Die Fußball-WM 2022 in Qatar – Warum gibt es so viele negative Stimmen?

In diesem Jahr findet die Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar statt, worüber viel diskutiert wird, weil immer wieder unschöne Dinge ans Tageslicht kommen. Es häufen sich dadurch die negativen Stimmen in den Medien, wo sich gefragt wird, warum die WM überhaupt in Qatar stattfindet. In diesem Artikel möchte ich einige allgemeine Hintergründe und spezielle Kritikpunkte näher erläutern.

Fakten zu der Fußball-WM:

  • Die WM wird von der Fifa geleitet, ausgetragen und fand 1930 das erste Mal statt
  • Alle 4 Jahre gibt es eine WM
  • Jedes Mal wird ein neues Austragungsland durch eine geheime Abstimmung des Exekutiv-Ausschusses bestimmt
  • In jedem Kontinent findet im Vorfeld zu einer WM eine Qualifikation statt
  • 32 Länder nehmen an der WM teil
  • Ablauf der WM: Zuerst Gruppenphase, dann K.O.-Phase

Jetzt kommen wir zu der Frage, warum die WM in Qatar so viele negative Stimmen bekommen hat:

  • Menschenrechte:
    • Ausländische Bauarbeiter für die Stadien erhalten häufig nichts von dem versprochenen Lohn.
    • Arbeiter müssen täglich ca. 14 Stunden ohne Pausen durcharbeiten, weshalb viele Arbeiter wegen Erschöpfung oder wegen fehlender Sicherheit auf dem Gelände verunglücken.
    • Manche Menschen können wegen des Einzugs der Reisepässe nicht mehr ausreisen.
    • Menschen leben im Ghetto, in dem keine Hygiene herrscht und sie kein fließendes Wasser und Strom bekommen.
  • Anstoßzeiten: Sind hier in Europa um ca. 11 bis 14 Uhr, wo viele Menschen ihren alltäglichen Berufen nachgehen müssen und deswegen die Spiele nicht schauen können.
  • Viewing-Partys: Unter freiem Himmel für Fans in Europa, Nordamerika und Asien fast gar nicht möglich, weil die Temperaturen niedrig und die Tage kurz sind, denn dieses Jahr findet die WM im Dezember und nicht wie normalerweise im Juli/Juni statt, weil die Temperaturen in Qatar im Sommer zu hoch sind.
  • Fußball-Kultur: Qatar hat keine Fußball-Kultur und dadurch kann keine mitreißende Atmosphäre im Land und in den Stadien entstehen.
  • Korruptionsvorwürfe: Gegen wichtige Personen der FIFA, die sich möglicherweise für die Abstimmung bestechen ließen.

Trotz der vielen negativen Seiten gibt es noch Lichtblicke, wie z. B. dass diese WM für die beiden Topstars Messi und Ronaldo wahrscheinlich die letzte sein wird und sie alles geben werden, um ihre erste WM-Trophäe in die Höhe zu halten.

Die WM steht eigentlich für ein Fest, im Rahmen dessen ein Zeichen gegen Rassismus oder Verletzung der Menschenrechte gesetzt wird. Leider ist es dieses Jahr nicht der Fall, denn in dieser WM stehen Korruption und Menschrechtsverletzung im Vordergrund. Viele Menschen werden die WM trotzdem schauen, aber diese Vorfälle machen die WM nicht zu der WM, die wir uns wünschen!