Rätsel der Woche

Auflösung von letzter Woche: alle Tieren zusammen (ohne die Tauben) haben 44 Beine; alle Tauben haben zusammen 46 Beine. Demnach haben die Tauben mehr Beine

Achtung, knifflig: Welche Zahl ist die größte fünfstellige Zahl, wenn jede Ziffer nur einmal vorkommen darf und dabei jede eine ungerade Zahl sein muss?

Lyrik im Lockdown

Die erste Seligenthaler Poetry Competition war ein voller Erfolg

Die Lyrikerin Louise Glück gewann 2020 den Literaturnobelpreis. Die Sängerin Lana Del Rey veröffentlichte im gleichen Jahr mit Violet Bent Backwards Over the Grass ein Spoken-Word-Album und brach dabei mit all ihren Vorgänger-Werken. Junge LyrikerInnen wie Rupi Kaur, Amanda Lovelace und Vincent Hunanyan sammeln online Millionen Follower rund um den Planeten und auch in Seligenthal lesen viele SchülerInnen diese Werke. Bei der Amtseinführung von Joe Biden stahl die Poetin Amanda Gorman mit ihrem Gedicht The Hill We Climb selbst Lady Gaga und Jennifer Lopez locker die Show und konnte ihr Talent auch zum Auftakt des Super Bowls zeigen. Ganz im Zeichen der Zeit fand auch am Gymnasium Seligenthal der erste Gedicht-Wettbewerb der Schulgeschichte statt und lud junge NachwuchslyrikerInnen dazu ein, ihre Gedanken zu Papier zu bringen. Es läuft also gut für die Poesie, keine Frage!

Über mehrere Wochen hatten die SchülerInnen aller Jahrgangstufen Zeit, um ihre englischen Werke zu den Themen Friends (Klasse 5-7), Environment (Klasse 8-10) und Corona (Q11, Q12) einzureichen. Circa vierzig SchülerInnen hatten sich bei dem Wettbewerb beteiligt und warteten gespannt auf das Feedback der Jury. Anfang Mai wurden dann die SiegerInnen der jeweiligen Jahrgangsstufen in der Poetry Competition Seligenthal gekürt. Bei der digitalen Veranstaltung mit den organisierenden Lehrkräften Marilena Schweiger und Michael Menauer wurden zudem auch besonders kreative Werke und überraschende Ideen der eingereichten Gedichte in der Fremdsprache lobend erwähnt. Mit großer Freude nahmen die drei Gewinnerinnen ihre Preise an und hatten dann zusammen den Teilnehmern der Veranstaltung die Möglichkeit, zu lauschen, wie irische SchülerInnen die erstplatzierten Gedichte vortrugen.

Im Interview erzählte Leonie Zwerschina, die in der Kategorie Environment den ersten Platz ergatterte, dass sie in ihrer Freizeit immer wieder gerne Texte schreibt und dass es für sie besonders wichtig war, etwas zu dem Thema Umwelt beizutragen. Von dem Büchergutschein über 30 Euro, den die Gewinnerinnen der ersten Plätze erhalten, möchte sich Leonie The Catcher in the Rye von J. D. Salinger oder Norse Mythology von Neil Gaiman kaufen. Für sie war es eine tolle Erfahrung, zu sehen „wie sich die Vortragsweise von jemand anderem auf [ihr] Gedicht auswirkt“. Die Schülerinnen Lisa Holmer (Platz 2) und Sophia Prädel (Platz 3) schafften es in dieser Kategorie ebenfalls auf das Siegertreppchen.

Auch Lena Preis, die Gewinnerin der Unterstufe, erzählte im Interview, dass sie sehr gerne schreibt und unter ihren Projekten auch ab und zu englische Songtexte sind. Sie war begeistert davon, ihr Gedicht von einem Muttersprachler vorgetragen zu bekommen und hatte großen Spaß beim Verfassen des Gedichts zum Thema Friendship. Auf die Frage, welches Buch sie sich kaufen möchte, antwortete sie: „Das weiß ich noch nicht. Aber es ist bestimmt ein englisches dabei!“. Mit Lena auf dem Poetry-Podium landeten ebenfalls Marie Landersdorfer (Platz 2) und Mia-Marie Malterer (Platz 3).

Denisa Andries, die Gewinnerin des Oberstufenwettbewerbs, ist sich auch noch nicht sicher, welche Bücher sie auswählen wird. Sie freut sich aber auf lange und schöne Lesephasen (nach dem Abitur!). Denisa guckt in ihrer Freizeit gerne Poetry Slams auf YouTube „welche teilweise äußerst humorvoll, aber auch überaus tiefsinnig [sind] (…)“ und hat auch schon für die Schulhomepage und den Jahresbericht Artikel verfasst. Neben der Auszeichnung freute sich Denisa vor allem über die tolle Interpretation der irischen Schülerin Marianne: „Es ist ein besonderes Erlebnis, wenn man sehen und hören kann, wie die einzelnen Strophen und Zeilen interpretiert und betont werden, vor allem, wenn man weiß, was man sich selbst bei jedem Wort gedacht hat.“ Aber nicht nur Denisa Andries überzeugte, auch Lia Rahmans (Platz 2) und Amelie Bahrs (Platz 3) Gedichte hinterließen bei der Jury einen bleibenden Eindruck!

Viele der Gedichte sind derzeit auf der „Politfaßsäule“ im Mensabereich ausgestellt. Dort laden die kleinen Meisterwerke zum Schmunzeln, Lachen und Nachdenken ein. Auch für nächstes Jahr ist schon wieder ein kreativer Wettbewerb geplant, denn auch Lana Del Rey, Rupi Kaur und Amanda Gorman sind nur durch viel Übung so gut geworden. Die Fachschaft Englisch freut sich schon auf viele weitere tolle Beiträge!

Marilena Schweiger und Michael Menauer

Eine der größten Fragen der Philosophie: Wer bin ich?

Die Philosophie ist ein faszinierendes Thema, vor allem, weil sie sich mit fesselnden Fragen beschäftigt. Eine der größten philosophischen Fragen ist: „Wer bin ich?“ Jeder hat schon mal in den Spiegel geschaut und sich gefragt: „Hey, wer bin ich eigentlich wirklich?“ Eine Antwort darauf zu finden ist Wahnsinn. Ich hab versucht aus dem Thema „Ich/Wer bin ich?“ ein Gedicht zu machen und zu Beginn den Stil von Shakespeare imitiert, weil er mir so gut gefallen hat. („Die Liebe sieht nicht, sondern träumt und sinnt, darum malt man den geflügelten Amor blind…“)

 

Das Ich schreit und schweigt

es ist da und scheint zu sein.

Scheint zu sein, scheint zu sein,

wo ist das Ich denn pur und frei?

Frei von Einfluss, frei von Umgang,

wo ist nur das wahre Ich?

 

Als ich allein war,

allein mit mir selbst,

allein mit dem Ich,

war ich allein?

 

Man sagt, ich bin,

doch bist nicht du?

Du bist in mir und gibst mir Verhaltensweisen vor.

Ich bin stark,

Ich bin schwach,

Ich bin krank,

Ich bin voller Kraft.

 

Vergleichen kann man dich mit einem Geist,

der in mir wohnt, heimlich still und leis´.

Er schwankt und sinnt,

verändert sich,

doch ist immer da,

nur unsichtbar.

 

Ein guter Geist merk ich,

wenn ich so schreib.

Am Ende half Ich mir doch immer aus schwierigen Situationen,

Spannte meine Flügel, wenn ich saß am Boden.

Trocknete meine Tränen, die auf felsigem Grund in die Tiefe fielen.

 

Was Ich ist, kann ich dir nicht sagen.

Wer Ich ist, kannst du mich ebenso wenig fragen.

Das Ich ist ja in dir.

Es lebt nicht in mir.

Ich weiß nur so viel:

„Ich bin einfach ich“

Klar, nachdenklich. Das ist Philosophie und bitte seid mir nicht böse, wenn ich die Frage nach; „Was ist das Ich?“ oder „Wer ist Ich?“ nicht hundertprozentig beantwortet habe. Ich weiß es nämlich schlicht und ergreifend nicht! 🙂 Doch was ich mit dem allerletzten Satz sagen wollte ist, dass es am besten ist, wenn ihr einfach ihr selbst seid und das ist auch meine Definition von „Ich“. Einfach so sein, wie man will und womit es einem am besten geht (sofern man andere dabei nicht verletzt oder benachteiligt!).

Ich habe diesmal ein paar kurze Worte zu dem Gedicht geschrieben, weil das Thema meiner Ansicht nach ein wenig komplex ist.