Verrohte Sprache – Verrohte Menschen ?

Schimpfwörter begegnen uns immer häufiger im Alltag. Wir selbst benutzen sie nicht selten ganz ungezwungen, z. B. das Wort „Bitch“. Dass damit aber eine Frau oder ein Mädchen auf eine „läufige, räudige Hündin“ reduziert wird, ist wohl kaum einem bewusst. Auch wenn man zum Beispiel sein Handy herunterfallen lässt oder der Zug mal wieder Verspätung hat, kann einem durchaus der ein oder andere Kraftausdruck herausrutschen. Vor allem für Jugendliche zählen Schimpfwörter heutzutage zum normalen Sprachgebrauch. So kommt es auch vor, dass sich Jugendliche untereinander Schimpfwörter „an den Kopf schmeißen“, ohne wirklich darüber nachzudenken, was das in der anderen Person auslösen könnte.

Doch warum ist das so? Warum verwenden vor allem Jugendliche diese Formulierungen? Und welche Auswirkung hat eine aggressive Sprache?

Auf diese und weitere Fragen versuchte die Klasse 9c in einem Projekt vor Weihnachten eine Lösung zu finden. Das Projekt trug, wie die Überschrift schon sagt, den Titel „Verrohte Sprache – Verrohte Menschen?“ Die Schüler bekamen zu diesem Thema diverse Aufgaben gestellt, die sie in einem gewissen Zeitraum zusammen lösen sollten.

Schon am Anfang wurde der Kasse klar, dass es viele unterschiedliche Meinungen zu der Frage, was als verletzend oder ausgrenzend empfunden wird, gibt. Es stellte sich heraus, dass jeder eine andere Auffassung davon hatte, welche Schimpfwörter für einen persönlich schlimm sind und welche nicht und in welchem Kontext, also in welchem Zusammenhang (z. B. vor Lehrern oder im Freundeskreis) sie gesagt werden. An dieser Stelle darf an die Verleihung des Musikpreises „Echo“ erinnert werden, bei dem die Rapper Kollegah und Farid Bang ausgezeichnet wurden. Die Verleihung selbst löste einen großen Skandal aus, da viele Menschen, darunter auch andere Musiker, der Ansicht waren, dass die Texte der Rapper antisemitisch (im heutigen Sprachgebrauch „fremdenfeindlich) oder frauenverachtend seien und ein solcher Musikpreis deswegen unverdient wäre. Einige forderten  daraufhin eine allgemeine Diskussion darüber, „was als Provokation noch erträglich ist und was nicht.“ Hier zeigt sich bereits: die Meinungen gehen in der Öffentlichkeit ebenso auseinander wie in unserer Klasse.

Um auch die Ansichten Jugendlicher zum Thema „Schimpfwörter“ zu berücksichtigen, hat die Klasse 9c eine Umfrage in verschiedenen Jahrgangsstufen unseres Gymnasiums durchgeführt. Eine der wahrscheinlich wichtigsten Fragen lautete:

„Warum verwenden vor allem Jugendliche Schimpfwörter?“

Folgende Gründe wurden bei der Umfrage genannt:

  1. Fehlender Wortschatz (die Jugendlichen haben nicht genügend Vokabular, um ihre Gefühle auszudrücken)
  2. Alltagssprache unter Jugendlichen (aufgrund der sekundären Sozialisation innerhalb des Freundeskreises, der Schule oder der Peer-Group, bekommen Kinder und Jugendliche oftmals diese Wörter durch ihr Umfeld mit und übernehmen sie unreflektiert)
  3. Wut zum Ausdruck bringen
  4. Ziel, andere zu verletzen
  5. Eigene Schwächen kompensieren (also um von ihnen abzulenken, sie „auszugleichen“)
  6. Coolheit (die meisten Jugendlichen denken, dass es cool und modern ist, jene Formulierungen zu verwenden)
  7. Eigene Stärke besser zur Schau stellen

 

Bevor ihr weiterlest: nehmt bitte an unserer anonymen Umfrage teil:

 

Ihr kennt es bestimmt alle: Euch rutscht ein Schimpfwort vor euren Eltern heraus und diese erwidern entsetzt: „So etwas sagt man nicht!“ oder „Jetzt reiß` dich mal ein bißchen zusammen!“ Wahrscheinlich haben sich die ein oder anderen gefragt, warum ihre Eltern das besagte Wort so schlimm finden, immerhin wird es unter Freunden und Mitschülern täglich ganz ohne „Probleme“ benutzt. Warum empfinden also viele Erwachsene  die aggressive Sprache der Jugendlichen als schockierend? Das liegt daran, dass derbe Formulierungen  früher hauptsächlich noch nicht so verbreitet und gewöhnlich waren. Im Laufe der Zeit wurden jedoch viele neue Schimpfwörter, insbesonders aus dem Englischen, übernommen. Ein Grund dafür ist die zunehmende Globalisierung und der Einfluss aus Amerika – und damit der englischen Sprache. Dass unseren Eltern als Jugendliche  trotzdem nicht so oft ein deutsches Schwimpfwort herausgerutscht ist, ist der damals etwas strengeren Erziehung der Eltern und negativen Einstellung gegenüber beleidigenden Wörtern geschuldet. Letztlich sind Beschimpfungen ja immer, egal ob im Spaß oder Ernst, eben Beschimpfungen. Sie wurden im Laufe der Zeit sozusagen „salonfähig“ und hielten mit der Unterhaltungsbranche (die übrigens auch einen Jugendschutz kennt) Einzug in unseren Alltag.

Den meisten Teenagern ist  häufig gar nicht klar, was diese Wörter in der adressierten Person auslösen können.

Jeder fasst Schimpfwörter ganz anders auf. Deswegen hat sich die 9c auch mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkung denn überhaupt eine aggressive Sprache hat. Obwohl diese in der Umfrage explizit nicht vorkam, hat man versucht, es in der Klasse zu klären. Mit Hilfe unseres Schulpsychologen Herrn Merkel sind die Schüler letztendlich auf folgende mögliche Auswirkungen und Eigenschaften aggressiver Sprache gekommen.

Aggressive Sprache und Schimpfwörter können

  1. verletzen
  2. verwirren
  3. das Zusammenleben erschweren (Erziehung, Umgang, Zusammenhalt)
  4. Personen im Ganzen „(ent)werten“, nicht ein spezielles Verhalten – vgl. „Bitch“)
  5. Konflikte nicht lösen

Wut, Trauer, im schlimmsten Fall sogar Depressionen können in der betroffenen Person ausgelöst  werden. Zusätzlich nehmen viele bei häufiger Konfrontation mit Beleidigungen an, dass diese Schimpfwörter wirklich zutreffend sind, was zu einem verminderten Selbstwertgefühl besonders in Kinder- und Jugendjahren, in denen sich der Mensch noch in seiner geistigen und persönlichen Entwicklung befindet, führen kann. Aber auch die Abstumpfung und Toleranz gegenüber Schimpfwörtern und verrohter Sprache kann bewirken, dass man sie in unterschiedlichen Kontexten und bei Menschen verwendet, die ganz anders darauf reagieren, als man von seinem eigentlichen Umfeld, z. B. dem Freundeskreis, gewohnt ist. Diese Menschen finden dann eure Kraftausdrücke dann nämlich gar nicht lustig. Und weshalb sollten andere das lustig finden, was du und dein Clique lustig findet? Ist das vielleicht sogar Nötigung?

Das Projekt hat der gesamten Klasse zweifellos Nerven durch die vielen kleinen Meinungsverschiedenheiten geraubt, aber das Endergebnis sowie das neu erlangte Wissen über das Thema sind dafür umso gewinnbringender. Wir hoffen,dass wir euch auch einen kleinen Einblick in das brisante Dauerthema geben konnten und ihr, falls ihr es ohnenicht nicht jetzt schon tut, in Zukunft vielleicht weniger Schimpfwörter verwenden werdet – in eurem Interesse und im Interesse anderer. Zum guten Zusammenleben braucht es keine Schimpfwörter, wir können getrost auf sie verzichten!

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Anmerkung der Verfasserin: dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Sophia Häglsperger, 9c

Das teuerste Restaurant der Welt

Die Gastronomie zählt zu den lukrativsten Geschäften weltweit, was ein Besuch im „Sublimotion“ auf Ibiza, das seit seiner Eröffnung 2014 den ersten Platz auf der „teuerstes Restaurantskala“ der Welt dominiert, bestätigt.

Und dann ist da noch der Name, der hinter dem Sublimotion steht: Paco Roncero. Er gilt weltweit als einer der besten Köche, preisgekrönt mit zwei Michelin-Sternen, gefeiert und respektiert für seine Kreationen im Bereich der Molekularküche. Er hat sich mit der Eröffnung des Sublimotion einen Traum erfüllt, denn neben dem Luxus-Restaurant eröffnete der gebürtige Madrilene im Hard Rock Hotel auf Ibiza noch eine Tapas-Bar: das Estado Puro, das es bereits in Madrid gibt.

1. Doch was kostet nun ein Besuch im teuersten Restaurant der Welt?

Pro Nase verlangt das Luxusrestaurant 1500 Euro.

2. Was kann man sich unter einem Gericht im Sublimotion vorstellen?

Es gibt, immerhin, 20 Gänge. Aber wie es sich für „Haute Cuisine“, also gehobene Küche, gehört, sind die Teller selten gut gefüllt, sondern eher minimalistisch verziert, natürlich mit allerlei essbaren Details. Doch das Restaurant verspricht neben dem einmaligen Geschmackserlebnis auch ein wahres Orchester für Nase, Ohren und Haut auf seiner Website.

3. Gibt es neben leckeren Essen noch weitere Attraktionen im Sublimotion?

Was in dem Raum passiert, in dem die Speisen serviert werden, wird von einer Art Schaltzentrale aus gesteuert. Visuelle, akustische Effekte, Temperatur und Luftfeuchtigkeit- all das wird auf die Feinheiten der verschiedenen Gänge abgestimmt. Es werde Momente des Humors, der Freude, Angst, Reflexion und Nostalgie geben, heißt es auf der Website. Eine weitere Besonderheit des Restaurants ist die genau abgestimmte Besucherzahl. Denn pro Mahlzeit haben nur 12 Gäste im Restaurant Platz.

4. Und lohnt sich ein Besuch überhaupt?

Laut den Kommentaren der Gäste auf der Website lohnt sich ein Besuch im teuersten Restaurant der Welt auf jeden Fall. Das Sublimotion-Team würde für ein unvergessliches Erlebnis, sogar ein richtiges Abenteuer sorgen. Neben dem einzigartigen Geschmackserlebnis natürlich auch mit den zahllosen technischen, visuellen und akustischen Effekten.

Wer aber für ein Essen nicht 1500 Euro bezahlen möchte, kann sich im Estado Puro für 9,45 Euro einen Parmesan-Pasta Salat bestellen. Auch hier in Landshut soll es gute Restaurants geben. Alles will und muss man sich wohl auch nicht leisten können!

Neujahr in China

China ist ein Land voller Traditionen und Festen. Heute erfahrt ihr mehr über ein großes Fest: das chinesische Neujahrsfest.

Der Löwentanz ist fester Bestandteil des chinesischen Neujahrsfests

Chinesisch-Neujahr ist sehr besonders, niergendwo wird dieses Fest so wie in China gefeiert. Das Neujahr beginnt mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentanzen und wird durch Mah-Jongg-Spiele begleitet. Dieses Fest ist voll mit rot-goldenen Farben. Warum ist das alles so? Darum ranken sich Mythen…

Eine alte Legende besagt, dass ein menschenfressendes Monster jährlich aus den Bergen oder aus dem Meer (je nach Quelle) kam, um seinen Hunger nach dem Tiefschlaf zu stillen. Um sich vor dem „Jahresmonster“ zu schützen, machten die Menschen Lärm und Feuer und färbten alles rot und gold, da das Monster angeblich sensibel auf Lärm und die genannten Farben reagieren würde. Die Vertreibung des Monsters wird „Guònián“ genannt, Gehen des „Nian- oder Jahresmonsters“, womit das Gehen des alten Jahres gemeint ist, also das Neujahrsfest.

Das ganze Fest dauert 15 Tage und fast jeder Tag hat eine „Tradition“. So ist z. B. am siebten Tag  „jedermanns Geburtstag“, das heißt, dass alle Chinesen ihren Geburtstag am gleichen Tag feiern. Früher spielten im traditionellen China individuelle Geburtstage kaum eine Rolle  – das hat sich aber in der Moderne natürlich gewandelt.

Am ersten Tag wird im Familienkreis gefeiert. Man trifft sich am Morgen und begrüßt die anderen mit einem Kompliment, im Anschluss werden rote Umschläge an unverheiratete Mitglieder der Familie, seltener auch an unverheiratete Gäste, verteilt. Am fünfzehnten Tag wird das Laternenfest gefeiert. Das Laternenfest gilt als Tag der Brautschau und Ehestiftung.

In China sind viele verschiedene Bräuche zu sehen, wie zum Beispiel Fenster und Türen während des Festes zu öffnen, um Glück  ins Haus zu lassen oder das Licht nachts brennen zu lassen, denn Licht beleuchtet den Weg für Glück ins Haus und schreckt böse Geister ab. Aber es gibt auch Bräuche, die Unglück symbolisieren. Chinesen tragen weiße oder schwarze Kleidung während des Festes nicht, da schwarz die Farbe des Unglückes und weiß traditionell die Farbe des Trauerfalls ist.

Das Neujahr in China ist etwas Besonderes und fällt  jeweils auf unterschiedliche Tage. Das chinesische Neujahr findet zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt, am zweiten (sehr selten am dritten) Neumond nach der Wintersonnenwende.

Wenn ihr was etwas Neues und Besonderes erleben wollt, dann „fahrt“ einfach nach China. Dieses Land wird euch mit seinen Traditionen und Festen überraschen.

Frag doch einfach Google: die Technik hinter der (einfachen) Suche

Jeder kennt die Situation: Wenn man heutzutage etwas nicht weiß, kommt natürlich keiner auf die Idee, in die Stadt zu fahren und in der Bibliothek nachzuschauen oder ein Sachbuch von daheim in die Hand zu nehmen. Auch wenn man vergessen hast, was „verrückt“ im Englischen heißt, wird man wahrscheinlich eher schnell zum Handy greifen als ein Wörterbuch in die Hand nehmen. Wenn man gerne wüsste, wie das Spiel „Deutschland“ gegen „Frankreich“ ausgegangen ist, rennst man nicht schnell zum Kiosk, um sich eine Zeitschrift zu besorgen oder ruft einen Freund an und fragt nach dem Ergebnis.

Nein…, man „googelt“ einfach und schnell nach dem gewünschten Ergebnis! Und in weniger als einer Sekunde kennt man es. Doch wem bzw. was hat man das eigentlich zu verdanken? Und wie funktioniert das Ganze überhaupt?

Zu aller Anfang wollen wir erst einmal die Frage klären, wer Google überhaupt erfunden und gegründet hat. Google wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin in Kalifornien gegründet. Erfunden wurde die Suchmaschine jedoch schon 1996, ebenfalls von Larry Page und Sergey Brin. Damals hieß es noch BackRub, doch seit dem 15. September 1997 ist die Suchmaschine unter dem Namen Google bekannt.

Google ist irgendwie ein seltsamer Name oder? Wer sich den wohl ausgedacht hat? Ob ihr es glaubt oder nicht: es wahr ein neunjähriger Junge! Der Kleine hieß Milton und war der Neffe von Edward Kasner, einem US-Mathematiker. Milton hat aber nicht direkt den Namen „Google“ erfunden. Sein Onkel Edward hatte ihn dazu aufgefordert ein Wort für eine Eins mit hundert Nullen zu finden. Der Junge entschied sich für Googol. Davon stammt der uns heute bekannte Begriff Google.

Mit Google kann man ja nach allem, wirklich allem suchen. Wenn du jemanden in Deutschland fragst, ob er Google kennt, wird er sehr wahrscheinlich ja sagen. Doch wie sieht das in anderen Ländern aus? Auf jeden Fall müssen die Kalifonier die Suchmaschine kennen, denn in ihrem Land liegt ja der Ursprung. Tatsächlich ist Google auf der ganzen Welt verbreitet, in manchen Ländern mehr, in manchen weniger.

Aber wie funktioniert Google überhaupt? Das Ziel von Google ist eigentlich, alle Nutzer zufriedenzustellen. Man soll also nicht stundenlang nach etwas suchen müssen, sondern am besten gleich bei den ersten Malen etwas Brauchbares finden. Damit das aber auch wirklich klappt, muss ja jemand oder etwas die ganzen Angebote unter die Lupe nehmen, um zu überprüfen, ob der Inhalt auch dem Gesuchten entspricht. Da dieser Job viel zu anspruchsvoll für uns Menschen wäre, übernehmen das sog. Googlebots, auch Crawler oder Spider genannt, die – als Art Software programmiert – durch das Netz surfen und permanent Seiten durchleuchten. Vor ein paar Jahren waren das täglich mehrere Milliarden Websites. Also könnt ihr bei einer Googlesuche nur das sehen, was von den Googlebots davor überprüft / erfasst, auch indexiert genannt, wurde. Ganz oben links auf der Such-Website könnt ihr dann auch sehen, wie viele Texte zu dem gesuchten Thema indexiert wurden.

Doch das ist noch längst nicht alles. Nachdem die Bots ihre Arbeit getan haben, müssen die Websites natürlich nach ihrer Relevanz, also ihrer Wichtigkeit, überprüft werden. Denn wenn wir zum Beispiel etwas suchen, wollen wir, dass die Seite, die uns dazu am meisten Informationen bietet, ganz oben steht. Der Prozess der „Relevanz-Überprüfung“ wird Ranking genannt. Dabei kommt der berühmte, teilweise auch gefürchtete Google-Algorithmus ins Spiel. Darunter kann man zunächst einfach die Sammlung aller Kriterien verstehen, die einen Text – bezogen auf ein Keyword (Suchwort) – für Google zu relevantem Content (Inhalt) machen. Wichtig ist, dass das Keyword sehr oft ihm Text vorhanden ist, vor allem am Anfang, in der Mitte und am Schluss. Ebenfalls wichtig ist, dass das Wort auf der Seite verlinkt ist. Zu guter Letzt sollte das Keywort am besten in der Überschrift oder dem ersten Satz vorhanden sein. Falls all diese Kriterien erfüllt werden, kann es gut sein, dass die Websites als eine der ersten erscheint. Google arbeitet fortwährend an der Verbesserung der Kriterien, deshalb wird die Website, die aufgrund des zugrundeliegenden Algorithmus` an oberster Stelle auftaucht, oft nochmals genau überprüft. Das muss jedoch nicht heißen, das die Websites auf den zweiten und dritten Plätzen keine brauchbaren inhaltlichen Treffer liefern.

In der folgenden Doku erfahrt ihr noch mehr über die Suchmaschine:

InSight Marslander – den Mars neu entdecken!

Am 26.11.2018 landete der „Marslander InSight“ (Interior Exploration using Seismic Investigations, Geodesy and Heat Transport) erfolgreich in der Marsregion „Elysium Planitia“. Seine Mission ist es, den inneren Aufbau des Mars zu untersuchen. Die Kosten betragen rund 425 Millionen US-Dollar!

Der Marslander ist mit folgenden drei Messgeräten ausgestattet:

  • einem Seismometer (misst bis auf einen Nanometer genau Beben im inneren des Planeten)
  • einem sog. Maulwurf (ein Bohrer, der eine Wärmeflusssonde in fünf Metern Tiefe versenkt)
  • einem Temperatur/Wind Sensor

15 Minuten vor der Landung:

Das Landemanöver kann nicht von der Zentrale aus gesteuert werden, da das Funksignal ca. 15 Minuten von der Erde zum Mars und wieder zurück braucht. Somit muss der Computer den letzten und entscheidenden Schritt alleine durchführen.

Die verschiedenen Schritte in genauer Reihenfolge:

  1. Marschstufe mit beiden Solarzellen wird abgeworfen
  2. Der Hitzeschild wird in Flugrichtung ausgerichtet
  3. Eintritt in die Marsatmosphäre im 12°-Winkel
  4. Der Bremsfallschirm wird geöffnet
  5. Der Hitzeschild wird vom restlichen Teil abgetrennt
  6. Die Landebeine werden ausgefahren
  7. Das Radar wird aktiviert und erfasst den Boden
  8. Der Lander wird abgetrennt
  9. Die Landetriebwerke werden gezündet
  10. InSight ist gelandet

Anschließend dauert es noch mehrere Monate, bis er anfangen kann zu messen.

Auf folgender Website findet ihr diverse Daten über den Aufbau, Infos der Mission und eine 360°-Ansicht des InSight-Marslanders. https://mars.nasa.gov/insight/

Hier findet ihr noch eine Animation der Landung:

Drachensteigen in Afghanistan

Wenn wir an Drachensteigen denken, denken wir an Herbst, bunten Stoff und Wind. In Afghanistan denken die Leute an Neujahr, Glas und Wettkämpfe. Dort ist Drachensteigen ein eigener Sport, der besonders an Neujahr (Nauroz) und auf Wettkämpfen ausgeübt wird.

Auf Wettbewerben:

Ziel ist es, den eigenen Drachen so geschickt zu lenken, dass man die Schnur der Konkurrenz durchschneidet. Das ist nur möglich, weil die Schnüre mit einer Schicht aus Klebstoff und Scherbenpulver überzogen sind (Manjaschnüre).

Der Sport:

Erst lassen die Teilnehmer ihre Drachen, die sie auch Puppe nennen, hoch in den Himmel steigen. Wenn Höhe und Windstärke passen, werden zwei Drachenschnüre ineinander verkreuzt. Dann wird so lange Leine gelassen, bis eine Schnur zerteilt ist. Ein Drache, der los ist (in Afghanistan nennt man das „asad“), darf von jedem behalten werden, der es schafft, den Drachen einzufangen.

Für die Menschen dort ist der Sport wie unser Feuerwerk an Silvester, nur, dass ihr Silvester Nauroz heißt und seit ca. 3000 Jahren an Frühlingsanfang gefeiert wird. Auch die Kinder und Jugendlichen schrecken nicht vor dem manchmal gefährlichen Sport (heftige Winde, steile Klippen, scharfe Schnüre) des Drachensteigens zurück. Jeder, der einen Drachen steigen lässt,  braucht auch jemanden, der ihm dabei hilft. Das ist der ,,Tschsrcha“.

Manjaleinen: Manjaleinen sind eine Mischung aus Kleister und gemahlenem Glas. Die Schnüre werden erst in einen speziellen Kleber und dann in Glaspulver eingerieben. Am Ende sind die Schnüre so scharf,  dass man sie nur mit Pflaster an den Fingern oder Handschuhen anfassen kann. Diesen Schutz nennt man ,,Kelkak“.

Arten und Größe der Drachen

  1. Mahigak („Fischchen“) = Drachen für Kleinkinder
  2. Niem-Partscha bzw. Niem-Tackta-i = Drachen, bestehend aus einem halben Teil von Papier (nur Kinder)
  3. Yak-Partscha = Drachen aus einem Teil
  4. Se-Partscha = Drachen aus drei Teilen (Goldene Mitte)
  5. Panj-Partscha = Drachen aus fünf Teilen (für Heranwachsende)
  6. Haft-Partscha = Drachen mit sieben Teilen (für Profis)
  7. Ascht-Partscha = Drachen mit acht Teilen (für Scharti = „Zocker“ bzw. für Profis) wobei „Partscha“ hier das Maß eines Bogen Papiers bezeichnet, der u.a. für den Drachenbau gebraucht wird (vergleichbar mit DIN A)

Die Drachen für Kleinkinder werden aus Plastikfolie bzw. Plastiktüten hergestellt. 

Formen des Drachen

Nur selten lassen einige Profis ihre Drachen mit Kerzen steigen, ansonsten variieren die Formen des Drachen in Afghanistan kaum. Drachenschwänze verleihen dem Drachen nicht nur die nötige Stabilisierung, sondern auch das passende Design.  Durch diese „Aerodynamik“ können die Spieler besser das Flugverhalten des Drachen kontrollieren. Drachenschwänze tragen auch zur adäquaten Nutzung des Windes bei.

Farben des Drachens

Beliebt waren und sind die drei Farben schwarz, rot und grün der afghanischen Nationalflagge, die ihr hier seht:

 

In der nachfolgenden Doku könnt ihr noch mehr über das Drachensteigen in Afghanistan erfahren:

Lexikonartikel: vom Aussterben bedrohte Tierarten an Land

Nicht nur in den Meeren, sondern auch an Land sind viele Tiere vom Aussterben bedroht. In diesem Artikel erfahrt ihr mehr über sie:

Vom Aussterben bedrohte Tiere sind zum Beispiel:

  • Berggorilla
  • Südchinesischer Tiger
  • Amur-Leopard
  • Sumara-Elefant
  • Sumatra-Orang-Utan

Berggorilla

Der Berggorilla ist in Ostafrika zuhause. Es gibt noch siebenhundert Tiere seiner Art.

Südchinesischer Tiger

Einen Südchinesischen Tiger, auch Amoytiger genannt, kann man in China zu Gesicht bekommen. Über die Population gibt es keine gesicherten Angaben, Experten vermuten aber, dass er in freier Wildbahn bereits ausgestorben sein könnte!

Amur-Leopard

Der Amur-Leopard ist in Korea zuhause. Von seiner Art gibt es schätzungsweise noch 70 Exemplare.

Sumura-Elefant

Sumura-Elefanten (hier nur ein Beispielbild) leben in Indonesien. Vermutlich gibt es nur noch etwa 2600 Tiere.

Sumara-Orang-Utan

Etwa 14000 Exemplare dieser Affenart existieren noch. Wie die Sumara-Elefanten ist Indonesien ihr Lebensraum.

 

Hier findet ihr noch einige Fakten zum Rückgang der Arten durch menschliches Verhalten:

  1. Die Menschheit macht viel zu viel Müll, gerade auch in der Natur, und er wird nicht so entsorgt, wie er entsorgt werden sollte.
  2. Tiere sterben auch durch Zerstören ihres Lebensraum aus (Waldrodung, Umweltgifte durch Fabriken).
  3. Illegale Jagd auf seltene Tiere lässt deren Population weiter schrumpfen.
  4. Ausbeuterische Landwirtschaft zieht Schädlinge an, die manchen Tierarten lebensgefährliche Krankheiten bringen können. Häufig sterben deshalb auch Insekten als Bestäuber der Pflanzen, womit auch diese um ihre Existenz gebracht werden.

Das Artensterben geht mittlerweile so weit, dass jedes Jahr vermutlich 58000 (!!!) Tierarten von unserem Planeten einfach verschwinden. Also schützt unseren Planeten und beginnt mit einem einfachen „Mittel“: dem Sauberhalten unserer Umwelt. Am Ende schaden wir nämlich nicht nur den Tieren und unserer Umwelt, sondern dem gesamten Planeten und damit der Menschheit!

Im nachfolgenden Artikel könnt ihr euch noch weiter über das Artensterben informieren:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/artensterben-jaehrlich-verschwinden-58-000-tierarten-a-982906.html

Auch eine Doku von Arte beschäftigt sich mit dem Thema des Rückgangs der Arten, vorwiegend im europäischen Raum:

Tischsitten aus aller Welt

In der ganzen Welt gibt es Tischsitten, doch sind diese auch von Land zu Land unterschiedlich. Egal ob Rülpsen, Schmatzen oder Schlürfen: in manchen Teilen der Erde gelten diese vermeintlichen „Unsitten“ oft als angemessen oder sogar höflich. Andere Länder, andere Sitten lautet ein Sprichwort, das jeder Reisende kennt. Und man kann, da es viele Sitten und Gebräuche gibt, auch viel falsch machen. Falls ihr in nächster Zeit verreisen möchtet, habe ich euch diese Liste seltsamer oder besonderer Tischsitten zusammengestellt um euch vorzubereiten:

CHINA: Gut gerülpst? Gut gekocht!

Rülpsen am Tisch gilt in Deutschland ein absolutes No-go. In China jedoch ist es ein Zeichen an den Koch, dass es dir geschmeckt hat. Und auch wenn man in Deutschland wenn möglich immer aufisst, ist es in China üblich, einen kleinen Rest auf dem Teller übrig zu lassen, denn so signalisiert du dem Koch oder dem Gastgeber, dass er dir mehr als genug Essen angeboten hat. Zudem ist es üblich, Suppen ganz nah am Mund aus der Schale zu schlürfen und beim Essen generell zu schmatzen. Außerdem gilt in China eine Zigarette als Apetittanreger. Das solltet ihr aber lieber lassen, ebenso wie das Hineinstecken der Essstäbchen in den Reis!

INDIEN: Aufessen ist Pflicht!

In Indien allerdings heißt es, immer ganz aufzuessen, denn in diesem Land sieht man die Verschwendung von Essen nicht gern. Außerdem wird mit den Fingern gegessen, allerdings nur mit der rechten Hand, da die linke als unrein gilt. Deine Fingernägel müssen gepflegt und deine Hände dürfen nicht schmutzig sein.

USA: Eine Hand reicht völlig!

Auch in der USA wird für gewöhlich nur mit einer Hand gegessen, die andere liegt im Schoß. Dieser Gebrauch soll der Legende nach noch aus dem Wilden Westen stammen, dort war es von Vorteil, wenn mann sicherheitshalber die Finger am Abzug hatte. So kam es, dass viele Amerikaner heute noch zuerst das Essen zerschneiden und es dann mit der Gabel in einer Hand zu sich nehmen. In Fast-Food-Restaurants ist es aber auch üblich, nur mit der Hand und ohne Besteck zu essen. Hier gibt es nämlich das (ungesunde) Finger-Food.

KOREA: Der Älteste hat das Sagen!

Wer sich in Korea an den Tisch setzt, sollte lieber zuerst zu rechnen anfangen, denn dort gilt: Der Älteste gibt den Ton an! Erst wenn der Älteste zu essen beginnt, beginnt die eigentliche Mahlzeit. Bei Tisch wird auch nicht geredet, da man sich sonst nicht auf das Mahl konzentrieren kann.

ITALIEN: Pasta? Nur mit der Gabel!

Allein beim Pastaverzehr kann man so einiges falsch machen, denn auch wenn so manch Deutscher glaubt, dass die Italiener ihre Nudelgerichte mit Gabel, Löffel und Messer verspeisen, wird  in Italien die Pasta nur mit der Gabel zu sich genommen.

FRANKREICH: Finger weg und Regeln befolgen!

Im Land der Feinschmecker und Spitzenköche gilt als eine der obersten Regeln, dass nie mit den Fingern, sondern nur mit Besteck gegessen wird. Der Salat muss mundgerecht gefaltet werden. Auch die Hände müssen immer auf dem Tisch und dürfen nicht auf dem Schoß liegen (in Frankreich gibt es keine Cowboys). Von einer Käseplatte dürfen maximal drei Sorten probiert werden und Soßenreste werden nicht aufgetunkt. Das „heilige“ Baguette darf auf keinen Fall geschnitten, sondern nur gebrochen werden. Und schmatzen, schlürfen und rülpsen ist natürlich erst recht ein Graus für französischen Ohren!