Zeitreise ins Alte Ägypten: Ägypten-Ausstellung in Rosenheim

Vom einfachen Leben eines Bauers bis hin zum luxuriösen Alltag eines Pharaos – alles konnte die Klasse 6b des Gymnasiums Seligenthals hier, zusammen mit ihrer Geschichtslehrerin Frau Heigl, während einer Führung genau erklärt sehen. Mit einer originalen Aufnahme einer Nilüberschwemmung wurde die 6b wie in einem echten Nilstrom „mitgerissen“, mitten hinein in die Welt des Alten Ägyptens.

Die „Truppe“ vor dem Museum

Anschließend ging es um die Pharaonen und deren Bauten: die Pyramiden. Eine der bekanntesten ist wohl die Cheops-Pyramide (Pharao Cheops ließ sie erbauen). Sie ist so hoch, dass sie zu den Weltwundern gehört. Der Eingang der Cheops-Pyramide allein beträgt schon 14 Meter. Früher glänzte die Pyramide, da die äußeren Steine poliert waren. Doch im Mittelalter wurden die schimmernden Steine abgetragen und verarbeitet. So sieht die Cheops-Pyramide heute aus:

Ägypten, Pyramide, Kultur, Grab

 

 

 

 

 

 

Zu erkennen war ein Pharao meist an seiner Kopfbedeckung, die ein Schmuckstück, das eine Speikobra darstellte, zierte. Außerdem trug der Pharao auch einen unechten Bart. Sogar manche weibliche Pharaoninnen (z. B. Hatschepsut) trugen diesen Bart. Interessant zu wissen ist auch, dass Pharonen als Gottheiten verehrt wurden. Weitere Merkmale könnt ihr hier an der berühmten Totenmaske von Pharao  Tutanchamun sehen:

Tutanchamun, Gold, Ägypten, Pharao

Natürlich hatten auch die alten Ägypter eine Religion. Die Ägypter glaubten an mehrere Götter, z. B. Amun Re (als Sonnengott der höchste Gott), Hathor (Göttin der Liebe) usw. Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod. Doch bevor man ins Jenseits eintreten konnte, so glaubten die Ägypter, musste man mehrere Aufgaben bestehen. Eine der wichtigsten Prüfungen war wohl das Totengericht. Der schakalköpfige Gott Anubis (Hintergrund: da Schakale Aasfresser sind, gaben sie Anubis das Aussehen eines Schakals, in der Hoffnung, dies würde helfen, die Leiche des Verstorben zu schützen) führte den Verstorbenen (weiß gekleidet) vor eine Waage. Dort wog Anubis das Herz (die Ägypter dachten damals, das Herz war der Mittelpunkt des Denkens und der Taten) des Toten. War das Herz leichter als eine Feder (Zeichen für Reinheit und Warheit) und damit voller guter Taten konnte der Tote ins Jenseits eintreten. Sollte dies nicht der Fall sein und das Herz schwerer sein, wurde das Herz von einem krokodilköpfigen Mischwesen gefressen. Dadurch konnte der Tote weder weiter leben noch ins Jenseits gehen. Dieser Prozess wurde von Thot (Gott des Schreibens) notiert. Hier sieht man das Totengericht:

Ägypten, Anubis, Urteil, Gott

Um ein solches Leben nach dem Tod zu ermöglichen, musste der Körper erst konserviert bzw. mumifiziert werden, denn die Ägypter glaubten, dass die Seele in Form eines Vogels den ganzen Tag herumfliegt und dann am Abend zum Körper seines Herrn zurückkehren würde. Arme Leute wie Bauern wurden nach ihrem Tod in der Wüste vergraben. Auch sie wurden durch den Boden für die Ewigkeit haltbar gemacht. Wohlhabendere und wichtigere Persönlichkeiten wurden aufwändig über zwei Monate mumifiziert. Auch in der Ausstellung konnte man eine Mumie einer reichen Frau sehen.

Interessant ist auch das „Papier“ der Ägypter. Es wurde aus der Papyruspflanze hergestellt und sieht im fertigen Zustand so aus:

Zur Herstellung diente die Papyruspflanze:

Papyrus, Blume, Pflanze, Seggen

Weiter ging es dann mit einem spannenden Hieroglyphen-Workshop, indem die Schüler ihren Namen in Hieroglyphen auf Papyrus schreiben konnten. Hier ein paar Orginalbilder:

Allen Beteiligten hat es sehr viel Spaß gemacht. Auch ich kann einen Besuch des Museums nur empfehlen!