Gemälderaub in Seligenthal – Ein Geschichtslehrer mit kriminellen Energien (?)

ein Gastbeitrag von Stefanie Stegerer

Ein Geschichtslehrer, der zusammen mit zwei Komplizen mitten in der Nacht teure Gemälde des Künstlers Mario Luigi aus dem Gymnasium Seligenthal stiehlt? Zwei Schüler, die sich in Frau Saxls Unterstufenbücherei verstecken, ihn so auf frischer Tat ertappen, mit dem Fahrrad verfolgen und die Polizei informieren, sodass diese ihn verhaften kann?

Wer bei diesen Fragen bereits ins Grübeln geraten ist und sich den Kopf darüber zerbricht, welchem Lehrer eine derartige Dreistigkeit zuzutrauen ist, der kann an dieser Stelle beruhigt werden: Bei dem Verbrecher handelt es sich nicht etwa um ein Mitglied der Fachschaft Geschichte, sondern eine fiktive Figur aus der Geschichte „Gemälderaub in Seligenthal“, die von Marie-Sophie Küster, mittlerweile Q12, vor nun mehr drei Jahren im Rahmen eines Schreibwettbewerbes verfasst und in einer Zeitschrift für DaZ-Lerner veröffentlicht wurde – Anlass genug für die Brückenklassenschüler, um sich mit dem Text etwas näher zu beschäftigen:

Nach der ersten gemeinsamen Lektüre folgte zunächst die Klärung neuer, (noch) unbekannter Wörter, die gemeinsam in die Vokabelhefte übertragen und in die jeweilige Muttersprache übersetzt wurden, um sie gut lernen zu können. Im Anschluss daran begaben sich die Brückenklassenschüler erst einmal gewissermaßen auf die Spur der literarischen Figur mit kriminellen Zügen, nicht jedoch, um wie diese Bilder unrechtmäßig zu entfernen, sondern um nachzuforschen, wie viele Gemälde in unserem Schulhaus überhaupt zu finden sind.

Nach Abschluss dieser Recherche bereiteten sich die Schüler auf einen Nachmittag mit der „Autorin“ Marie-Sophie Küster vor: Jedes Mitglied der Brückenklasse fertigte zunächst eine Zusammenfassung der Geschichte auf Deutsch an, um diese im Anschluss in seine Muttersprache zu übersetzen, wodurch Texte in insgesamt 13 verschiedenen Sprachen bzw. dialektalen Prägungen einer Sprache entstanden.

Nachdem Marie-Sophie den Originaltext vorgetragen hatte, durfte jeder Brückenklassenschüler seine eigene Version in seiner Muttersprache vorlesen – ein eindrucksvoller Beleg für die bunte Sprachenvielfalt an unserer Schule!

Im Anschluss an diese „Leserunde“ entspann sich eine interessante Diskussion über die Unterschiede und Ähnlichkeiten der von den Schülern beherrschten Sprachen, die von Kroatisch, Bulgarisch, Rumänisch, Russisch bis hin zu Arabisch oder gar Philippinisch reichen. Da die „Gastautorin“ auch noch Slowakisch spricht, konnte sie ebenfalls einen Beitrag zum Gespräch leisten.

Nachzulesen ist die Geschichte über die kriminellen Machenschaften des Geschichtslehrers und die beiden mutigen Schüler im Übrigen auf Geschichte des Monats – August: Gemälderaub im Gymnasium Seligenthal – Kinder lesen und schreiben für Kinder (kinderschreiben.de)

Die Übersetzungen der Brückenklassenschüler sind darüber hinaus im Brückenklassenzimmer ausgestellt und dürfen selbstverständlich jederzeit gerne besichtigt werden.

Podcast: Mittwoch

Heute wird es majestätisch. Wir ehren den letzten wahren Märchenkönig, König Ludwig II. von Bayern. Die passende Musik für die königlichen Träumereien kam von Richard Wagner. Also: Pferde vor die Kutsche spannen und los geht's!

Der Mythos von Loch Ness

Das Ungeheuer von Loch Ness, auch Nessi genannt, gibt heute immer noch Rätsel auf. Nessi ist heute noch die Touristenattraktion Schottlands. Viele behaupten, das Monster selbst gesehen zu haben, aber viele Sichtungen und Bilder wurden als Fälschungen enttarnt. In diesem Artikel wird auf den Forschungsstand, den Tourismus, die (angeblichen) Sichtungen eingegangen.

Wer nach Schottland fährt, kommt um einen Besuch am mysteriösen Ort Loch Ness nicht vorbei. Der Mythos dieses Orts entstand, als der Mönch Columba 565 an der Küste ein riesiges Ungeheuer sah. Nach dieser Sichtung gab es weitere Sichtungen; eine der bekanntesten war die von Herrn und Frau Mackay. Die beiden fuhren an der Küste des Sees entlang und sahen zwei Buckel, die ihnen erst nicht richtig auffielen, aber Frau Mackay beschrieb es Jahrzehnte später als enorm großes Tier. Der mittlerweile tote Gregory Brusey sah einen langen Hals aus dem Wasser steigen und sagte, dass er nicht betrunken gewesen wäre.

Ab und an wird heute eine Attrappe von dem Seeungeheuer ins Wasser gelassen, um wieder „Sichtungen“ zu bekommen. Für die Forschung jedoch existiert die geheimnisvolle Gestalt nicht. Der junge Wissenschaftler Adrian Shine durchsuchte den 37 Kilometer langen und 1,5 Kilometer breiten See mithilfe von Tauchern und Booten, fand aber nichts. Ein internationales Forschungsteam entnahm 300 Wasserproben, um diese auf DNA-Spuren zu untersuchen. In der DNA befinden sich Fragmente wie Haut, Schuppen, Federn, Urin oder Kot. Der Biomediziner informierte, dass man diese DNA isolieren könne und dann Wesen wie neue Bakterienarten identifizieren könne. Ein Ergebnis in Bezug auf Nessi gab es aber nicht.

Ein DNA-Nachweis von Nessi wurde bis heute nicht gefunden!

Loch Ness ist bis heute ein Mythos und wird es noch lange bleiben. Ob nun die Sichtungen echt sind oder nur aus touristischen Gründen erfunden und heute noch gepflegt werden, spielt wohl keine große Rolle: Loch Ness wird noch lange ein Mythos bleiben.

Die nachfolgende Doku des ZDF befasst sich noch näher mit dem Mythos Loch Ness:

Lyrisches zum Nachdenken: Ich habe Worte

Zeichnung: Elise van Zyl, Klasse 6c

ein Gedicht von Burchin Ruzhdieva

Ich habe Worte

Ich habe Worte,

die haben wir alle.

Sie können dich verletzen,

aber sie können dich auch heilen.

Sie können dir helfen,

aber auch lügen.

Renne nicht, weil du es nicht kannst.

Steh da und hör zu, was sie

Zu sagen haben.

Sie sind nicht immer schlecht.

Der Tag wird kommen,

wo alle Türen geschlossen werden,

aber die Worte werden da sein,

um sie wieder zu öffnen.

Lass deine Worte herauskommen und

Sag, was sie denken,

weil sie immer da sind,

um dir den richtigen Weg zu zeigen.