Den Zauberwürfel lösen – Glück oder Können?

Wer kennt ihn nicht, den bunten, scheinbar unlösbaren Zauberwürfel. Der kunterbunt verdrehte Würfel macht einige einfach schier wahnsinnig. Aber es gibt für jedes Problem eine Lösung. Auch für dieses!

Aber jetzt erst mal von vorne. Der Zauberwürfel (englisch: Rubik´s Cube) wurde 1974 von dem ungarischen Architekten und Ingenieur Ernő Rubik erfunden. Sechs Jahre darauf wurde er sogar mit dem Sonderpreis „bestes Solitärspiel“ des Kritikerpreises als Spiel des Jahres ausgezeichnet!

Bei einem Zauberwürfel handelt es sich um einen Würfel mit einer Kantenlänge von 57 mm. Es gibt allerdings auch größere oder kleinere Würfel. Der Würfel ist in Höhe, Breite und Tiefe in jeweils drei Schichten unterteilt, die sich durch 90-Grad-Drehungen um ihre jeweilige Raumachse drehen und damit zur Deckung bringen lassen. Dadurch können Position und Lage von 20 der insgesamt 26 Steine (die Steine die sich in der Mitte der jeweiligen Flächen befinden sind nicht beweglich) beliebig verändert werden. Ein Zauberwürfel hat im gelösten Zustand 6 verschieden farbige Flächen, welche meist gelb, weiß, blau, grün, rot und orange sind.

Es gibt sogar verschiedene Wettkämpfe mit genauen Regeln und verschiedenen Disziplinen (z.B. speedcubing). Nachdem der Würfel von den Schiedsrichtern kontrolliert verdreht wurde, darf der Speedcuber den Würfel 15 Sekunden lang in die Hand nehmen und inspizieren. Dabei  zählt die Inspektionszeit  nicht zur Lösungszeit. Danach müssen der Würfel abgelegt und beide Hände auf den Timer gelegt werden. Wenn die Inspektion länger als 15 Sekunden dauert,  werden dem Spieler zwei Sekunden auf die zur anschließenden Lösung benötigten Zeit hinzuaddiert (= schlechteres Zeitergebnis). Die Zeit startet, wenn die Hände vom Timer abgehoben werden und stoppt, wenn wieder beide Hände auf dem Timer liegen. Ist eine Seite nach dem Solve (= Würfel gelöst) um 45° verdreht, nachdem der Würfel gelöst wurde, werden ebenfalls zwei Sekunden hinzuaddiert.

Bei Zauberwürfel gibt es auch andere, kniffligere Formen.                                                           Hier findet ihr ein paar Beispiele:

Lösung

Solltet ihr mal wirklich nicht mehr weiter wissen, gibt es zahlreiche Videos und Artikel zur Lösung im Internet. Alle, die bereits einen Zauberwürfel problemlos lösen können, stellen sicher fest, dass es echt Spaß macht.

Ich hoffe ich konnte euch für den Zauberwürfel begeistern.

Viel Spaß beim knobeln!

Lexikonartikel: Fasching – Clown, Hexe & Co.

Leider ist schon wieder lange vorbei – der Fasching! In fast allen Geschäften türmten sich die bunten Kostüme geradezu. Für jeden war etwas dabei, für Klein und Groß. Doch jetzt der Reihe nach…

Perücke, Konfetti, Luftschlangen, Bunt

Ob Fasching, Karneval, Fastnacht: wie man es auch nennen mag, bezeichnet man doch so die Zeit vor der 40-jährigen Fastenzeit der Christen (Vorbereitung auf Ostern). Bevor die für manche entbehrlich-schwierige Fastenzeit ihren Lauf nimmt, wird nochmal richtig gefeiert.

Ursprung

Der Ursprung des Faschings lässt sich tatsächlich auf drei verschiedene Bräuche zurückführen.

1. Römischer Brauch                                                                                                                             

Das Saturnalienfest: Die wohlhabenden Herren mussten für einen Tag ihre Sklaven/innen bedienen

 

 

 

2. Germanischer Brauch                                                                  

Die Germanen wollten mit gruseligen Masken und Pelzen die bösen Geister des Winters vertreiben.

Percht, Schiachpercht, Perchtenumzug

3. Christlicher Brauch                                                                                                                           

Vor der langen Fastenzeit wird nochmal richtig gefeiert.

 

Karneval, Party, Bunt, Spaß, Deko

Manche dieser Bräuche blieben bis heute erhalten. Ganz besonders gefeiert wird der Karneval in Venedig. Jeder kennt doch bestimmt solche Masken:

Karneval, Maske, Brügge, Porträt    Venezianische, Verkleidung

Diese Masken sind aus dem venezianischen Karneval nicht wegzudenken. Auf dem klassischen Karneval dort trägt man in den großen Umzügen oft eine Bauta (Maske). Dieses Fest feierten die Venezianer auch deshalb, um für einige Zeit die Rangordnung zu vergessen; denn wer in dieser Zeit eine Maske trägt, verwandelt sich in eine andere Person. Und da alle diese Masken tragen, verschwinden gesellschaftliche Unterschiede, man wird irgendwie „gleich“.

Zurück nach Deutschland: Nicht wegzudenken aus der närrischen Zeit sind Krapfen. Das süße, frittierte Gebäck wird traditionell mit Marmelade gefüllt. Doch man macht sich oft den Spaß daraus, einen mit Senf gefüllten Krapfen unter die Normalen zu mischen.

Krapfen, Berliner, LebensmittelKrapfen Luftschlangen Konfetti Backwaren F

Senf Schale Gewürz Scharf Lebensmittel Ess

Wer gibt uns ein Zuhause? (Teil 1)

Diesen Satz hat bestimmt jeder schon einmal gehört oder gelesen – viele Tiere, vom kleinen Hamster bis zum großen Schäferhund, warten im Tierheim auf ein neues Zuhause und eine liebevolle und pflegende Hand.

Ein Tierheim ist eine Einrichtung, welche überwiegend Tiere ohne Halter aus Gründen des Tierschutzes aufnimmt, versorgt und pflegt und, wenn nötig, an neue Halter vermittelt. Tierheime gibt es weltweit. Sie nehmen nicht nur Nutz – und Haustiere auf, sondern pflegen auch wilde, z. B von deren Eltern verlassene Jungtiere, wieder gesund  und wildern diese nach deren Genesung wieder aus (darunter auch Igel oder Rehkitze). Um Tierquälerei zu vermeiden, sollen Tierheime die Bevölkerung informieren und die nutzbringende Funktion von Wildtieren vermitteln.

Grob kann man sagen, dass allein in Deutschland jährlich ca. 80.000 Hunde und 130.000 Katzen in den rund 500 deutschen Tierheimen untergebracht werden. So ist z. B. auf der Seite „Planet wissen“ der ARD nachzulesen: „Haustiere sind aus unsrem Alltag kaum wegzudenken – Tierliebe scheint uns Menschen in die Wiege gelegt zu sein. Doch es gibt auch eine Kehrseite: Gequälte, vernachlässigte oder vergessene Tiere, die ihr Leben im Tierheim verbringen müssen“

Hund, Tierheim, Tierhaltung, Tierwelt

Auch wenn man manchmal nicht nur Gutes über Tierheime hört (v.a. aufgrund Personal- und Geldmangels), sollten wir sie zu schätzen wissen, denn sie sind häufig die letzte Rettung für ausgesetzte, verletzte oder verstoßene Wild- sowie Haustiere.

Außerdem kann jeder mit der Beschaffung eines neuen Haustieres (Vorsicht bei Hunden!!!) aus dem Tierheim das Leben der Tiere um ein kleines Stück verbessern und sich selbst glücklich machen.

Tier, Katze, Porträt, Haustier, Augen

Zeitreise ins Alte Ägypten: Ägypten-Ausstellung in Rosenheim

Vom einfachen Leben eines Bauers bis hin zum luxuriösen Alltag eines Pharaos – alles konnte die Klasse 6b des Gymnasiums Seligenthals hier, zusammen mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Heigl, während einer Führung genau erklärt sehen. Mit einer originalen Aufnahme einer Nilüberschwemmung wurde die 6b wie in einem echten Nilstrom „mitgerissen“, mitten hinein in die Welt des Alten Ägyptens.

Die „Truppe“ vor dem Museum

Anschließend ging es um die Pharaonen und deren Bauten: die Pyramiden. Eine der bekanntesten ist wohl die Cheops-Pyramide (Pharao Cheops ließ sie erbauen). Sie ist so hoch, dass sie zu den Weltwundern gehört. Der Eingang der Cheops-Pyramide allein beträgt schon 14 Meter. Früher glänzte die Pyramide, da die äußeren Steine poliert waren. Doch im Mittelalter wurden die schimmernden Steine abgetragen und verarbeitet. So sieht die Cheops-Pyramide heute aus:

Ägypten, Pyramide, Kultur, Grab

 

 

 

 

 

 

Zu erkennen war ein Pharao meist an seiner Kopfbedeckung, die ein Schmuckstück, das eine Speikobra darstellte, zierte. Außerdem trug der Pharao auch einen unechten Bart. Sogar manche weibliche Pharaoninnen (z. B. Hatschepsut) trugen diesen Bart. Interessant zu wissen ist auch, dass Pharonen als Gottheiten verehrt wurden. Weitere Merkmale könnt ihr hier an der berühmten Totenmaske von Pharao  Tutanchamun sehen:

Tutanchamun, Gold, Ägypten, Pharao

Natürlich hatten auch die alten Ägypter eine Religion. Die Ägypter glaubten an mehrere Götter, z. B. Amun Re (als Sonnengott der höchste Gott), Hathor (Göttin der Liebe) usw. Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod. Doch bevor man ins Jenseits eintreten konnte, so glaubten die Ägypter, musste man mehrere Aufgaben bestehen. Eine der wichtigsten Prüfungen war wohl das Totengericht. Der schakalköpfige Gott Anubis (Hintergrund: da Schakale Aasfresser sind, gaben sie Anubis das Aussehen eines Schakals, in der Hoffnung, dies würde helfen, die Leiche des Verstorben zu schützen) führte den Verstorbenen (weiß gekleidet) vor eine Waage. Dort wog Anubis das Herz (die Ägypter dachten damals, das Herz war der Mittelpunkt des Denkens und der Taten) des Toten. War das Herz leichter als eine Feder (Zeichen für Reinheit und Warheit) und damit voller guter Taten konnte der Tote ins Jenseits eintreten. Sollte dies nicht der Fall sein und das Herz schwerer sein, wurde das Herz von einem krokodilköpfigen Mischwesen gefressen. Dadurch konnte der Tote weder weiter leben noch ins Jenseits gehen. Dieser Prozess wurde von Thot (Gott des Schreibens) notiert. Hier sieht man das Totengericht:

Ägypten, Anubis, Urteil, Gott

Um ein solches Leben nach dem Tod zu ermöglichen, musste der Körper erst konserviert bzw. mumifiziert werden, denn die Ägypter glaubten, dass die Seele in Form eines Vogels den ganzen Tag herumfliegt und dann am Abend zum Körper seines Herrn zurückkehren würde. Arme Leute wie Bauern wurden nach ihrem Tod in der Wüste vergraben. Auch sie wurden durch den Boden für die Ewigkeit haltbar gemacht. Wohlhabendere und wichtigere Persönlichkeiten wurden aufwändig über zwei Monate mumifiziert. Auch in der Ausstellung konnte man eine Mumie einer reichen Frau sehen.

Interessant ist auch das „Papier“ der Ägypter. Es wurde aus der Papyruspflanze hergestellt und sieht im fertigen Zustand so aus:

Zur Herstellung diente die Papyruspflanze:

Papyrus, Blume, Pflanze, Seggen

Weiter ging es dann mit einem spannenden Hieroglyphen-Workshop, indem die Schüler ihren Namen in Hieroglyphen auf Papyrus schreiben konnten. Hier ein paar Orginalbilder:

Allen Beteiligten hat es sehr viel Spaß gemacht. Auch ich kann einen Besuch des Museums nur empfehlen!

Frohes Neues! (Teil 1)

Schon ein bißchen ist es nun her – Silvester. Wir alle haben uns viel vorgenommen für das neue Jahr. Auch aus diesem Grund wollen wir uns den Silvestertag nochmals in Erinnerung rufen und uns mit ihm näher befassen.

Überall kracht es, bunte Feuerwerke erhellen den Nachthimmel – es ist Silvester. Doch woher kommt „Silvester“ eigentlich?

Silvester bedeutet nicht nur den letzten Tag im Jahr, sondern ist nach Papst                 Silvester dem 1., welcher heilig gesprochen wurde, benannt, Er starb am 31. Dezember 335. Laut einer Legende soll Silvester Kaiser Konstantin den Großen vom Aussatz (Lepra) geheilt haben und ihn getauft haben. Silvester ist der Schutzheilige der Haustiere und wird für eine gute Futterernte und ein gutes neues Jahr verehrt.

Papst, Kirche, Gott, Glaube

Tätigkeiten vor Mitternacht 

Zu einer der beliebtesten Beschäftigungen gehört wohl „Dinner for one“ (auch 90. Geburtstag genannt). Der englischsprachige Video-Sketch bringt fast alle jedes Jahr zum Lachen. Die ältere Dame Miss Sophie lädt zu ihrem Geburtstag nur ihre engsten Freunde ein: Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pomeroy und Mr. Winterbottom. Sie sind allerdings alle bereits verstorben, weshalb der ebenfalls schon ältere Butler James deren Rollen übernehmen muss und auch in deren Rollen immer wieder mit Miss Sophie anstoßen. Einer der Running Gags ist, dass der immer stärker betrunkene James ständig über den Kopf eines ausgelegten Tigerfells stolpert.

Als Abendessen gibt es in vielen Familien Fondue (Fleisch gebraten in einem am Tisch stehenden Topf voller heißem Öl); man kann auch Brot, Gemüse oder sogar Obst in geschmolzenen Käse tauchen = Käsefondue)

Käsefondue:

Zu manchen Silvesterfeiern gehört auch das traditionelle Bleigießen: flüssiges Blei wird in kaltes Wasser gegossen, die erstarrten Bleifiguren werden nun mit Symbolen verglichen, z. B. Löwe für Stärke und Mut. Die Bedeutungen sind dann eine Art „Vorhersage“ für das neue Jahr.

Mitternacht Uhr, 5 Vor 12, Fünf Vor Zwölf, Uhrzeiger                                                                                                                                              

Um Mitternacht wird dann traditionell ein Feuerwerk abgeschossen und auf das neue Jahr angestoßen. Danach wird meist noch lange gefeiert. 

Silvester, Leipzig, Feuerwerk, Feuer

Begeisterung pur: Ausflug der Musiker in die Münchner Philharmonie

Zu einem bezaubernden Konzert für Klavier und Orchester von Sergej Rachmaninow (Nr. 4 in g-Moll op. 40) ging es am 19.10.2017 um 19:00 Uhr für die Schüler des Gymnasiums Seligenthal und des Hans-Carossa-Gymnasiums nach München.

Hautnah über der Bühne konnten die Schüler das Konzert in vollen Zügen genießen. Anschließend ging es, nach einer Pause, mit einem kräftigen „Tatatata-Tatatata“ aus einem der berühmtesten Meisterwerke von Ludwig van Beethoven weiter: die 5. Symphonie (c-Moll op. 64). Fast jeder kennt sie! Beethoven brachte diese Glanzleistung hervor – und das, obwohl er schon taub war!

Beethovens 5. Symphonie in einer Fassung der Wiener Philharmoniker

Unter der Leitung des Dirigenten Valery Gergiev spielten die Münchner Philharmoniker zur Höchstform auf und faszinierten so das junge Publikum. Die Begeisterung der Jugendlichen zeigt, dass die klassische Musik einen wohlverdienten Platz neben der Rock- und Popmusik hat.