Religionen aus aller Welt: der Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Religion, genau wie das Christentum, der Islam oder das Judentum. Allerdings gibt es wesentliche Unterschiede, wie zum Beispiel dass das Christentum oder Judentum eine Glaubensreligion ist, während wir, wenn wir vom Hinduismus oder eben vom Buddhismus, von einer Erfahrungsreligion sprechen. Auch gibt es im Buddhismus keinen richtigen Gott, wie etwa im Christentum, und es existiert auch kein Paradies nach dem Tod. Nein, im Buddhismus gibt es nach dem Tod nur „Nichts“. Es ist nur nicht dieses „Nichts“, was wir eher als traurige Leere bezeichnen würden, würden wir nicht an den „Himmel“ glauben. Doch dazu später noch mehr!

Die Geschichte des Buddhismus

Der Buddhismus ist die Lehre von Siddharta Gautama, einem Hindu, der vor etwa 2500 Jahren lebte. Siddahrta soll als reicher Fürstensohn bis zu seinem 29. Lebensjahr ein  Leben in unglaublichem Luxus geführt haben. Doch als er mehrmals auf Spaziergängen die Unzufriedenheit der Armen und Schwachen wie auch der Reichen und Verwöhnten Menschen erkennt, macht ihn das sehr nachdenklich und er beschließt etwas gegen die Unzufriedenheit der Menschen zu tun. In der Meditation fand er nach buddhistischem Glauben einen Weg, sich von allem Leid zu befreien. Er führte ein bescheidenes Leben, bescherte seinen Mitmenschen nur Freude und Gutes und betrachtete alle Menschen und Dinge, ohne sie in irgendeiner Form zu bewerten. Das führte ihn zur wahren Erkenntnis aller Dinge. Damit war er der Buddha. Buddha heißt „der Erleuchtete“.

Was predigte Buddah seinen Anhängern?

Was Buddha seinen Zuhörern erzählt, klingt für viele Europäer bis heute seltsam. Denn einige Dinge, die im Christentum oder im Islam selbstverständlich sind, fehlen: Es gibt kein Paradies. Ja, es gibt nicht einmal einen allmächtigen Gott! Dafür spielt in Buddhas Lehre das Leiden eine große Rolle: alles Leben ist Leiden, lehrt er – denn es besteht aus Krankheit, Unglück und Schmerz. Buddhisten glauben außerdem an das Leben nach dem Tod, auch wenn es kein Paradies gibt. Ist das Leiden eines Buddhisten also für immer und unausweichlich? Nein, es gibt natürlich Methoden, sein Schicksal zu verbessern, z. B. indem man sich an folgende Regeln hält.

Stilisierte Buddha-Figur

Die fünf sittlichen Geboten eines jeden Buddhisten sind:

  1. Töte keine Lebewesen, weder Menschen, Tiere noch Pflanzen.
  2. Nimm nicht, was dir nicht zusteht, also stiehl nicht.
  3. Sei nicht unkeusch.
  4. Sprich nicht die Unwahrheit, verletze andere nicht durch Worte und führe keine sinnlosen Gespräche.
  5. Nimm keine berauschenden Mittel wie Alkohol oder Drogen, damit Geist und Verstand klar sind.

Wenn sich ein Buddhist an diese Gebote hält, stehen die Chancen für ihn gut, dass er im nächsten Leben beispielsweise nicht als Kamel, sondern als reicher Fürst wiedergeboren wird. Doch gibt es auch einen Weg, diesem ewigen Leiden (der Wiedergeburt) für immer auszuweichen?

Ja, da gibt es tatsächlich etwas und zwar den sogenannten „Edlen achtfachen Pfad der Erkenntnis“. Wenn es einem Buddhisten gelingt, sich an alle im edlen achtfachen Pfad der Erkenntnis verfassten Lebensregeln, neben den fünf sittlichen Geboten eines jeden Buddhisten, zu halten, wird er nach buddhistischem Glauben von seinem ewigen Leid befreit und erleuchtet, also ein Buddha. Er darf nun nach seinem Leben in der Mitte von Armut und Luxus, wie es Siddharta Gautama predigte, ins sogenannte Nirvana. Sein Geist muss deshalb nicht wieder auf die Erde zurückkehren. Während viele Christen auf ein Leben nach dem Tod im Himmel  hoffen, ist es für einen Buddhisten am besten nach dem Tod ins Nichts (Nirvana) zu kommen und erlöst, gleichzeitig erleuchtet, zu sein.

Dies sind die Regeln des Achtfachen Pfades der Erkenntnis:

  1. Bemühe dich um Weisheit und verhalte dich immer richtig.
  2. Sei gelassen und friedfertig.
  3. Lüge niemals.
  4. Tue keinem Lebewesen Böses und stiehl nicht.
  5. Schade niemandem und zerstöre nicht die Natur.
  6. Gib dir Mühe und erfülle deine Pflichten, auch in der Religion.
  7. Sei achtsam, denke und handle stets besonnen.
  8. Konzentriere dich, denke nach und meditiere.

Wie wird man Buddhist?

Es ist nicht möglich durch Taufe oder Salbung Buddhist zu werden. Es gibt nur eine wichtige Voraussetzung, nähmlich die grundlegenden buddhistischen Überzeugungen zu verstehen. Das soll helfen, sich zu entscheiden, ob der Buddhismus die richtige Religion für einen ist. Dann kann man den Buddhismus praktizieren und an jahrhundertealten Traditionen teilnehmen.

Thailändische Buddhisten beim rituellen Gebet

Buddhistische Tempel

Der buddhistische Tempel ist ein Ort, der die so genannten Drei Schätze, das heißt Buddha, Dahrma und Sangha, vereint. Buddhistische Tempel unterscheiden sich baulich nach Region und umfassen einen Gebäudekomplex einschließlich Gelände. Im Zentrum befindet sich ein Heiligtum (Stupa oder Kultblid des Buddah). Tempel dienen häufig als Kloster buddhistischer Mönche.

Buddhistische Symbole

Im Folgenden habe ich für euch einige der wichtigsten buddhistischen Symbole aufgelistet und sie kurz beschrieben.

Das Yin und Yang: Dieses setzt sich aus zwei Begriffen der chinesischen Philosophie, insbesondere des Daoismus zusammen. Der Daoismus ist eine chinesische Philosophie und Weltanschauung und wird als Chinas eigene und authentische  Religion angesehen. Die beiden Begriffe stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien. Ein weit verbreitetes Symbol des Prinzips ist das Taijitu, in dem das weiße Yang (hell, hart, heiß, männlich, aktiv, Bewegung) und das schwarze Yin (dunkel, weich, kalt, weiblich, passiv, Ruhe) gegenüberstehend dargestellt werden.

Der Sonnenschirm: Er kann Schutz vor Regen und Sonne, aber auch vor Leiden und bösen Kräften bieten.

Die zwei goldenen Fische: Sie sind neben Glück, Reichtum, Mut und Furchtlosigkeit auch ein Symbol für die beiden Flüsse Ganges und Yamuna.

Die Lotusblüte: Sie soll die gesamte Natur der Menschheit repräsentieren und wurde in vielen Lehren des Buddhismus verwendet.

  • Eine weiße Lotusblüte steht für mentale und spirituelle  Reinheit.
  • Eine pinke Lotusblüte steht für den traditionellen Buddah, während purpur für die Mystik steht.
  • Die rote Lotusblüte steht für Liebe und Mitgefühl.
  • Die blaue Lotusblüte steht für Weisheit.

Der Lotus repräsentiert dabei, wie wir unser Leiden überwinden, Klarheit, Schönheit und die Erleuchtung erreichen.

Das Banner des Sieges: der Dämon Mara stellt im Buddhismus Stolz, Lust und Leidenschaft dar. Das „Banner des Sieges“ repräsentiert, wie Buddha den Dämon besiegte – und soll daran erinnern, dass wir unseren Stolz und unsere Leidenschaft überwinden müssen, um erleuchtet zu werden.

Die Vase: Sie steht im Buddhismus für übermäßigen Reichtum, Wohlstand und Gesundheit, da man eine Vase mit den unterschiedlichsten Dinge befüllen kann, die mit der Erleuchtung einhergehen können.

Das Dharma Rad: Das Dharma Rad besitzt acht Speichen, welche den achtfachen Pfad der Erkenntnis repräsentieren. Dieses Sysmbol wird dabei oft verwendet, um Buddah selbst darzustellen und ist dabei zu einem nahezu universellen Symbol des Buddhismus geworden.

Der ewige Knoten: Er stellt dar, dass alles im Leben miteinander verbunden ist. Er kann aber auch Religion, Weisheit, Mitgefühl und Fragen symbolisieren, die zusammen eine Einheit schließen.

Die weiße Muschel: Die weiße Muschelschale bedeutet im Buddhismus den erfreulichen Klang die Lehre der Dharma. Wenn sie diese Lehre hören, so repräsentiert die weiße Muschel das Erwachen der Schüler und kann auch so viel wie das Erwachen der Menschen aus der Unwissenheit bedeuten.

Europa(wahl) aktuell: Die Zeitumstellung – weg damit?

Nervt es euch auch, wenn ihr beispielsweise im Radio hört, dass ihr mit eueren Eltern bald wieder alle Uhren im ganzen Haus umstellen müsst oder ihr nun wieder – wolltet ihr euren gewohnten Rythmus behalten – theoretisch ein halbes Jahr lang eine Stunde früher ins Bett und somit ebenfalls eine Stunde früher aufstehen müsst? Wenn dies der Fall ist, dann sollte euch die Nachricht, dass das Europäische Parlament die Zeitumstellung abschaffen möchte, sicherlich freuen.

Mit einer absoluten Mehrheit haben die Parlamentarier im Europaparlament schon für diese Abschaffung (Ziel: 2022) gestimmt, nun steht nur noch zur Debatte, ob die Winterzeit das ganze Jahr über gelten soll – oder eben die Sommerzeit.

Europa hat sehr wohl etwas mit uns allen zu tun, nicht nur, wenn es um die Zeitumstellung geht. Hier, im Europaparlament in Straßburg, sitzen die von den den europäischen Bürgerinnen und Bürgern gewählten Vertreter (Repräsentanten) und treffen Entscheidungen, die alle Europäer betreffen.

Vom 23.05. – 26.05.2019 findet die Europawahl statt!

Winterzeit würde bedeuten, dass man die Uhren am letzten Sonntag des Monats Oktober zurückstellt, also von 3:00 auf 2:00 Uhr. So wäre es morgens schon hell, allerdings abends schneller dunkel. Sommerzeit bedeutet das Gegenteil: man stellt folglich die Uhren am letzten Sonntag des Monats März wieder eine Stunde, von 2:00 auf 3:00 Uhr, vor. Somit ist es in der Früh noch dunkel, dafür aber am Abend länger hell.

Laut einer Umfrage der Krankenkasse, bei der über 10000 Menschen online ihre Stimme abgegeben haben, ist den Deutschen die Winterzeit mehrheitlich lieber. So stimmten 68 Prozent der Teilnehmer für die dauerhafte Winterzeit und nur 32 Prozent für die Beibehaltung der Sommerzeit. Das befürworten auch viele Experten, da die Winterzeit eher dem biologischen Tagesrhythmus entspricht. Doch die Deutschen müssen ihre Entscheidung mit umliegenden Ländern abstimmen, damit kein sogenannter Lückenteppich entsteht, der z. B. ein schlimmes Chaos beim Flugverkehr zur Folge hätte, da es in Österreich 5:00 Uhr, in Deutschland 6:00 Uhr, in der Schweiz 5:00 Uhr wäre. Das Verkehrsministerium hat zur Vermeidung des Lückenteppichs ein Koordinierungsprogramm vorgeschlagen. Dabei sollen Vertreter der europäischen Mitgliedsstaaten untereinander eine möglichst einheitliche Lösung für das Problem finden.

Müdigkeit: für viele ein Problem im Zuge der Zeitumstellung

Allgemein ist die Zeitumstellung  natürlich eine Umstellung auch für den Körper, beispielsweise wenn man von einem Tag auf den anderen plötzlich eine ganze Stunde weniger schlafen kann. Meine persönlichen Erfahrungen damit sind z. B. Müdigkeit oder Unkonzentriertheit. Dabei ist der Sinn der Zeitumstellung schon seit der Einführung umstritten. So konnte man beispielsweise nachweisen, dass man trotz der Vorteile der Winterzeit, also dass es am Morgen schon eher hell ist, kaum Energie spart und auch noch zusätzlich mehr heizt, wodurch der Energieverbrauch  merklich ansteigt.

Meiner Meinung nach wird es höchste Zeit, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird und deswegen hoffe ich, dass die Abgeordneten effektiv und kompromissbereit eine Lösung für die Frage nach der Sommer- bzw. Winterzeit finden und diese möglichst schon 2022 in Kraft treten wird.

Das Kriegerdenkmal in Landshut – was steckt hinter der auffälligen Statue?

Acht Meter hoch, drei Meter breit und mitten in der Landshuter Neustadt: wem würde es nicht auffallen? Seit 1928 steht das Kriegerdenkmal dort, damals hat ein bekannter Bildhauer namens Wilhelm Lechner die Statue für einen Wettbewerb kreiert und mit seiner Idee gewonnen. Seit so langer Zeit steht das Kriegerdenkmal nun schon an diesem Platz, doch seine eigentliche Aussage ist in Vergessenheit geraten. Wer weiß heute noch, welche politischen Botschaften, außer dem Gedenken an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges, dahinter stecken?

Das nachfolgende Bild zeigt das Kriegerdenkmal, welches übrigens vor kurzem erst restauriert wurde. Die Statue soll einen Baum, aus dem drei Figuren herauswachsen und eine, die oben auf ihm sitzt, darstellen. Der Baum „wächst“ auf einem treppenartigen Sockel, an dem eine weitere Person liegend eingraviert wurde. Inschriften wurden dort ebenfalls eingemeißelt und beziehen sich auf die Figuren.

„Die deutsche Eiche“ hat Kerben und alle Blätter sind abgefallen, was auf ihren leblosen Zustand hinweist. Der Baum ist tot und zerstört, wie das Deutsche Reich nach dem Ersten Weltkrieg.

Der Mann, der ganz unten aus dem Denkmal hervorragt, hält das Landshuter Wappen in Händen und sieht noch ziemlich jungenhaft aus. Er soll die jüngere Generation / die Söhne repräsentieren, die weiterhin bereit sein sollen, für ihr Land zu kämpfen, um es gegen andere zu verteidigen. Diese These belegt auch die Inschrift :

„DEN KÜNFTIGEN ZUR PFLICHT, DASS SIE DAS SCHILD DER HEIMAT IN EHREN TRAGEN WIE IHRE VÄTER.“

Die nächste Person ist eine Frau. Als Witwe hält sie eine Urne in den Händen, in der sich vermutlich die Asche ihres Mannes, der im Krieg gestorben ist, befindet. Ihr Blick ist auf den Boden gerichtet und zeugt von großer Trauer. So hat Wilhelm Lechner ihr den folgenden Text gewidmet:

„DEN TRAUERNDEN ZUM TROST: DER TEUREN ASCHE WIRD NIMMERMEHR VERGESSEN WERDEN“

Weiter oben ragt die nächste Figur aus dem Baum hervor. Der Mann ist gefesselt und trägt lediglich einen Umhang, wodurch sein nackter, abgemagerter Oberkörper zum Vorschein kommt. Er steht stellvertretend für die vielen Kriegsgefangenen, die während des blutrünstigen Kriegs leiden mussten.

„DEN LEBENDEN ZUR MAHNUNG: SPRENGT DIE KETTEN UND SEID FREI WIE SIE’S GEWOLLT“

Dieses Zitat bezieht sich indirekt auf den Versailler Vertrag. Das Abkommen beendete formal den Ersten Weltkrieg, doch dafür musste Deutschland einiges leisten. Erstens fühlten sich die Deutschen durch den Vertrag gedemütigt, da ihnen alleine die Schuld am Krieg gegeben wurde, wobei erwähnt werden muss, dass viele Länder damals nicht minder kriegerisch gesinnt waren und viele nur auf eine Gelegenheit gewartet hatten, dass ein anderes Land ihnen einen Grund zur kriegerischen Auseinandersetzung lieferte. Zweitens  hat das Ergebnis der Pariser Friedenskonferenzen Deutschland nach damaliger Anschauing „in Ketten gelegt“, wie die Figur, die aus der Statue herauswächst. Jener Vertrag besagt nämlich, dass die Deutschen viele wirtschaftlich wichtige Gebiete an die Alliierten abtreten mussten und auch noch Reparationen zu zahlen hatten, z. B. im Rahmen von Rohstofflieferungen an die Siegermächte. Diese empfundene ungerechte Behandlung, als große „Schmach“ oder auch „Schanddiktat von Versaille“ bezeichnet, machte viele Bürger sehr wütend und ließ den Wunsch nach einer Auflösung des Vertrags entstehen sowie die Wut auf die „Gegner“ neu entfachen. Jene Wut nutzte Hitler letztlich schamlos aus und machte die o.g. Forderungen zu einem seiner wichtigsten Wahlversprechen, was ihm zu großer Aufmerksamkeit und vielen Befürwortern verhalf.  Klar war den Leuten schon damals, dass die Revision des Versiller Vertrags nicht auf friedlichem Wege vonstatten gehen würde. Und viele wollten auch keine friedliche Lösung.

Die Person, die oben auf dem Baum sitzt (siehe Bild ganz unten), hat mehrere Pfeile in der Brust und ihre Hände sind in Ketten gelegt. Hättet ihr gedacht, dass diese Figur den Stadtheiligen Landshuts, Sebastian, darstellen soll? „Passenderweise“ ist er ebenfalls der Patron der Sterbenden und Soldaten.

Mich hat vor allem überrascht, wie viele Ideen und auf den ersten Blick nicht erkennbare politische Botschaften in diesem Denkmal stecken, denn die gigantische Statue sendet zwei verschiedene Botschaften aus:

  • einerseits dient sie Gedenkstätte der gefallenen Soldaten
  • andererseits steckt eine noch viel bedeutendere Botschaft verteckt in der in der Statue, nämlich die Forderung der Auflösung des Versailler Vertrags.

Auch aufgrund der Wut auf den Vertrag in der Bevölkerung hat Hitler so viele Anhänger gewonnen. Dies ist heutzutage nicht mehr recht „greifbar“, doch die Statue ist „Zeitzeuge“ und nach kritischer Auseinandersetzung damit durchaus auch Mahnmal für das Denken und die Empfindungen der damaligen Zeit.

Wilhelm Lechner, der Schöpfer des Denkmals, wurde in den 1920er-Jahren Anhänger der Nazionalsozialisten, was immer wieder auch Anstoß zur Diskussion über das Denkmal selbst gab.

Solltet ihr einmal selbst das Denkmal besichtigen wollen und es womöglich noch gar nicht kennen, hilft euch folgender Kartenausschnitt womöglich weiter:

Lexikonartikel: McDonald`s

Das erste McDonald´s Restaurant wurde am 15. Mai 1940 von den Brüdern Richard und Maurice McDonald in San Bernadino (Kalifornien) gegründet. So richtig  bekannt wurde das Unternehmen allerdings erst 1948, als die Brüder eine besonders schnelle Hamburgerzubereitung, das Speed-System, einführten und auf Selbstbedienung umstellten.

Neil Fox wurde 1953 erster Franchisenehmer (eine Mischung zwischen direktem Kauf und undirektem Kauf) der Geschwister und führte auch die „goldenen Bögen“ in das Konzept ein. Später kaufte Ray Kroc, der selbst als Milchshake-Mixer und Verkäufer bekannt war, den Brüdern ihr Unternehmen ab. Denn er war sehr von der Idee der Geschwister beeindruckt und sah etwas Großes in den jungen Unternehmen. Ray Kroc versuchte daraufhin seinem Kameraden aus dem Krieg, Walt Disney, von einer Eröffnung eines McDonalds-Restaurants in dessen gerade neu eröffnetem Disneyland zu überzeugen. Walt Disney lehnte allerdings ab.

Walt Disney, Kaufmann, Animator, Produzent, Direktor

Walt Disney, bekannt für seine unzähligen Zeichentrickschöpfungen, hatte kein Interesse an einem McDonald`s-Restaurant.

 

Als Disney ablehnte, eröffnete Kroc sein erstes eigenes Restaurant in Des Plaines (Stadt im Nordosten des US-amerikanischen Bundestaates Illinois).  Die ersten Franchisennehmer entstammten aus Krocs Freundess und Bekanntenkreis. Auch nach einigen Anfangschwierigkeiten (z. B. Unstimmigkeiten Krocs mit seinen Franchisennehmern) stand dem wachsendem Unternehmen nun nichts mehr im Weg und es mauserte sich in kürzester Zeit zu einer der umsatzstärksten Fast-Food-Ketten weltweit. McDonald´s wird heute auf einen Börsenwert von ca. 130 Milliarden US-DOLLAR geschätzt.

Strategische Partnerschaften mit anderen Großkonzernen sicherten die für diese Entwicklung wichtigen „Hamburger-Umsätze“ ab. Beispiele sind die Kooperation mit der Coca-Cola Company und die enge Beziehung zwischen McDonald’s und Disney. Letztere zeigt sich beispielsweise in den regelmäßigen Kooperationen, wie z. B. filmbezogenen Beigaben zu den HappyMeals und entsprechendem Werbematerial in den Filialen.

Der Vertrag mit den McDonald-Brüdern sah vor, dass Kroc für die Expansion der Kette zuständig war, während die Brüder die Kontrolle über die Produktion behielten und an den Gewinnen beteiligt waren. 1961 wurde Kroc zunehmend unzufrieden mit dieser Vereinbarung. Nach einigen Verhandlungen stimmten die inzwischen wohlhabenden McDonald-Brüder zu, die Rechte an der Marke McDonald’s für 2,7 Mio. US-Dollar an Ray Kroc zu verkaufen. Das Geld hierfür hatte Kroc von mehreren Investoren geliehen. Der neue Vertrag erlaubte den Brüdern, ihr Restaurant weiter „The Big M“ zu nennen. Es blieb geöffnet, bis Kroc die Brüder ausbootete, indem er ein McDonald’s-Lokal direkt auf der anderen Straßenseite eröffnete. Wenn die Brüder den ursprünglichen Vertrag beibehalten hätten, der ihnen 0,5 % der jährlichen Einnahmen der Kette garantierte, würden sie heute fast 180 Mio. $ pro Jahr erhalten. Krocs Firma hieß ursprünglich McDonald`s System Inc. wurde aber 1960 in McDonald´s Corporation umbenannt.

1977 schrieb Kroc seine Autobiographie „Grinding it out“. Darin findet sich über die Entstehung von McDonald´s folgender Satz:

„He either enchants or antagonizes everyone he meets. But even his enemies agree there are three things Ray Kroc does damned well: sell hamburgers, make money, and tell stories.“

Übersetzt heißt das soviel wie:

„Entweder er verzaubert einen oder stellt sich dir in den Weg. Aber sogar seine Feinde sind sich darüber einig, dass es drei Dinge gibt, die Ray Kroc verdammt gut macht: Hamburger verkaufen, Geld verdienen und Geschichten erzählen.“

Heute gibt es neben dem eigentlichen McDonald`s-Restaurant auch das McCaffé und den McDrive.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass McDonald`s eine Geschäftsidee ist, die seit Jahrzehnten viele nachgeahmt haben und die fest in die Esskultur in Amerika, später auch bei uns, eingegangen ist. Fast Food schmeckt vielleicht gut, sollte aber nicht die „Haupternährungsquelle“ sein, da es, wenn nicht in Maßen konsumiert, der Gesundheit nicht zuträglich ist.

Wer bestimmt, was „IN“ ist?

Viele tragen mittlerweile nur noch das, was gerade im Trend ist, auch wenn dieser Trend auf andere vielleicht etwas seltsam wirkt. Doch wer bestimmt eigentlich, was „IN“ ist?

Anders als manche vielleicht erwartet haben, sind es nicht die Designer oder Stylisten, die Einfluss darauf haben, was morgen von vielen getragen wird. Auch die Trendscouts haben damit eher weniger zu tun. Es sind die Modejournalisten und Chefredakteure großer Zeitungen und Magazine. Doch sie haben nicht nur auf den aktuellen Trend Einfluss, sondern auch auf die Karriere und somit den Erfolg eines Designers.

Vor allem Suzy Menkes, die Modekritikerin der International Herald Tribune, gilt als eine der mächtigsten Frauen in der Modewelt. Würde sie einmal etwas Schlechtes über eine der großen Modelabels schreiben, ist es sehr warscheinlich, dass deren Produkte nicht mehr so oft gekauft werden.

Doch fast noch wichtiger als Suzy Menkes ist Anna Wintour, die wohl einflussreichste Frau in der Fashionszene. Sie sitzt bei jeder Show immer in der ersten Reihe. Und das soll etwas heißen, denn dort sitzen nur die „Wichtigsten“. Anna ist die Chefredakteurin der amerikanische Vogue. Sie hat so viel Macht in der Welt der Mode, dass sie Nachwuchsdesigner innerhalb kürzester Zeit zu großen Stars machen kann. Sie ist zum Beispiel dafür bekannt, dass sie unter anderem die Karriere von Marc Jacobs und John Galliano gefördert hat und immer auf der Suche nach neuen Talenten ist.  Spätestens seit „Der Teufel trägt Prada“ sollte sie allen, die den Film gesehen haben, ein Begriff sein. Und das liegt nicht daran, dass sie in dem Film mitgespielt hätte, sondern daran, dass eine der Hauptrollen in dem Film der Chefredakteurin sehr ähnlich sieht. Jedoch war das höchstwahrscheinlich kein lustiger Zufall, sondern pure Absicht. Der Film basiert nämlich auf dem gleichnamigen Buch einer ehemaligen Assistentin von Anna Wintour. Sie erschien auch auf der Premiere des Films – und trug Prada. Jedoch wurde dies nie offiziel betätigt.

Die französische Kollegin Wintours (also die Chefredakteurin der französischen Vogue) heißt Carine Roitfeld und hat ebenfalls sehr großen Einfluss. Sie verhalf zum Beispiel gemeinsam mit Tom Ford dem damals verstaubten und altmodischen Label Gucci zu einem sensationellen Comeback und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, Gucci zu einer der markantesten und begehrtesten Marken der Modewelt zu machen.

Doch es müssen nicht unbedingt die Chefredakteure von Modemagazinen sein, die durch ihre Einflussnahme dafür sorgen, dass Menschen etwas „in“ finden. Ähnlich wie Suzy Menkes schreibt auch Cathy Horyn regelmäßig in einer bestimmten Zeitschrift über Mode, und zwar in der New York Times. Im Gegensatz zu den Modemagazinen sind Zeitungen wie die New York Times oder die International Herald Tribune unabhängiger von den Anzeigekunden und können sich deshalb auch eine kritische Berichterstattung über Mode-Schauen erlauben. Horyn hat auch einen Blog, in dem sie über Mode berichtet. Es ist schon vorgekommen, dass sie wegen ihrer negativen Kritik nicht zu Shows eingeladen wurde, doch das nimmt sie für ihre Unabhänigkeit in Kauf.

Lexikonartikel: Das bedingungslose Grundeinkommen (BGE)

Zur Zeit wird in der Politik über das BGE nachgedacht, doch was ist dieses bedingungslose Grundeinkommen eigentlich und was würde es für die Menschen in unserem Land bedeuten?

Wenn das BGE tatsächlich in Kraft treten würde, würde das den deutschen Sozialstaat voll und ganz umkrempeln. Es gäbe Deutschland, so wie wir es heute kennen, nur noch teilweise. Ein BGE würde bedeuten:

  • Jeder Bürger, egal ob er arbeitet oder nicht, bekommt einen bestimmten Geldbetrag. Dieser bleibt auch Kindern nicht verwährt.
  • Wie der Name schon sagt, ist das bedingungslose Grundeinkommen bedingungslos. So bekommt es jeder.
  • Es soll dazu dienen, die eigene Existenz sichern zu können.

Doch da ist dann noch die Frage nach der Finanzierung:

  • Der arbeitende Bürger würde mehr Steuern zahlen müssen, weil er ja für die nicht arbeitenden Bürger deren ,,Einkommen“ zahlen müsste.
  • Man könnte von den Reichen noch mehr Steuern einfordern. Wahrscheinlich würden die Reichen dann aberGeld im Ausland verwalten (lassen).  Der Vorschlag scheint wenig zielführend.

Was spricht überhaupt für das BGE?

Befürworter wie Götz Werner, Werner Althaus oder Katja Kipping betrachten es als Instrument der Befreiung, Anreiz zu Unternehmertum und Steigerung der Arbeitsmotivation, weil man seinen Traumberuf wählen könnte, ohne auf das Geld blicken zu müssen. Freiwillige Arbeit sei zudem sinnvoll, weil diese den Tagesablauf strukturiert.

Was spricht gegen das BGE?

Es gäbe mehr, die nicht mehr arbeiten gehen, weil sie ihr Leben auch ohne zusätzliches Gehalt finanzieren könnten. Weil der Job nicht mehr so viel Geld bringt, würden sich viele Leute nicht mehr ,,abrackern“ bzw. für ihren Beruf (und damit in der Regel auch nicht mehr für ein Unternehmen) einsetzen. Damit könnte die gesamte Wirtschaftskraft verloren gehen. Es besteht auch eine Gefahr, dass unbeliebte Berufe sogar aussterben könnten.

So viel Spaß wie im Bild könnte das Leben mit BGE machen. Zumindest befürchten Kritiker, dass viele Menschen dann keinen Sinn mehr in der Arbeit sehen würden.

Meine persönliche Meinung:

Ich selbst halte die Idee eines BGE für Unsinn, weil immer weniger Leute arbeiten würden,  wenn sie beispielsweise nur noch 500 € für einen harten, unbeliebten Job bekämen. Dann erhielten die Leute mit einem beliebten, ursprünglich vielleicht auch gut oder besser bezahlten Job irgendwann auch weniger Gehalt = weniger Leute gehen arbeiten.

Verrohte Sprache – Verrohte Menschen ?

Schimpfwörter begegnen uns immer häufiger im Alltag. Wir selbst benutzen sie nicht selten ganz ungezwungen, z. B. das Wort „Bitch“. Dass damit aber eine Frau oder ein Mädchen auf eine „läufige, räudige Hündin“ reduziert wird, ist wohl kaum einem bewusst. Auch wenn man zum Beispiel sein Handy herunterfallen lässt oder der Zug mal wieder Verspätung hat, kann einem durchaus der ein oder andere Kraftausdruck herausrutschen. Vor allem für Jugendliche zählen Schimpfwörter heutzutage zum normalen Sprachgebrauch. So kommt es auch vor, dass sich Jugendliche untereinander Schimpfwörter „an den Kopf schmeißen“, ohne wirklich darüber nachzudenken, was das in der anderen Person auslösen könnte.

Doch warum ist das so? Warum verwenden vor allem Jugendliche diese Formulierungen? Und welche Auswirkung hat eine aggressive Sprache?

Auf diese und weitere Fragen versuchte die Klasse 9c in einem Projekt vor Weihnachten eine Lösung zu finden. Das Projekt trug, wie die Überschrift schon sagt, den Titel „Verrohte Sprache – Verrohte Menschen?“ Die Schüler bekamen zu diesem Thema diverse Aufgaben gestellt, die sie in einem gewissen Zeitraum zusammen lösen sollten.

Schon am Anfang wurde der Kasse klar, dass es viele unterschiedliche Meinungen zu der Frage, was als verletzend oder ausgrenzend empfunden wird, gibt. Es stellte sich heraus, dass jeder eine andere Auffassung davon hatte, welche Schimpfwörter für einen persönlich schlimm sind und welche nicht und in welchem Kontext, also in welchem Zusammenhang (z. B. vor Lehrern oder im Freundeskreis) sie gesagt werden. An dieser Stelle darf an die Verleihung des Musikpreises „Echo“ erinnert werden, bei dem die Rapper Kollegah und Farid Bang ausgezeichnet wurden. Die Verleihung selbst löste einen großen Skandal aus, da viele Menschen, darunter auch andere Musiker, der Ansicht waren, dass die Texte der Rapper antisemitisch (im heutigen Sprachgebrauch „fremdenfeindlich) oder frauenverachtend seien und ein solcher Musikpreis deswegen unverdient wäre. Einige forderten  daraufhin eine allgemeine Diskussion darüber, „was als Provokation noch erträglich ist und was nicht.“ Hier zeigt sich bereits: die Meinungen gehen in der Öffentlichkeit ebenso auseinander wie in unserer Klasse.

Um auch die Ansichten Jugendlicher zum Thema „Schimpfwörter“ zu berücksichtigen, hat die Klasse 9c eine Umfrage in verschiedenen Jahrgangsstufen unseres Gymnasiums durchgeführt. Eine der wahrscheinlich wichtigsten Fragen lautete:

„Warum verwenden vor allem Jugendliche Schimpfwörter?“

Folgende Gründe wurden bei der Umfrage genannt:

  1. Fehlender Wortschatz (die Jugendlichen haben nicht genügend Vokabular, um ihre Gefühle auszudrücken)
  2. Alltagssprache unter Jugendlichen (aufgrund der sekundären Sozialisation innerhalb des Freundeskreises, der Schule oder der Peer-Group, bekommen Kinder und Jugendliche oftmals diese Wörter durch ihr Umfeld mit und übernehmen sie unreflektiert)
  3. Wut zum Ausdruck bringen
  4. Ziel, andere zu verletzen
  5. Eigene Schwächen kompensieren (also um von ihnen abzulenken, sie „auszugleichen“)
  6. Coolheit (die meisten Jugendlichen denken, dass es cool und modern ist, jene Formulierungen zu verwenden)
  7. Eigene Stärke besser zur Schau stellen

 

Bevor ihr weiterlest: nehmt bitte an unserer anonymen Umfrage teil:

 

Ihr kennt es bestimmt alle: Euch rutscht ein Schimpfwort vor euren Eltern heraus und diese erwidern entsetzt: „So etwas sagt man nicht!“ oder „Jetzt reiß` dich mal ein bißchen zusammen!“ Wahrscheinlich haben sich die ein oder anderen gefragt, warum ihre Eltern das besagte Wort so schlimm finden, immerhin wird es unter Freunden und Mitschülern täglich ganz ohne „Probleme“ benutzt. Warum empfinden also viele Erwachsene  die aggressive Sprache der Jugendlichen als schockierend? Das liegt daran, dass derbe Formulierungen  früher hauptsächlich noch nicht so verbreitet und gewöhnlich waren. Im Laufe der Zeit wurden jedoch viele neue Schimpfwörter, insbesonders aus dem Englischen, übernommen. Ein Grund dafür ist die zunehmende Globalisierung und der Einfluss aus Amerika – und damit der englischen Sprache. Dass unseren Eltern als Jugendliche  trotzdem nicht so oft ein deutsches Schwimpfwort herausgerutscht ist, ist der damals etwas strengeren Erziehung der Eltern und negativen Einstellung gegenüber beleidigenden Wörtern geschuldet. Letztlich sind Beschimpfungen ja immer, egal ob im Spaß oder Ernst, eben Beschimpfungen. Sie wurden im Laufe der Zeit sozusagen „salonfähig“ und hielten mit der Unterhaltungsbranche (die übrigens auch einen Jugendschutz kennt) Einzug in unseren Alltag.

Den meisten Teenagern ist  häufig gar nicht klar, was diese Wörter in der adressierten Person auslösen können.

Jeder fasst Schimpfwörter ganz anders auf. Deswegen hat sich die 9c auch mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkung denn überhaupt eine aggressive Sprache hat. Obwohl diese in der Umfrage explizit nicht vorkam, hat man versucht, es in der Klasse zu klären. Mit Hilfe unseres Schulpsychologen Herrn Merkel sind die Schüler letztendlich auf folgende mögliche Auswirkungen und Eigenschaften aggressiver Sprache gekommen.

Aggressive Sprache und Schimpfwörter können

  1. verletzen
  2. verwirren
  3. das Zusammenleben erschweren (Erziehung, Umgang, Zusammenhalt)
  4. Personen im Ganzen „(ent)werten“, nicht ein spezielles Verhalten – vgl. „Bitch“)
  5. Konflikte nicht lösen

Wut, Trauer, im schlimmsten Fall sogar Depressionen können in der betroffenen Person ausgelöst  werden. Zusätzlich nehmen viele bei häufiger Konfrontation mit Beleidigungen an, dass diese Schimpfwörter wirklich zutreffend sind, was zu einem verminderten Selbstwertgefühl besonders in Kinder- und Jugendjahren, in denen sich der Mensch noch in seiner geistigen und persönlichen Entwicklung befindet, führen kann. Aber auch die Abstumpfung und Toleranz gegenüber Schimpfwörtern und verrohter Sprache kann bewirken, dass man sie in unterschiedlichen Kontexten und bei Menschen verwendet, die ganz anders darauf reagieren, als man von seinem eigentlichen Umfeld, z. B. dem Freundeskreis, gewohnt ist. Diese Menschen finden dann eure Kraftausdrücke dann nämlich gar nicht lustig. Und weshalb sollten andere das lustig finden, was du und dein Clique lustig findet? Ist das vielleicht sogar Nötigung?

Das Projekt hat der gesamten Klasse zweifellos Nerven durch die vielen kleinen Meinungsverschiedenheiten geraubt, aber das Endergebnis sowie das neu erlangte Wissen über das Thema sind dafür umso gewinnbringender. Wir hoffen,dass wir euch auch einen kleinen Einblick in das brisante Dauerthema geben konnten und ihr, falls ihr es ohnenicht nicht jetzt schon tut, in Zukunft vielleicht weniger Schimpfwörter verwenden werdet – in eurem Interesse und im Interesse anderer. Zum guten Zusammenleben braucht es keine Schimpfwörter, wir können getrost auf sie verzichten!

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Anmerkung der Verfasserin: dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Sophia Häglsperger, 9c

Was ist eigentlich Politik?

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer ihrer vielen Reden. Der Inhalt ist manchmal für Laien nicht recht verständlich…

In unserem Alltag hören wir oft das Wort Politik und allerhand andere Begriffe, die damit zu tun haben. Eure Eltern diskutieren vielleicht beim Abendessen darüber oder im Radio kommt ein Beitrag über ein politisches Thema. Doch es ist keineswegs selbstverständlich, sich mit politischen Themen auszukennen. Deswegen möchte ich euch in meinem Artikel über die wichtigsten Begriffe in der Politik informieren, sodass ihr danach vielleicht mit euren Eltern mitreden könnt und nicht nur Bahnhof versteht.

Grundlegend ist es erst einmal zu verstehen, was Politiker sind, wie man die dahinter stehende verantwortungsvolle Aufgabe erlangen kann und wie man die Volksvertreter überhaupt wählen kann, die die Politik in einem Land steuern.

Politiker sind die Menschen, die wir z. B. alle 4 Jahre in den Bundestag wählen können. Jeder, der über 18 Jahre alt ist und sich für sein Land einsetzen will, kann Politiker werden. Wählen darf man übrigens auch erst ab 18 Jahren. Die Volksvertreter gehören unterschiedlichen Parteien an, zum Beispiel der CDU, SPD etc. So ist eine Partei verständlicherweise ein Zusammenschluss von Politikern mit den selben politischen Zielen. Wenn wir wählen, stimmen wir freilich nur für die Partei, die unsere Meinung am ehesten vertritt und somit beispielsweise im Bundestag, dem deutschen Parlament, Entscheidungen treffen soll. Wenn wir uns also indirekt im Staat einbringen möchten, gehen wir wählen.

Unsere Demokratie heißt „repräsentative Demokratie“, weil wir Volksvertreter, sog. Repräsentanten, auch Abgeordnete genannt, wählen, die unsere Interessen vertreten. Man kann übrigens auf kommunaler Ebene die Mitglieder im  Gemeinde- oder Stadtrat wählen, auf Landesebene den Landtag.

Der Bürgermeister, Landespräsident (Ministerpräsident) oder Bundeskanzler wird von der Regierungspartei gewählt. Im Rahmen gleicher, freier und geheimer (=demokratischen) Wahlen zum Bundestag dürfen alle Staatsbürger jeweils zwei Stimmen abgeben. Mit der ersten stimmt man für eine Partei und mit der zweiten für eine Person, die nicht zwangsweise der selben Partei angehören muss, die man mit der ersten Stimme gewählt hat. So kann man für die Person stimmen, die man am geeignetsten für die Vertretung eigener Interessen befindet. Je nachdem, wie hoch das Wahlergebnis einer Partei ausfällt, können auch Sitze im Gemeinderat, Stadtrat, Landtag oder Bundestag für die Politiker vergeben werden, die von der Bevölkerung am häufigsten gewählt wurden. Diese heißen Abgeordnete (= Repräsentanten). Im Landtag bzw. Bundestag schließen sich die Abgeordneten oft zu einer Fraktion zusammen, wenn sie die gleichen Interessen vertreten. Deswegen gehören die Mitglieder einer Fraktion meist der selben Partei an. Nun fragt ihr euch bestimmt, was eine Fraktion überhaupt bringt. Man bildet sie, um zusammen für eben diese gemeinsamen Ziele im Landtag bzw. Bundestag zu stimmen. Außerdem haben Fraktionen besondere Rechte, die ein einzelner Abgeordneter nicht hat: beispielsweise können sie neue Gesetze vorschlagen bzw. einreichen. Der Unterschied zu einer Partei ist also, dass Parteien eher die politische Zielrichtung festlegen, während es in Fraktionen um die Durchsetzung dieser Ziele geht. Eine Fraktion braucht mindestens 5% Stimmenanteil der Wähler, um überhaupt in ein Parlament einzuziehen. Diese Hürde nennt man 5%-Hürde.

Wie ihr sicherlich wisst, fanden in Bayern vor kurzem Landtagswahlen statt, im Rahmen derer vor allem die Grünen und die AfD punkten konnten. Die Grünen erzielten ein Ergebnis von fast 18%, das ist ungefähr das Doppelte im Vergleich zur letzten Wahl; die AfD vergrößerte die Anzahl ihrer Wähler in Bayern um 100%, da sie bei der letzten Landtagswahl in Bayern noch nicht angetreten war. Der große Verlierer war die SPD, die von der zweitstärksten Kraft auf Platz 5 abstieg. Da die CSU ihre absolute Mehrheit im Landtag verloren hat, musste sie mit einer anderen Partei koalieren, d.h. zusammenarbeiten. Die CSU und die Freien Wähler bilden zusammen eine neue Regierungskoalition. Doch was ist eigentlich eine Koalition und was bedeutet es, die absolute Mehrheit zu haben?

Die absolute Mehrheit erhält man, indem die Partei über 50% der Stimmen erhält. Durch diese Mehrheit hat man logischerweise auch über die Hälfte der Sitze im Landtag oder Bundestag, sodass die Partei alleine regieren kann. Doch diese Mehrheit hat die CSU nun in Bayern verloren. Deswegen muss sie sich nun mit einer anderen Partei zusammentun – den Freien Wählern eben. Man kann übrigens auch mehrere Parteien in einer Koalition zusammenbringen. Angedacht war das z. B. bei der letzten Bundestagswahl, als man lange überlegte, die sogenannte Jamaika-Koalition zu bilden, die nach den Farben der jamaikanischen Flagge benannt wurde, weil die Parteien in der Koalition, die CDU schwarz, die FDP gelb und die Grünen grün als „Parteifarbe“, haben. Doch die Koalitionsverhandlungen scheiterten, da sich die Parteien nicht darauf einigen konnten, welche Ziele sie im Bundestag durchsetzten wollten. Der Unterschied zwischen einer Koalition und einer Fraktion ist, dass eine Koalition zu Regierungszwecken gebildet wird und alle Mitglieder einer regierenden Partei Teil davon sind, aber nicht zwingend die selben Ziele wie ihre Koalitionspartner haben müssen, ganz im Gegensatz zu einer Fraktion, bei der sich nur Abgeordnete mit den gleichen Zielen zusammenschließen – in der Regel Politiker der gleichen Partei.

Der Landtag und der Bundestag setzen sich aus einer Regierungspartei (den Parteien mit einer absoluten Mehrheit) und der Opposition zusammen. Die Opposition ist eine Art „Gegenpol“ oder „Gegengewicht“ zu den regierenden Parteien und besteht aus allen anderen Parteien, die genügend Stimmen (über 5%) erhalten haben. Jetzt könnte man sich denken, dass die Opposition total unnötig ist, da die Parteien der Opposition ja nicht die absolute Mehrheit haben und somit ihre jeweiligen Ziele ohnehin nicht durchsetzten können. Die Opposition ist aber sehr wichtig. Sie vertritt häufig eine gänzlich andere Meinung als die Regierungspartei(en) und bringt politischen Gegenwind. Bei Debatten im Landtag oder im Bundestag kann die Opposition eine andere Sichtweise erläutern und wichtige Argumente einbringen, die vielleicht noch nicht beachtet wurden – oder sie bringt neue Lösungsvorschläge für Probleme ein, die aus o.g. „anderen“ Sichtweisen resultieren. Außerdem ist es die Pflicht der Opposition, die Regierungspartei  zu kontrollieren, damit ein Machtmissbrauch verhindert werden kann. Zudem haben Parteien mit mehr als 5% das Recht, politisch mitzuwirken und ihre Wählerinteressen zu vertreten.

Frag doch einfach Google: die Technik hinter der (einfachen) Suche

Jeder kennt die Situation: Wenn man heutzutage etwas nicht weiß, kommt natürlich keiner auf die Idee, in die Stadt zu fahren und in der Bibliothek nachzuschauen oder ein Sachbuch von daheim in die Hand zu nehmen. Auch wenn man vergessen hast, was „verrückt“ im Englischen heißt, wird man wahrscheinlich eher schnell zum Handy greifen als ein Wörterbuch in die Hand nehmen. Wenn man gerne wüsste, wie das Spiel „Deutschland“ gegen „Frankreich“ ausgegangen ist, rennst man nicht schnell zum Kiosk, um sich eine Zeitschrift zu besorgen oder ruft einen Freund an und fragt nach dem Ergebnis.

Nein…, man „googelt“ einfach und schnell nach dem gewünschten Ergebnis! Und in weniger als einer Sekunde kennt man es. Doch wem bzw. was hat man das eigentlich zu verdanken? Und wie funktioniert das Ganze überhaupt?

Zu aller Anfang wollen wir erst einmal die Frage klären, wer Google überhaupt erfunden und gegründet hat. Google wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin in Kalifornien gegründet. Erfunden wurde die Suchmaschine jedoch schon 1996, ebenfalls von Larry Page und Sergey Brin. Damals hieß es noch BackRub, doch seit dem 15. September 1997 ist die Suchmaschine unter dem Namen Google bekannt.

Google ist irgendwie ein seltsamer Name oder? Wer sich den wohl ausgedacht hat? Ob ihr es glaubt oder nicht: es wahr ein neunjähriger Junge! Der Kleine hieß Milton und war der Neffe von Edward Kasner, einem US-Mathematiker. Milton hat aber nicht direkt den Namen „Google“ erfunden. Sein Onkel Edward hatte ihn dazu aufgefordert ein Wort für eine Eins mit hundert Nullen zu finden. Der Junge entschied sich für Googol. Davon stammt der uns heute bekannte Begriff Google.

Mit Google kann man ja nach allem, wirklich allem suchen. Wenn du jemanden in Deutschland fragst, ob er Google kennt, wird er sehr wahrscheinlich ja sagen. Doch wie sieht das in anderen Ländern aus? Auf jeden Fall müssen die Kalifonier die Suchmaschine kennen, denn in ihrem Land liegt ja der Ursprung. Tatsächlich ist Google auf der ganzen Welt verbreitet, in manchen Ländern mehr, in manchen weniger.

Aber wie funktioniert Google überhaupt? Das Ziel von Google ist eigentlich, alle Nutzer zufriedenzustellen. Man soll also nicht stundenlang nach etwas suchen müssen, sondern am besten gleich bei den ersten Malen etwas Brauchbares finden. Damit das aber auch wirklich klappt, muss ja jemand oder etwas die ganzen Angebote unter die Lupe nehmen, um zu überprüfen, ob der Inhalt auch dem Gesuchten entspricht. Da dieser Job viel zu anspruchsvoll für uns Menschen wäre, übernehmen das sog. Googlebots, auch Crawler oder Spider genannt, die – als Art Software programmiert – durch das Netz surfen und permanent Seiten durchleuchten. Vor ein paar Jahren waren das täglich mehrere Milliarden Websites. Also könnt ihr bei einer Googlesuche nur das sehen, was von den Googlebots davor überprüft / erfasst, auch indexiert genannt, wurde. Ganz oben links auf der Such-Website könnt ihr dann auch sehen, wie viele Texte zu dem gesuchten Thema indexiert wurden.

Doch das ist noch längst nicht alles. Nachdem die Bots ihre Arbeit getan haben, müssen die Websites natürlich nach ihrer Relevanz, also ihrer Wichtigkeit, überprüft werden. Denn wenn wir zum Beispiel etwas suchen, wollen wir, dass die Seite, die uns dazu am meisten Informationen bietet, ganz oben steht. Der Prozess der „Relevanz-Überprüfung“ wird Ranking genannt. Dabei kommt der berühmte, teilweise auch gefürchtete Google-Algorithmus ins Spiel. Darunter kann man zunächst einfach die Sammlung aller Kriterien verstehen, die einen Text – bezogen auf ein Keyword (Suchwort) – für Google zu relevantem Content (Inhalt) machen. Wichtig ist, dass das Keyword sehr oft ihm Text vorhanden ist, vor allem am Anfang, in der Mitte und am Schluss. Ebenfalls wichtig ist, dass das Wort auf der Seite verlinkt ist. Zu guter Letzt sollte das Keywort am besten in der Überschrift oder dem ersten Satz vorhanden sein. Falls all diese Kriterien erfüllt werden, kann es gut sein, dass die Websites als eine der ersten erscheint. Google arbeitet fortwährend an der Verbesserung der Kriterien, deshalb wird die Website, die aufgrund des zugrundeliegenden Algorithmus` an oberster Stelle auftaucht, oft nochmals genau überprüft. Das muss jedoch nicht heißen, das die Websites auf den zweiten und dritten Plätzen keine brauchbaren inhaltlichen Treffer liefern.

In der folgenden Doku erfahrt ihr noch mehr über die Suchmaschine:

Netflix: FSK immer berechtigt?

Pretty Little Liars, Vampire Diaries, Stranger Things oder Riverdale: Wir alle kennen sie oder haben zumindest schon einmal von einer von ihnen gehört. Es handelt sich um Serien. Als Riverdale-Fan habe ich mich gefragt, mit welcher FSK denn nun diese Staffel versehen wird. Doch der Reihe nach: was bedeutet FSK eigentlich genau?

Die Abkürzung FSK steht für Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Wie der Name schon sagt, ist es freiwillig, das heißt man muss selber wissen, ob man dem Inhalt des Filmes oder der Serie gewachsen ist. Die FSK-Kennzeichnung ist lediglich ein Hinweis, um beispielsweise bei Serien mit Kennzeichnung eines höheren Alterslevels als des eigenen noch einmal zu überdenken, ob man sich den Inhalt dieser Serie bzw. eines Films zutraut.

An dieser Stelle fragt sich wohl schon so mancher: „Woher soll ich das wissen, bevor ich die Serie gesehen habe?“ Normalerweise ist bekannt, wie „brutal“ oder „harmlos“ eine Serie ist. Daran kann man sich also orientieren, im Internet recherchieren oder jemanden fragen. Überlege dir also, ob du nicht manchmal einfach nur nach Ausreden suchst, um vor dir selbst begründen zu können, warum du eine Serie ansiehst, obwohl du weißt, dass sie für dein Alter nicht geeignet ist.

Während im öffentlichen Raum das Jugendschutzgesetz dafür verantwortlich ist, prüfen einige Online-Anbieter wie Netflix  ihren Inhalt selbst. Sie verpflichten sich also zu keiner freiwilligen Selbstkontrolle, müssen jedoch bei FSK-geprüften Inhalten die Altersfreigabe gut sichtbar veröffentlichen. Schaut man aber eine Netflix- Eigenproduktion, so fehlt in der Regel jede Altersangabe zur Orientierung. Allgemein ist die Altersfreigabe, die Netflix oder auch beispielsweise Amazon Prime vor allem bei Serien angeben, oft umstritten. Des öfteren gab es Fälle, in denen eine Serie für „brutaler“ gehalten wurde, als sie es eigentlich war und zum Beispiel mit dem FSK-16-Logo ausgezeichnet wurde. Es gab aber auch Fälle, in denen die Serie als viel zu harmlos eingestuft wurde.

Ein Beispiel: bei der Netflix-Eigenproduktion „Tote Mädchen lügen nicht“ oder im Originaltitel „13 reasons why“ gehen die Meinungen zur Altersfreigabe auseinander.

„Tote Mädchen lügen nicht“ handelt von einem Mädchen namens Hannah Baker, die Selbstmord begeht und ihren Mitschülern 13 Kassetten mit Gründen ihrer Entscheidung hinterlässt. Bereits die erste Staffel hat für Aufsehen gesorgt. Viele haben vor den „jugendgefährdenden Inhalten“ der Serie gewarnt. Ärzte, Psychologen und Jugendschutzverbände kritisieren in der Serie den Umgang mit dem Thema Mobbing. Außerdem würde der Selbstmord hier verharmlost werden. Zusätzlich wird den Kindern empfohlen, die Serie ohne elterliche Begleitung nicht anzusehen, da auch unter anderem eine Vergewaltigungsszene gezeigt wird.

Andere bewerten die Serie als positiv, da hier offen über Mobbing und sexuellen Missbrauch gesprochen wird und es vielleicht manchen Opfern dann leichter fällt, das Geschehnis zu  verarbeiten oder damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Außerdem sei die Serie spannend gemacht und auch mit einem guten Soundtrack versehen. Man will bis zum Ende wissen, wie es weitergeht , wer von den Mitschülern denn jetzt ein dunkles Geheimnis in sich trägt und wer sich nun insgeheim wegen Hannahs Tod schuldig fühlt.

Netflix hat nach diversen Beschwerden eine Kindersicherung für alle Zuschauer unter 16 Jahren einrichten lassen. Das hat die Gemüter dann auch weitgehend beruhigt. Jedoch gibt es, wie oben schon erwähnt, immer noch unterschiedliche Meinungen, was Inhalt und Bewertung nach Alter betrifft.

Meiner Meinung nach ist es sehr schwierig, die FSK-Siegel so zu vergeben, dass jeder damit zufrieden ist. Jeder Mensch „tickt“ anders und nimmt das veranschaulichte Material  nicht gleich wahr. Für manche ist es (erschreckenderweise) überhaupt kein Problem, wenn im wahrsten Sinne des Wortes Köpfe rollen, andere wiederum zucken schon zusammen, sobald jemand aus Versehen die Treppe herunterfällt. Klar, es gibt sicherlich manch umstrittene Fälle, aber letztlich können die Anbieter, so denke ich zumindest, es nicht immer allen Recht machen.

Also gilt: wir sind selbst für uns verantwortlich!

Man sollte sich nicht einfach Dinge ansehen, ohne vorher über die Altersfreigabe nachgedacht oder sich über einen Film oder eine Serie informiert zu haben. Altersempfehlungen sind, anders als bei Büchern, aus gutem Grund verbindlicher bei Filmen und Serien. Im Buch stellt man sich die Dinge zwar auch bildlich vor, ist aber „im Kopf“ flexibel. Manches kann man sich auch glücklicherweise nicht so gut vorstellen – zumindest dann nicht, wenn man es nicht vorher schon in bewegten Bildern gesehen hat.

Filme und Serien zeigen uns vorgefertigte Bilder; man kann im wahrsten Sinne des Wortes nicht „aus“ und muss es so „akzeptieren“, wie es gezeigt wird. Nicht umsonst warnen Psychologen und Eltern vor gewissen Inhalten, weil sie wissen, dass sie den Kindern und Jugendlichen schaden können (Ängste, Albträume, Abstumpfung gegen Gewalt, Nachahmung etc.).

Hat man das empfohlene Alter erreicht, heißt das übrigens noch lange nicht, dass man sich alles ansehen muss, was für das eigene Alter (nun) geeignet ist. Natürlich ist der Reiz oft größer als das Bewusstsein für die Gefahren. Dennoch gilt: erwachsen sein zu wollen, heißt auch, erwachsen mit sich selbst umzugehen. Und dazu gehört letztlich auch, seinen eigenen Weg zu gehen, ohne das zu tun, was viele andere machen!