Die Klima-Rebellen: Extinction Rebellion

Rebellionen und Revolutionen gab es in der Geschichte viele. Wusstest du, dass Menschen auch heute noch „rebellieren“ bzw. demonstrieren, friedlich und für Dinge, die alle Menschen auf dem Planeten betreffen?

In den Osterferien stand der Verkehr in London täglich oft stundenlang still. Kein Auto hat sich bewegt. Auch Polizisten waren vor Ort. Nein, hierbei handelt es sich nicht um etwas Kriminelles, sondern um eine Demonstration. Eine erlaubte und organisierte Demo. Hier wurde nicht gegen Artikel 13 protestiert, sondern gegen etwas meiner Meinung nach viel wichtigeres. Es ging um den Klimaschutz. Dieses Thema ist sicherlich bekannt. Denn wer soll sich noch über Uploadfilter beklagen, wenn die Pole dabei sind zu schmelzen, der Meeresspiegel steigt und extreme Hitzewellen und Dürren auftreten, während es andernorts gar nicht aufhört zu regnen?

Was ist die Extinction Rebellion?

Diese „Rebellion gegen das Aussterben“ kämpft nicht nur gegen den Klimawandel, sondern zum Beispiel auch noch gegen das Artensterben, welches jedoch unter anderem auch eine Folge dieses Wandels ist. Die „Rebellen“ setzen sich mit Demos und anderen Aktionen auf der Straße friedlich für ihr Anliegen ein. Sie besitzen eine eigene Website und sind international verbreitet.

Wo gibt es diese Rebellion?

Wie schon gesagt sind die „Rebellen“ international, es gibt sie in den USA, England, Deutschland, Südamerika, Italien, Frankreich, Neuseeland, Niederlande, Spanien, der Schweiz, Belgien, Dänemark und Kanada. Wo genau Demonstrationen stattfinden, kann man auf ihrer Homepage nachlesen, der nächste Standort wäre aber München (vgl. Redaktionsschluss des Artikels).

Was genau wollen die „Rebellen“ bewirken?

Wie schon gesagt, machen sie Folgen des Klimawandels deutlich, zum Beispiel das Artensterben, vor allem aber kämpfen sie für den Klimaschutz. Sie wollen den Menschen zeigen, welche Auswirkungen der o.g. Wandel hat, und die Politiker anregen, etwas dagegen zu unternehmen.

Was unternehmen die „Rebellen“ für den Klimaschutz?

Vor allem starten sie natürlich Demos. Sie malen Plakate und Banner, hängen Flaggen mit ihrem Logo auf und erregen Aufmerksamkeit. Sie trauern aber auch öffentlich um ausgestorbene Arten und denken sich dazu immer etwas wie z. B. eine Art Choreografie aus. Außerdem sammeln sie Spenden, die alle in die Demos fließen. Sie finanzieren damit zum Beispiel Beamer, Leinwände, Mikros, Lautsprecher und vieles mehr.

Wie werden die „Rebellen“ unterstüzt?

Wie gerade schon erwähnt, erhält „Extinction Rebellion“ Spendengelder, um sich zu finanzieren. Teilweise treten Menschen der „Rebellion“ auch als Mitglieder bei, um aktuelle Informationen über kommende Demonstrationen zu erhalten oder um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Kritisch gesehen werden die Demonstrationen teilweise dennoch, weil einige Demonstranten auch die Ordnungshüter provozieren.

Die letzte und einfachste Möglichkeit ist, einfach Freunde, Verwandte, die Klasse oder jemand anderen über den Klimawandel aufzuklären. Denn das ist ja eines der Ziele der „Rebellen“. Sie wollen, dass die Welt Bescheid weiß, was gerade vor sich geht und wo die Probleme, v.a. im Hinblick auf die Klimaveränderung und ihre Folgen, liegen!

Die skurrilsten Jobs der Welt

„Was möchtest du denn später mal werden?“ Diese Frage hat sicher jeder schon einmal zu hören bekommen. Ich habe hier ein paar Jobs gesammelt, die so seltsam sind, dass man manchmal gar nicht glaubt, dass es sie geben kann. Die meisten davon werden dürften aber kaum als echte berufliche Alternativen in Frage kommen!

1. Eier-Schnüffler

Es gibt Menschen deren Job es ist, den Inhalt von Eiern als Stinkbomben zu erschnüffeln. Und ja, das sind tastächlich verfaulte Eier! Der Job eines Schnüfflers, auch Eierbrecher genannt, ist es, Eigelb und Eiklar für die industrielle Produktion voneinander zu trennen. Die schlecht gewordenen Eier landen dann zum Glück auf dem Müll – und nicht im Kuchen!

2. Body Farmer

Eine Body Farm ist kein normaler Bauernhof mit Kühen, Ziegen und so weiter. Auf dieser Art von Farm findet man nur Leichen – und zwar von Menschen! Klingt wie aus einem Horrorfilm? Im ersten Moment schon, doch das Ganze dient nur der Wissenschaft, denn hier studieren bestimmte Rechtsmediziner, wie sich der Körper nach dem Tod verändert, zuvorderst im Rahmen des Verwesungsprozesses. Mit diesem Wissen lässt sich so mancher Mordfall aufklären. Ein Body Farmer ist sozusagen der „Bauer der Toten“. Er muss die Leichen herausbringen, sie bestimmt positionieren, im Schlamm verbuddeln, balsamieren oder im Kofferraum eines Autos verstecken. Nachdem die Forscher und Studenten die Körper inspiziert haben, müssen die Farmer aufräumen. Wichtig! Es landet niemand unfreiwillig auf einer Body Farm, die Verstorbenen spenden ihren Körper der Wissenschaft.

3. Bird Controller

Bird Kontroller bedeutet auf Deutsch: „Fachkraft für biologische Flugsicherheit“. Kompliziert? Einfacher gesagt: ein Bird Controller ist eine menschliche Vogelscheuche. Sein Job ist es, Vögel von den Flughäfen ferzuhalten, damit es keinen Zusammenstoß gibt. Dabei stehen die Bird Controller jedoch nicht nur auf dem Rollfeld und schießen wie wild um sich, ihr Job ist es auch, den Flugplatz für Vögel so uninterresant wie möglich zu machen. Das bedeut, dass alles, was Futter ist oder sein könnte, weg muss. Vögel gefährden nämlich in Flughafennähe den Luftraum und damit die Sicherheit der Fluggäste, wenn sie z. B. in Turbinen geraten oder auf die Scheiben im Cockpit aufschlagen und damit den Piloten die Sicht nehmen.

4. Alibi-Profi

Ein Alibi-Profi schafft auf Bestellung Alibis. Die Kunden sind Arbeitslose, die sich für ihre Situation schämen, Berufstätige, die Krankheiten geheim halten oder Menschen, die eine Affäre verbergen wollen. Die große Herausforderung für den Alibi-Profi besteht darin, dass die Lügen glaubwürdig sein müssen. Insgesamt scheint der „Beruf mit der Lüge“ aber wenig attraktiv. Wer will letztlich schon mit lügen sein Geld verdienen!?

5. IT-Forensiker

Mittlerweile gibt es nicht nur Detektive, die in der realen Welt arbeiten, sondern auch solche, die einzig und allein auf Basis von Informationen aus dem Internet ermitteln. Diese nennt man „IT-Forensiker“. Sie sind, wie bereits gesagt, die Sherlock Holmes des Internets. Oft, wenn irgendetwas Kriminelles passiert ist, machen sich die „Internet-Detektive“ ans Werk. Denn ganz egal um welche Art Verbrechen es sich handelt, jeder hinterlässt Spuren im Internet. Die Voraussetzung für diesen Job ist mindestens ein Jahr Berufserfahrung in einem einschlägigen Fachgebiet. IT-Forensiker brauchen außerdem Jura-Kenntnisse. Denn die Ergebnisse der digitalen Spurenjagd müssen vor Gericht Bestand haben.

6. Profi-Kuschler

Kraulenund kuscheln ist ihr Fachgebiet: Elisa Meyer hat sich das Kuscheln zum Beruf gemacht. Doch jede Kuscheleinheit hat auch ihren Preis, gratis gibt es sie nicht. Die Idee kommt, wie so oft, aus den USA. „Ich habe mich sofort in den Gedanken verliebt, das auch tun zu können“, so Meyer. Die häufigsten Kunden sind Alleinerziehende und Langzeit-Singles. Wichtig ist, dass sich jeder an die Regeln hält. Denn die Kuschelei hat natürlich nichts mit Sex zu tun. „Sobald es zu weit geht, breche ich die Sitzung ab“, gibt Meyer an.

7. Erschrecker

Wenn man anderen gerne einen gehörigen Schrecken einjagt, sollte man sich zum Beispiel mal bei dem nächsten Rummel erkunden, ob die Geisterbahn eventuell noch einen Profi-Erschrecker braucht. Es gibt aber auch noch viele andere lohnenswerte Jobs im Ausland, zum Beispiel in London. Hier können Zombie-Darsteller sogar 30.000 Pfund im Jahr verdienen (ca. 36400 Euro pro Jahr).

8. Ocularist

Ein Ocularist ist ein „Glasaugenmacher“. Er ist auf die Herstellung künstlicher Augen aus Glas spezialisiert. Und dieser Job ist deutlich schwerer als gedacht. Man muss nicht nur technisch, sondern auch künstlerisch sehr begabt sein, denn die Prothese soll später täuschend echt aussehen. Nur sehen kann man mit diesem „Kunstwerk“ leider nicht.

9. Ohrenputzer

Hierzulande greift man selbstverständlich zum Wattestäbchen und säubert sein eigenes Ohr. Doch in China übernimmt das ein Ohrenputzer – oft auf offener Straße. Der ganze „Spaß“ kostet ca. 15 Euro, je nach Region ist es auch billiger. Mit einem speziellen Besteck wird das Ohrenschmalz entfernt. Zum Schluss gibt es noch eine entspannende Ohrläppchenmassage.

10. Wurmsammler

Beim Fischen verwendet man entweder Brot – oder eben Würmer. Doch es ist nicht jedermanns Sache, diese schleimigen Insekten aus der Erde zu ziehen. Da ist es doch umso besser, dass es da jemanden gibt, der einem diese Arbeit abnimmt. Pro Wurm bekommt ein Wurmfänger in Kanada vier Cent. Die Jagdgebiete liegen auf Feldern, am besten fällt die Wurmernte aus, wenn es davor zuvor ordentlich geregnet hat.

Lexikonartikel: Die Welt des Kinos

Jeder Deutsche geht im Durchschnitt ca. zwei Mal pro Jahr ins Kino. Also ehrlich: Wer war denn noch nie im Kino, selbst wenn es nur auf einem Kindergeburtstag oder als Begleitperson für das kleine Geschwisterchen war? Mittlerweile kann man ja nicht nur einfach so auf die Leinwand schauen, sondern auch in einen 3D-Film gehen oder bewegliche Kinositze buchen, die Bewegungen aus dem jeweiligen Film imitieren. Aber wie fand das Kino eigentlich seinen Anfang?

Die Geschichte des Kinos, auch Lichtspieltheater genannt, beginnt auf den Jahrmärkten. Dort wurden Schaubuden aufgestellt, die optische Illusionen präsentierten, zum Beispiel Stereoskope, die Dreidimensionaltität (3D) vortäuschten. Erste Filmvorführungen gab es jedoch erst mit zwei Erfindungen, die beinahe gleichzeitig in Frankreich und den USA angefertigt wurden.

In Frankreich wurde der Cinématographe von den Gebrüdern Lumière erfunden. Er war Filmkamera und Abspielgerät in einem. Die erste Vorführung eines mit diesem Gerät aufgenommenen Films fand am 22. März 1895 in Paris statt. Fast zur selben Zeit erfand William K. L. Dickson im Auftrag Thomas Edisons in den USA das Kinetoskop. Dieses Gerät bot jeweils einer Person Platz, um kurze Filme anzusehen. Es wurde ebenfalls 1895 präsentiert und verbreitete sich in den Vereinigten Staaten sehr schnell.

Die Bestizer von Schaubuden erkannten die Erfolgsaussichten und kauften entweder das Gerät von Dickson oder den Gebrüdern Lumière. Bald fanden in Europa und den USA erste Filmvorführungen vor geladenem Puplikum statt. Zunächst zeigten die Filme nur Alltagszenen, die meisten davon lediglich ein paar Sekunden lang und natürlich stumm und in schwarz-weiß. Doch bald darauf fing man an, aktuelle Ereignisse und kurze, komische Geschichten aufzunehmen. Dadurch entstanden drei Verschiedene „Film- Gattungen“: Spielfilm, Komödie und Dokumentation. Durch diese Neuheiten in der Welt der bewegten Bilder konnte das Interesse des Publikums am Kino entdeckt, bewahrt und sogar erweitert werden.

Während die Filme in den kleineren Städten vorwiegend in Wanderkinos gezeigt wurden, die ihre Filme für einige Tage z. B. in Gasthöfen zeigten, gab es in den großen Städten extra Räume, die umgestaltet wurden, um dauerhaft Filmvorführungen zu präsentieren. Ende der Goldenen 20er wurde der Stummfilm nach und nach durch den Tonfilm ersetzt. Zunächst ließ man Schallplatten parallel zur Filmvorführung abspielen, die dann Musik und Sprache zum Film bereitstellten. Da die Synchronisation aber sehr schwierig war, ersetzte man dieses sog. Nadeltonverfahren bald durch das Lichttonverfahren, bei dem am linken Bildrand ein Streifen für die Tonspur reserviert war. Moderner wurde das Tonverfahren mit Dolby Stereo und schließlich Dolby Digital, was heute bei Kinofilmen und im Heimkino Verwendung findet.

Doch die Erfindung des Fernesehens rang dem Kino einiges an Ruhm ab. Die Besucherzahlen gingen immer weiter zurück. Auch durch neue Erfindungen wie zum Beispiel 3D-Kinos oder Breitwandvorführungen (vgl. IMAX München) konnten die Besucherzahlen nur kurzzeitig gehoben werden. So mussten in vielen Städten die Kinos geschlossen werden. Die übrigen teilten sich in kleine Einzelsäle auf, sodass in einem Kino verschiedene Filme gezeigt werden konnten. Heute zeigen sog. Multiplex-Kinos gerade erfolgreiche Blockbuster und haben ein eingeschränktes Repertoire. Programmkinos haben sich vorwiegend auf künstlerische Filme spezialisiert und bieten oft ein vielseitigeres Programm, haben aber eingeschränkte „Spielzeiten“. 

Wer bestimmt, was „IN“ ist?

Viele tragen mittlerweile nur noch das, was gerade im Trend ist, auch wenn dieser Trend auf andere vielleicht etwas seltsam wirkt. Doch wer bestimmt eigentlich, was „IN“ ist?

Anders als manche vielleicht erwartet haben, sind es nicht die Designer oder Stylisten, die Einfluss darauf haben, was morgen von vielen getragen wird. Auch die Trendscouts haben damit eher weniger zu tun. Es sind die Modejournalisten und Chefredakteure großer Zeitungen und Magazine. Doch sie haben nicht nur auf den aktuellen Trend Einfluss, sondern auch auf die Karriere und somit den Erfolg eines Designers.

Vor allem Suzy Menkes, die Modekritikerin der International Herald Tribune, gilt als eine der mächtigsten Frauen in der Modewelt. Würde sie einmal etwas Schlechtes über eine der großen Modelabels schreiben, ist es sehr warscheinlich, dass deren Produkte nicht mehr so oft gekauft werden.

Doch fast noch wichtiger als Suzy Menkes ist Anna Wintour, die wohl einflussreichste Frau in der Fashionszene. Sie sitzt bei jeder Show immer in der ersten Reihe. Und das soll etwas heißen, denn dort sitzen nur die „Wichtigsten“. Anna ist die Chefredakteurin der amerikanische Vogue. Sie hat so viel Macht in der Welt der Mode, dass sie Nachwuchsdesigner innerhalb kürzester Zeit zu großen Stars machen kann. Sie ist zum Beispiel dafür bekannt, dass sie unter anderem die Karriere von Marc Jacobs und John Galliano gefördert hat und immer auf der Suche nach neuen Talenten ist.  Spätestens seit „Der Teufel trägt Prada“ sollte sie allen, die den Film gesehen haben, ein Begriff sein. Und das liegt nicht daran, dass sie in dem Film mitgespielt hätte, sondern daran, dass eine der Hauptrollen in dem Film der Chefredakteurin sehr ähnlich sieht. Jedoch war das höchstwahrscheinlich kein lustiger Zufall, sondern pure Absicht. Der Film basiert nämlich auf dem gleichnamigen Buch einer ehemaligen Assistentin von Anna Wintour. Sie erschien auch auf der Premiere des Films – und trug Prada. Jedoch wurde dies nie offiziel betätigt.

Die französische Kollegin Wintours (also die Chefredakteurin der französischen Vogue) heißt Carine Roitfeld und hat ebenfalls sehr großen Einfluss. Sie verhalf zum Beispiel gemeinsam mit Tom Ford dem damals verstaubten und altmodischen Label Gucci zu einem sensationellen Comeback und schaffte es innerhalb kürzester Zeit, Gucci zu einer der markantesten und begehrtesten Marken der Modewelt zu machen.

Doch es müssen nicht unbedingt die Chefredakteure von Modemagazinen sein, die durch ihre Einflussnahme dafür sorgen, dass Menschen etwas „in“ finden. Ähnlich wie Suzy Menkes schreibt auch Cathy Horyn regelmäßig in einer bestimmten Zeitschrift über Mode, und zwar in der New York Times. Im Gegensatz zu den Modemagazinen sind Zeitungen wie die New York Times oder die International Herald Tribune unabhängiger von den Anzeigekunden und können sich deshalb auch eine kritische Berichterstattung über Mode-Schauen erlauben. Horyn hat auch einen Blog, in dem sie über Mode berichtet. Es ist schon vorgekommen, dass sie wegen ihrer negativen Kritik nicht zu Shows eingeladen wurde, doch das nimmt sie für ihre Unabhänigkeit in Kauf.

Frag doch einfach Google: die Technik hinter der (einfachen) Suche

Jeder kennt die Situation: Wenn man heutzutage etwas nicht weiß, kommt natürlich keiner auf die Idee, in die Stadt zu fahren und in der Bibliothek nachzuschauen oder ein Sachbuch von daheim in die Hand zu nehmen. Auch wenn man vergessen hast, was „verrückt“ im Englischen heißt, wird man wahrscheinlich eher schnell zum Handy greifen als ein Wörterbuch in die Hand nehmen. Wenn man gerne wüsste, wie das Spiel „Deutschland“ gegen „Frankreich“ ausgegangen ist, rennst man nicht schnell zum Kiosk, um sich eine Zeitschrift zu besorgen oder ruft einen Freund an und fragt nach dem Ergebnis.

Nein…, man „googelt“ einfach und schnell nach dem gewünschten Ergebnis! Und in weniger als einer Sekunde kennt man es. Doch wem bzw. was hat man das eigentlich zu verdanken? Und wie funktioniert das Ganze überhaupt?

Zu aller Anfang wollen wir erst einmal die Frage klären, wer Google überhaupt erfunden und gegründet hat. Google wurde am 4. September 1998 von Larry Page und Sergey Brin in Kalifornien gegründet. Erfunden wurde die Suchmaschine jedoch schon 1996, ebenfalls von Larry Page und Sergey Brin. Damals hieß es noch BackRub, doch seit dem 15. September 1997 ist die Suchmaschine unter dem Namen Google bekannt.

Google ist irgendwie ein seltsamer Name oder? Wer sich den wohl ausgedacht hat? Ob ihr es glaubt oder nicht: es wahr ein neunjähriger Junge! Der Kleine hieß Milton und war der Neffe von Edward Kasner, einem US-Mathematiker. Milton hat aber nicht direkt den Namen „Google“ erfunden. Sein Onkel Edward hatte ihn dazu aufgefordert ein Wort für eine Eins mit hundert Nullen zu finden. Der Junge entschied sich für Googol. Davon stammt der uns heute bekannte Begriff Google.

Mit Google kann man ja nach allem, wirklich allem suchen. Wenn du jemanden in Deutschland fragst, ob er Google kennt, wird er sehr wahrscheinlich ja sagen. Doch wie sieht das in anderen Ländern aus? Auf jeden Fall müssen die Kalifonier die Suchmaschine kennen, denn in ihrem Land liegt ja der Ursprung. Tatsächlich ist Google auf der ganzen Welt verbreitet, in manchen Ländern mehr, in manchen weniger.

Aber wie funktioniert Google überhaupt? Das Ziel von Google ist eigentlich, alle Nutzer zufriedenzustellen. Man soll also nicht stundenlang nach etwas suchen müssen, sondern am besten gleich bei den ersten Malen etwas Brauchbares finden. Damit das aber auch wirklich klappt, muss ja jemand oder etwas die ganzen Angebote unter die Lupe nehmen, um zu überprüfen, ob der Inhalt auch dem Gesuchten entspricht. Da dieser Job viel zu anspruchsvoll für uns Menschen wäre, übernehmen das sog. Googlebots, auch Crawler oder Spider genannt, die – als Art Software programmiert – durch das Netz surfen und permanent Seiten durchleuchten. Vor ein paar Jahren waren das täglich mehrere Milliarden Websites. Also könnt ihr bei einer Googlesuche nur das sehen, was von den Googlebots davor überprüft / erfasst, auch indexiert genannt, wurde. Ganz oben links auf der Such-Website könnt ihr dann auch sehen, wie viele Texte zu dem gesuchten Thema indexiert wurden.

Doch das ist noch längst nicht alles. Nachdem die Bots ihre Arbeit getan haben, müssen die Websites natürlich nach ihrer Relevanz, also ihrer Wichtigkeit, überprüft werden. Denn wenn wir zum Beispiel etwas suchen, wollen wir, dass die Seite, die uns dazu am meisten Informationen bietet, ganz oben steht. Der Prozess der „Relevanz-Überprüfung“ wird Ranking genannt. Dabei kommt der berühmte, teilweise auch gefürchtete Google-Algorithmus ins Spiel. Darunter kann man zunächst einfach die Sammlung aller Kriterien verstehen, die einen Text – bezogen auf ein Keyword (Suchwort) – für Google zu relevantem Content (Inhalt) machen. Wichtig ist, dass das Keyword sehr oft ihm Text vorhanden ist, vor allem am Anfang, in der Mitte und am Schluss. Ebenfalls wichtig ist, dass das Wort auf der Seite verlinkt ist. Zu guter Letzt sollte das Keywort am besten in der Überschrift oder dem ersten Satz vorhanden sein. Falls all diese Kriterien erfüllt werden, kann es gut sein, dass die Websites als eine der ersten erscheint. Google arbeitet fortwährend an der Verbesserung der Kriterien, deshalb wird die Website, die aufgrund des zugrundeliegenden Algorithmus` an oberster Stelle auftaucht, oft nochmals genau überprüft. Das muss jedoch nicht heißen, das die Websites auf den zweiten und dritten Plätzen keine brauchbaren inhaltlichen Treffer liefern.

In der folgenden Doku erfahrt ihr noch mehr über die Suchmaschine:

Quidditch – nicht nur ein Sport für Zauberer!

Zauberer auf fliegenden Besen jagen mit wehenden Umhängen durch die Luft, werfen und fangen fliegende Bälle. Manchmal schlägt ein Ball auch wild um sich oder ist unglaublich schnell. So ist es zumindest in Hogwarts, der Zaubererschule von Harry Potter…

Quidditch kennen wir aus „Harry Potter“, einem der wohl berühmtesten Bücher der Welt. Viele Fans wünschen sich sicher auch manchmal, sie hätten fliegende Besen und könnten darauf über ein riesiges Spielfeld jagen. So etwas gibt es im realen Leben leider nicht, jedoch etwas anderes, das dem „Harry-Potter-Quidditch“ sehr ähnelt. Dieser reale Sport wird ebenfalls Quidditch genannt, jedoch gibt es hier weder wehende Umhänge noch fliegende Besen. Da es ohne Besen aber ein bisschen langweilig wäre, wird dieser durch eine leichte Plastikstange ersetzt. Für die Umhänge gibt es keinen Ersatz, es müssen einfache, handballähnliche Trikots ausreichen. Auch die Bälle können nur mit menschlicher Kraft fliegen, nicht wie von Zauberhand.

Die Teams sind gemischt, es können Jungen und Mädchen in einem Team sein. Jedoch dürfen höchstens vier Spieler dem selben Geschlecht entsprechen. Quidditch ist ein Sport mit sehr viel Körperkontakt und er beinhaltet Elemente aus Rugby, Handball und Dodgeball. 2005 kam der Sport aus dem Buch in die reale Welt. Studenten aus Middlebury, USA,  passten den Sport der Zauberer an die reale Welt an. Seitdem ist Quidditch einer der schnellstwachsenden Sportarten der Welt.

Wie funktioniert das Spiel?

Auf dem Feld sind pro Team insgesamt sieben Spieler(innen), welche die ganze Zeit den „Besen“, also die PVC-Stange, zwischen den Beinen behalten müssen. Es gibt drei Jäger(innen), welche sich den Quaffel, einen Volleyball, zupassen und versuchen, ihn durch einen der drei Ringe zu werfen. Dies versucht der/die Hüter(in) des gegnerischen Teams zu verhindern. Jedes Team hat seine eigenen Ringe, die auf unterschiedlich hohen Stangen angebracht sind und ungefähr die größe von Hula-Hoop-Reifen haben. Trifft ein/e Jäger(in) durch einen dieser Ringe, bekommt ihre Mannschaft zehn Punkte. Der Dudgeball wird von den zwei Treiber(innen) auf die Gegner zugeworfen, um sie damit „auszuknocken“. Das bedeutet, dass sie von ihrem Besen steigen und zu den Ringen ihres Teams rennen müssen, um diesen zu berühren. Danach dürfen sie weiter spielen. Wenn das Spiel schon seit 18 Minuten läuft, kommt der Schnatz hinzu. Dieser ist ein(e) unpartische(r) Spieler(in), ganz in Gelb gekleidet. Er/sie trägt am Hosenbund einen Tennisball in einer Socke. Die Sucher versuchen dem wendigen und schnellen Schnatz die Socke vom Bund zu reisen. Das Team, dem das als erstes gelingt, erhält 30 Punkte.

Allein in Deutschland gibt es schon über 40 Mannschaften, zum Beispiel die Münchner Wolpertinger, die sogar eine sehr gutes Team sind. Wie auch in den anderen Teams sind die Spieler unterschiedlich alt, der Altersdurchschitt liegt jedoch etwa zwischen 17 und 21 Jahren.

Wie bei so vielen anderen Sportarten auch gibt es beim Quidditch Wettkämpfe, zum Beispiel Turniere, Deutschlandmeisterschaften, ja sogar Weltmeisterschaften. Kommendes Jahr finden die vierten Deutschen Meisterschaften statt.

Mehr über Quidditch als Sportart erfahrt ihr im folgenden Kurzclip:

Gut Aiderbichl – Asyl für Tiere

Was ist Gut Aiderbichl?

Gut Aiderbichl, gegründet ihm Jahre 2000 von Michael Aufhauser, ist ein Gnadenhof für Tiere. Ein Gnadenhof nimmt gerettete, alte oder ausgesetzte Tiere auf und schenkt ihnen oft noch ein langes, in jedem Fall aber schönes Leben. Der Hof finanziert sich hauptsächlich von Spendengeldern. Dort arbeiten außerdem ganz viele ehrenamtliche Mitarbeiter und Tierpfleger.

Gut Aiderbichl bietet jedoch auch ganz unterschiedliche Jobs in den verschiedensten Gebieten an. Insgesamt gibt es 20 besuchbare Güter, es existieren noch viel mehr, welche aus bestimmten Gründen nicht besichtigt werden können. Jeder kann das Gut Aiderbichl besuchen. Das nächstgelegene (von Landshut aus) ist Gut Aiderbichl bei Deggendorf. Es ist sieben Tage die Woche Jahr über geöffnet. Eintritt muss gezahlt werden, aber natürlich geht das Geld  an die Tiere.

Wie kann ich helfen?

Helfen kann jeder! Natürlich kann man einfach spenden, es besteht jedoch auch die Möglichkeit Pate zu werden. Eine Patenschaft kann man ab zehn Euro entweder für ein bestimmtes Tier oder insgesamt für alle Tiere übernehmen. Wird man Pate von einem bestimmten Tier, zum Beispiel einem Hund, geht das monatlich bezahlte Geld in erster Linie auch an diesen Hund, damit Gut Aiderbichl das Futter, Krankheitskoste etc. bezahlen kann. Wenn man eine allgemeine Patenschaft übernimmt, dann benutzt das Gut das Geld an den Stellen, an denen es am meisten gebraucht wird.

Du möchtest auch gerne Pate werden? Dann gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du fährst zu einem Gut und füllst dort das Anmeldeformular aus oder du erledigst das ganze im Internet. Bitte vergiss aber nicht, dass du für beides einen Erziehungsberichtigen brauchst! Hast du erstmal eine Patenschaft übernommen, erhältst du eine Patenkarte. Diese variiert, je nachdem, wie viel du monatlich zahlst.

Mit dieser Karte (es gibt sie in grün, blau, grau und schwarz) kommen du und eine bestimmten Anzahl an Personen gratis in eines der Güter. Außerdem erhältst du vier Ausgaben des Gut-Aiderbichl-Magazins pro Jahr und darfst dich über andere „Geschenke“ freuen. Du erhältst auch Rabbat im Shop des Gnadenhofes, kannst an Patentreffen teilnehmen, durch Web-Cams alle Tiere beobachten, auch wenn du sie mal nicht besuchen kannst, an Patenreisen zu Höfen in anderen Städten oder sogar Ländern teilnehmen.

Dadurch, dass du als Pate kostenfrei nach Gut Aiderbichl kommen kannst, wann immer du willst, steht es dir frei, die Tiere oder dein bestimmtes Patentier immer besuchen zu kommen. Damit können besondere Bindungen zwischen Mensch und Tier entstehen.

Kann man auf Gut Aiderbichl auch Tiere adoptieren?

Eigentlich macht Gut Aiderbichl so etwas nicht. Manchmal kommt es jedoch schon vor. Wenn ja, dann kann man vor allem Hunde adoptieren. Gut Aiderbichl versichert sich vor der Adoption aber, ob man weiß, wie man sich um das Tier zu kümmern hat und schaut oft auch noch in dem neuen Zuhause vorbei, um zu überprüfen, ob sich der neue „Schützling“ dort auch artgerecht wohlfühlen kann. Falls all diese Punkte erfüllt werden, steht der Adoption nichts im Weg. Im Moment ist Gut Aiderbichl mit einem Streunerprojekt in Rumänien beschäftigt, deshalb ist die Chance höher, dass Tiere, in diesem Fall vor allem Hunde, zur Adoption freigegeben werden.

Was gibt es auf Gut Aiderbichl alles zu sehen?

Wenn du dich entschließt, eines der Güter zu besichtigen, dann wirst du in erster Linie natürlich die Tiere zu sehen bekommen, denn diese leben dort. Es gibt die unterschiedlichsten Arten, jedoch meistens Haus- oder Nutztiere, zum Beispiel Hunde, Katzen, Schweine, Pferde, Kühe und viele mehr. Wenn du Hunger bekommst, gibt es in dem kleinen Café auf Gut Aiderbichl nahe Deggendorf etwas essen, v.a. vegetarische Kost (Tierschutz!). In der Nähe des Cafés existiert zudem ein Shop. Es finden außerdem Führungen statt, bei denen etwas zu den Tieren oder zum Gut an sich erzählt wird. Hast du einen eigenen Hund, kannst du ihn natürlich mitbringen, du darfst aber auch mit einem der Hunde auf dem Hof spazieren oder auf die Hundewiese zum Spielen gehen. Wenn du noch mehr über Gut Aiderbichl erfahren möchtest, dann schau dir folgende Doku an:

 

„Auch wenn es und gelänge, die Tiere vor uns zu schützen, wir hätten nichts erreicht. Erst wenn es und gelingt, die Tiere nicht mehr schützen zu müssen, sind wir am Ziel.  Dann haben wir etwas verändert: UNS!“

Michael Aufhauser, Gründer von Gut Aiderbichl