Waldbrände: eine Folge der Klimaveränderungen

Ein Gastbeitrag von Sofia Huber, 7b

Durch die Klimaveränderungen sind in vielen Teilen der Welt Waldbrände ausgebrochen. Das liegt daran, dass wir Menschen zu wenig auf die Umwelt achten, d.h. dass zu viel Kohlenmonoxid freigesetzt wird, das durch das viele Autofahren, aufgrund von Reisen mit dem Flugzeug oder durch Kohlekraftwerke entsteht.

Wo brennen die Wälder?

Im Amazonasgebiet, in Afrika, in Sibirien und in Algerien wüten immer wieder schlimme Waldbrände und die Zahl der Toten steigtt. Sehr problematisch ist die Lage auch im Western der USA, deshalb gibt es Spendenaktionen, die das Geld an die betroffenen Länder weitergeben, damit die Menschen dort versorgt werden können.

Wie entstehen Waldbrände?

Durch die Klimaveränderungen regnet es immer weniger und es wird zunehmend heißer. Dadurch trocknen die Pflanzen und Wälder aus, weshalb sie leichter anfangen zu brennen.

Welche Auswirkungen haben Waldbrände auf die Tierwelt?

Durch die Waldbrände sterben viele Tierarten und ihr Lebensraum wird zerstört (z. B. Koalas, Kängurus).

Wie kann man Waldbrände verhindern?

Man kann sie verhindern, indem man auf Dinge verzichtet, die Kohlenmonoxid freisetzen (Fahrten mit dem Auto, Flugreisen etc.) und stattdessen das Fahrrad nimmt, sofern es geht. Man kann sich zudem für die Umwelt selbst einsetzen, indem man Bäume oder Setzlinge pflanzt und auf eine intakte Natur achtet.

Reihe „Nachhaltig leben“: Natürliche Lebensgrundlagen gehen uns alle an

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

ein Artikel von Julia Habenberger, 9b

Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, warum wir heute so leben, wie wir es gewohnt sind? Der Grund dafür sind die verschiedenen Lebensgrundlagen, wobei diese unterschieden werden in materielle und immaterielle. Die materiellen Lebensgrundlagen teilt man erneut in natürliche, die von der Natur selbst entwickelt wurden, und geschaffene Lebensgrundlagen, welche also von den Menschen hergestellt wurden, auf. Auch bei den immateriellen Lebensgrundlagen spielt der Mensch eine entscheidende Rolle. Einige Beispiele hierzu wären die Kunst, die Kultur, Software, Patente, Schrift und Sprache. Diese sind natürlicherweise nicht knapp, da bei einer Nutzung niemandem etwas weggenommen oder verbraucht wird. In diesem Bericht werdet ihr mehr über die natürlichen Lebensgrundlagen erfahren.

Zu diesen gehören unter anderem reine Luft zum Atmen, sauberes Wasser und gesunde Böden für gesunde Nahrung. Dies alles erscheint uns selbstverständlich.

Saubere Luft zum Atmen ist die Grundlage für unsere Gesundheit. Ein Mensch kann zwar einen Monat ohne Nahrung, drei Tage ohne Wasser leben, aber nur wenige Minuten ohne Luft. Deshalb ist diese für uns lebensnotwendig. Doch diese enthält vielerorts mehr Stickoxide, Feinstaub oder Treibhausgase, die für unser Auge nicht ersichtlich sind, aber für unseren Körper äußerst schädlich sind. Laut einer Studie der Europäischen Umweltagentur sterben alleine in Deutschland mehr als 80.000 Menschen vorzeitig an den gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung. In Deutschland halten sich diese Todesfälle hingegen noch in Grenzen; laut Deutschlandfunk erliegen in der Volksrepublik China jährlich ca. mehr als eine Million Menschen der enormen Feinstaubbelastung. Die Chinesen, aber auch andere Asiaten, tragen deswegen seit vielen Jahren eine Maske, sobald sie das Haus verlassen, und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Hauptverursacher sind vor allem der Verkehr, die Industrie und Kohlekraftwerke. Die verschmutzte Luft fordert mehr Todesopfer als das Rauchen. Rauchen kann jeder selber beeinflussen und dieses Laster vermeiden, aber gegen die Luftverschmutzung kann man als Einzelner alleine oder mit wenigen anderen kaum etwas bewirken. Hier müssen wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

Sauberes und in ausreichender Menge vorhandenes Wasser ist die Grundlage jeglichen Lebens auf der Erde. Alles Leben ist im Wasser entstanden, lange bevor die Atmosphäre ihre heutige Zusammensetzung hatte. Das gleiche Wasser, welches sich immer noch heute in unserem Wasserkreislauf befindet, war schon zur Urzeit, als die Dinosaurier den Globus bewohnten, für deren Lebensgrundlage wichtig. Es wird unterschieden in Salzwasser (97 %) und Süßwasser (3%). Diese 3 % beinhalten aber auch das gefrorene Eis in den Polen. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Der Mangel an Trinkwasser, welches frei von Schadstoffen und krank machenden Mikroben ist, bedroht das Leben von Millionen der ärmsten Menschen der Welt. Verseuchtes Wasser ist der Grund für ca. 80 % der weltweiten Infektionskrankheiten (vor Ausbruch der Corona-Pandemie). Die durch den Klimawandel verursachten immer länger andauernden Trockenperioden haben auf die weltweiten Gewässer einen immensen Einfluss. Im Juli 2021 führte der Klimawandel aber auch zu heftigen Überschwemmungen, Starkregen und Hochwasser. Vor allem Nordrhein-Westfalen, der Alpenrand aber auch unsere Landshuter Altstadt waren davon betroffen.

Täglich treten wir ihn mit unseren Füßen: unseren Boden, dabei ist er so wertvoll, dass wir ihn eigentlich auf Händen tragen müssten. Denn er erfüllt zahlreiche Funktionen. Böden sind die Lebensgrundlage für die meisten Pflanzen und Tiere und damit die Basis für diese auf der Erde. Zum Einem ist er der Lebensraum für sehr viele Lebewesen, so enthält eine Hand voll Boden mehr Organismen als es Menschen auf der Erde gibt. Außerdem ist er ein Nährstofflieferant für die Pflanzen und versorgt diese mit dem richtigen Maß an Phosphor, Eisen, Calcium und Stickstoff. Er dient auch als Wasserspeicher und filtert das Wasser für Pflanzen und den Menschen (unser Trinkwasser). Böden speichern global rund fünfmal so viel CO2 wie die gesamte oberirdische Biomasse. Und nicht zu vergessen: Er dient unserer Nahrungsmittelversorgung, aber auch um Städte, Häuser und Straßen auf ihm zu erbauen. Ein großes Thema für unsere Zukunft ist aber der Schutz vor der Flächenversiegelung, damit auch die nachfolgenden Generationen noch eine Welt erleben können, die nicht nur aus Wohnraum und Industrie besteht, sondern auch mit viel Wäldern und Wiesen.

Aber wie können wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützen?

Der Schutz von Umwelt, Natur und Klima ist keine rein ökologische, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Frage, die Auswirkungen auf die Gesundheit jedes Einzelnen und auf die Grundlagen unseres Zusammenlebens hat.

Einige Beispiele dafür, was jeder Einzelne bewirken kann: Vermeidung von Abgasen durch die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Weniger Fleisch auf unserem Speiseplan, dafür mehr Bioprodukte, die frei von Pestiziden und Kunstdünger angebaut wurden und somit das Grundwasser geschützt wird. Kurzstreckenflüge vermeiden. Jeder Einzelne kann Strom sparen und nicht verschwenden, auch der Umstieg auf Ökostrom ist eine gute Lösung. Es gäbe unzählig viele weitere Punkte. Durch den Naturschutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen erhalten und stärken wir natürliche CO2-Senker wie Wälder, Moore und Ozeane. Durch den Klimaschutz verhindern wir den Verlust und unwiederbringlichen Umbau dieser Lebensräume. Nur wenn wir die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten, sichern wir mittel- und langfristig Wohlstand in unserem Industrieland und garantieren die Grundlagen für ein Leben in Freiheit und Würde.

Bitte hilf auch du mit, diese natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, nur gemeinsam können wir uns und den folgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen.

Quellen:

https://gruene-nrw.de/2021/08/sichern-wir-unsere-lebensgrundlagen-natur-und-umwelt-konsequent-schuetzen/-

https://www.oekolandbau.de/bio-im-alltag/bio-fuer-die-umwelt/pflanzenbau/lebensgrundlage-boden/

http://wasseraktien.de/wasser/wasser-als-lebensgrundlage

https://www.landeskunde-baden-wuerttemberg.de/umwelt-luftwasser

https://www.landentwicklung.de/projekte/natuerliche-lebensgrundlagen

Reihe „Nachhaltig leben“: Die Rolle der natürlichen Lebensgrundlagen – politische Ebene

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

ein Artikel von Lisa Greif, 9b

Zu den natürlichen Lebensgrundlagen zählt der Boden, das Wasser, die Luft, das Klima und Flora und Fauna. Das erste Gesetz, welches auf die Umwelt bezogen war, wurde erst im Jahr 1971 eingeführt und war das „Fluglärmgesetz“. Das lag daran, dass die Politik sich ursprünglich nicht vordergründig um die Umwelt gekümmert hat und es deshalb noch keine auf die Umwelt bezogene Gesetzgebung gab. Dies änderte sich jedoch, da es durch die Fortschritte, die die Technologie und die Industrie mit sich brachten, zu immer mehr Umweltproblemen kam.

So wuchs in den siebziger Jahren das Umweltbewusstsein der Bevölkerung, da Luft, Boden und Gewässer immer mehr verschmutzt wurden. Die SPD hatte 1971 schon ein auf die umweltbezogenes Gesetz in ihr Programm für den Umweltschutz aufgenommen. Die Grünen hingegen haben sich vor allem in den 1980er Jahren für solch eine Regelung eingesetzt, mit der Forderung, dass Bürgerinitiativen und Verbände bei Umweltverschmutzungen klagen dürften – jedoch ohne Erfolg. Im Dezember 1983 wurde die Einführung eines entsprechenden Gesetzes abgelehnt. Stattdessen kam es zur Einführung eines Staatziels für den Umweltschutz und zum Einzug der Grünen in den Bundestag 1983 und die Gründung des Bundesministeriums für die Umwelt und den Naturschutz.

Warum sollten die natürlichen Lebensgrundlagen und verschieden Tierarten gesetzlich geschützt werden ?

Viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten werden immer seltener. Bis zu eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, viele davon werden bereits in den nächsten Jahrzehnten verschwinden – auch in Deutschland, deshalb gibt es Naturschutzgesetze und ausgewiesene Gebiete, damit, so gut wie es geht, verhindert werden kann, dass seltene Arten von Pflanzen und Tieren wirklich ganz aussterben.

Die Umweltpolitik in der heutigen Zeit ist ein politisches Feld, welches alle Lebensbereiche des Menschen berührt. Der Klimaschutz wäre ein gutes Beispiel hierfür. Die Rückgänge der biologischen Vielfalt und der übermäßige Verbrauch der natürlichen Lebensgrundlagen sind weitere Herausforderungen für die Politik und die Bevölkerung. Im Umweltbericht der Bundesregierung von 2015 heißt es, dass die große Aufgabe der Umweltpolitik sei, jetzt die natürlichen Lebensgrundlagen für der heutigen und die künftigen Generationen zu erhalten.

Meiner Meinung nach spielen die natürlichen Lebensgrundlagen eine sehr wichtige Rolle in unserem Leben und auch die Politik muss sich zwingend damit befassen. Ohne natürliche Lebensgrundlagen könnten wir überhaupt nicht überleben oder wir wären ohne sie nicht zu dem fähig, unsere Leben so zu führen, wie wir es heute tun. Deshalb empfinde ich die Gesetze für den Umweltschutz auch als sehr nötig, damit wir unsere Umwelt noch retten können und auf jeden Fall versuchen, sie zu schonen. Das Aussterben von vielen verschieden Pflanzen und Tieren passiert nur wegen uns Menschen, weil wir unsere Welt nicht gut behandelt haben.

Reihe „Nachhaltig leben“: Nachhaltige Logistik und Berufe der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Nachhaltige Logistik und Berufe der Zukunft

ein Artikel von Sophia Felk, 9b

Schon seit vielen Jahren boomt die Logistikbranche. Der Onlinehandel und das Just-in-Time-Prinzip der Industrie sorgen für beständige Zuwächse. So wie es aussieht, wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Viele Menschen kaufen bereits heute Kleidung, Bücher, Medikamente oder Nahrungsmittel im Internet.

Die Aufgaben der Logistik sind Güter aller Art zu lagern, umzuschlagen, zu kommissionieren, zu sortieren, zu verpacken und zu verteilen, was viel Planung und Know-how erfordert. In der Logistik gehören Termindruck, das schnelle Reagieren auf unvorhersehbare Zwischenfälle und je nach Tätigkeit und Unternehmen, Schichtarbeit und Überstunden dazu. Deshalb sind Berufe in der Logistik durchaus anspruchsvoll und nicht für jeden geeignet.

Software und Roboter übernehmen immer mehr Tätigkeiten. Die Automatisierung wird den Menschen ersetzen, aber auch die neuen Techniken benötigen Menschen, die die Prozesse in der Logistik überwachen, einen reibungslosen Ablauf sicherstellen und die Güter und Produkte mit dem Zug, Flugzeug, Schiff oder LKW transportieren. Jedoch wird sich die Arbeit grundlegend wandeln und neue Berufe werden entstehen. Professor Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, sagt, dass Prozess-, System- und Problemlösungskompetenzen immer wichtiger werden und auch soziale Kompetenzen mehr zählen.

Zukunftsberufe in der Logistik:

  1. Roboterkoordinator

Der sogenannte Roboterkoordinator überwacht und plant den Einsatz der Maschinen im Maschinenbau oder der Automobilindustrie. Zu seinen Aufgaben gehört es, auf Störungen und Fehlersignale zu reagieren, Wartungen durchzuführen und defekte Roboter zu ersetzen.

  • Daten-Spezialist

Der Daten-Spezialist nutzt Daten aus unterschiedlichen Quellen für umfangreiche Analysen, um mit den Ergebnissen Verfahren zu verbessern oder so neue, optimierte Lösungen für Logistikaufgaben anzubieten.

  • LKW-Führer

Der LKW-Fahrer wird im selbstfahrenden LKW zum LKW-Führer. Er ist vor allem mit der Koordination von Transporten beschäftigt und vor Ort ist er ein geschickter Verhandler und Problemlöser.

  • Algorithmen-Versicherer

Die Aufgaben von dem Algorithmen-Versicherer sind, die selbstfahrende Transporte, die zahlreichen Risiken ausgesetzt sind, zu versichern und sie richtig einzuschätzen. Vermutlich werden sie dabei eng mit Daten-Spezialisten zusammenarbeiten.

  • Drohnen-Piloten & Ingenieure

Der Drohnenpilot, oft auch Drone Operator oder UAV Operator genannt, wird mit der stetig wachsenden Verbreitung der Drohnentechnologie, sehr gesucht. Für den Zukunftsmarkt der Drohnen werden auch Ingenieure, Softwareentwickler sowie Sales Manager gesucht.

  • Supply Chain Manager

Der Supply Chain Manager koordiniert und optimiert Wertschöpfungs- und Lieferketten. Er sorgt dafür, dass von der Beschaffung der Rohmaterialien, über die Produktion und Logistik bis hin zur Auslieferung zum Kunden alle Vorgänge reibungslos ablaufen. Er sorgt auch für einen einwandfreien Informations- sowie Geldfluss.

Für solche Berufsbilder gibt es aber keine Garantie, es lassen sich lediglich verschiedene Trends abzeichnen, welche Prognosen verschiedener Institute und Experten zulassen. Es geht vor allem um die verschiedenen Branchen und Wirtschaftszweige, die entweder ein stetiges Wachstum erfahren oder im Wandel der Zeit langsam aussterben, wie beispielsweise der Bergbau oder die Druckindustrie.

Es darf behauptet werden, dass die Logistikbranche eine der Branchen mit den besten Zukunftsaussichten ist, auch wenn die Logistik Problemen gegenübersteht. Ein zentrales Thema ist gerade der enorme Kostendruck. Künftig werden Dienstleister noch gezielter nach den günstigsten Lösungen suchen müssen, die es aber dennoch zulassen, den gewünschten, geforderten und gesetzlichen Maßstäben zu entsprechen. Unser Verhältnis zur Arbeit dürfte sich in den kommenden zwei Jahrzehnten grundlegend wandeln. Die Arbeit wird uns aber gewiss nicht ausgehen.

Quellen:

https://www.xing.com/news/articles/acht-sichere-jobs-der-zukunft-798965

https://www.mm-logistik.vogel.de/logistikjobs-der-zukunft–was-sich-durch-digitalisierung-aendert-a-635582/

https://www.sueddeutsche.de/karriere/nachhaltige-jobs-die-fabrik-der-zukunft-1.3243417

Welcher Job hat Zukunft?

Lyrisches zum Nachdenken: Ich habe Worte

Zeichnung: Elise van Zyl, Klasse 6c

ein Gedicht von Burchin Ruzhdieva

Ich habe Worte

Ich habe Worte,

die haben wir alle.

Sie können dich verletzen,

aber sie können dich auch heilen.

Sie können dir helfen,

aber auch lügen.

Renne nicht, weil du es nicht kannst.

Steh da und hör zu, was sie

Zu sagen haben.

Sie sind nicht immer schlecht.

Der Tag wird kommen,

wo alle Türen geschlossen werden,

aber die Worte werden da sein,

um sie wieder zu öffnen.

Lass deine Worte herauskommen und

Sag, was sie denken,

weil sie immer da sind,

um dir den richtigen Weg zu zeigen.

Kommentar: Corona-Auswirkung auf die erste Schulwoche

ein Gastbeitrag von Helena Fischer und Sarah Donius, Klasse 6c

Corona! Für uns alle ist das eine schwere Zeit. Viele lassen sich, trotz Reisewarnungen, nicht abhalten und fahren in den Urlaub. Dadurch sind die Infektionszahlen stark angestiegen, wodurch wir in den Schulen Maske tragen müssen. Und das ist für uns alle sehr gewöhnungsbedürftig.

Besonders für die Abiturienten und die Fünftklässler. Die Abiturienten müssen unter diesen Umständen extrem viel lernen! Mit Maske! Und die Schüler in den „Fünften“ können sich kaum untereinander anfreunden! Wie soll das auch gehen mit 1,5 Metern Abstand! Wir alle haben diesen Wunsch: Endlich wieder normale Schule! Wir können diesen Wunsch zwar nicht sofort erfüllen, aber wir alle können dazu beitragen, dass sich der Virus nicht weiter ausbreitet. Deshalb beachtet bitte die Corona-Regeln.

Wir wünschen euch allen ein schönes Schuljahr und den fünften Klassen, trotz der Umstände, einen tollen Start.

Das Leben im Mittelalter -Teil 6: Die Landshuter Hochzeit von 1475 und der Erbfolgekrieg 1504/1505

Die neue Reihe „Leben im Mittelalter“ stammt von der Klasse 7c, die im Rahmen ihrer Recherchen zum Mittelalter im Fach Deutsch unterschiedliche Beiträge für die Schülerzeitung liefert. Herzlichen Dank dafür!

Um 1475 war Landshut die Hauptstadt des blühenden Herzogtums Bayern-Landshut. Herzog Ludwig der Reiche machte seinem Namen alle Ehre, indem er für seinen Sohn Herzog Georg eine prunkvolle Hochzeit mit der Königstochter Hedwig aus Polen ausrichtete.

von Johannes Eller und David Wejnar

Herzog Georg der Reiche von Bayern wurde am 15. August 1455 geboren und war folglich zum Zeitpunkt der Hochzeit 20 Jahre alt. Seine Mutter war Amalie, die Kurfürstentochter von Sachsen. Herzog Georg wuchs in Burghausen auf und wirkte bereits mit 13 Jahren bei Regierungsgeschäften in Landshut mit. Seine Gemahlin Herzogin Hedwig von Polen war bei der Hochzeit erst 18 Jahre alt. Sie wurde am 21. September 1457 als Tochter des mächtigen Polenkönigs Kasimir IV. und seiner Gemahlin Elisabeth geboren. Diese war die Tochter des Herzogs von Österreich bzw. des Königs Albrecht II. Hedwig nannte sich selbst ein Leben lang „geborene Königin von Polen und Herzogin von Nieder- und Oberbayern“.

Bereits 1473 zeigte der mächtige Polenkönig Kasimir IV Interesse an einer Verbindung mit Landshut. Es folgten langwierige Verhandlungen durch Gesandte. Da Herzog Ludwig und die Mutter der Braut, Königin Elisabeth, Vetter und Base waren, waren auch Herzog Georg und Herzogin Hedwig verwandt, so dass eine päpstliche Genehmigung für die Hochzeit eingeholt werden musste. Erst Ende Dezember 1474 fand die Verlobung statt. Angeführt vom Pfalzgraf Otto bewegte sich der Brautzug über Berlin nach Wittenberg, wo eine Delegation aus Landshut die Braut mit einwöchiger Verspätung in Empfang nahm. Da der Bräutigam aus Angst vor der Pest in Landshut geblieben war, kehrt der Polenkönig pikiert in die Heimat zurück. Wegen der Pest in Regensburg musste auch noch ein Umweg über Nürnberg in Kauf genommen werden, so dass die Braut erst nach zwei Monaten in Moosburg eintraf.

Zwischenzeitlich fanden in Landshut viele Vorbereitungen statt. Boten verteilten Einladungen an die Verwandtschaft und auch den Kaiser. Herzogliche Einkäufer besorgten wertvolle Geschenke für besondere Gäste, wie z. B. goldene Becher, Anstecknadeln, Ringe, Broschen, Ketten und Vieles mehr. In Venedig wurden Samt- und Seidenstoffe für die festlichen Gewänder der edlen Gäste gekauft, an diese verschickt oder in den zusätzlich eingerichteten Nähstuben auf der Burg Trausnitz verarbeitet. Auch die Diener wurden in den Hoffarben des Herzogs in weiß, braun und grau eingekleidet. Der Herzog bekam eine neue Turnierrüstung und mitten in der Altstadt wurden Tribünen für die Zuschauer der Turniere errichtet. Außerdem wurden viele Vorräte angelegt: Schmalz, Obst, Fische, Schlachttiere, Wein, Holz, Gewürze, Wachs etc. Es wurden für die ca. 10000 Gäste Herbergen und zusätzliche Wachen organisiert. Für die Pferde konnte man im Herzogkasten gegen Bezugsscheine Futter holen. Der Erzbischof aus Salzburg wurde gebeten, den Festgottesdienst abzuhalten. Am Vorabend der Hochzeit, genauer am Montag, den 13. November 1475, fand bereits ein erstes Turnier statt.

Vom 15. bis 18. November überreichten die Gäste ihre Geschenke an die Brautleute, es gab einen Kirchenzug, das Hochzeitsmahl, ein „Rennen“ (Turnier) in der Altstadt und den Tanz im Rathaus. Eine Woche war Speis und Trank frei für alle Gäste und auch sämtliche Bürger Landshuts.

Nach der Hochzeit lebte Hedwig wie ihre Vorgängerinnen auf der Burg in Burghausen. Dort gebar sie angeblich 5 Kinder, von denen nur zwei Mädchen am Leben blieben. Sie starb am 18. Februar 1502 und wurde sie im Zisterzienserkloster Raitenhaslbach bestattet. Herzog Georg starb am 1. Dezember 1503 auf einer Reise zu einem Kuraufenthalt in Ingolstadt. Er wurde im Zisterzienserinnenkloster Seligenthal beerdigt. Vor seinem Tod bestimmte Georg seine jüngere Tochter Elisabeth und deren künftigen Gatten (Pfalzgraf Ruprecht) zu den Erben von Bayern – Landshut, da Herzog Georg und Herzogin Hedwig selbst keine männlichen Nachfahren hatten.

Um die Folgen dieser Entscheidung zu verstehen, muss man folgende politische Situation kennen: Es gab in Bayern zu dieser Zeit König Maximilian I. und unter ihm verschiedene Herzöge mit Teilherzogtümern: zum Beispiel die Linie Bayern – Landshut mit Herzog Georg und die Linie Bayern – München mit Herzog Albrecht IV. Ein Teilungsvertrag besagt, dass die Linie Bayern–Landshut und Bayern–München sich gegenseitig beerben sollen. Außerdem hatte laut Reichsrecht die männliche Erbfolge grundsätzlich Vorrecht. Mit seiner Entscheidung für seine Tochter als Erbin verstieß Herzog Georg gegen beide geltende Rechte.

Zum Ausbruch des Landshuter Erfolgekrieges kam es während der Versammlung der Regenten in Landshut am 17. April 1504. Dort wurde ein Schreiben überreicht, doch noch bevor diese das Schreiben überhaupt gelesen hatten, kam er zur Unterwerfung der Landshuter Altstadt und der Neustadt. Ab da gab es Kämpfe in allen übrigen Landesteilen (Teisbach, Dingolfing, Öttingen, …).

Am 23. April 1504 verkündete König Maximilian I. von Bayern im Rathaus von Augsburg, dass das Gebiet von Ruprecht und seinen Anhängern an die Linie Bayern–München (mit Herzog Albrecht und Herzog Wolfgang) übergeht. Monatelang versuchten die Gegner sich gegenseitig mit Plünderungen zu schwächen, gingen aber einer Entscheidungsschlacht sorgsam aus dem Weg. Monatelang zogen die Heere in einem Ermüdungs- und Abnutzungskrieg in Niederbayern und den Grenzgebieten Oberbayerns hin und her. Im Sommer 1504 starb Ruprecht und kurze Zeit später auch seine Frau Elisabeth an der weißen Ruhr. Am 12. September 1504 verloren Ruprechts Söhne Ottheinrich und Philipp mit ihrem Heer die einzige Feldschlacht des Krieges. Nach König Maximilians Sieg über Kufstein im Oktober 1504 gab es Friedensverhandlungen, denen am 5. Februar 1505 der endgültige Waffenstillstand folgte. Am 30. Juli 1505 kam es zum Friedensvertrag, dem Kölner Schiedsspruch, durch den die Gebiete neu geordnet wurden.

Abschließend lässt sich feststellen, dass Herzog Ludwig von Bayern–Landshut bei der Landshuter Hochzeit seinen Reichtum zur Schau stellen konnte. Ebenso erhoffte er sich durch die Verbindung zu Polen eine Machtausweitung und einen politischen Vorteil. Ohne männliche Erben sah sich Herzog Georg aus Machtgier gezwungen, sich über geltende Rechte (Teilungsvertrag und Reichsrecht) hinwegzusetzen und nahm sogar einen Krieg in Kauf. Schlussendlich schrumpften so die Besitztümer von Bayern Landshut.