Corona und Technik – Warum Datenschutz nicht einfach ist

Sicherlich haben es einige schon in den Nachrichten gehört: Bekannte Firmen wie die Telekom oder das Robert-Koch-Institut arbeiten an Tracingapps, um Kontaktpersonen so früh wie möglich zu identifizieren und zu benachrichtigen. Das scheint eine gute Sache zu sein, denn so wird die weitere Verbreitung vorgebeugt. Doch wie erkennen die Apps, ob sich jemand in der Nähe befindet? Woher wissen sie, wer in der Nähe war und was machen sie mit diesen Daten?

Im Grunde sind die Tracingapps eine datenschutzrechtliche Zwickmühle: Man möchte auf der einen Seite wissen, wer sich mit wem wo für wie lange getroffen hat, auf der anderen Seite aber keine Bewegungsmuster oder gar persönliche Profile anlegen. Dass es nicht ohne Risiken geht, war schon von Anfang an vielen bewusst und nun ist die ,,Corona-Warn-App“ tatsächlich erschienen. Wie wurde das Problem also gelöst?

Die App basiert auf Bluethooth und sendet in 10-Minuten Intervallen sogenannte Exposure-Notifications aus, was das Handy für andere Geräte sichtbar macht; in diesen Notifications enthalten sind die Sendestärke des Signals und die jedes Mal wechselnde Kennung. Der Empfänger (ein anderes Handy mit aktivierter Corona-App) sucht alle fünf Minuten für zwei bis vier Sekunden nach diesen Notifications. Nun misst der Empfänger die Stärke des Signals (das bei ihm ankommt) und errechnet daraus anschließend den Dämpfungswert. Sollte das angekommene Signal um mehr als 73 dB schwächer sein als die vom Sender übermittelte Signalstärke, dann wird der Kontakt verworfen. Nach Angaben des Computermagazins c´t treten solche Unterschiede bei ,,8 Metern hindernisfreier Entfernung“ auf. Da das Signal natürlich von anderen Gegenständen, z. B. der Hose oder dem Schlüssel, geschwächt wird, kann sich dieser Radius verkleinern, weshalb eine präzise Abstandsmessung nicht möglich ist. Sollte das Signal nach vier Suchen überhalb der gegebenen 73 dB sein, wird die Corona-Warn-App aktiv und speichert den Kontakt mit Kennung und Datum auf dem Telefon der Betroffenen. Ist das jetzt sicher? Ja, denn nur die involvierten Personen wissen von dieser Begegnung und da der ganze Vorgang verschlüsselt abläuft, wissen böswillige „Mitschneider“ nichts damit anzufangen. Das ganze ist übrigens ein Open-Source-Projekt, das man unter https://github.com/corona-warn-app finden kann.

Ob man die App nutzt oder nicht, muss jeder selbst wissen. Bei einer so kurzen Entwicklungszeit wie im Falle der Corona-App läuft natürlich nicht alles reibungslos und es kommen auch immer wieder Fehler zustande. Sollte einen das nicht abschrecken, spricht aus datenschutzrechtlicher Sicht im Grunde genommen nichts gegen die ,,Corona-Warn-App“.

Lexikonartikel: Fridays for future

Viele werden das Projekt schon kennen, aber oft noch nicht genau wissen, was sich dahinter genau verbirgt. Deswegen werdet ihr heute darüber in Kürze aufgeklärt.

Wer nimmt teil an FRIDAYS FOR FUTURE?

Es nehmen hauptsächlich Schüler und Studenten zwischen 14 und 20 Jahren teil. Viele Teilnehmer kommen aus Deutschland, allerdings spielt es keine Rolle, wo man herkommt – und es ist mittlerweile eine weltweite Bewegung.

Wozu ist FRIDAYS FOR FUTURE gut?

Fridays For Future steht dafür ein, dass man nicht nur über das Klima diskutiert, sondern auch genau darüber spricht, welche Auswirkungen menschliches Handeln auf das Klima hat. Themen sind demnach auch, wie Co2-Ausstoß verringert wird oder weniger Plastik auf dem Boden oder im Meer landet. Da die wenigsten aus freien Stücken versuchen, ihren Plastikverbrauch oder den Co2-Ausstoß zu verringern (siehe auch private Autofahrten), haben sich Jugendliche dazu entschieden, an verschiedenen Freitagen, anstatt zur Schule zu gehen, auf den Straßen zu demonstrieren, um aufzurütteln. Die Schwedin Greta Thunberg war bzw. ist Vorreiterin in der Sache.

Die Ziele von FRIDAYS FOR FUTURE?

Ein Großteil der Teilnehmer will durch Proteste versuchen, politische Entscheidungen zu beeinflussen, um den Klimawandel eindämmen zu können. Nur wenige sehen dies als nicht erfolgversprechend an. Ein weiteres Ziel ist es, andere Menschen, die etwas davon mitbekommen, dazu zu bewegen, auch an dem eigenen Lebensstil etwas zu ändern und klimafreundlicher zu sein.

Computer: eine aktuelle Kaufberatung

Fotos bearbeiten, einen Blog führen, mit Freunden Videochatten oder die nächste Staffel in Fortnite anspielen – das alles geht heutzutage sowohl am Computer als auch am Handy. Wer nicht unbedingt mobil sein möchte, aber eine einfachere Bedienung und mehr Rechenleistung braucht, ist mit einem Computer zwangsläufig besser aufgehoben. Damit sich der neue Rechner nicht als alter Hut aus dem letzten Jahrzehnt entpuppt, sollte man sich mit dem Thema etwas auseinandersetzen: Was möchten man mit dem Computer eigentlich machen?

1. Der Officerechner:

Dieser Rechner braucht keine starke Grafikkarte oder 16 Prozessorkerne, denn er muss in der Regel nur Office und Browser beherrschen. Sein Preis sollte mit 200 bis 500 Euro zu Buche schlagen, was unter anderem für einen AMD Ryzen 5 2400G, Ryzen 3 2200G und Athlon 200G reichen sollte. Wer lieber einen Intelprozessor möchte, muss aus Preisgründen den i3-8100/9100 oder einen Pentium 5000 Prozessor nehmen. Auch hier gilt: Alles unter dieser Nummer ist (ver)alt(et) und sollte möglichst nicht verwendet werden, es sei denn, man kann auf einen guten Gebrauchtrechner zurückgreifen. Achte auch auf das sog. Main- oder Motherboard: Teure Z- oder X-Bretter von Intel oder AMD sind genauso wie die B-Reihe für einen Officecomputer überflüssig. Passender wäre ein Mainboard der A- oder H- Reihe. Als Speicher reichen 256 GB SSD-Flash.

2. Der Allrounder

Wer viel Leistung für (relativ) wenig Geld möchte, dessen Budget beginnt bei 400 und endet mit rund 900 Euro. Wer kein Videoschnitt betreibt, der bekommt für 400 (als Fertig-PC, Selbstbau ist natürlich billiger) Euro einen Ryzen 3 2400 mit einer RX 570, wenn möglich mit 8 GB VRAM. Zum Thema Arbeitsspeicher sollten ebenfalls mindestens 8, besser 16 GB vorhanden sein. Wer 2 Kerne mehr möchte, kann zu einem AMD Ryzen 5 3600 greifen, den man mit nahezu jeder Grafikkarte paaren kann und der auch genügend Reserven für die Zukunft besitzt. Wer doch ein bißchen Videoschnitt betreibt, für den gibt es den Ryzen 7 2700X mit 8 Kernen, der ebenfalls mit fast jeder Grafikkarte funktioniert. Für diesen Preisbereich empfehle ich einen Mix aus 256 GB SSD und 1 TB HDD Speicher, denn der Rechner startet auf einer SSD wesentlich schneller. Applikationen können dann auf der großen Festplatte abgelegt werden. Das Mainboard sollte hier weder aus X-, Z-, A- oder H-Reihe stammen, aber es empfiehlt sich die B-Reihe. Ein gutes Preis-Leistung-Brett wäre z. B. das Asrock B450 Pro4.  Wer sich hier fragt, wieso ich denn keine Intel-Prozessoren erwähne: Intel hat momentan Lieferschwierigkeiten und Enwicklungsprobleme, was für höhere Preise und langsame Weiterentwicklung sorgt. Wer nun doch eine Intel-CPU möchte, der sollte zum i5-8400 greifen. Gute Grafikkarten für diesen Preisbereich sind momentan von AMD die RX 570, RX 590, RX 5500 und RX 5700. Von nVIDIA lohnen sich die GTX 1650, GTX 1660 Super, RTX 2060 Super und RTX 2070 Super.

3. Die Highend-Workstation

Dieser Preisbereich, der ab 1000 Euro losgeht, ist z. B. der für Videoschnitt-Profis, die mehr Leistung möchten. Für eine Workstation gilt: 32 GB RAM sind Pflicht, der Prozessor sollte mindestens 8 Kerne besitzen und die Grafikkarte sollte die Auflösung 4K mit mindestens 30 fps beherrschen. Gamer, die sich in diesen Preisbereich vorwagen, wollen wahrscheinlich übertakten, was eine Wasserkühlung zur Pflicht macht, einen Prozessor mit mindestens 6 Kernen benötigt und die Grafikkarte WQHD-tauglich macht. Der Prozessor: Ab hier bieten sich Intel und AMD eine Kerne-Schlacht. Die 12 Kerne-Gaming CPU Ryzen 9 3950X versucht sich an Intels i9-9900K(S), im Workstation-Bereich sind das der Ryzen Threadripper 2990WX mit 32 Kernen und Intels Xeon W-3175X mit 28 Kernen und höherem Takt. Zur Kühlung dieser Monster-CPUs sollte eine große Luftkühlung oder All-in-One-Wasserkühlung eingebaut werden. Zum Übertakten braucht man hier zwangsläufig Mainboards der X-oder Z-Reihe, für die Workstation Prozessoren Xeon und Threadripper sind diese anders als bei Gaming-CPUs. Die Sockel heißen hier TR4 und FCLGA 3647. Die Motherboards werden hier ab 100 Euro beginnen. Bei den Grafikkarten ist das Angebot überschaubar, AMD kann hier höchstens noch die RX 5700 XT anbieten, nVIDIA trumpft mit seiner RTX 2080 und 2080 Ti. Für wen Geld keine Rolle spielt, der freut sich bei nVIDIA an der Titan RTX. Speichermäßig traue ich mich nicht eine Empfehlung auszuschreiben, sinnvoll wäre eine 1 TB M.2 SSD und eine 4 TB HDD für die Workstation-Profis. 

Noch ein paar Tipps zum Schluss für all diejenigen, die sich mit dem Gedanken tragen, sich selbst einen PC zusammenbauen zu wollen:

Bestellen sollte man sich alle Komponenten seines Computers bei vertrauenswürdigen Anbietern; auch der Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich. Die RTX Grafikkarten beherrschen im Gegensatz zu AMDs Grafikkarten ein Beleuchtungsfeature, genannt Raytracing, das in wenigen Spielen zum Einsatz kommt, die Karten aber auch teurer macht. Achtung: Je nachdem, welche Auflösung der Monitor hat, an dem man den Computer betreibt, werden bestimmte Grafikkarten überflüssig. Gängige Auflösungen sind Full-HD (1920×1080 Pixel, Leistungniveau einer RTX 2060 Super oder einer RX 590), WQHD (2160x 1440 Pixel, Leistungsniveau einer RTX 2070 Super oder RX 5700 [XT]) und 4K (3840 x 2160 Pixel, Leistungsniveau einer RTX 2080 Super/Ti). Alles über den genannten Grafikkarten ist für den Normalanwender überflüssig. Viele Rechner der Officerechner-Preisklasse werben mit einem AMD FX Prozessor, der auf 4 Ghz oder mehr taktet. Dies ist aber eine Falle, der Prozessor ist ineffizient, alt und leistungschwach, gleiches gilt für die leider immer noch angebotene GT 710. Beim Gehäusekauf unterscheiden sich die Geschmäcker. Zu achten ist lediglich darauf, dass auch alle gewählten Komponenten Platz finden. Bei Mainboards gibt es dafür Größenklassen: EATX, ATX, microATX und ITX. Im High-End Segment hat intel seine Core-X Prozessoren, die reichen allerdings nur bis 18 Kerne und sind preisleistungsmäßig unbrauchbar (Sockel: LGA2066). Die Prozessoren verwenden verschiedene  Sockel, die mit dem Mainboard kompatibel sein müssen. Der aktuelle AMD Ryzen Sockel ist AM4, der von intel FCLGA1151. 

Bei aller Faszination und Leidenschaft für moderne Technik darf abschließend noch erwähnt werden, dass sie nur in Maßen den eigenen „Alltag“ bestimmen soll und neben der „Cyberwelt“ auch noch eine andere exisitert, in der sich ein Aufenthalt sehr lohnt! 🙂

Europa(wahl) aktuell: Die Zeitumstellung – weg damit?

Nervt es euch auch, wenn ihr beispielsweise im Radio hört, dass ihr mit eueren Eltern bald wieder alle Uhren im ganzen Haus umstellen müsst oder ihr nun wieder – wolltet ihr euren gewohnten Rythmus behalten – theoretisch ein halbes Jahr lang eine Stunde früher ins Bett und somit ebenfalls eine Stunde früher aufstehen müsst? Wenn dies der Fall ist, dann sollte euch die Nachricht, dass das Europäische Parlament die Zeitumstellung abschaffen möchte, sicherlich freuen.

Mit einer absoluten Mehrheit haben die Parlamentarier im Europaparlament schon für diese Abschaffung (Ziel: 2022) gestimmt, nun steht nur noch zur Debatte, ob die Winterzeit das ganze Jahr über gelten soll – oder eben die Sommerzeit.

Europa hat sehr wohl etwas mit uns allen zu tun, nicht nur, wenn es um die Zeitumstellung geht. Hier, im Europaparlament in Straßburg, sitzen die von den den europäischen Bürgerinnen und Bürgern gewählten Vertreter (Repräsentanten) und treffen Entscheidungen, die alle Europäer betreffen.

Vom 23.05. – 26.05.2019 findet die Europawahl statt!

Winterzeit würde bedeuten, dass man die Uhren am letzten Sonntag des Monats Oktober zurückstellt, also von 3:00 auf 2:00 Uhr. So wäre es morgens schon hell, allerdings abends schneller dunkel. Sommerzeit bedeutet das Gegenteil: man stellt folglich die Uhren am letzten Sonntag des Monats März wieder eine Stunde, von 2:00 auf 3:00 Uhr, vor. Somit ist es in der Früh noch dunkel, dafür aber am Abend länger hell.

Laut einer Umfrage der Krankenkasse, bei der über 10000 Menschen online ihre Stimme abgegeben haben, ist den Deutschen die Winterzeit mehrheitlich lieber. So stimmten 68 Prozent der Teilnehmer für die dauerhafte Winterzeit und nur 32 Prozent für die Beibehaltung der Sommerzeit. Das befürworten auch viele Experten, da die Winterzeit eher dem biologischen Tagesrhythmus entspricht. Doch die Deutschen müssen ihre Entscheidung mit umliegenden Ländern abstimmen, damit kein sogenannter Lückenteppich entsteht, der z. B. ein schlimmes Chaos beim Flugverkehr zur Folge hätte, da es in Österreich 5:00 Uhr, in Deutschland 6:00 Uhr, in der Schweiz 5:00 Uhr wäre. Das Verkehrsministerium hat zur Vermeidung des Lückenteppichs ein Koordinierungsprogramm vorgeschlagen. Dabei sollen Vertreter der europäischen Mitgliedsstaaten untereinander eine möglichst einheitliche Lösung für das Problem finden.

Müdigkeit: für viele ein Problem im Zuge der Zeitumstellung

Allgemein ist die Zeitumstellung  natürlich eine Umstellung auch für den Körper, beispielsweise wenn man von einem Tag auf den anderen plötzlich eine ganze Stunde weniger schlafen kann. Meine persönlichen Erfahrungen damit sind z. B. Müdigkeit oder Unkonzentriertheit. Dabei ist der Sinn der Zeitumstellung schon seit der Einführung umstritten. So konnte man beispielsweise nachweisen, dass man trotz der Vorteile der Winterzeit, also dass es am Morgen schon eher hell ist, kaum Energie spart und auch noch zusätzlich mehr heizt, wodurch der Energieverbrauch  merklich ansteigt.

Meiner Meinung nach wird es höchste Zeit, dass die Zeitumstellung abgeschafft wird und deswegen hoffe ich, dass die Abgeordneten effektiv und kompromissbereit eine Lösung für die Frage nach der Sommer- bzw. Winterzeit finden und diese möglichst schon 2022 in Kraft treten wird.

Die Klima-Rebellen: Extinction Rebellion

Rebellionen und Revolutionen gab es in der Geschichte viele. Wusstest du, dass Menschen auch heute noch „rebellieren“ bzw. demonstrieren, friedlich und für Dinge, die alle Menschen auf dem Planeten betreffen?

In den Osterferien stand der Verkehr in London täglich oft stundenlang still. Kein Auto hat sich bewegt. Auch Polizisten waren vor Ort. Nein, hierbei handelt es sich nicht um etwas Kriminelles, sondern um eine Demonstration. Eine erlaubte und organisierte Demo. Hier wurde nicht gegen Artikel 13 protestiert, sondern gegen etwas meiner Meinung nach viel wichtigeres. Es ging um den Klimaschutz. Dieses Thema ist sicherlich bekannt. Denn wer soll sich noch über Uploadfilter beklagen, wenn die Pole dabei sind zu schmelzen, der Meeresspiegel steigt und extreme Hitzewellen und Dürren auftreten, während es andernorts gar nicht aufhört zu regnen?

Was ist die Extinction Rebellion?

Diese „Rebellion gegen das Aussterben“ kämpft nicht nur gegen den Klimawandel, sondern zum Beispiel auch noch gegen das Artensterben, welches jedoch unter anderem auch eine Folge dieses Wandels ist. Die „Rebellen“ setzen sich mit Demos und anderen Aktionen auf der Straße friedlich für ihr Anliegen ein. Sie besitzen eine eigene Website und sind international verbreitet.

Wo gibt es diese Rebellion?

Wie schon gesagt sind die „Rebellen“ international, es gibt sie in den USA, England, Deutschland, Südamerika, Italien, Frankreich, Neuseeland, Niederlande, Spanien, der Schweiz, Belgien, Dänemark und Kanada. Wo genau Demonstrationen stattfinden, kann man auf ihrer Homepage nachlesen, der nächste Standort wäre aber München (vgl. Redaktionsschluss des Artikels).

Was genau wollen die „Rebellen“ bewirken?

Wie schon gesagt, machen sie Folgen des Klimawandels deutlich, zum Beispiel das Artensterben, vor allem aber kämpfen sie für den Klimaschutz. Sie wollen den Menschen zeigen, welche Auswirkungen der o.g. Wandel hat, und die Politiker anregen, etwas dagegen zu unternehmen.

Was unternehmen die „Rebellen“ für den Klimaschutz?

Vor allem starten sie natürlich Demos. Sie malen Plakate und Banner, hängen Flaggen mit ihrem Logo auf und erregen Aufmerksamkeit. Sie trauern aber auch öffentlich um ausgestorbene Arten und denken sich dazu immer etwas wie z. B. eine Art Choreografie aus. Außerdem sammeln sie Spenden, die alle in die Demos fließen. Sie finanzieren damit zum Beispiel Beamer, Leinwände, Mikros, Lautsprecher und vieles mehr.

Wie werden die „Rebellen“ unterstüzt?

Wie gerade schon erwähnt, erhält „Extinction Rebellion“ Spendengelder, um sich zu finanzieren. Teilweise treten Menschen der „Rebellion“ auch als Mitglieder bei, um aktuelle Informationen über kommende Demonstrationen zu erhalten oder um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Kritisch gesehen werden die Demonstrationen teilweise dennoch, weil einige Demonstranten auch die Ordnungshüter provozieren.

Die letzte und einfachste Möglichkeit ist, einfach Freunde, Verwandte, die Klasse oder jemand anderen über den Klimawandel aufzuklären. Denn das ist ja eines der Ziele der „Rebellen“. Sie wollen, dass die Welt Bescheid weiß, was gerade vor sich geht und wo die Probleme, v.a. im Hinblick auf die Klimaveränderung und ihre Folgen, liegen!

Lexikonartikel: McDonald`s

Das erste McDonald´s Restaurant wurde am 15. Mai 1940 von den Brüdern Richard und Maurice McDonald in San Bernadino (Kalifornien) gegründet. So richtig  bekannt wurde das Unternehmen allerdings erst 1948, als die Brüder eine besonders schnelle Hamburgerzubereitung, das Speed-System, einführten und auf Selbstbedienung umstellten.

Neil Fox wurde 1953 erster Franchisenehmer (eine Mischung zwischen direktem Kauf und undirektem Kauf) der Geschwister und führte auch die „goldenen Bögen“ in das Konzept ein. Später kaufte Ray Kroc, der selbst als Milchshake-Mixer und Verkäufer bekannt war, den Brüdern ihr Unternehmen ab. Denn er war sehr von der Idee der Geschwister beeindruckt und sah etwas Großes in den jungen Unternehmen. Ray Kroc versuchte daraufhin seinem Kameraden aus dem Krieg, Walt Disney, von einer Eröffnung eines McDonalds-Restaurants in dessen gerade neu eröffnetem Disneyland zu überzeugen. Walt Disney lehnte allerdings ab.

Walt Disney, Kaufmann, Animator, Produzent, Direktor

Walt Disney, bekannt für seine unzähligen Zeichentrickschöpfungen, hatte kein Interesse an einem McDonald`s-Restaurant.

 

Als Disney ablehnte, eröffnete Kroc sein erstes eigenes Restaurant in Des Plaines (Stadt im Nordosten des US-amerikanischen Bundestaates Illinois).  Die ersten Franchisennehmer entstammten aus Krocs Freundess und Bekanntenkreis. Auch nach einigen Anfangschwierigkeiten (z. B. Unstimmigkeiten Krocs mit seinen Franchisennehmern) stand dem wachsendem Unternehmen nun nichts mehr im Weg und es mauserte sich in kürzester Zeit zu einer der umsatzstärksten Fast-Food-Ketten weltweit. McDonald´s wird heute auf einen Börsenwert von ca. 130 Milliarden US-DOLLAR geschätzt.

Strategische Partnerschaften mit anderen Großkonzernen sicherten die für diese Entwicklung wichtigen „Hamburger-Umsätze“ ab. Beispiele sind die Kooperation mit der Coca-Cola Company und die enge Beziehung zwischen McDonald’s und Disney. Letztere zeigt sich beispielsweise in den regelmäßigen Kooperationen, wie z. B. filmbezogenen Beigaben zu den HappyMeals und entsprechendem Werbematerial in den Filialen.

Der Vertrag mit den McDonald-Brüdern sah vor, dass Kroc für die Expansion der Kette zuständig war, während die Brüder die Kontrolle über die Produktion behielten und an den Gewinnen beteiligt waren. 1961 wurde Kroc zunehmend unzufrieden mit dieser Vereinbarung. Nach einigen Verhandlungen stimmten die inzwischen wohlhabenden McDonald-Brüder zu, die Rechte an der Marke McDonald’s für 2,7 Mio. US-Dollar an Ray Kroc zu verkaufen. Das Geld hierfür hatte Kroc von mehreren Investoren geliehen. Der neue Vertrag erlaubte den Brüdern, ihr Restaurant weiter „The Big M“ zu nennen. Es blieb geöffnet, bis Kroc die Brüder ausbootete, indem er ein McDonald’s-Lokal direkt auf der anderen Straßenseite eröffnete. Wenn die Brüder den ursprünglichen Vertrag beibehalten hätten, der ihnen 0,5 % der jährlichen Einnahmen der Kette garantierte, würden sie heute fast 180 Mio. $ pro Jahr erhalten. Krocs Firma hieß ursprünglich McDonald`s System Inc. wurde aber 1960 in McDonald´s Corporation umbenannt.

1977 schrieb Kroc seine Autobiographie „Grinding it out“. Darin findet sich über die Entstehung von McDonald´s folgender Satz:

„He either enchants or antagonizes everyone he meets. But even his enemies agree there are three things Ray Kroc does damned well: sell hamburgers, make money, and tell stories.“

Übersetzt heißt das soviel wie:

„Entweder er verzaubert einen oder stellt sich dir in den Weg. Aber sogar seine Feinde sind sich darüber einig, dass es drei Dinge gibt, die Ray Kroc verdammt gut macht: Hamburger verkaufen, Geld verdienen und Geschichten erzählen.“

Heute gibt es neben dem eigentlichen McDonald`s-Restaurant auch das McCaffé und den McDrive.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass McDonald`s eine Geschäftsidee ist, die seit Jahrzehnten viele nachgeahmt haben und die fest in die Esskultur in Amerika, später auch bei uns, eingegangen ist. Fast Food schmeckt vielleicht gut, sollte aber nicht die „Haupternährungsquelle“ sein, da es, wenn nicht in Maßen konsumiert, der Gesundheit nicht zuträglich ist.

Lexikonartikel: Fjällräven

Sicher hast du diesen Namen schon einmal gehört oder gelesen. In diesem Artikel möchte ich euch über die Firma Fjällräven informieren. Vor allem der Rucksack der schwedischen Firma (Fjällräven Kanken) ist bei Schülern sehr beliebt, viele von ihnen nutzen den inzwischen in allen Farben erhältlichen Rucksack als Schulranzen.            

Was bedeutet eigentlich der fremdartige, für viele kaum aussprechbare                                  Begriff „Fjällräven Kanken“? Das Wort Fjällräven ist schwedisch und setzt sich aus drei Unterbegriffen zusammen.

  • „Fjäll“ bedeutet so viel wie Gebirge oder Berg (in polaren, kalten Regionen)
  • „Räv“  bedeutet Fuchs
  • Das „en“ fügt den Begleiter (der) an

Ins Deutsche übersetzt bedeutet Fjällräven soviel wie „Polarfuchs“. Den Polarfuchs kann man auch auf dem Logo der Marke erkennen. „Fjällräven“ wird „Fjell-rä-wenn“ ausgesprochen.

Der Begriff Kanken kommt vom schwedischen Verb „kanka“, was so viel wie schleppen oder etwas tragen bedeutet. „Kanken“ findet sich nur auf dem Logo des Rucksacks wieder.

Das Wort Fjällräven Kanken bedeutet also „den Polarfuchs schleppen / mit sich rumtragen“.

Der Gründer des Unternehmens ist der  abenteuerbegeisterte Schwede Ake Nordin, der 1936 in Örnsköldsvik geboren wurde. Schon bald entdeckt der junge Ake seine Liebe zur Natur und es entsteht die Idee für einen neuen Rucksack, der Ausrüstung transportieren kann und dabei gleichzeitig sehr bequem auf dem Rücken sitzt. Früher war die „Verbindung“ von Notwendigem und Bequemen für viele Wanderer und Naturliebhaber schwer vorstellbar. Doch Ake war sich sicher, dass es eine Lösung geben musste. Mit der Nähmaschine seiner Mutter und dem Werkzeug seines Vaters bastelte er im Keller einen Rucksack mit Holzrahmen. 1960, 10 Jahre später, gründete Ake in selbigem Keller die Firma Fjällräven und brachte sein erstes Produkt heraus. Was es war? Ein Rucksack, natürlich – dieses Mal mit Aluminiumrahmen. Angetrieben von Akes Überzeugung, dass es für alles eine praktische Lösung gibt, wurde das Fjällräven-Produktsortiment in den 60er und 70er Jahren um Zelte, Schlafsäcke, Jacken und Hosen erweitert. Die Greenland-Jacket, die Expedition-Down-Jacket und der Kånken-Rucksack sind nur ein paar Beispiele dafür. Das Geschäft lief gut und schon bald eroberte die Firma Skandinavien und anschließend das restliche Europa.

Auf der Website der Firma heißt es:

Dafür stehen wir:

  • Entwicklung von funktionaler, langlebiger, und zeitloser Outdoor-Ausrüstung

  • Verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber Menschen, Tieren und der Natur

  • ​Förderung des Interesses an Aktivitäten in der freien Natur

Der Fjällräven Classic:

Die Firma Fjällräven will den Menschen die Natur näherbringen, was ihr im Jahr 2005 mit der Einführung des „Fjällräven Classics“, einer 110 Kilometer langen Wanderung durch Nordschweden durchaus auch zu gelingen scheint.

Wer bestimmt, was „IN“ ist?

Viele tragen mittlerweile nur noch das, was gerade im Trend ist, auch wenn dieser Trend auf andere vielleicht etwas seltsam wirkt. Doch wer bestimmt eigentlich, was „IN“ ist?

Anders als manche vielleicht erwartet haben, sind es nicht die Designer oder Stylisten, die Einfluss darauf haben, was morgen von vielen getragen wird. Auch die Trendscouts haben damit eher weniger zu tun. Es sind die Modejournalisten und Chefredakteure großer Zeitungen und Magazine. Doch sie haben nicht nur auf den aktuellen Trend Einfluss, sondern auch auf die Karriere und somit den Erfolg eines Designers.

Vor allem Suzy Menkes, die Modekritikerin der International Herald Tribune, gilt als eine der mächtigsten Frauen in der Modewelt. Würde sie einmal etwas Schlechtes über eine der großen Modelabels schreiben, ist es sehr warscheinlich, dass deren Produkte nicht mehr so oft gekauft werden.

Doch fast noch wichtiger als Suzy Menkes ist Anna Wintour, die wohl einflussreichste Frau in der Fashionszene. Sie sitzt bei jeder Show immer in der ersten Reihe. Und das soll etwas heißen, denn dort sitzen nur die „Wichtigsten“. Anna ist die Chefredakteurin der amerikanische Vogue. Sie hat so viel Macht in der Welt der Mode, dass sie Nachwuchsdesigner innerhalb kürzester Zeit zu großen Stars machen kann. Sie ist zum Beispiel dafür bekannt, dass sie unter anderem die Karriere von Marc Jacobs und John Galliano gefördert hat und immer auf der Suche nach neuen Talenten ist.  Spätestens seit „Der Teufel trägt Prada“ sollte sie allen, die den Film gesehen haben, ein Begriff sein. Und das liegt nicht daran, dass sie in dem Film mitgespielt hätte, sondern daran, dass eine der Hauptrollen in dem Film der Chefredakteurin sehr ähnlich sieht. Jedoch war das höchstwahrscheinlich kein lustiger Zufall, sondern pure Absicht. Der Film basiert nämlich auf dem gleichnamigen Buch einer ehemaligen Assistentin von Anna Wintour. Sie erschien auch auf der Premiere des Films – und trug Prada. Jedoch wurde dies nie offiziel betätigt.

Die französische Kollegin Wintours (also die Chefredakteurin der französischen Vogue) heißt Carine Roitfeld und hat ebenfalls sehr großen Einfluss. Sie verhalf zum Beispiel gemeinsam mit Tom Ford dem damals verstaubten und altmodischen Label Gucci zu einem sensationellen Comeback und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, Gucci zu einer der markantesten und begehrtesten Marken der Modewelt zu machen.

Doch es müssen nicht unbedingt die Chefredakteure von Modemagazinen sein, die durch ihre Einflussnahme dafür sorgen, dass Menschen etwas „in“ finden. Ähnlich wie Suzy Menkes schreibt auch Cathy Horyn regelmäßig in einer bestimmten Zeitschrift über Mode, und zwar in der New York Times. Im Gegensatz zu den Modemagazinen sind Zeitungen wie die New York Times oder die International Herald Tribune unabhängiger von den Anzeigekunden und können sich deshalb auch eine kritische Berichterstattung über Mode-Schauen erlauben. Horyn hat auch einen Blog, in dem sie über Mode berichtet. Es ist schon vorgekommen, dass sie wegen ihrer negativen Kritik nicht zu Shows eingeladen wurde, doch das nimmt sie für ihre Unabhänigkeit in Kauf.

Netflix: FSK immer berechtigt?

Pretty Little Liars, Vampire Diaries, Stranger Things oder Riverdale: Wir alle kennen sie oder haben zumindest schon einmal von einer von ihnen gehört. Es handelt sich um Serien. Als Riverdale-Fan habe ich mich gefragt, mit welcher FSK denn nun diese Staffel versehen wird. Doch der Reihe nach: was bedeutet FSK eigentlich genau?

Die Abkürzung FSK steht für Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft. Wie der Name schon sagt, ist es freiwillig, das heißt man muss selber wissen, ob man dem Inhalt des Filmes oder der Serie gewachsen ist. Die FSK-Kennzeichnung ist lediglich ein Hinweis, um beispielsweise bei Serien mit Kennzeichnung eines höheren Alterslevels als des eigenen noch einmal zu überdenken, ob man sich den Inhalt dieser Serie bzw. eines Films zutraut.

An dieser Stelle fragt sich wohl schon so mancher: „Woher soll ich das wissen, bevor ich die Serie gesehen habe?“ Normalerweise ist bekannt, wie „brutal“ oder „harmlos“ eine Serie ist. Daran kann man sich also orientieren, im Internet recherchieren oder jemanden fragen. Überlege dir also, ob du nicht manchmal einfach nur nach Ausreden suchst, um vor dir selbst begründen zu können, warum du eine Serie ansiehst, obwohl du weißt, dass sie für dein Alter nicht geeignet ist.

Während im öffentlichen Raum das Jugendschutzgesetz dafür verantwortlich ist, prüfen einige Online-Anbieter wie Netflix  ihren Inhalt selbst. Sie verpflichten sich also zu keiner freiwilligen Selbstkontrolle, müssen jedoch bei FSK-geprüften Inhalten die Altersfreigabe gut sichtbar veröffentlichen. Schaut man aber eine Netflix- Eigenproduktion, so fehlt in der Regel jede Altersangabe zur Orientierung. Allgemein ist die Altersfreigabe, die Netflix oder auch beispielsweise Amazon Prime vor allem bei Serien angeben, oft umstritten. Des öfteren gab es Fälle, in denen eine Serie für „brutaler“ gehalten wurde, als sie es eigentlich war und zum Beispiel mit dem FSK-16-Logo ausgezeichnet wurde. Es gab aber auch Fälle, in denen die Serie als viel zu harmlos eingestuft wurde.

Ein Beispiel: bei der Netflix-Eigenproduktion „Tote Mädchen lügen nicht“ oder im Originaltitel „13 reasons why“ gehen die Meinungen zur Altersfreigabe auseinander.

„Tote Mädchen lügen nicht“ handelt von einem Mädchen namens Hannah Baker, die Selbstmord begeht und ihren Mitschülern 13 Kassetten mit Gründen ihrer Entscheidung hinterlässt. Bereits die erste Staffel hat für Aufsehen gesorgt. Viele haben vor den „jugendgefährdenden Inhalten“ der Serie gewarnt. Ärzte, Psychologen und Jugendschutzverbände kritisieren in der Serie den Umgang mit dem Thema Mobbing. Außerdem würde der Selbstmord hier verharmlost werden. Zusätzlich wird den Kindern empfohlen, die Serie ohne elterliche Begleitung nicht anzusehen, da auch unter anderem eine Vergewaltigungsszene gezeigt wird.

Andere bewerten die Serie als positiv, da hier offen über Mobbing und sexuellen Missbrauch gesprochen wird und es vielleicht manchen Opfern dann leichter fällt, das Geschehnis zu  verarbeiten oder damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Außerdem sei die Serie spannend gemacht und auch mit einem guten Soundtrack versehen. Man will bis zum Ende wissen, wie es weitergeht , wer von den Mitschülern denn jetzt ein dunkles Geheimnis in sich trägt und wer sich nun insgeheim wegen Hannahs Tod schuldig fühlt.

Netflix hat nach diversen Beschwerden eine Kindersicherung für alle Zuschauer unter 16 Jahren einrichten lassen. Das hat die Gemüter dann auch weitgehend beruhigt. Jedoch gibt es, wie oben schon erwähnt, immer noch unterschiedliche Meinungen, was Inhalt und Bewertung nach Alter betrifft.

Meiner Meinung nach ist es sehr schwierig, die FSK-Siegel so zu vergeben, dass jeder damit zufrieden ist. Jeder Mensch „tickt“ anders und nimmt das veranschaulichte Material  nicht gleich wahr. Für manche ist es (erschreckenderweise) überhaupt kein Problem, wenn im wahrsten Sinne des Wortes Köpfe rollen, andere wiederum zucken schon zusammen, sobald jemand aus Versehen die Treppe herunterfällt. Klar, es gibt sicherlich manch umstrittene Fälle, aber letztlich können die Anbieter, so denke ich zumindest, es nicht immer allen Recht machen.

Also gilt: wir sind selbst für uns verantwortlich!

Man sollte sich nicht einfach Dinge ansehen, ohne vorher über die Altersfreigabe nachgedacht oder sich über einen Film oder eine Serie informiert zu haben. Altersempfehlungen sind, anders als bei Büchern, aus gutem Grund verbindlicher bei Filmen und Serien. Im Buch stellt man sich die Dinge zwar auch bildlich vor, ist aber „im Kopf“ flexibel. Manches kann man sich auch glücklicherweise nicht so gut vorstellen – zumindest dann nicht, wenn man es nicht vorher schon in bewegten Bildern gesehen hat.

Filme und Serien zeigen uns vorgefertigte Bilder; man kann im wahrsten Sinne des Wortes nicht „aus“ und muss es so „akzeptieren“, wie es gezeigt wird. Nicht umsonst warnen Psychologen und Eltern vor gewissen Inhalten, weil sie wissen, dass sie den Kindern und Jugendlichen schaden können (Ängste, Albträume, Abstumpfung gegen Gewalt, Nachahmung etc.).

Hat man das empfohlene Alter erreicht, heißt das übrigens noch lange nicht, dass man sich alles ansehen muss, was für das eigene Alter (nun) geeignet ist. Natürlich ist der Reiz oft größer als das Bewusstsein für die Gefahren. Dennoch gilt: erwachsen sein zu wollen, heißt auch, erwachsen mit sich selbst umzugehen. Und dazu gehört letztlich auch, seinen eigenen Weg zu gehen, ohne das zu tun, was viele andere machen!

Lexikonartikel: Frutarier – eine eigene Lebensart

Was ist eigentlich ein Frutarier?

Frutarier sind Menschen, die besonders darauf achten, sich nur von pflanzlichen Produkten zu ernähren; außerdem dürfen die Produkte keine Beschädigung der Pflanze zur Folge haben.

Zu den bevorzugten Lebensmitteln gehören etwa Obst, Nüsse und Samen. Manche Frutarier verzehren nur Obst, das bereits vom Baum gefallen ist, aber auch Getreide, da es bei der Ernte schon abgestorben sei. Knollen, Blätter oder Wurzeln von Nahrungspflanzen sowie Lebensmittel tierischen Ursprungs werden dagegen ausgeschlossen. Der Verbrauch von Honig, pflanzlicher Öle und der Verzehr von Früchten der Gemüsepflanze ist bei den Frutariern umstritten.

Das Ziel eines Frutariers ist es, den nicht natürlichen „Tod“ ihrer Mahlzeit zu verhindern. Eben so, wie Veganer den Tieren das Recht auf ein artgerechtes Leben zusprechen und sie nicht verzehren möchten, gewähren Frutarier dieses Recht auch Pflanzen. Neben gesundheitlichen und ökologischen Vorstellungen, spielen auch religiöse oder spirituelle Faktoren für diese Art der Ernährung eine Rolle.

Die Ernährung eines korrekten Frutariers kann aufgrund der geringen Auswahl schnell einseitig werden. Problematisch für die Gesundheit ist vor allem eine nicht ausreichende Zufuhr von Proteinen, Vitaminen, Calcium, Zink, Eisen und Jod. Daher wird insbesondere Schwangeren, Stillenden, Säuglingen, Kindern, Kranken und Leistungssportlern von einer frutarischen Ernährung abgeraten.

Ein berühmter Frutarier war Mahatma Gandhi, ein indischer Rechtsanwalt, Widerstandskämpfer, Revulotinär, Publizist, Morallehrer, Asket und Pazifist. Allerdings gab er nach fünf Jahren seine Diät wegen einer Rippenfellentzündung auf und wurde Vegetarier.

Mahatma Gandhi war selbst eine Zeit lang Frutarier

 

Der Frutarier ist übrigens auch als Fructarier, Frutaner, Fruitaner oder Fruganer bekannt.