Lexikonartikel: Die Geschichte des Adventskalenders

Der Adventskalender gehört heute zur Weihnachtszeit wie Plätzchen und der Weihnachtsbaum. Doch wie entstand eigentlich diese Tradition?

Die Wurzeln des Adventskalenders reichen ins 19. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit zählten die Menschen die Tage bis Weihnachten oft mit einfachen Mitteln wie Kreidestrichen an der Wand oder an der Tür. Auch das Anzünden von Kerzen oder das Legen von Strohhalmen in eine Krippe waren beliebte Bräuche, um die Zeit bis Heiligabend zu überbrücken.

Der erste gedruckte Adventskalender entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland. 1908 brachte der Verleger Gerhard Lang einen Kalender mit 24 kleinen Bildern auf den Markt. Inspiriert wurde er von seiner Kindheit, in der seine Mutter ihm 24 kleine Päckchen mit Süßigkeiten vorbereitet hatte. Später wurden die Kalender weiterentwickelt, und hinter den Türchen versteckten sich nicht mehr nur Bilder, sondern auch Schokolade oder kleine Geschenke.

„Menschenrechte: Warum der 10. Dezember uns alle betrifft“

Am 10. Dezember feiern wir den Tag der Menschenrechte, denn an diesem Datum wurde 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von den Vereinten Nationen verabschiedet. Diese Rechte – wie Freiheit, Gleichheit und Sicherheit – gelten für jeden Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Geschlecht. Doch in vielen Teilen der Welt werden sie immer noch missachtet. 

„Jeder hat das Recht, Rechte zu haben.“ (Hannah Arendt)

Menschenrechte sind grundlegende Rechte, die sich aus der Würde des Menschen ableiten lassen. In Deutschland wird dies durch Artikel 1 Absatz 1 des Grundgesetzes betont: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“
Um die Menschenwürde zu schützen, stehen jedem Menschen unveräußerliche und unteilbare Rechte zu. Dazu gehören das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit. Zu den Menschenrechten zählen außerdem bürgerliche und politische Freiheits- und Beteiligungsrechte, wie etwa die Religionsfreiheit, die Versammlungs- und Meinungsfreiheit sowie die Gleichheit vor dem Gesetz.

„Kulturen, die keine Menschenrechte achten, wird man verachten.“ (Monika Kühn-Görg)

Die Europäische Menschenrechtskonvention, die den Schutz der Rechte aller in Europa lebenden Menschen vorsieht, wurde von mehr als 47 Staaten unterzeichnet. Trotzdem werden Menschenrechte in vielen Ländern missachtet, oft sogar von Staaten, die entsprechende Verträge ratifiziert haben und sich formal zu deren Einhaltung verpflichtet haben. Menschen werden aus politischen Gründen inhaftiert, gefoltert oder sogar zum Tode verurteilt. Dies geschieht beispielsweise in Ländern wie Russland, China oder Pakistan. Im Irak werden die Menschenrechte besonders schwer verletzt. Dagegen gelten Island und Norwegen als die Länder, in denen die Menschenrechte am besten gewahrt werden. Deutschland belegt in diesem Vergleich den zehnten Platz.

„Fortschritt – auch in Sachen Menschenrechte-entwickelt sich immer über Krisen.“ (Tom Koenigs)

Am vom Europarat und dem Obersten Gerichtshof Litauens organisierten „Vilnius-Dialog“ nahmen unter anderem Präsidentinnen und Präsidenten, Richterinnen und Richter sowie Journalistinnen und Journalisten aus Litauen, Lettland, Estland, Luxemburg, Polen, Slowenien und der Ukraine teil. Die zentrale Botschaft der Konferenz lautete: „Die wirksame Umsetzung von Urteilen und Empfehlungen des Europarats kann dazu beitragen, Bedrohungen für die Demokratie zu verhindern und effektiv zu bekämpfen.“ Darüber hinaus riefen die Teilnehmenden die Mitgliedsstaaten dazu auf, weiterhin das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Fragen der Meinungsfreiheit zu fördern und zu schärfen.

Die Menschenrechte spielen außerdem eine entscheidende Rolle in der Migrationsdebatte, indem sie die Frage aufwerfen, wie die Rechte von Migrantinnen und Migranten gewahrt werden können und welche möglicherweise verletzt werden, wenn Migration in ein anderes Land erfolgt.

„Menschenrechte kann man nicht wie einen Lichtschalter anknipsen.“ 

Das Thema Menschenrechte ist aktueller denn je – mit einem Krieg direkt in Europa und den anhaltenden Krisen im Nahen Osten. Das zeigt uns, dass wir nicht nur für unsere eigenen Rechte, sondern vor allem für die Menschenrechte derjenigen kämpfen müssen, die täglich Hunger, Gewalt und Hass ausgesetzt sind. Es ist ein fortwährender Prozess. Denn hier in Deutschland betrachten wir es als selbstverständlich, ausreichend Essen und Trinken zu haben, keine Angst vor willkürlicher Gewalt zu verspüren und nicht unter der Bombardierung fremder Mächte zu leiden. Die Kriegsverbrechen in der Ukraine und in Palästina schärfen unser Bewusstsein für den unermüdlichen Kampf um die Menschenrechte, die jedem Menschen zustehen.

Deshalb gilt: „Menschenrechte kann man nicht wie einen Lichtschalter anknipsen.“

Teste dein Wissen: Suchsel zu den Menschenrechten! Wie gut kennst du die wichtigsten Begriffe rund um Menschenrechte? Unser Suchsel enthält zehn Begriffe. Findest du sie alle? Ein spannender Weg, um dein Wissen zu überprüfen und die Menschenrechte besser kennenzulernen!

Redaktion: „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“- AG

https://www.coe.int/de/web/portal/-/-vilnius-dialogue-launches-public-debate-on-freedom-of-expression-in-europe

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/menschenrechtsbildung/was-sind-menschenrechte

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/themen/asyl-und-migration

https://www.igfm.de/laender/

https://www.coe.int/de/web/impact-convention-human-rights/countries

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1399132/umfrage/ranking-der-20-staaten-mit-hoechsten-bewertung-der-menschenrechte-nach-fsi/

Rätsel der Woche

Auflösung: der Tag

Ich bin ein Zeichen des Friedens und der Freude,
in einer Nacht voller Wunder, in einer Stadt, die leuchtet.
Die Hirten hörten die Botschaft, die Engel sangen,
und die Weisen folgten mir, um den König zu empfangen.

Was bin ich?

Der Weg eines Päckchens – Von der Bestellung bis zur Haustür

Jedes Jahr werden Ende November unzählige Päckchen versendet. Die Black Week lockt mit vielen großen Rabatten und es gibt kaum jemanden, der sich nicht auf diese Angebote stürzt. Das bestellte Paket ist meist in 2-3 Tagen dann bei dir zuhause, aber auf welche Reise begibt sich das Päckchen auf dem Weg zu uns nach Hause?

1. Die Bestellung im Online-Shop

Mit ein paar Klicks ist das Produkt in den Warenkorb gelegt und bestellt. Nachdem man die Bestätigungsmail erhält, beginnt der eigentliche Prozess. Die Bestellung wird dann ich ein riesiges Warenlager weitergeleitet, wo von Computern die Bestelldaten erfasst werden. Ein Buch z. B. wurde von einem Regalplatz identifiziert, wo noch tausende weitere Produkte liegen.

2. Im Warenlager

In den heutigen modernen Warenlagern ist so gut wie alles automatisiert. Meistens holt ein Roboterarm das Produkt (in diesem Fall ein Buch) aus dem Regal und bringt es dann zu einer Verpackungsstation. Dort wird es in einen Karton gesteckt und mit einem Etikett versehen. Auf diesem Etikett steht dann Adresse, Bestellnummer und ein Barcode, um das Päckchen jederzeit zu verfolgen.

3. Auf dem Weg zum Verteilzentrum

Nach dem Verpacken wird das Päckchen auf ein Förderband gelegt und verlässt mit einem Lkw das Lager, um zum nächsten Verteilzentrum zu gelangen, wo Lieferungen aus verschiedenen Lagern zusammentreffen. Im Verteilzentrum sorgt nun eine große Sortieranlage dafür, dass jedes Paket auf den richtigen Weg geschickt wird. Durch automatisierte Scanner wird der Barcode gelesen, und das System entscheidet dann, in welches Fahrzeug das Paket geladen wird.

4. Das regionale Verteilzentrum

EInen Tag später wird das Päckchen im Verteilzentrum nach Postleitzahlen sortiert und von kleineren Lieferfahrzeugen zu den Empfängern gebracht.

5. Die Zustellung

Das Päckchen wird auf einen Lieferwagen geladen, der eine feste Route fährt. Oft verwenden Paketdienste spezielle Algorithmen, um die Fahrstrecke möglichst effizient zu planen. Nach einer Unterschrift wird das Päckchen in Empfang genommen.

Hinter Online-Bestellungen verbirgt sich eine komplexe Logistik, die besonders während der Black Week bedeutend ist. Man sollte bei zukünftigen Bestellungen bewusster über den Aufwand nachdenken und überlegen, ob man das Produkt wirklich braucht oder es auch lokal erwerben kann.