Reihe „Nachhaltig leben“: Nachhaltiger Konsum

Der Themenbereich des nachhaltigen Konsums wächst in unserer heutigen, doch teils sehr umweltbewussten Gesellschaft, stetig. Organisationen wie beispielsweise „Fridays for Future“, die in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewannen, fördern das Bewusstsein für die Förderung von Nachhaltigkeit und Änderung des Konsumverhaltens. Doch was versteht man denn überhaupt unter „nachhaltigem Konsum“?

Der nachhaltige Konsument ist der ökologisch und sozial verantwortlich handelnde Bürger, welcher unter anderem sowohl Umweltaspekte als auch soziale Aspekte bei Kauf und Nutzung von Produkten berücksichtigt. Hierzu gehört auch die Verkleinerung des sogenannten „ökologischen Fußabdrucks“, die individuell von jeder Person beeinflusst werden kann. Dies ist eine Darstellung des Konsumverhaltens des Menschen, welche angegeben wird, indem unser aktueller Verbrauch von Ressourcen und Fläche ins Verhältnis zur Biokapazität der Erde gesetzt wird. Auf heutigem Stand betrachtet bräuchten wir ungefähr drei Planeten in der Größe unserer Erde, um unser Leben in Bezug auf unseren Konsum in Zukunft auf die gleiche Weise weiterführen zu können. Folglich müssen wir also dringend etwas ändern!

Und um schnellstmöglich eine Veränderung zu erzielen, müssen wir sofort beginnen, nachhaltig zu konsumieren. Einige unserer aktuell am schwerwiegendsten Probleme in Deutschland im Bereich der Nachhaltigkeit liegen bei unserer hohen Müllproduktion, dem CO₂-Ausstoß und bei der Unterbezahlung unserer Mitbürger. Dem allen kann aber ein jeder von uns gegensteuern. Um nachhaltig zu konsumieren, sollten wir also darauf achten, unnötige Müllproduktion zu vermeiden. Hierfür kann beim Kauf von Lebensmitteln darauf geachtet werden, dass diese unverpackt oder zumindest plastikfrei sind. Obst und Gemüse können also einzeln und nicht in Plastikverpackungen gekauft werden, zum Transport können Körbe, Stoff- oder Papiertaschen anstatt Plastiktüten verwendet werden. Des Weiteren sollten wir uns darauf konzentrieren, keinen unnötigen Müll zu produzieren, indem wir unseren eigenen immer wieder wegräumen, damit dieser nicht in unserem Ökosystem landet. Auch die Mülltrennung und fachgerechte Entsorgung von Sondermüll in den dafür errichteten Deponien sind wichtige Themen, zu denen jeder einzelne sehr einfach seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.

Um sowohl CO₂-Ausstoß als auch Müllproduktion zu verringern, sollte man auch darauf achten, keine Produkte, weder Lebensmittel noch sonstige Produkte, im Internet zu bestellen oder uns unsere Gerichte vom Lieferservice bringen zu lassen. Alternativ kann man Lebensmittel in Supermärkten oder besser noch in Bio-Läden erwerben und selbst zubereiten. Kleidung und sonstige Produkte können ebenfalls in Geschäften gekauft werden. Da man die Kleiderstücke im Laden anprobieren kann und sofort sieht, ob diese passen und gefallen, wird hier viel Verpackungsmaterial eingespart und es entstehen keine unnötigen Kosten durch Lieferdienste und eventuell notwendige Retouren. Um weniger CO₂ zu produzieren, kann man außerdem anstatt von Autos die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und Züge oder Fahrräder nutzen. Falls hierfür nicht die Möglichkeit besteht, können auch Fahrgemeinschaften gebildet werden. In Zukunft sollte auch darauf geachtet werden, auf Fernreisen und somit auf Flugverkehr zu verzichten, da diese unseren „ökologischen Fußabdruck“ deutlich erhöhen.

Die Reduzierung des Flugverkehrs und der Einsatz von Containerschiffen, welche mit umweltschädlichen Treibstoffen betrieben werden und so die Weltmeere verunreinigen, wird außerdem durch den Kauf von regionalen Lebensmitteln und Produkten gefördert, da exotische Lebensmittel und günstige Kleidung häufig mit Containerschiffen oder Transportflugzeugen nach Europa importiert werden. Folglich müssen wir beim Kauf von Produkten darauf achten, dass diese nach Möglichkeit in unserer Region, beziehungsweise in Deutschland oder Europa produziert wurden. Diese Maßnahme würde auch dazu führen, dass unsere heimischen Bauern wieder mehr Produkte zu fairen Preisen verkaufen können und damit Unterbezahlung der Landwirte reduziert wird. Bei der Tierhaltung, vor allem bei der Rinderhaltung, steigt die CO₂-Produktion enorm, weshalb wir auch auf Fleisch verzichten sollten oder den Konsum mindestens enorm einschränken. Für wen das aber unmöglich scheint, der sollte zumindest regionales Fleisch von möglichst artgerecht gehaltenen Tieren kaufen, um Massentierhaltung zu vermeiden und die heimischen Bauern zu unterstützen. Damit fördern wir sowohl ökologische als auch soziale Aspekte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir alle unser Konsumverhalten nachhaltiger gestalten müssen. Wenn alle zusammenarbeiten, werden wir schon bald Fortschritte in der Verbesserung unseres ökologischen Fußabdrucks erkennen können.

Waldbrände: eine Folge der Klimaveränderungen

Ein Gastbeitrag von Sofia Huber, 7b

Durch die Klimaveränderungen sind in vielen Teilen der Welt Waldbrände ausgebrochen. Das liegt daran, dass wir Menschen zu wenig auf die Umwelt achten, d.h. dass zu viel Kohlenmonoxid freigesetzt wird, das durch das viele Autofahren, aufgrund von Reisen mit dem Flugzeug oder durch Kohlekraftwerke entsteht.

Wo brennen die Wälder?

Im Amazonasgebiet, in Afrika, in Sibirien und in Algerien wüten immer wieder schlimme Waldbrände und die Zahl der Toten steigtt. Sehr problematisch ist die Lage auch im Western der USA, deshalb gibt es Spendenaktionen, die das Geld an die betroffenen Länder weitergeben, damit die Menschen dort versorgt werden können.

Wie entstehen Waldbrände?

Durch die Klimaveränderungen regnet es immer weniger und es wird zunehmend heißer. Dadurch trocknen die Pflanzen und Wälder aus, weshalb sie leichter anfangen zu brennen.

Welche Auswirkungen haben Waldbrände auf die Tierwelt?

Durch die Waldbrände sterben viele Tierarten und ihr Lebensraum wird zerstört (z. B. Koalas, Kängurus).

Wie kann man Waldbrände verhindern?

Man kann sie verhindern, indem man auf Dinge verzichtet, die Kohlenmonoxid freisetzen (Fahrten mit dem Auto, Flugreisen etc.) und stattdessen das Fahrrad nimmt, sofern es geht. Man kann sich zudem für die Umwelt selbst einsetzen, indem man Bäume oder Setzlinge pflanzt und auf eine intakte Natur achtet.

Reihe „Nachhaltig leben“: Welche Rolle spielen die natürlichen Lebensgrundlagen in ökologische Hinsicht?

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

ein Artikel von Franziska Huber, 9b

In den letzten Jahren ist das Umweltbewusstsein in unserer Gesellschaft gewachsen. Es wird somit auch immer öfter in den Medien über die Rolle der natürlichen Lebensgrundlagen in der Ökologie gesprochen. Als natürliche Lebensgrundlagen werden Boden, Wasser, Luft, Klima und mittelbar Flora und Fauna bezeichnet. Mit Ökologie ist die Gesamtheit der Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt gemeint.

Die natürlichen Lebensgrundlagen wirken sich in vielfältiger Weise auf die Ökologie aus. Sie nehmen Einfluss auf unsere Lebensweise, die Artenvielfalt und das Zusammenleben der Menschen und der Tiere mit ihrer Umgebung.

Boden:
Böden bilden die Grundlage für unsere Ernährung, sind Lebensraum für Bodenbewohner, filtern Schadstoffe und können dadurch bis zu einem gewissen Grad das Grundwasser schützen. Sie speichern Regenwasser und helfen so Überschwemmungen vorzubeugen. Außerdem bilden sie die Lebensgrundlage für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen, denn ohne ihn gäbe es kein Leben außerhalb der Gewässer.

Luft:
Auch Luft wirkt sich auf Beziehung der Lebewesen und ihrer Umgebung aus und ist existenziell wichtig, da der in der Luft enthaltene Sauerstoff für alle aeroben Landlebewesen, die ihn durch die Atmung aufnehmen und für ihren Stoffwechsel brauchen, lebensnotwenig ist. Pflanzen benötigen sie, da in ihr Kohlenstoffdioxid zur Photosynthese enthalten ist. Allerdings entstehen in letzter Zeit immer mehr Probleme, wie die Luftverschmutzung durch Abgase.

Klima:
Zurzeit merkt man auch verstärkt, welche bedeutende Rolle das Klima in der Ökologie spielt. Es nimmt Einfluss auf Niederschlag und Temperatur. Auch Naturbeziehungen und Landschaften verändern sich. Der Klimawandel ist von enormer Bedeutung in der Ökologie, weshalb davon auszugehen ist, dass sich in dieser Hinsicht in Zukunft noch viel ändern wird.

Flora und Fauna:
Auch Flora, der Bestand aller Pflanzenarten in einer Region, und Fauna, die Gesamtheit aller Tiere und Tierarten in einem Gebiet, haben Bedeutung in der Ökologie, denn sie bestehen, wachsen, leben und profitieren von ihrer Umwelt, genauso wie diese von ihnen. Aber auch sie sind bedroht, beispielsweise durch Artensterben und den Klimawandel.
 
Wasser:
Auch das Wasser spielt eine ökologische Rolle in unserer Welt, denn es ist lebensnotwenig. Wir brauchen es zum Trinken und Waschen, in der Landwirtschaft und der Industrie. Aber nur 1,2% des Süßwassers auf der Erde sind als Oberflächenwasser für uns zugänglich. Die Menge des nutzbaren, sauberen Wassers ist weltweit bereits nahe am Maximum, da in vielen Regionen mehr Wasser verbraucht wird, als dauerhaft verträglich ist. Des Weiteren hat sie der menschliche Wasserverbrauch seit 1930 versechsfacht und über 4 Milliarden Menschen erleben mittlerweile mindestens einen Monat pro Jahr schwere Wasserknappheit, von der fast alle Länder zwischen dem 10. und 40. nördlichen Breitengrad betroffen sind. Hinzu kommen noch die Auswirkungen des Klimawandels. Durch lange Dürreperioden werden trockene Regionen noch trockener. Viele europäische Länder sind Mitverursacher der Wasserprobleme in anderen Gebieten der Welt. Dies passiert durch den Import von Baumwolle oder Rindfleisch, für deren Herstellung eine riesige Menge an Wasser gebraucht wird. Denn indem wir in Deutschland Gemüse essen, das mithilfe von Bewässerungsanlagen in anderen Ländern angebaut wurde, verbrauchen wir Wasser aus den Anbauregionen. In Spanien wurden teilweise illegale Brunnen angelegt und vielerorts ist deshalb auch der Grundwasserspiegel gesunken. Vor allem in Entwicklungsländern wird Wasser auch ineffizient genutzt und verschmutzt. In Industrieländern ist sauberes Wasser selbstverständlich und wird oft verschwendet, aber rund 844 Millionen Menschen auf der Erde sind teilweise auf Gewässer oder Brunnen angewiesen, die verschmutzt sein könnten, da sie nicht einmal Zugang zu sicherem Trinkwasser haben. Verschmutztes Wasser kann zu Krankheiten führen, so gehört der Mangel an sauberem Wasser und Hygiene zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren.

Man merkt also, dass ohne die natürlichen Lebensgrundlagen in der Ökologie kein Leben möglich wäre. Aber so gut wie alle sind bedroht. Deshalb sollte man sich Gedanken darüber machen, dass die natürlichen Lebensgrundlagen unter anderem wegen ihrer überaus großen Rolle in der Ökologie geschützt und erhalten werden müssen. 
 
Quellen:
·         https://www.umwelt-im-unterricht.de/hintergrund/das-wasser-der-welt-eine-geteilte-ressource/
·         https://baulexikon.beuth.de/NATUERLICHE.HTM#:~:text=Nat%C3%BCrliche%20Lebensgrundlagen%20sind%20der%20Boden,und%20der%20Nutzbarkeit%20der%20Naturg%C3%BCter.
·         https://www.duden.de/rechtschreibung/Oekologie
·         https://www.bodenwelten.de/content/bodenfunktionen-der-oekologische-wert-der-boeden
·         https://www.quarks.de/umwelt/faq-so-viel-wasser-gibt-es-auf-der-erde/

Reihe „Nachhaltig leben“: Natürliche Lebensgrundlagen gehen uns alle an

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

ein Artikel von Julia Habenberger, 9b

Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, warum wir heute so leben, wie wir es gewohnt sind? Der Grund dafür sind die verschiedenen Lebensgrundlagen, wobei diese unterschieden werden in materielle und immaterielle. Die materiellen Lebensgrundlagen teilt man erneut in natürliche, die von der Natur selbst entwickelt wurden, und geschaffene Lebensgrundlagen, welche also von den Menschen hergestellt wurden, auf. Auch bei den immateriellen Lebensgrundlagen spielt der Mensch eine entscheidende Rolle. Einige Beispiele hierzu wären die Kunst, die Kultur, Software, Patente, Schrift und Sprache. Diese sind natürlicherweise nicht knapp, da bei einer Nutzung niemandem etwas weggenommen oder verbraucht wird. In diesem Bericht werdet ihr mehr über die natürlichen Lebensgrundlagen erfahren.

Zu diesen gehören unter anderem reine Luft zum Atmen, sauberes Wasser und gesunde Böden für gesunde Nahrung. Dies alles erscheint uns selbstverständlich.

Saubere Luft zum Atmen ist die Grundlage für unsere Gesundheit. Ein Mensch kann zwar einen Monat ohne Nahrung, drei Tage ohne Wasser leben, aber nur wenige Minuten ohne Luft. Deshalb ist diese für uns lebensnotwendig. Doch diese enthält vielerorts mehr Stickoxide, Feinstaub oder Treibhausgase, die für unser Auge nicht ersichtlich sind, aber für unseren Körper äußerst schädlich sind. Laut einer Studie der Europäischen Umweltagentur sterben alleine in Deutschland mehr als 80.000 Menschen vorzeitig an den gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung. In Deutschland halten sich diese Todesfälle hingegen noch in Grenzen; laut Deutschlandfunk erliegen in der Volksrepublik China jährlich ca. mehr als eine Million Menschen der enormen Feinstaubbelastung. Die Chinesen, aber auch andere Asiaten, tragen deswegen seit vielen Jahren eine Maske, sobald sie das Haus verlassen, und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Hauptverursacher sind vor allem der Verkehr, die Industrie und Kohlekraftwerke. Die verschmutzte Luft fordert mehr Todesopfer als das Rauchen. Rauchen kann jeder selber beeinflussen und dieses Laster vermeiden, aber gegen die Luftverschmutzung kann man als Einzelner alleine oder mit wenigen anderen kaum etwas bewirken. Hier müssen wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen.

Sauberes und in ausreichender Menge vorhandenes Wasser ist die Grundlage jeglichen Lebens auf der Erde. Alles Leben ist im Wasser entstanden, lange bevor die Atmosphäre ihre heutige Zusammensetzung hatte. Das gleiche Wasser, welches sich immer noch heute in unserem Wasserkreislauf befindet, war schon zur Urzeit, als die Dinosaurier den Globus bewohnten, für deren Lebensgrundlage wichtig. Es wird unterschieden in Salzwasser (97 %) und Süßwasser (3%). Diese 3 % beinhalten aber auch das gefrorene Eis in den Polen. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Der Mangel an Trinkwasser, welches frei von Schadstoffen und krank machenden Mikroben ist, bedroht das Leben von Millionen der ärmsten Menschen der Welt. Verseuchtes Wasser ist der Grund für ca. 80 % der weltweiten Infektionskrankheiten (vor Ausbruch der Corona-Pandemie). Die durch den Klimawandel verursachten immer länger andauernden Trockenperioden haben auf die weltweiten Gewässer einen immensen Einfluss. Im Juli 2021 führte der Klimawandel aber auch zu heftigen Überschwemmungen, Starkregen und Hochwasser. Vor allem Nordrhein-Westfalen, der Alpenrand aber auch unsere Landshuter Altstadt waren davon betroffen.

Täglich treten wir ihn mit unseren Füßen: unseren Boden, dabei ist er so wertvoll, dass wir ihn eigentlich auf Händen tragen müssten. Denn er erfüllt zahlreiche Funktionen. Böden sind die Lebensgrundlage für die meisten Pflanzen und Tiere und damit die Basis für diese auf der Erde. Zum Einem ist er der Lebensraum für sehr viele Lebewesen, so enthält eine Hand voll Boden mehr Organismen als es Menschen auf der Erde gibt. Außerdem ist er ein Nährstofflieferant für die Pflanzen und versorgt diese mit dem richtigen Maß an Phosphor, Eisen, Calcium und Stickstoff. Er dient auch als Wasserspeicher und filtert das Wasser für Pflanzen und den Menschen (unser Trinkwasser). Böden speichern global rund fünfmal so viel CO2 wie die gesamte oberirdische Biomasse. Und nicht zu vergessen: Er dient unserer Nahrungsmittelversorgung, aber auch um Städte, Häuser und Straßen auf ihm zu erbauen. Ein großes Thema für unsere Zukunft ist aber der Schutz vor der Flächenversiegelung, damit auch die nachfolgenden Generationen noch eine Welt erleben können, die nicht nur aus Wohnraum und Industrie besteht, sondern auch mit viel Wäldern und Wiesen.

Aber wie können wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützen?

Der Schutz von Umwelt, Natur und Klima ist keine rein ökologische, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Frage, die Auswirkungen auf die Gesundheit jedes Einzelnen und auf die Grundlagen unseres Zusammenlebens hat.

Einige Beispiele dafür, was jeder Einzelne bewirken kann: Vermeidung von Abgasen durch die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. Weniger Fleisch auf unserem Speiseplan, dafür mehr Bioprodukte, die frei von Pestiziden und Kunstdünger angebaut wurden und somit das Grundwasser geschützt wird. Kurzstreckenflüge vermeiden. Jeder Einzelne kann Strom sparen und nicht verschwenden, auch der Umstieg auf Ökostrom ist eine gute Lösung. Es gäbe unzählig viele weitere Punkte. Durch den Naturschutz und die Wiederherstellung von Ökosystemen erhalten und stärken wir natürliche CO2-Senker wie Wälder, Moore und Ozeane. Durch den Klimaschutz verhindern wir den Verlust und unwiederbringlichen Umbau dieser Lebensräume. Nur wenn wir die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten, sichern wir mittel- und langfristig Wohlstand in unserem Industrieland und garantieren die Grundlagen für ein Leben in Freiheit und Würde.

Bitte hilf auch du mit, diese natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, nur gemeinsam können wir uns und den folgenden Generationen eine lebenswerte Welt hinterlassen.

Quellen:

https://gruene-nrw.de/2021/08/sichern-wir-unsere-lebensgrundlagen-natur-und-umwelt-konsequent-schuetzen/-

https://www.oekolandbau.de/bio-im-alltag/bio-fuer-die-umwelt/pflanzenbau/lebensgrundlage-boden/

http://wasseraktien.de/wasser/wasser-als-lebensgrundlage

https://www.landeskunde-baden-wuerttemberg.de/umwelt-luftwasser

https://www.landentwicklung.de/projekte/natuerliche-lebensgrundlagen

Reihe „Nachhaltig leben“: Die Rolle der natürlichen Lebensgrundlagen – politische Ebene

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

ein Artikel von Lisa Greif, 9b

Zu den natürlichen Lebensgrundlagen zählt der Boden, das Wasser, die Luft, das Klima und Flora und Fauna. Das erste Gesetz, welches auf die Umwelt bezogen war, wurde erst im Jahr 1971 eingeführt und war das „Fluglärmgesetz“. Das lag daran, dass die Politik sich ursprünglich nicht vordergründig um die Umwelt gekümmert hat und es deshalb noch keine auf die Umwelt bezogene Gesetzgebung gab. Dies änderte sich jedoch, da es durch die Fortschritte, die die Technologie und die Industrie mit sich brachten, zu immer mehr Umweltproblemen kam.

So wuchs in den siebziger Jahren das Umweltbewusstsein der Bevölkerung, da Luft, Boden und Gewässer immer mehr verschmutzt wurden. Die SPD hatte 1971 schon ein auf die umweltbezogenes Gesetz in ihr Programm für den Umweltschutz aufgenommen. Die Grünen hingegen haben sich vor allem in den 1980er Jahren für solch eine Regelung eingesetzt, mit der Forderung, dass Bürgerinitiativen und Verbände bei Umweltverschmutzungen klagen dürften – jedoch ohne Erfolg. Im Dezember 1983 wurde die Einführung eines entsprechenden Gesetzes abgelehnt. Stattdessen kam es zur Einführung eines Staatziels für den Umweltschutz und zum Einzug der Grünen in den Bundestag 1983 und die Gründung des Bundesministeriums für die Umwelt und den Naturschutz.

Warum sollten die natürlichen Lebensgrundlagen und verschieden Tierarten gesetzlich geschützt werden ?

Viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten werden immer seltener. Bis zu eine Million Arten sind vom Aussterben bedroht, viele davon werden bereits in den nächsten Jahrzehnten verschwinden – auch in Deutschland, deshalb gibt es Naturschutzgesetze und ausgewiesene Gebiete, damit, so gut wie es geht, verhindert werden kann, dass seltene Arten von Pflanzen und Tieren wirklich ganz aussterben.

Die Umweltpolitik in der heutigen Zeit ist ein politisches Feld, welches alle Lebensbereiche des Menschen berührt. Der Klimaschutz wäre ein gutes Beispiel hierfür. Die Rückgänge der biologischen Vielfalt und der übermäßige Verbrauch der natürlichen Lebensgrundlagen sind weitere Herausforderungen für die Politik und die Bevölkerung. Im Umweltbericht der Bundesregierung von 2015 heißt es, dass die große Aufgabe der Umweltpolitik sei, jetzt die natürlichen Lebensgrundlagen für der heutigen und die künftigen Generationen zu erhalten.

Meiner Meinung nach spielen die natürlichen Lebensgrundlagen eine sehr wichtige Rolle in unserem Leben und auch die Politik muss sich zwingend damit befassen. Ohne natürliche Lebensgrundlagen könnten wir überhaupt nicht überleben oder wir wären ohne sie nicht zu dem fähig, unsere Leben so zu führen, wie wir es heute tun. Deshalb empfinde ich die Gesetze für den Umweltschutz auch als sehr nötig, damit wir unsere Umwelt noch retten können und auf jeden Fall versuchen, sie zu schonen. Das Aussterben von vielen verschieden Pflanzen und Tieren passiert nur wegen uns Menschen, weil wir unsere Welt nicht gut behandelt haben.

Reihe „Nachhaltig leben“: Müll – ein globales Problem

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Müll – ein globales Problem

ein Artikel von Leonie Glatz, 9b

Überall sieht man zurzeit Einwegmasken herumliegen, ob auf der Straße, in kleinen Tümpeln, in Bäumen, überall, aber oft nicht in Mülleimern, wo sie eigentlich hingehören. Laut einer Schätzung fielen durch die aktuelle Corona-Lage zudem bis zu 8,4 Millionen Tonnen mehr Plastikmüll an. Aufgrund der Lockdowns kam es demnach auch zu viel mehr Haushaltsabfall, jedoch lag die Abfallmenge der Deutschen bereits vor der Pandemie mit 609 Kilogramm je Einwohner deutlich über dem EU-Durchschnitt, welcher 502 Kilogramm je Einwohner beträgt. Damit ist klar, dass die Deutschen ein Müllproblem haben, doch nicht nur Deutschland ist davon betroffen.                                                                          

Vor allem Industrieländer wie Europa und Nordamerika produzieren die größten Mengen Abfall, welcher oftmals ins Ausland verkauft wird. Der größte Abnehmer des deutschen Mülls ist Malaysia, dort nutzen sie unseren Plastikmüll, um neue Dinge herzustellen und diese weiterzuverkaufen. Jedoch stellten Umweltschützer fest, dass unser Müll oftmals nicht in neuen Produkten landet,was daran liegt, dass der Müll nicht richtig sortiert wurde, weswegen es ab dem 1. Januar nicht mehr erlaubt ist, unsortierten Müll weiterzuverkaufen. Doch was passiert mit dem übrigen Müll?

Oft wird er auf Deponien gelagert, diese setzen aber Methan, ein Treibhausgas, frei und können in den Boden und unser Grundwasser gelangen. Diese Treibhausgase verhindern die Wärmerückstrahlung von der Erdoberfläche und das sorgt dafür, dass auf unserem Planeten 15°C statt eisiger Weltraumkälte herrschen. Jedoch führt der zusätzliche Ausstoß dieser Gase, die durch menschliche Aktivitäten erzeugt werden, zu einer Aufheizung des Klimas – die Folge ist der Klimawandel.

Eine andere Art, Müll schnell verschwinden zu lassen, ist die Müllverbrennung. Laut einer Studie von „Greenpeace“ gelangen durch die Schlote der Müllverbrennungsanalgen giftige Stoffe wie Treibhausgase und krebserzeugende Dioxine in die Atmosphäre. Diese schlechte Abfallwirtschaft wirkt sich auf unsere Ökosysteme und den Klimawandel aus. Oftmals gelangt Müll auch ins Meer, wo auch sogenannte Müllstrudel – das sind gigantische Müllinseln, die vor allem aus Plastik bestehen – im Ozean herumtreiben. Ein Teil des Mülles wird mit Abwässern über Flüsse ins Meer gespült, von Müllkippen an der Küste ins Wasser geweht oder von Badegästen achtlos am Strand liegen gelassen.

Ca. 3/4 des Mülls besteht aus Plastik, das sind ca. 4,8-12,7 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr. Die Zersetzung von Plastik kann von bis zu mehreren hundert bis zu tausenden Jahren dauern. Die Mikroplastikpartikel gelangen zudem auch in den Körper der Meerestiere und somit auch durch den Verzehr von Meerestieren in den menschlichen Organismus. Die daraus resultierenden Folgen sind bis jetzt jedoch noch nicht erforscht. Diese kleinen Partikel verstecken sich aber nicht nur in den Lebewesen, sondern auch z. B. in Kosmetikprodukten. Die Plastikteile können aber auch durch eine Verwechslung mit Nahrung von Tieren aufgenommen werden, die daran ersticken können. Sie erleiden außerdem dadurch tödliche Verstopfungen oder verhungern, da ihr Bauch mit Plastik gefüllt ist. Immer mehr Eissturmvögel, ca. 93 Prozent, werden mit Plastikteilen im Magen aufgefunden. Wenn es so weitergeht, schätzt man, dass bis 2050 jeder Meeresvogel Plastikteile im Magen haben wird. Oft verwechseln Meeressäuger und Fische Plastiktüten mit Nahrung oder verfangen sich in dem Müll und sterben qualvoll. Auch viele herrenlose Fischernetze, auch Geisternetze genannt, schwimmen im Meer herum und sind daher eine Gefahr für Meerestiere und schaden auch der Riffstruktur. Oft werden Sperrmüll, Bauschutt, Gartenabfälle, etc. illegalerweise im Wald entsorgt, da dadurch keine Gebühren anfallen. Die Folgen der Verschmutzung sind eine Zerquetschung der unter dem Abfall liegenden Pflanzen, wodurch keine neuen Pflanzen mehr entstehen können. Bio-Abfälle führen zudem zu einer Überdüngung der Pflanzen und können ins Grundwasser eindringen, dadurch entstehen Schadstoffe, die wir wieder aufnehmen. Außerdem stellt der Müll eine große Gefahr für die Waldtiere da, die darin hängen bleiben, ersticken, oder sich verletzen können. Auch unkontrollierte Verbrennungen setzen viele Schadstoffe frei und das Feuer kann schnell außer Kontrolle geraten.

Wie man sieht, bereitet uns der Müll eine Vielzahl an unterschiedlichen Problemen, deshalb sollte jeder auf seinen Konsum achten!

Quellen:

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article121373995/Die-Erde-steht-vor-ihrer-voelligen-Vermuellung.html

https://www.eea.europa.eu/de/signale/signale-2014/artikel/abfall-ein-problem-oder-eine-ressource

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/muell/muellentsorgung/index.html

https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-   plastikmuell#:~:text=Drei%20Viertel%20des%20M%C3%BClls%20im,Jahr%20zehntausende%20Tiere%20das%20Leben.

https://praxistipps.chip.de/muell-im-wald-das-sind-die-folgen_128055

https://www.spektrum.de/news/umweltverschmutzung-millionen-tonnen-muell-durch-corona/1946527

https://www.rnz.de/klaro_artikel,-muell-zu-verkaufen-_arid,607405.html

https://ec.europa.eu/health/scientific_committees/opinions_layman/mercury-in-cfl/de/quecksilber-energiesparlampen/glossar/tuv/treibhausgas.htm

Reihe „Nachhaltig leben“: Forstwirtschaft der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Die Forstwirtschaft der Zukunft

ein Artikel von Angelina Gabrys, 9b

Forstwirtschaft ist der wissenschaftliche Aufbau, die Pflege und die Nutzung von Wäldern, um Holz und andere Produkte daraus zu erzeugen. Neben dieser Aufgaben muss ein Förster auf die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes achten. Wie die Zukunft der Forstwirtschaft aussehen wird, ist schlecht vorauszusagen, weil es viele Dinge gibt, die den Wald zerstören.

Die Luftverschmutzung z. B. ist ein großes Problem für die Forstwirtschaft. Der große Kohlenstoffdioxidausstoß (von Kraftwerken, von dem Abgasausstoß der Kraftfahrzeuge und von den Kaminen der Häuser) ist ein großes Problem, welches uns seit längerem belastet. Diese Schadstoffe, die von uns in die Welt gesetzt werden, wirken sich auf Menschen, Tiere und Pflanzen, also auch auf unsere Wälder aus. Da die Wälder unsere verschmutzte Luft filtern, verringern sie zwar die Luftverschmutzung, schaden sich jedoch selbst damit. Außerdem nimmt die Luftverschmutzung immer mehr zu, was dazu führt, dass der Wald damit nicht mehr zurecht kommen kann. 

Ein weiteres Problem ist der sogenannte „saure Regen“. Dort verbinden sich die Gase Schwefeldioxid und Stickstoffoxide (welche zum Beispiel in Automotoren verbrannt werden) in der Luft mit Wassertröpfchen. Dabei entstehen Säuren, die im Nebel, Tau und Regen enthalten sind. Dieser saure Regen versickert im Boden und verschmutzt ihn. Aus diesem Grund werden die Wurzeln von Bäumen geschädigt, welche notwendig für die Wasser- und Nährstoffaufnahme sind. Aus den Bodenteilchen lösen sich giftige Schwermetalle, die dann von den Bäumen aufgenommen werden. So kommt es zur Vergiftung unserer Wälder. Der saure Regen wirkt nicht nur unterirdisch, er schädigt unsere Wälder auch, indem die Blätter und Rinden von den Bäumen angegriffen werden. Neben dem sauren Regen wirkt Ozon (eine bestimmte Form des Sauerstoffs, die durch die Einwirkung von Strahlung oder elektrischer Entladung gebildet wird) schädigend. Es greift die Kuticula (die Wachsschicht) an, welche verhindert, dass die Blätter austrocknen. Aber auch die Chloroplasten werden angegriffen und somit wird die Fotosynthese gestört. Wenn das geschieht, vergilben die Blätter schneller. Außerdem verlangsamt sich das Wachstum der Bäume, was bedeutet, dass weniger Holz produziert werden kann und dass die Jahresringe dünner werden.

Es gibt aber auch natürliche Faktoren, wodurch die Forstwirtschaft nur schwierig gelingen kann, weil häufig Erkrankungen in den Waldgebieten auftreten und dadurch die Bedürfnisse der Bäume nicht erfüllt werden können. Dazu gehören trockene Gebiete, Steillagen und nährstoffarme Böden. Wenn Bäume an solchen Orten wachsen, sind sie geschwächt und wenn andere Faktoren, wie zum Beispiel die Luftverschmutzung, die Bäume ebenfalls belasten, hinzukommen, besteht die Gefahr, dass Sekundärschäden auftreten. Das bedeutet, dass sie von Parasiten, also zum Beispiel von Pilzen oder Borkenkäfern befallen werden.

Unseren Wald zu retten ist sehr wichtig, weil die Forstwirtschaft eine sehr große Rolle in unserem Leben spielt. Der Wald ist eine Rohstoffquelle und ein Energielieferant, welche nur durch die Forstwirtschaft erhalten bleiben kann. Außerdem würden wir ohne die Forstwirtschaft viele Arbeitsplätze verlieren. Aber so ein Wald ist nicht nur für uns, sondern auch für Tiere und Pflanzen wichtig und ohne Wald würden sie ihren Lebensraum verlieren. Deswegen dürfen wir nicht vergessen, wie wichtig der Wald eigentlich ist.

Wir können einiges ändern, um den Wald zu retten. Auch kleine Dinge, die viel bewirken, sind hilfreich, wie zum Beispiel keinen Müll auf den Waldboden zu werfen, sparsam mit Holz- und Papierprodukten umzugehen und Naturschutzorganisationen mit Spenden oder aktiver Mitarbeit zu unterstützen. Wir Menschen müssen unser Umweltbewusstsein ändern und anfangen, nachhaltiger zu leben, dann schützen wir nicht nur unsere Wälder, sondern verlangsamen auch den Klimawandel.

So könnte die Forstwirtschaft der Zukunft einen positiven Verlauf nehmen. Die Wälder würden sich regenerieren und widerstandsfähiger werden. Ändert sich jedoch nichts, dann sind immer mehr Wälder vom Aussterben bedroht. Sie trocknen entweder aus oder werden von Krankheiten befallen. Dann können wir uns von den Wäldern verabschieden, die wir zum Uberleben brauchen. 

Quellen: 

https://www.spektrum.de

www.planet-schule.de          

https://www.wodewa.de

https://nabu.de

Reihe „Nachhaltig leben“: Rohstoffe der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Rohstoffe der Zukunft

ein Artikel von Julia Blum, 9b

Unser Handy, das Familienauto oder die neue Jeans – Dinge unseres alltäglichen Gebrauchs haben oftmals eine entscheidende Gemeinsamkeit: Für ihre Herstellung wurden bestimmte Ausgangsstoffe, sogenannte Rohstoffe, verwendet. Rohstoffe sind Stoffe, die der Natur entnommen werden und die die Basis für die Anfertigung unserer Waren bzw. die Durchführbarkeit von Dienstleistungen bilden. Holz, Metallerze, Kohle und Öl, aber auch Pflanzen und Tiere als Nahrungsmittel gehören zu den am häufigsten gehandelten Rohstoffen.

Dabei können Rohstoffe in erneuerbare und nicht erneuerbare Rohstoffe gegliedert werden. Als erneuerbare Rohstoffe werden Ressourcen bezeichnet, die quasi unbegrenzt auf unserer Erde zur Verfügung stehen und sich immer wieder auf natürliche Weise erneuern, wie zum Beispiel Holz, Wasser und Pflanzenöle. Nicht erneuerbare Rohstoffe stehen den Menschen hingegen nur in begrenzter Menge zur Verfügung und können somit endgültig ausgehen. Die sogenannten fossilen Brennstoffe wie Erdöl und Kohle könnten zwar erneuert werden, jedoch würde diese Erneuerung Millionen von Jahren dauern, weshalb sie demnach den nicht erneuerbaren Rohstoffen zugeordnet werden.

Der zentrale Konflikt in dieser Hinsicht, der aktuell immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Tatsache, dass unser derzeitiges Leben, in seiner Art und Weise v.a. in der westlichen Welt beinahe ausschließlich auf nicht erneuerbaren Rohstoffen basiert. Das zieht unter anderem zwei negative Folgen mit sich: Zum einen wohnen heute 7,6 Milliarden Menschen auf der Erde, was verbunden mit unserem immer exzessiveren Konsum früher oder später zu einem Mangel an nicht erneuerbaren Rohstoffen führen wird. Dies wäre ein harter Schlag für die Automobilindustrie, welche immer noch in großem Maße auf Erdöl als Basis für Benzin und Diesel angewiesen ist. Wirtschaftlich betrachtet ist im Besonderem die Wirtschaft Deutschlands von der Automobilindustrie abhängig, weshalb eine Schwächung dieser, ausgelöst durch den Mangel an Rohstoffen, auch zu einem Abschwung der deutschen Konjunktur führen würde. Zum anderen verändert unsere Ressourcennutzung unser Ökosystem. Die Gewinnung und Weiterverarbeitung von nicht erneuerbaren Rohstoffen ist sehr energieintensiv und führt zur Emission von Schadstoffen in Boden und Luft. Knapp gefasst bilden nicht erneuerbare Rohstoffe immer weniger eine Option für unser zukünftiges Leben.

Aus diesem Grund sollen nun erneuerbare Rohstoffe bzw. Energien mehr und mehr gefördert werden. Somit wird der Gewinnung von Energie aus Wind-, Sonnenenergie oder Wasserkraft in Zukunft eine viel größere Bedeutung wiederfahren. Ein weiterer wichtiger Faktor, der zur Steigerung der Wichtigkeit einiger Rohstoffe führen wird, ist der technologische Fortschritt.

So soll der Stoff Gallium laut Vorhersagen bis zum Jahr 2030 eine massive Bedarfssteigerung erfahren, da er vor allem in den Bereichen der Photovoltaik, LEDs und Hochleistungsmikrochips verwendet wird. Ein weiterer Rohstoff der Zukunft könnte zudem das Neodym werden, welches bei der Herstellung von Elektromotoren zum Einsatz kommt. Experten setzen beispielsweise aber auch großes Potenzial in Rohstoffe wie Platin, Zinn und Kobalt.

Rohstoffe werden für uns Menschen immer ein wichtiger und ausschlaggebender Faktor für unser Leben sein – egal ob politisch, wirtschaftlich oder sozial. Besonders in den nächsten Jahrzehnten wird sich dieser Wandel von nicht erneuerbaren zu erneuerbaren Rohstoffen bemerkbar machen. Wie schnell dies genau passieren wird und welche Rohstoffe im Endeffekt tatsächlich Verwendung finden, lässt sich bis jetzt allerdings nur vermuten.

Quellen:

Reihe „Nachhaltig leben“: Nachhaltige Logistik und Berufe der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Nachhaltige Logistik und Berufe der Zukunft

ein Artikel von Sophia Felk, 9b

Schon seit vielen Jahren boomt die Logistikbranche. Der Onlinehandel und das Just-in-Time-Prinzip der Industrie sorgen für beständige Zuwächse. So wie es aussieht, wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Viele Menschen kaufen bereits heute Kleidung, Bücher, Medikamente oder Nahrungsmittel im Internet.

Die Aufgaben der Logistik sind Güter aller Art zu lagern, umzuschlagen, zu kommissionieren, zu sortieren, zu verpacken und zu verteilen, was viel Planung und Know-how erfordert. In der Logistik gehören Termindruck, das schnelle Reagieren auf unvorhersehbare Zwischenfälle und je nach Tätigkeit und Unternehmen, Schichtarbeit und Überstunden dazu. Deshalb sind Berufe in der Logistik durchaus anspruchsvoll und nicht für jeden geeignet.

Software und Roboter übernehmen immer mehr Tätigkeiten. Die Automatisierung wird den Menschen ersetzen, aber auch die neuen Techniken benötigen Menschen, die die Prozesse in der Logistik überwachen, einen reibungslosen Ablauf sicherstellen und die Güter und Produkte mit dem Zug, Flugzeug, Schiff oder LKW transportieren. Jedoch wird sich die Arbeit grundlegend wandeln und neue Berufe werden entstehen. Professor Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung, sagt, dass Prozess-, System- und Problemlösungskompetenzen immer wichtiger werden und auch soziale Kompetenzen mehr zählen.

Zukunftsberufe in der Logistik:

  1. Roboterkoordinator

Der sogenannte Roboterkoordinator überwacht und plant den Einsatz der Maschinen im Maschinenbau oder der Automobilindustrie. Zu seinen Aufgaben gehört es, auf Störungen und Fehlersignale zu reagieren, Wartungen durchzuführen und defekte Roboter zu ersetzen.

  • Daten-Spezialist

Der Daten-Spezialist nutzt Daten aus unterschiedlichen Quellen für umfangreiche Analysen, um mit den Ergebnissen Verfahren zu verbessern oder so neue, optimierte Lösungen für Logistikaufgaben anzubieten.

  • LKW-Führer

Der LKW-Fahrer wird im selbstfahrenden LKW zum LKW-Führer. Er ist vor allem mit der Koordination von Transporten beschäftigt und vor Ort ist er ein geschickter Verhandler und Problemlöser.

  • Algorithmen-Versicherer

Die Aufgaben von dem Algorithmen-Versicherer sind, die selbstfahrende Transporte, die zahlreichen Risiken ausgesetzt sind, zu versichern und sie richtig einzuschätzen. Vermutlich werden sie dabei eng mit Daten-Spezialisten zusammenarbeiten.

  • Drohnen-Piloten & Ingenieure

Der Drohnenpilot, oft auch Drone Operator oder UAV Operator genannt, wird mit der stetig wachsenden Verbreitung der Drohnentechnologie, sehr gesucht. Für den Zukunftsmarkt der Drohnen werden auch Ingenieure, Softwareentwickler sowie Sales Manager gesucht.

  • Supply Chain Manager

Der Supply Chain Manager koordiniert und optimiert Wertschöpfungs- und Lieferketten. Er sorgt dafür, dass von der Beschaffung der Rohmaterialien, über die Produktion und Logistik bis hin zur Auslieferung zum Kunden alle Vorgänge reibungslos ablaufen. Er sorgt auch für einen einwandfreien Informations- sowie Geldfluss.

Für solche Berufsbilder gibt es aber keine Garantie, es lassen sich lediglich verschiedene Trends abzeichnen, welche Prognosen verschiedener Institute und Experten zulassen. Es geht vor allem um die verschiedenen Branchen und Wirtschaftszweige, die entweder ein stetiges Wachstum erfahren oder im Wandel der Zeit langsam aussterben, wie beispielsweise der Bergbau oder die Druckindustrie.

Es darf behauptet werden, dass die Logistikbranche eine der Branchen mit den besten Zukunftsaussichten ist, auch wenn die Logistik Problemen gegenübersteht. Ein zentrales Thema ist gerade der enorme Kostendruck. Künftig werden Dienstleister noch gezielter nach den günstigsten Lösungen suchen müssen, die es aber dennoch zulassen, den gewünschten, geforderten und gesetzlichen Maßstäben zu entsprechen. Unser Verhältnis zur Arbeit dürfte sich in den kommenden zwei Jahrzehnten grundlegend wandeln. Die Arbeit wird uns aber gewiss nicht ausgehen.

Quellen:

https://www.xing.com/news/articles/acht-sichere-jobs-der-zukunft-798965

https://www.mm-logistik.vogel.de/logistikjobs-der-zukunft–was-sich-durch-digitalisierung-aendert-a-635582/

https://www.sueddeutsche.de/karriere/nachhaltige-jobs-die-fabrik-der-zukunft-1.3243417

Welcher Job hat Zukunft?

Reihe „Nachhaltig leben“: Die Rolle der natürlichen Lebensgrundlagen in der Gesellschaft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Die Rolle der natürlichen Lebensgrundlagen in der Gesellschaft

ein Artikel von Lisa Eibl, 9b

Die Gesellschaft, damit meint man heutzutage die ganze Welt, sollte sich in der aktuellen Situation viele und vor allem gezielte Gedanken zu dem Thema der „natürlichen Lebensgrundlagen“ machen.

Doch was ist mit natürlichen Lebensgrundlagen gemeint?

Darunter kann man den Boden, das Wasser, die Luft, Flora und Fauna, also generell die Umwelt, verstehen. Unsere Umwelt ist zunehmend durch viele Einflüsse bedroht.

Ein sehr wichtiger Punkt ist die Verschmutzung der Natur, z. B. durch die Wirtschaft. Obwohl die Natur eine wichtige Grundlage für viele Unternehmen darstellt, zerstören Firmen oftmals durch Abwasser und Abfälle einen großen Teil davon. Sie nutzen Chemikalien zur Reinigung, zur industriellen Fertigung, zur Herstellung von Produkten in der Agrarwirtschaft oder zur Schädlingsbekämpfung. Diese gelangen in die Gewässer, wie Flüsse, Seen oder Meere. In den letzten 20 Jahren ist die Zahl der „geschädigten“ Gewässer extrem gestiegen. 2010 waren laut einer Statistik vom Umweltbundesamt 30,8% der Gewässer in einem sehr guten bzw. guten Zustand – 2015, nur fünf Jahre später, waren es nur noch 26,4%.

Viele Menschen entsorgen außerdem ihren Müll nicht sachgerecht, sondern werfen Verpackungsmaterial rücksichtlos in die Natur. Vor allem Seen, Flüsse und die Meere sind davon betroffen. Allein über eine Millionen Seevögel sterben jährlich an der Verschmutzung der Meere, größtenteils durch Plastik. Dazu kommen noch hunderttausende Meeressäugetiere. Diese verschlucken häufig bereits zersetzte Plastikteile, was in vielen Fällen zum Tod der Tiere führt.

Neben der allgemeinen Verschmutzung leidet die Umwelt auch durch den Klimawandel in enormen Maße. Das bedeutet, dass es auf der Erde immer wärmer wird und dadurch unsere ganze Existenz, d.h. unsere dringend benötigten natürlichen Lebensgrundlagen zerstört werden. Jedes Jahr gibt es bereits große Brände, bei denen unzählige Häuser vernichtet werden und Menschen und Tiere sterben. Auch in Deutschland fehlt in heißen Sommern bereits teilweise das Wasser. Deutschland bereitet sich auf solche Fälle schon intensiv vor, indem der Bevölkerung empfohlen wird, keine Pools zu befüllen oder den Rasen zu gießen, damit das Wasser für wichtige Dinge, wie trinken, duschen etc. benutzt werden kann. Trotzdem wird das Wasser im Sommer auch in Deutschland von Jahr zu Jahr knapper, was für die Gesellschaft gravierende Folgen haben kann.

Ein weiterer problematischer Punkt sind Immobilien. Viele Menschen möchten sich ein Eigenheim errichten, weshalb die Nachfrage nach Immobilien immer größer wird. Gerade im ländlicheren Bereich ist der Bedarf an Grundstücken sehr groß, da hier viele Menschen die Rolle der Natur als Erholungsraum schätzen. Durch viele oftmals weit auseinander stehende Häuser und Siedlungen wird die Natur jedoch zerteilt, wodurch sich Tiere oder Pflanzen nicht mehr richtig ausbreiten können, ohne durch den Menschen gestört zu werden. Besser wäre es also zusammenhängend bebaute oder unbebaute Gebiete zu lassen und unsere Umwelt nicht komplett durch die Zerklüftung zu „verschmutzen“. Diese natürlichen Gebiete nützen dann sowohl den Tieren als auch den Menschen.

Neben dem Siedlungsbau in ländlichen Räumen stellt auch der Verkehr ein weiteres Problem dar, das unsere natürlichen Lebensgrundlagen gefährdet. Das Autofahren ist in ländlichen Gegenden unbedingt notwendig, doch auch für kurze Strecken fahren viele Menschen gerne mit dem Auto, anstatt das Fahrrad oder die öffentlichen Verkehrsmittel zu verwenden. Wir sollten alle darauf achten, mehr mit dem Bus oder der Bahn zu fahren anstatt mit dem eigenen Auto. Es schont unsere Umwelt und stärkt damit unsere wichtigste Lebensgrundlage, unsere Natur.

Deshalb sollten wir alle unser Bestes geben, um alle unsere Lebensgrundlagen zu schützen, denn wir haben nur eine Erde, und diese wollen wir alle noch länger für uns nutzen.

Quellen:

https://de.statista.com/themen/4332/waldbraende-und-buschfeuer/#dossierKeyfigures

https://presseportal.greenpeace.de/206836-uber-eine-million-tiere-sterben-jahrlich-an-plastikmull-im-meer

https://www.umweltbundesamt.de/daten/wasser/zustand-der-seen#okologischer-zustand-der-seen

https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/umzug-land-leben-trend-100.html