Das Umweltproblem – Die Müllmeere

Alle wissen, dass es ein Problem ist und es wird zum Glück auch etwas dagegen getan, z. B. im Rahmen der Initiative WHITE WAVES. Aber das genügt nicht. Das Problem lautet: Die Verschmutzung der Meere, besonders durch Plastikmüll!

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Die Fakten sind schockierend: Anfang 2015 erschien eine Studie, die besagte, dass im Jahr 2010 etwa 8 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane gelangten, das Konfidenzintervall (ein als realistisch angenommener, statistischer Schätzwert) lag dabei zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen pro Jahr. Mitte 2014 wurde gemeldet, dass an der Küste der Insel Hawaii Gebilde aus geschmolzenen Kunststoffen, Vulkangestein, Korallenfragmenten und Sandkörnern gefunden wurden. Dies sei so fest, dass es als eigenes Gestein, und zwar als „Plastiglomerat“ gilt – und den Meeren massiv zusetzt.

In den Meeren werden die Plastikteilchen durch dass UV-Licht und Wellenbewegungen Stück für Stück verkleinert und pulverisiert. Statt der üblichen Nahrung wird der „Müll“ von Meeresbewohnern (z. B. dem Plankton) aufgenommen.

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In diesen Plastikpartikeln können giftige und krebsverursachende Chemikalien enthalten sein. Diese Chemikalien gelangen in die Nahrungskette. Der Plankton wird mit den giftigen Chemikalien in sich z. B. von Krebsen gefressen. Diese wiederum werden von Fischen gefressen und … haben nicht die meisten von uns immer wieder Fischstäbchen oder sogar ein saftiges Seelachsfilet auf dem Teller?! Das ist damit gemeint, wenn von Nahrungskette in diesem Zusammenhang die Rede ist – es betrifft auch uns Menschen, die wir Meeresfrüchte und Fisch essen. So landen also diese giftigen Chemikalien des Plastikmülls, die vielleicht wir sogar bei unserem letzten Strandurlaub liegen gelassen haben und die dann ins Meer geweht wurde, in unserem Magen.

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Fazit: Gerade weil ein Teil der Menschheit zu egoistisch und bequem ist, um auf die Umwelt zu achten, sollten wir – auch in unserem gesundheitlichen Interesse – auf die Sauberkeit der Meere achten und keinen Müll liegen lassen. Das gilt nicht nur für Urlaubsstrände!

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Es wäre so schön, wenn der Müll und Unrat an diesem Strand nicht wären

Das Musikgenre Metal

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Lange Mäntel, viele Tattoos, Piercings, lange Haare, Nieten, laute, aggressive Musik und vor allem ganz viel schwarz. Das sind die gängigen Klischees über Metal oder die von vielen so genannten ,Grufties‘. Doch Metal ist viel tiefgründiger und lässt sich nicht so einfach in ein paar oberflächlichen Beobachtungen beschreiben.

Zunächst zur Musik

Metal fand seinen Ursprung im  Blues- und Hard Rock Anfang der 1970er Jahre in England. Zu Beginn gab es Bands z. B. wie Blue Cheer, Iron Butterfly, MC5 oder Steppenwolf. Ende der 60er Jahre agierten dann auch schon die ersten, richtigen Heavy-Metal Bands, Led Zeppelin und Black Sabbath. Nach und nach, bis heute, entwickelten sich immer mehr Unterarten, z. B. der Gothic Metal, der Industrial Metal, der Hairspraymetal, der Nu Metal, der Grind- und der Metalcore.

Die Standardbesetzung einer Metal-Band besteht aus einem Schlagzeug, einem E-Bass, einer Rhythmus-E-Gitarre , einer Leadgitarre und Gesang, der häufig von einem der Instrumentalisten übernommen wird. Die wichtigste Instrumental-Rolle hat dabei die E-Gitarre, die elektronisch stark verstärkt und verzerrt wird, um die typische, druckvolle Klangfarbe zu erzeugen. Ein gutes Beispiel dafür ist die weltbekannte Band Metallica. Metal-Bands sind in der Regel laut, zeichnen sich aber auch dadurch aus, dass sie gefühlvolle Songs mit Tiefgang produzieren. Ein Beispiel ist das folgende Stück der bereits genannten Band Metallica:

Metal ist aber auch eine Lebensweise, die sehr häufig mit Gothic verwechselt wird. Zwar werden in beiden Kulturen gerne lange, schwarze Mäntel getragen und auch lange Haare sind bei Anhängern beider Richtungen sehr beliebt, doch es gibt deutliche Unterschiede. Metal ist von beiden die „aufgebrachtere“ Gruppierung, während der Gothic nur einen eigenen, individuellen Lebensstil finden  möchte. Es gibt auch weitere äußere Unterschiede , wie z. B. die sehr beliebte „Metal-Kutte“, die häufig auf Konzerten oder Festivals zu sehen ist. Einige Metalbands passen sich aber immer mehr der Mainstream-Musik an (vlg.  Bring me the horizon, die mit ihrem neuen Album endgültig ihren alten Stil hinter sich gelassen haben) und machen somit immer mehr „ruhige“ und massentauglichere Musik, was viele Fans verärgert. Aber auch durch Zusammenarbeit mit Mainstream-Bands werden diese weiter in die populärere Musikszene gezogen. Es gibt natürlich noch diverse Bands, die dem herkömmlichen Stil treu bleiben, was aber nichts an der Tatsache ändert, dass dieses Genre immer weniger Zulauf von neuen Fans bekommt, da es unter anderem  nicht so „angesagt“ ist wie z. B. RnB oder Hip-Hop. Auch sind viele Eltern junger Metal-Begeisterter skeptisch, da das aggressive, von Unwissenden häufig als satanisch und „böse“ vorverurteilte Image häufig keinen guten Eindruck macht. Für viele Menschen ist es auch schwer bis gar nicht verständlich, was andere an dieser verrufenen Musik reizt.

Für viele ist Metal aber auch mehr eine Art Bewegung als ein Musik-Genre. Dabei geht es den meisten um Ästhetik, die sich aus vielen, auch alten Musikkulturen oder neuen Ideen zusammen setzt. Der Stil ist von Unterart zu Unterart und von Mensch zu Mensch, je nach Geschmack, unterschiedlich, auch wenn es grobe Gemeinsamkeiten wie z. B silber- oder Leder-Schmuck, (oben bereits erwähnt) Metalkutten oder Lederkleidung, die meistens schwarz ist, gibt. Generell ist „Optik“ im Metal sehr wichtig, so passen sich zum Beispiel Alben-Cover, Konzerte oder Bandmitglieder optisch der Musik, die gespielt wird, an, um auf mehreren Eben die Bedeutung auszudrücken.

„Metal“ ist für gewöhnlich nicht einer „politischen Gruppe“ zuzuordnen, auch wenn viele Bands eigene politische Meinungen vertreten. Natürlich gibt es – wie im massentauglichen Chartbereich – immer „schwarze Schafe“, die einer Musikkultur einen schlechten Ruf geben. Das darf auch nicht wegdiskutiert werden. Wie bei allen Dingen gilt: die Personen, die Musik machen, sind nie ganz losgelöst von ihrer Musik zu sehen; vor allem dann nicht, wenn sie viele Menschen erreicht!

WhatsApp – die Datenkrake kritisch unter die Lupe genommen

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Fast jeder kennt es, fast jeder hat es, fast jeder liebt es. Doch zu selten hinterfragt man den Dienst, den man tagtäglich nutzt. Das wollen wir heute ändern und schauen hinter die Kulissen des allseits bekannten Messengers!

Entstehung

WhatsApp wurde 2009 von dem ukrainisch-US-amerikanischen Unternehmer Jan Koum und dem US-amerikanischen Unternehmer und Programmierer Brian Acton gegründet. WhatsApp hatte bereits im Februar 2014 mehr als 450 Millionen Nutzer, die mindestens einmal pro Monat aktiv waren. Am 19. Februar 2014 kaufte Facebook Whatsapp für umgerechnet 13,81 Milliarden Dollar. Diese Summe gilt auch in Fachkreisen als extrem hoch. WhatsApp hat nun bereits 700 Millionen Nutzer, heruntergeladen wurde die Anwendung mehr als eine Milliarde Mal.

Sicherheit und Kritik

Warum war WhatsApp so günstig und kostet nun gar nichts mehr? Ganz einfach: WhatsApp finanziert sich wie Facebook durch Werbeeinnahmen. Manche munkeln, dass der Messengerdienst, der nun also seit geraumer Zeit Facebook gehört, auch eure Daten (z. B. Kontakte aus dem Adressbuch) verkauft, obwohl offiziell das Gegenteil behauptet wird.

Wie macht man damit Geld? Firmen sind daran interessiert, Persönlichkeitsprofile von Menschen anzulegen, um möglichst genau Angebote auf deren Bedürfnisse zuschneiden zu können.  Dabei geht es in erster Linie um Geld, nicht darum, dass man euch so mag und möchte, dass ihr kostenlos etwas bekommt. Interessen, Wünsche und Bedürfnisse teilen die User sich gegenseitig ebenso mit wie Informationen darüber, wie der Arbeitstag war. Daraus lassen sich schnell direkt oder indirekt Bedürfnisse ableiten. Hier ein Chat-Beispiel, wie es tausendfach in WhatsApp täglich vorkommen dürfte.

„Mein Tag war stressig. So wie immer im Marketing. Die Frau XY vom Kunden XY hat mich heute wieder total genervt. Meine Firma ist total blöd und zahlt mir wenig. Dabei würde ich so gerne shoppen gehen. Das neue Kleid bei XY in der Fußgängerzone in XY gefällt mir super. Die haben noch andere Marken von XY. Vielleicht kündige ich ja bald und finde einen besseren Job. Ich glaube, dass mein Kollege Franz Xaver Bierbichler auf mich steht. Ich mag ihn eigentlich auch ganz gern. Mal schaun, vielleicht bahnt sich ja eine Romanze an – dann ginge ich wieder gerne zur Arbeit!“

Was erfährt WhatsApp nun über die Person? Es weiß nun(,)

  • dass man unzufrieden mit seinem Job ist
  • dass man im Marketing-Bereich arbeitet
  • dass es einen Konflikt mit Frau XY von Firma XY gibt
  • den Namen der Firma / des Arbeitgebers (wenn man ihn nennt)
  • wo man seinen Lebensmittelpunkt hat
  • dass man mit dem Gehalt unzufrieden ist
  • dass man womöglich den Job wechseln möchte
  • dass man Mode der Marke XY mag
  • wo man shoppen geht
  • dass man mit einem Kollegen liebäugelt (Liebesleben, Namen anderer!)

Das und noch vieles mehr verrät man von sich mit nur einer Nachricht. Man meint, dass es nur das Gegenüber, z. B. die beste Freundin liest. WhatsApp verspricht zwar, Daten nur kurz auf dem Server zu „loggen“. Immer wieder aber ist der Anbieter in der Kritik, da Experten die Verschlüsselung als zu schwach einschätzen und somit auch Daten abgegriffen werden können. Die Realität sieht in der Regel anders aus als blanke Werbeversprechen. Durch eine Vielzahl an gesendeten Nachrichten (manche haben über 100.000!!! pro Kalenderjahr) ermöglicht man dem Messenger, ein Persönlichkeitsprofil von sich anzufertigen. Man möchte sich nicht ausmalen, was diese Informationen anrichten können – nicht nur für einen selbst.

Schon heute speichern sog. Cookies unsere Vorlieben, Wünsche oder Probleme, wenn wir z. B. auf Amazon surfen und ein bestimmtes Produkt kaufen. Jeder hat es schon einmal erlebt, dass man auf einer ganz anderen Seite im Internet unterwegs ist und plötzlich bekommt man Werbung eingeblendet, die genau unseren Wünschen entspricht. Nach diesem Prinzip funktioniert auch WhatsApp, nur gibt es der Datenriese bisher offiziell so nicht zu. Unser digitaler Fingerabdruck bei Amazon ist relativ schwach, da man zwar etwas bestellt, dabei aber den Hintergrund selten nennt (außer man schreibt eine Rezension, also eine Produktbeurteilung). In WhatsApp offenbaren wir anderen unsere Gefühle, Träume, Ängste. Das ist also schon ein ganz anderes „Kaliber“. Das machen wir, weil wir uns geschützt fühlen – wir und unser Handy, ganz privat also. Doch so ist es nicht!

WhatsApp wird vor allem für seine allgemeinen Nutzungsbedingungen kritisiert, die dem Unternehmen erlauben, Medien der Nutzer für eigene Zwecke zu verwenden. Ich persönlich wusste das nicht, bevor wir darüber in der Sozialpraktischen Grundbildung (SoG) in der Schule gesprochen haben. WhatsApp kann z. B. ein Bild, das man an jemanden verschickt, verwenden. Konkret heißt das: ihr verschickt ein Bild, auf dem womöglich ein Markenprodukt (Kleidung, Getränke) oder Personen zu sehen sind. WhatsApp kann dieses Bild zu Werbezwecken verkaufen oder zumindest weitergeben. Die Rechte an den Bildern tretet ihr zwar ab, verantwortlich seid ihr aber weiterhin für dessen Inhalt. So kann es sein, dass irgendwo auf der Welt eine Firma ein von euch gemachtes Bild von WhatsApp abkauft und in einer Zeitschrift oder einem Plakat abdruckt. Sollte nun z. B. ein Markenlogo zu sehen sein, haftet nicht WhatsApp, sondern ihr. Die Firma, dessen Logo (z. B. einer Kleidermarke) man auf dem Bild sieht, kann euch verklagen, da ihr unerlaubterweise das unter Copyright stehende Logo verwendet. Bisher sind keine solcher Klagen in der Öffentlichkeit bekannt geworden. Dennoch besteht eine gewisse Gefahr. Und schon allein das Wissen darum, dass womöglich persönliche Fotos von sich und anderen an die Öffentlichkeit gelangen können, sollte einen aufhorchen und das eigene Chat-Verhalten überdenken lassen. WhatsApp hat übrigens Zugriff auf dein komplettes Adressbuch, deine Identität, deinen Standort und vieles mehr. Immer wieder gibt es auch Hinweise auf gravierende Sicherheitslücken, die beispielsweise Unbefugten Zugriff auf Nachrichten ermöglichen. Alleine die Tatsache, dass sich WhatsApp lange dagegen gewehrt hat, seine AGBs ins Deutsche zu übersetzen, sollte jeden Nutzer aufhorchen lassen. Schließlich ist nicht jeder des Englischen mächtig, geschweige denn dem nicht leicht zu durchdringenden Rechtstext, durch den sich Allgemeine Geschäftsbedingungen auszeichnen. Das fällt schon schwer, wenn der Text in der Muttersprache verfasst ist. Aber auch dann machen sich nur wenige die Mühe, ihn zu lesen!

Ein weiteres Problem in Zusammenhang mit WhatsApp ist die ständige Erreichbarkeit und der Zwang, häufig auf das Handy schauen zu müssen, um vermeintlich nichts zu versäumen – oder einfach, um dazuzugehören. Auch verlagert sich nicht selten das soziale Leben teilweise auf interaktive Netzwerke, in denen echte Emotionen durch sog. Emojis ersetzt werden, was zu Missverständnissen und Streitereien führen kann, wenn man sein Gegenüber in der Kommunikation nicht sieht. Schulen, Eltern, Erzieher und vor allem Betroffene selbst haben auch verstärkt mit Mobbing, Ausgrenzung und Hassnachrichten, dem sog. „Dissen“, zu kämpfen.

Fazit

Wer mit WhatsApp Nachrichten versendet, sollte darauf achten, dass diese keine oder nur wenige private Informationen enthalten. Vom Versenden von Fotos und Sprachmemos ist dringend abzuraten. Grundsätzlich scheint der Dienst in Ordnung, wenn man nur oberflächliche Gespräche führt, in denen man weder etwas über sich noch über andere verrät. Dennoch ist WhatsApp nicht automatisch vorab zu verurteilen. Aber die Frage bleibt: muss WhatsApp wissen, wann ich mich wo mit meinen Freunden zu einem Treffen verabrede und welchen Film man sich im Kino ansieht?

Der Schutz unserer Privatsphäre wird durch unsere Verfassung, das Grundgesetz, und somit durch die Demokratie gewährleistet. Es wäre schlimm, wenn wir uns selbst dieses Recht nehmen, indem wir zu wenig achtsam mit unseren Daten und denen anderer umgehen. Deshalb ist WhatsApp auch erst ab 16 Jahren offiziell erlaubt. Dahinter steht die Idee, dass man erst ab einem gewissen Alter selbstverantwortlich und reif mit gewissen Dingen verantwortlich umgehen kann. Und da WhatsApp auch immer andere betrifft, nämlich die, mit denen man chattet, ist es das auch: eine Verantwortung!