Buchrezension zu „Momo“ von Michael Ende

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Fakten zum Buch „Momo“

Das Buch „MomoDie seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte“ wurde von Michael Ende geschrieben und ist 1973 erschienen.

Über den Autor 

Michael Ende ist ein bekannter deutscher Schriftsteller, der 1929 in Garmisch geboren wurde und 1995 verstarb. Er schrieb unter anderem auch „Die unendliche Geschichte“, „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ und „Jim Knopf“.

Zum Inhalt

Momo ist ein kleines Mädchen, das alleine in einer Ruine eines Amphietheaters am Rande der Stadt lebt. Sie trägt zu große Kleidung, kann weder lesen noch schreiben, und weiß nicht einmal, wie alt sie ist. Und doch kommen die Leute gerne zu Momo. Warum? Weil sie zuhören kann, besser als jeder andere. Sie hört so zu, dass den Menschen tolle Ideen kommen und Streitende ihren Konflikt dadurch am Ende selbstständig lösen können. Und noch etwas hat sie mehr als alle anderen: Zeit. Die hat sie immer und für alle, lässt sich nie aus der Ruhe bringen. Und damit kommt sie unwissentlich den Grauen Herren in den Weg, denn deren Zielobjekt ist die Zeit der Menschen. Sie drängen die Menschen zum Zeit-Sparen mit dem Versprechen, die Zeit zu sehr gewinnbringenden Zinsen anzulegen. So unglaubwürdig das klingen mag, die Grauen Herren haben ihre Mittel und Wege, um die Menschen so von ihren fragwürdigen Plänen zu überzeugen, dass diese sogar glauben, es wäre ihr eigener Entschluss gewesen. Momos Freunde haben dadurch immer weniger Zeit für sie, bis die meisten aus Zeitmangel sogar ganz aus Momos Leben verschwinden. Das kleine Mädchen gerät währenddessen immer mehr in die Schusslinie der Grauen Herren. Zusammen mit dem mysteriösen Meister Hora, der für das Zuteilen der Zeit an die Menschen zuständig ist, und dessen Schildkröte Kassiopeia, schmiedet sie einen Plan, um die grauen Herren aufzuhalten und ihre Freunde aus deren Fängen zu befreien.

!!! Meine Meinung / Empfehlung !!! 

Momo ist auf den ersten Blick ein schönes Jugendbuch, das man auch Kindern vorlesen kann. Befasst man sich allerdings etwas genauer mit dem Inhalt, so fällt auf, dass dieser sehr tiefgründig ist. Denn Michael Ende kritisiert mit diesem Buch den Kapitalismus, das vorherrschende Geldsystem und die an Effizienz und Produktion orientierte Wirtschaft. Es hat mich faziniert, wie sehr die Geschichte mit dem nötigen Hintergrundwissen an Tiefe gewinnt. Michael Ende versteht es, den Leser mit seiner Wortwahl regelrecht in seine Geschichten hineinzusaugen, eine Eigenschaft, die mir auch schon bei seinen anderen Büchern aufgefallen ist.