilfswerk auf über siebzig Jahre Erfolgsgeschichte zurückblicken, wo es sich an ihre 10 Leitlinien stets hielt und seine Einsatzgebiete immer wieder erweiterte und damit einer breiten Masse an Menschen verlässlich, auch professionell, Schutz gewährte. Als Peter Lummitzsch das THW 1950 gründete, hat er nicht erahnen können, welche Ausmaße diese Organisation annehmen würde in nur ein paar Jahrzehnten, aber dennoch betonte er bis zu seinem Tod 1962 “wie notwendig, ja unentbehrlich das THW im Rahmen der Schutzeinrichtungen für Leib und Leben, für Hab und Gut der Bevölkerung” sei.

Derzeit sind über 83.000 Menschen verschiedener Altersgruppen, Spezialisierungen und Kenntnisse beim THW tätig, aber eines haben die meisten von ihnen gemeinsam: Sie engagieren sich freiwillig für das Wohl der Bevölkerung. Konkret sind es 98%, welche zusätzlich nach ihrer Uni, Ausbildung oder Arbeit noch gemeinsam dort anpacken, wo ihr breites Technikwissen, welches sie sich in Laufe der Jahre aneignet haben, gebraucht wird. Einer der Ehrenamtlichen ist der 21-jährige Alexander Auerswald, der vor 11 Jahren, durch den Einfluss seines Vaters, bei der THW-Jugend in Landshut als Junghelfer angefangen hat und sich heute immer noch mit Überzeugung aktiv bei Einsätzen von der Bergungsgruppe des THWs sowie als stellvertretender Jugendbeauftragter bei der THW-Jugend engagiert. Als stv. Jugendbeauftragter ist er mit seinem Team für die Organisation von Übungen, Treffen oder Ausflügen zuständig, um den jungen Freiwilligen im Alter von 10 bis 17 Jahren spielerisch das Helfen zu lernen.

Alexander Auerswald im Interview

Auf den Websites der THW-Jugend wird oft erläutert, dass die Kinder bzw. Jugendlichen etwas über Technik oder den Ablauf der Einsätze lernen und zudem gleichzeitig Spaß haben können. Wie sieht das in der Praxis aus?

Jeden Mittwoch treffen sich die Jugendbeauftragten zeitverschoben mit den zwei Gruppen, die nach Alter unterteilt sind, und wie schon gesagt wurde, erfahren sie etwas über Technik und den THW-Einsatzverlauf. Uns ist es besonders wichtig, dass beide Gruppen, sprich die 10- bis 14-Jährigen und die 14- bis 17-Jährigen, Spaß dabei haben. Beispielsweise spielen wir besonders mit der jüngeren Gruppe manchmal Fußball oder stellen sie vor Herausforderungen, in welchen sie gegeneinander antreten, und die Gewinner bekommen Süßigkeiten. Sie lernen auch Verantwortung zu übernehmen, indem wir ihnen kleinere Führungsrollen geben, im Rahmen derer einer von ihnen für eine bestimmte Zeit der Ansprechpartner für die anderen Kinder ist. Im Vordergrund jedoch steht bei den Junghelfern die technische Ausbildung, die an den Aufgaben des THWs angepasst ist. Die Gruppen lernen, wie sie einen Feuerlöscher benutzen und gleichzeitig in der Praxis anwenden, welche Rettungsmöglichkeiten es gibt oder wie die Rettungsgeräte Schere und Spreizer angewendet werden sollen, um verschüttete oder eingeklemmte Personen zu befreien.

Was sind die Vorteile oder was denken Sie, schätzen die Junghelfer besonders an der THW-Jugend?

Sie werden vor allem mit der Zeit selbstbewusster und erhalten hier die Möglichkeit, enge Freundschaften mit Gleichaltrigen zu schließen, die ähnliche Interessen haben. Es macht ihnen auch Spaß, da wir bei unseren wöchentlichen Treffen ihre Wünsche miteinbeziehen, sofern es möglich ist. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Wissen, das man hier bekommt, auch im alltäglichen Leben angewendet werden kann und es nicht nur beim THW verwendbar ist.

Ab dem 17. Lebensjahr ist man schon zu alt für die THW-Jungend, wie kann man sich für das THW dennoch engagieren?

Man kann ab 17 Jahren eine dreimonatige Grundausbildung absolvieren beim THW, im Rahmen derer die Grundlagen beigebracht werden, welche man haben muss, bevor man sich weiter spezialisieren kann, um ab 18 Jahren bei den Einsätzen mitzufahren. Im THW gibt es verschiedene Einheiten, denen man beitreten kann, aber dafür muss man sich für eine Fachausbildung entscheiden. Es gibt zum Bespiel die Fachgruppe „Wassergefahren“, welche Menschen vor dem Ertrinken rettet an der Isar oder die Fachgruppe „Wasserschaden/Pumpen“, die bei Hochwasser in Landshut eingesetzt wird, um Keller leer zu pumpen. Sie war beispielsweise besonders im letzten Jahr im Einsatz, wenn es in der Altstadt zu Überschwemmungen gekommen ist.

Ist ein FSJ oder BFD beim THW möglich?

Ein Freiwilliges soziale Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst ist auf Nachfrage grundsätzlich möglich, aber dann wird man eher im Büro beschäftigt sein oder bei Veranstaltungen des THWs mithelfen als bei Einsätzen mitzufahren, da einem das Fachwissen fehlt. Die Grundausbildung und Fachausbildung sind die Voraussetzungen, um bei Notfällen, Gefahren oder Katastrophen mitzuwirken.

Menschen zu helfen, Nächstenliebe und Spaß an der Arbeit mit Kindern, sind Faktoren, welche Alexander Auerswald tagtäglich antreiben, sich beim THW zu engagieren. Durch seine Arbeit als stv. Jugendbeauftragter erfüllt er eine Vorbildfunktion für technikbegeisterte Kinder bzw. Jugendliche, die später vielleicht selbst, wie er, bei Einsätzen dabei sein werden, die Menschenleben retten oder die Stadt Landshut schützen und das Leben der Bewohner insgesamt erleichtern. Das THW prägt stets auch die junge Generation, hilft und rettet, was es zu einigem mehr macht als nur zu einer Katastrophen- und Zivilschutzorganisation!

Neuer Besucherrekord mit über 60.000 Klicks!

Auch das Team der Schülerzeitung war in diesem Jahr wohl besonders brav, denn passend zum Nikolaus wurde der Besucherrekord noch früher als erwartet geknackt:

Unsere Seite hat mittlerweile über 60.000 Aufrufe, seit wir sie 2015 ins Leben gerufen haben. Vielen Dank an alle Nikoläuse da draußen, die uns das ganze Jahr über regelmäßig besuchen, weiterempfehlen und uns die Treue halten! Wir werden weiterhin unser Bestes geben und wünschen euch eine schöne Adventszeit!

Umweltschule 2022

Zum 13. Mal können wir uns über die Auszeichnung als Umweltschule freuen. Mit kreativen Arbeiten verschiedener Jahrgangsstufen und Fachschaften zu den Themen „Biologische Vielfalt in der Schulumgebung“ und „Nachhaltiger Konsum- ökologische und soziale Verantwortung“ erfüllten wir die mittlerweile hohen Anforderungen des Wettbewerbs und wurden mit der Auszeichnung belohnt.

Podcast: Mittwoch

Gab es auch schon in der Steinzeit Friseure? Lachlabor – Lustiges Wissen für Kinder zum Miträtseln

Das Lachlabor wird diesmal zum Friseur-Salon! Denn Mischa und Tina wollen herausfinden, wie Menschen in der Steinzeit sich die Haare geschnitten haben. Vielleicht mit spitzen Steinen?

Schöne Herbstferien!

Herbstspaziergang? Na dann los!

Die Redaktion der Schülerzeitung wünscht allen Mitgliedern unserer Schulfamilie schöne und erholsame Herbstferien. Die Auflösung zum Rätsel der Woche gibt es am Montag nach Allerheiligen. Allerheiligen ist übrigens ein kirchlicher Feiertag. Was genau es damit auf sich hat, erfahrt ihr im kurzen Erklärvideo unten.

Gute Erholung und bis in einer Woche!

Eure Redaktion

Guten Start!

Das Team der Schülerzeitung wünscht allen einen guten Start ins neue Schuljahr. Bis wir unsere Arbeit wieder aufnehmen, wird es noch ein wenig dauern. Wir freuen uns auf neue (und alte) Redakteure!

Herzliche Grüße

Eure Online-Schülerzeitung

Tschüss und bis September!

Liebe Schulfamilie,

die Redaktion der Schülerzeitung verabschiedet sich in die Sommerpause. Wir sind wie gewohnt nach den großen Ferien wieder für euch da. Bitte haltet uns auch weiterhin die Treue und macht selbst mit, damit unser Blog weiter wachsen und das Schulleben bereichern kann.

Wir wünschen allen eine erholsame Zeit und freuen uns auf das „Wiedersehen“ im September!

Eure Redaktion