Lexikonartikel: vom Aussterben bedrohte Tierarten an Land

Nicht nur in den Meeren, sondern auch an Land sind viele Tiere vom Aussterben bedroht. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über sie:

Vom Aussterben bedrohte Tiere sind zum Beispiel:

  • Berggorilla
  • Südchinesischer Tiger
  • Amur-Leopard
  • Sumara-Elefant
  • Sumatra-Orang-Utan

Berggorilla

Der Berggorilla ist in Ostafrika zuhause. Es gibt noch siebenhundert Tiere seiner Art.

Südchinesischer Tiger

Einen Südchinesischen Tiger, auch Amoytiger genannt, kann man in China zu Gesicht bekommen. Über die Population gibt es keine gesicherten Angaben, Experten vermuten aber, dass er in freier Wildbahn bereits ausgestorben sein könnte!

Amur-Leopard

Der Amur-Leopard ist in Korea zuhause. Von seiner Art gibt es schätzungsweise noch 70 Exemplare.

Sumura-Elefant

Sumura-Elefanten (hier nur ein Beispielbild) leben in Indonesien. Vermutlich gibt es nur noch etwa 2600 Tiere.

Sumara-Orang-Utan

Etwa 14000 Exemplare dieser Affenart existieren noch. Wie die Sumara-Elefanten ist Indonesien ihr Lebensraum.

 

Hier findet ihr noch einige Fakten zum Rückgang der Arten durch menschliches Verhalten:

  1. Die Menschheit macht viel zu viel Müll, gerade auch in der Natur, und er wird nicht so entsorgt, wie er entsorgt werden sollte.
  2. Tiere sterben auch durch Zerstören ihres Lebensraum aus (Waldrodung, Umweltgifte durch Fabriken).
  3. Illegale Jagd auf seltene Tiere lässt deren Population weiter schrumpfen.
  4. Ausbeuterische Landwirtschaft zieht Schädlinge an, die manchen Tierarten lebensgefährliche Krankheiten bringen können. Häufig sterben deshalb auch Insekten als Bestäuber der Pflanzen, womit auch diese um ihre Existenz gebracht werden.

Das Artensterben geht mittlerweile so weit, dass jedes Jahr vermutlich 58000 (!!!) Tierarten von unserem Planeten einfach verschwinden. Also schützt unseren Planeten und beginnt mit einem einfachen „Mittel“: dem Sauberhalten unserer Umwelt. Am Ende schaden wir nämlich nicht nur den Tieren und unserer Umwelt, sondern dem gesamten Planeten und damit der Menschheit!

Im nachfolgenden Artikel könnt ihr euch noch weiter über das Artensterben informieren:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/artensterben-jaehrlich-verschwinden-58-000-tierarten-a-982906.html

Auch eine Doku von Arte beschäftigt sich mit dem Thema des Rückgangs der Arten, vorwiegend im europäischen Raum:

Tischsitten aus aller Welt

In der ganzen Welt gibt es Tischsitten, doch sind diese auch von Land zu Land unterschiedlich. Egal ob Rülpsen, Schmatzen oder Schlürfen: in manchen Teilen der Erde gelten diese vermeintlichen „Unsitten“ oft als angemessen oder sogar höflich. Andere Länder, andere Sitten lautet ein Sprichwort, das jeder Reisende kennt. Und man kann, da es viele Sitten und Gebräuche gibt, auch viel falsch machen. Falls ihr in nächster Zeit verreisen möchtet, habe ich euch diese Liste seltsamer oder besonderer Tischsitten zusammengestellt um euch vorzubereiten:

CHINA: Gut gerülpst? Gut gekocht!

Rülpsen am Tisch gilt in Deutschland ein absolutes No-go. In China jedoch ist es ein Zeichen an den Koch, dass es dir geschmeckt hat. Und auch wenn man in Deutschland wenn möglich immer aufisst, ist es in China üblich, einen kleinen Rest auf dem Teller übrig zu lassen, denn so signalisiert du dem Koch oder dem Gastgeber, dass er dir mehr als genug Essen angeboten hat. Zudem ist es üblich, Suppen ganz nah am Mund aus der Schale zu schlürfen und beim Essen generell zu schmatzen. Außerdem gilt in China eine Zigarette als Apetittanreger. Das solltet ihr aber lieber lassen, ebenso wie das Hineinstecken der Essstäbchen in den Reis!

INDIEN: Aufessen ist Pflicht!

In Indien allerdings heißt es, immer ganz aufzuessen, denn in diesem Land sieht man die Verschwendung von Essen nicht gern. Außerdem wird mit den Fingern gegessen, allerdings nur mit der rechten Hand, da die linke als unrein gilt. Deine Fingernägel müssen gepflegt und deine Hände dürfen nicht schmutzig sein.

USA: Eine Hand reicht völlig!

Auch in der USA wird für gewöhlich nur mit einer Hand gegessen, die andere liegt im Schoß. Dieser Gebrauch soll der Legende nach noch aus dem Wilden Westen stammen, dort war es von Vorteil, wenn mann sicherheitshalber die Finger am Abzug hatte. So kam es, dass viele Amerikaner heute noch zuerst das Essen zerschneiden und es dann mit der Gabel in einer Hand zu sich nehmen. In Fast-Food-Restaurants ist es aber auch üblich, nur mit der Hand und ohne Besteck zu essen. Hier gibt es nämlich das (ungesunde) Finger-Food.

KOREA: Der Älteste hat das Sagen!

Wer sich in Korea an den Tisch setzt, sollte lieber zuerst zu rechnen anfangen, denn dort gilt: Der Älteste gibt den Ton an! Erst wenn der Älteste zu essen beginnt, beginnt die eigentliche Mahlzeit. Bei Tisch wird auch nicht geredet, da man sich sonst nicht auf das Mahl konzentrieren kann.

ITALIEN: Pasta? Nur mit der Gabel!

Allein beim Pastaverzehr kann man so einiges falsch machen, denn auch wenn so manch Deutscher glaubt, dass die Italiener ihre Nudelgerichte mit Gabel, Löffel und Messer verspeisen, wird  in Italien die Pasta nur mit der Gabel zu sich genommen.

FRANKREICH: Finger weg und Regeln befolgen!

Im Land der Feinschmecker und Spitzenköche gilt als eine der obersten Regeln, dass nie mit den Fingern, sondern nur mit Besteck gegessen wird. Der Salat muss mundgerecht gefaltet werden. Auch die Hände müssen immer auf dem Tisch und dürfen nicht auf dem Schoß liegen (in Frankreich gibt es keine Cowboys). Von einer Käseplatte dürfen maximal drei Sorten probiert werden und Soßenreste werden nicht aufgetunkt. Das „heilige“ Baguette darf auf keinen Fall geschnitten, sondern nur gebrochen werden. Und schmatzen, schlürfen und rülpsen ist natürlich erst recht ein Graus für französischen Ohren!

Lexikonartikel: vom Aussterben bedrohte Tierarten im Wasser

Im Wasser gibt es viele tolle Tiere z.B. bunte Fische, faszinierende Haie oder riesengroße Wale. Doch viele dieser Unterwassertiere sind vom Aussterben bedroht.

Oft sterben die Tiere, weil sie Plastikmüll fressen. Wasser bedeckt rund 70 Prozent der Erde und in jedem Quadratkilometer schwimmen zehntausende Teile Plastikmüll. Seevögel verenden qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastikmüll für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton.

Überfischung: Bald drohen uns leere Meere

Schon 2011 warnte die Weltnaturschutzorganisation IUCN davor, dass alleine im Mittelmeer 40 Fischarten vom Aussterben bedroht sind. Dies war die erste Studie, die ein ganzes Meer betrachtete. Einer der renommiertesten Vertreter unter den gefährdeten Arten: der Gewöhnliche Delfin, der den Beinamen ,,gewöhnlich“ bekam, da er früher im Mittelmeer sehr häufig anzutreffen war, nun aber zu den bedrohten Arten gehört.

Delfine gelten als sehr schlaue und grazile Tiere. Ihr Lebensraum ist allerdings bedroht – und damit auch sie!

Auch Haie sind vom Aussterben bedroht. Dass Haie zu den bedrohten Fischarten gehören, liegt vorwiegend an der Bedrohung durch den Menschen. So schätzt die Haifischschutzorganisation Sharklife, dass alleine für die in Asien begehrte Haifischflossensuppe zwischen 23 und 73 Millionen Haie jährlich gefangen werden. Einmal am Haken, werden ihnen bei lebendigem Leib die begehrten Flossen abgeschnitten, ,, Schark finning “ genannt. Danach werden sie einfach wieder zurück ins Meer geworfen, um dort qualvoll zu verenden.

 

Im nachfolgenden, weiterführenden Video des BR (Bayerischer Rundfunk), erfahrt ihr, wie schädigendes Plastik überhaupt ins Meer gelangt und welchen Anteil sogar jeder von uns daran hat:

Lexikonartikel: ISS (International Space Station)

Die ISS (International Space Station) ist die internationale Raumstation, die seit 1998 in Betrieb ist. Ihre Umlaufgeschwindigkeit beträgt 7,71 km/s und somit braucht sie nur 90 Min. um die Erde. Sie befindet sich auf einer Umlaufbahn in 400 km Höhe. Es befanden sich schon ca. 200 Menschen auf der ISS.

Besatzung:                                                                                                                                   

Auf der ISS befinden sich normalerweise sechs Astronauten, die meistens für ein halbes Jahr bleiben. Anschließend fliegen sie zu dritt in einer sog. Sojus-Kapsel zurück.  Zurzeit befinden sich zwei Russen, drei Amerikaner und ein deutscher Kommandant namens Alexander Gerst auf der Raumstation. Sie erforschen z. B. die Auswirkung der Schwerelosigkeit auf den menschlichen Körper oder auf verschiedene andere Dinge. Jedes Besatzungsmitglied hat nur zwei Hosen pro Halbjahr und nur ein T-Shirt pro Woche.

Am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit, übernahm übrigens Alexander Gerst das Kommando.

Ausbildung:

Um auf die ISS zu kommen, muss man viel lernen und trainieren. Mann muss ein fertiges Studium in Naturwissenschaften haben oder Kampfpilot gewesen sein. Außerdem sind viele Stunden unter Wasser an einem Nachbau der ISS zu trainieren, körperlich sollte man zu 100 % fit sein, die Zentrifuge überstehen und viel im Fitnessstudio trainieren – was man allerdings auch auf der ISS machen muss, damit sich die Muskeln aufgrund des Bewegungsmangels in Verbindung mit der geringen Schwerkraft (man selbst ist viel leichter -> Muskeln werden kaum beansprucht) nicht zu stark abbauen.

Im nachfolgenden Video seht ihr, wie man an einem Unterwassermodell der ISS trainiert.

Flug zur ISS:

Drei Astronauten müssen sich in eine sehr kleine Sojus-Kapsel (mit Raketenantrieb) zwängen. Wenn sie abheben, ist es noch recht angenehm. Der schlimmste Teil ist, wenn die Rakete Schub aufnimmt. Das fühlt sich dann etwa so an, als wenn mehrere Leute deines Körpergewichts auf dir drauf lägen. Sobald sie das Weltall erreicht haben, ist es schon deutlich angenehmer. Die Kapsel klinkt sich von der Rakete ab und schwenkt auf die Umlaufbahn der Erde ein. Nun kann es ein paar Stunden bis ein paar Tage dauern, bis die Kapsel bei der ISS ist. Das hängt davon ab, ob die Kapsel beim Eintritt in den Raum im richtigen Winkel zur ISS steht. Tut sie das nicht, verpassen sie sich immer wieder, bis sie im richtigen Winkel zueinander stehen. Wenn sie die ISS erreicht haben, ist das Schwierigste das Andocken an die Raumstation. Normalerweise macht das der Computer, der Astronaut überwacht dann nur, ob er es richtig macht. Fällt der Computer aber aus, muss der Pilot auf Handsteuerung umschalten und per Hand andocken. Da ist echtes Fingerspitzengefühl gefragt! Wenn alles gut gegangen ist, müssen sich die Astronauten durch eine sehr enge Luke zwängen, bis sie endlich in der ISS sind.

Eine Sojus-Kapsel landet auf der Erde, nachdem der Einsatz im All zu Ende ist.

Leben auf der ISS:

Jeder Astronaut besitzt einen eigenen Stundenplan, an den er sich halten muss. Auf ihm sind Dinge wie Aufstehen, Essen, Forschen usw. genau eingeteilt. Man schläft in einem Zimmer, das nicht viel größer ist als eine Telefonzelle. Alle Gegenstände sind mit Klettverschlüssen an der Wand befestigt, da sie sonst schwerelos durch den Raum flögen. Für die Forscher gibt es kein Oben und kein Unten, das heißt, dass sich das Gehirn erst daran gewöhnen muss, dass man z. B an der Decke geht.

Aufbau der Internationalen Raumstation:

Die ISS besteht aus verschiedenen Modulen. Es gibt u.a. russische, amerikanische und deutsche Module. Jedes Modul verfügt über eigene Funktionen. Als die ISS im Bau war, wurden die einzelnen Module auf der Erde gefertigt und dann anschließend zur ISS gebracht, wo sie dann mithilfe eines Spaceshuttlearms befestigt wurden. Später wurde noch ein eigener Greifarm an der Raumstation befestigt. Sie wird ausreichend mit Sonnenenergie versorgt – durch die riesigen Solarkollektoren. Sie sind immer zur Sonne ausgerichtet. Außerdem verfügt sie über mehrere Stabilisatoren, damit sie sich nicht umdreht. Falls es kleinere Probleme gibt, können diese von der Besatzung repariert werden. Wenn z. B. die Kühlpumpe ausfällt, ziehen sich die Astronauten ihre Raumanzüge an und holen ein Ersatzteil aus einem an der Außenwand montierten Kästen

Versorgung & Entsorgung:

Um die Besatzung mit Lebensmitteln und Ausrüstung zu versorgen, wird regelmäßig eine Rakete hochgeschickt. Nachdem sie entladen wurde, wird sie mit Abfällen und benutzter Kleidung gefüllt, abgekoppelt, und die Kapsel verglüht in der Atmosphäre. Die Astronauten werden auch immer mit frischem Sauerstoff versorgt. Dazu wird durch einen Wassertank Strom geleitet, sodass sich der Sauerstoff vom Wasserstoff trennt. Damit sich in den Ecken keine Kohlenstoffdioxidblasen bilden, verfügt die Raumstation über ein Belüftungssystem. Selbst der Urin wird gefiltert und wieder in das Trinkwasser geleitet.

Weltraumschrott:

Wenn auf die ISS Weltraumschrott über 5 cm Durchmesser zufliegt, wird sie von der Erde aus gewarnt und kann auf eine andere Umlaufbahn einschwenken. Bis 5 cm große Stücke kann die Raumstation noch mit ihrer stabilen Außenwand abfangen. Das mag wenig sein, aber das ist vergleichbar mit der Durchschlagskraft einer Handgranate. Wenn die Bodenkontrolle ein größeres Objekt zu spät sieht, und es zu knapp zum Ausweichen ist, muss die Besatzung alle Luftschleusen schließen und sich in die Sojus-Kapseln retten. Dort müssen sie dann warten, bis es Entwarnung gibt. Trifft es die ISS, so kann die Besatzung die Kapsel noch rechtzeitig ausklinken und fliegt zurück zur Erde.

Für (weiter) Interessierte:

Wer die Live-Übertragung der ISS sehen will, der wird im folgenden Video fündig. Vielleicht seht ihr ja einen Astronauten vor der Kamera…

 

 

 

Lexikonartikel: Nepal

Der Himalaya – ein Riesengebirge, das sich auch durch Nepal zieht

Heute werde ich euch etwas über Nepal, ein Land in Asien, erzählen.

Die Landessprache in Nepal heißt Nepali und wird, wie der Name schon sagt, hauptsächlich in Nepal gesprochen. Die Staatsform Nepals ist die Republik. Die Hauptstadt heißt Kathmandu und wurde um ca. 900 n. Chr. gegründet. Dort leben ungefähr 950000 Menschen. Insgesamt leben in Nepal etw. 19 Mio. Menschen. Die nepalesische Währung ist die nepalesische Rupie.

Nepal liegt in Mittelasien und der Großteil des Nordens und Ostens liegt im Himalaya – Gebirge. Zudem liegen sieben der zehn höchsten Berge der Welt in Nepal. Unter anderem auch der höchste Berg der Erde, der Mount Everest mit 8846 Metern. Ein weiterer natürlicher Gigant ist die Kali Gandaki, welche mit ca. 6000 Metern die tiefste Schlucht der Erde ist. Man sollte es sich gut überlegen, eine Expedition in diese Gegend zu machen, denn ab einer Höhe von 6000m endet durchschnittlich jede hundertste Tour tödlich.

Eine Besonderheit an Nepal sind auch die vielen Kulturen, die es dort gibt. Insgesamt wurden ungefähr 100 ethnische Gruppierungen und 124 Sprachen (Dialekte miteinbezogen) gezählt. Leider ist ein Großteil dieser Sprachen vom Aussterben bedroht. Insgesamt sprechen nur ca. 46% der nepalesischen Bevölkerung die Landessprache Nepalesi. Trotz vieler Gruppierungen sind in Nepal ca. 81% der Menschen Hindus. Ca. 9% der Menschen gehören dem Buddismus an, auch weil sich an der Grenze Nepals zu Indien die Stadt Lumbini befindet, in der angeblich Budda geboren wurde. In Nepal gibt es zudem auch noch ein Kastensystem. Das bedeutet, dass die dort lebenden Menschen in Klassen eingegliedert werden. Dieses System entwickelte sich parallel mit dem indischen, weshalb es anfangs auch diesem sehr ähnlich war. Allerdings veränderte sich das nepalesische Kastensystem mit der Zeit und weist heute kaum mehr Ähnlichkeiten mit dem Indischen auf.

Der Großteil der Nepaleser lebt auf dem Land und nur 15% der Bevölkerung leben in Städten.  Ein Großteil der auf dem Land Lebenden arbeitet als Bauern. Der Anteil der Stadtbewohner liegt lediglich bei 15%. Seit 1990 müssen sich Städte selbst verwalten und aufgrund des Fehlens von Ressourcen fällt dies fast allen Städten außer Kathmandu sehr schwer. Im Punkt Bildung befindet sich Nepal derzeit im Umbruch und bemüht sich, mehr Menschen die Gelegenheit sich zu Bildung zu geben. Auch in der Krankenversorgung und der Sterblichkeitsrate macht Nepal große Vortschritte. So wurde beispielsweise die Sterblichkeitsrate von Kinder bis zum 5. Lebensjahr in den vergangenen Jahren um circa 30% gesenkt. Die durchschnitliche Lebenserwartung von Erwachsenen konnte von 1950 bis 2017 sogar von 34 Jahren auf 70 erhöht werden.  Auch die medizinische Versorgung wird derzeit ausgebaut.

Die Kluft zwischen Stadt- und Landbevölkerung z. B. hinsichtlich Bildung  ist in Nepal sehr groß. So sind ungefähr zwei Drittel der Nepalesen Analphabeten und sogar 70% werden durch das dort vorherrschende Kastensystem gerade auch im Bezug auf Bildung benachteiligt. Aufgrund der Korruption der dortigen Polizei trauen die Nepalesen dem Staat nicht, auch wenn dieser Gesetze einführt, welche die o.g. Benachteiligung eines Menschen (vgl. Kastensystem) unter Strafe stellen. Ein Problem ist auch, dass solche Gesetze nicht beachtet werden und so vollkommen nutzlos sind. Durch dieses Kastensystem ist in Nepal Diskriminierung weit verbreitet und auch ein Grund, warum sich das Land noch immer in einem defizitären Zustand befindet. Häufig wird der brutale Umgang der Polizei mit Homosexuellen bemängelt.

Hier findet ihr noch eine interessante Doku über Nepal:

Der Koi, ein ganz besonderer Fisch

Heute möchte ich euch den Koi vorstellen. Er ist ein exotischer und vor allem teuerer Fisch, doch dazu später. Zuerst will ich euch sein Kurzprofil präsentieren.

In seiner Heimat China ist der Koi schon seit dem Mittelalter ein gefragter Speisefisch, doch heutzutage wird er hauptsächlich als Zierfisch im Teich gehalten. Der Koi gilt zu den beliebtesten Zierfischen weltweit, was er seiner Farbenpracht und seiner außergewöhnlichen Zutraulichkeit zu verdanken hat. Seine Zutraulichkeit ist legendär, denn wie Züchter und Besitzer behaupten, lässt er sich streicheln, frisst seinem Besitzer aus der Hand und schwimmt an den Beckenrand, wenn sich Menschen nähern.

Ein gesunder und erwachsener Fisch kann bis zu einem Meter groß werden und 24 kg    wiegen. Natürlich gibt es auch kleinere Arten und Exemplare.

Leider sind die Tiere äußerst anfällig für Krankheiten, darum sollte man z. B. darauf achten, sich vor Streicheleinheiten gründlich die Hände zu waschen, um keine Krankheitserreger auf das Tier zu übertragen. Auch die Haltung der Koi ist aufwendig und schwierig, da man für jeden Fisch einen Kubikmeter Platz in seinem Teich oder Aquarium einplanen muss. Und Kois sind Schwarmtiere, sie fühlen sich nur in großen Schwärmen wohl. Futter für Kois kann man übrigens problemlos im Fachgeschäft erwerben.

Im folgenden Bild ist eine sehr aufwendige Teichanlage zu sehen (Japan):

Die Artenvielfalt der Koi ist bewundernswert, denn es werden mehr als 100 unterschiedliche gezählt. Theoretisch kann man aber sagen, dass jeder Fisch einzigartig ist, denn keiner gleicht dem anderen in seinen Farben.

Der Koi wird nicht ohne Grund zu den teuersten Fischen weltweit gezählt, da ein ausgewachsenes Tier bis zu 100.000 Euro kosten kann. Allerdings kostet das nicht jedes Exemplar; es kommt (bei Sammlern) auf eine perfekte Form und ein einwandfreies Muster an. Außerdem darf das Tier keine gesundheitlichen Probeme aufweisen. Einen „normalen“ Fisch kann man schon für 30 bis 60 Euro im Tierhandel erweben.

Lexikonartikel: Tiger

Die auffälligen Streifenzeichnungen des Tigers sind mit keinem anderen Tier zu verwechseln, außerdem dienen sie ihm als Tarnung. Die spezielle Färbung ermöglicht es dem Tiger, sich am Boden zu verbergen. Die Grundfarbe der Oberseite unterscheidet sich je nach Art, mal ist sie rotbraun oder goldorange. Die Unterseite und das Gesicht sind meistens weiß, ebenso die Innenseiten der Beine. Die Ohren sind schwarz. Das Fell ist bei den meisten Tigern kurz, bei den Sibirischen Tigern allerdings wegen der Kälte sehr dick und lang.

Es gibt bei den Tigern wie bei den meisten Wirbeltieren verschiedene Farbabweichungen. Die besonders bekannten Weißen Tiger sind Teilalbinos, da ihnen die roten Augen fehlen.

Die meisten dieser Tiger haben dunkle Streifen, es gibt nur ganz wenige, die keine Streifen haben. Eine besondere Tigerart in freier Wildbahn ist der sogenannte Rötling. Bei ihm fehlen die schwarzen Pigmente der Streifen. Diese Tiere besitzen eine blassgelbe Grundfarbe und orangerote Streifen.

Tiger sind meistens in der Dämmerung oder nachts aktiv. Sie legen auf der Suche nach Beute oft große Strecken zurück. Außerdem können sie  Flüsse mit einer Breite von sechs bis acht Kilometer durchschwimmen,  in Ausnahmefällen sogar 29 km breite Flüsse. In der Regel sind Tiger aufgrund ihres Körpergewichts ziemlich schlechte Kletterer.

Tiger ernähren sich in der Regel von großen Säugetieren. Den Großteil von Nahrung machen Huftiere aus, aber sie fressen auch Hasen, Vögel bis hin zu großen Krokodilen. Tiger schleichen sich an ihre Beute an oder lauern ihr auf und erlegen sie nach wenigen Sätzen oder einem kurzen Spurt. Sie nähern sich dem Opfer in Windrichtung an. Wenn eine zu große Distanz dazwischen ist oder keine Deckung, wartet der Tiger, bis sich das Opfer gegebenenfalls selbst nähert.

Es gibt folgende Arten dieser faszinierenden Raubkatzen:

Festlandtiger

  • Der Sibirischer Tiger, auch Amurtiger genannt, ist eine der größten Unterarten des Tigers, er lebt im östlichen Sibirien, der Mandschurei und Korea. Das Fell ist relativ lang, hell und dicht. Diese Tiere sind stark gefährdet.
  • Der Südchinesische Tiger ist eine mittelgroße Unterart, er ist etwas kleiner als der Bengal- oder Indochinatiger. Die Färbung ist intensiver und der Weißanteil geringer. Außerdem sind die Streifen dunkler und weiter voneinander entfernt. Der Tiger war einst von Teilen Chinas bis zu den nördlichen Grenzgebieten von Yunnan, Guangxi und Guangdon verbreitet. Die verbliebenen Restbestände dürften keine weiteren Überlebenschancen haben, selbst wenn Schutzmaßnahmen ergriffen werden.
  • Der Bengaltiger, Indischer Tiger oder auch Königstiger genannt, ist die zweitgrößte Unterart der Tiger. Die Fellfärbung ist insgesamt relativ variabel, aber meist dunkler als beim Amurtiger (Sibirischer Tiger) und heller als bei den südöstlichen Unterarten. Die Streifen sind zumeist eher dunkler. Er ist ursprünglich vom Industiefland in Pakistan zum indischen Subkontinent bis Bengalen, Assam oder in den Nordwestteilen Myanmars verbreitet. Dabei zeigen Tiger der verschiedenen Unterarten gewisse Differenzen. Der Bengaltiger gilt als bedroht, ist jedoch weniger gefährdet als die anderen Unterarten.
  • Der Indonesische Tiger ist etwas kleiner als der Bengaltiger und hat eine dunklere Grundfärbung, die meist sehr dunklen Streifen gehen in Flecken über. Die Unterart ist auf dem Festlands Südostasiens verbreitet.
  • Der Malaiische Tiger ist auf der Malaiischen Halbinsel verbreitet und ebenfalls stark bedroht.
  • Der Kaspische Tiger, auch Persischer Tiger genannt, ist eine ausgestorbene Unterart. Viele schmale Streifen hoben sie meist vom Amurtiger ab. Die Streifen waren in der Regel sehr hell und das Fell recht lang.

Sunda-Tiger

  • Die Sumatratiger sind relativ kleine, kontrastreich gefärbte Unterarten-Tiger. Die Streifen zerfallen häufig zu Flecken. Sumatratiger sind sie die kleinste noch lebende Unterart.
  • Der Java Tiger ist noch kleiner als der Sumatratiger und ähnlich dunkel gefärbt. Die Streifen sind sehr eng und zahlreich. Die Tiger waren einst auf Java, der am dichtesten bevölkerten Insel Indonesiens, verbreitet, und gelten als ausgestorben.
  • Der Balitiger ist die kleinste Unterart und am dunkelsten gefärbt. Die Streifen sind eher breit, häufig befinden sich dunkle Flecken zwischen den Linien.

In der folgenden Arte-Doku erfahrt ihr noch mehr über die faszinierenden Tiger:

Interessant zu Wissen: Die Flagge Australiens

Heute habe ich diesen Artikel über die australische Flagge aus Wikipedia für euch:

Die Flagge Australiens ist seit dem 22. Mai 1909 die offi­zielle Natio­nal­flagge des Landes. Sie basiert auf der briti­schen Blue Ensign und kann in drei Elemente einge­teilt werden: Das linke obere Eck trägt den Union Jack, die Flagge des Ver­einigten König­reichs Groß­britan­nien und Nord­irland, als Zeichen für den Ein­fluss dieses Landes auf Austra­lien und die Zu­gehörig­keit zum Common­wealth. Links, unter dem Union Jack, steht ein großer weißer, sieben­strah­liger Stern, der Common­wealth Star genannt wird. Sechs Strah­len stehen für die ur­sprüng­lich sechs Bundes­staaten Austra­liens, der siebte für die Terri­torien. Die rechte Hälfte der Flagge zeigt eine Anord­nung von fünf weiteren weißen, unter­schied­lich großen Sternen, die das Stern­bild Kreuz des Südens reprä­sen­tieren. Einer davon ist fünf­strahlig, die übrigen vier sieben­strahlig. Der erste auf­gezeich­nete Versuch, eine „natio­nale“ Flagge für Austra­lien einzu­führen, stammt aus den Jahren 1822 und 1823 und geht auf die beiden Kapi­täne John Nichol­son und John Bingle zurück. Die Flagge, bekannt unter der Be­zeich­nung Natio­nal Colo­nial Flag, bestand aus einem weißen Tuch mit rotem Georgs­kreuz, welches an jedem Ende einen weißen Stern trug, die für das Kreuz des Südens stehen sollen.

Quelle: Wikipedia (Text), Pixabay (Bild)

Zeitreise ins Alte Ägypten: Ägypten-Ausstellung in Rosenheim

Vom einfachen Leben eines Bauers bis hin zum luxuriösen Alltag eines Pharaos – alles konnte die Klasse 6b des Gymnasiums Seligenthals hier, zusammen mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Heigl, während einer Führung genau erklärt sehen. Mit einer originalen Aufnahme einer Nilüberschwemmung wurde die 6b wie in einem echten Nilstrom „mitgerissen“, mitten hinein in die Welt des Alten Ägyptens.

Die „Truppe“ vor dem Museum

Anschließend ging es um die Pharaonen und deren Bauten: die Pyramiden. Eine der bekanntesten ist wohl die Cheops-Pyramide (Pharao Cheops ließ sie erbauen). Sie ist so hoch, dass sie zu den Weltwundern gehört. Der Eingang der Cheops-Pyramide allein beträgt schon 14 Meter. Früher glänzte die Pyramide, da die äußeren Steine poliert waren. Doch im Mittelalter wurden die schimmernden Steine abgetragen und verarbeitet. So sieht die Cheops-Pyramide heute aus:

Ägypten, Pyramide, Kultur, Grab

 

 

 

 

 

 

Zu erkennen war ein Pharao meist an seiner Kopfbedeckung, die ein Schmuckstück, das eine Speikobra darstellte, zierte. Außerdem trug der Pharao auch einen unechten Bart. Sogar manche weibliche Pharaoninnen (z. B. Hatschepsut) trugen diesen Bart. Interessant zu wissen ist auch, dass Pharonen als Gottheiten verehrt wurden. Weitere Merkmale könnt ihr hier an der berühmten Totenmaske von Pharao  Tutanchamun sehen:

Tutanchamun, Gold, Ägypten, Pharao

Natürlich hatten auch die alten Ägypter eine Religion. Die Ägypter glaubten an mehrere Götter, z. B. Amun Re (als Sonnengott der höchste Gott), Hathor (Göttin der Liebe) usw. Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod. Doch bevor man ins Jenseits eintreten konnte, so glaubten die Ägypter, musste man mehrere Aufgaben bestehen. Eine der wichtigsten Prüfungen war wohl das Totengericht. Der schakalköpfige Gott Anubis (Hintergrund: da Schakale Aasfresser sind, gaben sie Anubis das Aussehen eines Schakals, in der Hoffnung, dies würde helfen, die Leiche des Verstorben zu schützen) führte den Verstorbenen (weiß gekleidet) vor eine Waage. Dort wog Anubis das Herz (die Ägypter dachten damals, das Herz war der Mittelpunkt des Denkens und der Taten) des Toten. War das Herz leichter als eine Feder (Zeichen für Reinheit und Warheit) und damit voller guter Taten konnte der Tote ins Jenseits eintreten. Sollte dies nicht der Fall sein und das Herz schwerer sein, wurde das Herz von einem krokodilköpfigen Mischwesen gefressen. Dadurch konnte der Tote weder weiter leben noch ins Jenseits gehen. Dieser Prozess wurde von Thot (Gott des Schreibens) notiert. Hier sieht man das Totengericht:

Ägypten, Anubis, Urteil, Gott

Um ein solches Leben nach dem Tod zu ermöglichen, musste der Körper erst konserviert bzw. mumifiziert werden, denn die Ägypter glaubten, dass die Seele in Form eines Vogels den ganzen Tag herumfliegt und dann am Abend zum Körper seines Herrn zurückkehren würde. Arme Leute wie Bauern wurden nach ihrem Tod in der Wüste vergraben. Auch sie wurden durch den Boden für die Ewigkeit haltbar gemacht. Wohlhabendere und wichtigere Persönlichkeiten wurden aufwändig über zwei Monate mumifiziert. Auch in der Ausstellung konnte man eine Mumie einer reichen Frau sehen.

Interessant ist auch das „Papier“ der Ägypter. Es wurde aus der Papyruspflanze hergestellt und sieht im fertigen Zustand so aus:

Zur Herstellung diente die Papyruspflanze:

Papyrus, Blume, Pflanze, Seggen

Weiter ging es dann mit einem spannenden Hieroglyphen-Workshop, indem die Schüler ihren Namen in Hieroglyphen auf Papyrus schreiben konnten. Hier ein paar Orginalbilder:

Allen Beteiligten hat es sehr viel Spaß gemacht. Auch ich kann einen Besuch des Museums nur empfehlen!

Lexikonartikel: die Jugoslawienkriege

Als Jugoslawienkriege (sie werden oft auch Balkankonflikt genannt) wird eine Serie von Kriegen im ehemaligen Jugoslawien gegen Ende des 20. Jahrhunderts bezeichnet, die mit dem Zerfall des Staates verbunden waren.

Im Einzelnen handelt es sich um den 10-Tage-Krieg in Slowenien (1991), den Kroatenkrieg (1991-1995), den Bosnienkrieg (1992-1995), den kroatisch-bosniakischen Krieg im Rahmen des Bosnienkriegs, den Kosovokrieg (1999) und den albanischen Aufstand in Mazedonien (2001).

Nach Volksabstimmungen, die jedoch nicht die Verpflichtung zum gegenseitigen Einverständnis bei der Neuregelung von Grenzveränderungen berücksichtigten, erklärten zunächst Slowenien und Kroatien im Juni 1991 ihre Unabhängigkeit, gefolgt von Mazedonien (November 1991) Bosnien und Herzegowina (1992). Im Laufe der Konflikte versuchte die Jugoslawische Volksarme (JNA) unter der Führung von Velijko Kadijevic und Blagoje Adzic, die Unabhängigkeitsbestrebungen in Slowenien und Kroatien militärisch zu behindern. 1992 weitete sich der Krieg auch auf Bosnien und Herzegovina aus.

Ursache für die Kriege waren in erster Linie Gebietsstreitigkeiten und ethnische Konflikte zwischen den Angehörigen unterschiedlicher religiöser oder politischer Lager. Bis heute schwelt der Konflikt, besonders zwischen Serben und dem Kosovaren.