Podcast: Donnerstag

Heute kennen wir Sushi als schickes Trend-Essen mit Lachs, Avocado und Sojasoße. Aber ursprünglich war es etwas ganz anderes. Vor vielen Jahrhunderten wollten Menschen in Südostasien Fisch haltbar machen. Dafür legten sie ihn in gekochten Reis, der beim Gären eine Art Schutzschicht bildete. Den Reis hat man damals gar nicht mitgegessen – er war nur die „Verpackung“.
Später, in Japan, kam jemand auf die Idee, den Reis doch zu behalten und zusammen mit dem Fisch zu essen. So wurde aus dem praktischen Haltbarmachen langsam ein richtiges Gericht. Im 19. Jahrhundert erfand ein japanischer Koch dann das „Nigirizushi“ – kleine Reisbällchen mit Fisch obendrauf. Das war schnell zubereitet und perfekt für Straßenstände.
Von da an hat sich Sushi immer weiterentwickelt und ist schließlich auf der ganzen Welt beliebt geworden. Heute gibt es unzählige Sorten – und kaum jemand weiß noch, dass alles mit vergorenem Fisch im Reis angefangen hat.