Der Mythos von Loch Ness

Das Ungeheuer von Loch Ness, auch Nessi genannt, gibt heute immer noch Rätsel auf. Nessi ist heute noch die Touristenattraktion Schottlands. Viele behaupten, das Monster selbst gesehen zu haben, aber viele Sichtungen und Bilder wurden als Fälschungen enttarnt. In diesem Artikel wird auf den Forschungsstand, den Tourismus, die (angeblichen) Sichtungen eingegangen.

Wer nach Schottland fährt, kommt um einen Besuch am mysteriösen Ort Loch Ness nicht vorbei. Der Mythos dieses Orts entstand, als der Mönch Columba 565 an der Küste ein riesiges Ungeheuer sah. Nach dieser Sichtung gab es weitere Sichtungen; eine der bekanntesten war die von Herrn und Frau Mackay. Die beiden fuhren an der Küste des Sees entlang und sahen zwei Buckel, die ihnen erst nicht richtig auffielen, aber Frau Mackay beschrieb es Jahrzehnte später als enorm großes Tier. Der mittlerweile tote Gregory Brusey sah einen langen Hals aus dem Wasser steigen und sagte, dass er nicht betrunken gewesen wäre.

Ab und an wird heute eine Attrappe von dem Seeungeheuer ins Wasser gelassen, um wieder „Sichtungen“ zu bekommen. Für die Forschung jedoch existiert die geheimnisvolle Gestalt nicht. Der junge Wissenschaftler Adrian Shine durchsuchte den 37 Kilometer langen und 1,5 Kilometer breiten See mithilfe von Tauchern und Booten, fand aber nichts. Ein internationales Forschungsteam entnahm 300 Wasserproben, um diese auf DNA-Spuren zu untersuchen. In der DNA befinden sich Fragmente wie Haut, Schuppen, Federn, Urin oder Kot. Der Biomediziner informierte, dass man diese DNA isolieren könne und dann Wesen wie neue Bakterienarten identifizieren könne. Ein Ergebnis in Bezug auf Nessi gab es aber nicht.

Ein DNA-Nachweis von Nessi wurde bis heute nicht gefunden!

Loch Ness ist bis heute ein Mythos und wird es noch lange bleiben. Ob nun die Sichtungen echt sind oder nur aus touristischen Gründen erfunden und heute noch gepflegt werden, spielt wohl keine große Rolle: Loch Ness wird noch lange ein Mythos bleiben.

Die nachfolgende Doku des ZDF befasst sich noch näher mit dem Mythos Loch Ness:

Wissen kompakt: der tropische Regenwald

Der tropische Regenwald ist der artenreichste, komplizierteste und spannendste Lebensraum der Welt.

A) Die Verbreitung des Regenwaldes

Die Verbreitung ist um den Äquator herum, also zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis. Der Regenwald befindet sich z. B. in den Ländern Indonesien, Malaysia, Brasilien, D. R. Kongo oder Papa-Neuguinea. Die Fläche des tropischen Regenwaldes auf der ganzen Welt beträgt ungefähr 1,2 Mio. Hektar. Außerdem nimmt die Abholzung (ca. 4,4 Fußballfelder pro Minute) stark zu.

B) Das Klima des Regenwaldes

Das Klima im tropischen Regenwald ist feucht und warm und man bezeichnet es als Tageszeitenklima. Die Durchschnittstemperatur beträgt über 25°C. Über das Jahr verteilt gibt es 9,5-12 humide Monate (humid = es fällt mehr Niederschlag, als es Verdunstung gibt), d.h. es ist ganzjährig feucht. Der Niederschlag entsteht durch den Passatkreislauf. Sonne, Regen, Wärme und Feuchtigkeit kennzeichnen das Klima.

C) Der Tagesablauf (Wetterablauf) im Regenwald

 – 4 – 5 Uhr: ca. 20°C; Dunkel/Nachts

– 6 Uhr: ca. 20°C; Sonnenaufgang; Nebel, Dunst

– 7 – 9 Uhr: ca. 22°C; Verdunstung

– 10 + 11 Uhr: ca. 25°C; Wolkenbildung

– 12 Uhr: ca. 28°C; Sonne steht im Zenit; Wolkenbildung

– 13 – 16 Uhr: ca. 30°C + 31°C; Gewitter, Niederschlag

– 17 + 18 Uhr: ca. 26°C; Dampfschwaden; Sonnenuntergang

– 19 + 20 Uhr: ca. 23°C; dunkel/nachts

D) Die Vegetation: Der Stockwerkbau

Im tropischen Regenwald ist es v.a. grün und man sieht hohe Bäume, es existiert ein hoher Artenreichtum, also viele Tierarten und Pflanzen sind anzufinden.

Stockwerkbau:

Es gibt auch einen sog. Stockwerkbau. Damit ist die Unterteilung in Höhenbereiche gemeint. Zwischen 45-60m befinden sich die Urwaldriesen (Überständer / Übersteher). Dort herrscht eine mittlere Feuchtigkeit, d.h. es ist relativ trocken, es gibt zu 100% Sonnenlicht und die Tiere, die dort leben, sind Papageien, Orchideen und Bromelien.

Die zweite Schicht ist die obere Baumschicht. Sie befindet sich zwischen 25-45m und hier ist es ca. 30°C-35°C warm. Diese Schicht weist die höchste Artenvielfalt auf und hier leben Vögel, Säugetiere wie Faultiere, Reptilien, Amphibien und Insektenarten.

Die darunter folgende Schicht heißt untere Baumschicht (zwischen 10-25m). In diesem Bereich ist es dunkel, weil wenig Licht durchkommt. Ozelote und Orang-Utans leben dort.

Die vorletzte Schicht lautet Strauchschicht. Diese Schicht befindet sich auf einer Höhe von ca. 1-10m. Dort herrschen nur ca. 25°C und hier ist es relativ dunkel. Die Tiere, die hier leben, bestehen aus vielen Insekten wie Bienen, Schmetterlingen oder Käfern, Fledermäusen, Schlangen und Fröschen.

Die letzte Schicht ist die Krautschicht. Die Schicht befindet sich nahe am Boden, also zwischen 0-1m. Dort ist es auch sehr dunkel und windstill. Außerdem kommt nur 1% des Sonnenlichts dort an. Dadurch herrscht hier eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die bevölkernden Lebewesen sind Elefanten, Jaguare, Laufvögel und noch viele mehr.

Zusammenfassend kann man sagen, dass jedes Stockwerk eine eigene klimatische Bedingung besitzt, der Lichteinfall und die Temperatur nach unten stark abnehmen, die Luftfeuchtigkeit nach unten zunimmt und es die größte Artenvielfalt im Kronendach gibt.

Das nachfolgende Info-Video gibt noch einmal einen guten Überblick über Besonderheiten des Regenwaldes:

Fridays for Future in Landshut – Ein Interview

Fridays for Future in Landshut – Ein Interview mit Anschana Schröfl, 10b

Was hat dich motiviert bei FFF mitzumachen und dich zu engagieren? 

Umwelt- und Klimaschutz war für mich schon länger ein Thema. Aufgerüttelt wurde ich vor allem dadurch, dass ziemlich einprägsame Bilder und Videos im Internet kursierten. Also begann ich mich beim LBV (Landesbund für Vogelschutz Bayern e.V.) zu engagieren, auch bei ein paar Aktionen des NABU (Naturschutzbund Deutschland) war ich dabei. Auf FFF (Fridays for Future) wurde ich aufmerksam, als ich erstmals mitbekam, dass Demonstrationen und verschiedene Aktionen auch außerhalb der Schulzeit stattfinden und wollte die Bewegung dann näher kennenlernen. Und ich bin absolut nicht enttäuscht worden.

Was sind die weiteren Pläne von FFF in Landshut? 

Natürlich weiter streiken und so viele Menschen wie möglich, darunter auch Lokalpolitiker, auf die Klimakrise aufmerksam machen. Am 29.11 findet die nächste Großdemo statt.

Am 20.09 waren gerade mal 600 Leute da, weniger als 1% der Bevölkerung von Landshut.

Und trotzdem sind das gute Zahlen für eine Stadt wie Landshut und die bisher größte FFF-Demo, was ein riesiger Erfolg ist. Es war wirklich überwältigend, wie viele gekommen sind.

Ist das nicht zum Schreien, weil es entmutigt? 

Natürlich fühlt man sich manchmal hilflos, weil ein Teil der Bevölkerung auch sehr ignorant sein kann oder sich zu passiv verhält. Klimaschutz ist in unserer Gesellschaft sowieso schon ein großes Thema und es wird lebhaft darüber diskutiert. Da stellt sich natürlich die Frage, warum teilweise von Einzelnen und der Politik zu langsam oder nur halbherzig gehandelt wird und wurde. Andererseits ist schon so viel erreicht worden. Zum einen von den Organisatoren von FFF Landshut, zum anderen aber auch von der Bewegung allgemein. Es ist wirklich ungewöhnlich und eine große Leistung von allen, dass eine Schülerbewegung so aktiv ist und so viel Aufmerksamkeit bekommt.

Sind bei FFF nur Gymnasiasten dabei? Wie sieht es mit Mittel-, Real- und Berufsschülern aus?

Es sind tatsächlich etwas mehr Gymnasiasten dabei, aber natürlich sind auch Schüler*innen anderer Schularten mit von Partie. Danach wird untereinander nicht unterschieden. Berufsschüler*innen haben es meistens schwerer zu streiken und sind deshalb in den Ferien öfter vertreten. Übrigens sind auch Erwachsene, z.B. Eltern oder Lehrer willkommen.

Was ist deine Meinung dazu, dass Frau Weger, die Schuldirektorin vom Gymnasium Seligenthal, den Wandertag unter dem Motto „klimaneutral“ gestellt hat (nur höchstens Benutzung von öffentlichem Nahverkehr, Klimaworkshop und „Freigang“ zur FFF-Demo)?

Ich habe mich richtig gefreut, da ich nicht damit gerechnet hätte, am Großstreik zum 20.09. teilnehmen zu können und nun doch dazu gekommen bin. Auch habe ich nicht mitbekommen, dass jemandem der Tag deshalb weniger Spaß gemacht hat als ein normaler Wandertag. Dadurch wurden wir auch alle nochmal sensibilisiert und konnten uns mit dem Thema auseinandersetzen, wenn wir wollten. So habe ich beispielsweise eine sehr interessante Diskussion mit Sandro Ebner über die Marktwirtschaft geführt.

Wie ist deiner Meinung nach „Umweltschutz“ bei Jugendlichen ein Thema? 

Immer öfter bekomme ich Gespräche rund um das Thema mit und das freut mich natürlich. Auch auf Instagram wird vermehrt darüber gepostet. Anscheinend machen sich mehr Jugendliche ernsthaft Gedanken und wissen besser über die Konsequenzen ihrer Handlungen Bescheid. Viele entscheiden sich dann viel bewusster: Mir fällt auf, dass ich mehr junge Fahrradfahrer oder nachhaltige Einkäufe sehe. Zusätzlich haben sich viele dazu entschieden, vegetarisch zu leben oder Fleisch bewusster zu konsumieren.

Umweltschule Seligenthal: Was läuft schon gut? Was könnte besser laufen? 

Vor allem den Trinkwasserbrunnen finde ich eine tolle Idee. Auch trennen wir den Müll in den Klassenzimmer und laufen gelassene Wasserhähne habe ich noch nie erlebt. Neuerungen in unserer Mensa sind aber notwendig. Es ist hier noch zu wenig auf kompostierbare Stoffe gesetzt worden, z. B. sind Drinks, Salate und Joghurts noch unnötigerweise in Plastik eingepackt. Auch manchen Schülern und Lehrern ist dies aufgefallen, habe ich mitbekommen. Generell sind die Heftumschläge, welche aus gefärbtem Plastik bestehen, auch ein Problem. Hier könnten die Lehrer noch mehr Schüler aufmerksam machen. Seligenthal ist ein Vorzeigeprojekt und sollte daher die Umsetzung an den genannten Punkten vorantreiben. Es ist aber auch überhaupt nicht so, dass die Schule ihren Namen ohne Grund trägt. Immerhin hat sie einige Produkte in der Mensa gegen Maisstärke ausgetauscht, es sind aber einfach noch zu wenig.

Welche Hoffnung treibt dich an? 

Die Hoffnung für uns alle auf ein Leben, das nicht auf Kosten der Umwelt oder auf dem Rücken von anderen Menschen geführt werden muss, und das trotz der Überbevölkerung und trotz einer Wirtschaft, die auf Wachstum ausgelegt ist. Die Hoffnung, dass wir nicht mehr den Lebensraum von uns selbst und von Abermillionen Tieren zerstören!

Was möchtest du den Leserinnen und Leser abschließend mitgeben/an das Herz legen? 

Bleibt immer kritisch, was scheinbar klimafreundliche Produkte und Erfindungen angeht, und macht euch im Zweifel lieber selbst ein Bild. Und bitte, wenn ihr euch dazu entscheiden wollt, etwas für die Umwelt zu tun, macht es aus eurer eigenen Überzeugung und nicht, weil es gerade im Trend liegt. Wenn es um Klimaschutz geht, kann man im Kleinen anfangen und findet immer wieder etwas, was man verbessern kann.

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Anschana Schröfl und Sandro Ebner sind Schüler der Klasse 10b in Seligenthal, die sich besonders engagiert bei den Workshops zur „Schöpfungsverantwortung/Klimakrise“ am klimaneutralen Wandertag am 20.9.2019 beteiligt haben und sich weiterhin für dieses Thema stark einsetzen. Dieses Interview führte Herr Krippner.

Traumziel Sizilien

In diesem Artikel möchte ich das Ferienziel Sizilien bilderreich vorstellen und die wunderschöne Insel dadurch schmackhaft machen!

Fakten;

  • Sizilien ist die größte Insel Italiens und die größte Insel im Mittelmeer.
  • Sie ist durch die Straße von Messina vom italienischen Festland getrennt und ist vom Ionischen, vom Tyrrhenischen und dem Mittelmeer umgeben.
  • Die sizilianische Kultur ist sehr vielseitig, denn sie wurde von der griechisch-römischen, arabischen, byzantinischen, normannischen, staufischen und aragonesischen Kultur beeinflusst.
  • In Sizilien gibt es viele Gegensätze in der Natur (Meer, Berge, Flüsse)
  • Es gibt zahlreiche, teilweise noch aktive Vulkane (Ätna, Stromboli)

Wenn man mich fragen würde, warum ich den Urlaub auf Sizilien so schön gefunden habe und ich nur ein Beispiel nennen dürfte, könnte ich mich wahrscheinlich gar nicht entscheiden, denn für mich gibt es viele Gründe, um auf Sizilien die Ferien zu verbringen. Die Insel bietet natürlich ein tolles Ferienziel für Badeurlauber, andererseits gibt es auch sehr viele schöne Städte.

Palermo (Hauptstadt)

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Catania (nahe Gebirge)

De, News-Catania, Neuesten Nachrichten Catania, Catania

Agrigent (bekannt für seine Tempel)

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Cefalu (Wahrzeichen Kirche mit zwei Türmen)

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Hier noch ein paar Einblicke in einige sizilianische Städte:

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Typisch Australien

Australien ist, wie vielen von euch sicherlich bekannt ist, der kleinste Kontinent der Welt. Das heißt aber nicht, dass Australien deswegen weniger interessant ist. Mit seiner ganz eigenen Tier-und Pflanzenwelt ist Australien wunderschön und einzigartig. Während meines zweieinhalbmonatigen Austauschs in „Down Under“ sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die ihr, wenn ihr auch einmal diesen Kontinent besucht, sicher bemerkt und eben typisch für Australien sind.

1. Surfen         


Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich an Australien denke, denke ich automatisch an braungebrannte Surfer. Tatsächlich ist Surfen in Australien sehr beliebt und sogar Nationalsport. Das liegt unter anderem auch daran, dass die Wetter-und Surfbedingungen in Down Under ideal dafür sind, das Board einfach mal auszupacken, um dem Genuss des Wellenreitens nachzugehen. Da Australiens Küste fast 26.000 Kilometer lang ist und über 7.000 Strände vorweisen kann, die von zwei Ozeanen sowie den verschiedensten Strömungen geprägt wsind, gibt es kaum einen Teil des Landes, an dem das Surfen nicht möglich ist. Die jedoch beliebtesten Plätze sind der Ort Byron Bay (Ostküste) und die meterhohen Wellen um Margaret River (Westküste), die qualitativ sogar mit denen der „Top Spots“ in Hawaii konkurrieren können.

2. Tim Tam

Wer einmal in Australien war, wird sicher schon einmal von Tim Tams gehört haben. Tim Tams sind Schokoladenkekse der Firma Arnott’s Biscuit Holdings in Australien. Sie bestehen aus zwei Biscuitlagen, umhüllt mit Schokolade, zwischen denen eine leichte Schokoladencreme eingebettet ist. Tim Tams findet man ausschließlich in Australien, weswegen sie dort schon fast als Spezialität gelten. Es gibt auch nicht nur eine Sorte, sondern viele verschiedene, von Erdbeere bis zu Minze. Generell sind Tim Tams, das kann ich persönlich bestätigen, superlecker und ein absolutes Muss für jeden Schokoladenfan, der Australien besuchen möchte.

3. Vegemite

Auch hier geht es wieder ums Essen. Vegemite ist ebenfalls typisch australisch und bei den Aussies so beliebt wie bei uns Nutella. Es ist ein Hefeextrakt-Produkt, das viele Vitamine der B-Reihe enthält. Vegemite ist dunkelbraun, mäßig bis gut streichbar und schmeckt salzig, malzig und leicht bitter. Zu viel davon auf sein Brot zu schmieren, ist also nicht empfehlenswert. Obwohl es Vegemite nur in Australien gibt und man so Australien auch automatisch mit Vegemite verbindet, gibt es doch geteilte Meinungen. Die einen (und ist dann doch die Mehrzahl) hassen Vegemite, wiederum andere lieben es. Trotzdem sollte man, wenn man nicht ohnehin schon dazu gezwungen wird, Vegemite einmal selbst probieren, um sich eine eigene Meinung zu diesem etwas ungewöhnlichen Brotaufstrich zu bilden.

4. Linksverkehr

Was manche von euch sicherlich überrascht, ist, dass Australien ein Land mit Linksverkehr ist. Obwohl ich nicht selbst fahren musste, war es für mich doch ebenfalls gewöhnungsbedürftig. So war zum Beispiel eine meiner ersten Gedanken „Oh Gott, wir fahren auf der falschen Straßenseite“ (natürlich war dies nicht der Fall, aber für mich als Europäerin eben etwas komisch). Aber auch im allgemeinen Verkehrsleben sollte man aufpassen, nach welcher Seite man zuerst schaut, wenn man beispielsweise einfach nur die Straße überqueren möchte. Wir blicken nämlich beim Überqueren der Straße in Deutschland automatisch nach links – in Australien kommen die Autos aber von rechts!

5. Gefährliche Tiere

Einer der Gründe, warum Australien ein nicht ganz so beliebtes Urlaubsziel ist, abgesehen von der weiten Entfernung, sind die gefährlichen Tiere, die dieser Kontinent beherbergt. Aussagen wie „In Australien sind mir zu viele giftige Tiere“ oder „Hast du denn keine Angst vor den gefärlichen Tieren?“ bekam ich sehr oft zu hören, sowohl von Freunden als auch von meiner Familie. Natürlich kann ich dies nicht einfach als ein Vorurteil abstreiten. Es stimmt, dass in Australien eine große Anzahl an gefährlichen und auch giftigen Tieren existiert. Häufig kommt die australische Würfelqualle, die sich größtenteils in Nordaustralien aufhält, vor. Besonders nach Regenfällen ist sie oft an Flussmündungen anzutreffen. Deshalb lautet auch die Faustregel der Einheimischen: „Regenzeit ist Quallenzeit.“ Ein anderes Tier, vor dem man sich in Acht nehmen sollte, ist die gewöhnliche Braunschlange, die man in der östlichen Hälfte Australiens antrifft. Diese Schlangen sind im Allgemeinen recht aggressiv und für ihre schlechte Laune bekannt. Außerdem zählen sie mit ihrem Gift zu den zweitgiftigsten Landschlangen weltweit. Und dann gibt es noch den Bullenhai, der im Südwesten und Westen des Kontinents weit verbreitet ist, generell überall entlang der nördlichen Küste und entlang der Ostküste bis nach New South Wales. Ich bekam aber während des „Ocean camps“ in Pambula keinen zu sehen.

6. Das Wort „Mate“

Eine ganz typische Begrüßung in Australien lautet „Good Day, mate. How’s it going?“ Natürlich ist das Wort „Mate“ kein typisches australisches Wort, aber tatsächlich habe ich Australier das Wort „friend“ nie in den Mund nehmen hören. Allerdings ist diese Begrüßung eher unter guten Bekannten anzutreffen. „How’s it going“ (was eigentlich die gleiche Bedeutung wie „How are you?“ hat) ist jedoch eine typische Begrüßung, vor allem auch bei Jugendlichen, mit der ich auch häufig gegrüßt wurde.

7. Dinner

Eine Sache, die für mich ziemlich gewöhnungsbedürftig war, sind die Essgewohnheiten der Australier. In Australien ist es üblich, das Mittagessen ausfallen zu lassen und dafür abends warm zu kochen. Selbstverständlich gibt es auch deutsche Familien, die die Zeitregelungen der Mahlzeiten so ähnlich verteilen, aber in Australien ist es ganz normal, wenn das Abendessen erst um 20:00 Uhr stattfindet. Während der Schultage hat es für mich keinen großen Unterschied gemacht, da wir es daheim in Deutschland auch manchmal so gehandhabt haben, aber sogar am Wochenende hat man in Australien das Mittagessen ausfallen lassen – anders gesagt: in der Regel gibt es einfach kein Mittagessen dort. So frühstückt man beispielsweise um zehn Uhr morgens und die nächste offizielle Mahlzeit ist erst wieder um acht oder manchmal sogar erst um neun Uhr abends. Klar kann man sich am Nachmittag einen kleinen Snack holen, aber vor allem an Tagen, an denen wir Ausflüge gemacht haben und nicht zuhause waren, musste ich mein „Schicksal“ dann einfach hinnehmen.

8. Die Aborigine-Kultur

Obwohl die Ureinwohner Australiens weniger als vier Prozent der Bevölkerung ausmachen, so ist ihre Kultur dennoch typisch für Australien. Sie sind die älteste noch lebende Kultur auf der Welt, aber nicht überall anzutreffen – am ehesten im Northern Territory, dem berühmt berüchtigtem Outback. In dieser Gegend gibt es viele Orte, die für die Aborigines spirituelle Bedeutung haben und somit zu respektieren sind. Dies bedeutet: Betreten nur mit der Erlaubnis der Ansässigen. Auch der „Uluru“ (Kolonialname: Ayers Rock), das Wahrzeichen des Landes und der größte Monolith der Welt, darf nicht eigenmächtig bestiegen werden. Ansässige Aborigines bieten allerdings gerne Führungen an und laden Interessierte ein, ihre Kultur näher kennenzulernen, so zum Beispiel im ältesten Regenwald der Welt, dem Daintree Rainforest, wo man auch Krokodilen in Begleitung eines Guides näher kommen kann. Allerdings kam ich persönlich leider nicht in den Kontakt mit den Ureinwohnern.

9. Sportbegeisterung

Obwohl das Surfen schon oben erwähnt wurde, muss ich dem Sport in Australien generell einen Extrapunkt widmen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich noch nie so viele Sixpacks und Jogger gesehen habe wie in Australien. Australier sind allgemein ziemlich sportbegeisterte Menschen. Auch wenn Fußball, eigentlicher Lieblingssport der Deutschen, ebenfalls in Down Under große Beliebtheit über die Jahre erlangt hat, so gibt es aber auch noch andere Sportarten, für die sich Australier unheimlich begeistern können. Zwei beliebte Freizeitbeschäftigungen sind Rugby und Cricket. Da zeigt sich wiederum den Einfluss der britischen Kultur auf die ehemalige Kolonie Australien. Eine kulturelle Besonderheit – und zwar weil sich diese Sportart in Australien entwickelt hat und auch nur hier ausgeübt wird – ist der sogenannte Australian Football, auch Aussie Football genannt. Obwohl es auch Football ist, ist es nicht zu vergleichen mit American Football, da die Regeln grundlegend verschieden sind. Ein vielbeachtetes Sportevent in Australien ist der Melbourne Cup, ein bekanntes Pferderennen. Es mag auch nicht zu verwundern, dass Sport in Australien ein beliebtes Gesprächsthema ist.

10. Lifeguards

Auch wenn es selbstverständlich nicht nur in Australien Rettungschwimmer, Lifeguards, gibt, so spielen sie hier doch eine große Rolle. Rettungsschwimmer siehst du in Australien an fast allen öffentlichen Stränden. Da Australier (wetterbedingt) bekanntlich das ganze Jahr über surfen und baden (können), sind Rettungsschwimmer so gut wie jeden Tag im Einsatz. Die Wellen können sich an der Ost-und Südküste ganz schön auftürmen, was für Surfer meist ideale Bedingungen bietet, für Schwimmer jedoch nicht. Rettungsschwimmer haben einen hohen Stellenwert in Australien und werden von allen hoch angesehen, denn sie retten nicht so selten, wie man meinen könnte, Menschenleben. Während des einwöchigem Camps, das ich in Australien besucht habe, haben uns die Lifeguards vom Surfclub einen Tag mitgenommen und gezeigt, was die verschiedenen Aufgaben eines Lifeguards sind und welche „Uniformen“ für welche Tätigkeit stehen. In Australien kann man übrigens schon ziemlich jung seine Karriere als Rettungschwimmer starten. Bereits im Alter von 12 Jahren gibt es die Möglichkeit, den „Nippers“ beizutreten. So werden Kinder genannt, die in einem Verein für Rettungsschwimmer trainieren.

Religionen aus aller Welt: der Buddhismus

Der Buddhismus ist eine Religion, genau wie das Christentum, der Islam oder das Judentum. Allerdings gibt es wesentliche Unterschiede, wie zum Beispiel dass das Christentum oder Judentum eine Glaubensreligion ist, während wir, wenn wir vom Hinduismus oder eben vom Buddhismus, von einer Erfahrungsreligion sprechen. Auch gibt es im Buddhismus keinen richtigen Gott, wie etwa im Christentum, und es existiert auch kein Paradies nach dem Tod. Nein, im Buddhismus gibt es nach dem Tod nur „Nichts“. Es ist nur nicht dieses „Nichts“, was wir eher als traurige Leere bezeichnen würden, würden wir nicht an den „Himmel“ glauben. Doch dazu später noch mehr!

Die Geschichte des Buddhismus

Der Buddhismus ist die Lehre von Siddharta Gautama, einem Hindu, der vor etwa 2500 Jahren lebte. Siddahrta soll als reicher Fürstensohn bis zu seinem 29. Lebensjahr ein  Leben in unglaublichem Luxus geführt haben. Doch als er mehrmals auf Spaziergängen die Unzufriedenheit der Armen und Schwachen wie auch der Reichen und Verwöhnten Menschen erkennt, macht ihn das sehr nachdenklich und er beschließt etwas gegen die Unzufriedenheit der Menschen zu tun. In der Meditation fand er nach buddhistischem Glauben einen Weg, sich von allem Leid zu befreien. Er führte ein bescheidenes Leben, bescherte seinen Mitmenschen nur Freude und Gutes und betrachtete alle Menschen und Dinge, ohne sie in irgendeiner Form zu bewerten. Das führte ihn zur wahren Erkenntnis aller Dinge. Damit war er der Buddha. Buddha heißt „der Erleuchtete“.

Was predigte Buddah seinen Anhängern?

Was Buddha seinen Zuhörern erzählt, klingt für viele Europäer bis heute seltsam. Denn einige Dinge, die im Christentum oder im Islam selbstverständlich sind, fehlen: Es gibt kein Paradies. Ja, es gibt nicht einmal einen allmächtigen Gott! Dafür spielt in Buddhas Lehre das Leiden eine große Rolle: alles Leben ist Leiden, lehrt er – denn es besteht aus Krankheit, Unglück und Schmerz. Buddhisten glauben außerdem an das Leben nach dem Tod, auch wenn es kein Paradies gibt. Ist das Leiden eines Buddhisten also für immer und unausweichlich? Nein, es gibt natürlich Methoden, sein Schicksal zu verbessern, z. B. indem man sich an folgende Regeln hält.

Stilisierte Buddha-Figur

Die fünf sittlichen Geboten eines jeden Buddhisten sind:

  1. Töte keine Lebewesen, weder Menschen, Tiere noch Pflanzen.
  2. Nimm nicht, was dir nicht zusteht, also stiehl nicht.
  3. Sei nicht unkeusch.
  4. Sprich nicht die Unwahrheit, verletze andere nicht durch Worte und führe keine sinnlosen Gespräche.
  5. Nimm keine berauschenden Mittel wie Alkohol oder Drogen, damit Geist und Verstand klar sind.

Wenn sich ein Buddhist an diese Gebote hält, stehen die Chancen für ihn gut, dass er im nächsten Leben beispielsweise nicht als Kamel, sondern als reicher Fürst wiedergeboren wird. Doch gibt es auch einen Weg, diesem ewigen Leiden (der Wiedergeburt) für immer auszuweichen?

Ja, da gibt es tatsächlich etwas und zwar den sogenannten „Edlen achtfachen Pfad der Erkenntnis“. Wenn es einem Buddhisten gelingt, sich an alle im edlen achtfachen Pfad der Erkenntnis verfassten Lebensregeln, neben den fünf sittlichen Geboten eines jeden Buddhisten, zu halten, wird er nach buddhistischem Glauben von seinem ewigen Leid befreit und erleuchtet, also ein Buddha. Er darf nun nach seinem Leben in der Mitte von Armut und Luxus, wie es Siddharta Gautama predigte, ins sogenannte Nirvana. Sein Geist muss deshalb nicht wieder auf die Erde zurückkehren. Während viele Christen auf ein Leben nach dem Tod im Himmel  hoffen, ist es für einen Buddhisten am besten nach dem Tod ins Nichts (Nirvana) zu kommen und erlöst, gleichzeitig erleuchtet, zu sein.

Dies sind die Regeln des Achtfachen Pfades der Erkenntnis:

  1. Bemühe dich um Weisheit und verhalte dich immer richtig.
  2. Sei gelassen und friedfertig.
  3. Lüge niemals.
  4. Tue keinem Lebewesen Böses und stiehl nicht.
  5. Schade niemandem und zerstöre nicht die Natur.
  6. Gib dir Mühe und erfülle deine Pflichten, auch in der Religion.
  7. Sei achtsam, denke und handle stets besonnen.
  8. Konzentriere dich, denke nach und meditiere.

Wie wird man Buddhist?

Es ist nicht möglich durch Taufe oder Salbung Buddhist zu werden. Es gibt nur eine wichtige Voraussetzung, nähmlich die grundlegenden buddhistischen Überzeugungen zu verstehen. Das soll helfen, sich zu entscheiden, ob der Buddhismus die richtige Religion für einen ist. Dann kann man den Buddhismus praktizieren und an jahrhundertealten Traditionen teilnehmen.

Thailändische Buddhisten beim rituellen Gebet

Buddhistische Tempel

Der buddhistische Tempel ist ein Ort, der die so genannten Drei Schätze, das heißt Buddha, Dahrma und Sangha, vereint. Buddhistische Tempel unterscheiden sich baulich nach Region und umfassen einen Gebäudekomplex einschließlich Gelände. Im Zentrum befindet sich ein Heiligtum (Stupa oder Kultblid des Buddah). Tempel dienen häufig als Kloster buddhistischer Mönche.

Buddhistische Symbole

Im Folgenden habe ich für euch einige der wichtigsten buddhistischen Symbole aufgelistet und sie kurz beschrieben.

Das Yin und Yang: Dieses setzt sich aus zwei Begriffen der chinesischen Philosophie, insbesondere des Daoismus zusammen. Der Daoismus ist eine chinesische Philosophie und Weltanschauung und wird als Chinas eigene und authentische  Religion angesehen. Die beiden Begriffe stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien. Ein weit verbreitetes Symbol des Prinzips ist das Taijitu, in dem das weiße Yang (hell, hart, heiß, männlich, aktiv, Bewegung) und das schwarze Yin (dunkel, weich, kalt, weiblich, passiv, Ruhe) gegenüberstehend dargestellt werden.

Der Sonnenschirm: Er kann Schutz vor Regen und Sonne, aber auch vor Leiden und bösen Kräften bieten.

Die zwei goldenen Fische: Sie sind neben Glück, Reichtum, Mut und Furchtlosigkeit auch ein Symbol für die beiden Flüsse Ganges und Yamuna.

Die Lotusblüte: Sie soll die gesamte Natur der Menschheit repräsentieren und wurde in vielen Lehren des Buddhismus verwendet.

  • Eine weiße Lotusblüte steht für mentale und spirituelle  Reinheit.
  • Eine pinke Lotusblüte steht für den traditionellen Buddah, während purpur für die Mystik steht.
  • Die rote Lotusblüte steht für Liebe und Mitgefühl.
  • Die blaue Lotusblüte steht für Weisheit.

Der Lotus repräsentiert dabei, wie wir unser Leiden überwinden, Klarheit, Schönheit und die Erleuchtung erreichen.

Das Banner des Sieges: der Dämon Mara stellt im Buddhismus Stolz, Lust und Leidenschaft dar. Das „Banner des Sieges“ repräsentiert, wie Buddha den Dämon besiegte – und soll daran erinnern, dass wir unseren Stolz und unsere Leidenschaft überwinden müssen, um erleuchtet zu werden.

Die Vase: Sie steht im Buddhismus für übermäßigen Reichtum, Wohlstand und Gesundheit, da man eine Vase mit den unterschiedlichsten Dinge befüllen kann, die mit der Erleuchtung einhergehen können.

Das Dharma Rad: Das Dharma Rad besitzt acht Speichen, welche den achtfachen Pfad der Erkenntnis repräsentieren. Dieses Sysmbol wird dabei oft verwendet, um Buddah selbst darzustellen und ist dabei zu einem nahezu universellen Symbol des Buddhismus geworden.

Der ewige Knoten: Er stellt dar, dass alles im Leben miteinander verbunden ist. Er kann aber auch Religion, Weisheit, Mitgefühl und Fragen symbolisieren, die zusammen eine Einheit schließen.

Die weiße Muschel: Die weiße Muschelschale bedeutet im Buddhismus den erfreulichen Klang die Lehre der Dharma. Wenn sie diese Lehre hören, so repräsentiert die weiße Muschel das Erwachen der Schüler und kann auch so viel wie das Erwachen der Menschen aus der Unwissenheit bedeuten.