Exklusiv: Weihnachtspaket

Weihnachten steht vor der Tür – die Zeit der Hektik, Geschenkeflut und des üppigen Essens. Moment, da sind wir wohl durcheinander gekommen. Es ist natürlich die Zeit, in der wir Christen der Geburt Jesu gedenken – eigentlich eine Zeit der stillen Freude, des Beisammenseins und der Möglichkeit, innerlich zur Ruhe zu kommen.

Wir, die Redaktion der Schülerzeitung, möchten euch bewusst in dieser Weihnachtswoche nicht mit „Geschenken“ aller Art überhäufen, sondern euch einladen, ein bisschen zur Ruhe zu kommen in diesen Zeiten äußerlichen Aufruhrs und bunter Eindrücke. Dementsprechend haben wir euch ein kleines (aber feines) Vorweihnachts-Paket geschnürt und verabschieden euch damit in die wohlverdienten Ferien.

Gesegnete Weihnachten – im Januar sind wir wieder wie gehabt für euch da!

Die hr3 Weihnachtsgeschichte – Das Hörspiel Die hr3 Weihnachtsgeschichte

London, 1843. Der geizige und kaltherzige Ebenezer Scrooge wird an Heiligabend von drei Geistern heimgesucht. Sie zeigen ihm die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Aus dem verbitterten Mann wird ein Wohltäter. "A Christmas Carol" von Charles Dickens wurde zu einem Meilenstein der Weltliteratur – und mit Stars wie Bill Murray oder Jim Carrey immer wieder verfilmt. hr3 setzt diese Tradition fort. Mit einem Hörspiel-Erlebnis, das es so in Deutschland noch nicht gab. Dutzende Stars wie Mark Forster, Stefanie Heinzmann oder Michael Mittermeier sind zusammenkommen. Unter der Regie von Leonhard Koppelmann und mit Musik vom hr-Sinfonieorchester ist eine aufwendige und zugleich liebevolle Produktion entstanden. Eine Geschichte für die ganze Familie – die uns auch jetzt – fast 200 Jahre nachdem sie geschrieben wurde – wie keine zweite in Weihnachtsstimmung versetzt. Regie: Leonhard Koppelmann Musik: hr-Sinfonieorchester, Chor VOCALIVE Die Sprecher*innen (in chronologischer Reihenfolge): Jan Hofer als Weihnachtsmann Sonja Zietlow als Mutter beim Einkauf Tobi & Tanja als sie selbst Dragoslav Stepanović als Passant Frank Elstner als Buchhändler Stefan Kaminski als Scrooge und Cratchit Cathlen Gawlich als Erzählerin Johannes Oerding als Verkäufer auf dem Markt Bärbel Schäfer als Frau auf dem Markt Mark Forster als Maronenverkäufer Kate Menzyk als freundliche Marktbesucherin Badesalz als Bettler Michael Mittermeier als Jacob Marley Stefanie Heinzmann als Geist der vergangenen Weihnacht Jürgen Kerbel als Vater von Scrooge Olivia Jones als Gast auf der Weihnachtsfeier Rea Garvey als irischer Sänger Dr. Eckart von Hirschhausen als Mr. Fezziwig Maddin Schneider als Dick, Scrooges Freund (jung) Stefanie Kloß (Silbermond) als Belle Joris als der junge Scrooge Jürgen von der Lippe als Geist der gegenwärtigen Weihnacht Lea als Schwester des kleinen Timmy Andrea Sawatzki als Mutter des kleinen Timmy Mundstuhl als Bestatter Samu Haber als Straßenmusiker Jan Reppahn als Passant Michael Schulte als Mann im Armenhaus Alexander Klaws singt O Holy Night

Lyrisches zu Weihnachten

Weihnachten naht.

Ist alles parat?

Ich meine, sind wir bereit?

Ist es so weit?

 

2020?

Mühselig, langweilig und irgendwie stressig.

Nichts hat geklappt, nichts hat gepasst

und jeder hatte die Situation einfach satt.

Ich gebe zu, auch ich war genervt.

Ich meine, wer war das nicht?

Schulschließung, Restaurantschließung und kaum ein Lichtblick

 

Doch nun ist Weihnachten da.

Weihnachten, das Fest der Liebe.

Weihnachten, das Fest der Hoffnung.

Weihnachten, das Fest der Fröhlichkeit.

Nur für die paar Tage den Stress einfach mal sacken lassen.

Einfach mal entspannende Sachen machen.

Mit der Familie lachen.

Und alles vergessen.

Weihnachten ist ruhig.

Weihnachten ist genussvoll.

Weihnachten ist hoffnungsvoll.

Alle negativen Gedanken sind an diesen Tagen verschollen.

Und das wünsche ich euch. Macht das beste aus diesem Weihnachten. Ich wünsche euch wunderschöne und entspannte Weihnachtsferien und ein tolles neues Jahr 2021.

Mit diesem schönen und besinnlichen Gedicht von Jasmin Kainz verabschiedet sich auch die Redaktion der Schülerzeitung von euch. Auch wir wünschen allen für die letzten Tage viel Kraft – und danach Erholung, Gesundheit und schöne Stunden im (kleinen) Kreis der Familie!

Die Redaktion der Schülerzeitung

Gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch!

Baby, Baby Jesus, Bethlehem, Birth, Child, Christ Child

Liebe Leserinnen und Leser,

wir wünschen euch und allen, die zur Schulgemeinschaft Seligenthal gehören, wundervolle Weihnachtsferien und gesegnete Tage, in denen ihr euch hoffentlich besinnen und zur Ruhe kommen könnt.

Rutscht auch gut in das neue Jahr – wir freuen uns 2020 wieder auf euch und verbleiben mit einem großen Dankeschön dafür, dass ihr uns treu bleibt oder es noch werdet … 🙂

Eure Schülerzeitungsredaktion

Die Geschichte von dem kleinen Mädchen (eine etwas andere Weihnachtsgeschichte)

Es war einmal vor langer Zeit ein kleines Mädchen, das nichts besaß, außer die Kleider am eigenen Leib. Eltern hatte es nicht mehr, doch es war warmherzig und gut. Obwohl es selber nichts besaß, teilte es alles, was es selber gebrauchen könnte. So hatte es zum Beispiel sein einziges Paar Handschuhe hergegeben. Allein ging es durch den schneebedeckten Wald. Es war sein Zuhause. Es fühlte sich traurig, doch es war nicht verzweifelt, denn es hatte nie den Glauben an das Gute verloren. Es verstand nicht, warum in der Stadt so viele leuchtende Ketten hingen. Welchen Grund hatten die Menschen, zu dieser Zeit so viel zu lachen? Was war jetzt für eine Zeit? In der Hoffnung, den Grund für das laute Gelächter herauszufinden, machte es sich auf den Weg in die Stadt. Alle Menschen schauten das kleine Mädchen komisch an, tuschelten und wichen ihm aus. War es wirklich so anders? Gut, es hatte nicht die feinste Kleidung an, weil es keine andere hatte. Die Haare waren zerrupft, weil es keinen Kamm besaß, aber es war doch auch nur ein Mensch, dachte es bei sich und war geschockt über so viel Abneigung der vielen Menschen auf diesem … ja … wo war es eigentlich? Es war dem Gelächter gefolgt und schließlich zu einem großen Platz gekommen. Es hatte nie lesen gelernt und konnte deshalb das Eingangsschild nicht lesen. Es erkannte ein großes W, ein E und ein I folgten – und konnte das nächste ein H sein? Es versuchte weiter das lange Wort zu entziffern, doch dann wurde es grob in den Markt gestoßen. Es stand hier nur im Weg, wurde dem armen Mädchen gesagt. Und nun war es hier. Ihm war sehr kalt und plötzlich sah es einen Stand, der warme Getränke anbot. Das kleine Mädchen fragte danach, doch der Verkäufer lachte nur laut auf und sagte laut: „Du siehst nicht so aus, als ob du auch nur eine goldene Münze bei dir hättest!“ Die umherstehenden Menschen brüllten vor Lachen, als das Mädchen dem Verkäufer stattdessen sein zweites kaputtes Oberteil anbot. Es ließ den Kopf hängen und plötzlich überkam es eine unendliche Einsamkeit. Im Wald hatte es sich immer mit den Tieren unterhalten, hatte überlegt, was sie ihm wohl sagen wollten, aber hier … Waren das wirklich Menschen? Das konnte nicht sein, das durfte nicht sein! Tränen kullerten auf einmal über seine schmutzigen Wangen und es wollte gerade davonlaufen, als jemand nach seiner Hand griff. Es drehte sich um, doch blickte immer noch weinend zu Boden. „Sieh mich an.“, sagte derjenige. Aha, es war ein Mann. Langsam blickte es an dem Mann hinauf. Warum war es plötzlich so still geworden? Die Person war äußerst edel gekleidet. Ein samtener roter warmer Mantel und … oh Gott … eine Krone. Das musste bedeuten, dass das der König war. Erschrocken blickte das Mädchen erst ihn an, dann sah es, dass die Menschenmenge sich verbeugte. Es wollte es ihr gleichtun, doch dummerweise riss dabei das sowieso schon kaputte Oberteil. Die Leute konnten sich nicht mehr halten, sie fingen wieder zu lachen und zu brüllen an. Es warf dem König einen entschuldigenden Blick zu, doch der lächelte nur warm und bestrafte den Rest der Menge mit Blicken, die kälter aussahen als der Boden unter des Mädchens halbnackten Füßen. Die Menge verstummte. Verwirrt blickten sie den König an. Der jedoch ging zu der Person, die am lautesten gelacht hatte und verlangte nach seiner Jacke. Dann ging er zum Stand mit den Getränken und kaufte einen warmen Kräutertee. Das Mädchen war verwirrt und wusste nicht, was es tun sollte. Es konnte doch sowieso nichts hergeben. Doch dann kam der König zu dem Mädchen und bot ihm den Tee und die Jacke an. Das Mädchen wollte es nicht annehmen, weil es das nicht bezahlen konnte und weil der Mann die Jacke sicher selber brauche. Der König lächelte das Mädchen mit warmen Augen an, drehte sich zu der Menge und sagte: „Seht ihr, wie sie ist und wie ihr seid? Ihr habt nur euer eigenes Wohl im Kopf, während ihr jeden Tag mehr vergesst, dass es auch noch andere Menschen gibt. Vor allem jetzt zur Weihnachtszeit solltet ihr daran erinnert werden, dass nicht nur ihr existiert. Weihnachten ist das Fest der Güte und der Liebe und des Zusammenseins. Es geht nicht darum, einander irgendwelche Geschenke zu machen, es geht darum, anderen Menschen eine Freude zu machen, egal wie. „Und sie“, er zeigte mit dem Finger auf das kleine Mädchen, „verdient ein Weihnachtsgeschenk, wie ihr es euch nie erträumt hättet. „Vielleicht ein Paar Handschuhe?“, dachte das Mädchen, doch erinnerte sich dann selbst daran, dass das nur eine Rede war, die die Menschen schnell wieder vergessen würden. „Sie wird bei mir im Schloss leben, die beste Kleidung bekommen und alles , was sich ein Mädchen wünscht. So, jetzt könnt ihr weiter EUER Weihnachten feiern.“ Das Mädchen war so aus dem Häuschen, dass es mit vor Tränen nassen Augen und einem Lächeln, das aus allertiefstem Herzen kam, nichts sagen konnte außer: „Danke.“ Der König lächelte zurück und sagte: „Frohe Weihnachten.“