Der Bettler: ein Gedicht von Carolin Soika

Der Bettler

Jede Nacht wandert ein Bettler hin und her.

Die Straßen sind kalt und leer

Ich seh ihn jeden Abend von dem Fenster aus.

Ich überlege kurz … soll ich zu ihm raus?

Mutter sagt: „Hilf diesen Menschen nicht!“

Das war aber nur ihre Sicht.

Meine Sicht die war klar,

dass dieser Mensch ein Bettler war.

Seine weiten grauen Sachen.

Was sollte ich nur machen?

Am nächsten Tag komm ich von der Schule heim.

Am Straßenende saß der Bettler ganz allein.

Ich ging zu dem Mann,

und schaute ihn an.

Ich gab ihm meinen Glücksbringer.

Er ließ ihn gleiten durch seine Finger.

Ich sagte: „Der ist für dich!“

Und der Bettler behielt ihn für sich.

Am nächsten Tag schaute ich wieder aus dem Fenster heraus.

Das Wetter war in Saus und Braus.

Dort war nun kein Bettler mehr.

Und das freute mich doch sehr.

Ein Gedicht von Carolin Soika 7b