Schöne Osterferien und alles Gute!

Liebe Leserinnen und Leser,

die Redaktion der Schülerzeitung wünscht allen schöne Ferien, Zeit zur Erholung und gesegnete Feiertage, die heuer leider etwas anders ablaufen müssen, als wir es alle gewohnt sind.

Bleibt gesund! Wir hoffen, dass wir uns alle ganz bald wieder persönlich sehen können!

Euer Team des Schülerzeitungs-Blogs

Rätsel der Woche: (Lösung vor den Osterferien)

Nach den Osterferien geht es mit einem neuen Rätsel weiter. Deshalb gibt es jetzt vorher gleich noch die Lösung des Rätsels von dieserWoche:

Es war die Frage nach dem Namen des vierten Sohnes. Wenn man genau liest, sieht man, dass der Satz „Wie heißt der vierte Sohn“ ein Aussagesatz ist – kein Fragesatz!

Demnach heißt der vierte Sohn „Wie“. Zugegeben, das ist ein merkwürdiger Name, aber dafür ein kniffliges Rätsel mit einem kleinen Reinleger, bei dem man GENAU LESEN muss(te)!

Das Leben im Mittelalter -Teil 6: Die Landshuter Hochzeit von 1475 und der Erbfolgekrieg 1504/1505

Die neue Reihe „Leben im Mittelalter“ stammt von der Klasse 7c, die im Rahmen ihrer Recherchen zum Mittelalter im Fach Deutsch unterschiedliche Beiträge für die Schülerzeitung liefert. Herzlichen Dank dafür!

Um 1475 war Landshut die Hauptstadt des blühenden Herzogtums Bayern-Landshut. Herzog Ludwig der Reiche machte seinem Namen alle Ehre, indem er für seinen Sohn Herzog Georg eine prunkvolle Hochzeit mit der Königstochter Hedwig aus Polen ausrichtete.

von Johannes Eller und David Wejnar

Herzog Georg der Reiche von Bayern wurde am 15. August 1455 geboren und war folglich zum Zeitpunkt der Hochzeit 20 Jahre alt. Seine Mutter war Amalie, die Kurfürstentochter von Sachsen. Herzog Georg wuchs in Burghausen auf und wirkte bereits mit 13 Jahren bei Regierungsgeschäften in Landshut mit. Seine Gemahlin Herzogin Hedwig von Polen war bei der Hochzeit erst 18 Jahre alt. Sie wurde am 21. September 1457 als Tochter des mächtigen Polenkönigs Kasimir IV. und seiner Gemahlin Elisabeth geboren. Diese war die Tochter des Herzogs von Österreich bzw. des Königs Albrecht II. Hedwig nannte sich selbst ein Leben lang „geborene Königin von Polen und Herzogin von Nieder- und Oberbayern“.

Bereits 1473 zeigte der mächtige Polenkönig Kasimir IV Interesse an einer Verbindung mit Landshut. Es folgten langwierige Verhandlungen durch Gesandte. Da Herzog Ludwig und die Mutter der Braut, Königin Elisabeth, Vetter und Base waren, waren auch Herzog Georg und Herzogin Hedwig verwandt, so dass eine päpstliche Genehmigung für die Hochzeit eingeholt werden musste. Erst Ende Dezember 1474 fand die Verlobung statt. Angeführt vom Pfalzgraf Otto bewegte sich der Brautzug über Berlin nach Wittenberg, wo eine Delegation aus Landshut die Braut mit einwöchiger Verspätung in Empfang nahm. Da der Bräutigam aus Angst vor der Pest in Landshut geblieben war, kehrt der Polenkönig pikiert in die Heimat zurück. Wegen der Pest in Regensburg musste auch noch ein Umweg über Nürnberg in Kauf genommen werden, so dass die Braut erst nach zwei Monaten in Moosburg eintraf.

Zwischenzeitlich fanden in Landshut viele Vorbereitungen statt. Boten verteilten Einladungen an die Verwandtschaft und auch den Kaiser. Herzogliche Einkäufer besorgten wertvolle Geschenke für besondere Gäste, wie z. B. goldene Becher, Anstecknadeln, Ringe, Broschen, Ketten und Vieles mehr. In Venedig wurden Samt- und Seidenstoffe für die festlichen Gewänder der edlen Gäste gekauft, an diese verschickt oder in den zusätzlich eingerichteten Nähstuben auf der Burg Trausnitz verarbeitet. Auch die Diener wurden in den Hoffarben des Herzogs in weiß, braun und grau eingekleidet. Der Herzog bekam eine neue Turnierrüstung und mitten in der Altstadt wurden Tribünen für die Zuschauer der Turniere errichtet. Außerdem wurden viele Vorräte angelegt: Schmalz, Obst, Fische, Schlachttiere, Wein, Holz, Gewürze, Wachs etc. Es wurden für die ca. 10000 Gäste Herbergen und zusätzliche Wachen organisiert. Für die Pferde konnte man im Herzogkasten gegen Bezugsscheine Futter holen. Der Erzbischof aus Salzburg wurde gebeten, den Festgottesdienst abzuhalten. Am Vorabend der Hochzeit, genauer am Montag, den 13. November 1475, fand bereits ein erstes Turnier statt.

Vom 15. bis 18. November überreichten die Gäste ihre Geschenke an die Brautleute, es gab einen Kirchenzug, das Hochzeitsmahl, ein „Rennen“ (Turnier) in der Altstadt und den Tanz im Rathaus. Eine Woche war Speis und Trank frei für alle Gäste und auch sämtliche Bürger Landshuts.

Nach der Hochzeit lebte Hedwig wie ihre Vorgängerinnen auf der Burg in Burghausen. Dort gebar sie angeblich 5 Kinder, von denen nur zwei Mädchen am Leben blieben. Sie starb am 18. Februar 1502 und wurde sie im Zisterzienserkloster Raitenhaslbach bestattet. Herzog Georg starb am 1. Dezember 1503 auf einer Reise zu einem Kuraufenthalt in Ingolstadt. Er wurde im Zisterzienserinnenkloster Seligenthal beerdigt. Vor seinem Tod bestimmte Georg seine jüngere Tochter Elisabeth und deren künftigen Gatten (Pfalzgraf Ruprecht) zu den Erben von Bayern – Landshut, da Herzog Georg und Herzogin Hedwig selbst keine männlichen Nachfahren hatten.

Um die Folgen dieser Entscheidung zu verstehen, muss man folgende politische Situation kennen: Es gab in Bayern zu dieser Zeit König Maximilian I. und unter ihm verschiedene Herzöge mit Teilherzogtümern: zum Beispiel die Linie Bayern – Landshut mit Herzog Georg und die Linie Bayern – München mit Herzog Albrecht IV. Ein Teilungsvertrag besagt, dass die Linie Bayern–Landshut und Bayern–München sich gegenseitig beerben sollen. Außerdem hatte laut Reichsrecht die männliche Erbfolge grundsätzlich Vorrecht. Mit seiner Entscheidung für seine Tochter als Erbin verstieß Herzog Georg gegen beide geltende Rechte.

Zum Ausbruch des Landshuter Erfolgekrieges kam es während der Versammlung der Regenten in Landshut am 17. April 1504. Dort wurde ein Schreiben überreicht, doch noch bevor diese das Schreiben überhaupt gelesen hatten, kam er zur Unterwerfung der Landshuter Altstadt und der Neustadt. Ab da gab es Kämpfe in allen übrigen Landesteilen (Teisbach, Dingolfing, Öttingen, …).

Am 23. April 1504 verkündete König Maximilian I. von Bayern im Rathaus von Augsburg, dass das Gebiet von Ruprecht und seinen Anhängern an die Linie Bayern–München (mit Herzog Albrecht und Herzog Wolfgang) übergeht. Monatelang versuchten die Gegner sich gegenseitig mit Plünderungen zu schwächen, gingen aber einer Entscheidungsschlacht sorgsam aus dem Weg. Monatelang zogen die Heere in einem Ermüdungs- und Abnutzungskrieg in Niederbayern und den Grenzgebieten Oberbayerns hin und her. Im Sommer 1504 starb Ruprecht und kurze Zeit später auch seine Frau Elisabeth an der weißen Ruhr. Am 12. September 1504 verloren Ruprechts Söhne Ottheinrich und Philipp mit ihrem Heer die einzige Feldschlacht des Krieges. Nach König Maximilians Sieg über Kufstein im Oktober 1504 gab es Friedensverhandlungen, denen am 5. Februar 1505 der endgültige Waffenstillstand folgte. Am 30. Juli 1505 kam es zum Friedensvertrag, dem Kölner Schiedsspruch, durch den die Gebiete neu geordnet wurden.

Abschließend lässt sich feststellen, dass Herzog Ludwig von Bayern–Landshut bei der Landshuter Hochzeit seinen Reichtum zur Schau stellen konnte. Ebenso erhoffte er sich durch die Verbindung zu Polen eine Machtausweitung und einen politischen Vorteil. Ohne männliche Erben sah sich Herzog Georg aus Machtgier gezwungen, sich über geltende Rechte (Teilungsvertrag und Reichsrecht) hinwegzusetzen und nahm sogar einen Krieg in Kauf. Schlussendlich schrumpften so die Besitztümer von Bayern Landshut.    

Rätsel der Woche

Auflösung von letzter Woche: ebenfalls 4 Minuten

Eine Mutter hat vier Söhne. Drei davon heißen Nord, West und Süd. Wie heißt der vierte Sohn. Diskutiert zuhause darüber, welchen Namen der vierte Sohn hat!

Corona-Tagebuch: Schüler berichten über persönliche Eindrücke

Das Corona-Virus in künstlerischer Betrachtung (Zeichnung: Helena Fischer, Klasse 5c).

Alle kennen es: Das Corona-Virus!

ein Gastbeitrag von Helena Fischer, Klasse 5c

Es sorgt für Angst und Verzweiflung, aber auch für eine gewisse Auszeit, denn man kann mehr Zeit mit der Familie und auch in der Natur und mit sich selbst verbringen.

Sich (gute) Gedanken machen

Ich zum Beispiel gehe raus und schlage einen Weg ein, von dem ich weiß: da kann mich niemand stören. Ich lasse meinen Gedanken freien Lauf und irgendwie schaffe ich es, die Gedanken an das Virus hinter mir zu lassen. Ich denke an etwas anderes,  das mir sehr große Hoffnung gibt, damit alles wieder gut wird.

Doch leider gibt es auch schlechte Seiten die das Covid-19 mit sich bringt – und die kennen wir alle: Wenn man nach vorne denkt, sieht man sich beziehungsweise sehe ich mich in einer grenzwertigen Lage, da keiner weiß, wie es weitergeht. Es ist schrecklich, so vor sich hinzudenken und zu merken, dass wir noch keine Ahnung haben, wie sich alles entwickelt.

Der Papst hat ja sogar in den deutschen und in den italienischen Kirchen zu einem Rosenkranzbeten aufgerufen und bei diesem habe ich mitgebetet. Manchmal, wenn man über das Corona-Virus so nachdenkt, könnte man fast meinen, dass der eigene Kopf gleich platzt. Oder? In jedem Fall darf Covid-19 nicht unterschätzt werden.

Fazit

Und wenn euch das Virus auch total auf die Nerven geht, probiert doch einfach mal den Tipp mit dem Rausgehen  aus, vielleicht funktioniert er ja bei dem ein oder anderen?

Viel Gelingen und Durchhaltevermögen in dieser schweren Zeit wünscht euch

Eure Helena Fischer, Klasse 5c