Das Kriegerdenkmal in Landshut – was steckt hinter der auffälligen Statue?

Acht Meter hoch, drei Meter breit und mitten in der Landshuter Neustadt: wem würde es nicht auffallen? Seit 1928 steht das Kriegerdenkmal dort, damals hat ein bekannter Bildhauer namens Wilhelm Lechner die Statue für einen Wettbewerb kreiert und mit seiner Idee gewonnen. Seit so langer Zeit steht das Kriegerdenkmal nun schon an diesem Platz, doch seine eigentliche Aussage ist in Vergessenheit geraten. Wer weiß heute noch, welche politischen Botschaften, außer dem Gedenken an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges, dahinter stecken?

Das nachfolgende Bild zeigt das Kriegerdenkmal, welches übrigens vor kurzem erst restauriert wurde. Die Statue soll einen Baum, aus dem drei Figuren herauswachsen und eine, die oben auf ihm sitzt, darstellen. Der Baum „wächst“ auf einem treppenartigen Sockel, an dem eine weitere Person liegend eingraviert wurde. Inschriften wurden dort ebenfalls eingemeißelt und beziehen sich auf die Figuren.

„Die deutsche Eiche“ hat Kerben und alle Blätter sind abgefallen, was auf ihren leblosen Zustand hinweist. Der Baum ist tot und zerstört, wie das Deutsche Reich nach dem Ersten Weltkrieg.

Der Mann, der ganz unten aus dem Denkmal hervorragt, hält das Landshuter Wappen in Händen und sieht noch ziemlich jungenhaft aus. Er soll die jüngere Generation / die Söhne repräsentieren, die weiterhin bereit sein sollen, für ihr Land zu kämpfen, um es gegen andere zu verteidigen. Diese These belegt auch die Inschrift :

„DEN KÜNFTIGEN ZUR PFLICHT, DASS SIE DAS SCHILD DER HEIMAT IN EHREN TRAGEN WIE IHRE VÄTER.“

Die nächste Person ist eine Frau. Als Witwe hält sie eine Urne in den Händen, in der sich vermutlich die Asche ihres Mannes, der im Krieg gestorben ist, befindet. Ihr Blick ist auf den Boden gerichtet und zeugt von großer Trauer. So hat Wilhelm Lechner ihr den folgenden Text gewidmet:

„DEN TRAUERNDEN ZUM TROST: DER TEUREN ASCHE WIRD NIMMERMEHR VERGESSEN WERDEN“

Weiter oben ragt die nächste Figur aus dem Baum hervor. Der Mann ist gefesselt und trägt lediglich einen Umhang, wodurch sein nackter, abgemagerter Oberkörper zum Vorschein kommt. Er steht stellvertretend für die vielen Kriegsgefangenen, die während des blutrünstigen Kriegs leiden mussten.

„DEN LEBENDEN ZUR MAHNUNG: SPRENGT DIE KETTEN UND SEID FREI WIE SIE’S GEWOLLT“

Dieses Zitat bezieht sich indirekt auf den Versailler Vertrag. Das Abkommen beendete formal den Ersten Weltkrieg, doch dafür musste Deutschland einiges leisten. Erstens fühlten sich die Deutschen durch den Vertrag gedemütigt, da ihnen alleine die Schuld am Krieg gegeben wurde, wobei erwähnt werden muss, dass viele Länder damals nicht minder kriegerisch gesinnt waren und viele nur auf eine Gelegenheit gewartet hatten, dass ein anderes Land ihnen einen Grund zur kriegerischen Auseinandersetzung lieferte. Zweitens  hat das Ergebnis der Pariser Friedenskonferenzen Deutschland nach damaliger Anschauing „in Ketten gelegt“, wie die Figur, die aus der Statue herauswächst. Jener Vertrag besagt nämlich, dass die Deutschen viele wirtschaftlich wichtige Gebiete an die Alliierten abtreten mussten und auch noch Reparationen zu zahlen hatten, z. B. im Rahmen von Rohstofflieferungen an die Siegermächte. Diese empfundene ungerechte Behandlung, als große „Schmach“ oder auch „Schanddiktat von Versaille“ bezeichnet, machte viele Bürger sehr wütend und ließ den Wunsch nach einer Auflösung des Vertrags entstehen sowie die Wut auf die „Gegner“ neu entfachen. Jene Wut nutzte Hitler letztlich schamlos aus und machte die o.g. Forderungen zu einem seiner wichtigsten Wahlversprechen, was ihm zu großer Aufmerksamkeit und vielen Befürwortern verhalf.  Klar war den Leuten schon damals, dass die Revision des Versiller Vertrags nicht auf friedlichem Wege vonstatten gehen würde. Und viele wollten auch keine friedliche Lösung.

Die Person, die oben auf dem Baum sitzt (siehe Bild ganz unten), hat mehrere Pfeile in der Brust und ihre Hände sind in Ketten gelegt. Hättet ihr gedacht, dass diese Figur den Stadtheiligen Landshuts, Sebastian, darstellen soll? „Passenderweise“ ist er ebenfalls der Patron der Sterbenden und Soldaten.

Mich hat vor allem überrascht, wie viele Ideen und auf den ersten Blick nicht erkennbare politische Botschaften in diesem Denkmal stecken, denn die gigantische Statue sendet zwei verschiedene Botschaften aus:

  • einerseits dient sie Gedenkstätte der gefallenen Soldaten
  • andererseits steckt eine noch viel bedeutendere Botschaft verteckt in der in der Statue, nämlich die Forderung der Auflösung des Versailler Vertrags.

Auch aufgrund der Wut auf den Vertrag in der Bevölkerung hat Hitler so viele Anhänger gewonnen. Dies ist heutzutage nicht mehr recht „greifbar“, doch die Statue ist „Zeitzeuge“ und nach kritischer Auseinandersetzung damit durchaus auch Mahnmal für das Denken und die Empfindungen der damaligen Zeit.

Wilhelm Lechner, der Schöpfer des Denkmals, wurde in den 1920er-Jahren Anhänger der Nazionalsozialisten, was immer wieder auch Anstoß zur Diskussion über das Denkmal selbst gab.

Solltet ihr einmal selbst das Denkmal besichtigen wollen und es womöglich noch gar nicht kennen, hilft euch folgender Kartenausschnitt womöglich weiter:

Aufbruch zum Mars!?

Schon in den 1960er-Jahren überlegte man, wie man bemannt zum Mars kommen kann. Damals hatte man die Idee, eine Rakete zu bauen, die mit Atombomben betrieben wird. Die Forscher dachten, wenn man eine kleine Atombombe nach der anderen zünden würde, wäre die freigesetzte Energie so groß, dass man damit bis zum Mars käme.

Das stimmt ja eigentlich, aber das Projekt wurde deshalb nicht verwirklicht, da das Risiko eines Raketenabsturzes zu groß gewesen wäre. Die Folgen für Umwelt (und damit die Menschen auf der Erde) wären katastrophal ausgefallen. Außerdem durfte man den Antrieb erst zünden, wenn man im Weltraum war.

Modernere Ansätze zu bemannten Marsflügen haben sich heute durchgesetzt. So gibt es auch einen Gedanken, auf dem Mond eine Startrampe zu bauen, da man von dort, wegen der geringen Anziehungskraft, weniger Treibstoff braucht, um zu starten. Aber erst einmal muss man überhaupt dort hin kommen.

Eines der heutigen Probleme, gerade auch in Verbindung mit dem Hinflug zum Mars, ist der Treibstoff. Der Treibstoff wäre nämlich bei Landung auf dem Mars aufgebraucht. Viele Forscher arbeiten nun daran, Wege zu finden, wie man wieder zurückfliegen kann. Man könnte zum Beispiel den Wasserstoff der Sauerstofferzeugung nutzen, um einen Antrieb zu betreiben. Es wird aber auch nach weiteren Treibstoffmöglichkeiten gesucht.

Andere Probleme bereiten die fehlende Anziehungskraft auf dem Mars und die Weltraumstrahlung während des Flugs.

Zur fehlenden Anziehungskraft im All ist zu sagen, dass der menschliche Körper dafür nicht gemacht ist. Er muss sich zunächst einmal überhaupt an den Weltraum gewöhnen. Die ersten Tage ist der Kopf ganz rot, außerdem kann man sich erst einmal nicht orientieren, außerdem bauen sich die Muskeln ab, das Gehirn schrumpft und die Sehfähigkeit lässt nach. Eine derart lange Reise zu unternehmen, ist also eine enorme Strapaze für den Körper, wobei die Folgen nicht abzusehen sind. So müssen auch Astronauten im All, die nicht so weit von der Erde entfernt sind, jeden Tag trainieren. Andernfalls kann es passieren, dass man sich nicht mehr auf den Beinen halten kann, wenn man zur Erde zurückkehrt.

Die Strahlung bereitet den Wissenschaftlern ebenfalls Sorgen. Wir auf der Erde werden von einem schützenden Magnetfeld umgeben. Wenn das nicht so wäre, wären wir nicht auf diesem Planeten. Es gäbe z. B. extrem viele Krebsfälle und Pflanzen würden nicht wachsen. Kurzum: ohne das Magnetfeld gäbe es kein Leben auf der Erde!

Wäre denn Leben auf dem Mars möglich?

Da der Mars wegen seiner geringen Gravitationskraft nur einen dünne Atmosphäre halten kann, ist der Atmosphärendruck sehr niedrig, somit kann Wasser nicht in flüssiger Form auf der Marsoberfläche existieren, ausgenommen kurzzeitig in den tiefstgelegensten Regionen.

Möglich wäre allerdings, eine Basis unterirdisch in einem alten Lavatunnel zu errichten. Das senkt die Strahlung enorm und man wäre vor schlimmen Sandstürmen einigermaßen geschützt.

Feststeht, dass in 1,5 km Tiefe ein Unterwassersee mit einen Durchmesser von 20 km und sehr salzigem Wasser oder sehr wässrigen Schlamm existiert.  Außerdem gibt es an den Polkappen des Mars gefrorenes Kohlendioxid und Wassereis. Somit könnte man das Wasser, als Quell allen Lebens, ggf. herausfiltern. All dies steht aber sprichwörtlich noch in den Sternen. Allerdings kommt die Forschung immer weiter voran und nicht in all zu ferner Zukunft wird es so weit sein und die erste bemannte Raumkapsel macht sich für weitere Erkundungen auf – in Richtung Mars!

 

 

Legenden und Mythen über Sternbilder

Jede Nacht sehen wir den Sternenhimmel, der uns so dunkel, schön und (un)heimlich erscheint. Immer mehr erfahren wir über das Universum, immer mehr wollen wir wissen, was in unserem Universum los ist. Wir schauen den Sternenhimmel an und machen uns Gedanken, ob es dort, im Dunkeln, wirklich Leben gibt. Diese Frage können wir leider nicht klären, dafür aber die Bedeutung von Sternbildern. Die wichtigsten bzw. bekanntesten findet ihr in diesem Artikel.

Wenn man den Sternenhimmel betrachtet, kann man auch verschiedene Sternbilder wie z. B. Skorpion oder Pfeil erkennen. Manche Menschen sind überzeugt davon, dass die Sternbilder unser Leben prägen können, die Wissenschaftler aber widersprechen diesen Ansichten. In der Antike aber, vor allem in Griechenland, haben die Menschen über verschiedene Sternbilder verschiedene Mythen und Legenden gebildet, weil sie dafür, im Gegensatz zu heute, keine Erklärung hatten. Wir haben diese Erklärungen.

Orion

Orion war in der griechischen Sage ein besonders großer Jäger. Meist wird er mit seinem Schild nach Westen dargestellt, um den kräftigen Stier abzuwehren. Doch Orion kämpfte der Sage nach nicht nur mit wilden Tieren und Menschen, er interessierte sich auch für schöne Mädchen. So stellte er den Plejaden, den sieben Töchtern des Riesen Atlas nach, bis diese Zeus anflehten, sie vor den Verfolgungen des Orion zu retten. Zeus setzte daraufhin sowohl die Plejaden als auch Orion an den Himmel, wo er ständig hinter den Plejaden hinterherlaufen muss, ohne sie jemals zu erreichen.

Der Orionnebel – unwirklich und wunderschön. Darin jagt Orion wohl noch heute schöne Mädchen…

Drache

Der Drache bewachte in der griechischen Sage die goldenen Äpfel der Hesperiden. Niemand konnte den Drachen bezwingen. Erst Herkules, der mit seiner gewaltigen Keule nach langen Irrfahrten den von Hera gepflanzten Baum erreicht hatte, konnte ihn erschlagen. Er nahm die Äpfel an sich und brachte sie zurück zu Eurystheus, dem er damit den Beweis für die Lösung seiner letzten Aufgabe lieferte. Die Göttin Hera versetzte den Drachen zum Dank für sein Wächteramt an den Himmel.

Großer Bär

Einer Sage nach ist die große Bärin die Nymphe Callisto, ein wunderschönes Mädchen, in die sich der höchste Gott Zeus verliebte. Seine Frau, die Göttermutter Hera, war darüber so erzürnt, dass sie Callisto in eine Bärin verwandelte und in die Wälder Arkadiens trieb. Sie setzte ihr so zu, daß sich Zeus schließlich ihrer erbarmte und sie an den Himmel setzte, als Sternbild Große Bärin – ein zirkumpolares Sternbild, das niemals untergeht (also immer sichtbar ist), sodass Zeus Callisto während des ganzen Jahres vor Augen hatte.Jungfrau, Bärenhüte, Jagdhunde und kleiner Wagen

Hinter dem Ochsentreiber (Bootes, Bärenhüter) verbirgt sich der Sage nach ein Mann mit dem Namen Ikarios, dem die Götter einst den Wein schenkten. Mit dem neuen Getränk zog er auf einem Ochsenkarren durch die Lande und bot den Menschen davon an. Da sie aber den Wein nicht kannten, dachten sie, Ikarios wollte sie vergiften, und sie erschlugen ihn. Erst später merkten sie, was für ein schönes Getränk er ihnen in Wirklichkeit gebracht hatte und sie bereuten ihr Verbrechen sehr. Bald darauf kam die Tochter des Ikarios auf der Suche nach ihrem Vater in die Gegend und erfuhr von seinem traurigen Schicksal. Sie weinte sehr und die Götter erbarmten sich ihres getöteten Vaters als auch seiner jungfräulichen Tochter und machten sie zu Sternbildern; sogar der Wagen, mit dem der Ochsentreiber Ikarios durch die Lande gezogen war, bekam seinen Platz am Himmel, als Sternbild Kleiner Wagen. Da die Tochter des Ikarios einen Strauß von Kornähren bei ihrer traurigen Suche nach ihrem Vater mit sich getragen hatte, erhielt der hellste Stern des Sternbildes Jungfrau den Namen Spica, was übersetzt „Ähre“ bedeutet. Eine andere Sage berichtet, daß der Bärenhüter mit den Jagdhunden die Bären bewacht haben soll.

Groß ist der Weltraum, noch größer die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, also nach (neuen) Sternbildern. In unseren Breitengraden lassen sich viele der oben erwähnten allerdings gut entdecken.

Propiert es selbst aus!

Nun wisst ihr ein bisschen mehr über unsere Sternbilder und die zugrunde liegenden Mythen, trotzdem wissen wir immer noch sehr wenig von dem, was im Dunkeln des Universums steckt. Aber das ist eine andere Frage!

Den Horizont erweitern…

Fällt dir an diesem Bild etwas auf?

Das Spiel mit den Sonnenstrahlen verleiht der Szene etwas Magisches, Großes, gar göttlich Erhabenes. Daneben bzw. dahinter können wir aber auch etwas ganz „Irdisches“ erkennen, etwas, was wir alle kennen: am Horizont findet sich der Kühlwasserturm des Atomkraftwerks bei Landshut. Doch von wo aus hat man einen so weiten Blick bis nach Landshut? Die Alpen können es wohl nicht sein, die liegen schließlich südlich von uns.

Wenn du magst, kannst auch du deinen Horizont nochmals erweitern, wenn dein / euer nächstes Ausflugsziel z. B. zum Wandern der Bayerische Wald ist. Dort kannst du u.a. auf den Hirschenstein gehen (eine gemütliche, nicht zu anspruchsvolle Tour von etwa zwei Stunden und nahe an der Autobahn). Von dort aus hast du dann auch bei klarem Wetter einen guten Blick in die Weite – und nach Landshut.

Man erreicht den Bayerischen Wald am einfachsten über die Autobahn A92 in Richtung Deggendorf (östlich von LA, ca. 80 km). Dort endet auch die A92 und schon seid ihr mittendrin – und das nach einer Fahrzeit von nur etwa einer Stunde. Hier zweigt sich am Kreuz Deggendorf übrigens die A3 ab. Auf ihr kommt ihr nördlich nach Regensburg und südlich nach Passau.

Blick vom Hirschenstein aus auf den „Rauhen Kulm“ (zwischen Straubing und Deggendorf bei der Autobahn A3). Würde man den Blick nach rechts wenden, könnte man die Stadt Landshut in der Ferne entdecken.

Auch Skifahren kann man im Bayerischen Wald. Besonders die Arberregion ist äußerst beliebt. Direkt dahinter geht der Bayerwald in den Böhmerwald (Tschechien) über. Die beiden Mittelgebirge zusammengenommen ergeben das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas!

Weitere Infos zum Bayerischen Wald findest du im nachfolgenden Link und in den Videos weiter unten. Hier sollte für jeden etwas dabei sein und vielleicht machst du mit Freunden oder zusammen mit deiner Familie einmal einen Ausflug in den Osten unserer niederbayerischen Heimat. Es lohnt sich!

https://www.bayerischer-wald.de/Urlaubsthemen/Wandern

Neujahr in China

China ist ein Land voller Traditionen und Festen. Heute erfahrt ihr mehr über ein großes Fest: das chinesische Neujahrsfest.

Der Löwentanz ist fester Bestandteil des chinesischen Neujahrsfests

Chinesisch-Neujahr ist sehr besonders, niergendwo wird dieses Fest so wie in China gefeiert. Das Neujahr beginnt mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentanzen und wird durch Mah-Jongg-Spiele begleitet. Dieses Fest ist voll mit rot-goldenen Farben. Warum ist das alles so? Darum ranken sich Mythen…

Eine alte Legende besagt, dass ein menschenfressendes Monster jährlich aus den Bergen oder aus dem Meer (je nach Quelle) kam, um seinen Hunger nach dem Tiefschlaf zu stillen. Um sich vor dem „Jahresmonster“ zu schützen, machten die Menschen Lärm und Feuer und färbten alles rot und gold, da das Monster angeblich sensibel auf Lärm und die genannten Farben reagieren würde. Die Vertreibung des Monsters wird „Guònián“ genannt, Gehen des „Nian- oder Jahresmonsters“, womit das Gehen des alten Jahres gemeint ist, also das Neujahrsfest.

Das ganze Fest dauert 15 Tage und fast jeder Tag hat eine „Tradition“. So ist z. B. am siebten Tag  „jedermanns Geburtstag“, das heißt, dass alle Chinesen ihren Geburtstag am gleichen Tag feiern. Früher spielten im traditionellen China individuelle Geburtstage kaum eine Rolle  – das hat sich aber in der Moderne natürlich gewandelt.

Am ersten Tag wird im Familienkreis gefeiert. Man trifft sich am Morgen und begrüßt die anderen mit einem Kompliment, im Anschluss werden rote Umschläge an unverheiratete Mitglieder der Familie, seltener auch an unverheiratete Gäste, verteilt. Am fünfzehnten Tag wird das Laternenfest gefeiert. Das Laternenfest gilt als Tag der Brautschau und Ehestiftung.

In China sind viele verschiedene Bräuche zu sehen, wie zum Beispiel Fenster und Türen während des Festes zu öffnen, um Glück  ins Haus zu lassen oder das Licht nachts brennen zu lassen, denn Licht beleuchtet den Weg für Glück ins Haus und schreckt böse Geister ab. Aber es gibt auch Bräuche, die Unglück symbolisieren. Chinesen tragen weiße oder schwarze Kleidung während des Festes nicht, da schwarz die Farbe des Unglückes und weiß traditionell die Farbe des Trauerfalls ist.

Das Neujahr in China ist etwas Besonderes und fällt  jeweils auf unterschiedliche Tage. Das chinesische Neujahr findet zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt, am zweiten (sehr selten am dritten) Neumond nach der Wintersonnenwende.

Wenn ihr was etwas Neues und Besonderes erleben wollt, dann „fahrt“ einfach nach China. Dieses Land wird euch mit seinen Traditionen und Festen überraschen.

Interview mit Autorin Annabell Keilhauer

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns schon immer davon geträumt hat, in einer anderen Welt zu erscheinen, in der alles möglich ist, wo nicht nur Menschen sprechen können, sondern auch andere Lebewesen, wo man fliegen kann oder selbst gefährliche und spannende Abenteuer erlebt. Diese Welt(en) hat jeder daheim, man muss nur zum Bücherregal gehen, hineingreifen und ein Buch öffnen!

Am Montag war ich bei einer „Schöpferin“ einer solchen anderen Welt. Sie heißt Annabell Keilhauer und ist hauptberuflich Dekanatsjugendreferentin der evangelischen Kirche. Annabell schreibt Kinder- und Jugendbücher. Schreiben ist ihr Hobby, sie spielt aber auch gerne Gitarre. Bis jetzt hat sie zwei Bücher veröffentlicht:

  1. Turnen mit dem Papst
  2. Feenrache

„Turnen mit dem Papst“ handelt von einem Mann, der insgeheim einer dunklen Beschäftigung nachgeht: er tauscht unechte Eisfiguren gegen echte und verkauft sie.

In dem zweiten Buch geht es um zwei Mädchen, das erste heißt Kasandra. Kasandra weiß sich in der Wildnis zu behaupten und schert sich nicht um Stilfragen. Mariola, das zweite Mädchen entgegen hat Sinn für Mode und Shopping. Erstaunlicherweise sind sie beste Freundinnen.  Auf einmal geraten sie in eine Regenbogenwelt, in der Zwergen, Feen und Elfen wohnen.

Annabell Keilhauer arbeitet gerade an einer Kinderbuchreihe: „Simonde, der Hexenmeister“. In diesen Buch geht es um einen Jungen, der ein Zauberer ist. Seine Mutter ist eine Hexe und sie will, dass ihr Sohn in die Hexenschule geht, während dies der ausdrückliche Wunsch des Jungen ist. Simondes Mutter gerät allerdings in einen Unfall und vergisst teilweise, wie man zaubert. Jetzt ist Simonde gefragt…

Annabell fasziniert am Schreiben, dass man sich die Welt(en) ausdenken kann und dabei auch die Grenzen selbst festlegt. Sie schreibt meist morgens, weil sie da die Inspiration am besten spüren kann. Annabell hat einen Mann und einen elfjährigen Sohn.

 

Ich hoffe, dass sich vielleicht ein paar von euch von Annabells Hobby inspirieren lassen (konnten), um für sich selbst und andere eine neue Welt zu entdecken:

Lexikonartikel: Die echte Wespe – manchmal Plagegeist, aber sehr nützlich!

Die „echten Wespen“ sind eine Unterfamilie der Faltenwespen (Vespiade)  mit weltweit 61 Arten. In Mitteleuropa sind elf dieser vertreten, unter anderem die Gemeine Wespe die Deutsche Wespe und die Hornisse. Die echte Wespe unterscheidet sich nicht sehr von den Faltenwespen, ist aber im Durchschnitt größer. Die echte Wespen sind eine relativ artenarme Gruppe, die ursprünglich nur in Europa, Asien und Nordarmerika vorkam. Mittlerweile wurden einzelne Arten auch nach Südamerika und Australlien verschleppt.

Die Ernährung:

Adulte, also ausgewachsene Echte Wespen, ernähren sich überwiegend Nektar, Pollen, Steinfrüchte, Pflanzensäfte, tierische Stoffe und Insekten. Die Larven werden mit Fleisch von toten oder erbeuteten Tieren gefüttert, wobei die Nahrungsquellen hier sehr vielfältig sind.

Verteidigung und Angriff:

Zur Überwältigung und Lähmung einer möglichen Insektenbeute oder zur Abwehr eines Störenfriedes oder Angreifers benutzen die Wespen ihren Stachel. Im Gegensatz zu den Bienen können sie aufgrund anatomischer Unterschiede des Stachelapparates beliebig oft zustechen und dabei ihr Gift einspritzen. Der Stichreflex ist selbst bei zerteilten oder gerade verendeten Tieren teilweise noch vorhanden. Die natürlichen Feinde der echten Wespe sind der Wespenbussard, die Libelle, der Neuntöter, die Gartenkreuzspinne, die Libelle und die Schlupfwespe, die ihre Eier in die Larvenkammern der Wespen ablegen und deren Larven dann als Parasitoide die Wespenlarve töten.

Das Nest:

  • Wespennester bestehen aus einer papierartigen Masse. Ausgangsmaterial für den Nestbau ist morsches, trockenes Holz, das zu Kügelchen zerkaut wird. Die Nester sind bei Hornissen nach unten hin geöffnet, bei den übrigen Wespenarten ist die Außenhülle bis auf ein Einflugloch geschlossen. Sie haben anfangs fünf bis zehn Zellen in meist etwas abgerundeter Wabenform. In diesem Stadium werden sie von der Königin allein betreut. Sie sind dann den Nestern der Feldwespen sehr ähnlich, unterscheiden sich aber durch den Ansatz der Nesthülle, die von Anfang an mit angelegt, anfangs nicht geschlossen wird. Die Nester bestehen später aus mehreren, übereinander angeordneten Wabenetagen, die stets waagrecht ausgerichtet und nach unten geöffnet sind, sowie einer isolierenden, mehrschichtigen Außenhülle. Meist verhüllt die Außenhülle die Waben, die nur bei Zerstörung der Hülle sichtbar werden. Beim Nestwachstum bauen die Tiere die Hülle ab, wenn unten neue Waben angefügt werden, und schließen sie sofort wieder.
  • Um zwischen den verschiedenen Nestern und deren Erbauern unterscheiden zu können ist es hilfreich, auf das verwendete Baumaterial zu achten. Alle echten Wespen bauen ihre Papiernester aus Holzfasern; die gemeinen Wespen ebenso wie die Hornissen verwenden meist morsches Holz. Alle anderen Arten verwenden oberflächlich verwittertes Holz (Totholz an Bäumen sowie von Weidepfählen, Holzzäunen im menschlichen Siedlungsbereich)

 

Gründung und Auflösung des Wespenstaates:

Ein Staat wird von der jungen Königin gegründet, welche im Frühjahr jeweils ein Ei in die ersten Zellen des von ihr erbauten Nestes legt. Die daraus geschlüpften Larven füttert sie mit einem Brei aus von ihr zerkauten Insekten. Nach der Fütterung geben die Larven einen zuckerhaltigen Tropfen ab, der wiederum zur Ernährung der Königin dient und für die Larven die einzige Möglichkeit darstellt, Flüssigkeit abzugeben. Durch die von der Königin verströmten Pheronome entwickeln sich aus den Larven keine neuen befruchtungsfähigen Weibchen, sondern unfruchtbare Arbeiterinnen. Die zuerst geschlüpften Arbeiterinnen übernehmen anschließend alle weiteren Arbeiten mit Ausnahme des Eierlegens. Von diesem Zeitpunkt an fliegt die Königin immer weniger aus, bis sie das Nest überhaupt nicht mehr verlässt und sich nur noch der Eiablage widmet. Erst im Herbst schlüpfen aus den Eiern fruchtbare Weibchen. Diese beginnen sofort damit, selbst Eier zu legen, aus denen die Drohnen, also männliche Tiere, schlüpfen. Deren einzige Aufgabe besteht darin, die Weibchen zu befruchten, nach der Paarung sterben sie.

Die alte Königin stirbt im Herbst und ihr Wespenstaat löst sich
anschließend auf. Bei Kälteeinbruch sterben auch die letzten
heimatlos gewordenen Arbeiterinnen des alten Staates. Allein die begatteten Jungköniginnen suchen sich ein geschütztes Versteck. Nach ihrem Winterschlaf gründen sie dann einen eigenen Wespenstaat und der ganze Kreislauf beginnt von vorn.

Wespen und Menschen:

Sicherlich hatte der Großteil von euch schon mal einen Wespenstich, vielleicht hat er  daher sogar Angst vor den manchmal wahrlich lästigen Viechern. Trotzdem hilft das Schlagen oder Fuchteln mit Händen und Füßen überhaupt nichts, da eben das die Wespen aggressiv macht. Sie sondern in solchen Situationen sogar Duftstoffe aus, die andere Wespen anlocken, um Hilfe zu holen. Duftstoffe wie Lavendelöl, Knoblauch, Zitrone oder eine Tomatenpflanze auf der Terrasse zeigen dagegen meist nur wenig Effekt bei der Abwehr von Wespen. Das beste Mittel gegen schmerzhafte Stiche ist noch immer Vorsorge, wie zum Beispiel das Tragen von Schuhen beim Laufen über Wiese  im Garten. Wespen zählen übrigens zu den schützenswerten Arten und dürfen nur in bestimmten Fällen entfernt oder umgesiedelt werden. Verhaltet euch also ruhig und tut den Tieren nichts. Sie leisten im Garten nützliche Dienste. Genauso wie Bienen und Hummeln bestäuben sie Blüten und tragen damit zu einer reichen Obsternte bei. In unmittelbarer Nähe zu einem Nest solltet ihr aber sehr vorsichtig sein. Laute Geräusche oder Erschütterungen rufen sofort den Kampfgeist in den Tieren auf den Plan. Wespen fliegen übrigens immer gerne ins Gesicht, weil sie einen sehr ausgeprägten Geruchssinn haben, um Nahrung zu finden. Wenn man zucker- oder eiweißhaltiges Essen zu sich genommen hat, registrieren Wespen das sofort. An dem Gerücht, das Wespen besonders im Spätsommer aggressiver als sonst sind, ist nicht sehr viel Wahres dran. In besonders warmen Sommern ist lediglich die Anzahl der Insekten höher. Dadurch, dass es mehr von ihnen gibt als sonst entsteht der falsche Eindruck, die Tiere wären aggressiver. Deckt euere Speisen und Getränke im Sommer einfach immer ab, dann ist die Gefahr relativ gering, dass die Tiere lästig werden oder einen sogar stechen.

Ressourcenverbrauch – Schüler informieren über den Verbrauch von Wasser, Strom und Müll (Rückblick)

Im letzten Schuljahr haben Schüler der Klasse 8d des Gymnasium Seligenthal über den Verbrauch von Wasser, Strom und Müll informiert. Wer an diesem Tag in der Altstadt beim Karstadt unterwegs war, konnte sich mit ein paar Informationen der Schüler weiterbilden und Informationen einholen.

Ressourcenverbrauch, ein  Begriff, der auf der ganzen Welt sehr wichtig ist. Zu wenige Menschen kennen sich gut damit aus und haben keine Ahnung davon, wie viel Wasser sie verbrauchen, was die Stromerzeugung für Konsequenzen für den Menschen hat, welcher Müll wie getrennt werden muss und vieles mehr.

Am 28.06.2018 machten sich 12 Schüler der Klasse 8d auf den Weg zum Ländtor, um mit ihrem Sozialkundelehrer Herr Mantel ihren Informationsstand aufzubauen. Nach einigen wetterbedingten Komplikationen (es hat nur geregnet) wurde der Stand etwas später als geplant errichtet und die Schüler gingen mit Motivation und einem freundlichen Lächen im Gesicht auf die Passanten zu. Viele hörten mit Interesse, was die Schüler ihnen über die Themenbereiche Stromverbrauch, Wasserverbrauch und Müllverbrauch berichten konnten. Die Schüler hatten Spaß und konnten mit Stolz eine selbstgebastelte 1,20m große Batterie vorführen – ebenso hielten sie ein Quiz bereit, wobei verschiedene Begriffe in die Müllbehälter Kompost, Papiermüll etc. eingeordnet werden mussten.

Alle Leute, die bei dem Quiz mitgemacht haben, bekamen eine Urkunde und wurden zum Müllexperten ernannt. Die Plakate mit den vielen Informationen zum Ressourcenverbrauch, die von den Schülern in Gruppen selbst erstellt wurden, lockten viele Menschen an und weckten deren Interesse.

Gegen Mittag wurde der Stand sogar von Isar-TV gefilmt und einige Schüler waren dann in einem Bericht im Fernsehen zu sehen. Als der Rest der Klasse am frühen Nachmittag dann den ersten Teil der Gruppe abgelöst hat, konnten noch viele weitere Menschen zum Stand gelockt und informiert werden.

Die Klasse sah den Informationsstand in der Altsstadt als vollen Erfolg an. Viele Menschen konnten etwas von diesem Projekt „mitnehmen“, wobei die Tipps der Schüler vielleicht auch zu einem kontrollierten Ressourcenverbrauch angeregt haben.