OneHundredAndEighty

Wo treffen sich „German Gaint“, „Flying Scotsman“, „Snakebite“, „Hollywood“, „Mighty Mike“ oder “ The Iceman“ im Dezember? Ja richtig, bei der Darts-WM.

Bis vor kurzem lief, wie jedes Jahr um diese Zeit, die Darts-Weltmeisterschaft im Alexandra Palace („Ally Pally“) in London, wo sich 96 der besten Dartsspieler messen, um 500.000 £ kämpfen, und die die Sid Waddel Trophy in die Höhe heben wollen. Fast alle Spieler treten hier mit einem eigenem Spitznamen und einem Walk-On-Song auf.

In diesem Artikel werde ich euch ein bisschen über den Dartssport informieren. Darts ist ein Geschicklichkeitsspiel und ein Präzisionssport, bei dem mit Pfeilen auf eine runde Scheibe geworfen wird.

Die Entstehung des Dartssports war im Zeitraum 1860-1898. Brian Gamlin legte 1896 den Grundstein für den Dartsport, in dem er die bis heute geltenden Wertsegmente (Felder) festlegte:

Die zwei wichtigsten Dartsverbände sind die „Professional Darts Corporation“ (PDC) und die „British Darts Organisation“ (BDO), wobei die PDC der größte Verband ist. Die wichtigsten Turniere in der PDC sind: World Darts Championship, World Matchplay, Premier League, Grand Slam of Darts, World Grand Prix und UK Open.

Der meistgespielte Modus lautet „501 Double Out“, wo man mit so wenig Darts wie möglich versucht, 501 Punkte auf 0 runterzuspielen, wobei man den letzten Dart in ein Doppel-Segment versenken muss. Es gibt aber auch andere Spielmodi, wie z. B. 301 Double Out, Cricket, Around the clock, Shanghai oder Killer.

Der Spieler stellt sich hinter der Wurflinie (Oche) auf, um die Pfeile auf die Scheibe zu werfen. Die Höhe bis zum Mittelpunkt der Dartsscheibe ist 1,73 m über dem Boden und der horizontale Abstand der Wurflinie bis zur Scheibe beträgt 2,37 m. Beim Dartsport spielen neben der Wurftechnik auch die Pfeile eine ganz entscheidende Rolle. Es gibt unterschiedliche Größen, Formen und Gewichte. Hier der Aufbau eines Dartpfeiles:

Hier noch ein paar wichtige Begriffe aus dem Dartsport:
– Big Fish: Das höchstmögliche Finish im Darts (170 Punkte)
– 9-Darter / Perfect Game: Wenn man mit 9 Darts, also dem Minimum an Darts, 501 Punkte „wegdartet“
– Madhouse: Das Feld der Doppel-1, wo keiner enden möchte
– Schanghai-Finish: Ein Finish innerhalb eines Zahlensegments, wobei jedes Feld einmal getroffen wird
– White Wash: So wird ein Zu-Null-Sieg bezeichnet
– Tops: Die Bezeichnung für das Feld der Doppel 20

Ihr habt euch bestimmt gefragt, warum dieser Beitrag den Titel „OneHundredAndEighty“ hat. Onehundredandeighty steht für die Zahl 180 und ist die maximale Punktzahl, die man mit 3 Darts werfen kann (3x die dreifache 20) und deshalb werden diese Punkte vom Publikum am Lautesten bejubelt.

Im nachfolgenden Clip aus der „aktuellen“ Darts-Weltmeisterschaft könnt ihr noch einen tieferen Einblick gewinnen:

Wissen kompakt: der tropische Regenwald

Der tropische Regenwald ist der artenreichste, komplizierteste und spannendste Lebensraum der Welt.

A) Die Verbreitung des Regenwaldes

Die Verbreitung ist um den Äquator herum, also zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis. Der Regenwald befindet sich z. B. in den Ländern Indonesien, Malaysia, Brasilien, D. R. Kongo oder Papa-Neuguinea. Die Fläche des tropischen Regenwaldes auf der ganzen Welt beträgt ungefähr 1,2 Mio. Hektar. Außerdem nimmt die Abholzung (ca. 4,4 Fußballfelder pro Minute) stark zu.

B) Das Klima des Regenwaldes

Das Klima im tropischen Regenwald ist feucht und warm und man bezeichnet es als Tageszeitenklima. Die Durchschnittstemperatur beträgt über 25°C. Über das Jahr verteilt gibt es 9,5-12 humide Monate (humid = es fällt mehr Niederschlag, als es Verdunstung gibt), d.h. es ist ganzjährig feucht. Der Niederschlag entsteht durch den Passatkreislauf. Sonne, Regen, Wärme und Feuchtigkeit kennzeichnen das Klima.

C) Der Tagesablauf (Wetterablauf) im Regenwald

 – 4 – 5 Uhr: ca. 20°C; Dunkel/Nachts

– 6 Uhr: ca. 20°C; Sonnenaufgang; Nebel, Dunst

– 7 – 9 Uhr: ca. 22°C; Verdunstung

– 10 + 11 Uhr: ca. 25°C; Wolkenbildung

– 12 Uhr: ca. 28°C; Sonne steht im Zenit; Wolkenbildung

– 13 – 16 Uhr: ca. 30°C + 31°C; Gewitter, Niederschlag

– 17 + 18 Uhr: ca. 26°C; Dampfschwaden; Sonnenuntergang

– 19 + 20 Uhr: ca. 23°C; dunkel/nachts

D) Die Vegetation: Der Stockwerkbau

Im tropischen Regenwald ist es v.a. grün und man sieht hohe Bäume, es existiert ein hoher Artenreichtum, also viele Tierarten und Pflanzen sind anzufinden.

Stockwerkbau:

Es gibt auch einen sog. Stockwerkbau. Damit ist die Unterteilung in Höhenbereiche gemeint. Zwischen 45-60m befinden sich die Urwaldriesen (Überständer / Übersteher). Dort herrscht eine mittlere Feuchtigkeit, d.h. es ist relativ trocken, es gibt zu 100% Sonnenlicht und die Tiere, die dort leben, sind Papageien, Orchideen und Bromelien.

Die zweite Schicht ist die obere Baumschicht. Sie befindet sich zwischen 25-45m und hier ist es ca. 30°C-35°C warm. Diese Schicht weist die höchste Artenvielfalt auf und hier leben Vögel, Säugetiere wie Faultiere, Reptilien, Amphibien und Insektenarten.

Die darunter folgende Schicht heißt untere Baumschicht (zwischen 10-25m). In diesem Bereich ist es dunkel, weil wenig Licht durchkommt. Ozelote und Orang-Utans leben dort.

Die vorletzte Schicht lautet Strauchschicht. Diese Schicht befindet sich auf einer Höhe von ca. 1-10m. Dort herrschen nur ca. 25°C und hier ist es relativ dunkel. Die Tiere, die hier leben, bestehen aus vielen Insekten wie Bienen, Schmetterlingen oder Käfern, Fledermäusen, Schlangen und Fröschen.

Die letzte Schicht ist die Krautschicht. Die Schicht befindet sich nahe am Boden, also zwischen 0-1m. Dort ist es auch sehr dunkel und windstill. Außerdem kommt nur 1% des Sonnenlichts dort an. Dadurch herrscht hier eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die bevölkernden Lebewesen sind Elefanten, Jaguare, Laufvögel und noch viele mehr.

Zusammenfassend kann man sagen, dass jedes Stockwerk eine eigene klimatische Bedingung besitzt, der Lichteinfall und die Temperatur nach unten stark abnehmen, die Luftfeuchtigkeit nach unten zunimmt und es die größte Artenvielfalt im Kronendach gibt.

Das nachfolgende Info-Video gibt noch einmal einen guten Überblick über Besonderheiten des Regenwaldes: