Reihe „Nachhaltig leben“: Rohstoffe der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Rohstoffe der Zukunft

ein Artikel von Julia Blum, 9b

Unser Handy, das Familienauto oder die neue Jeans – Dinge unseres alltäglichen Gebrauchs haben oftmals eine entscheidende Gemeinsamkeit: Für ihre Herstellung wurden bestimmte Ausgangsstoffe, sogenannte Rohstoffe, verwendet. Rohstoffe sind Stoffe, die der Natur entnommen werden und die die Basis für die Anfertigung unserer Waren bzw. die Durchführbarkeit von Dienstleistungen bilden. Holz, Metallerze, Kohle und Öl, aber auch Pflanzen und Tiere als Nahrungsmittel gehören zu den am häufigsten gehandelten Rohstoffen.

Dabei können Rohstoffe in erneuerbare und nicht erneuerbare Rohstoffe gegliedert werden. Als erneuerbare Rohstoffe werden Ressourcen bezeichnet, die quasi unbegrenzt auf unserer Erde zur Verfügung stehen und sich immer wieder auf natürliche Weise erneuern, wie zum Beispiel Holz, Wasser und Pflanzenöle. Nicht erneuerbare Rohstoffe stehen den Menschen hingegen nur in begrenzter Menge zur Verfügung und können somit endgültig ausgehen. Die sogenannten fossilen Brennstoffe wie Erdöl und Kohle könnten zwar erneuert werden, jedoch würde diese Erneuerung Millionen von Jahren dauern, weshalb sie demnach den nicht erneuerbaren Rohstoffen zugeordnet werden.

Der zentrale Konflikt in dieser Hinsicht, der aktuell immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Tatsache, dass unser derzeitiges Leben, in seiner Art und Weise v.a. in der westlichen Welt beinahe ausschließlich auf nicht erneuerbaren Rohstoffen basiert. Das zieht unter anderem zwei negative Folgen mit sich: Zum einen wohnen heute 7,6 Milliarden Menschen auf der Erde, was verbunden mit unserem immer exzessiveren Konsum früher oder später zu einem Mangel an nicht erneuerbaren Rohstoffen führen wird. Dies wäre ein harter Schlag für die Automobilindustrie, welche immer noch in großem Maße auf Erdöl als Basis für Benzin und Diesel angewiesen ist. Wirtschaftlich betrachtet ist im Besonderem die Wirtschaft Deutschlands von der Automobilindustrie abhängig, weshalb eine Schwächung dieser, ausgelöst durch den Mangel an Rohstoffen, auch zu einem Abschwung der deutschen Konjunktur führen würde. Zum anderen verändert unsere Ressourcennutzung unser Ökosystem. Die Gewinnung und Weiterverarbeitung von nicht erneuerbaren Rohstoffen ist sehr energieintensiv und führt zur Emission von Schadstoffen in Boden und Luft. Knapp gefasst bilden nicht erneuerbare Rohstoffe immer weniger eine Option für unser zukünftiges Leben.

Aus diesem Grund sollen nun erneuerbare Rohstoffe bzw. Energien mehr und mehr gefördert werden. Somit wird der Gewinnung von Energie aus Wind-, Sonnenenergie oder Wasserkraft in Zukunft eine viel größere Bedeutung wiederfahren. Ein weiterer wichtiger Faktor, der zur Steigerung der Wichtigkeit einiger Rohstoffe führen wird, ist der technologische Fortschritt.

So soll der Stoff Gallium laut Vorhersagen bis zum Jahr 2030 eine massive Bedarfssteigerung erfahren, da er vor allem in den Bereichen der Photovoltaik, LEDs und Hochleistungsmikrochips verwendet wird. Ein weiterer Rohstoff der Zukunft könnte zudem das Neodym werden, welches bei der Herstellung von Elektromotoren zum Einsatz kommt. Experten setzen beispielsweise aber auch großes Potenzial in Rohstoffe wie Platin, Zinn und Kobalt.

Rohstoffe werden für uns Menschen immer ein wichtiger und ausschlaggebender Faktor für unser Leben sein – egal ob politisch, wirtschaftlich oder sozial. Besonders in den nächsten Jahrzehnten wird sich dieser Wandel von nicht erneuerbaren zu erneuerbaren Rohstoffen bemerkbar machen. Wie schnell dies genau passieren wird und welche Rohstoffe im Endeffekt tatsächlich Verwendung finden, lässt sich bis jetzt allerdings nur vermuten.

Quellen:

Reihe „Nachhaltig leben“: Nachhaltige Logistik und Berufe der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Nachhaltige Logistik und Berufe der Zukunft

ein Artikel von Sophia Felk, 9b

Schon seit vielen Jahren boomt die Logistikbranche. Der Onlinehandel und das Just-in-Time-Prinzip der Industrie sorgen für beständige Zuwächse. So wie es aussieht, wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Viele Menschen kaufen bereits heute Kleidung, Bücher, Medikamente oder Nahrungsmittel im Internet.

Die Aufgaben der Logistik sind Güter aller Art zu lagern, umzuschlagen, zu kommissionieren, zu sortieren, zu verpacken und zu verteilen, was viel Planung und Know-how erfordert. In der Logistik gehören Termindruck, das schnelle Reagieren auf unvorhersehbare Zwischenfälle und je nach Tätigkeit und Unternehmen, Schichtarbeit und Überstunden dazu. Deshalb sind Berufe in der Logistik durchaus anspruchsvoll und nicht für jeden geeignet.

Software und Roboter übernehmen immer mehr Tätigkeiten. Die Automatisierung wird den Menschen ersetzen, aber auch die neuen Techniken benötigen Menschen, die die Prozesse in der Logistik überwachen, einen reibungslosen Ablauf sicherstellen und die Güter und Produkte mit dem Zug, Flugzeug, Schiff oder LKW transportieren. Jedoch wird sich die Arbeit grundlegend wandeln und neue Berufe werden entstehen. Professor Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, sagt, dass Prozess-, System- und Problemlösungskompetenzen immer wichtiger werden und auch soziale Kompetenzen mehr zählen.

Zukunftsberufe in der Logistik:

  1. Roboterkoordinator

Der sogenannte Roboterkoordinator überwacht und plant den Einsatz der Maschinen im Maschinenbau oder der Automobilindustrie. Zu seinen Aufgaben gehört es, auf Störungen und Fehlersignale zu reagieren, Wartungen durchzuführen und defekte Roboter zu ersetzen.

  • Daten-Spezialist

Der Daten-Spezialist nutzt Daten aus unterschiedlichen Quellen für umfangreiche Analysen, um mit den Ergebnissen Verfahren zu verbessern oder so neue, optimierte Lösungen für Logistikaufgaben anzubieten.

  • LKW-Führer

Der LKW-Fahrer wird im selbstfahrenden LKW zum LKW-Führer. Er ist vor allem mit der Koordination von Transporten beschäftigt und vor Ort ist er ein geschickter Verhandler und Problemlöser.

  • Algorithmen-Versicherer

Die Aufgaben von dem Algorithmen-Versicherer sind, die selbstfahrende Transporte, die zahlreichen Risiken ausgesetzt sind, zu versichern und sie richtig einzuschätzen. Vermutlich werden sie dabei eng mit Daten-Spezialisten zusammenarbeiten.

  • Drohnen-Piloten & Ingenieure

Der Drohnenpilot, oft auch Drone Operator oder UAV Operator genannt, wird mit der stetig wachsenden Verbreitung der Drohnentechnologie, sehr gesucht. Für den Zukunftsmarkt der Drohnen werden auch Ingenieure, Softwareentwickler sowie Sales Manager gesucht.

  • Supply Chain Manager

Der Supply Chain Manager koordiniert und optimiert Wertschöpfungs- und Lieferketten. Er sorgt dafür, dass von der Beschaffung der Rohmaterialien, über die Produktion und Logistik bis hin zur Auslieferung zum Kunden alle Vorgänge reibungslos ablaufen. Er sorgt auch für einen einwandfreien Informations- sowie Geldfluss.

Für solche Berufsbilder gibt es aber keine Garantie, es lassen sich lediglich verschiedene Trends abzeichnen, welche Prognosen verschiedener Institute und Experten zulassen. Es geht vor allem um die verschiedenen Branchen und Wirtschaftszweige, die entweder ein stetiges Wachstum erfahren oder im Wandel der Zeit langsam aussterben, wie beispielsweise der Bergbau oder die Druckindustrie.

Es darf behauptet werden, dass die Logistikbranche eine der Branchen mit den besten Zukunftsaussichten ist, auch wenn die Logistik Problemen gegenübersteht. Ein zentrales Thema ist gerade der enorme Kostendruck. Künftig werden Dienstleister noch gezielter nach den günstigsten Lösungen suchen müssen, die es aber dennoch zulassen, den gewünschten, geforderten und gesetzlichen Maßstäben zu entsprechen. Unser Verhältnis zur Arbeit dürfte sich in den kommenden zwei Jahrzehnten grundlegend wandeln. Die Arbeit wird uns aber gewiss nicht ausgehen.

Quellen:

https://www.xing.com/news/articles/acht-sichere-jobs-der-zukunft-798965

https://www.mm-logistik.vogel.de/logistikjobs-der-zukunft–was-sich-durch-digitalisierung-aendert-a-635582/

https://www.sueddeutsche.de/karriere/nachhaltige-jobs-die-fabrik-der-zukunft-1.3243417

Welcher Job hat Zukunft?

Reihe „Nachhaltig leben“: Die Rolle der natürlichen Lebensgrundlagen in der Gesellschaft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Die Rolle der natürlichen Lebensgrundlagen in der Gesellschaft

ein Artikel von Lisa Eibl, 9b

Die Gesellschaft, damit meint man heutzutage die ganze Welt, sollte sich in der aktuellen Situation viele und vor allem gezielte Gedanken zu dem Thema der „natürlichen Lebensgrundlagen“ machen.

Doch was ist mit natürlichen Lebensgrundlagen gemeint?

Darunter kann man den Boden, das Wasser, die Luft, Flora und Fauna, also generell die Umwelt, verstehen. Unsere Umwelt ist zunehmend durch viele Einflüsse bedroht.

Ein sehr wichtiger Punkt ist die Verschmutzung der Natur, z. B. durch die Wirtschaft. Obwohl die Natur eine wichtige Grundlage für viele Unternehmen darstellt, zerstören Firmen oftmals durch Abwasser und Abfälle einen großen Teil davon. Sie nutzen Chemikalien zur Reinigung, zur industriellen Fertigung, zur Herstellung von Produkten in der Agrarwirtschaft oder zur Schädlingsbekämpfung. Diese gelangen in die Gewässer, wie Flüsse, Seen oder Meere. In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der „geschädigten“ Gewässer extrem gestiegen. 2010 waren laut einer Statistik vom Umweltbundesamt 30,8% der Gewässer in einem sehr guten bzw. guten Zustand – 2015, nur fünf Jahre später, waren es nur noch 26,4%.

Viele Menschen entsorgen außerdem ihren Müll nicht sachgerecht, sondern werfen Verpackungsmaterial rücksichtlos in die Natur. Vor allem Seen, Flüsse und die Meere sind davon betroffen. Allein über eine Millionen Seevögel sterben jährlich an der Verschmutzung der Meere, größtenteils durch Plastik. Dazu kommen noch hunderttausende Meeressäugetiere. Diese verschlucken häufig bereits zersetzte Plastikteile, was in vielen Fällen zum Tod der Tiere führt.

Neben der allgemeinen Verschmutzung leidet die Umwelt auch durch den Klimawandel in enormen Maße. Das bedeutet, dass es auf der Erde immer wärmer wird und dadurch unsere ganze Existenz, d.h. unsere dringend benötigten natürlichen Lebensgrundlagen zerstört werden. Jedes Jahr gibt es bereits große Brände, bei denen unzählige Häuser vernichtet werden und Menschen und Tiere sterben. Auch in Deutschland fehlt in heißen Sommern bereits teilweise das Wasser. Deutschland bereitet sich auf solche Fälle schon intensiv vor, indem der Bevölkerung empfohlen wird, keine Pools zu befüllen oder den Rasen zu gießen, damit das Wasser für wichtige Dinge, wie trinken, duschen etc. benutzt werden kann. Trotzdem wird das Wasser im Sommer auch in Deutschland von Jahr zu Jahr knapper, was für die Gesellschaft gravierende Folgen haben kann.

Ein weiterer problematischer Punkt sind Immobilien. Viele Menschen möchten sich ein Eigenheim errichten, weshalb die Nachfrage nach Immobilien immer größer wird. Gerade im ländlicheren Bereich ist der Bedarf an Grundstücken sehr groß, da hier viele Menschen die Rolle der Natur als Erholungsraum schätzen. Durch viele oftmals weit auseinander stehende Häuser und Siedlungen wird die Natur jedoch zerteilt, wodurch sich Tiere oder Pflanzen nicht mehr richtig ausbreiten können, ohne durch den Menschen gestört zu werden. Besser wäre es also zusammenhängend bebaute oder unbebaute Gebiete zu lassen und unsere Umwelt nicht komplett durch die Zerklüftung zu „verschmutzen“. Diese natürlichen Gebiete nützen dann sowohl den Tieren als auch den Menschen.

Neben dem Siedlungsbau in ländlichen Räumen stellt auch der Verkehr ein weiteres Problem dar, das unsere natürlichen Lebensgrundlagen gefährdet. Das Autofahren ist in ländlichen Gegenden unbedingt notwendig, doch auch für kurze Strecken fahren viele Menschen gerne mit dem Auto, anstatt das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu verwenden. Wir sollten alle darauf achten, mehr mit dem Bus oder der Bahn zu fahren anstatt mit dem eigenen Auto. Es schont unsere Umwelt und stärkt damit unsere wichtigste Lebensgrundlage, unsere Natur.

Deshalb sollten wir alle unser Bestes geben, um alle unsere Lebensgrundlagen zu schützen, denn wir haben nur eine Erde, und diese wollen wir alle noch länger für uns nutzen.

Quellen:

https://de.statista.com/themen/4332/waldbraende-und-buschfeuer/#dossierKeyfigures

https://presseportal.greenpeace.de/206836-uber-eine-million-tiere-sterben-jahrlich-an-plastikmull-im-meer

https://www.umweltbundesamt.de/daten/wasser/zustand-der-seen#okologischer-zustand-der-seen

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/umzug-land-leben-trend-100.html

Der Bettler: ein Gedicht von Carolin Soika

Der Bettler

Jede Nacht wandert ein Bettler hin und her.

Die Straßen sind kalt und leer

Ich seh ihn jeden Abend von dem Fenster aus.

Ich überlege kurz … soll ich zu ihm raus?

Mutter sagt: „Hilf diesen Menschen nicht!“

Das war aber nur ihre Sicht.

Meine Sicht die war klar,

dass dieser Mensch ein Bettler war.

Seine weiten grauen Sachen.

Was sollte ich nur machen?

Am nächsten Tag komm ich von der Schule heim.

Am Straßenende saß der Bettler ganz allein.

Ich ging zu dem Mann,

und schaute ihn an.

Ich gab ihm meinen Glücksbringer.

Er ließ ihn gleiten durch seine Finger.

Ich sagte: „Der ist für dich!“

Und der Bettler behielt ihn für sich.

Am nächsten Tag schaute ich wieder aus dem Fenster heraus.

Das Wetter war in Saus und Braus.

Dort war nun kein Bettler mehr.

Und das freute mich doch sehr.

Ein Gedicht von Carolin Soika 7b

Reihe „Nachhaltig leben“: Wie umweltfreundlich ist das E-Auto wirklich?

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Wie umweltfreundlich ist das E-Auto wirklich?

ein Artikel von Nestor Danilov, 9b

Zurzeit wechseln viele Menschen zum E-Auto, um mehr bei der Erhaltung der Umwelt zu helfen. Aber haben sie sich je gefragt, wovon die Batterien und Motoren der E-Autos hergestellt werden und wie umweltfreundlich es wirklich ist? Wenn man dieser Frage nachgeht, findet man heraus, dass E-Autos nicht so umweltfreundlich sind, wie sie meist dargestellt werden.  

Allein für die Herstellung der Batterie benötigt man nämlich Metalle wie Nickel, Graphit, Mangan und Lithium, das man schwer erwerben kann, weil die Salzseen, wo es vorzufinden ist, eine extrem geringe Luftfeuchtigkeit und erbarmungslose Sonneneinstrahlung haben, was zu schwierigeren Arbeitsbedingungen führt. Auch Kobalt wird für die Batterieherstellung gebraucht und es kann wohl möglich sein, dass das Kobalt, welches genutzt wird, von Kinderarbeit in Minen aus Kongo kommt. Für den Motor werden seltene Erden wie Neodym, der fast ausschließlich in China gefördert wird, verwendet. Neodym und andere seltene Erden stammen hauptsächlich aus der riesigen Mine ,,Bayan Obo”, die immense Umweltprobleme verursacht. Genau wie bei der Herstellung der Batterien gibt es auch bei ihrer Zerlegung Probleme. Verschiedene Modelle führen dazu, dass man nicht weiß, wie man jedes Modell optimal zerlegen kann. Zurzeit können nämlich nur Nickel und Kobalt entnommen werden und recycelt werden, das Lithium nicht. Um dies zu ermöglichen, investiert zum Beispiel die Oberpfalz rund 10 Millionen Euro in eine Recycling-Anlage, die 99% des Batterieinhalts wiederverwerten soll. Solche Probleme mit der Zerlegung und Wiederverwertung der Batterien gibt es bei Verbrennerfahrzeugen nicht, weil für sie bereits eine einheitliche Batterie standardisiert wurde.

Man kann aber auch den CO2-Abdruck eines Verbrennfahrzeugs, mit dem noch nicht gefahren wurde, mit dem von einem noch nicht gefahrenen E-Auto vergleichen und feststellen, dass das Verbrennfahrzeug zu dem Zeitpunkt einen kleineren CO2-Abdruck hat. Aber um die zwei Abdrücke auch nach viele gefahrenen Kilometern noch vergleichen zu können, muss man sich anschauen, woher der Strom kommt, der das E-Auto antreibt.

Wenn man sich das Thema genauer anschaut, merkt man, dass nicht alles, was die Hersteller sagen zu 100% wahr ist, weil das E-Auto nicht so umweltfreundlich ist, wie man es sich vermeintlich verspricht. In 2018 stammten zum Beispiel 35% der für E-Autos verwendeten Energie nicht von erneuerbarer Energien (das sind beispielsweise Wind-, Sonnen- oder Wasserkraftenergie), sondern durch die Verbrennung von Braun- beziehungsweise Steinkohle und fast 12% von Kernenergie. Trotzdem hat das Verbrennfahrzeug nach mehreren tausend gefahrenen Kilometern einen gerade mal doppelt so großen CO2-Abdruck wegen der Abgase, die es schlussendlich täglich ausstößt.

Es ist aber auch höchst wahrscheinlich, dass die E-Autos in nächster Zeit umweltfreundlicher werden, weil an der Universität von Harvard an einem Model gearbeitet wird, von dem man das Lithium besser wiederverwerten kann und das Auto gleichzeitig eine längere Lebensdauer bekommt. Dieses neue Model würde den Unterschied im CO2-Abdruck zwischen Verbrenn- und Elektrofahrzeug im positiven Sinne vergrößern. 

Wenn man also der Umwelt auch selber mehr helfen will oder einen kleineren CO2-Abdruck haben möchte, sollte man grundsätzlich lieber auf ein E-Auto umsteigen, statt ein Auto zu fahren, das Benzin oder Diesel verwendet. Dies bedeutet aber, wie schon gesagt, nicht, dass das E-Auto wirklich absolut umweltschonend ist, vor allem wenn man sich die Herkunft seiner Rohstoffe oder Energie näher anschaut. 

Quellen: https://www.efahrer.chip.de ; https://www.tagesscheu.de ; https://www.allego.eu ; https://www.energieloesung.de 

Reihe „Nachhaltig leben“: Umweltschutz international

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Umweltschutz international

ein Artikel von Jonas Bachl, 9b

In der heutigen Zeit hat die internationale Umweltpolitik eine große Bedeutung. Umweltprobleme sind nicht mehr auf einen Staat zu begrenzen, da so gut wie alle damit zu kämpfen haben. Diese können nur doch Zusammenarbeit aller Staaten bewältigt werden. Zum Umweltschutz gehört heute der Klimaschutz, die Energiepolitik sowie der Schutz der Wälder, der Meere und der Böden. Länder, die sich sehr stark für den Umweltschutz einsetzen, sind die sogenannten G8-Staaten/G20-Staaten. 

Eine große Organisation, die sich für den Umweltschutz international einsetzt ist, Greenpeace. Sie arbeitet nach niederländischem Recht, jedoch ist der Schwerpunkt der Arbeit der weltweite Umweltschutz. Der heutige Sitz befindet sich in den Niederlanden. Um ihre Ziele umzusetzen, hat die Organisation 342 Millionen Euro (2016) zur Verfügung, die vorwiegend aus Spenden stammen. Ihre Arbeit besteht aus gewaltfreien Aktionen – für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen von Mensch und Natur. Im Jahr 1980 (13. Oktober) hat die erste Aktion von Greenpeace in Deutschland stattgefunden. Dort wurde die Verklappung von Dünnsäure in der Nordsee (Entsorgung) verhindert, die durch die Firma Kronos Titan vorgenommen werden sollte. Die Organisation wurde am 17. November 1980 in Bielefeld von William Parkinson, Gerhard Dunkel als auch von David McTaggart als Verein gegründet. Die Bundesregierung Deutschland will, dass alle Industriestaaten bis 2050 ihre Emissionen um 80 bis 95 vermindern. Dieses Ziel ist sehr hoch angesetzt. 

Solche Organisationen können durch Spenden oder auch durch Abonnements erfolgen. Eine große Hilfe ist auch die Veränderung im Verhalten der Mitglieder der Gesellschaft. Das bedeutet sowohl die Reduzierung des Abfalls als auch Alternativen des Transports zu nutzen. Das bedeutet, das der Verzicht auf nicht notwendige Fahrten mit dem Auto vorangetrieben wird sowie die Rücksichtnahme beim Einkaufen, indem man keine recyclebaren oder umweltschädlichen Produkte kauft. 

Meiner Meinung nach sollte sich jeder selbst bewusst entscheiden, worauf er verzichtet und wie sehr er sich dafür einsetzt. Dies kann man auch in Schulen einbringen und diskutieren, damit sich viele eine eigene Meinung dazu bilden können. Meiner persönlichen Meinung nach ist es höchste Zeit, sich für den Umweltschutz intensiv einzusetzen, da bereits heute radikale Schäden in unserer gesamten Umwelt zu verzeichnen sind.

Reihe „Nachhaltig leben“: Die Imkerei der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Die Imkerei der Zukunft

ein Artikel von Hira-Su Altay, 9b

Man stelle sich eine Biene vor. Die meisten Menschen haben das Bild eines pelzigen, schwarz-gelb gestreiften Insekts im Kopf, vielleicht denken sie auch an einen Honigtopf (oder einen schmerzhaften Stich). Das sind aber nur kleine Aspekte der unglaublich vielfältigen Bienenwelt.

Wenn wir den Nutzen nennen sollen, den die Biene uns beschert, wird meist zuerst Honig genannt. Dabei gibt es nur wenige Bienenarten, die Honig produzieren können und dieser ist von wesentlich geringerem Umfang als ihre Bestäubungsleistung. Unabhängig von Größe, Farbe und Sozialverhalten bestäuben Bienen eine enorme Menge an Pflanzen, die für den Menschen von großer Bedeutung sind. Wir haben das Glück, das Ergebnis von 100 Millionen Jahren Evolution nutzen zu können, in denen die Biene zu einem Hauptbestäuber auf der Welt geworden ist. Es ist nur an uns, für den Schutz dieser wichtigen Insekten zu sorgen. Bestäubung ist der Austausch von Geschlechtszellen zwischen blühenden Pflanzen derselben Art mit dem Ziel der Befruchtung. Die männlichen Geschlechtszellen, die Pollenkörner, werden verbreitet, indem sie sich im Haarkleid der Bienen beim Blütenbesuch verfangen und an einer anderen Blüte abgestreift werden.

Durch diese Handlung sorgen die Bienen dafür, dass Pflanzen, die an ihren Standort gebunden sind, ihre Gene weit verbreiten können. So bleiben die genetische Vielfalt und die Anpassungsfähigkeit an eine sich verändernde Umwelt erhalten. Bevor es die Bestäubung durch Bienen gab, wurde diese Aufgabe hauptsächlich auf physikalischem Weg oder von Käfern erledigt. Das Wechselspiel zwischen Bienen und Blütenpflanzen beeinflusste die Entwicklung von beiden. Um sich der Aufmerksamkeit der Bienen zu versichern, änderten Pflanzen Form und Farbe der Blüten sowie Nektarmenge. Das Ergebnis ist die heutige Vielfalt von Blütenpflanzen und Bienen.

Doch immer mehr Bienen sterben durch Krankheiten oder den Verlust ihrer Lebensräume. Somit sterben auch viele Pflanzen, weil sie ohne bestäubende Insekten keine Frucht oder Samenansätze bilden können. Aber wir können dagegen etwas tun und den Bienen eine große Hilfe sein. Nur wenn wir ihr Verhalten und die auf sie einwirkenden Bedrohungen wirklich verstehen, können wir sie wirksam schützen. Wir lernen Erstaunliches von diesen faszinierenden Wesen.

Die ersten Schritte auf dem Weg zum Imker können spannend aber auch ermutigend sein. Einem lokalen Imkerverein beizutreten oder sich für einen Kurs anzumelden, würde unserer Zukunft nicht schaden. Denn ganz gleich, wie viele Bücher oder Internetseiten man studiert: Nichts kann einen wirklich auf den Moment vorbereiten, in dem man zum ersten Mal einen Bienenstock öffnet und mit unzähligen Bienen konfrontiert wird. Imkern bedeutet mehr, als sich Anzug und Schleier anzuziehen. Eine erhebliche Menge an Arbeit und Engagement sind erforderlich, bevor sich die ersten Erfolge einstellen. Das Wissen, das einen zum Imkern befähigt, kann nicht in einem einzigen Buchkapitel vermittelt werden. Es gibt verschieden Arten von Imkern. Berufsimker halten ihre Bienen, um Kulturpflanzen zu bestäuben und Honig und Wachs für den Verkauf zu erhalten. Hobbyimker pflegen Bienen aus Freude an der Imkerei, um Teil einer ständig wachsenden Gemeinschaft zu sein und um die Bedeutung der Honigbiene und der anderen Bestäuber zu erhöhen. Und nebenbei fällt für sie vielleicht ein wenig Honig ab. Manche Hobbyimker mögen es, die traditionellen Methoden zu erlernen, andere bevorzugen einen natürlichen Ansatz, um die Bienen möglichst wenig zu stören. Je mehr Menschen sich für so welche Kurse anmelden, umso besser kann es in der Zukunft für die Imkerei werden. Imkerei ist eine saisonale Aufgabe. Imkern kann aber auch teuer sein, denn die Anschaffungskosten für Bienenvölker und Ausrüstungen sind erheblich. Es gibt natürlich Möglichkeiten, die Kosten in den Folgejahren zu reduzieren. Beutematerial kann gereinigt und wieder verwendet werden und Sonderangebote beim Imkereibedarfsgeschäften können genutzt werden. Mit der Zeit können Imker ihre jährlichen Ausgaben durch Honig und Wachsverkäufe decken.

Habt ihr euch schon einmal zu einem Imker-Kurs angemeldet oder darüber nachgedacht?