Den Zauberwürfel lösen – Glück oder Können?

Wer kennt ihn nicht, den bunten, scheinbar unlösbaren Zauberwürfel. Der kunterbunt verdrehte Würfel macht einige einfach schier wahnsinnig. Aber es gibt für jedes Problem eine Lösung. Auch für dieses!

Aber jetzt erst mal von vorne. Der Zauberwürfel (englisch: Rubik´s Cube) wurde 1974 von dem ungarischen Architekten und Ingenieur Ernő Rubik erfunden. Sechs Jahre darauf wurde er sogar mit dem Sonderpreis „bestes Solitärspiel“ des Kritikerpreises als Spiel des Jahres ausgezeichnet!

Bei einem Zauberwürfel handelt es sich um einen Würfel mit einer Kantenlänge von 57 mm. Es gibt allerdings auch größere oder kleinere Würfel. Der Würfel ist in Höhe, Breite und Tiefe in jeweils drei Schichten unterteilt, die sich durch 90-Grad-Drehungen um ihre jeweilige Raumachse drehen und damit zur Deckung bringen lassen. Dadurch können Position und Lage von 20 der insgesamt 26 Steine (die Steine die sich in der Mitte der jeweiligen Flächen befinden sind nicht beweglich) beliebig verändert werden. Ein Zauberwürfel hat im gelösten Zustand 6 verschieden farbige Flächen, welche meist gelb, weiß, blau, grün, rot und orange sind.

Es gibt sogar verschiedene Wettkämpfe mit genauen Regeln und verschiedenen Disziplinen (z.B. speedcubing). Nachdem der Würfel von den Schiedsrichtern kontrolliert verdreht wurde, darf der Speedcuber den Würfel 15 Sekunden lang in die Hand nehmen und inspizieren. Dabei  zählt die Inspektionszeit  nicht zur Lösungszeit. Danach müssen der Würfel abgelegt und beide Hände auf den Timer gelegt werden. Wenn die Inspektion länger als 15 Sekunden dauert,  werden dem Spieler zwei Sekunden auf die zur anschließenden Lösung benötigten Zeit hinzuaddiert (= schlechteres Zeitergebnis). Die Zeit startet, wenn die Hände vom Timer abgehoben werden und stoppt, wenn wieder beide Hände auf dem Timer liegen. Ist eine Seite nach dem Solve (= Würfel gelöst) um 45° verdreht, nachdem der Würfel gelöst wurde, werden ebenfalls zwei Sekunden hinzuaddiert.

Bei Zauberwürfel gibt es auch andere, kniffligere Formen.                                                           Hier findet ihr ein paar Beispiele:

Lösung

Solltet ihr mal wirklich nicht mehr weiter wissen, gibt es zahlreiche Videos und Artikel zur Lösung im Internet. Alle, die bereits einen Zauberwürfel problemlos lösen können, stellen sicher fest, dass es echt Spaß macht.

Ich hoffe ich konnte euch für den Zauberwürfel begeistern.

Viel Spaß beim knobeln!

Das sollte man beim Handykauf beachten

Wahrscheinlich kennst du es: Die „alte Mühle“ mit Tastatur ist mal wieder ausgegangen und diesmal ist sie es auch geblieben. Ein neues Handy muss her. Doch welche Handys gibt es und wie gut sind sie?

Diese Frage ist schwer zu beantworten, es gibt mittlerweile hunderte verschiedene Modelle von verschiedenen Herstellern zu unterschiedlichen Preisen. Zudem unterscheiden sie sich in der Ausstattung nur minimal, nur die Qualität ist häufig ganz unterschiedlich.

Brauchst du das Handy nur zum Telefonieren oder Schreiben, dann empfehlen sich Handys mit Durchhaltevermögen (großem Akku) und minimaler Ausstattung. Aber wahrscheinlich willst du mit deinem Mobiltelephon auch noch spielen und Apps nutzen, Bluethooth muss es natürlich auch haben. Und ab hier beginnt die aufwendige Sucherei.

Gamer, die lieber auf dem Handy anstatt auf dem Computer spielen, sollten sich um ein Gerät mit hoher Displayaufllösung und leistungsstarkem Prozessor kümmern, es sollte außerdem mindestens 4 GB Arbeitsspeicher haben und eine Menge internen Speichers (hier min. 32 GB). Solche Handys sind natürlich teurer und haben noch andere Ausstattungen, aber wen Kamera und Optik nicht kümmern, findet auch hier gute Angebote (gute Prozessoren sind z. B. der Qualcomm 835 oder 845, gute Auflösung liegt bei min. Full HD).

Wer gerne fotografiert, sollte sich um eine gute Kamera und viel Speicher kümmern, hier  ist eine SD-Karte mit Adapter emfehlenswert, um die Fotos auch präsentieren und auf anderen Geräten wiedergeben zu können. Ein High-End-Foto-Handy wäre hier das Huawei P20 Pro, dass derzeit aber immer noch etwa 880 € kostet. Dafür bekommt man eine 40-Megapixel-Kamera, eine 20-Megapixel-Kamera in Schwarz-Weiß (bessere Details und Schärfe) und eine Kamera mit 8 Megapixeln und optischer Vergrößerung, damit beim Heranzoomen bis zu 2x keine Qualitätsverluste auftreten. Wer weniger Geld ausgeben will, sollte mindestens zwei Kameras an Bord haben.

Sollte jemand sein Handy im australischen Outback oder im Dschungel etc. nutzen, für den gibt es besonders robuste, wenn auch nicht unbedingt leistungsfähige Geräte. Wasser-und Staubfestigkeit werden dabei mit den IP-Zertifikationen gezeigt: IP68 ist zum Beispiel ein gegen Staub und Wasser (Schwimmpool) gefeites Handy, IP69 ist fast nicht vertreten, weil das Handy einen Hochdruckreiniger aushalten muss.

Die Firmen entwickeln immer bessere und leider auch teurere Handys, sodass man sich gut überlegen sollte, ob die Geräte das viele Geld auch wert sind und ob man seine Freizeit nicht manchmal gewinnbringender „handyfrei“ nutzen könnte.

Die Milchstraße – So wird sie fotografiert und erforscht

Zarte Bogen, Sonnenuntergang, Stein

Die Milchstraße besteht derzeit aus ca. 100 Milliarden Sternen. Sie werden nun Stück für Stück von dem Satelliten Gaia katalogisiert.

Extrem lichtschwach ist die Milchstraße eigentlich. Meist täuscht das schöne Foto von der Milchstraße, das du hier (oben) siehst. Um sie zu fotografieren, sind Städte aufgrund ihrer Lichtabstrahlung gänzlich ungeeignet. Man kann nur einen leichten Schweif erahnen, der auf Fotos ein bisschen heller wird. Deshalb habe ich mich in die Berge begeben, nach Österreich, wo wenigstens ein bisschen weniger Lichtverschmutzung herrscht. Dort kann man sie schon etwas besser sehen, die Milchstraße. Doch für „schöne“ Fotos reicht das noch lange nicht.

Man muss sich in komplett natürliche Gebiete begeben. Solche Orte findet man mit der App Darksky zum Beispiel. Kroatien oder Russland bieten viele Gebiete, die komplett ohne Lichtverschmutzung zu haben sind. Doch es muss nicht unbedingt so weit sein. Wer tief in die Alpen hineinwandert (niemals ohne Wanderweg), der findet ähnlich dunkle Orte. Manche Hotels sind extra für solche Besucher ausgelegt.

Um die Milchstraße zu fotografieren, braucht man eine Kamera (vorwiegend DSLR und spiegellose Systemkameras) und ein Weitwinkelobjektiv. Die Milchstraße sollte relativ schnell gefunden sein, kritisch wird es mit der richtigen Belichtungszeit, welche bei Weitwinkelobjektiven gern mal 20s betragen darf, den meisten Objektiven reichen aber eigentlich schon 15s. Diese Empfehlung hängt aber von deinem Standort ab: je dunkler der Ort desto kleiner die Belichtungszeit. Will man die Milchstraße im Detail fotografieren, muss man zum 100mm-Objektiv greifen. Um zu fokussieren, braucht man nur einen hellen Stern. Besonders sehenswert sind die Andromedagalaxie (wo man auch mal 200 oder 300mm nutzen sollte), der Amerikanebel und diverse andere flächige Nebel. Und wenn man Glück hat und eine sehr hohe ISO-Zahl (die Chipempfindlichkeit) einstellt, dann solltest auch bald mit einem schönen Foto von der Milchstraße belohnt werden.

Gravitationswellen- Was ist das?

Schwarzes Loch, Raum, Weltraum

Sicher hat jeder den Begriff der Gravitation schon einmal gehört, ob im Fernsehen oder im nächstbesten Blog oder von einem Verwandten. Für die dahinter stehenden Wellen, die Gravitationswellen, wurde sogar ein Nobelpreis vergeben.

Das Wort Gravitationswelle taucht fast überall auf. Doch was sind das für Wellen? Es passiert in einigen Kilometern Entfernung. Zwei Schwarze Löcher umkreisen sich gegenseitig: plötzlich ist nur noch eines da. Sie sind kollidiert und haben bei dieser enormen Energiefreigabe den Raum winzig gekrümmt. Wir sprechen hier immerhin von Abständen, die kleiner sind als ein Atom. Und trotzdem ist es den Forschern gelungen, die Verschiebungen in der Raumzeit zu messen; mithilfe von Laser-Interferometern. Für den Nachweis und die Entwicklung so feiner Technik wurde schließlich der Nobelpreis vergeben.

Doch nicht nur, wenn Schwarze Löcher kollidieren, passiert so etwas, auch bei Neutronensternkollisionen kann es vorkommen. Und genau so eine wurde erst kürzlich gemessen. Im Gegensatz zu Schwarzen Löchern ließ sich die Kollision auch im elektromagnetischen Spektrum erkennen, da die Anziehungskraft von Neutronensternen nicht stark genug ist, um Licht einzufangen. Die Standorte der jeweiligen Schwarzen Löcher und Neutronensterne lassen sich aber leider nicht so genau orten, es existieren teilweise riesige Bereiche, in denen sie sich befinden können. Große Schwarze Löcher existieren in den Kernen von Galaxien. Man kann sie nicht direkt beobachten, aber die umgebenden Sterne kreisen um sie und die Materie in ihrer Nähe sendet viel Radio- und Ultraviolettstrahlung aus; so lassen sich die Standorte der Schwarzen Löcher dann bestimmen.

Fastenzeit mal anders

Seit dem 14.2 ist wieder für sechs Wochen bis zum 29.3. Fastenzeit. Meistens verzichtet man auf Fleisch, Alkohol oder Süßes. Doch das geht auch anders! Hier findet ihr ein paar Alternativen, welche das Fasten vielleicht gleich attraktiver machen.

Konsumfasten

Geht ihr oft shoppen? Kauft ihr zwischendurch mal gerne irgendwelche Kleinigkeiten? Falls ja, könntet ihr es in diesen 40 Tagen ja einmal nicht tun. Konsumfasten bringt gleichzeitig viele Vorteile mit sich: ihr spart euer Geld, lernt damit umzugehen und entscheidet bewusster vor einem Kauf, ob ihr die Sachen wirklich dringend braucht.

Digital Detox

Büro Freiberufler Computer Geschäft Arbeit

In unserer heutigen Gesellschaft ist es schwer, ganz ohne Internet auszukommen. Viele sind z. B. aufgrund ihres Berufs darauf angewiesen. Doch was eigentlich keiner so wirklich dringend braucht, ist Social Media. Überlege dir doch einfach mal, wie viele Stunden du täglich im Internet verbringst. Sicher könnte man diese Zahl verringern und versuchen, statt dem Handy mal zu einem Buch zu greifen oder mehr Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen.

Plastikfasten

Müll, Müllcontainer, Abfall, Abfalleimer

Plastikfasten ist wirklich nicht einfach, denn fast alle Lebensmittel, die wir im Supermarkt erwerben, sind mit Plastik verpackt. Wenn man allein schon mal an seinen eigenen Alltag denkt, fällt einem erst auf, wie viele Dinge, die wir gebrauchen, aus Plastik bestehen. Ganz darauf zu verzichten, könnte sich wohl als etwas problematisch herausstellen; trotzdem kann man sich bemühen, bewusster einzukaufen oder einfach anstatt des Plastiklöffels in der Mensa einen wiederverwendbaren zu benutzen.

Wasser-Fasten

Glas, Wasser, Trinken

Nein, hier geht es nicht darum, auf Wasser zu verzichten, sondern ganz im Gegenteil, einmal nur Wasser zu trinken. Sicher wird das nach einer Weile etwas langweilig und „fad“, aber dadurch schmeckt die Limo danach gleich ganz anders. Auch kann man während des Wasser-Fastens auch gleich versuchen, mehr als gewöhnlich zu trinken, um dem Körper etwas Gutes zu tun und das Immunsystem zu stärken.

Vielleicht war unter diesen Alternativen ja etwas für euch dabei und ihr fastet dieses Jahr einmal anders und vielleicht sogar effektiver 🙂

Schreibmaschinen- Alte „Drucker“ im Detail

Schreibmaschine um ca. 1950 (Bodenfund bei meinem Großvater)

 

Fast jeder kennt sie oder hat den Namen schon einmal gehört. Schreibmaschinen!

Wie sie früher ohne Elektrik funktionierten, kann man sich heute fast gar nicht mehr vorstellen. Doch wie funktionieren solch alte „Drucker“ eigentlich? Man schrieb, wie heutzutage jedermann, am Computer seinen Text und hoffte auf möglichst wenige Fehler, denn der eingegebene Text wurde mit jeder Betätigung einerTaste sofort auf das Papier gedruckt, ohne vorher oder nachher Verbesserungen vornehmen zu können.

Das System war clever und dennoch einfach zu verstehen: man schob ein Blatt Papier in die Öffnung hinter einer Rolle, drehte diese und schon konnte es losgehen. Die Farbe der sehr frühen Schreibmaschinen war oft schwarz und man konnte sie nicht einfach während des Schreibens austauschen. Verwendete wurden auch Rollen, mit Tinte getränkt, die den Metalllettern ihre Farbe gaben. In späteren Versionen wurde ein ebenfalls mit Tinte getränktes Farbband verwendet, welches auch zwei Farben enthielt. Um diese zu wechseln, legte man einfach einen Hebel um und schon tippte man in Rot oder anderen Farben. Diese Farbbänder hatten auch den Vorteil, dass sie länger hielten (das Exemplar bei meinem Opa hielt 25 Jahre und die Tinte „färbt“ immer noch) und man eines mehrmals nutzen konnte – viel umweltfreundlicher als mancher heutiger Drucker.

Die Lettern waren übrigens an metallenen Armen angebracht und bestanden aus dem großen und kleinen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Dabei wurde bei Runterdrücken einer Taste der Arm mechanisch nach unten gefahren und auf das nach oben fahrende Farbband gedrückt, das einen perfekten Abdruck hinterließ. Wollte man mit der anderen Farbe schreiben, so wurde das Farbband lediglich weiter nach oben geschoben. Um groß zu schreiben wurde der Teil mit der Rolle nach oben gedrückt, weshalb das am oberen Ende sitzende Zeichen das Tintenband perfekt traf, der unten sitztende Kleinbuchstabe jedoch nicht. Da die Arme genau den Teil der Zeile treffen sollten, der gewünscht war, mussten diese exakt gebogen sein. Leider sind Farbbänder für ältere Maschinen heute nicht mehr verfügbar und deshalb könnte die Schreibmaschine schon bald nicht mehr benutzbar sein.

Alte Schreibmaschine meines Großvaters (ca. 1920)

 

Die oben beschriebenen mechanischen Vorgänge auch noch in einen kleinen (nicht leichten) Kasten zu bringen, war eine wahre Meisterleistung und zur damaligen Zeit revolutionär; die Schreibmaschine wurde übrigens im frühen 19. Jahrhundert erfunden – ein Patent aus dem 18. Jahrhundert deutet aber darauf hin, dass es schon länger Konstruktionspläne zu einem derartigen Gerät gab.

Konflikte ansprechen und schlichten – Zu Besuch in der Mediatoren-Ausbildung

Streit zwischen Schülern kommt nicht selten vor. Kleine Neckereien oder Auseinandersetztungen zwischen Personen gibt es an jeder Schule. Selten, aber manchmal, kommt es aber auch vor, dass aus einer Diskussion ein großer Streit wird, in dem es zu Gewalt kommt.

Dabei geht man nicht immer nur mit Fäusten aufeinander los, sondern bewirft sich gegenseitig mit Schimpfwörtern. Einen Konflikt, bei dem man sich verbal angreift, gibt es auf dem Schulgelände dann doch häufiger als einen, in dem physische, also körperliche Gewalt, angewendet wird. Um diesen Streit oder Konflikt schnell zu „beseitigen“, sodass er nicht ausartet, gibt es Mediatoren.

An unserer Schule werden Achtklässler zwei Jahre lang ausgebildet, um Schülern zu helfen, wieder „ordentlich“ miteinander zu reden und mögliche Konflikte zu lösen. In solch einer Ausbildung lernt man, wie man mit diesen Streitigkeiten und den Personen umgeht; zusätzlich erfahren die auzubildenden Mediatoren viele Informationen über Hintergründe des Konfliktbegriffs.

Ich durfte bei einem der Treffen dabei sein, und so das aus:

Zu Begrinn durfte ich bei einem Gemeinschaftsspiel mitmachen. Wir stellten uns in einem engen Kreis zusammen, schlossen die Augen und griffen nach zwei Händen. Dann mussten wir versuchen, uns wieder in einen Kreis aufzulösen, ohn, dass noch irgendjemand verknotet war. Nach ein paar Minuten hatten wir es alle geschafft. Das Spiel nannte sich „Der Gordische Knoten“ und wird häufig in Klassen gespielt. Dies zeigt die Teamarbeit zwischen den Schülern und lässt Vertrauen aufbauen.

Als kleine Einführung in das Stundenthema wurde uns von zwei Schülern ein Konflikt vorgespielt, in dem sie sich stritten, weil ein Schüler auf den Stift eines anderen gestiegen war. Sie diskutierten laut, ohne auf den anderen einzugehen. Danach sollten sich alle eine Lösung für ein friedlicheres Kommunizieren überlegen. Im Rest der Stunde ging es um die  Du-Botschaft und die Ich-Botschaft.

-Beispiel für Du-Botschaft (wenig effektiv: erzeugt Blockadehaltung beim Gegenüber und das Gefühl der Schuld): Du bist gemein, wenn du mich anschreist, weil du immer schlecht gelaunt bist. Hör auf damit, deinen Frust immer an mir auszulassen.

-Beispiel für Ich-Botschaft (recht effektiv: Kränkung oder Problem aus eigener Sicht beschreiben; erzeugt keinen Vorwurf, sondern „berichtet“ grundsätzlich von der eigenen Seelenlage) : Ich bin sauer, wenn du den Kuchen ohne mich isst, weil er für uns beide war. Ich möchte, dass du dich bei mir entschuldigst und mir das nächste Mal etwas übrig lässt.

Die Achtklässler arbeiteten mit großem Interesse mit und füllten ein Arbeitsblatt mit verschieden Situationen zur Ich-Botschaft aus.

Bis sie das erste Mal zwischen zwei oder mehreren Schülern schlichten, werden die angehenden Mediatoren noch eine Menge lernen, um ihr Wissen gekonnt in Konfliktsituationen anwenden zu können. Mediatoren an der Schule helfen nicht nur Schülern in einem Konflikt direkt, sondern auch den schlichtenden Jugendlichen selbst. Sie lernen dabei, wie man mit den verschiedensten Streit- und Diskussionssituationen umgeht und lernen verantwortlich, mit fremden Personen umzugehen. Der Vorteil dabei ist, dass sich die Mediatoren leichter in die Lage der anderen Jugendlichen versetzten können, was bei Lehrern z. B. wegen des Altersunterschiedes manchmal nicht so leicht ist.

Computerkauf: Das sollte man beachten!

Sollte man sich einen Computer anschaffen wollen oder ein neueres Modell benötigen, stehen einem zwei Optionen zu Verfügung:

  1. Der Kauf eines Desktop-PCs, einem Computer, der seperat Bildschirm, Maus und Tastatur benötigt. Der Desktop-PC ist für Sparfüchse und nicht für den flexiblen Transport geeignet. All diejenige, die von einem festen Arbeitsplatz aus arbeiten möchten, werden mit dem Desktop-PC zufrieden sein.
  2. Der Kauf eines Laptops, einer mobilen, aufklappbaren Einheit, ist die zweite Variante.  Die Laptop-Alternative ist mobil und flexibel einsetzbar. Grundsätzlich muss man aber darüber nachdenken, für welche Zwecke man den Computer einsetzen möchte. Gamer sollten sich, ob Desktop-PC oder Laptop, für Computer mit viel Arbeitsspeicher und einer guten Kühlung entscheiden. Bei „Arbeitern“, die den Rechner hauptsächlich zum Schreiben von Texten oder E-Mails brauchen, ist so gut wie jeder transportable Computer zu empfehlen.

Ich rate dazu, sich vor Kauf nochmals genau die Garantiebedingungen anzusehen, um bei Hardware- oder Softwareschäden noch einen entsprechenden Umbau bzw. Ersatz zu bekommen. Im Internet finden sich für Leute mit individuellen Wünschen zudem konfigurierbare Rechner, bei denen viele Parameter eingestellt und Komponenten gezielt ausgesucht werden können. Zusätzlich sollte man den Laptop oder Desktop-PC umbauen können, falls außergarantieliche Fälle eintreten sollten.

Umfrage zur Handynutzung in Seligenthal: Schüler vs. Lehrer

Handys auf dem Schulgelände? Google im Unterricht? Chatten in der Pause? Oft wollen wir uns in der Schule mit unseren Handys beschäftigen. Wie Schüler und Lehrer dazu stehen, erfahrt ihr in diesem Artikel.

In Seligenthal gibt es ein Verbot, welches besagt, dass die Handynutzung und die Nutzung anderer digitalen Medien auf dem gesamten Schulgelände untersagt ist. Ausnahmefälle gibt es nur im Unterricht, wenn der Lehrer oder die Lehrerin es erlauben; in der Bibliothek ist es seit kurzem gestattet, das Handy als Recherchemedium zu benutzen. Da das Handy mittlerweile bei fast jedem Schüler ab zehn Jahren schon zum Alltag zählt, sind einige auch gegen das Verbot und hätten gerne die Erlaubnis, sich im Schulgebäude mit den Smartphones zu beschäftigen. Ich habe ein paar Lehrer und Schüler gefragt, was sie von der bestehenden Handyregelung an der Schule halten und ob sie für eine Erlaubnis oder das weitere Verbot der digitalen Geräte sind.

Zuerst habe ich ein paar Schüler und Schülerinnen aus der achten Jahrgangsstufe zu diesem Thema um ihre Meinung gebeten.  Nadine W. (13 Jahre) besitzt, wie alle in ihrer Klasse, ein Smartphone. Nadine ist für die Nutzung digitaler Geräte an unserem Gymnasium und verwendet sie privat hauptsächlich zum Chatten, zur Unterhaltung und nimmt sie auch häufiger für Hausaufgaben und zum Lernen her.  In der Schule hat sie aber nur ihr Handy dabei. Trotz aller Befürwortung digitaler Geräte merkt Nadine kritisch an, dass sie eine Ablenkung für viele Schüler sein könnten und daher wohl auch im Unterricht einige nicht mehr gut aufpassen würden. Während des Unterrichts sollte das Handy wirklich nur für Recherchen genutzt werden.

Zum Chatten, zur Unterhaltung, für Recherchen, zum Lernen und für Hausaufgaben nutzt Nele M. (13 Jahre) ihr Handy. Sie ist ebenfalls dafür, dass man das Handy im Unterricht nutzen dürfen sollte. Sie hat ihr Smartphone auch immer dabei, das sie ausgeschaltet immer in ihrer Schultasche mit sich herumträgt. Manchmal gab es schon Fälle, in denen sie ihr Handy benutzen durfte oder gerne benutzt hätte, und betont, dass es sehr hilfreich wäre, mal schnell etwas im Internet zu recherchieren. Genauso wie Nadine W. (13 Jahre) denkt sie aber auch, dass die Erlaubnis der Handynutzung im schulischen Alltag Ablenkung und Unachtsamkeit mit sich bringen würde. Tablets in der Schule würden aber vielleicht auch Ordnung in die „Zettelwirtschaft“ bringen und Bücher müssten nicht immer mitgenommen werden, wenn sie gleich auf den Geräten digital vorhanden wären.

Ein weiter Mitschüler aus der achten Klassenstufe ist nur für die Erlaubnis der Smartphones auf dem Schulgelände, wenn sie für Unterrichtszwecke genutzt werden. Er hat sein Handy auch in der Schule dabei und nutzt es natürlich gerne, wenn die Klasse im Unterricht damit recherchieren darf. Verwendet wird es auch für Hausaufgaben, zum Lernen und zur Unterhaltung, aber in der Pause in der Schule sei es nicht wirklich nötig, seinen Freunden lustige Videos von YouTube oder Bilder aus den sozialen Netzwerken zu zeigen, meint er. Der Gebrauch im Unterricht, um Fakten im Internet zu suchen, wäre aber eine gute Idee, um gleich nachzuschauen, wenn man etwas nicht genau weiß. Deswegen müsste man die Handynutzung einschränken. Für ihn wäre eine Lockerung der Handyvereinbarung mit Ablenkung und weniger Konzentration im schulischen Zusammenhang verbunden, im sozialen vor allem damit, dass man weniger miteinander kommunizieren würde.

Was die Folgen anbelangt, haben die meisten Schüler ähnliche Befürchtungen, aber in Sachen „Nutzen für die Schule“ unterscheiden sich die Meinungen kaum. Obwohl die Jugend scheinbar heutzutage nicht mehr ohne Handys auskommen möchte, denkt sie, dass die Erlaubnis der Handynutzung in der Schule nicht nur positiv wäre, sondern auch eine Ablenkung im Unterricht darstellen könnte, wenn man die Regelungen lockert.

Ähnlich sehen das die Lehrer!

Herr Mantel, ein Deutsch- und Sozialkundelehrer am Gymnasium Seligenthal, ist nicht prinzipiell gegen eine Erlaubnis der Handynutzung an der Schule. Auch er ist der Meinung, dass die digitalen Geräte im Unterricht für Referate und Recherchen ein gutes Hilfsmittel wären. Er selber besitzt auch alle gebräuchlichen Geräte wie Smartphone, Laptop oder Computer. Nicht nur in den Taschen der Schüler, sondern auch in denen vieler Lehrer, hätte das Smartphone seinen Platz gefunden. Handys überall und zu jeder Zeit auf dem Schulgelände? Dazu sagt Herr Mantel aber dann auch nein. Denn die Kommunikationskultur würde sich verschlechtern und viele Schüler würden sich in den Pausen nur noch mit ihrem Handy beschäftigen und im Internet surfen. Für Unterrichtszwecke wäre es aber trotzdem eine gute Idee.

Ich habe auch Frau Dr. Mathes um ihre Meinung gebeten und sie ist gegen die Erlaubnis der Handynutzung auf dem Schulgelände. Auch wenn sie alle gängigen Geräte zu Hause hat (I-Pad, Laptop, Computer und Smartphone), würden die digitalen Geräte in der Schule zu Ablenkung führen und darüber hinaus dazu, dass die Schüler weniger im Unterricht aufpassen würden. Die Folgen könnten schlechte Noten sein und die Schüler würden sich erst recht mit den Handys beschäftigen. Zu Hause könnten sie gerne in Maßen mit ihren Smartphones, Tablets und Computern im Internet surfen, aber auf dem Schulgelände haben diese Geräte nicht wirklich etwas zu suchen.

Die Meinungen der Schüler und Lehrer liegen gar nicht so weit auseinander. Was das Verbot von Handys in den Pausen anbelangt, sind sich alle einig. Die „echte“, zwischenmenschliche Kommunikation, bei der man auch die Gestik und die Mimik des Gegenübers sehen und seine Reaktion ausdeuten kann, ist sehr wichtig für das soziale Miteinander. Auch wenn wir uns gerne mit unseren Handys beschäftigen, ist es gut,  dass sie nur für Unterrichtszwecke genutzt werden und die Geräte in den Pausen echte Freunde nicht verdrängen!

Cassinis Grand Final oder die Frage, was auf den Saturn fiel

Am 15. September fiel die Raumsonde Cassini (siehe Bild) in die Atmosphäre des Gasplaneten Saturn, den sie einige Jahre umrundete. Der Grund war der zuneige gehende Treibstoff, der für die Kurskorrektur notwendig war. Man wollte nicht riskieren, dass die Sonde auf einen der Monde stürzte, auf denen womöglich einfaches Leben existiert.

Es ist das Ende einer 20-jährigen Mission, die voller Überraschungen und Entdeckungen war. Ein Meilenstein war der Abwurf der Sonde Huygens, welche 2005 auf dem Titan landete, einem der Monde Saturns. Sie war das erste von Menschen gebaute Objekt, welches Bilder von der Oberfläche des Titan, dem Saturnmond, machte (keine Radarbilder!). Viele Monde wurden durch Cassini komplett oder teilweise hochauflösend kartographiert. Es wurden Hinweise auf einfaches Leben auf Saturns Monden gefunden, was für die damalige Zeit eine groß Überraschunug war. Auch neue Monde wurden gefunden, welche für die Teleskope auf der Erde zu dunkel oder zu klein waren.

Cassini war über 20 Jahre im All und hat wissenschaftliche Daten des Saturn geliefert. Nun wurde sie ein Teil des Objekts, das sie einst erforschte. Cassini übertrug die Daten ihrer Instrumente beim Eintritt in die Atmosphäre praktisch in Echtzeit. Ein Rätsel des Saturn ist ein merkwürdiges Sechseck in Norden des Planeten. Dieses Rätsel konnte Cassini nicht lösen – dafür aber viele andere.

Hier findet ihr eine interessante Doku über die Cassini-Mission: