Lyrisches zum Nachdenken: Europa

Kürzlich haben wir im Unterricht die Geschichte von Europa und dem Stier durchgenommen. Für die, die die Geschichte nicht kennen, erkläre ich sie kurz: Vor ganz langer Zeit soll im Libanon die wunderschöne Königstochter Europa gelebt haben. Sie führte ein unbeschwertes Leben, bis sich der höchste aller Götter (Zeus/Jupiter) in Europa verliebte. Er kam auf die Erde und trat in Gestalt eines Stieres vor die Königstochter. Europa gefiel dieses majestätische Tier, doch sie wusste nicht, dass in Wirklichkeit ein Gott vor ihr stand. Doch als sich Europa auf seinen Rücken schwang, entführte der Stier sie nach Kreta.

Wir sollten eine kreative Arbeit aus dieser Geschichte machen. Ein tolles Thema und ein tolles Gedicht lässt sich auch noch daraus schreiben!

Es war einmal des Königs Kind,

So jung, so zart, so schön wie kein anderes Gesicht.

Europa. Wie eine Rose zwischen den Tulpen.

Wie ein Sonnenstrahl zwischen den Wolken.

Ihre Schönheit wurde überall gerne gesehen.

Das musste sich sogar Jupiter gestehen.

 

So spielte Europa wie jeden Morgen,

unbeschwert und ohne Sorgen.

Die Gespielinnen um sich versammelt,

merkte sie dann, welche Hufe zu ihr herkamen.

 

Der Gott Jupiter als ein Stier.

An der Küste zu Libanon,

er war hier.

Ein majestätischer Anblick das Tier.

 

Majestätisch und doch sehr sanft.

Irgendwann verlor Europa ihre Furcht ganz.

Ohne zu wissen, wer da vor ihr war,

ging sie zu ihm, näherte sich ihm an.

 

Jupiter sprach nicht dagegen,

genoss es sogar,

denn das war sein Plan.

Er wollte Europa haben.

 

Europa schwang sich auf seinen Rücken.

Sie sah ihn nun zum letzten mal diesen Ort.

Sie musste sich stützen,

denn sie wusste nicht, wie ihr geschah.

Ihr geliebtes Zuhause,

Europa war fort.

Europa(wahl) aktuell: Die Zeitumstellung – weg damit?

Nervt es euch auch, wenn ihr beispielsweise im Radio hört, dass ihr mit eueren Eltern bald wieder alle Uhren im ganzen Haus umstellen müsst oder ihr nun wieder – wolltet ihr euren gewohnten Rythmus behalten – theoretisch ein halbes Jahr lang eine Stunde früher ins Bett und somit ebenfalls eine Stunde früher aufstehen müsst? Wenn dies der Fall ist, dann sollte euch die Nachricht, dass das Europäische Parlament die Zeitumstellung abschaffen möchte, sicherlich freuen.

Mit einer absoluten Mehrheit haben die Parlamentarier im Europaparlament schon für diese Abschaffung (Ziel: 2022) gestimmt, nun steht nur noch zur Debatte, ob die Winterzeit das ganze Jahr über gelten soll – oder eben die Sommerzeit.

Europa hat sehr wohl etwas mit uns allen zu tun, nicht nur, wenn es um die Zeitumstellung geht. Hier, im Europaparlament in Straßburg, sitzen die von den den europäischen Bürgerinnen und Bürgern gewählten Vertreter (Repräsentanten) und treffen Entscheidungen, die alle Europäer betreffen.

Vom 23.05. – 26.05.2019 findet die Europawahl statt!

Winterzeit würde bedeuten, dass man die Uhren am letzten Sonntag des Monats Oktober zurückstellt, also von 3:00 auf 2:00 Uhr. So wäre es morgens schon hell, allerdings abends schneller dunkel. Sommerzeit bedeutet das Gegenteil: man stellt folglich die Uhren am letzten Sonntag des Monats März wieder eine Stunde, von 2:00 auf 3:00 Uhr, vor. Somit ist es in der Früh noch dunkel, dafür aber am Abend länger hell.

Laut einer Umfrage der Krankenkasse, bei der über 10000 Menschen online ihre Stimme abgegeben haben, ist den Deutschen die Winterzeit mehrheitlich lieber. So stimmten 68 Prozent der Teilnehmer für die dauerhafte Winterzeit und nur 32 Prozent für die Beibehaltung der Sommerzeit. Das befürworten auch viele Experten, da die Winterzeit eher dem biologischen Tagesrhythmus entspricht. Doch die Deutschen müssen ihre Entscheidung mit umliegenden Ländern abstimmen, damit kein sogenannter Lückenteppich entsteht, der z. B. ein schlimmes Chaos beim Flugverkehr zur Folge hätte, da es in Österreich 5:00 Uhr, in Deutschland 6:00 Uhr, in der Schweiz 5:00 Uhr wäre. Das Verkehrsministerium hat zur Vermeidung des Lückenteppichs ein Koordinierungsprogramm vorgeschlagen. Dabei sollen Vertreter der europäischen Mitgliedsstaaten untereinander eine möglichst einheitliche Lösung für das Problem finden.

Müdigkeit: für viele ein Problem im Zuge der Zeitumstellung

Allgemein ist die Zeitumstellung  natürlich eine Umstellung auch für den Körper, beispielsweise wenn man von einem Tag auf den anderen plötzlich eine ganze Stunde weniger schlafen kann. Meine persönlichen Erfahrungen damit sind z. B. Müdigkeit oder Unkonzentriertheit. Dabei ist der Sinn der Zeitumstellung schon seit der Einführung umstritten. So konnte man beispielsweise nachweisen, dass man trotz der Vorteile der Winterzeit, also dass es am Morgen schon eher hell ist, kaum Energie spart und auch noch zusätzlich mehr heizt, wodurch der Energieverbrauch  merklich ansteigt.

Meiner Meinung nach wird es höchste Zeit, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird und deswegen hoffe ich, dass die Abgeordneten effektiv und kompromissbereit eine Lösung für die Frage nach der Sommer- bzw. Winterzeit finden und diese möglichst schon 2022 in Kraft treten wird.