Reihe „Nachhaltig leben“: Rohstoffe der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Rohstoffe der Zukunft

ein Artikel von Julia Blum, 9b

Unser Handy, das Familienauto oder die neue Jeans – Dinge unseres alltäglichen Gebrauchs haben oftmals eine entscheidende Gemeinsamkeit: Für ihre Herstellung wurden bestimmte Ausgangsstoffe, sogenannte Rohstoffe, verwendet. Rohstoffe sind Stoffe, die der Natur entnommen werden und die die Basis für die Anfertigung unserer Waren bzw. die Durchführbarkeit von Dienstleistungen bilden. Holz, Metallerze, Kohle und Öl, aber auch Pflanzen und Tiere als Nahrungsmittel gehören zu den am häufigsten gehandelten Rohstoffen.

Dabei können Rohstoffe in erneuerbare und nicht erneuerbare Rohstoffe gegliedert werden. Als erneuerbare Rohstoffe werden Ressourcen bezeichnet, die quasi unbegrenzt auf unserer Erde zur Verfügung stehen und sich immer wieder auf natürliche Weise erneuern, wie zum Beispiel Holz, Wasser und Pflanzenöle. Nicht erneuerbare Rohstoffe stehen den Menschen hingegen nur in begrenzter Menge zur Verfügung und können somit endgültig ausgehen. Die sogenannten fossilen Brennstoffe wie Erdöl und Kohle könnten zwar erneuert werden, jedoch würde diese Erneuerung Millionen von Jahren dauern, weshalb sie demnach den nicht erneuerbaren Rohstoffen zugeordnet werden.

Der zentrale Konflikt in dieser Hinsicht, der aktuell immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Tatsache, dass unser derzeitiges Leben, in seiner Art und Weise v.a. in der westlichen Welt beinahe ausschließlich auf nicht erneuerbaren Rohstoffen basiert. Das zieht unter anderem zwei negative Folgen mit sich: Zum einen wohnen heute 7,6 Milliarden Menschen auf der Erde, was verbunden mit unserem immer exzessiveren Konsum früher oder später zu einem Mangel an nicht erneuerbaren Rohstoffen führen wird. Dies wäre ein harter Schlag für die Automobilindustrie, welche immer noch in großem Maße auf Erdöl als Basis für Benzin und Diesel angewiesen ist. Wirtschaftlich betrachtet ist im Besonderem die Wirtschaft Deutschlands von der Automobilindustrie abhängig, weshalb eine Schwächung dieser, ausgelöst durch den Mangel an Rohstoffen, auch zu einem Abschwung der deutschen Konjunktur führen würde. Zum anderen verändert unsere Ressourcennutzung unser Ökosystem. Die Gewinnung und Weiterverarbeitung von nicht erneuerbaren Rohstoffen ist sehr energieintensiv und führt zur Emission von Schadstoffen in Boden und Luft. Knapp gefasst bilden nicht erneuerbare Rohstoffe immer weniger eine Option für unser zukünftiges Leben.

Aus diesem Grund sollen nun erneuerbare Rohstoffe bzw. Energien mehr und mehr gefördert werden. Somit wird der Gewinnung von Energie aus Wind-, Sonnenenergie oder Wasserkraft in Zukunft eine viel größere Bedeutung wiederfahren. Ein weiterer wichtiger Faktor, der zur Steigerung der Wichtigkeit einiger Rohstoffe führen wird, ist der technologische Fortschritt.

So soll der Stoff Gallium laut Vorhersagen bis zum Jahr 2030 eine massive Bedarfssteigerung erfahren, da er vor allem in den Bereichen der Photovoltaik, LEDs und Hochleistungsmikrochips verwendet wird. Ein weiterer Rohstoff der Zukunft könnte zudem das Neodym werden, welches bei der Herstellung von Elektromotoren zum Einsatz kommt. Experten setzen beispielsweise aber auch großes Potenzial in Rohstoffe wie Platin, Zinn und Kobalt.

Rohstoffe werden für uns Menschen immer ein wichtiger und ausschlaggebender Faktor für unser Leben sein – egal ob politisch, wirtschaftlich oder sozial. Besonders in den nächsten Jahrzehnten wird sich dieser Wandel von nicht erneuerbaren zu erneuerbaren Rohstoffen bemerkbar machen. Wie schnell dies genau passieren wird und welche Rohstoffe im Endeffekt tatsächlich Verwendung finden, lässt sich bis jetzt allerdings nur vermuten.

Quellen:

Reihe „Nachhaltig leben“: Umweltschutz international

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Umweltschutz international

ein Artikel von Jonas Bachl, 9b

In der heutigen Zeit hat die internationale Umweltpolitik eine große Bedeutung. Umweltprobleme sind nicht mehr auf einen Staat zu begrenzen, da so gut wie alle damit zu kämpfen haben. Diese können nur doch Zusammenarbeit aller Staaten bewältigt werden. Zum Umweltschutz gehört heute der Klimaschutz, die Energiepolitik sowie der Schutz der Wälder, der Meere und der Böden. Länder, die sich sehr stark für den Umweltschutz einsetzen, sind die sogenannten G8-Staaten/G20-Staaten. 

Eine große Organisation, die sich für den Umweltschutz international einsetzt ist, Greenpeace. Sie arbeitet nach niederländischem Recht, jedoch ist der Schwerpunkt der Arbeit der weltweite Umweltschutz. Der heutige Sitz befindet sich in den Niederlanden. Um ihre Ziele umzusetzen, hat die Organisation 342 Millionen Euro (2016) zur Verfügung, die vorwiegend aus Spenden stammen. Ihre Arbeit besteht aus gewaltfreien Aktionen – für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur. Im Jahr 1980 (13. Oktober) hat die erste Aktion von Greenpeace in Deutschland stattgefunden. Dort wurde die Verklappung von Dünnsäure in der Nordsee (Entsorgung) verhindert, die durch die Firma Kronos Titan vorgenommen werden sollte. Die Organisation wurde am 17. November 1980 in Bielefeld von William Parkinson, Gerhard Dunkel als auch von David McTaggart als Verein gegründet. Die Bundesregierung Deutschland will, dass alle Industriestaaten bis 2050 ihre Emissionen um 80 bis 95 vermindern. Dieses Ziel ist sehr hoch angesetzt. 

Solche Organisationen können durch Spenden oder auch durch Abonnements erfolgen. Eine große Hilfe ist auch die Veränderung im Verhalten der Mitglieder der Gesellschaft. Das bedeutet sowohl die Reduzierung des Abfalls als auch Alternativen des Transports zu nutzen. Das bedeutet, das der Verzicht auf nicht notwendige Fahrten mit dem Auto vorangetrieben wird sowie die Rücksichtnahme beim Einkaufen, indem man keine recyclebaren oder umweltschädlichen Produkte kauft. 

Meiner Meinung nach sollte sich jeder selbst bewusst entscheiden, worauf er verzichtet und wie sehr er sich dafür einsetzt. Dies kann man auch in Schulen einbringen und diskutieren, damit sich viele eine eigene Meinung dazu bilden können. Meiner persönlichen Meinung nach ist es höchste Zeit, sich für den Umweltschutz intensiv einzusetzen, da bereits heute radikale Schäden in unserer gesamten Umwelt zu verzeichnen sind.

Reihe „Nachhaltig leben“: Die Imkerei der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Die Imkerei der Zukunft

ein Artikel von Hira-Su Altay, 9b

Man stelle sich eine Biene vor. Die meisten Menschen haben das Bild eines pelzigen, schwarz-gelb gestreiften Insekts im Kopf, vielleicht denken sie auch an einen Honigtopf (oder einen schmerzhaften Stich). Das sind aber nur kleine Aspekte der unglaublich vielfältigen Bienenwelt.

Wenn wir den Nutzen nennen sollen, den die Biene uns beschert, wird meist zuerst Honig genannt. Dabei gibt es nur wenige Bienenarten, die Honig produzieren können und dieser ist von wesentlich geringerem Umfang als ihre Bestäubungsleistung. Unabhängig von Größe, Farbe und Sozialverhalten bestäuben Bienen eine enorme Menge an Pflanzen, die für den Menschen von großer Bedeutung sind. Wir haben das Glück, das Ergebnis von 100 Millionen Jahren Evolution nutzen zu können, in denen die Biene zu einem Hauptbestäuber auf der Welt geworden ist. Es ist nur an uns, für den Schutz dieser wichtigen Insekten zu sorgen. Bestäubung ist der Austausch von Geschlechtszellen zwischen blühenden Pflanzen derselben Art mit dem Ziel der Befruchtung. Die männlichen Geschlechtszellen, die Pollenkörner, werden verbreitet, indem sie sich im Haarkleid der Bienen beim Blütenbesuch verfangen und an einer anderen Blüte abgestreift werden.

Durch diese Handlung sorgen die Bienen dafür, dass Pflanzen, die an ihren Standort gebunden sind, ihre Gene weit verbreiten können. So bleiben die genetische Vielfalt und die Anpassungsfähigkeit an eine sich verändernde Umwelt erhalten. Bevor es die Bestäubung durch Bienen gab, wurde diese Aufgabe hauptsächlich auf physikalischem Weg oder von Käfern erledigt. Das Wechselspiel zwischen Bienen und Blütenpflanzen beeinflusste die Entwicklung von beiden. Um sich der Aufmerksamkeit der Bienen zu versichern, änderten Pflanzen Form und Farbe der Blüten sowie Nektarmenge. Das Ergebnis ist die heutige Vielfalt von Blütenpflanzen und Bienen.

Doch immer mehr Bienen sterben durch Krankheiten oder den Verlust ihrer Lebensräume. Somit sterben auch viele Pflanzen, weil sie ohne bestäubende Insekten keine Frucht oder Samenansätze bilden können. Aber wir können dagegen etwas tun und den Bienen eine große Hilfe sein. Nur wenn wir ihr Verhalten und die auf sie einwirkenden Bedrohungen wirklich verstehen, können wir sie wirksam schützen. Wir lernen Erstaunliches von diesen faszinierenden Wesen.

Die ersten Schritte auf dem Weg zum Imker können spannend aber auch ermutigend sein. Einem lokalen Imkerverein beizutreten oder sich für einen Kurs anzumelden, würde unserer Zukunft nicht schaden. Denn ganz gleich, wie viele Bücher oder Internetseiten man studiert: Nichts kann einen wirklich auf den Moment vorbereiten, in dem man zum ersten Mal einen Bienenstock öffnet und mit unzähligen Bienen konfrontiert wird. Imkern bedeutet mehr, als sich Anzug und Schleier anzuziehen. Eine erhebliche Menge an Arbeit und Engagement sind erforderlich, bevor sich die ersten Erfolge einstellen. Das Wissen, das einen zum Imkern befähigt, kann nicht in einem einzigen Buchkapitel vermittelt werden. Es gibt verschieden Arten von Imkern. Berufsimker halten ihre Bienen, um Kulturpflanzen zu bestäuben und Honig und Wachs für den Verkauf zu erhalten. Hobbyimker pflegen Bienen aus Freude an der Imkerei, um Teil einer ständig wachsenden Gemeinschaft zu sein und um die Bedeutung der Honigbiene und der anderen Bestäuber zu erhöhen. Und nebenbei fällt für sie vielleicht ein wenig Honig ab. Manche Hobbyimker mögen es, die traditionellen Methoden zu erlernen, andere bevorzugen einen natürlichen Ansatz, um die Bienen möglichst wenig zu stören. Je mehr Menschen sich für so welche Kurse anmelden, umso besser kann es in der Zukunft für die Imkerei werden. Imkerei ist eine saisonale Aufgabe. Imkern kann aber auch teuer sein, denn die Anschaffungskosten für Bienenvölker und Ausrüstungen sind erheblich. Es gibt natürlich Möglichkeiten, die Kosten in den Folgejahren zu reduzieren. Beutematerial kann gereinigt und wieder verwendet werden und Sonderangebote beim Imkereibedarfsgeschäften können genutzt werden. Mit der Zeit können Imker ihre jährlichen Ausgaben durch Honig und Wachsverkäufe decken.

Habt ihr euch schon einmal zu einem Imker-Kurs angemeldet oder darüber nachgedacht?

Der Vulkan – Faszinierend und unberechenbar

Die letzten Monate haben gezeigt, wie zerstörerisch ein Vulkan ist und wie groß die Langzeitschäden sein können. Seit Monaten bricht der Vulkan auf der kanarischen Insel La Palma regelmäßig aus – zuerst am 13.9.21, zerstörte er bislang 2700 Gebäude und bis in den November hinein scheint noch kein richtiges Ende in Sicht zu sein.

Doch was ist überhaupt ein Vulkan und wie kommt es zu einem Ausbruch?

Im Grunde genommen ist ein Vulkan eigentlich nichts anderes als eine Öffnung an der Oberfläche, durch die Magma und damit verknüpfte Gase und Aschen durch Eruptionen aus dem Erdinneren austreten.

Trotz der möglichen Gefahr, dass der Vulkan jederzeit vor ihren Augen ausbrechen kann, leben viele Menschen direkt am Vulkan, z. B. in Neapel am Vesuv oder in Mexiko-City am Popocatépetl.

Aber wieso setzen sich Bewohner am Vulkan diese Gefahren aus?

Wenn ein Vulkan ausbrechen sollte, stößt er auch Mineralien aus, die man gut als Dünger für die Landwirtschaft nutzen kann. Nach einer Evakuierung kehren die Einwohner wieder zu ihrer Ackerfläche zurück, um diese zu nutzen und etwas anzubauen. Der Schwefel, der freigesetzt wurde, nutzt die Industrie um z. B. zum Härten von Reifengummi und die Schwefeldämpfe oder Thermalquellen haben eine heilende Wirkung für Menschen mit Rheuma, Atembeschwerden etc. Ein Vulkan hat aber v.a. auch negative Seiten für die Menschen. Es kann zu Erdrutschen, Tsunamis und Lava-, Asche- und pyroklastischen Strömen kommen.

Wie entsteht eigentlich ein Vulkan?

Jeder Vulkan hat im Inneren eine große Magmakammer tief unter der Erde. Das Magma kommt aus dem oberen Mantel der Erde und weil die Gesteinsschicht über dem Magma schwerer ist, drückt das Gestein die Magma nach unten. Doch die Gesteinsschicht hat selbst Risse und so kann das Magma dort entweichen und zur Erdkruste gelangen. In der Magmakammer sammelt sich das flüssige Gestein und nach einer Zeit entwickeln sich Gase, die den Druck erhöhen – bei dem einen Vulkan mehr und bei dem anderen weniger.

Nehmen wir als typisches Beispiel den Schichtvulkan:

Dieser Vulkan hat die typische Kegelform und die Magma ist richtig dickflüssig, dafür stößt die Magma große Mengen an Gasen aus. Irgendwann entsteht dann ein so großer Überdruck, dass das Gestein des Vulkans dem Druck nicht mehr standhalten kann, es kommt zu einer explosiven Eruption (= Ausbruch). Man kann sich das wie eine Sprudelwasserflasche vorstellen: Je mehr man schüttelt, desto mehr Gas will entweichen, und das spürt man beim Aufmachen der Flasche.

Abschließend kann man sagen, dass der Vulkan sowohl Feind als auch Freund des Menschen ist und bis heute eine unterschätzte Gefahr für die Menschheit ist, wie das Beispiel auf La Palma zeigt, wo die Einwohner dachten, der Vulkan sei erloschen und der jetzt nicht aufhört die Insel zu verwüsten.

In der nachfolgenden Doku kannst du dich noch genauer über Vulkane informieren:

Wissen kompakt: der tropische Regenwald

Der tropische Regenwald ist der artenreichste, komplizierteste und spannendste Lebensraum der Welt.

A) Die Verbreitung des Regenwaldes

Die Verbreitung ist um den Äquator herum, also zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis. Der Regenwald befindet sich z. B. in den Ländern Indonesien, Malaysia, Brasilien, D. R. Kongo oder Papa-Neuguinea. Die Fläche des tropischen Regenwaldes auf der ganzen Welt beträgt ungefähr 1,2 Mio. Hektar. Außerdem nimmt die Abholzung (ca. 4,4 Fußballfelder pro Minute) stark zu.

B) Das Klima des Regenwaldes

Das Klima im tropischen Regenwald ist feucht und warm und man bezeichnet es als Tageszeitenklima. Die Durchschnittstemperatur beträgt über 25°C. Über das Jahr verteilt gibt es 9,5-12 humide Monate (humid = es fällt mehr Niederschlag, als es Verdunstung gibt), d.h. es ist ganzjährig feucht. Der Niederschlag entsteht durch den Passatkreislauf. Sonne, Regen, Wärme und Feuchtigkeit kennzeichnen das Klima.

C) Der Tagesablauf (Wetterablauf) im Regenwald

 – 4 – 5 Uhr: ca. 20°C; Dunkel/Nachts

– 6 Uhr: ca. 20°C; Sonnenaufgang; Nebel, Dunst

– 7 – 9 Uhr: ca. 22°C; Verdunstung

– 10 + 11 Uhr: ca. 25°C; Wolkenbildung

– 12 Uhr: ca. 28°C; Sonne steht im Zenit; Wolkenbildung

– 13 – 16 Uhr: ca. 30°C + 31°C; Gewitter, Niederschlag

– 17 + 18 Uhr: ca. 26°C; Dampfschwaden; Sonnenuntergang

– 19 + 20 Uhr: ca. 23°C; dunkel/nachts

D) Die Vegetation: Der Stockwerkbau

Im tropischen Regenwald ist es v.a. grün und man sieht hohe Bäume, es existiert ein hoher Artenreichtum, also viele Tierarten und Pflanzen sind anzufinden.

Stockwerkbau:

Es gibt auch einen sog. Stockwerkbau. Damit ist die Unterteilung in Höhenbereiche gemeint. Zwischen 45-60m befinden sich die Urwaldriesen (Überständer / Übersteher). Dort herrscht eine mittlere Feuchtigkeit, d.h. es ist relativ trocken, es gibt zu 100% Sonnenlicht und die Tiere, die dort leben, sind Papageien, Orchideen und Bromelien.

Die zweite Schicht ist die obere Baumschicht. Sie befindet sich zwischen 25-45m und hier ist es ca. 30°C-35°C warm. Diese Schicht weist die höchste Artenvielfalt auf und hier leben Vögel, Säugetiere wie Faultiere, Reptilien, Amphibien und Insektenarten.

Die darunter folgende Schicht heißt untere Baumschicht (zwischen 10-25m). In diesem Bereich ist es dunkel, weil wenig Licht durchkommt. Ozelote und Orang-Utans leben dort.

Die vorletzte Schicht lautet Strauchschicht. Diese Schicht befindet sich auf einer Höhe von ca. 1-10m. Dort herrschen nur ca. 25°C und hier ist es relativ dunkel. Die Tiere, die hier leben, bestehen aus vielen Insekten wie Bienen, Schmetterlingen oder Käfern, Fledermäusen, Schlangen und Fröschen.

Die letzte Schicht ist die Krautschicht. Die Schicht befindet sich nahe am Boden, also zwischen 0-1m. Dort ist es auch sehr dunkel und windstill. Außerdem kommt nur 1% des Sonnenlichts dort an. Dadurch herrscht hier eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die bevölkernden Lebewesen sind Elefanten, Jaguare, Laufvögel und noch viele mehr.

Zusammenfassend kann man sagen, dass jedes Stockwerk eine eigene klimatische Bedingung besitzt, der Lichteinfall und die Temperatur nach unten stark abnehmen, die Luftfeuchtigkeit nach unten zunimmt und es die größte Artenvielfalt im Kronendach gibt.

Das nachfolgende Info-Video gibt noch einmal einen guten Überblick über Besonderheiten des Regenwaldes:

Das Leben im Mittelalter – Teil 2: Burgen

Die neue Reihe „Leben im Mittelalter“ stammt von der Klasse 7c, die im Rahmen ihrer Recherchen zum Mittelalter im Fach Deutsch unterschiedliche Beiträge für die Schülerzeitung liefert. Herzlichen Dank dafür!

Die längste Burg der Welt findet man laut Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde in Burghausen. Auf über einem Kilometer Länge thront sie über dem Ort Burghausen. Der ist gar nicht so weit von Landshut, weshalb ein kurzer Abstecher immer möglich sein dürfte. Im obigen Bild seht ihr natürlich nur einen kleinen Ausschnitt der Burg zu Burghausen. Weiter unten gibt es ein Video, in dem die komplette Anlage zu sehen ist.

von Zoe Wimmer und Franziska Schweiberger

Burgen wurden meist zum Schutz gebaut. Aber manche Burgherren errichteten ihre Burg, damit sie durch sie ihre Macht zeigen konnten. In unserem folgenden Artikel werdet ihr sehen, dass Burgen interessanter sind, als ihr vielleicht denkt.

Verschiedene Arten von Burgen

Keine Burg war wie die andere, denn alle waren anderen Bedingungen ausgesetzt. Es gab z. B. Burgen auf Gipfeln, auf Inseln, in Felsen, am Wasser, in Hängen oder in Tälern. Im Folgenden werden wir euch verschiedene Burgen vorstellen:

Die Felsenburg Predjamski Grad in Slowenien

Sie wurde im 12.Jahrhundert erbaut und liegt auf halber Höhe in einer 123 Meter hohen Felswand. Die Burg war nur über einen schmalen Felsgrat an einem 60 Meter tiefen Abgrund erreichbar. Auch führte ein knapp 40 Meter langer Geheimgang von der Burg auf den Felsgipfel.

Bodiam Castle in England

Die Burg wurde im Jahre 1385 von Sir Edward Dalyngrigge erbaut. Bodiam Castle diente nicht nur zum Schutz seiner Bewohner, sondern auch als einladendes Zuhause. Die Bauweise der Burg fasziniert Menschen auch heute noch. Obwohl der Burggraben wunderschön aussah, funktionierte er als Abwassersystem für etwa 30 verschiedene Toiletten, die in der gesamten Burg zu finden waren. Deshalb roch der Burggraben auch streng.

Die Burg Trausnitz in Landshut

Im Jahre 1204 errichtete Herzog Ludwig der I. die Burg Landshut. Ab dem Jahre 1536 wurde sie Burg Trausnitz (Traus nitz = Trau` dich nicht) genannt. Sie war im späten Mittelalter Residenz der niederbayerischen Linie der Wittelsbacher. Die ältesten Teile der Burg stammen von 1204-1240, wie z. B. die Ringmauer, der Bergfried, die Kapelle und das Doppelturmtor.

Ab dem 15. Jahrhundert erfolgte unter den reichen Herzögen ein bedeutender Umbau und eine Erweiterung der Anlage. Von 1516 bis 1545 ließ Ludwig der X. die Burg innen prachtvoll ausbauen und die Stadtresidenz errichten. Eine zweite Blütezeit erlebte die Burg Trausnitz unter Wilhelm V., der von 1568 – 1579 während seiner Zeit als Erbprinz viele bedeutende Musiker oder Künstler an seinen Hof holte.

Im Verlauf des Dreißigjährigen Kriegs (1618 bis 1648) verstärkte man die Außenbefestigung der Burg. Landshut und damit auch die Burg Trausnitz wurden am 22. Juli 1634 von den Schweden belagert. Im Ostteil der Burganlage wurde in die Burgmauer ein Loch in die Burgmauer geschossen, wodurch sich die Schweden Zugang zur Burg verschafften. An dieser Stelle ist heute noch ein Tor, das aufgrund dieses Ereignisses „Schwedentor“ heißt. Ab dem 17. Jahrhundert verlor die Burg Trausnitz an Bedeutung.

Allgemeines: der Burgbau

Zahlreiche Schritte waren notwendig, bis eine Burg vollständig errichtet war:

  1. Finden des besten Standortes
  2. Einholen einer Genehmigung beim Lehensherrn einholen (Könige und Landesherren genehmigten den Bau nur Vasallen, denen sie trauten und die einen guten Grund dafür vorzubringen hatten)
  3. Indienstnahme eines Baumeisters, der für die Planung und Beaufsichtigung der Bauarbeiten zuständig war
  4. Vereinbarung der Goldsumme
  5. Besprechung zwischen Bauherrn und Baumeister über das Aussehen der Burg; Vorbild war meist eine Burg, die der Bauherr gesehen und die ihm besonders gut gefallen hatte
  6. Vereinbarung der Anzahl der Räume und der Gebäude rund um den Burghof
  7. Berechnung der Baumaterialien und Anzahl der Arbeitskräfte
  8. Abdeckung des Grundrisses mit Stäben und Richtschnüren
  9. Fällung von Bäumen und Herausbrechen von Felsblöcken im Steinbruch; das wurde meist von Bauern gemacht
  10. Bau der Burg über meist viele Jahre hinweg
  11. Vollendung der Burg

FAZIT

Im Mittelalter gab es viele verschiedene Arten von Burgen. Sie wurden an den unterschiedlichsten Orten gebaut. Der Bau einer Burg erforderte viel Geld, Arbeiter, Anstrengung und vor allem Zeit.

Übrigens: Nicht nur die längste Burg der Welt (siehe Video unten), sondern auch die höchste Burgendichte Europas gibt es hier bei uns in Deutschland, und zwar am Mittelrhein!

Das Leben im Mittelalter – Teil 1: die „Hexen“ Agnes Bernauer und Veronika Zerritsch

Die neue Reihe „Leben im Mittelalter“ stammt von der Klasse 7c, die im Rahmen ihrer Recherchen zum Mittelalter im Fach Deutsch unterschiedliche Beiträge für die Schülerzeitung liefert. Herzlichen Dank dafür!

Die „Hexen“ Agnes Bernauer und Veronika Zerritsch

von Veronika Hofer und Julia Spierer

Was sind eigentlich Hexen? Hexen waren nach dem Volksglauben nicht nur Frauen, die Medikamente aus Kräutern herstellten, lesen und schreiben konnten. Ihnen wurde vielmehr vorgeworfen, dass sie einen Pakt mit dem Teufel hatten.

40.000 bis 60.000 Menschen wurden schätzungsweise in ganz Deutschland als Hexen verbrannt. Eine davon war Agnes Bernauer. Sie wurde am 19. Januar 1411 in Augsburg als Baderstochter geboren (ein Bader war im Mittelalter der Besitzer einer Badestube). Agnes wurde von vielen Leuten nicht „Agnes“, sondern „Anna“, „Angela“ oder sogar „Engel von Augsburg“ genannt, weil sie so schön war.

Sie lernte 1428 bei einem Turnier den Herzogssohn Albrecht I. von Bayern-München kennen. Die beiden verliebten sich ineinander und er nahm sie als seine Geliebte mit an den Münchner Hof. Im Jahr 1432 oder 1433 heirateten sie heimlich. Noch vor der Hochzeit bekamen sie zusammen ein Kind, Sybilla.

Agnes, Albrecht und Sybilla zogen darauf in die Blutenburg (München Obermenzing), wo sie ihre Heirat öffentlich machen wollten. Albrechts Vater Herzog Ernst III. war mit ihrer aber Ehe nicht einverstanden, da deren Tochter Sybilla nicht erbberechtigt war, denn ihre Eltern kamen aus unterschiedlichen Ständen. Herzog Ernst III. wollte, dass Albrecht eine Herzogstochter heiratete. Albrechts Onkel Heinrich und er planten deshalb, wie sie Agnes umbringen konnten.

Heinrich ging mit Albrecht jagen, damit Agnes alleine zuhause war. Albrechts Vater ging zu ihr und ließ sie verhaften. Er wollte, dass sie sich von Albrecht scheiden lässt. Wenn sie sich weigern sollte, würde er sie wegen Liebes- und Schadenszaubers anklagen und Agnes als Hexe verurteilen. Und dies tat er auch: Agnes Bernauer wurde am 12. Oktober 1435 von der Äußeren Straubinger Brücke in die Donau geworfen. Erst konnte sie nah ans Ufer schwimmen, um sich zu retten, doch als ein Mann das sah, wickelte er ihr eine lange Stange ins Haar und ertränkte sie.

Als Albrecht das bemerkte, wurde er sehr wütend und wollte Krieg mit seinem Vater. Aber man konnte ihn doch davon abhalten. Zu Ehren von Agnes finden alle vier Jahre die Agnes-Bernauer-Festspiele in Straubing statt. Es gibt auch eine Agnes-Bernauer-Torte.

Auf Schloss Blutenburg steht heute eine Bronze-Stele, die an die Liebe zwischen Herzog Albrecht und Agnes Bernauer erinnert.

Veronika Zerritsch wurde als letzte Hexe in Bayern verbrannt. Sie wurde 1740 geboren und am 2. Januar 1741 in der Sankt-Jodok-Kirche in Landshut getauft. Veronika verlor ihren leiblichen Vater schon sehr früh, er starb 1749. Doch ihre Mutter heiratete ein Jahr darauf schon wieder einen neuen Mann. Sie starb kurz nach ihrer Hochzeit und ihr Stiefvater verjagte Veronika, als sie erst 12 Jahre alt war.

Sie bettelte in Landshut, Freising und Mühldorf am Inn, um zu überleben. Nach einiger Zeit gelangte sie zu Verwandten aus Straubing und Veronika durfte zunächst bei ihnen leben. Diese schickten sie aber im Oktober 1753 ins Landshuter Heilig-Geist-Spital. Ein Jahr später riss sie von dort aus und durfte bei einer Frau Leutnant als Kindermagd leben und arbeiten.

Diese erwischte sie aber dabei, wie sie mit einem Messer an einer Wiege eines Kindes stand. Der Bürgermeister brachte sie daraufhin sofort zurück ins Spital. Veronika bat um Heilung von Besessenheit und gestand dem Bürgermeister, dass sie Hostienfrevel begangen hatte (Hostienfrevel ist, wenn man Hostien zerschneidet, um die Marter Jesu Christi bei der Kreuzigung zum Hohn nachzuvollziehen).

Im März 1755 wurde Veronika verhaftet und eingesperrt. Bei ihrer Befragung gestand sie einen Pakt mit dem Teufel und, dass sie um 3:00 Uhr nachts durch das Aufsagen eines Zauberspruches ein Gewitter verursacht hatte. Sie wurde dann mit 15 Jahren am 2. April 1756 als Hexe verbrannt. Die Hintergründe ihres Geständnisses liegen im Dunkeln, höchstwahrscheinlich geschah es aber – wie die meisten Bezeugungen – unter schlimmer Folter.

Übrigens: Im Band der Comic-Reihe „Landshuter Stadtgeschichte“ wird das Schicksal von Veronika Zerritsch in einem eigenen Kapitel aufgegriffen. Nähere Informationen findet ihr unter nachfolgendem Link: http://www.landshut.de/portal/kultur/aktuelle-kulturnachrichten/stadtcomic.html

Das Kriegerdenkmal in Landshut – was steckt hinter der auffälligen Statue?

Acht Meter hoch, drei Meter breit und mitten in der Landshuter Neustadt: wem würde es nicht auffallen? Seit 1928 steht das Kriegerdenkmal dort, damals hat ein bekannter Bildhauer namens Wilhelm Lechner die Statue für einen Wettbewerb kreiert und mit seiner Idee gewonnen. Seit so langer Zeit steht das Kriegerdenkmal nun schon an diesem Platz, doch seine eigentliche Aussage ist in Vergessenheit geraten. Wer weiß heute noch, welche politischen Botschaften, außer dem Gedenken an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges, dahinter stecken?

Das nachfolgende Bild zeigt das Kriegerdenkmal, welches übrigens vor kurzem erst restauriert wurde. Die Statue soll einen Baum, aus dem drei Figuren herauswachsen und eine, die oben auf ihm sitzt, darstellen. Der Baum „wächst“ auf einem treppenartigen Sockel, an dem eine weitere Person liegend eingraviert wurde. Inschriften wurden dort ebenfalls eingemeißelt und beziehen sich auf die Figuren.

„Die deutsche Eiche“ hat Kerben und alle Blätter sind abgefallen, was auf ihren leblosen Zustand hinweist. Der Baum ist tot und zerstört, wie das Deutsche Reich nach dem Ersten Weltkrieg.

Der Mann, der ganz unten aus dem Denkmal hervorragt, hält das Landshuter Wappen in Händen und sieht noch ziemlich jungenhaft aus. Er soll die jüngere Generation / die Söhne repräsentieren, die weiterhin bereit sein sollen, für ihr Land zu kämpfen, um es gegen andere zu verteidigen. Diese These belegt auch die Inschrift :

„DEN KÜNFTIGEN ZUR PFLICHT, DASS SIE DAS SCHILD DER HEIMAT IN EHREN TRAGEN WIE IHRE VÄTER.“

Die nächste Person ist eine Frau. Als Witwe hält sie eine Urne in den Händen, in der sich vermutlich die Asche ihres Mannes, der im Krieg gestorben ist, befindet. Ihr Blick ist auf den Boden gerichtet und zeugt von großer Trauer. So hat Wilhelm Lechner ihr den folgenden Text gewidmet:

„DEN TRAUERNDEN ZUM TROST: DER TEUREN ASCHE WIRD NIMMERMEHR VERGESSEN WERDEN“

Weiter oben ragt die nächste Figur aus dem Baum hervor. Der Mann ist gefesselt und trägt lediglich einen Umhang, wodurch sein nackter, abgemagerter Oberkörper zum Vorschein kommt. Er steht stellvertretend für die vielen Kriegsgefangenen, die während des blutrünstigen Kriegs leiden mussten.

„DEN LEBENDEN ZUR MAHNUNG: SPRENGT DIE KETTEN UND SEID FREI WIE SIE’S GEWOLLT“

Dieses Zitat bezieht sich indirekt auf den Versailler Vertrag. Das Abkommen beendete formal den Ersten Weltkrieg, doch dafür musste Deutschland einiges leisten. Erstens fühlten sich die Deutschen durch den Vertrag gedemütigt, da ihnen alleine die Schuld am Krieg gegeben wurde, wobei erwähnt werden muss, dass viele Länder damals nicht minder kriegerisch gesinnt waren und viele nur auf eine Gelegenheit gewartet hatten, dass ein anderes Land ihnen einen Grund zur kriegerischen Auseinandersetzung lieferte. Zweitens  hat das Ergebnis der Pariser Friedenskonferenzen Deutschland nach damaliger Anschauing „in Ketten gelegt“, wie die Figur, die aus der Statue herauswächst. Jener Vertrag besagt nämlich, dass die Deutschen viele wirtschaftlich wichtige Gebiete an die Alliierten abtreten mussten und auch noch Reparationen zu zahlen hatten, z. B. im Rahmen von Rohstofflieferungen an die Siegermächte. Diese empfundene ungerechte Behandlung, als große „Schmach“ oder auch „Schanddiktat von Versaille“ bezeichnet, machte viele Bürger sehr wütend und ließ den Wunsch nach einer Auflösung des Vertrags entstehen sowie die Wut auf die „Gegner“ neu entfachen. Jene Wut nutzte Hitler letztlich schamlos aus und machte die o.g. Forderungen zu einem seiner wichtigsten Wahlversprechen, was ihm zu großer Aufmerksamkeit und vielen Befürwortern verhalf.  Klar war den Leuten schon damals, dass die Revision des Versiller Vertrags nicht auf friedlichem Wege vonstatten gehen würde. Und viele wollten auch keine friedliche Lösung.

Die Person, die oben auf dem Baum sitzt (siehe Bild ganz unten), hat mehrere Pfeile in der Brust und ihre Hände sind in Ketten gelegt. Hättet ihr gedacht, dass diese Figur den Stadtheiligen Landshuts, Sebastian, darstellen soll? „Passenderweise“ ist er ebenfalls der Patron der Sterbenden und Soldaten.

Mich hat vor allem überrascht, wie viele Ideen und auf den ersten Blick nicht erkennbare politische Botschaften in diesem Denkmal stecken, denn die gigantische Statue sendet zwei verschiedene Botschaften aus:

  • einerseits dient sie Gedenkstätte der gefallenen Soldaten
  • andererseits steckt eine noch viel bedeutendere Botschaft verteckt in der in der Statue, nämlich die Forderung der Auflösung des Versailler Vertrags.

Auch aufgrund der Wut auf den Vertrag in der Bevölkerung hat Hitler so viele Anhänger gewonnen. Dies ist heutzutage nicht mehr recht „greifbar“, doch die Statue ist „Zeitzeuge“ und nach kritischer Auseinandersetzung damit durchaus auch Mahnmal für das Denken und die Empfindungen der damaligen Zeit.

Wilhelm Lechner, der Schöpfer des Denkmals, wurde in den 1920er-Jahren Anhänger der Nazionalsozialisten, was immer wieder auch Anstoß zur Diskussion über das Denkmal selbst gab.

Solltet ihr einmal selbst das Denkmal besichtigen wollen und es womöglich noch gar nicht kennen, hilft euch folgender Kartenausschnitt womöglich weiter:

Unsere Ozeane: Monster der Tiefe

Ungeahnte Tiefen haben unsere Weltmeere. Darin tummeln sich allerlei Tiere. Manche sind so groß oder sehen so furchterregend aus, dass man sie als „Monster der Tiefe“ bezeichnen könnte.

Während unsere Berge weit hinauf reichen, geht die Tiefsee noch weiter hinab. Unsere Welt ist von Bewegung, Sauerstoff, Wärme und Licht geprägt – doch ganz unten, in der Tiefe, gibt es ein Welt, in dem nur Kälte und Dunkelheit herrschen. Doch auch diese Welt hat ihre Bewohner.

In Ozean leben Millionen von Fischen und es gibt (soweit bekannt) über 24.000 Fischarten. Wir kennen unser Universium besser als unsere Weltmeere. Zwar wissen wir etwas über Fischarten, z. B. über Lachse, Karpfen oder sogar Haie, aber es gibt auch Fische die, ganz unten, im Dunkel des Tiefes leben. Drei dieser „Tiefseemonster“ stelle ich euch heute vor.

Der Vampirtintenfisch

Das erste Monster in unserer Liste ist der Vampirtintenfisch. Seinen Namen erhielt er aufgrund der Häute, die sich zwischen seinen Armen aufspannen und ihm das Aussehen eines in einen Umhang gehüllten Vampirs geben. Vampirtintenfische führen ein energiesparendes Leben. Sie leben zwischen 600-1000 Meter Tiefe, sind kaum aktiv und lassen sich normalerweise von der Strömung treiben. Vampirtintenfische ernähren sich nicht von lebenden Tieren, sondern organischen Partikeln, die auf den Meeresboden sinken. Dieser sog. Meeresschnee besteht z. B. aus Eiern, Larven und Leichenteilen von Fischen und Krebstieren.

Tiefsee-Anglerfisch

Das zweite Monster ist der Tiefsee-Anglerfisch. Tiefseefische leben in jedem Ozean in der Tiefe von ca. 500 Metern. Sie sind so besonders, weil sie ein Leuchtorgan besitzen, es gibt aber auch Ausnahmen. Normalerweise  findet sich an Tiefsee-Anglerfischen ein Fortsatz mit einem Leuchtorgan am Ende, die sogenannte Angel, die direkt vor dem Kopf endet. Kleine Fische werden von den Leuchtorganen des Tiefseefischs angelockt und verspeist. Im Video oben findet sich ein „Black Seadevil“. Er sieht wirklich schaurig aus.

Kragenhai

Das letzte Monster in unserer Liste ist der Kragenhai, auch Krausen- oder Schlangenhai genannt. Dieses Monster erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern. Kragenhaie haben einen stumpfen Kopf, ihre Hautfarbe kann von dunkelbraun bis dunkelgrau variieren. Die Zähne des Kragenhais sind sehr besonders und interessant: Die Zahnkrone wird von drei etwa gleich langen, schlanken, zurückgebogenen Spitzen gebildet, an der Zahnbasis können kleinere Spitzen entwickelt sein. Kragenhaie sind echte Urzeit-Tiere! Die Lebensweise der Kragenhaie ist bisher noch unbekannt, aber man konnte feststellen, dass sie  in einer Tiefe zwischen 120 und 1280 Metern leben. Ihre Nahrung besteht, soweit bekannt, aus Tintenfischen und anderen Kopffüßern, daneben auch uns bekannte Tiefseefische.

Natürlich gibt es in Ozeanen auch andere „Monster“ – sie alle aufzuzählen würde aber den Rahmen sprengen. Ganz so tief wie unsere „Monster“ können wir jetzt nicht abtauchen. Aber auf eine kleine 360-Grad-Unterwasserreise nehmen wir euch gerne mit (optimiert für VR-Brillen, ihr könnt aber auch den Mauszeige benutzen, um euch umzusehen):