Reihe „Nachhaltig leben“: Nachhaltige Logistik und Berufe der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Nachhaltige Logistik und Berufe der Zukunft

ein Artikel von Sophia Felk, 9b

Schon seit vielen Jahren boomt die Logistikbranche. Der Onlinehandel und das Just-in-Time-Prinzip der Industrie sorgen für beständige Zuwächse. So wie es aussieht, wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Viele Menschen kaufen bereits heute Kleidung, Bücher, Medikamente oder Nahrungsmittel im Internet.

Die Aufgaben der Logistik sind Güter aller Art zu lagern, umzuschlagen, zu kommissionieren, zu sortieren, zu verpacken und zu verteilen, was viel Planung und Know-how erfordert. In der Logistik gehören Termindruck, das schnelle Reagieren auf unvorhersehbare Zwischenfälle und je nach Tätigkeit und Unternehmen, Schichtarbeit und Überstunden dazu. Deshalb sind Berufe in der Logistik durchaus anspruchsvoll und nicht für jeden geeignet.

Software und Roboter übernehmen immer mehr Tätigkeiten. Die Automatisierung wird den Menschen ersetzen, aber auch die neuen Techniken benötigen Menschen, die die Prozesse in der Logistik überwachen, einen reibungslosen Ablauf sicherstellen und die Güter und Produkte mit dem Zug, Flugzeug, Schiff oder LKW transportieren. Jedoch wird sich die Arbeit grundlegend wandeln und neue Berufe werden entstehen. Professor Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, sagt, dass Prozess-, System- und Problemlösungskompetenzen immer wichtiger werden und auch soziale Kompetenzen mehr zählen.

Zukunftsberufe in der Logistik:

  1. Roboterkoordinator

Der sogenannte Roboterkoordinator überwacht und plant den Einsatz der Maschinen im Maschinenbau oder der Automobilindustrie. Zu seinen Aufgaben gehört es, auf Störungen und Fehlersignale zu reagieren, Wartungen durchzuführen und defekte Roboter zu ersetzen.

  • Daten-Spezialist

Der Daten-Spezialist nutzt Daten aus unterschiedlichen Quellen für umfangreiche Analysen, um mit den Ergebnissen Verfahren zu verbessern oder so neue, optimierte Lösungen für Logistikaufgaben anzubieten.

  • LKW-Führer

Der LKW-Fahrer wird im selbstfahrenden LKW zum LKW-Führer. Er ist vor allem mit der Koordination von Transporten beschäftigt und vor Ort ist er ein geschickter Verhandler und Problemlöser.

  • Algorithmen-Versicherer

Die Aufgaben von dem Algorithmen-Versicherer sind, die selbstfahrende Transporte, die zahlreichen Risiken ausgesetzt sind, zu versichern und sie richtig einzuschätzen. Vermutlich werden sie dabei eng mit Daten-Spezialisten zusammenarbeiten.

  • Drohnen-Piloten & Ingenieure

Der Drohnenpilot, oft auch Drone Operator oder UAV Operator genannt, wird mit der stetig wachsenden Verbreitung der Drohnentechnologie, sehr gesucht. Für den Zukunftsmarkt der Drohnen werden auch Ingenieure, Softwareentwickler sowie Sales Manager gesucht.

  • Supply Chain Manager

Der Supply Chain Manager koordiniert und optimiert Wertschöpfungs- und Lieferketten. Er sorgt dafür, dass von der Beschaffung der Rohmaterialien, über die Produktion und Logistik bis hin zur Auslieferung zum Kunden alle Vorgänge reibungslos ablaufen. Er sorgt auch für einen einwandfreien Informations- sowie Geldfluss.

Für solche Berufsbilder gibt es aber keine Garantie, es lassen sich lediglich verschiedene Trends abzeichnen, welche Prognosen verschiedener Institute und Experten zulassen. Es geht vor allem um die verschiedenen Branchen und Wirtschaftszweige, die entweder ein stetiges Wachstum erfahren oder im Wandel der Zeit langsam aussterben, wie beispielsweise der Bergbau oder die Druckindustrie.

Es darf behauptet werden, dass die Logistikbranche eine der Branchen mit den besten Zukunftsaussichten ist, auch wenn die Logistik Problemen gegenübersteht. Ein zentrales Thema ist gerade der enorme Kostendruck. Künftig werden Dienstleister noch gezielter nach den günstigsten Lösungen suchen müssen, die es aber dennoch zulassen, den gewünschten, geforderten und gesetzlichen Maßstäben zu entsprechen. Unser Verhältnis zur Arbeit dürfte sich in den kommenden zwei Jahrzehnten grundlegend wandeln. Die Arbeit wird uns aber gewiss nicht ausgehen.

Quellen:

https://www.xing.com/news/articles/acht-sichere-jobs-der-zukunft-798965

https://www.mm-logistik.vogel.de/logistikjobs-der-zukunft–was-sich-durch-digitalisierung-aendert-a-635582/

https://www.sueddeutsche.de/karriere/nachhaltige-jobs-die-fabrik-der-zukunft-1.3243417

Welcher Job hat Zukunft?

Lyrisches zum Nachdenken: Ich habe Worte

Zeichnung: Elise van Zyl, Klasse 6c

ein Gedicht von Burchin Ruzhdieva

Ich habe Worte

Ich habe Worte,

die haben wir alle.

Sie können dich verletzen,

aber sie können dich auch heilen.

Sie können dir helfen,

aber auch lügen.

Renne nicht, weil du es nicht kannst.

Steh da und hör zu, was sie

Zu sagen haben.

Sie sind nicht immer schlecht.

Der Tag wird kommen,

wo alle Türen geschlossen werden,

aber die Worte werden da sein,

um sie wieder zu öffnen.

Lass deine Worte herauskommen und

Sag, was sie denken,

weil sie immer da sind,

um dir den richtigen Weg zu zeigen.

Kommentar: Corona-Auswirkung auf die erste Schulwoche

ein Gastbeitrag von Helena Fischer und Sarah Donius, Klasse 6c

Corona! Für uns alle ist das eine schwere Zeit. Viele lassen sich, trotz Reisewarnungen, nicht abhalten und fahren in den Urlaub. Dadurch sind die Infektionszahlen stark angestiegen, wodurch wir in den Schulen Maske tragen müssen. Und das ist für uns alle sehr gewöhnungsbedürftig.

Besonders für die Abiturienten und die Fünftklässler. Die Abiturienten müssen unter diesen Umständen extrem viel lernen! Mit Maske! Und die Schüler in den „Fünften“ können sich kaum untereinander anfreunden! Wie soll das auch gehen mit 1,5 Metern Abstand! Wir alle haben diesen Wunsch: Endlich wieder normale Schule! Wir können diesen Wunsch zwar nicht sofort erfüllen, aber wir alle können dazu beitragen, dass sich der Virus nicht weiter ausbreitet. Deshalb beachtet bitte die Corona-Regeln.

Wir wünschen euch allen ein schönes Schuljahr und den fünften Klassen, trotz der Umstände, einen tollen Start.

Das Leben im Mittelalter -Teil 6: Die Landshuter Hochzeit von 1475 und der Erbfolgekrieg 1504/1505

Die neue Reihe „Leben im Mittelalter“ stammt von der Klasse 7c, die im Rahmen ihrer Recherchen zum Mittelalter im Fach Deutsch unterschiedliche Beiträge für die Schülerzeitung liefert. Herzlichen Dank dafür!

Um 1475 war Landshut die Hauptstadt des blühenden Herzogtums Bayern-Landshut. Herzog Ludwig der Reiche machte seinem Namen alle Ehre, indem er für seinen Sohn Herzog Georg eine prunkvolle Hochzeit mit der Königstochter Hedwig aus Polen ausrichtete.

von Johannes Eller und David Wejnar

Herzog Georg der Reiche von Bayern wurde am 15. August 1455 geboren und war folglich zum Zeitpunkt der Hochzeit 20 Jahre alt. Seine Mutter war Amalie, die Kurfürstentochter von Sachsen. Herzog Georg wuchs in Burghausen auf und wirkte bereits mit 13 Jahren bei Regierungsgeschäften in Landshut mit. Seine Gemahlin Herzogin Hedwig von Polen war bei der Hochzeit erst 18 Jahre alt. Sie wurde am 21. September 1457 als Tochter des mächtigen Polenkönigs Kasimir IV. und seiner Gemahlin Elisabeth geboren. Diese war die Tochter des Herzogs von Österreich bzw. des Königs Albrecht II. Hedwig nannte sich selbst ein Leben lang „geborene Königin von Polen und Herzogin von Nieder- und Oberbayern“.

Bereits 1473 zeigte der mächtige Polenkönig Kasimir IV Interesse an einer Verbindung mit Landshut. Es folgten langwierige Verhandlungen durch Gesandte. Da Herzog Ludwig und die Mutter der Braut, Königin Elisabeth, Vetter und Base waren, waren auch Herzog Georg und Herzogin Hedwig verwandt, so dass eine päpstliche Genehmigung für die Hochzeit eingeholt werden musste. Erst Ende Dezember 1474 fand die Verlobung statt. Angeführt vom Pfalzgraf Otto bewegte sich der Brautzug über Berlin nach Wittenberg, wo eine Delegation aus Landshut die Braut mit einwöchiger Verspätung in Empfang nahm. Da der Bräutigam aus Angst vor der Pest in Landshut geblieben war, kehrt der Polenkönig pikiert in die Heimat zurück. Wegen der Pest in Regensburg musste auch noch ein Umweg über Nürnberg in Kauf genommen werden, so dass die Braut erst nach zwei Monaten in Moosburg eintraf.

Zwischenzeitlich fanden in Landshut viele Vorbereitungen statt. Boten verteilten Einladungen an die Verwandtschaft und auch den Kaiser. Herzogliche Einkäufer besorgten wertvolle Geschenke für besondere Gäste, wie z. B. goldene Becher, Anstecknadeln, Ringe, Broschen, Ketten und Vieles mehr. In Venedig wurden Samt- und Seidenstoffe für die festlichen Gewänder der edlen Gäste gekauft, an diese verschickt oder in den zusätzlich eingerichteten Nähstuben auf der Burg Trausnitz verarbeitet. Auch die Diener wurden in den Hoffarben des Herzogs in weiß, braun und grau eingekleidet. Der Herzog bekam eine neue Turnierrüstung und mitten in der Altstadt wurden Tribünen für die Zuschauer der Turniere errichtet. Außerdem wurden viele Vorräte angelegt: Schmalz, Obst, Fische, Schlachttiere, Wein, Holz, Gewürze, Wachs etc. Es wurden für die ca. 10000 Gäste Herbergen und zusätzliche Wachen organisiert. Für die Pferde konnte man im Herzogkasten gegen Bezugsscheine Futter holen. Der Erzbischof aus Salzburg wurde gebeten, den Festgottesdienst abzuhalten. Am Vorabend der Hochzeit, genauer am Montag, den 13. November 1475, fand bereits ein erstes Turnier statt.

Vom 15. bis 18. November überreichten die Gäste ihre Geschenke an die Brautleute, es gab einen Kirchenzug, das Hochzeitsmahl, ein „Rennen“ (Turnier) in der Altstadt und den Tanz im Rathaus. Eine Woche war Speis und Trank frei für alle Gäste und auch sämtliche Bürger Landshuts.

Nach der Hochzeit lebte Hedwig wie ihre Vorgängerinnen auf der Burg in Burghausen. Dort gebar sie angeblich 5 Kinder, von denen nur zwei Mädchen am Leben blieben. Sie starb am 18. Februar 1502 und wurde sie im Zisterzienserkloster Raitenhaslbach bestattet. Herzog Georg starb am 1. Dezember 1503 auf einer Reise zu einem Kuraufenthalt in Ingolstadt. Er wurde im Zisterzienserinnenkloster Seligenthal beerdigt. Vor seinem Tod bestimmte Georg seine jüngere Tochter Elisabeth und deren künftigen Gatten (Pfalzgraf Ruprecht) zu den Erben von Bayern – Landshut, da Herzog Georg und Herzogin Hedwig selbst keine männlichen Nachfahren hatten.

Um die Folgen dieser Entscheidung zu verstehen, muss man folgende politische Situation kennen: Es gab in Bayern zu dieser Zeit König Maximilian I. und unter ihm verschiedene Herzöge mit Teilherzogtümern: zum Beispiel die Linie Bayern – Landshut mit Herzog Georg und die Linie Bayern – München mit Herzog Albrecht IV. Ein Teilungsvertrag besagt, dass die Linie Bayern–Landshut und Bayern–München sich gegenseitig beerben sollen. Außerdem hatte laut Reichsrecht die männliche Erbfolge grundsätzlich Vorrecht. Mit seiner Entscheidung für seine Tochter als Erbin verstieß Herzog Georg gegen beide geltende Rechte.

Zum Ausbruch des Landshuter Erfolgekrieges kam es während der Versammlung der Regenten in Landshut am 17. April 1504. Dort wurde ein Schreiben überreicht, doch noch bevor diese das Schreiben überhaupt gelesen hatten, kam er zur Unterwerfung der Landshuter Altstadt und der Neustadt. Ab da gab es Kämpfe in allen übrigen Landesteilen (Teisbach, Dingolfing, Öttingen, …).

Am 23. April 1504 verkündete König Maximilian I. von Bayern im Rathaus von Augsburg, dass das Gebiet von Ruprecht und seinen Anhängern an die Linie Bayern–München (mit Herzog Albrecht und Herzog Wolfgang) übergeht. Monatelang versuchten die Gegner sich gegenseitig mit Plünderungen zu schwächen, gingen aber einer Entscheidungsschlacht sorgsam aus dem Weg. Monatelang zogen die Heere in einem Ermüdungs- und Abnutzungskrieg in Niederbayern und den Grenzgebieten Oberbayerns hin und her. Im Sommer 1504 starb Ruprecht und kurze Zeit später auch seine Frau Elisabeth an der weißen Ruhr. Am 12. September 1504 verloren Ruprechts Söhne Ottheinrich und Philipp mit ihrem Heer die einzige Feldschlacht des Krieges. Nach König Maximilians Sieg über Kufstein im Oktober 1504 gab es Friedensverhandlungen, denen am 5. Februar 1505 der endgültige Waffenstillstand folgte. Am 30. Juli 1505 kam es zum Friedensvertrag, dem Kölner Schiedsspruch, durch den die Gebiete neu geordnet wurden.

Abschließend lässt sich feststellen, dass Herzog Ludwig von Bayern–Landshut bei der Landshuter Hochzeit seinen Reichtum zur Schau stellen konnte. Ebenso erhoffte er sich durch die Verbindung zu Polen eine Machtausweitung und einen politischen Vorteil. Ohne männliche Erben sah sich Herzog Georg aus Machtgier gezwungen, sich über geltende Rechte (Teilungsvertrag und Reichsrecht) hinwegzusetzen und nahm sogar einen Krieg in Kauf. Schlussendlich schrumpften so die Besitztümer von Bayern Landshut.    

Das Leben im Mittelalter – Teil 5: Die Stadtgründung Landshuts

Die neue Reihe „Leben im Mittelalter“ stammt von der Klasse 7c, die im Rahmen ihrer Recherchen zum Mittelalter im Fach Deutsch unterschiedliche Beiträge für die Schülerzeitung liefert. Herzlichen Dank dafür!

Die Stadt wurde 1204 von Ludwig dem Kelheimer gegründet. Den Namen bekam er erst nach seinem Tod, weil er in Kelheim umgebracht wurde.

von Peter Hiebl und Timo Kofler

Seine Eltern waren Herzog Otto I. und Agnes. Diese erhielten ihr Lehen, das Herzogtum Bayern, von König Friedrich Barbarossa. Vorher hatte er es dem welfischen Fürsten Heinrich dem Löwen weggenommen. Als „welfisch“ bezeichnetet man Angehörige eines deutschen Fürstengeschlechts.

Für Ludwig den Kelheimer war das Isartal der perfekte Ort für eine Stadtgründung, weil mit der Isar ein Transport- und Reiseweg von München in Richtung Osten – also unter anderem nach Passau und Wien – vorhanden war.

Die Isar, hier mit Isarpromenade in Landshut, ist nicht nur beschaulich, sondern war früher v.a. ein wichtiger Handelsweg.

Ein zweiter Grund war, dass dort in der Nähe, etwas flussabwärts in Altheim, der wichtige Handelsweg von Salzburg nach Regensburg verlief und den Fluss kreuzte. Bischof Konrad von Regensburg hatte dort in Altheim an der Brücke schon eine hölzerne Burg, die Straßburg. Von dieser Burg aus überwachte er sämtliche Brückenüberquerungen, denn die Handelsleute mussten Zölle für ihr Waren entrichten. Ludwig der Kelheimer war als Konkurrent des Bischofs ebenfalls an Einnahmen aus Brückenzöllen interessiert.

Ein dritter Grund für die Stadtgründung war, dass das Isartal sehr fruchtbar war. Bauern konnten reiche Ernten erzielen und die flachen Böden gut bewirtschaften. Städte wurden damals vorwiegend bei Burgen, auf fruchtbarem Land, bei Handelswegen oder in der Nähe von Bischofssitzen gegründet.

Ludwig der Kelheimer errichtete also auf der Anhöhe über der kleinen Siedlung eine Burg, die Burg Trausnitz. Er verlieh der Ansiedlung die Stadtrechte und förderte und finanzierte umfangreiche Baumaßnahmen an Stadt und Burg.

Die Burg Trausnitz: eines unserer Wahrzeichen in Landshut!

Landshut wurde in einer Zeitphase gebaut, die man „Urbanisierung“ nennt. Während dieser Zeit wurden in ganz Europa mehr als 2000 Städte gegründet. Im Mittelalter wuchsen viele Städte rasch an, da viele Handwerker kamen, um die Häuser zu bauen.

Bevor es aber zur Stadtgründung kam, musste Ludwig I. zunächst Krieg gegen Erzbischof Konrad III. von Regensburg führen, der das Gebiet um Landshut besaß. Der Krieg dauerte von 1186 bis 1204. Der Regensburger Bischof hatte einen starken und gleichgesinnten Kriegsverbündeten, den Erzbischof Eberhard I. von Salzburg. Nach langjährigen erbitterten Kämpfen gewann Ludwig I. schließlich den Krieg 1204 gegen die beiden verbündeten Bischöfe.

Nach dem Krieg heiratete Ludwig der Kelheimer die Witwe seines früheren Erzfeindes, Ludmilla von Bogen. Die beiden bekamen einen Sohn namens Otto, den späteren Herzog Otto II. von Bayern.

Ludwig der Kelheimer starb 1231, seine Witwe Ludmilla gründete daraufhin das Kloster Seligenthal, wo sich die Grabstädte des Stadtgründers befindet.

Volleyballturnier der Wettkampfklasse 1 gegen die Realschule Vilsbiburg

Am Freitag, den 10. 01.2020, fanden sich um Punkt 08:00 Uhr morgens sieben aufgeregte Seligenthaler Mädchen in der Turnhalle ein, die meisten, um ihren ersten Volleyball-Wettkampf in der Wettkampfklasse 1 auszutragen. Voller Vorfreude schlüpften sie hastig in ihre Trikots mit der Aufschrift „Zähne zeigen“. Diese Aufschrift wurde allerdings nicht gewählt, um die Gegner einzuschüchtern oder die eigene Mannschaft zu motivieren alles zu geben, sondern weil die Trikots von einer Zahnarztpraxis gesponsert worden waren.

ein Gastbeitrag von Lara Babl, Klasse 8a

Da die Volleyballspieler der Realschule Vilsbiburg voraussichtlich um 9:30 Uhr eintreffen sollten, machten sich die Seligenthaler flugs daran, sowohl die Stangen als auch das Volleyballnetz sowie den Kasten, der sich als Erhöhung für den Schiedsrichter eignet, aufzubauen. Nach mehreren Versuchen war auch das Spielfeld, welches 7×14 Meter betrug, mit Klebestreifen markiert. Anschließend war es Zeit für die Mädchen, sich aufzuwärmen.

Endlich traf die Mannschaft aus Vilsbiburg mit ihren roten Trikots und schwarzen Hosen ein. Nachdem sie sich ebenfalls aufgewärmt hatte, konnte das Spiel beginnen. Inzwischen hatten sich auch einige Zuschauer, sowohl am Rand des Feldes, als auch hinter den Scheiben der erhöhten Fenster, versammelt. Herr Freudenstein erklomm sein Podest, das ihm als Schiedsrichter zustand. Die Vilsbiburger hatten sich für den ersten Aufschlag bereit erklärt, und dennoch machten die Seligenthaler den ersten Punkt. Nach kurzer Zeit hatten die Vilsbiburger 20 Punkte längst erreicht, während die Seligenthaler erst zwei Punkte ergattert hatten. Vielleicht lag das an dem Vorführeffekt oder an der Aufregung, denn anschließend wurden die Ballwechsel immer länger, was die Zuschauer mit großem Applaus begleiteten, und so schwand die Befürchtung, dass die Schüler schon nach 2 statt 4 Stunden zurück in den Unterricht mussten. Am Ende des ersten Satzes gewannen die Vilsbiburger dann doch mit 25 zu 8.

Bereits am Anfang des zweiten Satzes glichen sich die Gegner mit 9 zu 9 Punkten und dieser Gleichstand setzte sich auch noch im weiteren Verlauf des Spieles fort, doch am Ende trumpften die Vilsbiburger mit zwei Punkten über den Seligenthalern auf.

Fest entschlossen, wenigstens den dritten Satz mit der bis dahin gesammelten Erfahrungen zu gewinnen, gingen die Seligenthaler auf den Platz und nach einem spannenden Spiel, in dem wieder lange Zeit Gleichstand herrschte, siegten sie sogar mit 25 zu 21.

Glücklich, wenigstens ein Spiel gegen die erfahrenen Spieler der Realschule Vilsbiburg, bei denen einige bei den „Roten Raben“ trainieren, gewonnen zu haben, forderten die Seligenthaler Schüler die Vilsbiburger dazu auf, sich noch Zeit für ein kleines Freundschaftsspiel zu nehmen.  Anschließend mussten die Schüler der Realschule Vilsbiburg ihre Sachen packen, um in ihre Schule zurückzufahren, während die Seligenthaler den Schultag ausgelassen mit ein paar Ballwechseln auf dem Feld ausklingen ließen. Dabei  entpuppte sich der Schiedsrichter Herr Freudenstein als erfahrener Volleyballspieler, der größten Einsatz zeigte und ein paar Sprünge und Sprinte gerne in Kauf nahm, um den Ball mit höchster Präzision auf  den Boden des gegnerischen Feldes zu befördern.

Trotz der Niederlage an diesem Tag verließen die Seligenthaler Schülerinnen mit einem fröhlichen Lächeln den Ort des Wettkamps.

Das Leben im Mittelalter – Teil 4: Die Pest

Die neue Reihe „Leben im Mittelalter“ stammt von der Klasse 7c, die im Rahmen ihrer Recherchen zum Mittelalter im Fach Deutsch unterschiedliche Beiträge für die Schülerzeitung liefert. Herzlichen Dank dafür!

Dance Of Death, Danse Macabre, Dance, Death, Skeleton

Die Pest, auch der Schwarze Tod genannt, ist eine Seuche, die besonders im Mittelalter, im 14.Jahrhundert, wütete. Sie rottete innerhalb von 6 Jahren ein Drittel der europäischen Bevölkerung aus, was ca. 25 Millionen Menschen waren. Da die Pest hochansteckend war und die Leute nicht wussten, wie sie sich davor schützen konnten, hatte die Krankheit leichtes Spiel.

von Helene Kopp und Antonia Landeck

1. Warum heißt die Pest „Schwarzer Tod“?

Die Bezeichnung der mittelalterlichen Pest, „Schwarzer Tod“, bürgerte sich erst im 17. Jahrhundert ein. Man nannte/nennt sie so, weil sich bei den Betroffenen der Rachen, die Zunge und Beulen (sogenannte „Pestbeulen“), die sich besonders im Hals- und Achselbereich bildeten, schwarz färbten.

2. Die Ausbreitung in Europa/Deutschland

Die Pest kam von Asien nach Europa durch Schiffhandel. Als Erstes trat sie in Ägypten auf und breitete sich von da aus sehr schnell im Mittelmeerraum aus, bis sie letztendlich 1349 in Deutschland das erste Mal im württembergischen Donaukreis auftrat. Im selben Jahr überkam Ellwangen im Jagstkreis und Köln die Seuche. In Landshut gab es die ersten Pesttoten zwischen 1349 und 1350.

3. Wie reagierten die Menschen auf die Seuche?

Sie bauten Pesthäuser, in die sie Pestkranke oder Personen, die Symptome der Pest hatten, einlieferten, um sie so zu isolieren, damit sie keine gesunden Leute anstecken konnten. Die Menschen verbrannten die Häuser der Pesttoten. Sie nutzen auch eine besondere Leichenentsorgung, indem sie Massengräber außerhalb der Stadt gruben und dort die in Stoff gewickelten Leichen legten. Sie führten außerdem Gesundheitspässe und Hygienemaßnahmen ein. Apotheker brauten zudem Tränke aus verschiedenen Kräutern zusammen.

Insgesamt brachten diese Maßnahmen alle nichts, da sie nicht konsequent genug eingehalten wurden und die Leute auch nicht genau wussten, wovor sie sich genau schützen mussten, da man zu wenig über die Seuche wusste.

4. Die Sage der Rosen- und Grasgasse in Landshut

Die Pest wütete in Landshut sehr stark. In zwei Gassen lebten bald keine Menschen mehr; nur wenige hatten sich daraus flüchten können, die restlichen waren der Pest zum Opfer gefallen. Um diese kümmerte sich jedoch niemand, aus Angst vor Ansteckung – und dadurch roch es aus den beiden Totengassen stark nach Verwesung. Die beiden Gassen wurden daraufhin zugemauert.

Nach vielen Jahren riss man die Gassen wieder auf, um sie zu reinigen und wieder benutzen zu können. Es heißt, dass in der einen Gasse wilde Rosen blühten und in der anderen üppiges Gras wuchs. Die Gassen heißen deshalb bis heute Rosen- bzw. Grasgasse.

5. Die Pest heute

Heutzutage gilt die Pest als nahezu ausgemerzt, aber es treten trotzdem noch vereinzelt Fälle auf, wie zum Beispiel 2017 in Madagaskar, wo die Pest ca. 30 Tote forderte. Forscher gehen davon aus, dass es jährlich immer noch bis zu 100 Pesttote gibt.

Im nachfolgenden Clip findet ihr noch weitere Eindrücke zur Pest in Europa und ihre Ausbreitung.