Reihe „Nachhaltig leben“: Müll – ein globales Problem

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Müll – ein globales Problem

ein Artikel von Leonie Glatz, 9b

Überall sieht man zurzeit Einwegmasken herumliegen, ob auf der Straße, in kleinen Tümpeln, in Bäumen, überall, aber oft nicht in Mülleimern, wo sie eigentlich hingehören. Laut einer Schätzung fielen durch die aktuelle Corona-Lage zudem bis zu 8,4 Millionen Tonnen mehr Plastikmüll an. Aufgrund der Lockdowns kam es demnach auch zu viel mehr Haushaltsabfall, jedoch lag die Abfallmenge der Deutschen bereits vor der Pandemie mit 609 Kilogramm je Einwohner deutlich über dem EU-Durchschnitt, welcher 502 Kilogramm je Einwohner beträgt. Damit ist klar, dass die Deutschen ein Müllproblem haben, doch nicht nur Deutschland ist davon betroffen.                                                                          

Vor allem Industrieländer wie Europa und Nordamerika produzieren die größten Mengen Abfall, welcher oftmals ins Ausland verkauft wird. Der größte Abnehmer des deutschen Mülls ist Malaysia, dort nutzen sie unseren Plastikmüll, um neue Dinge herzustellen und diese weiterzuverkaufen. Jedoch stellten Umweltschützer fest, dass unser Müll oftmals nicht in neuen Produkten landet,was daran liegt, dass der Müll nicht richtig sortiert wurde, weswegen es ab dem 1. Januar nicht mehr erlaubt ist, unsortierten Müll weiterzuverkaufen. Doch was passiert mit dem übrigen Müll?

Oft wird er auf Deponien gelagert, diese setzen aber Methan, ein Treibhausgas, frei und können in den Boden und unser Grundwasser gelangen. Diese Treibhausgase verhindern die Wärmerückstrahlung von der Erdoberfläche und das sorgt dafür, dass auf unserem Planeten 15°C statt eisiger Weltraumkälte herrschen. Jedoch führt der zusätzliche Ausstoß dieser Gase, die durch menschliche Aktivitäten erzeugt werden, zu einer Aufheizung des Klimas – die Folge ist der Klimawandel.

Eine andere Art, Müll schnell verschwinden zu lassen, ist die Müllverbrennung. Laut einer Studie von „Greenpeace“ gelangen durch die Schlote der Müllverbrennungsanalgen giftige Stoffe wie Treibhausgase und krebserzeugende Dioxine in die Atmosphäre. Diese schlechte Abfallwirtschaft wirkt sich auf unsere Ökosysteme und den Klimawandel aus. Oftmals gelangt Müll auch ins Meer, wo auch sogenannte Müllstrudel – das sind gigantische Müllinseln, die vor allem aus Plastik bestehen – im Ozean herumtreiben. Ein Teil des Mülles wird mit Abwässern über Flüsse ins Meer gespült, von Müllkippen an der Küste ins Wasser geweht oder von Badegästen achtlos am Strand liegen gelassen.

Ca. 3/4 des Mülls besteht aus Plastik, das sind ca. 4,8-12,7 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr. Die Zersetzung von Plastik kann von bis zu mehreren hundert bis zu tausenden Jahren dauern. Die Mikroplastikpartikel gelangen zudem auch in den Körper der Meerestiere und somit auch durch den Verzehr von Meerestieren in den menschlichen Organismus. Die daraus resultierenden Folgen sind bis jetzt jedoch noch nicht erforscht. Diese kleinen Partikel verstecken sich aber nicht nur in den Lebewesen, sondern auch z. B. in Kosmetikprodukten. Die Plastikteile können aber auch durch eine Verwechslung mit Nahrung von Tieren aufgenommen werden, die daran ersticken können. Sie erleiden außerdem dadurch tödliche Verstopfungen oder verhungern, da ihr Bauch mit Plastik gefüllt ist. Immer mehr Eissturmvögel, ca. 93 Prozent, werden mit Plastikteilen im Magen aufgefunden. Wenn es so weitergeht, schätzt man, dass bis 2050 jeder Meeresvogel Plastikteile im Magen haben wird. Oft verwechseln Meeressäuger und Fische Plastiktüten mit Nahrung oder verfangen sich in dem Müll und sterben qualvoll. Auch viele herrenlose Fischernetze, auch Geisternetze genannt, schwimmen im Meer herum und sind daher eine Gefahr für Meerestiere und schaden auch der Riffstruktur. Oft werden Sperrmüll, Bauschutt, Gartenabfälle, etc. illegalerweise im Wald entsorgt, da dadurch keine Gebühren anfallen. Die Folgen der Verschmutzung sind eine Zerquetschung der unter dem Abfall liegenden Pflanzen, wodurch keine neuen Pflanzen mehr entstehen können. Bio-Abfälle führen zudem zu einer Überdüngung der Pflanzen und können ins Grundwasser eindringen, dadurch entstehen Schadstoffe, die wir wieder aufnehmen. Außerdem stellt der Müll eine große Gefahr für die Waldtiere da, die darin hängen bleiben, ersticken, oder sich verletzen können. Auch unkontrollierte Verbrennungen setzen viele Schadstoffe frei und das Feuer kann schnell außer Kontrolle geraten.

Wie man sieht, bereitet uns der Müll eine Vielzahl an unterschiedlichen Problemen, deshalb sollte jeder auf seinen Konsum achten!

Quellen:

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article121373995/Die-Erde-steht-vor-ihrer-voelligen-Vermuellung.html

https://www.eea.europa.eu/de/signale/signale-2014/artikel/abfall-ein-problem-oder-eine-ressource

https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/muell/muellentsorgung/index.html

https://www.wwf.de/themen-projekte/plastik/unsere-ozeane-versinken-im-   plastikmuell#:~:text=Drei%20Viertel%20des%20M%C3%BClls%20im,Jahr%20zehntausende%20Tiere%20das%20Leben.

https://praxistipps.chip.de/muell-im-wald-das-sind-die-folgen_128055

https://www.spektrum.de/news/umweltverschmutzung-millionen-tonnen-muell-durch-corona/1946527

https://www.rnz.de/klaro_artikel,-muell-zu-verkaufen-_arid,607405.html

https://ec.europa.eu/health/scientific_committees/opinions_layman/mercury-in-cfl/de/quecksilber-energiesparlampen/glossar/tuv/treibhausgas.htm

Podcast: Dienstag

Die Zahl 3 ist der Star unter den Zahlen. Überall kommt sie vor: in Märchen, in Sprichwörtern und sogar bei Mozart. Und auch Schaf Detlef hat sich mit dieser Zahl beschäftigt. Also: 1, 2, 3 – los geht's!
Diesmal sind wir zu dritt: Katharina, Pinguin Pudding – und Alex schaut auch vorbei mit seiner Gitarre. Wir hören Dreigesang, drei befreundete Akkorde und drei Komponisten, die zusammen kegeln. One, two, three…

Rätsel der Woche

Auflösung von letzter Woche:

Nur eine Person sagt also die Wahrheit, demnach muss man systematisch die Lügner enttarnen:
Wenn es Sepp war, dann sagen Josef und Tom die Wahrheit.
Wenn es Maria war, dann sagen Sepp, Josef und Tom die Wahrheit.
Wenn es Tom war, dann sagen Josef und Maria die Wahrheit.
Wenn es Josef war, dann sagt nur Tom die Warheit.
Also war es Josef!

Du hast beliebig oft die Zahl 8 zur Verfügung und kannst mehrere beliebig große Zahlen mit ihr bilden und diese addieren. Welche Rechnung bringt dich genau auf die Summe von 1000?

Podcast: Donnerstag

Haare | Von blond, braun, rot, schwarz, blau und pink CheckPod – Der Podcast mit Checker Tobi

Hier wird gecheckt, wozu Haare gut sind, was passiert, wenn man sie nie schneidet und warum sich die Haarfarbe verändert.

Reihe „Nachhaltig leben“: Forstwirtschaft der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Die Forstwirtschaft der Zukunft

ein Artikel von Angelina Gabrys, 9b

Forstwirtschaft ist der wissenschaftliche Aufbau, die Pflege und die Nutzung von Wäldern, um Holz und andere Produkte daraus zu erzeugen. Neben dieser Aufgaben muss ein Förster auf die Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes achten. Wie die Zukunft der Forstwirtschaft aussehen wird, ist schlecht vorauszusagen, weil es viele Dinge gibt, die den Wald zerstören.

Die Luftverschmutzung z. B. ist ein großes Problem für die Forstwirtschaft. Der große Kohlenstoffdioxidausstoß (von Kraftwerken, von dem Abgasausstoß der Kraftfahrzeuge und von den Kaminen der Häuser) ist ein großes Problem, welches uns seit längerem belastet. Diese Schadstoffe, die von uns in die Welt gesetzt werden, wirken sich auf Menschen, Tiere und Pflanzen, also auch auf unsere Wälder aus. Da die Wälder unsere verschmutzte Luft filtern, verringern sie zwar die Luftverschmutzung, schaden sich jedoch selbst damit. Außerdem nimmt die Luftverschmutzung immer mehr zu, was dazu führt, dass der Wald damit nicht mehr zurecht kommen kann. 

Ein weiteres Problem ist der sogenannte „saure Regen“. Dort verbinden sich die Gase Schwefeldioxid und Stickstoffoxide (welche zum Beispiel in Automotoren verbrannt werden) in der Luft mit Wassertröpfchen. Dabei entstehen Säuren, die im Nebel, Tau und Regen enthalten sind. Dieser saure Regen versickert im Boden und verschmutzt ihn. Aus diesem Grund werden die Wurzeln von Bäumen geschädigt, welche notwendig für die Wasser- und Nährstoffaufnahme sind. Aus den Bodenteilchen lösen sich giftige Schwermetalle, die dann von den Bäumen aufgenommen werden. So kommt es zur Vergiftung unserer Wälder. Der saure Regen wirkt nicht nur unterirdisch, er schädigt unsere Wälder auch, indem die Blätter und Rinden von den Bäumen angegriffen werden. Neben dem sauren Regen wirkt Ozon (eine bestimmte Form des Sauerstoffs, die durch die Einwirkung von Strahlung oder elektrischer Entladung gebildet wird) schädigend. Es greift die Kuticula (die Wachsschicht) an, welche verhindert, dass die Blätter austrocknen. Aber auch die Chloroplasten werden angegriffen und somit wird die Fotosynthese gestört. Wenn das geschieht, vergilben die Blätter schneller. Außerdem verlangsamt sich das Wachstum der Bäume, was bedeutet, dass weniger Holz produziert werden kann und dass die Jahresringe dünner werden.

Es gibt aber auch natürliche Faktoren, wodurch die Forstwirtschaft nur schwierig gelingen kann, weil häufig Erkrankungen in den Waldgebieten auftreten und dadurch die Bedürfnisse der Bäume nicht erfüllt werden können. Dazu gehören trockene Gebiete, Steillagen und nährstoffarme Böden. Wenn Bäume an solchen Orten wachsen, sind sie geschwächt und wenn andere Faktoren, wie zum Beispiel die Luftverschmutzung, die Bäume ebenfalls belasten, hinzukommen, besteht die Gefahr, dass Sekundärschäden auftreten. Das bedeutet, dass sie von Parasiten, also zum Beispiel von Pilzen oder Borkenkäfern befallen werden.

Unseren Wald zu retten ist sehr wichtig, weil die Forstwirtschaft eine sehr große Rolle in unserem Leben spielt. Der Wald ist eine Rohstoffquelle und ein Energielieferant, welche nur durch die Forstwirtschaft erhalten bleiben kann. Außerdem würden wir ohne die Forstwirtschaft viele Arbeitsplätze verlieren. Aber so ein Wald ist nicht nur für uns, sondern auch für Tiere und Pflanzen wichtig und ohne Wald würden sie ihren Lebensraum verlieren. Deswegen dürfen wir nicht vergessen, wie wichtig der Wald eigentlich ist.

Wir können einiges ändern, um den Wald zu retten. Auch kleine Dinge, die viel bewirken, sind hilfreich, wie zum Beispiel keinen Müll auf den Waldboden zu werfen, sparsam mit Holz- und Papierprodukten umzugehen und Naturschutzorganisationen mit Spenden oder aktiver Mitarbeit zu unterstützen. Wir Menschen müssen unser Umweltbewusstsein ändern und anfangen, nachhaltiger zu leben, dann schützen wir nicht nur unsere Wälder, sondern verlangsamen auch den Klimawandel.

So könnte die Forstwirtschaft der Zukunft einen positiven Verlauf nehmen. Die Wälder würden sich regenerieren und widerstandsfähiger werden. Ändert sich jedoch nichts, dann sind immer mehr Wälder vom Aussterben bedroht. Sie trocknen entweder aus oder werden von Krankheiten befallen. Dann können wir uns von den Wäldern verabschieden, die wir zum Uberleben brauchen. 

Quellen: 

https://www.spektrum.de

www.planet-schule.de          

https://www.wodewa.de

https://nabu.de