Das Leben im Mittelalter – Teil 1: die „Hexen“ Agnes Bernauer und Veronika Zerritsch

Die neue Reihe „Leben im Mittelalter“ stammt von der Klasse 7c, die im Rahmen ihrer Recherchen zum Mittelalter im Fach Deutsch unterschiedliche Beiträge für die Schülerzeitung liefert. Herzlichen Dank dafür!

Die „Hexen“ Agnes Bernauer und Veronika Zerritsch

von Veronika Hofer und Julia Spierer

Was sind eigentlich Hexen? Hexen waren nach dem Volksglauben nicht nur Frauen, die Medikamente aus Kräutern herstellten, lesen und schreiben konnten. Ihnen wurde vielmehr vorgeworfen, dass sie einen Pakt mit dem Teufel hatten.

40.000 bis 60.000 Menschen wurden schätzungsweise in ganz Deutschland als Hexen verbrannt. Eine davon war Agnes Bernauer. Sie wurde am 19. Januar 1411 in Augsburg als Baderstochter geboren (ein Bader war im Mittelalter der Besitzer einer Badestube). Agnes wurde von vielen Leuten nicht „Agnes“, sondern „Anna“, „Angela“ oder sogar „Engel von Augsburg“ genannt, weil sie so schön war.

Sie lernte 1428 bei einem Turnier den Herzogssohn Albrecht I. von Bayern-München kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und er nahm sie als seine Geliebte mit an den Münchner Hof. Im Jahr 1432 oder 1433 heirateten sie heimlich. Noch vor der Hochzeit bekamen sie zusammen ein Kind, Sybilla.

Agnes, Albrecht und Sybilla zogen darauf in die Blutenburg (München Obermenzing), wo sie ihre Heirat öffentlich machen wollten. Albrechts Vater Herzog Ernst III. war mit ihrer aber Ehe nicht einverstanden, da deren Tochter Sybilla nicht erbberechtigt war, denn ihre Eltern kamen aus unterschiedlichen Ständen. Herzog Ernst III. wollte, dass Albrecht eine Herzogstochter heiratete. Albrechts Onkel Heinrich und er planten deshalb, wie sie Agnes umbringen konnten.

Heinrich ging mit Albrecht jagen, damit Agnes alleine zuhause war. Albrechts Vater ging zu ihr und ließ sie verhaften. Er wollte, dass sie sich von Albrecht scheiden lässt. Wenn sie sich weigern sollte, würde er sie wegen Liebes- und Schadenszaubers anklagen und Agnes als Hexe verurteilen. Und dies tat er auch: Agnes Bernauer wurde am 12. Oktober 1435 von der Äußeren Straubinger Brücke in die Donau geworfen. Erst konnte sie nah ans Ufer schwimmen, um sich zu retten, doch als ein Mann das sah, wickelte er ihr eine lange Stange ins Haar und ertränkte sie.

Als Albrecht das bemerkte, wurde er sehr wütend und wollte Krieg mit seinem Vater. Aber man konnte ihn doch davon abhalten. Zu Ehren von Agnes finden alle vier Jahre die Agnes-Bernauer-Festspiele in Straubing statt. Es gibt auch eine Agnes-Bernauer-Torte.

Auf Schloss Blutenburg steht heute eine Bronze-Stele, die an die Liebe zwischen Herzog Albrecht und Agnes Bernauer erinnert.

Veronika Zerritsch wurde als letzte Hexe in Bayern verbrannt. Sie wurde 1740 geboren und am 2. Januar 1741 in der Sankt-Jodok-Kirche in Landshut getauft. Veronika verlor ihren leiblichen Vater schon sehr früh, er starb 1749. Doch ihre Mutter heiratete ein Jahr darauf schon wieder einen neuen Mann. Sie starb kurz nach ihrer Hochzeit und ihr Stiefvater verjagte Veronika, als sie erst 12 Jahre alt war.

Sie bettelte in Landshut, Freising und Mühldorf am Inn, um zu überleben. Nach einiger Zeit gelangte sie zu Verwandten aus Straubing und Veronika durfte zunächst bei ihnen leben. Diese schickten sie aber im Oktober 1753 ins Landshuter Heilig-Geist-Spital. Ein Jahr später riss sie von dort aus und durfte bei einer Frau Leutnant als Kindermagd leben und arbeiten.

Diese erwischte sie aber dabei, wie sie mit einem Messer an einer Wiege eines Kindes stand. Der Bürgermeister brachte sie daraufhin sofort zurück ins Spital. Veronika bat um Heilung von Besessenheit und gestand dem Bürgermeister, dass sie Hostienfrevel begangen hatte (Hostienfrevel ist, wenn man Hostien zerschneidet, um die Marter Jesu Christi bei der Kreuzigung zum Hohn nachzuvollziehen).

Im März 1755 wurde Veronika verhaftet und eingesperrt. Bei ihrer Befragung gestand sie einen Pakt mit dem Teufel und, dass sie um 3:00 Uhr nachts durch das Aufsagen eines Zauberspruches ein Gewitter verursacht hatte. Sie wurde dann mit 15 Jahren am 2. April 1756 als Hexe verbrannt. Die Hintergründe ihres Geständnisses liegen im Dunkeln, höchstwahrscheinlich geschah es aber – wie die meisten Bezeugungen – unter schlimmer Folter.

Übrigens: Im Band der Comic-Reihe „Landshuter Stadtgeschichte“ wird das Schicksal von Veronika Zerritsch in einem eigenen Kapitel aufgegriffen. Nähere Informationen findet ihr unter nachfolgendem Link: http://www.landshut.de/portal/kultur/aktuelle-kulturnachrichten/stadtcomic.html

Religionen aus aller Welt: der Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Religion, genau wie das Christentum, der Islam oder das Judentum. Allerdings gibt es wesentliche Unterschiede, wie zum Beispiel dass das Christentum oder Judentum eine Glaubensreligion ist, während wir, wenn wir vom Hinduismus oder eben vom Buddhismus, von einer Erfahrungsreligion sprechen. Auch gibt es im Buddhismus keinen richtigen Gott, wie etwa im Christentum, und es existiert auch kein Paradies nach dem Tod. Nein, im Buddhismus gibt es nach dem Tod nur „Nichts“. Es ist nur nicht dieses „Nichts“, was wir eher als traurige Leere bezeichnen würden, würden wir nicht an den „Himmel“ glauben. Doch dazu später noch mehr!

Die Geschichte des Buddhismus

Der Buddhismus ist die Lehre von Siddharta Gautama, einem Hindu, der vor etwa 2500 Jahren lebte. Siddahrta soll als reicher Fürstensohn bis zu seinem 29. Lebensjahr ein  Leben in unglaublichem Luxus geführt haben. Doch als er mehrmals auf Spaziergängen die Unzufriedenheit der Armen und Schwachen wie auch der Reichen und Verwöhnten Menschen erkennt, macht ihn das sehr nachdenklich und er beschließt etwas gegen die Unzufriedenheit der Menschen zu tun. In der Meditation fand er nach buddhistischem Glauben einen Weg, sich von allem Leid zu befreien. Er führte ein bescheidenes Leben, bescherte seinen Mitmenschen nur Freude und Gutes und betrachtete alle Menschen und Dinge, ohne sie in irgendeiner Form zu bewerten. Das führte ihn zur wahren Erkenntnis aller Dinge. Damit war er der Buddha. Buddha heißt „der Erleuchtete“.

Was predigte Buddah seinen Anhängern?

Was Buddha seinen Zuhörern erzählt, klingt für viele Europäer bis heute seltsam. Denn einige Dinge, die im Christentum oder im Islam selbstverständlich sind, fehlen: Es gibt kein Paradies. Ja, es gibt nicht einmal einen allmächtigen Gott! Dafür spielt in Buddhas Lehre das Leiden eine große Rolle: alles Leben ist Leiden, lehrt er – denn es besteht aus Krankheit, Unglück und Schmerz. Buddhisten glauben außerdem an das Leben nach dem Tod, auch wenn es kein Paradies gibt. Ist das Leiden eines Buddhisten also für immer und unausweichlich? Nein, es gibt natürlich Methoden, sein Schicksal zu verbessern, z. B. indem man sich an folgende Regeln hält.

Stilisierte Buddha-Figur

Die fünf sittlichen Geboten eines jeden Buddhisten sind:

  1. Töte keine Lebewesen, weder Menschen, Tiere noch Pflanzen.
  2. Nimm nicht, was dir nicht zusteht, also stiehl nicht.
  3. Sei nicht unkeusch.
  4. Sprich nicht die Unwahrheit, verletze andere nicht durch Worte und führe keine sinnlosen Gespräche.
  5. Nimm keine berauschenden Mittel wie Alkohol oder Drogen, damit Geist und Verstand klar sind.

Wenn sich ein Buddhist an diese Gebote hält, stehen die Chancen für ihn gut, dass er im nächsten Leben beispielsweise nicht als Kamel, sondern als reicher Fürst wiedergeboren wird. Doch gibt es auch einen Weg, diesem ewigen Leiden (der Wiedergeburt) für immer auszuweichen?

Ja, da gibt es tatsächlich etwas und zwar den sogenannten „Edlen achtfachen Pfad der Erkenntnis“. Wenn es einem Buddhisten gelingt, sich an alle im edlen achtfachen Pfad der Erkenntnis verfassten Lebensregeln, neben den fünf sittlichen Geboten eines jeden Buddhisten, zu halten, wird er nach buddhistischem Glauben von seinem ewigen Leid befreit und erleuchtet, also ein Buddha. Er darf nun nach seinem Leben in der Mitte von Armut und Luxus, wie es Siddharta Gautama predigte, ins sogenannte Nirvana. Sein Geist muss deshalb nicht wieder auf die Erde zurückkehren. Während viele Christen auf ein Leben nach dem Tod im Himmel  hoffen, ist es für einen Buddhisten am besten nach dem Tod ins Nichts (Nirvana) zu kommen und erlöst, gleichzeitig erleuchtet, zu sein.

Dies sind die Regeln des Achtfachen Pfades der Erkenntnis:

  1. Bemühe dich um Weisheit und verhalte dich immer richtig.
  2. Sei gelassen und friedfertig.
  3. Lüge niemals.
  4. Tue keinem Lebewesen Böses und stiehl nicht.
  5. Schade niemandem und zerstöre nicht die Natur.
  6. Gib dir Mühe und erfülle deine Pflichten, auch in der Religion.
  7. Sei achtsam, denke und handle stets besonnen.
  8. Konzentriere dich, denke nach und meditiere.

Wie wird man Buddhist?

Es ist nicht möglich durch Taufe oder Salbung Buddhist zu werden. Es gibt nur eine wichtige Voraussetzung, nähmlich die grundlegenden buddhistischen Überzeugungen zu verstehen. Das soll helfen, sich zu entscheiden, ob der Buddhismus die richtige Religion für einen ist. Dann kann man den Buddhismus praktizieren und an jahrhundertealten Traditionen teilnehmen.

Thailändische Buddhisten beim rituellen Gebet

Buddhistische Tempel

Der buddhistische Tempel ist ein Ort, der die so genannten Drei Schätze, das heißt Buddha, Dahrma und Sangha, vereint. Buddhistische Tempel unterscheiden sich baulich nach Region und umfassen einen Gebäudekomplex einschließlich Gelände. Im Zentrum befindet sich ein Heiligtum (Stupa oder Kultblid des Buddah). Tempel dienen häufig als Kloster buddhistischer Mönche.

Buddhistische Symbole

Im Folgenden habe ich für euch einige der wichtigsten buddhistischen Symbole aufgelistet und sie kurz beschrieben.

Das Yin und Yang: Dieses setzt sich aus zwei Begriffen der chinesischen Philosophie, insbesondere des Daoismus zusammen. Der Daoismus ist eine chinesische Philosophie und Weltanschauung und wird als Chinas eigene und authentische  Religion angesehen. Die beiden Begriffe stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien. Ein weit verbreitetes Symbol des Prinzips ist das Taijitu, in dem das weiße Yang (hell, hart, heiß, männlich, aktiv, Bewegung) und das schwarze Yin (dunkel, weich, kalt, weiblich, passiv, Ruhe) gegenüberstehend dargestellt werden.

Der Sonnenschirm: Er kann Schutz vor Regen und Sonne, aber auch vor Leiden und bösen Kräften bieten.

Die zwei goldenen Fische: Sie sind neben Glück, Reichtum, Mut und Furchtlosigkeit auch ein Symbol für die beiden Flüsse Ganges und Yamuna.

Die Lotusblüte: Sie soll die gesamte Natur der Menschheit repräsentieren und wurde in vielen Lehren des Buddhismus verwendet.

  • Eine weiße Lotusblüte steht für mentale und spirituelle  Reinheit.
  • Eine pinke Lotusblüte steht für den traditionellen Buddah, während purpur für die Mystik steht.
  • Die rote Lotusblüte steht für Liebe und Mitgefühl.
  • Die blaue Lotusblüte steht für Weisheit.

Der Lotus repräsentiert dabei, wie wir unser Leiden überwinden, Klarheit, Schönheit und die Erleuchtung erreichen.

Das Banner des Sieges: der Dämon Mara stellt im Buddhismus Stolz, Lust und Leidenschaft dar. Das „Banner des Sieges“ repräsentiert, wie Buddha den Dämon besiegte – und soll daran erinnern, dass wir unseren Stolz und unsere Leidenschaft überwinden müssen, um erleuchtet zu werden.

Die Vase: Sie steht im Buddhismus für übermäßigen Reichtum, Wohlstand und Gesundheit, da man eine Vase mit den unterschiedlichsten Dinge befüllen kann, die mit der Erleuchtung einhergehen können.

Das Dharma Rad: Das Dharma Rad besitzt acht Speichen, welche den achtfachen Pfad der Erkenntnis repräsentieren. Dieses Sysmbol wird dabei oft verwendet, um Buddah selbst darzustellen und ist dabei zu einem nahezu universellen Symbol des Buddhismus geworden.

Der ewige Knoten: Er stellt dar, dass alles im Leben miteinander verbunden ist. Er kann aber auch Religion, Weisheit, Mitgefühl und Fragen symbolisieren, die zusammen eine Einheit schließen.

Die weiße Muschel: Die weiße Muschelschale bedeutet im Buddhismus den erfreulichen Klang die Lehre der Dharma. Wenn sie diese Lehre hören, so repräsentiert die weiße Muschel das Erwachen der Schüler und kann auch so viel wie das Erwachen der Menschen aus der Unwissenheit bedeuten.

Legenden und Mythen über Sternbilder

Jede Nacht sehen wir den Sternenhimmel, der uns so dunkel, schön und (un)heimlich erscheint. Immer mehr erfahren wir über das Universum, immer mehr wollen wir wissen, was in unserem Universum los ist. Wir schauen den Sternenhimmel an und machen uns Gedanken, ob es dort, im Dunkeln, wirklich Leben gibt. Diese Frage können wir leider nicht klären, dafür aber die Bedeutung von Sternbildern. Die wichtigsten bzw. bekanntesten findet ihr in diesem Artikel.

Wenn man den Sternenhimmel betrachtet, kann man auch verschiedene Sternbilder wie z. B. Skorpion oder Pfeil erkennen. Manche Menschen sind überzeugt davon, dass die Sternbilder unser Leben prägen können, die Wissenschaftler aber widersprechen diesen Ansichten. In der Antike aber, vor allem in Griechenland, haben die Menschen über verschiedene Sternbilder verschiedene Mythen und Legenden gebildet, weil sie dafür, im Gegensatz zu heute, keine Erklärung hatten. Wir haben diese Erklärungen.

Orion

Orion war in der griechischen Sage ein besonders großer Jäger. Meist wird er mit seinem Schild nach Westen dargestellt, um den kräftigen Stier abzuwehren. Doch Orion kämpfte der Sage nach nicht nur mit wilden Tieren und Menschen, er interessierte sich auch für schöne Mädchen. So stellte er den Plejaden, den sieben Töchtern des Riesen Atlas nach, bis diese Zeus anflehten, sie vor den Verfolgungen des Orion zu retten. Zeus setzte daraufhin sowohl die Plejaden als auch Orion an den Himmel, wo er ständig hinter den Plejaden hinterherlaufen muss, ohne sie jemals zu erreichen.

Der Orionnebel – unwirklich und wunderschön. Darin jagt Orion wohl noch heute schöne Mädchen…

Drache

Der Drache bewachte in der griechischen Sage die goldenen Äpfel der Hesperiden. Niemand konnte den Drachen bezwingen. Erst Herkules, der mit seiner gewaltigen Keule nach langen Irrfahrten den von Hera gepflanzten Baum erreicht hatte, konnte ihn erschlagen. Er nahm die Äpfel an sich und brachte sie zurück zu Eurystheus, dem er damit den Beweis für die Lösung seiner letzten Aufgabe lieferte. Die Göttin Hera versetzte den Drachen zum Dank für sein Wächteramt an den Himmel.

Großer Bär

Einer Sage nach ist die große Bärin die Nymphe Callisto, ein wunderschönes Mädchen, in die sich der höchste Gott Zeus verliebte. Seine Frau, die Göttermutter Hera, war darüber so erzürnt, dass sie Callisto in eine Bärin verwandelte und in die Wälder Arkadiens trieb. Sie setzte ihr so zu, daß sich Zeus schließlich ihrer erbarmte und sie an den Himmel setzte, als Sternbild Große Bärin – ein zirkumpolares Sternbild, das niemals untergeht (also immer sichtbar ist), sodass Zeus Callisto während des ganzen Jahres vor Augen hatte.Jungfrau, Bärenhüte, Jagdhunde und kleiner Wagen

Hinter dem Ochsentreiber (Bootes, Bärenhüter) verbirgt sich der Sage nach ein Mann mit dem Namen Ikarios, dem die Götter einst den Wein schenkten. Mit dem neuen Getränk zog er auf einem Ochsenkarren durch die Lande und bot den Menschen davon an. Da sie aber den Wein nicht kannten, dachten sie, Ikarios wollte sie vergiften, und sie erschlugen ihn. Erst später merkten sie, was für ein schönes Getränk er ihnen in Wirklichkeit gebracht hatte und sie bereuten ihr Verbrechen sehr. Bald darauf kam die Tochter des Ikarios auf der Suche nach ihrem Vater in die Gegend und erfuhr von seinem traurigen Schicksal. Sie weinte sehr und die Götter erbarmten sich ihres getöteten Vaters als auch seiner jungfräulichen Tochter und machten sie zu Sternbildern; sogar der Wagen, mit dem der Ochsentreiber Ikarios durch die Lande gezogen war, bekam seinen Platz am Himmel, als Sternbild Kleiner Wagen. Da die Tochter des Ikarios einen Strauß von Kornähren bei ihrer traurigen Suche nach ihrem Vater mit sich getragen hatte, erhielt der hellste Stern des Sternbildes Jungfrau den Namen Spica, was übersetzt „Ähre“ bedeutet. Eine andere Sage berichtet, daß der Bärenhüter mit den Jagdhunden die Bären bewacht haben soll.

Groß ist der Weltraum, noch größer die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, also nach (neuen) Sternbildern. In unseren Breitengraden lassen sich viele der oben erwähnten allerdings gut entdecken.

Propiert es selbst aus!

Nun wisst ihr ein bisschen mehr über unsere Sternbilder und die zugrunde liegenden Mythen, trotzdem wissen wir immer noch sehr wenig von dem, was im Dunkeln des Universums steckt. Aber das ist eine andere Frage!

Lexikonartikel: Ostern ist das ganze Jahr wichtig!

Aschermittwoch

Am  Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, in der viele auf schlechte Angewohnheiten, zum Beispiel auf Alkohol, übermäßigen Konsum von Süßigkeiten oder Fleisch, verzichten.

Palmsonntag: Beginn der Karwoche

,,Kar“bedeutet auf Althochdeutsch ,,Trauer“ und ,,klagen“. An diesem Tag ist Jesus auf einem Esel in die Stadt Jerusalem eingezogen.

Gründonnerstag

Am Tag, bevor Jesus gekreuzigt wurde, nahm Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl. Der Gründonnerstag symbolisiert das Abschiednehmen von Jesus und das Bitten um Vergebung der Sünden.

Karfreitag

Am Karfreitag wurde Jesus gekreuzigt. Dieser Tag ist für die gläubigen Menschen ein eher stiller.

Karsamstag

Am Karsamstag endet die Fastenzeit. Es ist ein Brauch, dass am Abend des Karsamstags das Osterfeuer gezündet wird. Das Osterfeuer soll alle bösen Geister vertreiben. An diesem Tag beginnt auch die Osterzeit, die bis zum Pfingstsonntag (50 Tage) andauert.

Ostersonntag

Am Ostersonntag wird die Auferstehung von Jesus Christus gefeiert. Dieser Tag gibt den Menschen Hoffnung und das wird an diesem Tag gefeiert. Die Ostereiersuche ist in Deutschland nur eine Tradition von vielen.

Ostermontag

An diesem Tag wird noch immer die Auferstehung Jesu gefeiert.

Ostern – eine kleine Rückschau

Obwohl Pfingsten vor der Tür steht, ist Ostern noch nicht lange her; darüber freuen sich vor allem die Kinder. Es gibt Schokolade und bunte Ostereier. Ich habe ein paar dieser Kinder gefragt, wie sie zuhause Ostern gefeiert haben.

Katerina (11 Jahre alt):

Sie grillt mit ihrer Familie im Garten und sucht schließlich bunte Ostereier. Sie persöhnlich mag Ostern, da sich immer die ganze Familie versammelt – und natürlich auch wegen der Ostereier.

Anna (10 Jahre alt):

Sie mag Ostern, weil sie mit ihren Eltern essen geht und danach noch ihre Oma besucht, wo dann auch Eier und Schokohasen versteckt und gefunden werden.

Marie (10 Jahre alt):

Sie trifft sich ebenfalls mit ihrer Familie. Sie liebt Ostern über alles, weil es immer was zu naschen gibt, vor allem bei ihrer Oma.

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Aber Ostern ist auch ein sehr religiöses Fest. Man feiert die Auferstehung Jesu Christi. Viele gehen an Ostern in die Kirche und beten. Dieser Tag gibt den Menschen Hoffnung.

Fastenzeit mal anders

Seit dem 14.2 ist wieder für sechs Wochen bis zum 29.3. Fastenzeit. Meistens verzichtet man auf Fleisch, Alkohol oder Süßes. Doch das geht auch anders! Hier findet ihr ein paar Alternativen, welche das Fasten vielleicht gleich attraktiver machen.

Konsumfasten

Geht ihr oft shoppen? Kauft ihr zwischendurch mal gerne irgendwelche Kleinigkeiten? Falls ja, könntet ihr es in diesen 40 Tagen ja einmal nicht tun. Konsumfasten bringt gleichzeitig viele Vorteile mit sich: ihr spart euer Geld, lernt damit umzugehen und entscheidet bewusster vor einem Kauf, ob ihr die Sachen wirklich dringend braucht.

Digital Detox

Büro Freiberufler Computer Geschäft Arbeit

In unserer heutigen Gesellschaft ist es schwer, ganz ohne Internet auszukommen. Viele sind z. B. aufgrund ihres Berufs darauf angewiesen. Doch was eigentlich keiner so wirklich dringend braucht, ist Social Media. Überlege dir doch einfach mal, wie viele Stunden du täglich im Internet verbringst. Sicher könnte man diese Zahl verringern und versuchen, statt dem Handy mal zu einem Buch zu greifen oder mehr Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen.

Plastikfasten

Müll, Müllcontainer, Abfall, Abfalleimer

Plastikfasten ist wirklich nicht einfach, denn fast alle Lebensmittel, die wir im Supermarkt erwerben, sind mit Plastik verpackt. Wenn man allein schon mal an seinen eigenen Alltag denkt, fällt einem erst auf, wie viele Dinge, die wir gebrauchen, aus Plastik bestehen. Ganz darauf zu verzichten, könnte sich wohl als etwas problematisch herausstellen; trotzdem kann man sich bemühen, bewusster einzukaufen oder einfach anstatt des Plastiklöffels in der Mensa einen wiederverwendbaren zu benutzen.

Wasser-Fasten

Glas, Wasser, Trinken

Nein, hier geht es nicht darum, auf Wasser zu verzichten, sondern ganz im Gegenteil, einmal nur Wasser zu trinken. Sicher wird das nach einer Weile etwas langweilig und „fad“, aber dadurch schmeckt die Limo danach gleich ganz anders. Auch kann man während des Wasser-Fastens auch gleich versuchen, mehr als gewöhnlich zu trinken, um dem Körper etwas Gutes zu tun und das Immunsystem zu stärken.

Vielleicht war unter diesen Alternativen ja etwas für euch dabei und ihr fastet dieses Jahr einmal anders und vielleicht sogar effektiver 🙂

Pfingsten – Mehr als nur Ferien!

Eigentlich alle Schüler kennen Pfingsten, natürlich wegen der Pfingstferien. Aber nur wenige wissen, was eigentlich dahintersteckt.

Der Name Pfingsten ist aus dem Altgriechischen abgeleitet und bedeutet „der fünfzigste Tag“, da Pfingsten exakt fünfzig Tage nach dem Osterfest gefeiert wird. Dem neuen Testament zufolge (Lk 2,1-41) soll der Heilige Geist den Aposteln und Jüngern an einem jüdischen Fest, welches Schawuot genannt wird, in Jehrusalem erschienen sein. Auch versteht man diesen Tag als Gründungstag der Kirche. Das erste Mal öffentlich erwähnt wurde Pfingsten im Jahr 130 n. Chr. Für die Juden ist dieses Fest sehr wichtig, da es die Offenbarung der Tora für die das Volk Israel bedeutet. Zudem ist Schawuot ein Erntedankfest, da es das Ende der Weizenernte markiert. Auch für Christen spielt es eine große Rolle, da es für die sie das Empfangen des von Jesus angekündigten Heilgen Geistes bedeutet.

Als Pfingstwunder wird bezeichnet, dass die Jünger lernten, in allen Sprachen zu sprechen. Das soll die Vertretenheit der Kirche auf der ganzen Welt darstellen. Eine große Rolle spielt Pfingsten vor allem in der Pfingstbewegung. Pfingsten ist ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Ungarn und Dänemark.

Lexikonartikel: Fastenzeit

Die Fastenzeit ist die Zeit, in der man in verschiedenen Religionen eine Form der Askese (aus dem Griech.: enthaltsame Lebensweise) betreibt.

Die Fastenzeit bei den katholischen Christen beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern. Dabei verzichten die Gläubigen (im Kleinen oder im Großen) auf bestimmte Speisen oder Angewohnheiten. Protestanten fasten nicht oder nur freiwillig.

Die Fastenzeit im Islam nennt man den Ramadan. Die Muslime  dürfen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen und Trinken. Das kann manchmal zu körperlichen Mangelerscheinungen führen, besonders bei Jugendlichen.

Im Judentum gibt es verschiedene Fastenzeiten. Dabei darf aber niemand länger als 25 Stunden auf Essen und Trinken verzichten.