Der Vulkan – Faszinierend und unberechenbar

Die letzten Monate haben gezeigt, wie zerstörerisch ein Vulkan ist und wie groß die Langzeitschäden sein können. Seit Monaten bricht der Vulkan auf der kanarischen Insel La Palma regelmäßig aus – zuerst am 13.9.21, zerstörte er bislang 2700 Gebäude und bis in den November hinein scheint noch kein richtiges Ende in Sicht zu sein.

Doch was ist überhaupt ein Vulkan und wie kommt es zu einem Ausbruch?

Im Grunde genommen ist ein Vulkan eigentlich nichts anderes als eine Öffnung an der Oberfläche, durch die Magma und damit verknüpfte Gase und Aschen durch Eruptionen aus dem Erdinneren austreten.

Trotz der möglichen Gefahr, dass der Vulkan jederzeit vor ihren Augen ausbrechen kann, leben viele Menschen direkt am Vulkan, z. B. in Neapel am Vesuv oder in Mexiko-City am Popocatépetl.

Aber wieso setzen sich Bewohner am Vulkan diese Gefahren aus?

Wenn ein Vulkan ausbrechen sollte, stößt er auch Mineralien aus, die man gut als Dünger für die Landwirtschaft nutzen kann. Nach einer Evakuierung kehren die Einwohner wieder zu ihrer Ackerfläche zurück, um diese zu nutzen und etwas anzubauen. Der Schwefel, der freigesetzt wurde, nutzt die Industrie um z. B. zum Härten von Reifengummi und die Schwefeldämpfe oder Thermalquellen haben eine heilende Wirkung für Menschen mit Rheuma, Atembeschwerden etc. Ein Vulkan hat aber v.a. auch negative Seiten für die Menschen. Es kann zu Erdrutschen, Tsunamis und Lava-, Asche- und pyroklastischen Strömen kommen.

Wie entsteht eigentlich ein Vulkan?

Jeder Vulkan hat im Inneren eine große Magmakammer tief unter der Erde. Das Magma kommt aus dem oberen Mantel der Erde und weil die Gesteinsschicht über dem Magma schwerer ist, drückt das Gestein die Magma nach unten. Doch die Gesteinsschicht hat selbst Risse und so kann das Magma dort entweichen und zur Erdkruste gelangen. In der Magmakammer sammelt sich das flüssige Gestein und nach einer Zeit entwickeln sich Gase, die den Druck erhöhen – bei dem einen Vulkan mehr und bei dem anderen weniger.

Nehmen wir als typisches Beispiel den Schichtvulkan:

Dieser Vulkan hat die typische Kegelform und die Magma ist richtig dickflüssig, dafür stößt die Magma große Mengen an Gasen aus. Irgendwann entsteht dann ein so großer Überdruck, dass das Gestein des Vulkans dem Druck nicht mehr standhalten kann, es kommt zu einer explosiven Eruption (= Ausbruch). Man kann sich das wie eine Sprudelwasserflasche vorstellen: Je mehr man schüttelt, desto mehr Gas will entweichen, und das spürt man beim Aufmachen der Flasche.

Abschließend kann man sagen, dass der Vulkan sowohl Feind als auch Freund des Menschen ist und bis heute eine unterschätzte Gefahr für die Menschheit ist, wie das Beispiel auf La Palma zeigt, wo die Einwohner dachten, der Vulkan sei erloschen und der jetzt nicht aufhört die Insel zu verwüsten.

In der nachfolgenden Doku kannst du dich noch genauer über Vulkane informieren: