Podcast: Mittwoch
Von Freitag auf Samstag (1. – 2. März 2024) veranstaltete der Bücherclub unter Leitung von Frau Saxl eine Lesenacht in Seligenthal. Ich, Alleyah, freute mich sehr, auch als Redakteurin der Schülerzeitung dabei gewesen zu sein, und möchte euch gerne ein paar Eindrücke geben.









Nachdem wir am Abend in der Bücherei angekommen sind, begannen alle ganz fleißig ihren Schlafplatz gemütlich und kuschelig einzurichten. Dazu gehörten natürlich Schlafsäcke und viele Decken und Kissen. Das ein oder andere Kuscheltier durfte aber auch nicht fehlen! 🙂
Als wir fertig waren, konnte man zwischen einer breiten Palette von Spielen entscheiden: Von dem berüchtigten Spiel „Werwölfe gegen Dorfbewohner“ bis Verstecken – alles Mögliche war dabei! Verschiedene Leseeinheiten boten zudem die Möglichkeit, neue Bücher kennenzulernen und sich gegenseitig vorzulesen.
Schließlich wurde es aber irgendwann spät, und die Ersten fingen schon an, vor Müdigkeit zu gähnen. Da beschloss Frau Saxl, dass wir uns fertig machen und das Licht ausschalten sollten. Nach einem abwechslungsreichen Abend kamen wir zur Ruhe, die wir dringend nötig hatten. Dennoch haben wir – wie üblich bei vielen Pyjamapartys – noch ein bisschen lesen dürfen und mit Freund*innen über Gott und die Welt geredet.
Am nächsten Morgen gab es zum Frühstück frisch zubereitete Waffeln, passend dazu eine Tasse Kaba oder Tee von Frau Kaufmann und Frau Saxl. Wie lecker!
Die Zeit verging jedoch wie im Flug – schon war es an der Zeit, am Samstagmorgen wieder nach Hause zu gehen.
Die Lesenacht des Bücherclubs wird sicherlich allen in guter Erinnerung bleiben und es war schon etwas ganz Besonderes, einmal in der Schule übernachten zu dürfen.

Jeder von uns kennt ihn und viele freuen sich auf ihn: Den Fasching. Manche nennen ihn Karneval, andere den „unsinnigen Donnerstag“. Wir verkleiden uns und spielen anderen Leuten Streiche. Doch woher kommt dieser Brauch überhaupt?
Fangen wir mit dem Begriff an. Viele kennen ihn auch unter dem Namen „Fastnacht“. Der Fasching bezeichnet die letzten Tage vor dem 40-tägigen Fasten der Christen und dann Ostern – also der letzten Nacht vor den Fasttagen. Allerdings hat der Fasching seinen Ursprung schon viel früher gehabt: Bereits vor 5000 Jahren wurde in Babylon ein siebentägiges Fest unter dem damaligen Priesterkönig Gudea gefeiert, so kann man aus Schriften von 3000 vor Christus lesen. Laut diesen Schriften feierte man damals symbolisch eine Hochzeit zwischen zwei Göttern. Die Sklaven sollen in diesen sieben Tagen ihren Herren und Herrinnen gleichgestellt gewesen sein. „Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herren Seite. Der Mächtige und der Niedere sind gleich geachtet“, so steht es in den Schriften.
So feierte man den „Fasching“ in Babylon. Doch in den Kulturen des Mittelmeerraumes lassen sich auch Ursprünge finden. In Ägypten feierte man ein ähnliches Fest für die Göttin Isis, in Griechenland feierte man das Fest „Apokries“ zu Ehren des Gottes Dionysos, welcher auch als der griechische Gott des Feierns bekannt war.
Es gibt unzählige mögliche Ursprünge für das Fest, so feierten die Römer die Saturnalien, bei dem unter anderem Konfetti verstreut wurde. Dieses Fest wird allerdings von Forschern als unwahrscheinlicher Ursprung angesehen. Viel eher glauben Forscher, den Ursprung bei den Kelten zu finden. Diese verkleideten sich vor Jahreswechsel von der kalten zur warmen Jahreshälfte als Kobolde oder Geister, um die Kälte zu vertreiben.
Forscher können also noch nicht genau sagen, wo der Ursprung für den Fasching liegt. Allerdings sind sie sich sehr sicher, dass die Kelten damit etwas zu tun haben könnten. Doch warum verkleiden? Das liegt daran, dass wir traditionell in „andere Identitäten schlüpfen“, um ausgelassen feiern zu können und bei unseren Streichen nicht aufgedeckt werden können.
Quelle: Bayrischer Rundfunk, Kleine Kinderzeitung