Lexikonartikel: Nepal

Der Himalaya – ein Riesengebirge, das sich auch durch Nepal zieht

Heute werde ich euch etwas über Nepal, ein Land in Asien, erzählen.

Die Landessprache in Nepal heißt Nepali und wird, wie der Name schon sagt, hauptsächlich in Nepal gesprochen. Die Staatsform Nepals ist die Republik. Die Hauptstadt heißt Kathmandu und wurde um ca. 900 n. Chr. gegründet. Dort leben ungefähr 950000 Menschen. Insgesamt leben in Nepal etw. 19 Mio. Menschen. Die nepalesische Währung ist die nepalesische Rupie.

Nepal liegt in Mittelasien und der Großteil des Nordens und Ostens liegt im Himalaya – Gebirge. Zudem liegen sieben der zehn höchsten Berge der Welt in Nepal. Unter anderem auch der höchste Berg der Erde, der Mount Everest mit 8846 Metern. Ein weiterer natürlicher Gigant ist die Kali Gandaki, welche mit ca. 6000 Metern die tiefste Schlucht der Erde ist. Man sollte es sich gut überlegen, eine Expedition in diese Gegend zu machen, denn ab einer Höhe von 6000m endet durchschnittlich jede hundertste Tour tödlich.

Eine Besonderheit an Nepal sind auch die vielen Kulturen, die es dort gibt. Insgesamt wurden ungefähr 100 ethnische Gruppierungen und 124 Sprachen (Dialekte miteinbezogen) gezählt. Leider ist ein Großteil dieser Sprachen vom Aussterben bedroht. Insgesamt sprechen nur ca. 46% der nepalesischen Bevölkerung die Landessprache Nepalesi. Trotz vieler Gruppierungen sind in Nepal ca. 81% der Menschen Hindus. Ca. 9% der Menschen gehören dem Buddismus an, auch weil sich an der Grenze Nepals zu Indien die Stadt Lumbini befindet, in der angeblich Budda geboren wurde. In Nepal gibt es zudem auch noch ein Kastensystem. Das bedeutet, dass die dort lebenden Menschen in Klassen eingegliedert werden. Dieses System entwickelte sich parallel mit dem indischen, weshalb es anfangs auch diesem sehr ähnlich war. Allerdings veränderte sich das nepalesische Kastensystem mit der Zeit und weist heute kaum mehr Ähnlichkeiten mit dem Indischen auf.

Der Großteil der Nepaleser lebt auf dem Land und nur 15% der Bevölkerung leben in Städten.  Ein Großteil der auf dem Land Lebenden arbeitet als Bauern. Der Anteil der Stadtbewohner liegt lediglich bei 15%. Seit 1990 müssen sich Städte selbst verwalten und aufgrund des Fehlens von Ressourcen fällt dies fast allen Städten außer Kathmandu sehr schwer. Im Punkt Bildung befindet sich Nepal derzeit im Umbruch und bemüht sich, mehr Menschen die Gelegenheit sich zu Bildung zu geben. Auch in der Krankenversorgung und der Sterblichkeitsrate macht Nepal große Vortschritte. So wurde beispielsweise die Sterblichkeitsrate von Kinder bis zum 5. Lebensjahr in den vergangenen Jahren um circa 30% gesenkt. Die durchschnitliche Lebenserwartung von Erwachsenen konnte von 1950 bis 2017 sogar von 34 Jahren auf 70 erhöht werden.  Auch die medizinische Versorgung wird derzeit ausgebaut.

Die Kluft zwischen Stadt- und Landbevölkerung z. B. hinsichtlich Bildung  ist in Nepal sehr groß. So sind ungefähr zwei Drittel der Nepalesen Analphabeten und sogar 70% werden durch das dort vorherrschende Kastensystem gerade auch im Bezug auf Bildung benachteiligt. Aufgrund der Korruption der dortigen Polizei trauen die Nepalesen dem Staat nicht, auch wenn dieser Gesetze einführt, welche die o.g. Benachteiligung eines Menschen (vgl. Kastensystem) unter Strafe stellen. Ein Problem ist auch, dass solche Gesetze nicht beachtet werden und so vollkommen nutzlos sind. Durch dieses Kastensystem ist in Nepal Diskriminierung weit verbreitet und auch ein Grund, warum sich das Land noch immer in einem defizitären Zustand befindet. Häufig wird der brutale Umgang der Polizei mit Homosexuellen bemängelt.

Hier findet ihr noch eine interessante Doku über Nepal:

Interessant zu Wissen: Die Flagge Australiens

Heute habe ich diesen Artikel über die australische Flagge aus Wikipedia für euch:

Die Flagge Australiens ist seit dem 22. Mai 1909 die offi­zielle Natio­nal­flagge des Landes. Sie basiert auf der briti­schen Blue Ensign und kann in drei Elemente einge­teilt werden: Das linke obere Eck trägt den Union Jack, die Flagge des Ver­einigten König­reichs Groß­britan­nien und Nord­irland, als Zeichen für den Ein­fluss dieses Landes auf Austra­lien und die Zu­gehörig­keit zum Common­wealth. Links, unter dem Union Jack, steht ein großer weißer, sieben­strah­liger Stern, der Common­wealth Star genannt wird. Sechs Strah­len stehen für die ur­sprüng­lich sechs Bundes­staaten Austra­liens, der siebte für die Terri­torien. Die rechte Hälfte der Flagge zeigt eine Anord­nung von fünf weiteren weißen, unter­schied­lich großen Sternen, die das Stern­bild Kreuz des Südens reprä­sen­tieren. Einer davon ist fünf­strahlig, die übrigen vier sieben­strahlig. Der erste auf­gezeich­nete Versuch, eine „natio­nale“ Flagge für Austra­lien einzu­führen, stammt aus den Jahren 1822 und 1823 und geht auf die beiden Kapi­täne John Nichol­son und John Bingle zurück. Die Flagge, bekannt unter der Be­zeich­nung Natio­nal Colo­nial Flag, bestand aus einem weißen Tuch mit rotem Georgs­kreuz, welches an jedem Ende einen weißen Stern trug, die für das Kreuz des Südens stehen sollen.

Quelle: Wikipedia (Text), Pixabay (Bild)

Pfingsten – Mehr als nur Ferien!

Eigentlich alle Schüler kennen Pfingsten, natürlich wegen der Pfingstferien. Aber nur wenige wissen, was eigentlich dahintersteckt.

Der Name Pfingsten ist aus dem Altgriechischen abgeleitet und bedeutet „der fünfzigste Tag“, da Pfingsten exakt fünfzig Tage nach dem Osterfest gefeiert wird. Dem neuen Testament zufolge (Lk 2,1-41) soll der Heilige Geist den Aposteln und Jüngern an einem jüdischen Fest, welches Schawuot genannt wird, in Jehrusalem erschienen sein. Auch versteht man diesen Tag als Gründungstag der Kirche. Das erste Mal öffentlich erwähnt wurde Pfingsten im Jahr 130 n. Chr. Für die Juden ist dieses Fest sehr wichtig, da es die Offenbarung der Tora für die das Volk Israel bedeutet. Zudem ist Schawuot ein Erntedankfest, da es das Ende der Weizenernte markiert. Auch für Christen spielt es eine große Rolle, da es für die sie das Empfangen des von Jesus angekündigten Heilgen Geistes bedeutet.

Als Pfingstwunder wird bezeichnet, dass die Jünger lernten, in allen Sprachen zu sprechen. Das soll die Vertretenheit der Kirche auf der ganzen Welt darstellen. Eine große Rolle spielt Pfingsten vor allem in der Pfingstbewegung. Pfingsten ist ein gesetzlicher Feiertag in Deutschland, Österreich, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Luxemburg, Ungarn und Dänemark.

Patagonien: faszinierende Natur im Herzen Südamerikas

Wild und unberührt: haushoch und scharfkantig ragen die Spitzen der Eisberge des Perito-Moreno-Gletschers aus dem Wasser

Patagonien. Dieser Name sagt vermutlich den wenigsten Menschen etwas. Unter Patagonien versteht man den Teil von Südamerika, der südlich der Flüsse Rio Colorado und Rio Bio Bio liegt.

Der Rio Colorado liegt in Argentinien, der Rio Bio Bio in Chile. Es wird durch die Anden in zwei Teile geteilt, von denen einer vor allem in Chile, der andere vor allem in Argentinien liegt. Diese bestehen aus insgesamt neun Provinzen.

Patagoniens Landschaft ist vor allem die Pampa, das ist eine Grassteppe im Süden Südamerikas. Im argentinischen Teil Patagoniens ist es sehr trocken, da die Anden die Regenwolken abhalten. Im chilenischen Teil ist es jedoch feuchter und es gibt sogar einen Regenwald. An Tieren findet man hier vor allem das Guanaco, das ist ein lamaähnliches Tier, den Nandu, welcher ein Laufvogel ist, also nicht fliegen kann, und den Andenkondor. Außerdem gibt es in Patagonien zahlreiche Seen, weshalb dort viele Wasservögel, z. B. der Flamingo, zu finden sind.

Guanacos in der chilenischen Pampa

Der Name Patagonien geht auf den Entdecker Ferdinand Maggellan zurück, welcher die damaligen Ureinwohner sah, und sie „patagones“ taufte, weil sie so groß waren und Pataghon, an den er damit anlehnte, ein berühmter Riese aus Rittergeschichten war.

Malerisches Panorama im Nationalpark „Torres del Paine“

Die „Torres del Paine“: diese drei Bergspitzen gaben dem Nationalpark seinen Namen

Der „Fitz Roy“ ist 3406 Meter hoch und eines der Wahrzeichen Patagoniens

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Patagonien sind:

  • Perito-Moreno-Gletscher“: ein riesiger Gletscher, der 30 km lang ist und eine Fläche von insgesamt ca. 255 Quadratkilometern besitzt (unter dem Schutz der UNESCO)
  • Nationalpark „Torres del Paine“: Der Nationalpark ist eines der Wahrzeichen Chiles und glänzt durch die Artenvielfalt der dort lebenden Tiere. er ist nach seinem Wahrzeichen, den Torres del Paine, benannt (drei Bergspitzen)
  • Der „Fitz Roy“: ein Berg, der nach dem Kapitän des Schiffes das ihn entdeckt hat benannt ist. Er ist wie der Perito-Moreno Gletscher eine der Hauptattraktionen des Nationalparks „Los Glaciares“ und 3406 Meter hoch.

Wer mehr über Patagonien erfahren möchte, kann sich in folgender Doku des ZDF (noch) schlau(er) machen:

Syrien: mehr als nur ein Land im Bürgerkrieg

Viele kennen das Land Syrien aktuell großenteils nur wegen der negativen Schlagzeilen in den Medien, vor allem wegen des Kampfes gegen des IS oder des Diktators Assad. Doch wie kam es dazu und warum ist Syrien in vielerlei Hinsicht (gerade auch in positiver) ein ganz besonderes Land? In diesem Artikel möchte ich euch die Geschichte und generell das Land Syrien näherbringen. Beginnen wir mit der Entstehungsgeschichte und einer Reise durch die Zeit…

Geschichte – Kultur – Kriege

Wir reisen ca. 1,5 Millionen Jahre zurück, als die ersten Menschen entstanden. Dort, wo heute Deutschland ist, gab es damals noch gar keine Menschen, aber schon damals war Syrien besiedelt.

332 vor Christus dann wurde das heutige Syrien von Alexander dem Großen erobert. Doch nach dem Tode Alexanders wurde das heutige Syrien von den Seleukiden eingenommen, und zwar während den dritten und zweiten vorchristlichen Jahrhunderten.

Es kam irgendwann zum Konflikt mit Ägypten, welcher in sechs syrische Kriege ausartete. Die Seleukiden konnten sich zwar durchsetzen, wurden dann aber 63 nach Christus von den Römer besiegt. Diese nannten diese Gebiet Syria, daher kommt auch der heutige Name.

395 fiel es, als Rom geteilt wurde, an die östliche Hälfte des Reiches. Mit der Gründung des Islams im Jahre 636 fiel es bei der Schlacht am Jamuk an einen arabischen Stamm, die Umayyaden.

Syrien wechselte noch öfter den Herrscher. So fiel 1516 Syrien dann dem Osmanischen Reich zu. Diese herrschten bis 1840, wurden aber dann durch den Zerfall des Reiches abgelöst.

Schließlich gründete man Syrien als Staat im Jahr 1920 unter französischer Herrschaft. Dort kam es dann immer wieder zu Machtkämpfen, aus denen sich 1966 Hafiz al-Assad (nicht der derzeitige Präsident) herauskristallisieren konnte. Dieser stieg dann auch zum Staatspräsidenten auf. Nun folgten Kämpfe mit einer Terrormiliz namens Muslimbrüder. Im Krieg gegen diese fielen ca. 1000 Soldaten und 10000 – 30000 Zivilisten. Danach beteiligte sich Syrien auch noch an den ersten beiden Golfkriegen.

Am 10. Juni 2000 stirbt Hafiz al-Assad und sein zweitjüngster Sohn, Baschar al Assad, wurde mit einem zweifelhaften Wahlergebnis von 97,29% gewählt. Sein älterer Bruder, Basil, welcher eigentlich zum Präsidenten nominiert worden wäre, kam bei einem Autounfall 1994 ums Leben. Zuerst schien es, als wäre er liberaler als sein Vater, da er unter anderem das Internet wieder zur Benutzung freigab, doch als es vor allem in den kurdischen Städten Quamischli, Amuda und Afrin zu Protesten kam, wurden hunderte Kinder und Erwachsene verhaftet und getötet. Zudem besteht der Verdacht, dass er einen Anschlag auf den Präsidenten des Libanon plante und ausführen ließ. 2011 entbrannte in Syrien ein Bürgerkrieg, der bis heute andauert. Seit Beginn des Krieges wurden 400000 Menschen getötet. Assad bekämpft die Oppositionstruppen hart und scheut auch nicht davor zurück, sog. Fassbomben abzuwerfen, die in erster Linie der Zivilbevölkerung schaden.

Tierwelt

Die Tierwelt in Syrien ist „überschaubar“. Größere Tiere als die gängigen Nutztieren gibt es nicht mehr. Auch das Dromedar ist in Syrien nicht mehr aufzufinden. Allerdings sind die Felder von Aleppo der natürliche Lebensraum des Goldhamsters. Lediglich die Vogelwelt ist sehr artenreich, da Syrien ein wichtiges Land für Zugvögel ist. Ausserdem gibt es durch Rodung nur noch wenige Bäume und Pflanzenarten in Syrien, was es den Tieren schwer macht, geeignete „Wohnungen“ zu finden.

Syrien ist ein sehr schönes und kulturell äußerst interessantes Land, leider werden die positiven Seiten durch die Kriege und Konflikte überschattet und dadurch ein einseitiges Bild des Landes vermittelt. Wenn ihr mehr über Syrien erfahren möchtet, schaut euch folgende Dokus an:

Indien – Ein Land aus einer anderen Welt

Fast jeder kennt Indien – das Land der tausend Kulturen und Bräuche. Doch wie genau kennst du dieses Land? Ich möchte versuchen, dir in diesem Artikel das Land selbst und interessante Fakten darüber etwas näher zu bringen.

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Mit 3.287.490 Quadratkilometern ist Indien das siebtgrößte Land der Erde. Da ist es ja klar, dass es dort viel zu entdecken und bestaunen gibt. Auch kein Wunder ist es, dass in einem so großen Land viele Menschen leben, aber ca. 1.210.000.000 Einwohner sind dann doch sehr viele. Das macht es zur Demokratie mit den meisten Einwohnern. Nur in China leben noch mehr Menschen – China ist aber auch keine Demokratie.

Die indische Währung ist die Rupie. Indien weist zudem einige höchst interessante Landschaftsmerkmale auf. Ein Beispiel hierfür ist unter anderem die Wüste Thar.

Der bekannteste und längste Fluss Indiens mit 2511 km ist der Ganges. Dort wird auch von manchen eine heilige Waschung vollzogen.

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Der heilige Fluss „Ganges“

Indiens höchster Berg ist der Kangchendzönga mit 8586 m. Diese Höhe ist leicht erklärlich, da Indien an das Hochgebirge Himalaya grenzt, in welchem sich der Berg befindet.

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Das Himalaya-Gebirge

Leider wird Indien oftmals von Naturkatastrophen wie Dürren und Zyklonen heimgesucht. Indien verfügt auch über Regenwälder. Allein schon durch diese ist eine große Pflanzenvielfalt garantiert. Die indische Nationalfrucht ist übrigens die Mango.

Zudem weist Indien eine große Anzahl an Tierarten auf, sowohl nur noch selten vorkommende als auch überaus häufig auftretende. Tiere spielen auch in der dort verbreiteten Religion, dem Hinduismus, eine wichtige Rolle, da viele als heilig verehrt werden. Sie werden meist einem Gott zugeordnet. Das bekannteste heilige Tier der Inder ist die Kuh.

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Die „Heilige Kuh“ in einem indischen Tempel

Heilig sind aber auch der Affe, der Elefant, die Ratte, der Pfau, die Schlange und der Tiger, wobei der Königstiger sogar das indische Nationaltier ist. Das größte Säugetier Indiens ist der indische Elefant, sozusagen der kleine Bruder des afrikanischen Elefanten. Vorkommende Raubkatzen in Indien sind vor allem der Tiger, der Leopard und der nur noch selten anzutreffende asiatische Löwe. Ungemein selten ist der im Himalaya lebende Schneeleopard.

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Der Schneeleopard: wunderschön und bedroht

Die weit verbreiteste und bekannteste kleine Raubtierart ist der Mungo. Extrem selten ist auch das Panzernashorn, welches man nur noch in Sümpfen gelegentlich findet. Dafür leben auch umso mehr Paarhufer dort. Dazu gehören zum Beispiel Hirscharten, Wildschweine und Antilopen.

Der Staat Indien, wie wir ihn heute kennen, ist noch gar nicht so alt. Er wurde 1947 gegründet, nachdem sich das Land von den Kolonialherren, den Briten, lossagte. Die indische Kultur exisitert natürlich aber schon viel länger. In Teilen des heutigen Indiens gab es schon vor 4500 Jahren eine Hochkultur. Eine Hochkultur bedeutet quasi zivilisiertes, weiterentwickeltes Leben und Zusammenleben. Um eine Hochkultur zu sein, braucht man eine feste Religion – bei den Indern der Hinduismus – außerdem entwickelte Städte und ein geregeltes Leben in der Gemeinschaft. Zu dieser Zeit waren die meisten Menschen in Mitteleuropa nur Nomaden, das heißt, sie wanderten umher oder hatten nur kleine Dörfer, aber richtige Städte gab es zu dieser Zeit bei uns nicht. Auch eine eigene Schrift gehört zu einer Hochkultur. Natürlich hatten die eine solche, die aber bis heute nicht gänzlich entziffert worden ist. Hierzu kommt noch, dass sie bereits schon Kanalisationen, Seehäfen und Bäder hatten – ca. 2000 Jahre früher als die Römer. Ungefähr um das Jahr 500 nach Christus kam eine neue Religion nach Indien, der Islam, denn Indien wurde von den Arabern erobert. Diese gründeten dann die Mogulreiche. Viele kennen den Taj Mahal, den riesigen weißen Palast. Das ist eigentlich eine Grabmal, welches ein (islamischer) Mogul für seine Frau Mumtaz Mahal baute. 1489 entdeckte Portugal einen Seeweg nach Indien und begann es zu erobern. Ab 1505 fingen auch die anderen europäischen Mächte damit an, kleinere Küstenstützpunkte zu erobern. 1756 beginnt das Königreich Großbritannien Indien zu unterwerfen. Dabei verdränget es die Portugiesen und der englische König wird 1877 Kaiser von Indien. Die Inder begannen aber irgendwann, sich gegen die Briten zu wiedersetzen. Den entscheidenden Schritt schafften die Inder dann unter Mahatma Gandhi. Sie machten einen gewaltlosen Aufstand, das heißt, dass sie keine Waffen nutzten und auch ihre physische Kraft nicht einsetzten.

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Mahatma Gandhi: Jurist, Friedensaktivist und Gelehrter – abgedruckt auf einer indischen Banknote

Die Briten verließen zwar das Land, aber bevor sie sich endgültig zurückzogen, spalteten sie es in drei Länder auf. Der muslimische Teil wurde zu Pakistan und Kaschmir, der hinduistische Teil zu dem Indien, das wir heute kennen. Zuerst war Kaschmir ein eigenständiges Land, doch dann wurde es von Pakistan eingenommen. Da Kaschmir das aber nicht wollte, verkündete es, dass sie sich Indien anschließen wollten. Doch bis heute ist die Frage, wem Kaschmir nun gehört, nicht abschließend geklärt und das Land ist immer noch eine Krisenregion.

Nun ein paar Fakten zur Infrastruktur: Wie schon erwähnt, besitzt Indien ca. 1.148.000.000 Einwohner, wohingegen Deutschland nur ca. 82.000.000 aufbieten kann. Die Lebenserwartung in Indien ist jedoch viel geringer als in Deutschland. In Indien wird eine Frau durchschnittlich 66 Jahre alt, während eine Frau in Deutschland etwa 83 Jahre lang lebt. Die Männer in Indien haben auch nur eine Lebenserwartung von 64 Jahren, während sie in Deutschland ca. 77 Jahre leben. Die Bevölkerung in Indien ist im Durchschnitt 25 Jahre alt, in Deutschland 43.

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Harte körperliche Arbeit, mangelnde Hygiene und das Kastensystem bestimmen das Leben der Menschen in Indien: viele leben in bitterer Armut – auch Kinder!

Auch ist dort ein Viertel der Bevölkerung, das macht ca. 287.000.000 Menschen, zu arm, um sich genug Essen zu kaufen. Es gibt zwar auch in Deutschland Armut und es hat nicht jeder ein Dach über dem Kopf, doch ist das bei uns nur ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung – und es gibt Obdachlosenheime. Zudem verhungern die Menschen bei uns nicht. In Indien hingegen sind fast die Hälfte der Kinder, nämlich 46%, unterernährt. Auch sterben in Indien ca. 2,1 Mio Kinder, bevor sie ein Alter von 5 Jahren erreichen. Ein trauriger Punkt ist auch noch, dass bereits Kinder in Indien arbeiten müssen, damit sie für ihre Familien genug Geld erwirtschaften, dass sie überleben können.

Erschreckend ist auch noch, dass ein Drittel der Städte in Indien aus Elendvierteln, auch bekannt als Slums, bestehen. Man fragt sich nun, warum die armen Inder nicht einfach einen anderen Beruf ausüben oder zumindest danach streben. „Schuld“ daran ist das Kastensystem. Wie oben schon erwähnt, sind die meisten Inder Hindus. In dieser Religion gibt es viele hundert Götter und jeder hat seine Aufgabe. Darum glauben die Inder, dass sie in bestimmte Gruppen, also Kasten, hineingeboren worden sind, in welchen ihr Ansehen und Beruf gleich vorprogrammiert ist. Hier nun die Kasten im kurzen Überblick:

  • Oberste Kaste: Priester und Gelehrte
  • Zweite Kaste: Krieger und hohe Beamte
  • Dritte Kaste: Bauern und Händler
  • Vierte Kaste: Knechte und Diener (v. a. Unberührbare)

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Umweltverschmutzung und Armut sind besonders in den Städten auf den ersten Blick sichtbar.

Unberührbare sind die Ärmsten in Indien: sie dürfen – wenn überhaupt – nur die „niedersten“ Tätigkeiten ausüben (Kloaken reinigen). Unberührbare heißen auch so, weil körperlicher oder sogar Augenkontakt mit ihnen nach dem Kastenglauben dazu führen, dass man sich „beschmutzt“ fühlen und wieder „reinigen“ muss. Die Menschen, speziell die ganz Armen / Unberührbaren, nehmen die Demütigungen in ihrer Kaste, der Paria, hin, weil sie durch ihre Religion glauben, dass sie, wenn sie sterben, als Mensch oder Tier wiedergeboren werden. Das hängt davon ab, welches Karma sie sich erworben haben; das ist wie ein Sparbuch der guten und schlechten Taten, die sie in ihrem Leben begangen haben. Wenn sie dann sterben, werden die guten und schlechten Taten gegeneinander aufgewogen. Je mehr gute Taten man vollbracht hat, desto höher soll man im nächsten Leben wiedergeboren werden. Das bedeutet: wenn man in einer höheren Kaste ist, hat man in seinem vorherigen Leben viel Gutes vollbracht. Dasselbe Prinzip gibt es auch bei den unteren Kasten – nur umgekehrt.

Man vermeidet eine Vermischung der Kasten dadurch, dass man nicht untereinander heiratet. Die Trennung der Kasten ist in den Städten zwar mittlerweile nicht mehr so stark wie auf dem Land, aber es gibt sie immer noch. Auch interessant zu wissen ist, dass laut dem indischen Gesetz Mann und Frau gleichberechtigt sind. Aber es gibt viel mehr Männer als Frauen. In der Praxis gilt aber der Mann in Indien „mehr“ als die Frau. Das unterstreichen einige Beispiele:

  • Frauen sind in Indien schlechter ernährt, da der Mann bei den Mahlzeiten zuerst essen darf und darnach die Kinder essen. Die Frau bekommt lediglich das, was übrig bleibt. Da aber, wie oben schon erläutert, oftmals nur wenig zu essen da ist, bekommt die Frau also fast nichts.
  • Männer bleiben bei ihren Eltern und versorgen sie bis zum Tod. Die Frauen ziehen jedoch in den Haushalt der Männer. Das bedeutet, dass eine Familie prinzipiell nichts von einem Mädchen hat, außer dass es auch noch zusätzlich mit Essen versorgt werden muss. Deshalb versuchen solche Familien möglichst schnell, Ehemänner zu finden; damit diese die jungen Frauen heiraten wollen, muss der Vater der Braut ein Brautgeld, auch bekannt als Mitgift, zahlen. Das ist häufig mehr als das Jahreseinkommen der Familie der Braut. Da die meisten Männer nicht aus Liebe, sondern wegen des Geldes heiraten, passiert es oft, dass die Familie des Bräutigams mehr verlangt, als die Brauteltern zahlen können. Auch nach der Hochzeit kommen oft noch Geldforderungen. Leider versuchen manche Männer dann auch, wenn nichts mehr zu holen ist, die Frauen zu quälen oder gar umzubringen, weil sie dann für sie keinen Wert mehr hat und häufig nur als „Belastung“ empfunden wird.
  • In Indien haben Frauen häufig nur den „Wert“ von Dienerinnen ohne Rechte. Nicht selten werden Mädchen daher noch vor ihrer Geburt abgetrieben, was auch erklärt, warum es in Indien viel mehr Männer gibt. Jetzt wird das für die von Männern dominierte Gesellschaft aber zunehmend zum Problem.

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Ein typisches indisches Hochzeitspaar

Nun zum Abschluss noch etwas Aktuelles: Indien befindet sich seit einiger Zeit in einer Finanzkrise. Regierungschef Narenda Modi hat sogar verkündet, dass alle 500- und 1000-Rupienscheine ungültig werden. Das ist äußerst schlimm für die Bevölkerung, da 86% des Geldes aus solchen Scheinen bestanden. Darum leidet die Bevölkerung Indiens noch mehr unter Armut.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Artikel viele nützliche Informationen liefern!

Das Leben des Donald Trump

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In diesen Tagen hört man viel von Donald Trump, dem nächsten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Heute möchte ich euch eine andere Blickweise auf den Privatmenschen Trump liefern – jenseits der Skandale auf politischer Bühne:

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Artwork von Donald Trumps Konterfei

Donald Trump, geboren am 14. Juni 1946, hatte eine interessante Kindheit. Seine Eltern waren sehr vermögend, da sein Vater, Frederick Trump, durch Immobilien viel Geld verdiente. Seine Mutter, Frau Mary Anne MacLeod, stammt aus Schottland. Einer der interessantesten Fakten über Trump ist auch, dass er deutsche Wurzeln hat, da seine Großeltern väterlicherseits aus Deutschland stammen. Trump wurde früh an eine Militärschule geschickt, auf welcher er streng erzogen wurde und wenig Kontakt zu seinen Eltern hatte. Allerdings bereut Donald Trump dies nach eigener Aussage nicht. Diese Schule war auch sehr sportlich orientiert, wobei Trump sich dort gut durchsetzen konnte und auch Kapitän sämtlicher Teams wurde. Auch zeichnete er sich durch ein sehr ehrgeiziges Verhalten aus. Er heiratete dreimal, nämlich zuerst Ivana Marie Zelnícovà, danach die Schauspielerin Maria Maples, und dann Melania Knauss, jetzt Trump, mit der er noch verheiratet ist. Insgesamt ist Trump fünffacher Vater und achtfacher Großvater.

Als er schließlich erwachsen wurde, schenkte ihm sein Vater, laut eigener Aussage eine „kleine“ Startsumme, eine Million Dollar. Genaue Einzelheiten über den Betrag sind nicht bekannt. Zuerst arbeitete Trump nur im Unternehmen seines Vaters, bis er es 1974 übernahm. Er kaufte von nun an vor allem in Manhattan, New York City, Wohnungen und Grundstücke. Da er geschickt einkaufte, konnte er sich bald viel Geld und Steuernachlässe erarbeiten. Er wurde nun unter anderem in der Model- und Bekleidungsbranche tätig. Alles zusammen wurde von ihm Trump Organization genannt. Zum Hauptsitz seines Unternehmens machte er den Trump Tower, in dem sich aber auch Wohnungen befinden. Dort haben Promis wie(u.a.) Christiano Ronaldo eine Wohnung.

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Der Trump-Tower in Chicago

Auch in den Medien ist Donald Trump aktiv. Trump veröffentlichte bereits 16 Bücher wie z. B. The Art of Deal. Auch in mehreren Filmen war Trump bereits zu sehen. Er hatte beispielsweise eine Rolle in Die kleinen Superstrolche oder Kindsköpfe 2. Darüber hinaus hatte er auch einige Jahre lang täglich Auftritte im Radiosender Trumped, bei welchem er seine Meinung über das Tagesgeschehen erläuterte. Auch tritt er gelegentlich beim Fernsehsender FoxNews auf. In sozialen Netzwerken soll er laut eigenen Angaben über sieben Millionen Follower haben. Auch erhielt er im Januar 2007 einen Stern in Hollywoods berühmtem Walk of Fame.

Bereits 1988  erwähnte Trump erstmals, dass er sich als Präsidentschaftskandidat aufstellen lassen wollte. Auch das Amt des Gouverneurs von New York zog er in Erwägung. Schließlich kandidierte Trump 2016 erstmals wirklich für die Präsidentschaft unter dem Slogan „Make America great again“, welchen bereits Ronald Reagan 1980 verwendet hatte. Genauso wie Ronald Reagan gewann er die Wahl, bei der er kürzlich Hillary Clinton, die Ehefrau des früheren Präsidenten Bill Clinton,  besiegte. Doch nach der Wahl protestierten viele Amerikaner gegen Trump als Präsidenten. Dies ist nicht zuletzt auf rassistische und frauenverachtende Aussagen von ihm zurückzuführen.

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Ein Protestplakat gegen Donald Trump

In der Politik gilt Trump als absolut unerfahrender Neuling. Viele Länder fürchten, dass seine Unerfahrendheit – gepaart mit seiner Unberechenbarkeit – Konflikte in der Welt noch weiter verschlimmern könnte. Es bleibt abzuwarten, wie der nächste Präsidente der USA sein Amt ausüben wird und ob er von seiner Rolle als vermögende Privatperson Abstand hält.

Faszination Regenwald – Aber wie lange noch?

Der Regenwald auf unserem Planeten bedeckt insgesamt eine Fläche von ca. 18 Millionen Quadratkilometern. Zum Vergleich: Deutschland besitzt eine Fläche von ca. 357 Tausend Quadratkilometern.

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Luftaufnahme des Amazonas-Regenwaldes

Der Regenwald weist eine gewaltige Anzahl an Tier- und Pflanzenarten auf. Der größte Regenwald befindet sich in Südamerika, der sogenannte Amazonas-Regenwald. Zudem gibt es noch weitere große Regenwaldgebiete im Kongo-Becken und in Südostasien.

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Boot auf dem Amazo

Doch diese Faszination wird durch den Menschen bedroht. Obwohl mittlerweile nicht mehr ganz so viel Regenwald abgeholzt wird wie noch vor 10 Jahren, ist die Zahl der Fläche, die pro Jahr gerodet wird, immer noch zu hoch. Denn jedes Jahr werden ungefähr 60.000 Quadratkilometer Regenwald zerstört. Das macht durchschnittlich 35 Fußballfelder in 2 Minuten. Obwohl der Regenwald auch jetzt noch sehr groß ist, wird bald nichts mehr von ihm übrig sein. Das ist vor allem deshalb so schlimm, weil es noch viele unentdeckte Tier- und Pflanzenarten gibt, die irgendwann unwiderruflich verloren sein werden. Der Regenwald ist für den Menschen übrigens auch von weiterem großen Nutzen: er speichert große Mengen an Co², auch reguliert er den Wasserkreislauf und das Klima. Somit schadet sich der Mensch am Ende selbst, wenn er den Regenwald vernichtet.

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Brasilianische Indios (Ureinwohner) bei einer Zeremonie im Regenwald – ihrer Heimat

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Ein Koboldmaki auf einem Ast: noch ist seine Welt (zumindest hier) in Ordnung – aber wie lange noch?

Warum wird der Regenwald überhaupt abgeholzt?

Für die Industrie ist der Regenwald eine Goldgrube, da er viele Stoffe in großen Mengen besitzt. Aus dem Regenwald werden Tropenholz, Holz für die Papierherstellung, Palmöl, Aluminium und Biodiesel gewonnen. Auch wird viel gefällt, um Platz für Weideflächen und Sojaplantagen zu erhalten.

Ihr könnt dazu beitragen, diesen riesigen, vielseitigen Lebensraum selbst zu schützen. Esst beispielsweise kein Fleisch aus Regenwaldregionen. Es gibt auch noch viele andere Möglichkeiten, wie ihr dazu beitragen könnt, dieses Kleinod der Natur zu erhalten, z. B. durch Spenden an Organisationen, die sich für den Erhalt des Regenwaldes einsetzen. Aufhalten kann man die derzeitige Entwicklung allerdings dadurch wohl nicht, da das Abholzen der tropischen Wälder ein lukratives Geschäft ist. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass dieses großartige Gebiet, in dem so viele verschiedene Lebewesen existieren, nicht in ein paar Jahren schon verschwunden sein wird.

In den folgenden Dokus erhaltet ihr weitere Informationen und faszinierende Einblicke: