Podcast: Donnerstag

Vielleicht haben einige von euch meinen Namen hier im Schülerzeitungsblog schon einmal vernommen. Bis ungefähr zur zehnten Klasse schrieb ich über alles, was mir zufällig in den Sinn kam – und heute, Jahre später, bringen mich jene Zeilen, die ich mit sechzehn Jahren und bemerkenswerter Ernsthaftigkeit zu Papier brachte, unweigerlich zum Schmunzeln.
Gedichte… wie sich ein Schreibstil doch wandeln kann! Offenbar schlummerte damals eine unentdeckte Poetin und Philosophin in mir, die ihre Zeit damit verbrachte, die Welt zu hinterfragen.
Diese Poetin gönnte sich allerdings während des Abiturs eine kleine Schreibpause – nicht etwa aus Faulheit, sondern um sich zu orientieren und in neue journalistische Gebiete vorzuwagen. Untätig war ich keinesfalls. Ich tat lediglich, wie Lady Whistledown aus der Serie Bridgerton es so treffend ausdrücken würde: Ich feilte an meinen Fertigkeiten.
Vielleicht überrascht es den ein oder anderen aber doch, dass ich ganze drei Jahre nach meinem Abschluss erneut zu diesem Blog zurückkehre. Und doch – ganz verschwunden war dieser Blog für mich nie. Wie ein stiller Begleiter im Hintergrund blieb er stets präsent, während ich in den vergangenen Jahren weiter schrieb, dazulernte und vor allem herausfand, welche Themen mich wirklich faszinieren. Ich bin mittlerweile 22 Jahre alt, doch eine Sache hat sich bei mir nie geändert: mein unermüdlicher Drang, alles zu hinterfragen. Dieses „alles“ hat inzwischen jedoch einen Namen – und er lautet „Politik“.
Zwar schweifen meine Gedanken durchaus auch zu anderen Themen, doch meine berufliche Zukunft möchte ich den vielen Facetten dieses spannungsgeladenen Feldes widmen. Erste Erfahrungen im Schreiben durfte ich bereits bei einer Zeitung sammeln – seit über einem Jahr bin ich beim Straubinger Tagblatt tätig, was mir einen riesigen Spaß bereitet.
Auch mein Studium ist ausgesprochen schreiblastig: Ich studiere Germanistik an der LMU in München, begleitet von unzähligen Seiten Lektüre und noch mehr Hausarbeiten. Doch ich kann es jedem nur ans Herz legen. Sprache lässt sich aus jeder Perspektive betrachten – Sprachgeschichte, Grammatik, Literatur… und falls jemand einmal den Wunsch verspürt, etwas auf mittelhochdeutsch zu hören: Nun, ich wäre wohl die passende Ansprechpartnerin.
Bald schreibe ich meinen Bachelor und habe mich darauf spezialisiert, wie Sprache Verschwörungsglauben schult – und wie sie in der Politik gezielt genutzt wird. Denn Worte, wie wir alle wissen, sind oft mächtiger als jede Tat.
Ich möchte diesen Blog nun umorientieren und ein neues Kapitel aufschlagen. Auch wenn Politik für Jugendliche zunächst unsagbar langweilig erscheinen mag, will ich versuchen, sie so spannend wie möglich zu gestalten. Denn ja – Politik ist trocken, umfangreich und komplex. Doch sie wird lebendig, sobald man erkennt, wie viele Meinungen aufeinanderprallen und wie sehr sie unser aller Leben beeinflusst.
Ich selbst beschäftige mich noch nicht allzu lange damit und bin keineswegs ein Profi. Doch da es mein großes Ziel ist, meinen Master in Journalismus an der LMU zu machen, steht mir in naher Zukunft ohnehin ein unter anderem politischer Wissenstest bevor. Das bedeutet: Ich muss so viel wie möglich über Innen- und Außenpolitik sowie die zentralsten Ereignisse unserer Zeit in Erfahrung bringen.
Und genau deshalb lade ich euch ein, mich auf dieser Reise zu begleiten – zunächst die Grundlagen zu entdecken und Schritt für Schritt neue Gebiete der Politik kennenzulernen. Ab und an werden meine Texte vielleicht von meinem politischen Fokus abschweifen, wenn ich der Meinung bin, ein Thema gefunden zu haben, das genaustens untersucht werden muss, doch Politik wird das Hauptthema bleiben.
Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen!😆
Jasmin Kainz☀️