Sensationsgebäude

Bauwerke, ob hoch, niedrig, schmal oder abstrakt, jedes ist auf seine Art besonders. Heute werde ich euch zehn der besonders Besonderen vorstellen.

Burj Khalifa (ehem. Burj Dubai)

Der Burj Khalifa wurde von der Projektgesellschaft Emaar Properties nach Plänen des Architekten Adrian Smith vom amerikanischen Architekturbüro Skidmore, Owings and Merrill gebaut. Seit April 2008 ist es das höchste Bauwerk der Welt, besitzt weltweit die meisten Stockwerke und auch das höchstgelegene nutzbare Stockwerk. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2004, im Januar 2009 wurde die Endhöhe von 828 Metern erreicht. Das Gebäude wurde am 4. Januar 2010 eingeweiht.

Das kleinste freistehende Haus Deutschlands

https://www.fnp.de/hessen/oberursel-hessen-wohnen-einem-trafohaeuschen-quadratmetern-12305662.html

Außen ist Frankfurts großes Opernhaus aufgesprüht, innen geht es ganz klein zu. Auf  14 Quadratmetern wohnen Architekt Achim Schollenberger (55) und Lebensgefährtin Simone Stiefel (57) in einem Trafohäuschen: „Das kleinste freistehende Haus Deutschlands.“

In dem 7,50 Meter hohen Häuschen ist alles drin: im Erdgeschoss steht eine Küche mit Essplatz auf 6,1 qm, im Obergeschoss das Wohnzimmer auf 4,5 qm sowie ein Duschbad mit Toilette auf 1,4 qm und im Dachgeschoss gibt es noch ein Schlafzimmer auf 2 qm.

Das schmalste Haus der Welt / Keret House

https://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Das_schmalste_Haus_der_Welt_steht_in_Warschau_2991445.html

Schmaler gehts nicht: der polnische Architekt Jakub Szczęsny von dem Kollektiv Centrala wollte mit diesem ,,Haus“ in Warschau wohl mächtig Eindruck schinden. Zwischen zwei elfgeschossigen Wohnhäusern aus der Nachkriegszeit hat er in Warschau das wohl schmalste Wohnhaus der Welt geplant und auch gebaut. 122 Zentimeter an der breitesten und 72 Zentimeter an der engsten Stelle. Hier würde nicht mal ein Auto durchpassen! 14,5 Quadratmeter Wohnfläche zwingen zur absoluten Reduktion; die Miniküche bietet auf bescheidenen 90 Zentimetern Platz zum Kochen.

Das älteste Fachwerkhaus in Deutschland

Noch vor 25 Jahren ahnte keiner, wie alt diese Häuser tatsächlich sind. Wissenschaftler gingen davon aus, dass kein Fachwerkhaus in Deutschland älter als 500 Jahre alt ist. Eine neue Methode zur Altersbestimmung, die Dendrochronologie, bereitete dem Irrglauben ein Ende. Anhand der Jahresringe des Holzes konnte man nun sehr genau feststellen, wann ein Stamm gefällt worden ist. Da bei Fachwerk das Holz immer frisch verarbeitet wurde, stand damit das Baujahr fest.

Befand sich nun aber das älteste Haus in Marburg (1321), Frankfurt (1292) oder in Limburg (1289)? Monatlich gab es neue Meldungen. Am Ende machte Esslingen das Rennen: Das Fachwerkhaus in der Heugasse 3 wurde im Jahre 1261 erbaut und ist damit das älteste in Deutschland.

 Das Ulmer Münster – die höchste Kirche der Welt

Das Ulmer Münster besitzt den weltweiten höchsten Kirchturm. Er hat eine Höhe von 161,53 Metern. Erbaut wurde die Kirche von 1377 bis 1890. Übrigens ist der höchste Backsteinturm der Welt der unserer Martinskirche in Landshut.

Längstes Gebäude der Welt

Wer das Terminal 3 des „Beijing Capital International Airport“ komplett kennenlernen will, sollte gut zu Fuß sein. Die Abfertigungshalle nahe Peking ist 3.250 Meter lang und damit das längste Gebäude der Welt. Seitdem das Terminal 2008 anlässlich der Olympischen Spiele eröffnet wurde, hat sich die Kapazität des Flughafens kontinuierlich auf nunmehr rund 90 Millionen Fluggäste pro Jahr erhöht. Entworfen wurde die 1,3 Millionen Quadratmeter große Stahl-Glas-Konstruktion vom britischen Star-Architekten Norman Foster, der auch die gläserne Reichstagskuppel in Berlin entworfen hatte. Unter dem eindrucksvoll gewölbten Dach der Flughafenhalle befinden sich 300 Check-in-Schalter, 64 Restaurants und 90 Geschäfte.

Der schiefste Turm der Welt: Kirchturm von Suurhusen (Deutschland)

Der Schiefe Turm von Pisa ist sicherlich bekannter. Doch schiefer als der Kirchturm im ostfriesischen Suurhusen steht er nicht. Während das italienische Wahrzeichen 4,19 Grad geneigt ist, hat das Gebäude in Norddeutschland 5,19 Grad Neigung zu bieten. Damit steht der Backsteinbau aus dem Landkreis Aurich auf Platz 1 der Liste der nicht absichtlich schief errichteten Gebäude. Das Fundament des Suurhusener Kirchturms besteht aus dicken Eichenstämmen, die morsch wurden, als im 19. Jahrhundert die benachbarten Ländereien trockengelegt wurden. 1885 wurde beim Kirchturm erstmals ein leichter Überhang festgestellt. Heute beträgt der Überhang ganze 2,47 Meter. Mittlerweile wurde das im Jahr 1450 errichtete Gebäude aber mit großem Aufwand stabilisiert.

Das teuerste Privathaus der Welt: Antilia in Mumbai (Indien)

https://www.spiegel.de/panorama/leute/mumbai-teuerstes-privathaus-der-welt-eingeweiht-a-731565.html

Laut „Guinness Buch der Rekorde“ kostete dieses Haus umgerechnet 1,8 Milliarden Euro. Damit ist „Antilia“, der 173 Meter hohe Wolkenkratzer im indischen Mumbai, das teuerste Privathaus der Welt. Eigentümer ist der Petrochemie-Unternehmer Mukesh Ambani, der sein Domizil aber nie bezogen haben soll. Antilia – benannt nach einer mythischen Atlantikinsel – verfügt über ein Kino, hängende Gärten, eine Panoramaplattform, ein Fitness-Studio und drei Hubschrauberlandeplätze. Die Adresse könnte feiner kaum sein: Das 37.000 Quadratmeter große Hochhaus steht an der Altamount-Road, die zu den zehn teuersten Straßen der Welt gehört.

Das Gebäude mit dem größten Fassungsvermögen: Abraj Al Bait Towers in Mekka (Saudi-Arabien)

Mit 601 Metern steht der zentrale Wolkenkratzer der gigantischen Hochhausgruppe „Abraj Al Bait Towers“ nur auf Platz drei der weltweit höchsten Gebäude. Beim Fassungsvermögen ist der Hotel-Komplex an den muslimischen Pilgerstätten von Mekka aber bislang ungeschlagen. Bis zu 65.000 Pilger können hier untergebracht werden. Denn das 2012 fertiggestellte Hochhaus-Ensemble hat mehr als eine Million Quadratmeter Nutzfläche zu bieten und soll vor allem die Gläubigen beherbergen. In der Mitte ragt das „Mecca Royal Clock Tower Hotel“ stolz in die Höhe. Die Uhr an der Fassade des Luxus-Hotels misst 43 Meter im Durchmesser, sie hat damit das weltweit größte Ziffernblatt.

Die größte Fertigungshalle der Welt: Boeing-Werk Everett (USA)

https://www.sueddeutsche.de/geld/everett-boeing-plant-nest-der-giganten-1.171180

Wer große Flugzeuge baut, braucht große Hallen. Die weltweit größte Fertigungshalle befindet sich im US-Bundesstaat Washington. In Everett, 50 Kilometer nördlich von Seattle, baut der Flugzeug-Produzent Boeing die 747 zusammen, die lange Zeit das weltgrößte Passagierflugzeug war. Außerdem werden in Everett die kleineren Boeing 767, 777 und die 787 („Dreamliner“) montiert. Mit dem Bau der riesigen Halle wurde 1968 begonnen. Später folgten umfangreiche Erweiterungen. Heute beträgt das Volumen der Halle 13,4 Millionen Kubikmeter. Auf einer Grundfläche von 400.000 Quadratmetern arbeiten Tausende Mitarbeiter. Die Halle ist damit etwa so groß wie 75 Fußballfelder.

Die neuen Sieben Weltwunder

Viele Menschen warteten gespannt auf die neuen Sieben Weltwunder, die im Jahr 2007 fesgelegt werden sollten – und, endlich, wurden im Jahr 2007 in Lissabon im Rahmen einer Fernsehshow die neuen 7 Weltwunder bekannt gegeben. Hier sind die „Gewinner“:

1. Das TAJ-MAHAL in Indien

Eines der schönsten Bauwerke der indo-islamischen Architektur wurde zu einem Weltwunder gewählt. Wenn man das Taj-Mahal betrachtet, scheint es so, als würde es in der Luft schweben und seine schneeweißen Mauern aus Marmor erstrahlen unter der Sonne. Aber das Taj-Mahal hat eine sehr traurige Legende in sich verborgen.

Die Legende besagt, dass im 17 Jahrhundert in Indien ein Sultan namens Shah Jahan lebte. Er hatte 100 Frauen, liebte aber nur eine, sie hieß Mumtaz Mahal. Bei der Geburt ihres vierzehnten Kindes starb Mumtaz  am Sterbbrett und wünschte sie sich ein einzigartiges Grabmal. Shah Jahan liebte Mumtaz so sehr, dass er viele Jahre seines Lebens dafür verwendete , ihr diesen letzten Wunsch zu erfüllen. 20.000 Arbeiter und über 1.000 Elefanten arbeiteten am Mausoleum (Grabmal) und nach 17 Jahren war das Taj-Mahal endlich fertig.

Heute steht das 58 Meter hohe und 56 Meter breite Taj-Mahal auf Marmoplatten und erstrahlt in sonnigen Tagen mit seiner weißer Farbe.

2. Das KOLOSSEUM in Rom

Das Kolosseum in Rom ist das größte römische Amphitheater und das größte je gebaute Amphitheater der Welt!

Das Kolosseum wurde ca. um Jahr 72 in Rom  von Kaiser Imperator Caesar Vespasianus Augustus errichtet. Es hatte insgesamt 80 Eingänge, aber nur 76 davon dürften die Zuschauern benutzen. Andere vier Eingänge wurden von Kaiser, Senatoren, Vestallinen (römische Priesterin der Göttin Vesta) und Priester benutzt.

Das Kolosseum ist ein Amphiteater und wurde als Arena für höchst grausame Spiele und Gladiatorenkämpfen genutzt. Viele tausende Zuschauer kamen zu diesem Amphitheater, um die Spiele und Kämpfe anzuschauen. Das Amphitheater, so wie wir es jetzt kennen, ist teilweise zerstört und damit nicht mehr in seinem Originalzustand. Dies ist das Ergebnis zweier Erdbeben.

Nun ist Kolosseum ein Attraktion für Touristen – und gleichzeitig das Wahrzeichen Roms.

3. CHICHEN-ITZA in Mexiko

Chichen Itza (= Mund des Brunnen des Volkes) war die größte Stadt der Mayas auf der Halbinsel Yucatan und befindet sich im heutigen Mexiko. Die Stadt war dem Gott Kukulcan, dem Schöpfer des Menschen und der Erde geweiht, und somit war die Pyramide das Zenrum der Stadt sowie des Handels und der Politik.

Chichen Itza wurde ca. im Jahre 440 gegründet, aber nach 250 Jahren wieder verlassen. Chichen Itza ist durch seine hohen Tempel und den Tempel der Tausend Säulen sehr bekannt. Der höchste Tempel, die Kukulcan-Pyramide, hat genau 365 Stufen, die an der Wand einer seitlichen Treppe einen Schatten bilden, der einer Schlange ähnelt, die sich die Pyramide hinunter bewegt.  Der Tempel der Tausend Säulen ist den Kriegern von Maya geweiht und steht neben der Halle der Tausend Säulen, die die Armee der Stadt verkörpern sollen. Der Eingang wird durch zwei Schlangensäulen bewacht.

Chichen Itza ist ein prächtiger Ruinenstadt des Volkes der Maya und man erkennt auch heute noch, wie mächtig und besonders die Maya waren.

4. Die FELSENSTADT PETRA in Jordanien

Petra ist eine der ältesten Siedlungen in Mittleren Osten, sie hat ihre Wurzeln im Jahr 9000 v. Chr. Die Felsenstadt liegt zwischen dem Toten und dem Roten Meer und am Rande der Arabischen Wüste. Aber was ist daran so besonders? Die Häuser sind in die Felsen gehauen und reichen bis zu 40 Meter in die Höhe.

Die Blütezeit der Stadt begann etwa im 2. Jahrhundert v. Chr., als Petra Hauptstadt des Nabatäer-Reiches war. Petra lag an der Kreuzung von Karawanenwegen und wurde durch Handel zu einer wohlhabenden Stadt. In ihrer Blütezeit erreichte Petra eine Einwohnerzahl von ca. 40000 Menschen, aber durch die Änderung der Handelswege, die von den Römern neu festgelegt worden waren, nahm die Bedeutung der Stadt langsam ab. Durch Eroberungen dieser Region von Arabern und und bedingt durch zwei Erdbeben wurde die Felsenstadt Petra letztlich für immer verlassen und galt lange als vergessen.

Im Jahr 1812 wurde die Stadt vom Schweizer Johann Burckhardt wiederentdeckt. Heute ist Petra einer der meistbesuchsten Sehenswürdigkeiten im nahen Osten.

5. MACHU PICCHU in Peru

Machu Picchu (= Alter Berg) ist eine Inkastadt in Peru. Die Stadt in den Wolken wurde von einem Inkaherrscher im Jahr 1440 auf einem 2350 Meter hochen Berg errichtet. Etwa 100 Jahre später, als die spanischen Conquistadores immer näher an den Machu Picchu herankamen wurde die Stadt aufgegeben, aber es passierte etwas, womit niemand gerechnet hat: Machu Picchu wurde übersehen.

Weil die spanischen Eroberer sehr hart gegen das Inkavolk vorgingen, waren 50% der Bevölkerung gestorben oder in alle Winde verteilt worden. Deswegen wissen wir sehr wenig über die Geschichte von Machu Picchu und das Inkavolk. Im Jahr 1911 wurde Machu Picchu von dem amerikanischen Forscher Hiram Bingham wiederentdeckt.

Heutzutage ist Machu Picchu zu einem der beliebtesten Touristenzihlen in Südamerika geworden – trotzdem trägt Machu Picchu bis heute viele Geheimnisse und Rätsel in sich, die auf eine Antwort warten.

6. CRISTO REDENTOR

Cristo Redentor ist in unserer Liste das vorletzte Weltwunder. Cristo Redentor ist eine 32 Meter hohe Statue aus Stahlbeton, die sich auf dem Berg Corcovado in Rio de Janeiro befindet. Die Figur stellt Jesus Christus dar.  Der Bau der Statue begann im Jahr 1922 und wurde zum Anlass der hundertjährigen Unabhängigkeit Brasiliens geplant, aber wegen Finanzproblemen erst 10 Jahre später als geplant beendet.

Der Berg Corcovado ist ein beliebtes Ziel der Touristen in Brasilien, vor allem wegen des Ausblicks auf die Bucht und den Berg „Zuckerhut“, natürlich aber auch wegen der großartigen Christus-Statue.

7. Die CHINESISCHE MAUER

Die Chinesische Mauer ist das größte jemals von Menschen gebaut Bauwerk. Sie diente dazu, mongolische Nomadenstämme abzuwehren. Wenn man sie von oben betrachtet, dann sieht sie wie eine riesige Schlange aus, und tatsächlich: an einem Ende dieser Mauer, am Meer, kann man einen Turm sehen, der wie ein Drachenkopf aussieht. Dazu gibt es eine alte Legende, die besagt, dass den Menschen beim Bau der Mauer von Drachen geholfen wurde.

Der Bau wurde ca. im 6. Jahrhundert begonnen und zog sich bis ins 17. Jahrhundert. Mit der Mauer wurden auch Festungen der Provinzen Yan, Zhao und Qin miteinander verbunden. Heute ist die Chinesische Mauer ein Ziel vieler Touristen, die dieses großartiges Bauwerk besichtigen wollen.

Legenden und Mythen über Sternbilder

Jede Nacht sehen wir den Sternenhimmel, der uns so dunkel, schön und (un)heimlich erscheint. Immer mehr erfahren wir über das Universum, immer mehr wollen wir wissen, was in unserem Universum los ist. Wir schauen den Sternenhimmel an und machen uns Gedanken, ob es dort, im Dunkeln, wirklich Leben gibt. Diese Frage können wir leider nicht klären, dafür aber die Bedeutung von Sternbildern. Die wichtigsten bzw. bekanntesten findet ihr in diesem Artikel.

Wenn man den Sternenhimmel betrachtet, kann man auch verschiedene Sternbilder wie z. B. Skorpion oder Pfeil erkennen. Manche Menschen sind überzeugt davon, dass die Sternbilder unser Leben prägen können, die Wissenschaftler aber widersprechen diesen Ansichten. In der Antike aber, vor allem in Griechenland, haben die Menschen über verschiedene Sternbilder verschiedene Mythen und Legenden gebildet, weil sie dafür, im Gegensatz zu heute, keine Erklärung hatten. Wir haben diese Erklärungen.

Orion

Orion war in der griechischen Sage ein besonders großer Jäger. Meist wird er mit seinem Schild nach Westen dargestellt, um den kräftigen Stier abzuwehren. Doch Orion kämpfte der Sage nach nicht nur mit wilden Tieren und Menschen, er interessierte sich auch für schöne Mädchen. So stellte er den Plejaden, den sieben Töchtern des Riesen Atlas nach, bis diese Zeus anflehten, sie vor den Verfolgungen des Orion zu retten. Zeus setzte daraufhin sowohl die Plejaden als auch Orion an den Himmel, wo er ständig hinter den Plejaden hinterherlaufen muss, ohne sie jemals zu erreichen.

Der Orionnebel – unwirklich und wunderschön. Darin jagt Orion wohl noch heute schöne Mädchen…

Drache

Der Drache bewachte in der griechischen Sage die goldenen Äpfel der Hesperiden. Niemand konnte den Drachen bezwingen. Erst Herkules, der mit seiner gewaltigen Keule nach langen Irrfahrten den von Hera gepflanzten Baum erreicht hatte, konnte ihn erschlagen. Er nahm die Äpfel an sich und brachte sie zurück zu Eurystheus, dem er damit den Beweis für die Lösung seiner letzten Aufgabe lieferte. Die Göttin Hera versetzte den Drachen zum Dank für sein Wächteramt an den Himmel.

Großer Bär

Einer Sage nach ist die große Bärin die Nymphe Callisto, ein wunderschönes Mädchen, in die sich der höchste Gott Zeus verliebte. Seine Frau, die Göttermutter Hera, war darüber so erzürnt, dass sie Callisto in eine Bärin verwandelte und in die Wälder Arkadiens trieb. Sie setzte ihr so zu, daß sich Zeus schließlich ihrer erbarmte und sie an den Himmel setzte, als Sternbild Große Bärin – ein zirkumpolares Sternbild, das niemals untergeht (also immer sichtbar ist), sodass Zeus Callisto während des ganzen Jahres vor Augen hatte.Jungfrau, Bärenhüte, Jagdhunde und kleiner Wagen

Hinter dem Ochsentreiber (Bootes, Bärenhüter) verbirgt sich der Sage nach ein Mann mit dem Namen Ikarios, dem die Götter einst den Wein schenkten. Mit dem neuen Getränk zog er auf einem Ochsenkarren durch die Lande und bot den Menschen davon an. Da sie aber den Wein nicht kannten, dachten sie, Ikarios wollte sie vergiften, und sie erschlugen ihn. Erst später merkten sie, was für ein schönes Getränk er ihnen in Wirklichkeit gebracht hatte und sie bereuten ihr Verbrechen sehr. Bald darauf kam die Tochter des Ikarios auf der Suche nach ihrem Vater in die Gegend und erfuhr von seinem traurigen Schicksal. Sie weinte sehr und die Götter erbarmten sich ihres getöteten Vaters als auch seiner jungfräulichen Tochter und machten sie zu Sternbildern; sogar der Wagen, mit dem der Ochsentreiber Ikarios durch die Lande gezogen war, bekam seinen Platz am Himmel, als Sternbild Kleiner Wagen. Da die Tochter des Ikarios einen Strauß von Kornähren bei ihrer traurigen Suche nach ihrem Vater mit sich getragen hatte, erhielt der hellste Stern des Sternbildes Jungfrau den Namen Spica, was übersetzt „Ähre“ bedeutet. Eine andere Sage berichtet, daß der Bärenhüter mit den Jagdhunden die Bären bewacht haben soll.

Groß ist der Weltraum, noch größer die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, also nach (neuen) Sternbildern. In unseren Breitengraden lassen sich viele der oben erwähnten allerdings gut entdecken.

Propiert es selbst aus!

Nun wisst ihr ein bisschen mehr über unsere Sternbilder und die zugrunde liegenden Mythen, trotzdem wissen wir immer noch sehr wenig von dem, was im Dunkeln des Universums steckt. Aber das ist eine andere Frage!

Lexikonartikel: Die Welt des Kinos

Jeder Deutsche geht im Durchschnitt ca. zwei Mal pro Jahr ins Kino. Also ehrlich: Wer war denn noch nie im Kino, selbst wenn es nur auf einem Kindergeburtstag oder als Begleitperson für das kleine Geschwisterchen war? Mittlerweile kann man ja nicht nur einfach so auf die Leinwand schauen, sondern auch in einen 3D-Film gehen oder bewegliche Kinositze buchen, die Bewegungen aus dem jeweiligen Film imitieren. Aber wie fand das Kino eigentlich seinen Anfang?

Die Geschichte des Kinos, auch Lichtspieltheater genannt, beginnt auf den Jahrmärkten. Dort wurden Schaubuden aufgestellt, die optische Illusionen präsentierten, zum Beispiel Stereoskope, die Dreidimensionaltität (3D) vortäuschten. Erste Filmvorführungen gab es jedoch erst mit zwei Erfindungen, die beinahe gleichzeitig in Frankreich und den USA angefertigt wurden.

In Frankreich wurde der Cinématographe von den Gebrüdern Lumière erfunden. Er war Filmkamera und Abspielgerät in einem. Die erste Vorführung eines mit diesem Gerät aufgenommenen Films fand am 22. März 1895 in Paris statt. Fast zur selben Zeit erfand William K. L. Dickson im Auftrag Thomas Edisons in den USA das Kinetoskop. Dieses Gerät bot jeweils einer Person Platz, um kurze Filme anzusehen. Es wurde ebenfalls 1895 präsentiert und verbreitete sich in den Vereinigten Staaten sehr schnell.

Die Bestizer von Schaubuden erkannten die Erfolgsaussichten und kauften entweder das Gerät von Dickson oder den Gebrüdern Lumière. Bald fanden in Europa und den USA erste Filmvorführungen vor geladenem Puplikum statt. Zunächst zeigten die Filme nur Alltagszenen, die meisten davon lediglich ein paar Sekunden lang und natürlich stumm und in schwarz-weiß. Doch bald darauf fing man an, aktuelle Ereignisse und kurze, komische Geschichten aufzunehmen. Dadurch entstanden drei Verschiedene „Film- Gattungen“: Spielfilm, Komödie und Dokumentation. Durch diese Neuheiten in der Welt der bewegten Bilder konnte das Interesse des Publikums am Kino entdeckt, bewahrt und sogar erweitert werden.

Während die Filme in den kleineren Städten vorwiegend in Wanderkinos gezeigt wurden, die ihre Filme für einige Tage z. B. in Gasthöfen zeigten, gab es in den großen Städten extra Räume, die umgestaltet wurden, um dauerhaft Filmvorführungen zu präsentieren. Ende der Goldenen 20er wurde der Stummfilm nach und nach durch den Tonfilm ersetzt. Zunächst ließ man Schallplatten parallel zur Filmvorführung abspielen, die dann Musik und Sprache zum Film bereitstellten. Da die Synchronisation aber sehr schwierig war, ersetzte man dieses sog. Nadeltonverfahren bald durch das Lichttonverfahren, bei dem am linken Bildrand ein Streifen für die Tonspur reserviert war. Moderner wurde das Tonverfahren mit Dolby Stereo und schließlich Dolby Digital, was heute bei Kinofilmen und im Heimkino Verwendung findet.

Doch die Erfindung des Fernesehens rang dem Kino einiges an Ruhm ab. Die Besucherzahlen gingen immer weiter zurück. Auch durch neue Erfindungen wie zum Beispiel 3D-Kinos oder Breitwandvorführungen (vgl. IMAX München) konnten die Besucherzahlen nur kurzzeitig gehoben werden. So mussten in vielen Städten die Kinos geschlossen werden. Die übrigen teilten sich in kleine Einzelsäle auf, sodass in einem Kino verschiedene Filme gezeigt werden konnten. Heute zeigen sog. Multiplex-Kinos gerade erfolgreiche Blockbuster und haben ein eingeschränktes Repertoire. Programmkinos haben sich vorwiegend auf künstlerische Filme spezialisiert und bieten oft ein vielseitigeres Programm, haben aber eingeschränkte „Spielzeiten“. 

Neujahr in China

China ist ein Land voller Traditionen und Festen. Heute erfahrt ihr mehr über ein großes Fest: das chinesische Neujahrsfest.

Der Löwentanz ist fester Bestandteil des chinesischen Neujahrsfests

Chinesisch-Neujahr ist sehr besonders, niergendwo wird dieses Fest so wie in China gefeiert. Das Neujahr beginnt mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentanzen und wird durch Mah-Jongg-Spiele begleitet. Dieses Fest ist voll mit rot-goldenen Farben. Warum ist das alles so? Darum ranken sich Mythen…

Eine alte Legende besagt, dass ein menschenfressendes Monster jährlich aus den Bergen oder aus dem Meer (je nach Quelle) kam, um seinen Hunger nach dem Tiefschlaf zu stillen. Um sich vor dem „Jahresmonster“ zu schützen, machten die Menschen Lärm und Feuer und färbten alles rot und gold, da das Monster angeblich sensibel auf Lärm und die genannten Farben reagieren würde. Die Vertreibung des Monsters wird „Guònián“ genannt, Gehen des „Nian- oder Jahresmonsters“, womit das Gehen des alten Jahres gemeint ist, also das Neujahrsfest.

Das ganze Fest dauert 15 Tage und fast jeder Tag hat eine „Tradition“. So ist z. B. am siebten Tag  „jedermanns Geburtstag“, das heißt, dass alle Chinesen ihren Geburtstag am gleichen Tag feiern. Früher spielten im traditionellen China individuelle Geburtstage kaum eine Rolle  – das hat sich aber in der Moderne natürlich gewandelt.

Am ersten Tag wird im Familienkreis gefeiert. Man trifft sich am Morgen und begrüßt die anderen mit einem Kompliment, im Anschluss werden rote Umschläge an unverheiratete Mitglieder der Familie, seltener auch an unverheiratete Gäste, verteilt. Am fünfzehnten Tag wird das Laternenfest gefeiert. Das Laternenfest gilt als Tag der Brautschau und Ehestiftung.

In China sind viele verschiedene Bräuche zu sehen, wie zum Beispiel Fenster und Türen während des Festes zu öffnen, um Glück  ins Haus zu lassen oder das Licht nachts brennen zu lassen, denn Licht beleuchtet den Weg für Glück ins Haus und schreckt böse Geister ab. Aber es gibt auch Bräuche, die Unglück symbolisieren. Chinesen tragen weiße oder schwarze Kleidung während des Festes nicht, da schwarz die Farbe des Unglückes und weiß traditionell die Farbe des Trauerfalls ist.

Das Neujahr in China ist etwas Besonderes und fällt  jeweils auf unterschiedliche Tage. Das chinesische Neujahr findet zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt, am zweiten (sehr selten am dritten) Neumond nach der Wintersonnenwende.

Wenn ihr was etwas Neues und Besonderes erleben wollt, dann „fahrt“ einfach nach China. Dieses Land wird euch mit seinen Traditionen und Festen überraschen.

Interview mit Autorin Annabell Keilhauer

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns schon immer davon geträumt hat, in einer anderen Welt zu erscheinen, in der alles möglich ist, wo nicht nur Menschen sprechen können, sondern auch andere Lebewesen, wo man fliegen kann oder selbst gefährliche und spannende Abenteuer erlebt. Diese Welt(en) hat jeder daheim, man muss nur zum Bücherregal gehen, hineingreifen und ein Buch öffnen!

Am Montag war ich bei einer „Schöpferin“ einer solchen anderen Welt. Sie heißt Annabell Keilhauer und ist hauptberuflich Dekanatsjugendreferentin der evangelischen Kirche. Annabell schreibt Kinder- und Jugendbücher. Schreiben ist ihr Hobby, sie spielt aber auch gerne Gitarre. Bis jetzt hat sie zwei Bücher veröffentlicht:

  1. Turnen mit dem Papst
  2. Feenrache

„Turnen mit dem Papst“ handelt von einem Mann, der insgeheim einer dunklen Beschäftigung nachgeht: er tauscht unechte Eisfiguren gegen echte und verkauft sie.

In dem zweiten Buch geht es um zwei Mädchen, das erste heißt Kasandra. Kasandra weiß sich in der Wildnis zu behaupten und schert sich nicht um Stilfragen. Mariola, das zweite Mädchen entgegen hat Sinn für Mode und Shopping. Erstaunlicherweise sind sie beste Freundinnen.  Auf einmal geraten sie in eine Regenbogenwelt, in der Zwergen, Feen und Elfen wohnen.

Annabell Keilhauer arbeitet gerade an einer Kinderbuchreihe: „Simonde, der Hexenmeister“. In diesen Buch geht es um einen Jungen, der ein Zauberer ist. Seine Mutter ist eine Hexe und sie will, dass ihr Sohn in die Hexenschule geht, während dies der ausdrückliche Wunsch des Jungen ist. Simondes Mutter gerät allerdings in einen Unfall und vergisst teilweise, wie man zaubert. Jetzt ist Simonde gefragt…

Annabell fasziniert am Schreiben, dass man sich die Welt(en) ausdenken kann und dabei auch die Grenzen selbst festlegt. Sie schreibt meist morgens, weil sie da die Inspiration am besten spüren kann. Annabell hat einen Mann und einen elfjährigen Sohn.

 

Ich hoffe, dass sich vielleicht ein paar von euch von Annabells Hobby inspirieren lassen (konnten), um für sich selbst und andere eine neue Welt zu entdecken:

Schultheater am 18.07.2018: #Märchen, die Influenzer aus dem Märchenwald

Das Theaterstück  „#Märchen Die Influenzer aus dem Märchenwald“ wird am Mittwoch (18.07.2018) in der Aula  vom Ensemble III unter Leitung von Herrn Stefan um 19 Uhr aufgeführt. Der Eintritt ist frei! Spenden sind erwünscht! Und ihr seid herzlich eingeladen!

In dem modern geschriebenen Stück geht es um typischen Märchencharaktere, die auf eine sehr lustige, freie und moderne Art das Puplikum begeistern.

Kommt am Mittwoch in die Aula und taucht ein in den Märchenwald!  

Den Zauberwürfel lösen – Glück oder Können?

Wer kennt ihn nicht, den bunten, scheinbar unlösbaren Zauberwürfel. Der kunterbunt verdrehte Würfel macht einige einfach schier wahnsinnig. Aber es gibt für jedes Problem eine Lösung. Auch für dieses!

Aber jetzt erst mal von vorne. Der Zauberwürfel (englisch: Rubik´s Cube) wurde 1974 von dem ungarischen Architekten und Ingenieur Ernő Rubik erfunden. Sechs Jahre darauf wurde er sogar mit dem Sonderpreis „bestes Solitärspiel“ des Kritikerpreises als Spiel des Jahres ausgezeichnet!

Bei einem Zauberwürfel handelt es sich um einen Würfel mit einer Kantenlänge von 57 mm. Es gibt allerdings auch größere oder kleinere Würfel. Der Würfel ist in Höhe, Breite und Tiefe in jeweils drei Schichten unterteilt, die sich durch 90-Grad-Drehungen um ihre jeweilige Raumachse drehen und damit zur Deckung bringen lassen. Dadurch können Position und Lage von 20 der insgesamt 26 Steine (die Steine die sich in der Mitte der jeweiligen Flächen befinden sind nicht beweglich) beliebig verändert werden. Ein Zauberwürfel hat im gelösten Zustand 6 verschieden farbige Flächen, welche meist gelb, weiß, blau, grün, rot und orange sind.

Es gibt sogar verschiedene Wettkämpfe mit genauen Regeln und verschiedenen Disziplinen (z.B. speedcubing). Nachdem der Würfel von den Schiedsrichtern kontrolliert verdreht wurde, darf der Speedcuber den Würfel 15 Sekunden lang in die Hand nehmen und inspizieren. Dabei  zählt die Inspektionszeit  nicht zur Lösungszeit. Danach müssen der Würfel abgelegt und beide Hände auf den Timer gelegt werden. Wenn die Inspektion länger als 15 Sekunden dauert,  werden dem Spieler zwei Sekunden auf die zur anschließenden Lösung benötigten Zeit hinzuaddiert (= schlechteres Zeitergebnis). Die Zeit startet, wenn die Hände vom Timer abgehoben werden und stoppt, wenn wieder beide Hände auf dem Timer liegen. Ist eine Seite nach dem Solve (= Würfel gelöst) um 45° verdreht, nachdem der Würfel gelöst wurde, werden ebenfalls zwei Sekunden hinzuaddiert.

Bei Zauberwürfel gibt es auch andere, kniffligere Formen.                                                           Hier findet ihr ein paar Beispiele:

Lösung

Solltet ihr mal wirklich nicht mehr weiter wissen, gibt es zahlreiche Videos und Artikel zur Lösung im Internet. Alle, die bereits einen Zauberwürfel problemlos lösen können, stellen sicher fest, dass es echt Spaß macht.

Ich hoffe ich konnte euch für den Zauberwürfel begeistern.

Viel Spaß beim Knobeln!