Reihe „Nachhaltig leben“: Rohstoffe der Zukunft

Die Klasse 9b hat im Rahmen ihres SoG-Unterrichts ein Projekt auf die Beine gestellt. Es umfasst fachliche Artikel rund um den Themenbereich „Nachhaltig leben“. Artikel dazu erscheinen hier regelmäßig auf der Schülerzeitungsseite. Viel Spaß beim Lesen!

Rohstoffe der Zukunft

ein Artikel von Julia Blum, 9b

Unser Handy, das Familienauto oder die neue Jeans – Dinge unseres alltäglichen Gebrauchs haben oftmals eine entscheidende Gemeinsamkeit: Für ihre Herstellung wurden bestimmte Ausgangsstoffe, sogenannte Rohstoffe, verwendet. Rohstoffe sind Stoffe, die der Natur entnommen werden und die die Basis für die Anfertigung unserer Waren bzw. die Durchführbarkeit von Dienstleistungen bilden. Holz, Metallerze, Kohle und Öl, aber auch Pflanzen und Tiere als Nahrungsmittel gehören zu den am häufigsten gehandelten Rohstoffen.

Dabei können Rohstoffe in erneuerbare und nicht erneuerbare Rohstoffe gegliedert werden. Als erneuerbare Rohstoffe werden Ressourcen bezeichnet, die quasi unbegrenzt auf unserer Erde zur Verfügung stehen und sich immer wieder auf natürliche Weise erneuern, wie zum Beispiel Holz, Wasser und Pflanzenöle. Nicht erneuerbare Rohstoffe stehen den Menschen hingegen nur in begrenzter Menge zur Verfügung und können somit endgültig ausgehen. Die sogenannten fossilen Brennstoffe wie Erdöl und Kohle könnten zwar erneuert werden, jedoch würde diese Erneuerung Millionen von Jahren dauern, weshalb sie demnach den nicht erneuerbaren Rohstoffen zugeordnet werden.

Der zentrale Konflikt in dieser Hinsicht, der aktuell immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Tatsache, dass unser derzeitiges Leben, in seiner Art und Weise v.a. in der westlichen Welt beinahe ausschließlich auf nicht erneuerbaren Rohstoffen basiert. Das zieht unter anderem zwei negative Folgen mit sich: Zum einen wohnen heute 7,6 Milliarden Menschen auf der Erde, was verbunden mit unserem immer exzessiveren Konsum früher oder später zu einem Mangel an nicht erneuerbaren Rohstoffen führen wird. Dies wäre ein harter Schlag für die Automobilindustrie, welche immer noch in großem Maße auf Erdöl als Basis für Benzin und Diesel angewiesen ist. Wirtschaftlich betrachtet ist im Besonderem die Wirtschaft Deutschlands von der Automobilindustrie abhängig, weshalb eine Schwächung dieser, ausgelöst durch den Mangel an Rohstoffen, auch zu einem Abschwung der deutschen Konjunktur führen würde. Zum anderen verändert unsere Ressourcennutzung unser Ökosystem. Die Gewinnung und Weiterverarbeitung von nicht erneuerbaren Rohstoffen ist sehr energieintensiv und führt zur Emission von Schadstoffen in Boden und Luft. Knapp gefasst bilden nicht erneuerbare Rohstoffe immer weniger eine Option für unser zukünftiges Leben.

Aus diesem Grund sollen nun erneuerbare Rohstoffe bzw. Energien mehr und mehr gefördert werden. Somit wird der Gewinnung von Energie aus Wind-, Sonnenenergie oder Wasserkraft in Zukunft eine viel größere Bedeutung wiederfahren. Ein weiterer wichtiger Faktor, der zur Steigerung der Wichtigkeit einiger Rohstoffe führen wird, ist der technologische Fortschritt.

So soll der Stoff Gallium laut Vorhersagen bis zum Jahr 2030 eine massive Bedarfssteigerung erfahren, da er vor allem in den Bereichen der Photovoltaik, LEDs und Hochleistungsmikrochips verwendet wird. Ein weiterer Rohstoff der Zukunft könnte zudem das Neodym werden, welches bei der Herstellung von Elektromotoren zum Einsatz kommt. Experten setzen beispielsweise aber auch großes Potenzial in Rohstoffe wie Platin, Zinn und Kobalt.

Rohstoffe werden für uns Menschen immer ein wichtiger und ausschlaggebender Faktor für unser Leben sein – egal ob politisch, wirtschaftlich oder sozial. Besonders in den nächsten Jahrzehnten wird sich dieser Wandel von nicht erneuerbaren zu erneuerbaren Rohstoffen bemerkbar machen. Wie schnell dies genau passieren wird und welche Rohstoffe im Endeffekt tatsächlich Verwendung finden, lässt sich bis jetzt allerdings nur vermuten.

Quellen:

Podcast: Donnerstag

Fabelwesen | Von Drachen und Einhörnern CheckPod – Der Podcast mit Checker Tobi

Hier wird gecheckt, warum es Fabelwesen gibt, welches das bekannteste ist und ob es sie wirklich gab.