EXKLUSIV: Projektvorstellung der Klassen 9d und 10c – Teil III

Die Klassen 9d und 10c nahmen im Rahmen ihres SpG-Unterrichts am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Gruppen teil. Herausgekommen sind insgesamt 10 tolle Produkte, u.a. Podcasts, zu ganz unterschiedlichen und brandaktuellen Themen. Wie gewohnt, findet ihr alle gängigen Beiträge auf unserem Blog auch in dieser Woche wieder, allerdings immer unter dem jeweiligen Wettbewerbsbeitrag, den wir eine Zeit lang ganz oben halten werden, damit er niemandem entgeht. Viel Spaß beim Anschauen und Anhören und herzlichen Dank an die beiden Klassen!

Weiter geht es diese Woche mit einem Podcast der Klasse 9d zum Thema „Der Konflikt zwischen China und Taiwan“:

Unterwegs mit „Save the Beach Maldives“

Hallo, liebe Leserinnen und Leser, ich bin Alleyah Böttcher. Ihr kennt mich noch nicht, aber das wird jetzt mein erster Beitrag sein, also seid gespannt! 😉

Ich komme zur Hälfte von den Malediven, einem Land, das viele von euch vielleicht mit Urlaub und Paradies verbinden, doch in diesem Bericht wird es vor allem um eine der zahllosen Herausforderungen, die an diesen Inselstaat gestellt sind, gehen. Ich war in den Sommerferien dort und habe für euch ein Interview mit der Organisation Save the Beach Maldives (STB) gemacht.

Sicherlich werden viele von euch fragen, was diese Organisation nun eigentlich ist. Übersetzt lautet ihr Name „Rettet den Strand der Malediven“. Sie setzt sich für den Schutz der Umwelt ein, insbesondere die den Meeres und der Strände. Gegründet wurde diese NGO (Non Governmental Organisation) im Jahr 2007 von Hassan Ahmad (Beybe) und Thanzeela Naeem (Thanzy).

Der Geburtsort dieses Vereines ist die Insel Villingili (Villimalé), ein Eiland, das 1,5 km von der überbevölkerten Hauptstadt Malé (siehe Bild oben) entfernt liegt, und auch zu ihm gehört. Die Geschichte der Organisation begann, als Beybe mit 11 Jahren nach Villimalé zog. Die Insel war zuvor ein Resort, jedoch hatte sie sich zu einer Siedlungsinsel gewandelt, kurz bevor er mit seiner Familie dort hingezogen war. Damals war die Insel schon sehr umweltfreundlich, so ist es bis heute auch geblieben. Es dürfen z. B. nur elektrische Motorräder diese Insel befahren und es gibt eine Begrenzung der Anzahl von Fahrzeugen. Zudem existiert ein Gesetz, das besagt, dass nur die nötigsten Dieselverkehrsmittel erlaubt sind wie Krankenwagen, Polizeiautos oder Feuerwehrfahrzeuge. Der weiße Strand, der sich ringsum erstreckt, war von einer wunderschön türkisen Lagune umgeben, es war sozusagen eine jungfräuliche Insel.

Auf einmal fing der Staat an, einen Fährhafen anzulegen, dabei zerstörten die Veranwortlichen teilweise den Strand, und Beybe konnte nicht einfach zuschauen und nichts unternehmen. Bevor man einen Hafen bauen will, muss man eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen, auch genannt EIA (Aus dem Englischen: Environmental Impact Assessment), um den Schaden, der bei den Arbeiten entsteht, zu reduzieren. Tatsächlich wurde eine derartige Überprüfung vorgenommen , aber man hielt sich nicht an Vorgaben, der ganze Konzept war anders. Als Beybe dies herausgefunden hat, versuchte er, das Vorhaben aufzuhalten. Die Verantwortlichen sagten nur, er sei noch klein und solle warten, bis er erwachsen sei. Dazu kam noch, dass die Bewohner über ihn verärgert waren, denn sie dachten, der Hafen wäre etwas Gutes für sie, und dass Beybe diese Entwicklung nur unnötig stoppen wollte. Nachdem der Bau abgeschlossen war, machte der Staat deutlich, dass es ein paar Fähren von Malé vorübergehend geben würde – man behielt sie aber dauerhaft. Vermutlich beherbergt der Hafen weniger als 15 eigener Boote, der Rest besteht ausschließlich aus Wassertransportmitteln anderer Inseln.

Beybe und seine Freunde nannten ihre Organisation zur Zeit der Gründung Save the Beach Villingili. Nach einiger Zeit stellten sie aber fest, dass nicht nur ihre Insel, sondern vielmehr die ganzen Malediven von den o.g. Problemen betroffen waren – und nicht nur dort allein: Auf der ganzen Welt verschwinden natürliche Strände oder werden zugemüllt.

Wie vorher schon erwähnt, gehört Villingili zu Malé. Zusammen mit Hulhumalé, ergeben diese drei Inseln die Hauptstadt der Malediven, was man Greater Malé Area zu nennen pflegt. In diesem Bereich hat Villimalé den einzigen nicht künstlichen Strand, der Staat aber droht und ist gerade dabei, einen großen Teil der Küstenvegetation am Ostrand von Villingili abzuholzen, um ihn zu einer Reparaturwerft für Glasfaser und als Hafen für kleine Schiffe umzuwandeln. Beybe, Thanzy und viele andere Einwohner sind absolut dagegen und finden, man sollte den Einwohnern der Hauptstadt ihren letzten natürlichen Strand nicht wegnehmen.

In diesem Video erhaltet ihr einen kleinen Eindruck von der Arbeit der Organisation „Save the Beach Maldives“

Einmal pro Woche, manchmal aber auch öfter, organisiert Save the Beach Maldives einen sog. Beach Cleanups, im Rahmen dessen man am Strand sorgfältig den Müll aufsammelt – da können Freiwillige immer gerne mithelfen, hin und wieder gibt es auch einige Events. Auf dem Video oben sieht man Beybe und viele weitere, während er zusammen mit anderen Aktivisten auf einer Sandbank aufräumt. STB hat die ersten 40 öffentlichen Mülleimer auf Villimalé aufgestellt, leider schwimmt aber trotzdem unglaublich viel Abfall im Meer und liegt am Strand herum, wodurch Umwelt sehr großen Schaden nimmt.

Auf den Malediven gehört es zum Alltag, Fisch zu fangen, ihn vorbereiten und zu konsumieren. Wenn aber Fische und weitere Meerestiere den Müll fressen, der im Ozean schwimmt, ist es nicht nur für deren Gesundheit schlecht, sondern es wirkt sich auch auf den Menschen aus. Die Bewohner essen meist mindestens einmal pro Tag eine Mahlzeit, die Fisch enthält, und sollte dieser Fisch von dem Abfall vergiftet sein, besteht die Gefahr, dass sich der Mensch ebenfalls vergiftet. Dies ist ein weiterer wichtiger Grund, die Umwelt zu schützen. Zum Teil liegt dies auch in unserer Verantwortung, denn der Müll, der sich auf ihren Stränden wiederfindet, stammt nicht nur aus dem Inselstaat, sondern kommt meist aus weit oder weniger weit entfernten Ländern wie z. B. Singapur. Mancher Abfall stammt aber sogar aus Deutschland, das knapp 8000 km Luftlinie entfernt liegt. Betrachtet man die Meeresströmung, ist es ziemlich sicher, dass der Müll häufig einen viel weiteren Weg zurückgelegt hat, als man eigentlich meinen könnte. Laut Beybe fand man auch in Deutschland maledivischen Abfall, dieser wurde danach eine kurze Zeit lang zur Mahnung ausgestellt.

Hier sieht man einen der Strände in Villingili, kurz vor einem Beach Cleanup

Infolge des Klimawandels sterben unzählige, riesige Mengen an Korallen und Korallenriffen, die wegen der steigenden Temperaturen des Meeres ausbleichen. Save The Beach Maldives beschäftigt sich damit und hat ein Projekt gestartet. Worüber es in dieser Operation genau geht und viele weitere Dinge zum Thema „Korallen“, erfahrt ihr in meinem nächsten Artikel.

Lexikonartikel: Die Osterinsel

Sicherlich habt ihr schon mal von der Osterinsel, seinen berühmten Statuen und seiner außergewöhnlichen Abgeschiedenheit gehört. Doch wie sieht die Geschichte der Insel mit Ihren Ureinwohnern aus, die bis heute mit Ihren Moai-Statuen Forscher verblüffen?

Hier noch ein paar Fakten zur Osterinsel vorab:

  • Gehört politisch zu Chile
  • Liegt im Südosten des Pazifik
  • 7750 Menschen leben dort (2017)
  • Höchster Berg: Der Mount Terevaka mit 507m
  • Die Fläche beträgt 163,6 km²
  • Der größte Ort ist Hanga Roa

Zur Geschichte:

Generell sind die ersten Bewohner der Osterinsel schwierig zu bestimmen, aber man sagt, dass ca. 500 n. Chr. erste Siedler aus Polynesien auf die Insel kamen – die Rapanui. Sie ließen sich an der Küste nieder und lebten den Ahnenkult. Es entwickelte sich eine strenge stratifizierte Gesellschaft (Unterteilung in Schichten) mit strengen religiösen Geboten und 10 Stämmen, die unabhängig voneinander waren und die mit verschiedenen Teilen der Insel assoziiert waren, obwohl es keine definierte Grenzen gab. In jedem der Dörfer repräsentierte eine Kultstätte mit Moai-Statuen die Macht eines solchen Stammes.

Die Moai-Statuen

Es bevölkern knapp 900 solcher Statuen die Insel. Dabei gibt es drei Konstruktionstypen: klein, kompakt oder hoch mit feiner Ausgestaltung. Sie bestehen aus Vulkangestein von einem der drei Vulkane auf der Insel: Man hat sie vom Stein in der fertigen Form abgetrennt und dann den Hang hinabgleiten lassen. Bis heute kann man noch unfertige Statuen besichtigen. Theorien besagen, dass die Moai-Statuen Schutzmächte oder Geister der Ahnen darstellen sollen. Sie wachen über die Bewohner eines Dorfes oder Clans. Doch irgendwann übertrieben es die Clanchefs mit Ihren Figuren und eine katastrophale Entwicklung begann.

Die große Wende

Gegen 1350 entstanden kriegerische Konflikte und die einzelnen Stämme stürzten sogar gegenseitig ihre Statuen um. Doch wie kam es zu dazu?

Da für den Transport der Moai Wald abgeholzt werden musste und sie immer mehr abholzten, waren sie buchstäblich auf der Insel gefangen, weil sie kein Holz mehr (z. B für Boote) hatten. Als Folge des Nahrungsmangels gingen die Inselbewohner zum Kannibalismus über, d. h sie aßen Menschenfleisch, aber nicht aus religiösen oder rituellen Gründen, sondern weil es ihnen auch schmeckte. Mit dieser Veränderung wurde dann der Vogelmannkult mit ihrem Vogelgott Make Make eingeführt. Um ihn zu ehren, fand ein Wettbewerb statt, im Rahmen dessen man knapp 2 km zu einer Insel namens Mata Nui über den Ozean schwimmen und dabei ein von einer Seeschwalbe gelegtes Ei entwenden musste, um es dann unversehrt wieder zurück zur Insel zu bringen. Dabei schickte jeder Clan ein Vertreter. Nicht wenige Rapanui sterben bei diesem Wettkampf. Das Clanoberhaupt des Siegers wurde für ein Jahr zum Vogelmann erklärt, der auch der heilige Schiedsrichter bei Konflikten zwischen den Clans war. Auch hatte der Stamm dann die Verfügungsgewalt über die knappen Lebensmittel inne. Der Vogelmannkult war somit eine einfallsreiche Erfindung, kriegerische Auseinandersetzungen zu vermeiden und diese auf die Ebene eines spielerischen Wettkampfes zu bringen.

Lange Zeit gab es auf der Insel wohl keine besonderen Vorkommnisse, als sie dann 1722 am Ostersonntag von einem Niederländer entdeckt wurde und sie zur Osterinsel wurde. Zwar gab es davor einen Piraten, der zuvor bereits die Osterinsel entdeckte, doch er landete nicht darauf.

Die katastrophale Entwicklung

Peruanische Menschenhändler verschleppten 1862 ca. 1400 Einheimische nach Peru, um sie dort auf Zuckerrohrplantagen und Minen arbeiten zu lassen. Nach Protesten durften die Überlebenden zurückkehren, mit dem Effekt, dass sie Krankheiten wie Pocken auf die Insel brachten. Gegen 1880 waren dann nur 111 Rapanui am Leben. Acht Jahre später hat sich Chile im Krieg gegen Peru und Bolivien durchgesetzt und die Insel annektiert. Doch nach kurzer Zeit verpachtete Chile die Osterinsel an eine britische Wollgesellschaft, die bis 1953 blieb. Als Folge verödete der Boden, die Steine der archäologischen Stätten wurden zum Bau von Zäunen verwendet.

Aktuell hat die Osterinsel eine eigene Verwaltung und seit 1990 herrscht dort auch eine Demokratie. Die Situation hat sich in den letzten 30 Jahren stark verbessert und die Menschen leben alle in Frieden. Vor allem bei den Chilenen ist die Osterinsel sehr beliebt und Jahr für Jahr kommen immer mehr Touristen auf die Insel.

Der Mythos von Loch Ness

Das Ungeheuer von Loch Ness, auch Nessi genannt, gibt heute immer noch Rätsel auf. Nessi ist heute noch die Touristenattraktion Schottlands. Viele behaupten, das Monster selbst gesehen zu haben, aber viele Sichtungen und Bilder wurden als Fälschungen enttarnt. In diesem Artikel wird auf den Forschungsstand, den Tourismus, die (angeblichen) Sichtungen eingegangen.

Wer nach Schottland fährt, kommt um einen Besuch am mysteriösen Ort Loch Ness nicht vorbei. Der Mythos dieses Orts entstand, als der Mönch Columba 565 an der Küste ein riesiges Ungeheuer sah. Nach dieser Sichtung gab es weitere Sichtungen; eine der bekanntesten war die von Herrn und Frau Mackay. Die beiden fuhren an der Küste des Sees entlang und sahen zwei Buckel, die ihnen erst nicht richtig auffielen, aber Frau Mackay beschrieb es Jahrzehnte später als enorm großes Tier. Der mittlerweile tote Gregory Brusey sah einen langen Hals aus dem Wasser steigen und sagte, dass er nicht betrunken gewesen wäre.

Ab und an wird heute eine Attrappe von dem Seeungeheuer ins Wasser gelassen, um wieder „Sichtungen“ zu bekommen. Für die Forschung jedoch existiert die geheimnisvolle Gestalt nicht. Der junge Wissenschaftler Adrian Shine durchsuchte den 37 Kilometer langen und 1,5 Kilometer breiten See mithilfe von Tauchern und Booten, fand aber nichts. Ein internationales Forschungsteam entnahm 300 Wasserproben, um diese auf DNA-Spuren zu untersuchen. In der DNA befinden sich Fragmente wie Haut, Schuppen, Federn, Urin oder Kot. Der Biomediziner informierte, dass man diese DNA isolieren könne und dann Wesen wie neue Bakterienarten identifizieren könne. Ein Ergebnis in Bezug auf Nessi gab es aber nicht.

Ein DNA-Nachweis von Nessi wurde bis heute nicht gefunden!

Loch Ness ist bis heute ein Mythos und wird es noch lange bleiben. Ob nun die Sichtungen echt sind oder nur aus touristischen Gründen erfunden und heute noch gepflegt werden, spielt wohl keine große Rolle: Loch Ness wird noch lange ein Mythos bleiben.

Die nachfolgende Doku des ZDF befasst sich noch näher mit dem Mythos Loch Ness:

Wissen kompakt: der tropische Regenwald

Der tropische Regenwald ist der artenreichste, komplizierteste und spannendste Lebensraum der Welt.

A) Die Verbreitung des Regenwaldes

Die Verbreitung ist um den Äquator herum, also zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis. Der Regenwald befindet sich z. B. in den Ländern Indonesien, Malaysia, Brasilien, D. R. Kongo oder Papa-Neuguinea. Die Fläche des tropischen Regenwaldes auf der ganzen Welt beträgt ungefähr 1,2 Mio. Hektar. Außerdem nimmt die Abholzung (ca. 4,4 Fußballfelder pro Minute) stark zu.

B) Das Klima des Regenwaldes

Das Klima im tropischen Regenwald ist feucht und warm und man bezeichnet es als Tageszeitenklima. Die Durchschnittstemperatur beträgt über 25°C. Über das Jahr verteilt gibt es 9,5-12 humide Monate (humid = es fällt mehr Niederschlag, als es Verdunstung gibt), d.h. es ist ganzjährig feucht. Der Niederschlag entsteht durch den Passatkreislauf. Sonne, Regen, Wärme und Feuchtigkeit kennzeichnen das Klima.

C) Der Tagesablauf (Wetterablauf) im Regenwald

 – 4 – 5 Uhr: ca. 20°C; Dunkel/Nachts

– 6 Uhr: ca. 20°C; Sonnenaufgang; Nebel, Dunst

– 7 – 9 Uhr: ca. 22°C; Verdunstung

– 10 + 11 Uhr: ca. 25°C; Wolkenbildung

– 12 Uhr: ca. 28°C; Sonne steht im Zenit; Wolkenbildung

– 13 – 16 Uhr: ca. 30°C + 31°C; Gewitter, Niederschlag

– 17 + 18 Uhr: ca. 26°C; Dampfschwaden; Sonnenuntergang

– 19 + 20 Uhr: ca. 23°C; dunkel/nachts

D) Die Vegetation: Der Stockwerkbau

Im tropischen Regenwald ist es v.a. grün und man sieht hohe Bäume, es existiert ein hoher Artenreichtum, also viele Tierarten und Pflanzen sind anzufinden.

Stockwerkbau:

Es gibt auch einen sog. Stockwerkbau. Damit ist die Unterteilung in Höhenbereiche gemeint. Zwischen 45-60m befinden sich die Urwaldriesen (Überständer / Übersteher). Dort herrscht eine mittlere Feuchtigkeit, d.h. es ist relativ trocken, es gibt zu 100% Sonnenlicht und die Tiere, die dort leben, sind Papageien, Orchideen und Bromelien.

Die zweite Schicht ist die obere Baumschicht. Sie befindet sich zwischen 25-45m und hier ist es ca. 30°C-35°C warm. Diese Schicht weist die höchste Artenvielfalt auf und hier leben Vögel, Säugetiere wie Faultiere, Reptilien, Amphibien und Insektenarten.

Die darunter folgende Schicht heißt untere Baumschicht (zwischen 10-25m). In diesem Bereich ist es dunkel, weil wenig Licht durchkommt. Ozelote und Orang-Utans leben dort.

Die vorletzte Schicht lautet Strauchschicht. Diese Schicht befindet sich auf einer Höhe von ca. 1-10m. Dort herrschen nur ca. 25°C und hier ist es relativ dunkel. Die Tiere, die hier leben, bestehen aus vielen Insekten wie Bienen, Schmetterlingen oder Käfern, Fledermäusen, Schlangen und Fröschen.

Die letzte Schicht ist die Krautschicht. Die Schicht befindet sich nahe am Boden, also zwischen 0-1m. Dort ist es auch sehr dunkel und windstill. Außerdem kommt nur 1% des Sonnenlichts dort an. Dadurch herrscht hier eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die bevölkernden Lebewesen sind Elefanten, Jaguare, Laufvögel und noch viele mehr.

Zusammenfassend kann man sagen, dass jedes Stockwerk eine eigene klimatische Bedingung besitzt, der Lichteinfall und die Temperatur nach unten stark abnehmen, die Luftfeuchtigkeit nach unten zunimmt und es die größte Artenvielfalt im Kronendach gibt.

Das nachfolgende Info-Video gibt noch einmal einen guten Überblick über Besonderheiten des Regenwaldes:

Fridays for Future in Landshut – Ein Interview

Fridays for Future in Landshut – Ein Interview mit Anschana Schröfl, 10b

Was hat dich motiviert bei FFF mitzumachen und dich zu engagieren? 

Umwelt- und Klimaschutz war für mich schon länger ein Thema. Aufgerüttelt wurde ich vor allem dadurch, dass ziemlich einprägsame Bilder und Videos im Internet kursierten. Also begann ich mich beim LBV (Landesbund für Vogelschutz Bayern e.V.) zu engagieren, auch bei ein paar Aktionen des NABU (Naturschutzbund Deutschland) war ich dabei. Auf FFF (Fridays for Future) wurde ich aufmerksam, als ich erstmals mitbekam, dass Demonstrationen und verschiedene Aktionen auch außerhalb der Schulzeit stattfinden und wollte die Bewegung dann näher kennenlernen. Und ich bin absolut nicht enttäuscht worden.

Was sind die weiteren Pläne von FFF in Landshut? 

Natürlich weiter streiken und so viele Menschen wie möglich, darunter auch Lokalpolitiker, auf die Klimakrise aufmerksam machen. Am 29.11 findet die nächste Großdemo statt.

Am 20.09 waren gerade mal 600 Leute da, weniger als 1% der Bevölkerung von Landshut.

Und trotzdem sind das gute Zahlen für eine Stadt wie Landshut und die bisher größte FFF-Demo, was ein riesiger Erfolg ist. Es war wirklich überwältigend, wie viele gekommen sind.

Ist das nicht zum Schreien, weil es entmutigt? 

Natürlich fühlt man sich manchmal hilflos, weil ein Teil der Bevölkerung auch sehr ignorant sein kann oder sich zu passiv verhält. Klimaschutz ist in unserer Gesellschaft sowieso schon ein großes Thema und es wird lebhaft darüber diskutiert. Da stellt sich natürlich die Frage, warum teilweise von Einzelnen und der Politik zu langsam oder nur halbherzig gehandelt wird und wurde. Andererseits ist schon so viel erreicht worden. Zum einen von den Organisatoren von FFF Landshut, zum anderen aber auch von der Bewegung allgemein. Es ist wirklich ungewöhnlich und eine große Leistung von allen, dass eine Schülerbewegung so aktiv ist und so viel Aufmerksamkeit bekommt.

Sind bei FFF nur Gymnasiasten dabei? Wie sieht es mit Mittel-, Real- und Berufsschülern aus?

Es sind tatsächlich etwas mehr Gymnasiasten dabei, aber natürlich sind auch Schüler*innen anderer Schularten mit von Partie. Danach wird untereinander nicht unterschieden. Berufsschüler*innen haben es meistens schwerer zu streiken und sind deshalb in den Ferien öfter vertreten. Übrigens sind auch Erwachsene, z.B. Eltern oder Lehrer willkommen.

Was ist deine Meinung dazu, dass Frau Weger, die Schuldirektorin vom Gymnasium Seligenthal, den Wandertag unter dem Motto „klimaneutral“ gestellt hat (nur höchstens Benutzung von öffentlichem Nahverkehr, Klimaworkshop und „Freigang“ zur FFF-Demo)?

Ich habe mich richtig gefreut, da ich nicht damit gerechnet hätte, am Großstreik zum 20.09. teilnehmen zu können und nun doch dazu gekommen bin. Auch habe ich nicht mitbekommen, dass jemandem der Tag deshalb weniger Spaß gemacht hat als ein normaler Wandertag. Dadurch wurden wir auch alle nochmal sensibilisiert und konnten uns mit dem Thema auseinandersetzen, wenn wir wollten. So habe ich beispielsweise eine sehr interessante Diskussion mit Sandro Ebner über die Marktwirtschaft geführt.

Wie ist deiner Meinung nach „Umweltschutz“ bei Jugendlichen ein Thema? 

Immer öfter bekomme ich Gespräche rund um das Thema mit und das freut mich natürlich. Auch auf Instagram wird vermehrt darüber gepostet. Anscheinend machen sich mehr Jugendliche ernsthaft Gedanken und wissen besser über die Konsequenzen ihrer Handlungen Bescheid. Viele entscheiden sich dann viel bewusster: Mir fällt auf, dass ich mehr junge Fahrradfahrer oder nachhaltige Einkäufe sehe. Zusätzlich haben sich viele dazu entschieden, vegetarisch zu leben oder Fleisch bewusster zu konsumieren.

Umweltschule Seligenthal: Was läuft schon gut? Was könnte besser laufen? 

Vor allem den Trinkwasserbrunnen finde ich eine tolle Idee. Auch trennen wir den Müll in den Klassenzimmer und laufen gelassene Wasserhähne habe ich noch nie erlebt. Neuerungen in unserer Mensa sind aber notwendig. Es ist hier noch zu wenig auf kompostierbare Stoffe gesetzt worden, z. B. sind Drinks, Salate und Joghurts noch unnötigerweise in Plastik eingepackt. Auch manchen Schülern und Lehrern ist dies aufgefallen, habe ich mitbekommen. Generell sind die Heftumschläge, welche aus gefärbtem Plastik bestehen, auch ein Problem. Hier könnten die Lehrer noch mehr Schüler aufmerksam machen. Seligenthal ist ein Vorzeigeprojekt und sollte daher die Umsetzung an den genannten Punkten vorantreiben. Es ist aber auch überhaupt nicht so, dass die Schule ihren Namen ohne Grund trägt. Immerhin hat sie einige Produkte in der Mensa gegen Maisstärke ausgetauscht, es sind aber einfach noch zu wenig.

Welche Hoffnung treibt dich an? 

Die Hoffnung für uns alle auf ein Leben, das nicht auf Kosten der Umwelt oder auf dem Rücken von anderen Menschen geführt werden muss, und das trotz der Überbevölkerung und trotz einer Wirtschaft, die auf Wachstum ausgelegt ist. Die Hoffnung, dass wir nicht mehr den Lebensraum von uns selbst und von Abermillionen Tieren zerstören!

Was möchtest du den Leserinnen und Leser abschließend mitgeben/an das Herz legen? 

Bleibt immer kritisch, was scheinbar klimafreundliche Produkte und Erfindungen angeht, und macht euch im Zweifel lieber selbst ein Bild. Und bitte, wenn ihr euch dazu entscheiden wollt, etwas für die Umwelt zu tun, macht es aus eurer eigenen Überzeugung und nicht, weil es gerade im Trend liegt. Wenn es um Klimaschutz geht, kann man im Kleinen anfangen und findet immer wieder etwas, was man verbessern kann.

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Anschana Schröfl und Sandro Ebner sind Schüler der Klasse 10b in Seligenthal, die sich besonders engagiert bei den Workshops zur „Schöpfungsverantwortung/Klimakrise“ am klimaneutralen Wandertag am 20.9.2019 beteiligt haben und sich weiterhin für dieses Thema stark einsetzen. Dieses Interview führte Herr Krippner.