Neue Rubrik in der Seitenleiste!

Liebe Fans,

wir haben ein exklusives neues Angebot für euch. In der Seitenleiste gibt es ab sofort die Rubrik „Sondersendung der Woche“ zu aktuellen Themen. Los geht es diese Woche mit einem Beitrag zum Thema Ukraine-Krieg. Die Sendung beleuchtet, wie Kinder im Krieg leben. Schaut vorbei!

Herzliche Grüße – Euer Team der Online-Schülerzeitung

„Menschenrechte: Warum der 10. Dezember uns alle betrifft“

Am 10. Dezember feiern wir den Tag der Menschenrechte, denn an diesem Datum wurde 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von den Vereinten Nationen verabschiedet. Diese Rechte – wie Freiheit, Gleichheit und Sicherheit – gelten für jeden Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Geschlecht. Doch in vielen Teilen der Welt werden sie immer noch missachtet. 

„Jeder hat das Recht, Rechte zu haben.“ (Hannah Arendt)

Menschenrechte sind grundlegende Rechte, die sich aus der Würde des Menschen ableiten lassen. In Deutschland wird dies durch Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes betont: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Um die Menschenwürde zu schützen, stehen jedem Menschen unveräußerliche und unteilbare Rechte zu. Dazu gehören das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit. Zu den Menschenrechten zählen außerdem bürgerliche und politische Freiheits- und Beteiligungsrechte, wie etwa die Religionsfreiheit, die Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie die Gleichheit vor dem Gesetz.

„Kulturen, die keine Menschenrechte achten, wird man verachten.“ (Monika Kühn-Görg)

Die Europäische Menschenrechtskonvention, die den Schutz der Rechte aller in Europa lebenden Menschen vorsieht, wurde von mehr als 47 Staaten unterzeichnet. Trotzdem werden Menschenrechte in vielen Ländern missachtet, oft sogar von Staaten, die entsprechende Verträge ratifiziert haben und sich formal zu deren Einhaltung verpflichtet haben. Menschen werden aus politischen Gründen inhaftiert, gefoltert oder sogar zum Tode verurteilt. Dies geschieht beispielsweise in Ländern wie Russland, China oder Pakistan. Im Irak werden die Menschenrechte besonders schwer verletzt. Dagegen gelten Island und Norwegen als die Länder, in denen die Menschenrechte am besten gewahrt werden. Deutschland belegt in diesem Vergleich den zehnten Platz.

„Fortschritt – auch in Sachen Menschenrechte-entwickelt sich immer über Krisen.“ (Tom Koenigs)

Am vom Europarat und dem Obersten Gerichtshof Litauens organisierten „Vilnius-Dialog“ nahmen unter anderem Präsidentinnen und Präsidenten, Richterinnen und Richter sowie Journalistinnen und Journalisten aus Litauen, Lettland, Estland, Luxemburg, Polen, Slowenien und der Ukraine teil. Die zentrale Botschaft der Konferenz lautete: „Die wirksame Umsetzung von Urteilen und Empfehlungen des Europarats kann dazu beitragen, Bedrohungen für die Demokratie zu verhindern und effektiv zu bekämpfen.“ Darüber hinaus riefen die Teilnehmenden die Mitgliedsstaaten dazu auf, weiterhin das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Fragen der Meinungsfreiheit zu fördern und zu schärfen.

Die Menschenrechte spielen außerdem eine entscheidende Rolle in der Migrationsdebatte, indem sie die Frage aufwerfen, wie die Rechte von Migrantinnen und Migranten gewahrt werden können und welche möglicherweise verletzt werden, wenn Migration in ein anderes Land erfolgt.

„Menschenrechte kann man nicht wie einen Lichtschalter anknipsen.“ 

Das Thema Menschenrechte ist aktueller denn je – mit einem Krieg direkt in Europa und den anhaltenden Krisen im Nahen Osten. Das zeigt uns, dass wir nicht nur für unsere eigenen Rechte, sondern vor allem für die Menschenrechte derjenigen kämpfen müssen, die täglich Hunger, Gewalt und Hass ausgesetzt sind. Es ist ein fortwährender Prozess. Denn hier in Deutschland betrachten wir es als selbstverständlich, ausreichend Essen und Trinken zu haben, keine Angst vor willkürlicher Gewalt zu verspüren und nicht unter der Bombardierung fremder Mächte zu leiden. Die Kriegsverbrechen in der Ukraine und in Palästina schärfen unser Bewusstsein für den unermüdlichen Kampf um die Menschenrechte, die jedem Menschen zustehen.

Deshalb gilt: „Menschenrechte kann man nicht wie einen Lichtschalter anknipsen.“

Teste dein Wissen: Suchsel zu den Menschenrechten! Wie gut kennst du die wichtigsten Begriffe rund um Menschenrechte? Unser Suchsel enthält zehn Begriffe. Findest du sie alle? Ein spannender Weg, um dein Wissen zu überprüfen und die Menschenrechte besser kennenzulernen!

Redaktion: „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“- AG

https://www.coe.int/de/web/portal/-/-vilnius-dialogue-launches-public-debate-on-freedom-of-expression-in-europe

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/menschenrechtsbildung/was-sind-menschenrechte

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/asyl-und-migration

https://www.igfm.de/laender/

https://www.coe.int/de/web/impact-convention-human-rights/countries

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1399132/umfrage/ranking-der-20-staaten-mit-hoechsten-bewertung-der-menschenrechte-nach-fsi/

EXKLUSIV: Vorlesewettbewerb 2024

Am Montag, 02.12.2024, fand der diesjährige Vorlesewettbewerb der 6. Klassen statt. Die vier besten Vorleserinnen und der beste Vorleser aus den 6. Klassen traten in der Aula an. Am Ende konnte der 1. Platz aber natürlich nur an einen einzigen Schüler gehen. Wer den 2. Platz gemacht hat und welche Drittplatzierten es gab, erfahrt ihr hier. Wir haben den Vorlesewettbewerb auch teilweise mitdokumentiert, damit ihr ihn ebenfalls „nacherleben“ könnt. Leider machte uns heuer die Technik einen Strich durch die Rechnung, sodass die Videoaufnahmen entweder nicht gespeichert wurden oder ohne Ton waren.

Für klassisch-musikalische Untermalung war, wie es sich für eine „Lesung“ gehört, gesorgt!

Unsere Schulleiterin Frau Weger bei der Eröffnung der Veranstaltung

Gelesen wurde aus folgenden Büchern:

  • Lorenz Gewieser, 6a: Michael Ende – Die unendliche Geschichte
  • Leonie Diehl, 6b: Liz Kessler – Plötzlich unsichtbar
  • Maya Blattner, 6c: Lloyd Alexander – Taran im Land der dunklen Mächte
  • Emiliana Schweiger, 6d: Emma Flint – Mein Leben ist ganz großes Kino
  • Marie Pilsl, 6e: Rick Riordan – Percy Jackson Band I

20. November: Tag der Kinderrechte

Der 20. November ist ein ganz besonderer Tag: An diesem Datum im Jahr 1989 wurde die UN-Kinderrechtskonvention von den Vereinten Nationen verabschiedet. Sie ist das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz der Rechte von Kindern und sichert ihnen grundlegende Rechte wie das Recht auf Bildung, Schutz vor Gewalt, Gesundheit und Mitbestimmung zu. Heute gilt sie als eines der erfolgreichsten Menschenrechtsabkommen weltweit und wird jedes Jahr am 20. November gefeiert, um auf die Bedeutung der Kinderrechte aufmerksam zu machen. Passend zu diesem wichtigen Anlass hat die Klasse 9D in Politik und Gesellschaft Erklärvideos erstellt. In ihren Beiträgen erklären sie die Arbeit von UNICEF und beleuchten, was die UN-Kinderrechtskonvention genau bedeutet.

Girls’Day 2024 an der Hochschule Landshut

Am Donnerstag, den 25.04.2024, fand zum 23. Mal der bundesweite Girls’Day bzw. Boys’Day statt. Ich durfte in der Hochschule Landshut, die mehrere tolle Workshops angeboten hatte, an einem Projekt zum Thema „Automobilindustrie – Eigenschaften eines Zukunftsautos“ teilnehmen.

Nach der Registrierung bekamen wir unsere Namensschilder ausgehändigt und trafen uns mit allen Teilnehmerinnen zu einer Begrüßungsrede der stellvertretenden Frauenbeauftragten Frau Prof. Dr. Höling und der Vizepräsentin für Studium und Lehre, Frau Prof. Dr. Dollinger. Dann wurden uns die Leiter und Leiterinnen der Workshops vorgestellt, die uns dann kurz erklären, wo sie an dieser Hochschule tätig sind. Anschließend sind wir den entsprechenden Workshop-Leitern und -Leiterinnen in die Räume gefolgt, in denen wir die Kurse hatten.

In dem Workshop Automobilindustrie hat sich unser Leiter, Herr Prof. Dr. Röh, zuerst vorgestellt, und uns dann erklärt, was wir in diesem Kurs lernen werden. Anschließend stellten wir uns selber vor und erklärten, warum wir uns für diesen Workshop gemeldet haben und was wir alles lernen möchten. Im Anschluss wurde uns erklärt, welche Zweige man belegen kann, wenn man sich für den Studiengang Maschinenbau entscheidet. Danach haben wir uns darüber unterhalten, wie man eine Thermoskanne bauen muss, damit sie funktioniert und der Inhalt nicht ausläuft. Anschließend besuchten uns drei Studentinnen aus dem 6. Semester der Automobilwirtschaft und -technik. Sie sprachen über ihr Studium und beantworteten unsere Fragen. In der Zwischenzeit interviewte ein Fernsehteam unseren Kursleiter und machte Filmaufnahmen von unserem Workshop. Dann haben wir uns angeschaut, welche Eigenschaften ein Auto hat, wie man es umweltfreundlicher machen kann oder auch welche Vor- und Nachteile ein (E-) Auto mit sich bringt. Zum Schluss erarbeiteten wir mit Herrn Röh verschiedene Eigenschaften eines Autos, die den Oberthemen wie zum Beispiel Sicherheit, Komfort/Bequemlichkeit, Umweltschutz usw. zugeordnet werden konnten.

Nachdem wir alle zusammen in den Hörsaal zurückgekommen sind, erzählte uns der Hochschulpräsident Herr Prof. Dr. Pörnbacher Interessantes zum Girls’Day und der Hochschule und dann war mittags der Girls’Day/Boys’Day auch schon vorbei.

Einmal in einen Studiengang reinzuschnuppern, den eher mehr Jungen als Mädchen besuchen, war eine interessante Erfahrung und ich hoffe, dass sich viele Mädchen und Jungen motivieren lassen, einen Beruf auszuüben, in dem sie – unabhängig vom geschlechtstypischen Klischee – ihre Erfüllung finden. Denn egal ob MINT oder Soziale Arbeit, jeder kann in jedem Bereich tätig werden!

„Verehrt – Verfolgt – Vergessen“ – Wanderausstellung des FC Bayern macht Station in Seligenthal

Durch Vermittlung der Landtagsabgeordneten Ruth Müller gelang es, die Wanderausstellung des FC-Bayern im April für eine Woche nach Seligenthal zu holen. Unter dem Titel „Verehrt – Verfolgt – Vergessen“ widmet sich die Ausstellung den jüdischen Vereinsmitgliedern und zeigt anhand ausgewählter Biografien auf, wie jüdische Funktionäre, Spieler und Unterstützer ab 1933 systematisch ausgegrenzt, verfolgt und nicht selten in den Konzentrationslagern getötet wurden.

Die Ausstellung in der Aula wurde von zahlreichen Klassen der Mittel- und Oberstufe besucht und fand großes Interesse bei den Schülerinnen und Schülern. Am letzten Tag der Ausstellung besuchte Landtagsabgeordnete Ruth Müller (SPD) zusammen mit Karin Hagendorn persönlich die Schule, um im Rahmen einer Gedenkstunde, zu der auch der Vorstandsvorsitzende der Schulstiftung Fritz Wittmann und Geschäftsführer Carsten Riegert kamen, mit Schülerinnen und Schülern das Gespräch zu suchen.

Zu Beginn der Gedenkstunde ging Schulleiterin Ursula Weger kurz auf die damalige Ursache des Antisemitismus im Dritten Reich ein, dessen Basis eine perfide Rassenideologie war, die Menschen nicht nach ihrem Charakter oder ihrer Leistung beurteilte, sondern entsprechend ihrer Herkunft, die kein Mensch bestimmen oder verändern kann, in akzeptierte Mitglieder der Volksgemeinschaft und in verachtete und zur Vernichtung freigegebene angebliche Feinde des deutschen Volkes einteilte. Dabei zeige die Ausstellung eindringlich, dass kein Bereich des gesellschaftlichen Lebens davon ausgenommen blieb. Leider sei Antisemitismus aber keine historische Erscheinung, sondern auch heute in Form einer willkürlichen Ausgrenzung und Abwertung präsent. Deshalb sei es wichtiger denn je, eine Haltung zu leben, die den Anspruch eines jeden Menschen auf seine Grundrechte, auf Achtung und Wertschätzung betont. Nur so könnten Diskriminierung jeglicher Art, Rassismus, Unterdrückung und Ausbeutung überwunden werden – eine notwendige Utopie für ein friedliches Zusammenleben der Menschen auf dem Planeten Erde und für das Lösen globaler Aufgaben und Probleme.

Robert Stefan, Lehrer für Deutsch, Geschichte und Politik und Gesellschaft, der auch die Moderation der Gedenkstunde übernommen hatte, schilderte danach eindringlich, wie intensiv die Schülerinnen und Schüler sich mit der Ausstellung auseinandergesetzt hätten. Gerade die Einzelschicksale, gleich ob es sich um den Vereinspräsidenten Kurt Landauer oder z.B. um den Bruder des Schriftstellers Lion Feuchtwanger handelt, hätten die Jugendlichen sehr bewegt. Eine Weltkarte mit einem Überblick über Flucht und Emigration von über 100 Vereinsmitgliedern zeigt das Ausmaß und die Systematik der Verfolgung. Dabei hätten sich die Jugendlichen immer wieder die Frage nach der Rolle der „arischen“ Mitglieder gestellt, die durch ihr Verhalten vom Wegschauen bis zur aktiven Unterstützung diese Ausgrenzung tagtäglich möglich machten – ein Aspekt, den die Schülerinnen und Schüler bei den Tafeln der Ausstellung vermissten. Gerade das Beleuchten des „sozialen Alltags der Ausgrenzungsgesellschaft“ – ein Begriff des Soziologen Harald Welzer – sei aber notwendig, um heute „entschlossen gegen jede Form von Unterdrückung und Intoleranz einzutreten und eine Kultur der Solidarität, des Respekts und der Vielfalt zu fördern, wie sie der FC Bayern heute wieder vorlebt.“

Ruth Müller zeigte sich sehr beeindruckt von der tiefen Auseinandersetzung der Jugendlichen mit der Ausstellung, die sie ganz persönlich für so wichtig fand, dass sie sich zusammen mit Frau Hagendorn für die Präsentation an vielen Schulen eingesetzt habe. Gerade der Zugang über den Sport ermögliche neue Aspekte auf das schwierige Thema. Dabei ermutigte Sie die Schülerinnen und Schüler, ihre Wünsche bezüglich einer Darstellung des Verhaltens der arischen Mitglieder an den FC Bayern heranzutragen. Die Landtagsabgeordnete stellte sich gern den Fragen der Jugendlichen und richtete einen leidenschaftlichen Appell an alle, ihre Zukunft durch politische Beteiligung, ob als

Wähler oder als zukünftige Mandatsträger in z.B. kommunalpolitischen Gremien, mitzugestalten. Die intensive Auseinandersetzung mit unserer eigenen Geschichte lehre uns, die richtigen Schlüsse für die Gegenwart und die Zukunft zu ziehen. Umso wichtiger sei es, populistische Parolen zu erkennen und zu hinterfragen. Unsere Demokratie sei oft mühsam beim Ringen um die beste Lösung und finde oft nur Kompromisse statt 100-Prozent-Lösungen, doch Demokratie habe immer alle Menschen im Blick und nicht nur das Wohl einiger Weniger zum Ziel – und dafür lohne es sich immer, zu kämpfen.

Die musikalische Umrahmung der Veranstaltung übernahmen die beiden Schülerinnen Emilia Zwengauer aus der Klasse 10a und Lara Walter aus der Klasse 9a am Klavier und an der Querflöte mit einem russischen Zigeunerlied von Wilhelm Popp, ein sehr passendes und mit großem Können vorgetragenes Stück, das zum Nachdenken einlud.

Ein herzlicher Dank geht an alle, die zum Gelingen dieser Gedenkstunde beigetragen haben, und vor allem an Landtagsabgeordnete Ruth Müller und Karin Hagedorn, denen wir diese Bereicherung unseres Unterrichts in Politik und Gesellschaft verdanken.

Ursula Weger

Seligenthal gewinnt erneut 2x beim Wettbewerb der bpb

Im Rahmen des jährlich wiederkehrenden Wettbewerbs der Bundeszentrale für politische Bildung konnte unser Gymnasium erneut zwei beachtliche Gewinne erzielen. Die 10d sicherte sich einen Geldpreis von insgesamt 300€ in der Rubrik „Politik brandaktuell“ zu.

Wir gratulieren ganz herzlich und stellen die beiden Siegerbeiträge hier zur Ansicht ein! Es handelt sich dabei um ein Erklärvideo zum Thema „Gewalt in der Pflege“ und eine illustrierte Dokumentation zur Cannabislegalisierung.

Weitere Wettbewerbsbeiträge finden sich in den kommenden Wochen immer donnerstags.