Buchrezension zu „Tote Mädchen lügen nicht“

(unterstützt durch die Zusammenarbeit mit Amelie Bahr, 9b)

Der Roman „Tote Mädchen lügen nicht “ wurde von Jay Asher verfasst und 2007 in Amerika unter dem Titel „Thirteen Reasons Why“ (im Deutschen „Dreizehn Gründe warum“) veröffentlicht.

2009 erschien das Buch als deutsche Übersetzung von Knut Krüger im cbt-Verlag. Außerdem gibt es seit 2017 auf Netflix eine gleichnamige, auf dem Buch basierende Serie. Jay Asher wurde am 30. September 1975 in Arcadia in Kalifornien geboren. Nach seinem Abschluss an der Highschool begann er ein Lehramtsstudium. Dort verfasste er im Rahmen eines Literaturseminars eigene Werke. Ein Jahr vor seinem Abschluss brach er sein Studium jedoch ab, um eine Karriere als Schriftsteller zu starten. Die Erfahrungen, die er in verschiedenen Nebenjobs gesammelt hat, ließ er in seine Werke einfließen. Der Roman „Tote Mädchen lügen nicht“ war Jay Ashers erster großer Erfolg und 29 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Außerdem wurde es für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

In dem Buch “ Tote Mädchen lügen nicht “ geht es um den Jungen Clay Jensen, der über Kassetten von den Gründe für den Selbstmord Hannah Bakers erfährt. Diese Kassetten wurden von Hannah selbst aufgenommen. Sie nennt 13 Personen, die an dem Suizid Mitschuld haben. Jeder, der die Kassetten bekommt, ist eine dieser Personen. Auch Clay, doch kann er nicht verstehen, was er Falsches getan haben soll.  Obwohl er lange Zeit in Hannah verliebt gewesen war, hatte er nie viel Kontakt zu ihr.

Das besondere an dem Roman ist, dass es mehrere Erzählebenen gibt. Während Hannah von Ereignissen an bestimmten Orten in der Vergangenheit erzählt, besucht Clay die jeweils genannten Örtlichkeiten in der Gegenwart. Dadurch ist alles sehr bildlich beschrieben und gut vorstellbar. Uns persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, da es die Problematik von Suizid und Mobbing im Jugendalter treffend und anschaulich erklärt. Außerdem ist es dem Autor hervorragend gelungen, die Gefühle von Clay und Hannah so zu beschreiben, dass man gut mit den beiden Charakteren mitfühlen und sie verstehen kann. Die Geschichte von Clay und Hannah ist sehr empfehlenswert, da sie gut geschrieben und spannend ist und zeigt, dass man seinen Mitmenschen gegenüber achtsam sein muss, um die Folgen von Mobbing und Ausgrenzung (die im Buch im Suizid enden) erkennen und verhindern zu können. Das Buch ist für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet.