Quidditch – nicht nur ein Sport für Zauberer!

Zauberer auf fliegenden Besen jagen mit wehenden Umhängen durch die Luft, werfen und fangen fliegende Bälle. Manchmal schlägt ein Ball auch wild um sich oder ist unglaublich schnell. So ist es zumindest in Hogwarts, der Zaubererschule von Harry Potter…

Quidditch kennen wir aus „Harry Potter“, einem der wohl berühmtesten Bücher der Welt. Viele Fans wünschen sich sicher auch manchmal, sie hätten fliegende Besen und könnten darauf über ein riesiges Spielfeld jagen. So etwas gibt es im realen Leben leider nicht, jedoch etwas anderes, das dem „Harry-Potter-Quidditch“ sehr ähnelt. Dieser reale Sport wird ebenfalls Quidditch genannt, jedoch gibt es hier weder wehende Umhänge noch fliegende Besen. Da es ohne Besen aber ein bisschen langweilig wäre, wird dieser durch eine leichte Plastikstange ersetzt. Für die Umhänge gibt es keinen Ersatz, es müssen einfache, handballähnliche Trikots ausreichen. Auch die Bälle können nur mit menschlicher Kraft fliegen, nicht wie von Zauberhand.

Die Teams sind gemischt, es können Jungen und Mädchen in einem Team sein. Jedoch dürfen höchstens vier Spieler dem selben Geschlecht entsprechen. Quidditch ist ein Sport mit sehr viel Körperkontakt und er beinhaltet Elemente aus Rugby, Handball und Dodgeball. 2005 kam der Sport aus dem Buch in die reale Welt. Studenten aus Middlebury, USA,  passten den Sport der Zauberer an die reale Welt an. Seitdem ist Quidditch einer der schnellstwachsenden Sportarten der Welt.

Wie funktioniert das Spiel?

Auf dem Feld sind pro Team insgesamt sieben Spieler(innen), welche die ganze Zeit den „Besen“, also die PVC-Stange, zwischen den Beinen behalten müssen. Es gibt drei Jäger(innen), welche sich den Quaffel, einen Volleyball, zupassen und versuchen, ihn durch einen der drei Ringe zu werfen. Dies versucht der/die Hüter(in) des gegnerischen Teams zu verhindern. Jedes Team hat seine eigenen Ringe, die auf unterschiedlich hohen Stangen angebracht sind und ungefähr die größe von Hula-Hoop-Reifen haben. Trifft ein/e Jäger(in) durch einen dieser Ringe, bekommt ihre Mannschaft zehn Punkte. Der Dudgeball wird von den zwei Treiber(innen) auf die Gegner zugeworfen, um sie damit „auszuknocken“. Das bedeutet, dass sie von ihrem Besen steigen und zu den Ringen ihres Teams rennen müssen, um diesen zu berühren. Danach dürfen sie weiter spielen. Wenn das Spiel schon seit 18 Minuten läuft, kommt der Schnatz hinzu. Dieser ist ein(e) unpartische(r) Spieler(in), ganz in Gelb gekleidet. Er/sie trägt am Hosenbund einen Tennisball in einer Socke. Die Sucher versuchen dem wendigen und schnellen Schnatz die Socke vom Bund zu reisen. Das Team, dem das als erstes gelingt, erhält 30 Punkte.

Allein in Deutschland gibt es schon über 40 Mannschaften, zum Beispiel die Münchner Wolpertinger, die sogar eine sehr gutes Team sind. Wie auch in den anderen Teams sind die Spieler unterschiedlich alt, der Altersdurchschitt liegt jedoch etwa zwischen 17 und 21 Jahren.

Wie bei so vielen anderen Sportarten auch gibt es beim Quidditch Wettkämpfe, zum Beispiel Turniere, Deutschlandmeisterschaften, ja sogar Weltmeisterschaften. Kommendes Jahr finden die vierten Deutschen Meisterschaften statt.

Mehr über Quidditch als Sportart erfahrt ihr im folgenden Kurzclip: