Neujahr in China

China ist ein Land voller Traditionen und Festen. Heute erfahrt ihr mehr über ein großes Fest: das chinesische Neujahrsfest.

Der Löwentanz ist fester Bestandteil des chinesischen Neujahrsfests

Chinesisch-Neujahr ist sehr besonders, niergendwo wird dieses Fest so wie in China gefeiert. Das Neujahr beginnt mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentanzen und wird durch Mah-Jongg-Spiele begleitet. Dieses Fest ist voll mit rot-goldenen Farben. Warum ist das alles so? Darum ranken sich Mythen…

Eine alte Legende besagt, dass ein menschenfressendes Monster jährlich aus den Bergen oder aus dem Meer (je nach Quelle) kam, um seinen Hunger nach dem Tiefschlaf zu stillen. Um sich vor dem „Jahresmonster“ zu schützen, machten die Menschen Lärm und Feuer und färbten alles rot und gold, da das Monster angeblich sensibel auf Lärm und die genannten Farben reagieren würde. Die Vertreibung des Monsters wird „Guònián“ genannt, Gehen des „Nian- oder Jahresmonsters“, womit das Gehen des alten Jahres gemeint ist, also das Neujahrsfest.

Das ganze Fest dauert 15 Tage und fast jeder Tag hat eine „Tradition“. So ist z. B. am siebten Tag  „jedermanns Geburtstag“, das heißt, dass alle Chinesen ihren Geburtstag am gleichen Tag feiern. Früher spielten im traditionellen China individuelle Geburtstage kaum eine Rolle  – das hat sich aber in der Moderne natürlich gewandelt.

Am ersten Tag wird im Familienkreis gefeiert. Man trifft sich am Morgen und begrüßt die anderen mit einem Kompliment, im Anschluss werden rote Umschläge an unverheiratete Mitglieder der Familie, seltener auch an unverheiratete Gäste, verteilt. Am fünfzehnten Tag wird das Laternenfest gefeiert. Das Laternenfest gilt als Tag der Brautschau und Ehestiftung.

In China sind viele verschiedene Bräuche zu sehen, wie zum Beispiel Fenster und Türen während des Festes zu öffnen, um Glück  ins Haus zu lassen oder das Licht nachts brennen zu lassen, denn Licht beleuchtet den Weg für Glück ins Haus und schreckt böse Geister ab. Aber es gibt auch Bräuche, die Unglück symbolisieren. Chinesen tragen weiße oder schwarze Kleidung während des Festes nicht, da schwarz die Farbe des Unglückes und weiß traditionell die Farbe des Trauerfalls ist.

Das Neujahr in China ist etwas Besonderes und fällt  jeweils auf unterschiedliche Tage. Das chinesische Neujahr findet zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt, am zweiten (sehr selten am dritten) Neumond nach der Wintersonnenwende.

Wenn ihr was etwas Neues und Besonderes erleben wollt, dann „fahrt“ einfach nach China. Dieses Land wird euch mit seinen Traditionen und Festen überraschen.

Interview mit Autorin Annabell Keilhauer

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns schon immer davon geträumt hat, in einer anderen Welt zu erscheinen, in der alles möglich ist, wo nicht nur Menschen sprechen können, sondern auch andere Lebewesen, wo man fliegen kann oder selbst gefährliche und spannende Abenteuer erlebt. Diese Welt(en) hat jeder daheim, man muss nur zum Bücherregal gehen, hineingreifen und ein Buch öffnen!

Am Montag war ich bei einer „Schöpferin“ einer solchen anderen Welt. Sie heißt Annabell Keilhauer und ist hauptberuflich Dekanatsjugendreferentin der evangelischen Kirche. Annabell schreibt Kinder- und Jugendbücher. Schreiben ist ihr Hobby, sie spielt aber auch gerne Gitarre. Bis jetzt hat sie zwei Bücher veröffentlicht:

  1. Turnen mit dem Papst
  2. Feenrache

„Turnen mit dem Papst“ handelt von einem Mann, der insgeheim einer dunklen Beschäftigung nachgeht: er tauscht unechte Eisfiguren gegen echte und verkauft sie.

In dem zweiten Buch geht es um zwei Mädchen, das erste heißt Kasandra. Kasandra weiß sich in der Wildnis zu behaupten und schert sich nicht um Stilfragen. Mariola, das zweite Mädchen entgegen hat Sinn für Mode und Shopping. Erstaunlicherweise sind sie beste Freundinnen.  Auf einmal geraten sie in eine Regenbogenwelt, in der Zwergen, Feen und Elfen wohnen.

Annabell Keilhauer arbeitet gerade an einer Kinderbuchreihe: „Simonde, der Hexenmeister“. In diesen Buch geht es um einen Jungen, der ein Zauberer ist. Seine Mutter ist eine Hexe und sie will, dass ihr Sohn in die Hexenschule geht, während dies der ausdrückliche Wunsch des Jungen ist. Simondes Mutter gerät allerdings in einen Unfall und vergisst teilweise, wie man zaubert. Jetzt ist Simonde gefragt…

Annabell fasziniert am Schreiben, dass man sich die Welt(en) ausdenken kann und dabei auch die Grenzen selbst festlegt. Sie schreibt meist morgens, weil sie da die Inspiration am besten spüren kann. Annabell hat einen Mann und einen elfjährigen Sohn.

 

Ich hoffe, dass sich vielleicht ein paar von euch von Annabells Hobby inspirieren lassen (konnten), um für sich selbst und andere eine neue Welt zu entdecken:

Schultheater am 18.07.2018: #Märchen, die Influenzer aus dem Märchenwald

Das Theaterstück  „#Märchen Die Influenzer aus dem Märchenwald“ wird am Mittwoch (18.07.2018) in der Aula  vom Ensemble III unter Leitung von Herrn Stefan um 19 Uhr aufgeführt. Der Eintritt ist frei! Spenden sind erwünscht! Und ihr seid herzlich eingeladen!

In dem modern geschriebenen Stück geht es um typischen Märchencharaktere, die auf eine sehr lustige, freie und moderne Art das Puplikum begeistern.

Kommt am Mittwoch in die Aula und taucht ein in den Märchenwald!  

Den Zauberwürfel lösen – Glück oder Können?

Wer kennt ihn nicht, den bunten, scheinbar unlösbaren Zauberwürfel. Der kunterbunt verdrehte Würfel macht einige einfach schier wahnsinnig. Aber es gibt für jedes Problem eine Lösung. Auch für dieses!

Aber jetzt erst mal von vorne. Der Zauberwürfel (englisch: Rubik´s Cube) wurde 1974 von dem ungarischen Architekten und Ingenieur Ernő Rubik erfunden. Sechs Jahre darauf wurde er sogar mit dem Sonderpreis „bestes Solitärspiel“ des Kritikerpreises als Spiel des Jahres ausgezeichnet!

Bei einem Zauberwürfel handelt es sich um einen Würfel mit einer Kantenlänge von 57 mm. Es gibt allerdings auch größere oder kleinere Würfel. Der Würfel ist in Höhe, Breite und Tiefe in jeweils drei Schichten unterteilt, die sich durch 90-Grad-Drehungen um ihre jeweilige Raumachse drehen und damit zur Deckung bringen lassen. Dadurch können Position und Lage von 20 der insgesamt 26 Steine (die Steine die sich in der Mitte der jeweiligen Flächen befinden sind nicht beweglich) beliebig verändert werden. Ein Zauberwürfel hat im gelösten Zustand 6 verschieden farbige Flächen, welche meist gelb, weiß, blau, grün, rot und orange sind.

Es gibt sogar verschiedene Wettkämpfe mit genauen Regeln und verschiedenen Disziplinen (z.B. speedcubing). Nachdem der Würfel von den Schiedsrichtern kontrolliert verdreht wurde, darf der Speedcuber den Würfel 15 Sekunden lang in die Hand nehmen und inspizieren. Dabei  zählt die Inspektionszeit  nicht zur Lösungszeit. Danach müssen der Würfel abgelegt und beide Hände auf den Timer gelegt werden. Wenn die Inspektion länger als 15 Sekunden dauert,  werden dem Spieler zwei Sekunden auf die zur anschließenden Lösung benötigten Zeit hinzuaddiert (= schlechteres Zeitergebnis). Die Zeit startet, wenn die Hände vom Timer abgehoben werden und stoppt, wenn wieder beide Hände auf dem Timer liegen. Ist eine Seite nach dem Solve (= Würfel gelöst) um 45° verdreht, nachdem der Würfel gelöst wurde, werden ebenfalls zwei Sekunden hinzuaddiert.

Bei Zauberwürfel gibt es auch andere, kniffligere Formen.                                                           Hier findet ihr ein paar Beispiele:

Lösung

Solltet ihr mal wirklich nicht mehr weiter wissen, gibt es zahlreiche Videos und Artikel zur Lösung im Internet. Alle, die bereits einen Zauberwürfel problemlos lösen können, stellen sicher fest, dass es echt Spaß macht.

Ich hoffe ich konnte euch für den Zauberwürfel begeistern.

Viel Spaß beim Knobeln!

Lexikonartikel: Nepal

Der Himalaya – ein Riesengebirge, das sich auch durch Nepal zieht

Heute werde ich euch etwas über Nepal, ein Land in Asien, erzählen.

Die Landessprache in Nepal heißt Nepali und wird, wie der Name schon sagt, hauptsächlich in Nepal gesprochen. Die Staatsform Nepals ist die Republik. Die Hauptstadt heißt Kathmandu und wurde um ca. 900 n. Chr. gegründet. Dort leben ungefähr 950000 Menschen. Insgesamt leben in Nepal etw. 19 Mio. Menschen. Die nepalesische Währung ist die nepalesische Rupie.

Nepal liegt in Mittelasien und der Großteil des Nordens und Ostens liegt im Himalaya – Gebirge. Zudem liegen sieben der zehn höchsten Berge der Welt in Nepal. Unter anderem auch der höchste Berg der Erde, der Mount Everest mit 8846 Metern. Ein weiterer natürlicher Gigant ist die Kali Gandaki, welche mit ca. 6000 Metern die tiefste Schlucht der Erde ist. Man sollte es sich gut überlegen, eine Expedition in diese Gegend zu machen, denn ab einer Höhe von 6000m endet durchschnittlich jede hundertste Tour tödlich.

Eine Besonderheit an Nepal sind auch die vielen Kulturen, die es dort gibt. Insgesamt wurden ungefähr 100 ethnische Gruppierungen und 124 Sprachen (Dialekte miteinbezogen) gezählt. Leider ist ein Großteil dieser Sprachen vom Aussterben bedroht. Insgesamt sprechen nur ca. 46% der nepalesischen Bevölkerung die Landessprache Nepalesi. Trotz vieler Gruppierungen sind in Nepal ca. 81% der Menschen Hindus. Ca. 9% der Menschen gehören dem Buddismus an, auch weil sich an der Grenze Nepals zu Indien die Stadt Lumbini befindet, in der angeblich Budda geboren wurde. In Nepal gibt es zudem auch noch ein Kastensystem. Das bedeutet, dass die dort lebenden Menschen in Klassen eingegliedert werden. Dieses System entwickelte sich parallel mit dem indischen, weshalb es anfangs auch diesem sehr ähnlich war. Allerdings veränderte sich das nepalesische Kastensystem mit der Zeit und weist heute kaum mehr Ähnlichkeiten mit dem Indischen auf.

Der Großteil der Nepaleser lebt auf dem Land und nur 15% der Bevölkerung leben in Städten.  Ein Großteil der auf dem Land Lebenden arbeitet als Bauern. Der Anteil der Stadtbewohner liegt lediglich bei 15%. Seit 1990 müssen sich Städte selbst verwalten und aufgrund des Fehlens von Ressourcen fällt dies fast allen Städten außer Kathmandu sehr schwer. Im Punkt Bildung befindet sich Nepal derzeit im Umbruch und bemüht sich, mehr Menschen die Gelegenheit sich zu Bildung zu geben. Auch in der Krankenversorgung und der Sterblichkeitsrate macht Nepal große Vortschritte. So wurde beispielsweise die Sterblichkeitsrate von Kinder bis zum 5. Lebensjahr in den vergangenen Jahren um circa 30% gesenkt. Die durchschnitliche Lebenserwartung von Erwachsenen konnte von 1950 bis 2017 sogar von 34 Jahren auf 70 erhöht werden.  Auch die medizinische Versorgung wird derzeit ausgebaut.

Die Kluft zwischen Stadt- und Landbevölkerung z. B. hinsichtlich Bildung  ist in Nepal sehr groß. So sind ungefähr zwei Drittel der Nepalesen Analphabeten und sogar 70% werden durch das dort vorherrschende Kastensystem gerade auch im Bezug auf Bildung benachteiligt. Aufgrund der Korruption der dortigen Polizei trauen die Nepalesen dem Staat nicht, auch wenn dieser Gesetze einführt, welche die o.g. Benachteiligung eines Menschen (vgl. Kastensystem) unter Strafe stellen. Ein Problem ist auch, dass solche Gesetze nicht beachtet werden und so vollkommen nutzlos sind. Durch dieses Kastensystem ist in Nepal Diskriminierung weit verbreitet und auch ein Grund, warum sich das Land noch immer in einem defizitären Zustand befindet. Häufig wird der brutale Umgang der Polizei mit Homosexuellen bemängelt.

Hier findet ihr noch eine interessante Doku über Nepal:

Buchrezension zu „Tote Mädchen lügen nicht“

(unterstützt durch die Zusammenarbeit mit Amelie Bahr, 9b)

Der Roman „Tote Mädchen lügen nicht “ wurde von Jay Asher verfasst und 2007 in Amerika unter dem Titel „Thirteen Reasons Why“ (im Deutschen „Dreizehn Gründe warum“) veröffentlicht.

2009 erschien das Buch als deutsche Übersetzung von Knut Krüger im cbt-Verlag. Außerdem gibt es seit 2017 auf Netflix eine gleichnamige, auf dem Buch basierende Serie. Jay Asher wurde am 30. September 1975 in Arcadia in Kalifornien geboren. Nach seinem Abschluss an der Highschool begann er ein Lehramtsstudium. Dort verfasste er im Rahmen eines Literaturseminars eigene Werke. Ein Jahr vor seinem Abschluss brach er sein Studium jedoch ab, um eine Karriere als Schriftsteller zu starten. Die Erfahrungen, die er in verschiedenen Nebenjobs gesammelt hat, ließ er in seine Werke einfließen. Der Roman „Tote Mädchen lügen nicht“ war Jay Ashers erster großer Erfolg und 29 Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste. Außerdem wurde es für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

In dem Buch “ Tote Mädchen lügen nicht “ geht es um den Jungen Clay Jensen, der über Kassetten von den Gründe für den Selbstmord Hannah Bakers erfährt. Diese Kassetten wurden von Hannah selbst aufgenommen. Sie nennt 13 Personen, die an dem Suizid Mitschuld haben. Jeder, der die Kassetten bekommt, ist eine dieser Personen. Auch Clay, doch kann er nicht verstehen, was er Falsches getan haben soll.  Obwohl er lange Zeit in Hannah verliebt gewesen war, hatte er nie viel Kontakt zu ihr.

Das besondere an dem Roman ist, dass es mehrere Erzählebenen gibt. Während Hannah von Ereignissen an bestimmten Orten in der Vergangenheit erzählt, besucht Clay die jeweils genannten Örtlichkeiten in der Gegenwart. Dadurch ist alles sehr bildlich beschrieben und gut vorstellbar. Uns persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, da es die Problematik von Suizid und Mobbing im Jugendalter treffend und anschaulich erklärt. Außerdem ist es dem Autor hervorragend gelungen, die Gefühle von Clay und Hannah so zu beschreiben, dass man gut mit den beiden Charakteren mitfühlen und sie verstehen kann. Die Geschichte von Clay und Hannah ist sehr empfehlenswert, da sie gut geschrieben und spannend ist und zeigt, dass man seinen Mitmenschen gegenüber achtsam sein muss, um die Folgen von Mobbing und Ausgrenzung (die im Buch im Suizid enden) erkennen und verhindern zu können. Das Buch ist für Jugendliche ab 14 Jahren geeignet.

Lexikonartikel: Fasching – Clown, Hexe & Co.

Leider ist schon wieder lange vorbei – der Fasching! In fast allen Geschäften türmten sich die bunten Kostüme geradezu. Für jeden war etwas dabei, für Klein und Groß. Doch jetzt der Reihe nach…

Perücke, Konfetti, Luftschlangen, Bunt

Ob Fasching, Karneval, Fastnacht: wie man es auch nennen mag, bezeichnet man doch so die Zeit vor der 40-jährigen Fastenzeit der Christen (Vorbereitung auf Ostern). Bevor die für manche entbehrlich-schwierige Fastenzeit ihren Lauf nimmt, wird nochmal richtig gefeiert.

Ursprung

Der Ursprung des Faschings lässt sich tatsächlich auf drei verschiedene Bräuche zurückführen.

1. Römischer Brauch                                                                                                                             

Das Saturnalienfest: Die wohlhabenden Herren mussten für einen Tag ihre Sklaven/innen bedienen

 

 

 

2. Germanischer Brauch                                                                  

Die Germanen wollten mit gruseligen Masken und Pelzen die bösen Geister des Winters vertreiben.

Percht, Schiachpercht, Perchtenumzug

3. Christlicher Brauch                                                                                                                           

Vor der langen Fastenzeit wird nochmal richtig gefeiert.

 

Karneval, Party, Bunt, Spaß, Deko

Manche dieser Bräuche blieben bis heute erhalten. Ganz besonders gefeiert wird der Karneval in Venedig. Jeder kennt doch bestimmt solche Masken:

Karneval, Maske, Brügge, Porträt    Venezianische, Verkleidung

Diese Masken sind aus dem venezianischen Karneval nicht wegzudenken. Auf dem klassischen Karneval dort trägt man in den großen Umzügen oft eine Bauta (Maske). Dieses Fest feierten die Venezianer auch deshalb, um für einige Zeit die Rangordnung zu vergessen; denn wer in dieser Zeit eine Maske trägt, verwandelt sich in eine andere Person. Und da alle diese Masken tragen, verschwinden gesellschaftliche Unterschiede, man wird irgendwie „gleich“.

Zurück nach Deutschland: Nicht wegzudenken aus der närrischen Zeit sind Krapfen. Das süße, frittierte Gebäck wird traditionell mit Marmelade gefüllt. Doch man macht sich oft den Spaß daraus, einen mit Senf gefüllten Krapfen unter die Normalen zu mischen.

Krapfen, Berliner, LebensmittelKrapfen Luftschlangen Konfetti Backwaren F

Senf Schale Gewürz Scharf Lebensmittel Ess

Die Milchstraße – So wird sie fotografiert und erforscht

Zarte Bogen, Sonnenuntergang, Stein

Die Milchstraße besteht derzeit aus ca. 100 Milliarden Sternen. Sie werden nun Stück für Stück von dem Satelliten Gaia katalogisiert.

Extrem lichtschwach ist die Milchstraße eigentlich. Meist täuscht das schöne Foto von der Milchstraße, das du hier (oben) siehst. Um sie zu fotografieren, sind Städte aufgrund ihrer Lichtabstrahlung gänzlich ungeeignet. Man kann nur einen leichten Schweif erahnen, der auf Fotos ein bisschen heller wird. Deshalb habe ich mich in die Berge begeben, nach Österreich, wo wenigstens ein bisschen weniger Lichtverschmutzung herrscht. Dort kann man sie schon etwas besser sehen, die Milchstraße. Doch für „schöne“ Fotos reicht das noch lange nicht.

Man muss sich in komplett natürliche Gebiete begeben. Solche Orte findet man mit der App Darksky zum Beispiel. Kroatien oder Russland bieten viele Gebiete, die komplett ohne Lichtverschmutzung zu haben sind. Doch es muss nicht unbedingt so weit sein. Wer tief in die Alpen hineinwandert (niemals ohne Wanderweg), der findet ähnlich dunkle Orte. Manche Hotels sind extra für solche Besucher ausgelegt.

Um die Milchstraße zu fotografieren, braucht man eine Kamera (vorwiegend DSLR und spiegellose Systemkameras) und ein Weitwinkelobjektiv. Die Milchstraße sollte relativ schnell gefunden sein, kritisch wird es mit der richtigen Belichtungszeit, welche bei Weitwinkelobjektiven gern mal 20s betragen darf, den meisten Objektiven reichen aber eigentlich schon 15s. Diese Empfehlung hängt aber von deinem Standort ab: je dunkler der Ort desto kleiner die Belichtungszeit. Will man die Milchstraße im Detail fotografieren, muss man zum 100mm-Objektiv greifen. Um zu fokussieren, braucht man nur einen hellen Stern. Besonders sehenswert sind die Andromedagalaxie (wo man auch mal 200 oder 300mm nutzen sollte), der Amerikanebel und diverse andere flächige Nebel. Und wenn man Glück hat und eine sehr hohe ISO-Zahl (die Chipempfindlichkeit) einstellt, dann solltest auch bald mit einem schönen Foto von der Milchstraße belohnt werden.