Meinung: Stell dir vor, es ist Krieg – und keiner geht hin!

ein Gastbeitrag von Jasmin Kainz

Was ist eigentlich ein Krieg?

Sie prägen unsere Nachrichten, unsere Medien und immense Teile unserer Politik, während sie doch gleichzeitig als eines der schlimmsten Verbrechen gelten. Ist das nicht ironisch? Kriege gibt es mittlerweile auf fast allen Kontinenten der Erde, ihre zeitliche Dauer reicht von wenigen Tagen bis über mehrere Jahrzehnte und doch, obwohl es doch so unglaublich schlimm ist, schafft es die Menschheit nicht, Kriege zu beenden. Was sagt das über uns als Menschen aus? Ich habe mich ewig in den Fragereien nach der Sinnhaftigkeit eines Krieges verloren, doch bin immer in derselben Sackgasse gelandet: Es gibt keinen Zweck. Ich stell mir immer vor, es ist Krieg und keiner geht hin, doch so läuft das auf der Welt anscheinend nicht. Der Ukrainekrieg jährte sich am 24.02.2026 zum vierten Mal, der Krieg in Israel ist mittlerweile auch nichts Neues mehr und was Taiwan droht, wage ich nicht aufzuschreiben. Krieg gibt und gab es schon immer und scheint so zu unserer Geschichte und unserer Politik dazuzugehören, dass es eine „Anleitung“ gibt, wie Kriege richtig geführt werden.

Was ist ein Krieg?

Kriege gelten seit 1945 eigentlich als verboten – und dennoch prägen sie bis heute die Weltpolitik. Um diesen Widerspruch zu verstehen, muss man zunächst klären, was im Völkerrecht überhaupt als Krieg gilt.

Die Bundeszentrale für politische Bildung definiert Krieg als einen organisierten, mit Waffen ausgetragenen Konflikt zwischen Staaten oder gesellschaftlichen Gruppen. Nach der UN-Charta darf kein Staat militärische Gewalt gegen einen anderen einsetzen. Nur in Ausnahmefällen, etwa zur Selbstverteidigung oder mit Zustimmung der Vereinten Nationen, ist militärisches Handeln erlaubt.

Im modernen Völkerrecht spricht man jedoch meist nicht mehr von „Krieg“, sondern von einem internationalen bewaffneten Konflikt. Ein solcher beginnt bereits, wenn Streitkräfte eines Staates militärische Gewalt gegen einen anderen Staat anwenden – auch ohne offizielle Kriegserklärung. Damit gelten sofort Regeln, die Menschen im Krieg schützen sollen.

Denn selbst im Krieg ist nicht alles erlaubt. Das humanitäre Völkerrecht versucht, Gewalt zu begrenzen: Zivilisten dürfen nicht absichtlich angegriffen, Kriegsgefangene nicht misshandelt und Hunger nicht als Waffe eingesetzt werden. Ein Krieg kann also stattfinden – seine Durchführung kann dennoch gegen internationales Recht verstoßen.

Dass diese Regeln in der Realität immer wieder gebrochen werden, zeigt sich in den aktuellen Konflikten – etwa in der Ukraine, im Gazastreifen oder in vielen anderen Regionen der Welt. Kriege entstehen selten aus nur einem einzigen Grund. Häufig treffen Machtinteressen, Sicherheitsängste, politische Ziele, wirtschaftliche Interessen und historische Konflikte aufeinander. Staaten verfolgen eigene Vorstellungen von Sicherheit oder Einfluss, während andere sich dagegen verteidigen.

Vielleicht beginnt ein Krieg deshalb nicht nur mit Strategien oder politischen Entscheidungen, sondern oft auch mit ungestillter Machtgier, Misstrauen, Angst oder dem Gefühl einer Bedrohung. Vielleicht ist ja tatsächlich was an dem Zitat aus dem Film 300 dran: „Und so beginnt Krieg – wie alle Kriege beginnen: durch eine Kränkung.“

Zurück zum Blog – mit neuen Themen

Vielleicht haben einige von euch meinen Namen hier im Schülerzeitungsblog schon einmal vernommen. Bis ungefähr zur zehnten Klasse schrieb ich über alles, was mir zufällig in den Sinn kam – und heute, Jahre später, bringen mich jene Zeilen, die ich mit sechzehn Jahren und bemerkenswerter Ernsthaftigkeit zu Papier brachte, unweigerlich zum Schmunzeln.


Gedichte… wie sich ein Schreibstil doch wandeln kann! Offenbar schlummerte damals eine unentdeckte Poetin und Philosophin in mir, die ihre Zeit damit verbrachte, die Welt zu hinterfragen.
Diese Poetin gönnte sich allerdings während des Abiturs eine kleine Schreibpause – nicht etwa aus Faulheit, sondern um sich zu orientieren und in neue journalistische Gebiete vorzuwagen. Untätig war ich keinesfalls. Ich tat lediglich, wie Lady Whistledown aus der Serie Bridgerton es so treffend ausdrücken würde: Ich feilte an meinen Fertigkeiten.
Vielleicht überrascht es den ein oder anderen aber doch, dass ich ganze drei Jahre nach meinem Abschluss erneut zu diesem Blog zurückkehre. Und doch – ganz verschwunden war dieser Blog für mich nie. Wie ein stiller Begleiter im Hintergrund blieb er stets präsent, während ich in den vergangenen Jahren weiter schrieb, dazulernte und vor allem herausfand, welche Themen mich wirklich faszinieren. Ich bin mittlerweile 22 Jahre alt, doch eine Sache hat sich bei mir nie geändert: mein unermüdlicher Drang, alles zu hinterfragen. Dieses „alles“ hat inzwischen jedoch einen Namen – und er lautet „Politik“.
Zwar schweifen meine Gedanken durchaus auch zu anderen Themen, doch meine berufliche Zukunft möchte ich den vielen Facetten dieses spannungsgeladenen Feldes widmen. Erste Erfahrungen im Schreiben durfte ich bereits bei einer Zeitung sammeln – seit über einem Jahr bin ich beim Straubinger Tagblatt tätig, was mir einen riesigen Spaß bereitet.
Auch mein Studium ist ausgesprochen schreiblastig: Ich studiere Germanistik an der LMU in München, begleitet von unzähligen Seiten Lektüre und noch mehr Hausarbeiten. Doch ich kann es jedem nur ans Herz legen. Sprache lässt sich aus jeder Perspektive betrachten – Sprachgeschichte, Grammatik, Literatur… und falls jemand einmal den Wunsch verspürt, etwas auf mittelhochdeutsch zu hören: Nun, ich wäre wohl die passende Ansprechpartnerin.
Bald schreibe ich meinen Bachelor und habe mich darauf spezialisiert, wie Sprache Verschwörungsglauben schult – und wie sie in der Politik gezielt genutzt wird. Denn Worte, wie wir alle wissen, sind oft mächtiger als jede Tat.
Ich möchte diesen Blog nun umorientieren und ein neues Kapitel aufschlagen. Auch wenn Politik für Jugendliche zunächst unsagbar langweilig erscheinen mag, will ich versuchen, sie so spannend wie möglich zu gestalten. Denn ja – Politik ist trocken, umfangreich und komplex. Doch sie wird lebendig, sobald man erkennt, wie viele Meinungen aufeinanderprallen und wie sehr sie unser aller Leben beeinflusst.
Ich selbst beschäftige mich noch nicht allzu lange damit und bin keineswegs ein Profi. Doch da es mein großes Ziel ist, meinen Master in Journalismus an der LMU zu machen, steht mir in naher Zukunft ohnehin ein unter anderem politischer Wissenstest bevor. Das bedeutet: Ich muss so viel wie möglich über Innen- und Außenpolitik sowie die zentralsten Ereignisse unserer Zeit in Erfahrung bringen.
Und genau deshalb lade ich euch ein, mich auf dieser Reise zu begleiten – zunächst die Grundlagen zu entdecken und Schritt für Schritt neue Gebiete der Politik kennenzulernen. Ab und an werden meine Texte vielleicht von meinem politischen Fokus abschweifen, wenn ich der Meinung bin, ein Thema gefunden zu haben, das genaustens untersucht werden muss, doch Politik wird das Hauptthema bleiben.


Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Lesen!😆

Jasmin Kainz☀️

Lexikonartikel: Die sieben Weltwunder

Ein Gastbeitrag von Yousif Alosi, 6b

Bei den Völkern der Antike war die 7 eine magische Zahl, denn sie bildete die Summe aus 3 und 4, den beiden Lebenszahlen. 3 und 4 nehmen eine Sonderstellung ein: Vater, Mutter und Kind,also drei Menschen, sind die Grundlage allen Lebens; die 4 Himmels- und Windrichtungen bestimmen, ob Regen kommt und die Äcker fruchtbar bleiben. In der katholischen Kirche gibt es sieben Todsünden und Rom wurde auf sieben Hügeln erbaut. Wer verliebt ist, schwebt im Siebten Himmel. Und: Schneewittchen lebte bei den sieben Zwergen, hinter den sieben Bergen. Die 7 hat also etwas Magisches, so wie die Weltwunder an sich auch. Die Bilder unten dienen nur der Veranschaulichung, um unsere Fantasie anzuregen und bilden nicht die exakte Beschaffenheit der Weltwunder ab!

Als erstes Weltwunder gelten die Pyramiden von Gizeh, die noch heute ganz in der Nähe der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu bewundern sind. Sie entstanden etwa 2590 bis 2470 vor Christus und sind somit die ältesten und einzigen Bauwerke der Weltwunder, die noch heute erhalten sind.

Das zweite Weltwunder sind die Hängenden Gärten der Semiramis. Sie waren im ehemaligen Babylon (etwa 90km von Baghdad im Irak) gelegen. Die Babylonier waren bekannt für ihre technischen Entwicklungen – die Hängenden Gärten gehörten dazu. Diese waren auf Terassen über großen Kellergewölben angelegt. Dort wuchsen Bäume, Büsche und zahlreiche Blumen.

Das dritte Weltwunder ist die Zeus-Statue, die der Bildhauer Phidias im Zeus Tempel in Olympia errichtete. Das Abbild des Gottvaters war stolze 12m hoch und reich mit Gold und Elfenbein verziert. Artemis, der Göttin der Jagd, war ein Tempel in der Nähe von Ephesos (heute Türkei) gewidmet. Er war aus Marmor und gilt als viertes Weltwunder.

Auch das fünfte Weltwunder befand sich auf türkischem Boden. Es war das Grabmal des Königs Mausolos von Halikarnassos, daher der Begriff “Mausoleum”.

Bekannter als antikes Weltwunder ist der Koloss von Rhodos. Die gigantische Bronzestatue sollte den Sonnengott Helios darstellen und war etwa 36m hoch. Leider bewachte sie nur 66 Jahre lang die Hafeneinfahrt von Rhodos, dann zwang sie ein Erdbeben in die Knie. Die Statue versank im Meer.

Das siebte Und letzte Weltwunder ist der Leuchtturm von Alexandria. Die Stadt Alexandria liegt an der Mündung des Nils am Mittelmeer in Ägypten. Der Leuchtturm war 130m hoch und bleibt damit bis heute der höchste Leuchtturm aller Zeiten Er stand rund 1000 Jahre lang, dann brach er nach einem Erdbeben zusammen. Jeder Versuch, den Turm wieder aufzubauen, scheiterte.

Exklusiv: Projektvorstellung bpb Teil VI

Auch in diesem Schuljahr nahmen im Rahmen des SpG-Unterrichts unterschiedliche Klassen am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Gruppen teil. Herausgekommen sind tolle Produkte zu ganz unterschiedlichen und brandaktuellen Themen. Wie gewohnt, findet ihr alle weiteren Produkte wöchentlich auf unserem Blog. Viel Spaß beim Anschauen und Anhören und herzlichen Dank an die beiden Klassen!

Der Beitrag in dieser Woche stammt von der Klasse 11c und befasst sich in Form digitaler Zeitungsseiten mit dem Thema „School-Shootings in den USA“:

Exklusiv: Projektvorstellung bpb Teil V

Auch in diesem Schuljahr nahmen im Rahmen des SpG-Unterrichts unterschiedliche Klassen am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Gruppen teil. Herausgekommen sind tolle Produkte zu ganz unterschiedlichen und brandaktuellen Themen. Wie gewohnt, findet ihr alle weiteren Produkte wöchentlich auf unserem Blog. Viel Spaß beim Anschauen und Anhören und herzlichen Dank an die beiden Klassen!

Der Beitrag in dieser Woche stammt von der Klasse 11d und befasst sich in Form einer Wandzeitung mit Verschwörungstheorien.

Exklusiv: Projektvorstellung der Klassen 10d und 11c – Teil 5

Die Klassen 10d und 11c nahmen im Rahmen ihres SpG-Unterrichts am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Gruppen teil. Herausgekommen sind tolle Produkte, u.a. Podcasts und Videos, zu ganz unterschiedlichen und brandaktuellen Themen. Wie gewohnt, findet ihr alle weiteren Produkte wöchentlich auf unserem Blog. Viel Spaß beim Anschauen und Anhören und herzlichen Dank an die beiden Klassen!

Der Beitrag in dieser Woche stammt von der Klasse 10d und befasst sich mit dem Thema „Atomkraft“:

Gastbeitrag: Afrikanische Elefanten vom Aussterben bedroht

Der Schädel eines Elefanten, aufgenommen von Leon Blaschke (5b)

Der größte Feind des Elefanten ist der Mensch. Laut WWF stirbt alle 30 Minuten im Durchschnitt ein afrikanischer Savannenelefant. Der Elefant schwand um mindestens 60 % innerhalb der letzten 50 Jahre. Viele der Dickhäuter fielen vor allem seit 2008 den Wilderern zum Opfer, doch auch der Verlust und die Zerstückelung ihrer Lebensräume macht ihnen zu schaffen. Dafür sind illegale Jagden um Elfenbein, auch weißes Gold genannt, verantwortlich. Dieses wird auf dem Schwarzmarkt teuer verkauft. 

Der afrikanische Elefant steht auf der roten Liste und ist vom Aussterben bedroht. Derzeit leben nur noch 415.000 Elefanten. Das Elfenbein wurde schon vor Jahrtausenden für hochwertige Schnitzereien und Schmuck verwendet. Heutzutage wird die kostbare Ware mit Schiffen illegal nach China, Thailand oder Vietnam geschmuggelt. Ein Kilogramm Elfenbein kostet 2.000 US-Dollar, für einen ganzen Stoßzahn werden ca.  50.000 US -Dollar bezahlt. Es werden rund 20.000 Elefanten pro Jahr vergiftet oder erschossen. Manche Elefantenkinder verloren durch Wilderei ihre Eltern. Viele von ihnen kamen zum Beispiel in das Waisenhaus Zimbabwe Elephantine Nassery. Innerhalb von sieben Jahren sind rund 65.000 Elefanten für den Elefantenhandel in Tansania ums Leben gekommen. Das sind fast 60% des Bestandes. 

Die Jäger jagen die Elefanten am liebsten auf trockenem, flachem Land, wo es viele Gräser und andere Pflanzen gibt. In den letzten Jahren ist die Wilderei von Elefanten und Nashörnern besonders dramatisch eskaliert. Von 500.000 Elefanten in Afrika und Asien zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind heute nur noch 29.000 Tiere geblieben. Die afrikanische Elefantenpopulation ist stark eingebrochen, die der Waldelefanten hat sich sogar um 60 % verringert. 

Der Elefant ist für das Ökosystem und das Klima sehr wichtig, da durch seine Verdauung von Früchten deren Samen in der Natur verbreitet werden und neue Bäume entstehen. Außerdem binden Elefanten viel CO2. Daher ist es wichtig, Elefanten zu schützen.  

ein Gastbeitrag von Michael Hendrata (5b), Leon Blaschke (5b), Yousif Aloisi (5b)   

Das chinesische Mondfest

ein Gastbeitrag von Victoria Fisslinger, 6b

Das Mondfest ist ein großes Fest, das dieses Jahr am 29. September in China gefeiert wurde. Es ist immer im Mondkalender der 15. Tag des achten Monats (wir in Deutschland haben den gregorianischen (Sonnen-)Kalender und der ist anders als der Chinesische (Mond-)Kalender. Der 8. Monat ist nicht der August, da der chinesische Jahresanfang erst im Februar ist. Und an diesem Tag ist immer Vollmond.  

Die Familie zündet schöne Laternen an, überreicht Geschenke, dekoriert die Straßen mit Lichtern und backt Mondkuchen, das traditionelle leckere chinesische Gebäck. Es gibt verschiedene süße Bohnenpasten und eine schöne Kuchenform. Das leckere Gebäck ist aber schwer zu machen und deswegen kaufen die meisten sie, was allerdings nicht gerade billig ist. Trotzdem kann man sich das ja immer wieder mal erlauben lassen.  

Das traditionelle Gebäck, der Mondkuchen, schmeckt Jung und Alt

Die Kinder basteln and diesem Tag auch Laternen (wir in Deutschland stellen uns das eher wie am Sankt-Martins-Tag vor, an dem die Kinder bunte Laternen basteln und damit dann durch die Straßen wandern). Natürlich bewundern die Familien den Mond und grillen zusammen. In manchen Städten gibt es sogar Lichtshows, die man dann zum Beispiel am Strand oder in einem großen Einkaufscenter bestaunen kann.  

Der Ursprung des Mondfestes ist sehr alt und hat viele Legenden. Eine der bekanntesten ist die von Chang’e, der Mondgöttin, und ihrem Mann Hou Yi, dem Bogenschützen. Sie lebten in einer Zeit, als es zehn Sonnen am Himmel gab, die die Erde austrockneten. Die Menschen litten jeden Tag unter der Hitze und Dürre. Es gab keine Ernte und alles Schöne verwelkte.  

Hou Yi, ein Bogenschütze und ein Held der damaligen Zeit, wollte die Menschen von ihrem Leiden befreien. Deswegen stieg er eines Tages auf den Gipfel des Berges Kunlun, schoss neun Sonnen ab und rettete die Welt von ihrer Hitzeplage. Als Belohnung erhielt er von der Göttin ein Elixier der Unsterblichkeit. Er gab das Elixier Chang‘e, in der Hoffnung, dass sie es eines Tages zusammen trinken werden.  

Aber irgendwann kam sein Lehrling Fengmeng und versuchte es zu stehlen, um selbst ein Gott zu werden. Während Hou Yi auf der Jagd war, schlich er zum Zimmer von Chang’e. Er drohte ihr und wollte, dass sie ihm das Elixir gab, aber stattdessen trank sie das Elixier in einem Zug aus, um es zu schützen. Auf einmal fing sie an zu schweben – immer höher, bis sie auf dem Mond landete. Als Hou Zi zurückkehrte, sah er ein weinendes Dienstmädchen, das ihm die ganze Geschichte erzählte.  

Als er an jenem Abend trauernd zum Mond hinaufschaute, erkannte er eine verschwommene Gestalt. Es war Chang’e! Sofort holte er einen Tisch und legte dort ihre Lieblingssüßigkeiten hinauf. Während dieser Zeit war sie schon eine Fee geworden und wohnte in ihrem Palast. Als die anderen Menschen dies erfuhren, begannen sie ihr auch sogenannte Opfergaben zu bereiten. Sie beteten für Sicherheit und Glück. Daraus wurde dann eben das Mondfest.   

Eine andere Legende ist die von Wu Gang, dem Holzfäller, der nach Unsterblichkeit strebte. Er hatte einen Lehrer um die Magie zu lernen, war aber faul, ungeduldig und gab dann immer wieder auf, wenn er einmal etwas begonnen hat. Der Himmelskaiser war darüber nicht erfreut und bestrafte ihn, indem er ihn zum Mond schickte, auf dem er vor dem Mondpalast einen Lorbeerbaum fällen sollte. Als Strafe für seine Faulheit wuchs der Baum immer wieder nach, so dass Wu Gang nie fertig wurde. Man sagt, dass man den Lorbeerbaum und seine Silhouette noch heute auf dem Mond sehen kann.  Die Moral dabei ist, dass man nicht immer so faul sein soll, weil man dann im Leben nichts erreicht. Die Menschen feiern und hoffen das dies auch nicht passiert. Sie hoffen, dass man immer besser wird und nicht verliert. Man fand übrigens heraus, dass diese Geschichte von Schriftstellern in der Sui- und Tangdynastie (6. bis 10. Jahrhundert) veröffentlicht wurde. Trotzdem kennt man sie auch heute noch. 

Das sind einige der Geschichten, die das Mondfest so besonders machen und seine Entstehung erklären. Das Mondfest ist ein altes und schönes Fest, das die chinesische Kultur und Tradition widerspiegelt.  

Lyrisches zum Nachdenken

ein Gastbeitrag von Jasmin Kainz, Q12

Ich habe schon seit Ewigkeiten versucht, ein Liebesgedicht zu schreiben und nie ist es so recht gelungen. Liebe war mir immer zu facettenreich. Ich meine, es gibt die erste große Liebe, die Verliebtheit, den Liebeskummer, Liebe auf den ersten Blick … Ewig saß ich dann vor einem leeren Blatt Papier und regte mich auf, dass Shakespeare es schaffte, die Liebe in zwei Sätzen zu beschreiben, während ich es in einem ganzen Gedicht nicht hinkriege. Ich liebe Shakespeares Zitate. Bei „Die Liebe sieht nicht, sondern träumt und sinnt, darum malt man den geflügelten Amor blind. Auch hat ihr Traum von Urteil keine Spur. Flügel und blind, so hastet die Liebe nur. Die Liebe, die man ein Kind oft drum nennt, weil ihre Wahl oft kindisch sich verrennt“ muss ich immer wieder erstaunt den Kopf schütteln. So wahr, aber gleichzeitig Kunst. Aber da ich jetzt im Juni noch Zeit habe zum Schreiben und mich richtig entspannen kann, hab ich’s endlich geschafft, ein Liebesgedicht zu schreiben. Ich hab Zitate aus Shakespeares Romeo und Julia mit eingebaut. Ich weiß, hätte ich nicht tun sollen, ist ja mein Gedicht, aber es ist halt so schön!!! Sorry!!! (Die Zitate sind fett gedruckt)

Mein Tipp: Pass auf dein Herz auf. Immer. Du hast nämlich nur eins.

Ich hoffe, das Gedicht gefällt euch. Ich war ganz beschwingt, als mein allererstes Liebesgedicht endlich fertig war. Da ich aber auch ein bisschen in der mystischen Gegend unterwegs bin und mich sehr dafür interessiere (Astrologie, Traumdeutung…), werde ich demnächst wahrscheinlich eher Texte darüber schreiben. Ok, stempelt mich als abergläubisch ab, aber ich glaube, dass beispielsweise die Astrologie viel glaubwürdiger wäre, wenn sie nicht in jeder Klatschzeitschrift so verkitscht werden würde. Find ich schade.

EXKLUSIV: Projektvorstellung der Klassen 9d und 10c – Teil I

Die Klassen 9d und 10c nahmen im Rahmen ihres SpG-Unterrichts am Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) in Gruppen teil. Herausgekommen sind insgesamt 10 tolle Produkte, u.a. Podcasts, zu ganz unterschiedlichen und brandaktuellen Themen. Wie gewohnt, findet ihr alle gängigen Beiträge auf unserem Blog auch in dieser Woche wieder, allerdings immer unter dem jeweiligen Wettbewerbsbeitrag, den wir eine Zeit lang ganz oben halten werden, damit er niemandem entgeht. Viel Spaß beim Anschauen und Anhören und herzlichen Dank an die beiden Klassen!

Los geht es diese Woche mit einer illustrierten Info-Zeitung der Klasse 9d zum Thema „Cannabis-Legalisierung?“: