Waffenexporte: ein fragwürdiges Geschäft!

Als Waffenexport bezeichnet man jeden Vorgang im Zusammenhang mit außerstaatlichem Transfer von Waffen. Damit ist gemeint, dass Waffen an andere Länder verschenkt, verkauft oder vermittelt werden. Gerade im Hinblick auf die vielen Krisenregionen in der Welt werden immer wieder Stimmen laut, die den Verkauf von Waffen, vor allem in nicht-demokratisch regierte Ländern, stark begrenzen oder sogar ganz verbieten wollen.

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Kriegswaffen wie dieses Maschinengewehr sind eine Ware, mit der Weltweit gehandelt wird.

Waffenexporteure

In der Zeit von 2006 bis 2010 haben folgende Länder Waffen exportiert (die Prozentzahl bezieht sich auf die weltweit legal verkauften Waffen):

USA 30,3%, Russland 22,9%, Deutschland 10,6%, Frankreich 7,1%, Großbritannien 4%, Niederlande 3,3%, China 3,3%, Spanien, Italien, Schweden unter 3%, Israel, Ukraine, Schweiz, Kanada unter 2%,  Südafrika, Südkorea, Polen, Belgien,  Norwegen, Brasilien unter 1%

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1. Saudi-Arabien: 6,4 Milliarden Dollar

2.Indien: 4,2 Milliarden Dollar

3.Türkei

4.China

Illegale Waffenexporte

Auf mindestens 100 Millionen US-Dollar Umsatz jährlich wird der illegale Schusswaffenhandel geschätzt. Zu den bekannten oder vermuteten Hauptexporteuren von Kleinwaffen, die nur teilweise oder überhaupt nicht über ihre Waffenexporte berichten, gehören Iran, Israel, Nordkorea, Südafrika und Weißrussland. Andere Exportländer, darunter China, Pakistan, die Russische Föderation und Singapur stellen einige Daten über ihre Exporte von Sportwaffen und Gewehren zur Verfügung, machen jedoch keine Angaben über ihre Exporte von Kleinwaffen für militärische Zwecke.

Abnehmer der Illegalen Waffenexporte

Abnehmer sind meistens diejenigen Länder, die von den Vereinten Nationen ein Waffenembargo auferlegt bekommen haben. Dies sind

  • Afghanistan
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Belarus
  • China
  • Eritrea
  • Irak
  • Iran
  • Kongo, Demokratische Republik
  • Korea, Demokratische Volksrepublik (Nordkorea)
  • Libanon
  • Libyen
  • Myanmar
  • Russland
  • Simbabwe
  • Somalia
  • Sudan
  • Südsudan
  • Syrien
  • Zentralafrikanische Republik

Politische Diskussion in Deutschland

Deutschland lieferte von 2001 bis 2014  Feuerleiteinrichtungen, Kriegsschiffe, Munition, Kleinwaffen sowie Fahrzeuge und Panzer an Saudi-Arabien, obwohl Saudi-Arabien radikale Terroristen in Syrien unterstützt. Saudi-Arabien gilt als einer der autoritärsten Staaten der Welt. Zudem ist die Situation in dem Wüstenstaat und in der Region sehr bedenklich und der Endverbleib von Waffen nicht gesichert. Kritiker mahnen an, dass Waffenexporte  nicht zur Beseitigung der Fluchtursachen, geschweige denn zur Lösung von Konflikten beitragen könnten.

In der folgenden Doku des WDR erfahrt ihr mehr über das „Geschäft mit Waffen“:

Brexit – der Anfang vom Ende Europas?

Die Briten haben gewählt: 51,9% entschieden, die Europäische Union verlassen zu wollen.

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Ablauf der Geschehnisse

Premieminister Cameron hatte 2013 ein Referendum (Volksentscheid) über den Verbleib in der EU angesetzt, nachdem die europaskeptischen Kräfte in Großbritannien, darunter die Ukip-Partei, aber auch nationalistische Kräfte, in den eigenen Reihen stärker geworden waren. Damit wollte Cameron die innenpolitische Führung wieder zurückgewinnen.  Er selbst sprach sich aber später für einen Verbleib in der EU aus. Dafür forderte er von der EU aber Zusagen, um nicht länger unter dem „Diktat“ Brüssels zu stehen. Alle Mitgliedsländer der EU treten gewisse Entscheidungsbefugnisse an die Europäische Union ab. Damit werden die Möglichkeiten nationaler Politik beschnitten, was viele Länder der EU, darunter Großbritannien, nicht für gut befinden. Nun hat die Mehrheit der Briten also für einen Austritt aus der EU gestimmt. Auch wenn das Referendum nicht bindend für die Regierung ist, wird es mit extrem hoher Warscheinlichkeit zu einem Brexit kommen.

Boris Johnson: der einstige Bürgermeister von London gilt als das Gesicht der Brexitkampagne. Seitdem das Abstimmungsergebnis feststeht, ist es ruhiger um ihn geworden und es hat den Anschein, dass er keinen echten Plan hat, wie es nun weitergehen soll.

Folgen des Brexit für England

Der britische Finanzminister George Osborne  spricht von Steuererhöhungen und Sparmaßnahmen, die notwendig würden, weil die Regierung bis zu 37 Milliarden Euro ausgleichen müsse. Auf die Wirtschaft kämen wohl zusätzliche Problemen zu, weil die Briten dann außerhalb des Binnenmarktes stünden und erst ein Freihandelsabkommen vereinbaren müssten. Die Folgen eines Brexit für den Finanzentrum London sind umstritten. Eine Seite sagt dessen Zusammenbruch, wieder andere sagen ihm eine rosige Zukunft voraus ohne „belastende“ EU-Gesetze.

Folgen des Brexit für die EU und Deutschland

Auch europäische Unternehmen müssten mit Verlusten rechnen. Das Ifo-Institut meint, Deutschland  würde bis zu drei Prozent seines Wirtschaftswachstums einbüßen. Großbritannien ist Deutschlands drittgrößter Exportmarkt. Außerdem könnte der Brexit eine politische Kettenreaktion auslösen. Beispielsweiße fordern Geert Wilders, Politiker aus den Niederlanden, oder Marie Le Pen, Politikerin aus Frankreich, ein Referendum über den „Nexit“ bzw. den „Franxit“ aus der EU. Um dies zu verhindern, muss die EU den Menschen der Länder vermitteln, welche Vorteile die EU für sie bringt. Das wird aber ohne eine Reform, also eine planvolle Umgestaltung bestehender Verhältnisse, kaum möglich sein.

Die Jugend rebelliert

In diesen Tagen gehen tausende Jugendliche in Großbritannien auf die Straße, um gegen das Referendum zu protestieren. Sie fordern, dass der Brexit nicht vollzogen wird und beklagen, dass die Älteren über die Zukunft der Jungen entschieden haben, die ihr Leben (in oder außerhalb der EU) erst noch vor sich hätten. Ob die Proteste die Politiker in Großbritannien zu einer Umkehr bewegen können, ist fraglich. Die Regierung ist zerstritten, Premierminister David Cameron hat mittlerweile zum Ende des Jahres seinen Rücktritt angekündigt. Auch die Vorreiter der Brexit-Bewegung geben sich zunehmend kleinlaut. Es kommt der Verdacht auf, dass mit dem Ergebnis zu einem Austritt in der EU seitens der britischen Regierung nicht gerechnet worden war und man vielmehr ein Zeichen gegen Brüssel setzen wollte.

Hier findet ihr eine interessante ARTE-Dokumentation zum Thema „Brexit“:

US-Vorwahlen 2015/2016: Allgemeines, Bewerber und Stand der Dinge

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Allgemeines

In einer Vorwahl  wird ein Kandidat, der in der Regel einer politischen Partei angehört, für eine später anstehende reguläre Wahl bestimmt. Am bekanntesten sind die Vorwahlen in Amerika, bei denen die Präsidentschaftskandidaten der zwei großen Parteien (Demokraten und Repuplikaner) nominiert werden. Über ein ganzes Jahr werden in den verschiedenen Bundestaaten die Bewerber gekürt. Man wählt bei den Vorwahlen Delegierte. Durch ihre Wahl erhalten die Delegierten das Mandat, sich auf diesen Nominierungsparteitagen für einen der parteiinternen Kandidaten auszusprechen. Die Demokraten verteilen ihre Delegierten an die unterschiedlichen Bewerber exakt im Verhältnis der erzielten Wählerstimmen, wohingegen bei den Republikanern das „winner-take-all“-Prinzip gilt. Das heißt: der Kandidat mit den meisten Wählerstimmen bekommt prompt alle Delegiertenstimmen zugesprochen. Am Ende braucht der Kandidat bei den Demokraten 2383 Delegierte für den Sieg, bei den Republikanern 1237. Wenn diese Zahl nicht erreicht wird, wäre auf dem Parteitag ein zweiter Wahlgang nötig, bei dem die meisten Delegierten nicht mehr an das Vorwahlergebnis gebunden sind.

Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 2016

Die 58. Wahl des Präsidenten ist auf den 8. November 2016 terminiert . Formal werden an diesem Tag nur die Wahlmänner des Electrola College bestimmt, die ihre Stimmen für die Ämter des Präsident und des Vizepräsident abgeben werden. Die eigentliche Präsidentenwahl, bei der die Wahlmänner ihre Stimmen abgeben, findet 41 Tage später am 18. Dezember 2016 statt, ist aber nur von formaler Bedeutung.

Bewerber der Demokraten

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Artwork: Kandidatin Hillary Clinton

Bewerber der Demokraten:

  • Hillary Clinton (ehemalige US-Außenministerin , Senatorin aus New York und First Lady (als Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton).
  • Bernie Sanders (Senator aus Vermont, ehemals Mitglied des House of Representatives und Bürgermeister von Burlington).
  • Martin O’Malley (2007–2015 Gouverneur von Maryland)
  • Lincoln Chafee (Ex-Gouverneur und Ex-Senator von Rhode Island)
  • Ex-Senator Jim Webb

Martin O’Mally, Lincoln Chafee und Jim Webb zogen ihre Kandidatur nach einiger Zeit zurück.

Bewerber der Republikaner

Die  Kandidaten mit den meisten Chancen waren und sind der Texaner Ted Cruz, Rend Paul und Marco Rubio. Von ihnen ist seit Mitte März nur noch Ted Cruz im Rennen.

Seit Ende Juli 2015 dominiert in fast allen nationalen und bundesstaatlichen Umfragen der bekannte Immobilienunternehmer und Milliardär Donald Trump das Bewerberfeld.

 

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Artwork: Donald Trump

Trump hatte vor allem durch umstrittene Aussagen über illegale Immigration und seine teils harschen Attacken gegen innerparteiliche Mitbewerber für erhebliches Aufsehen gesorgt. Seine stark polarisierende Art führte zu einer enormen (auch internationalen) Medienpräsenz. Nicht zuletzt hebt sich Trump vom übrigen Bewerberkreis durch die Tatsache ab, dass er seinen Wahlkampf fast vollständig aus eigenen Mitteln finanziert.

Stand der Dinge

Demokraten: Sanders hat zwar in einigen Staaten gewonnen und Druck auf Clinton gemach, dennoch wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Clinton die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten.

Republikaner: bei den Republikaner waren noch Donald Trump, Ted Cruz und John Kasich im Rennen. Cruz und Kasich haben aber aufgegeben und ihren Wahlkampf eingestellt. Somit ist Trump der letzte Kandidat der Republikaner und wird somit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Präsidentschaftskandidat seiner Partei.

 

Q-rage: die neueste Ausgabe der Zeitung von „SoR-SmC“ ist online

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Erst kürzlich erschien hier ein Artikel über „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (kurz SoR-SmC) auf unserem Blog. Ihr könnt ihn hier finden:

https://gymseligenthalblog.com/2016/02/01/schule-ohne-rassismus-schule-mit-courage-nur-ein-schild-am-eingang/

Seit 2005 wird die Q-rage einmal im Jahr von 20 bis 25 Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren mit Unterstützung von JournalistInnen produziert. Sie kommen aus ganz Deutschland. Gemeinsam arbeiten GymnasiastInnen, Real- und BerufsschülerInnen an den Texten. Die Hälfte der Jugendlichen RedakteurInnen gehört ihrer Herkunft oder ihrer religiösen Orientierung nach einer Minderheit an. (Qelle: http://www.schule-ohne-rassismus.org/was-wir-tun/projekte-der-bundeskoordination/q-rage-die-zeitung/)

Wenn ihr kein gedrucktes Exemplar der aktuellen Ausgabe der Zeitung in der Schule mehr ergattern konntet, so ist das gar kein Problem. Die Zeitung gibt es nämlich auch im Internet als kostenlosen PDF-Download. Klickt einfach auf die folgenden Links:

Weitere Ausgaben der Zeitung und Wissenswertes zum Thema SoR-SmC erwarten dich hier!

 

 

WhatsApp – die Datenkrake kritisch unter die Lupe genommen

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Fast jeder kennt es, fast jeder hat es, fast jeder liebt es. Doch zu selten hinterfragt man den Dienst, den man tagtäglich nutzt. Das wollen wir heute ändern und schauen hinter die Kulissen des allseits bekannten Messengers!

Entstehung

WhatsApp wurde 2009 von dem ukrainisch-US-amerikanischen Unternehmer Jan Koum und dem US-amerikanischen Unternehmer und Programmierer Brian Acton gegründet. WhatsApp hatte bereits im Februar 2014 mehr als 450 Millionen Nutzer, die mindestens einmal pro Monat aktiv waren. Am 19. Februar 2014 kaufte Facebook Whatsapp für umgerechnet 13,81 Milliarden Dollar. Diese Summe gilt auch in Fachkreisen als extrem hoch. WhatsApp hat nun bereits 700 Millionen Nutzer, heruntergeladen wurde die Anwendung mehr als eine Milliarde Mal.

Sicherheit und Kritik

Warum war WhatsApp so günstig und kostet nun gar nichts mehr? Ganz einfach: WhatsApp finanziert sich wie Facebook durch Werbeeinnahmen. Manche munkeln, dass der Messengerdienst, der nun also seit geraumer Zeit Facebook gehört, auch eure Daten (z. B. Kontakte aus dem Adressbuch) verkauft, obwohl offiziell das Gegenteil behauptet wird.

Wie macht man damit Geld? Firmen sind daran interessiert, Persönlichkeitsprofile von Menschen anzulegen, um möglichst genau Angebote auf deren Bedürfnisse zuschneiden zu können.  Dabei geht es in erster Linie um Geld, nicht darum, dass man euch so mag und möchte, dass ihr kostenlos etwas bekommt. Interessen, Wünsche und Bedürfnisse teilen die User sich gegenseitig ebenso mit wie Informationen darüber, wie der Arbeitstag war. Daraus lassen sich schnell direkt oder indirekt Bedürfnisse ableiten. Hier ein Chat-Beispiel, wie es tausendfach in WhatsApp täglich vorkommen dürfte.

„Mein Tag war stressig. So wie immer im Marketing. Die Frau XY vom Kunden XY hat mich heute wieder total genervt. Meine Firma ist total blöd und zahlt mir wenig. Dabei würde ich so gerne shoppen gehen. Das neue Kleid bei XY in der Fußgängerzone in XY gefällt mir super. Die haben noch andere Marken von XY. Vielleicht kündige ich ja bald und finde einen besseren Job. Ich glaube, dass mein Kollege Franz Xaver Bierbichler auf mich steht. Ich mag ihn eigentlich auch ganz gern. Mal schaun, vielleicht bahnt sich ja eine Romanze an – dann ginge ich wieder gerne zur Arbeit!“

Was erfährt WhatsApp nun über die Person? Es weiß nun(,)

  • dass man unzufrieden mit seinem Job ist
  • dass man im Marketing-Bereich arbeitet
  • dass es einen Konflikt mit Frau XY von Firma XY gibt
  • den Namen der Firma / des Arbeitgebers (wenn man ihn nennt)
  • wo man seinen Lebensmittelpunkt hat
  • dass man mit dem Gehalt unzufrieden ist
  • dass man womöglich den Job wechseln möchte
  • dass man Mode der Marke XY mag
  • wo man shoppen geht
  • dass man mit einem Kollegen liebäugelt (Liebesleben, Namen anderer!)

Das und noch vieles mehr verrät man von sich mit nur einer Nachricht. Man meint, dass es nur das Gegenüber, z. B. die beste Freundin liest. WhatsApp verspricht zwar, Daten nur kurz auf dem Server zu „loggen“. Immer wieder aber ist der Anbieter in der Kritik, da Experten die Verschlüsselung als zu schwach einschätzen und somit auch Daten abgegriffen werden können. Die Realität sieht in der Regel anders aus als blanke Werbeversprechen. Durch eine Vielzahl an gesendeten Nachrichten (manche haben über 100.000!!! pro Kalenderjahr) ermöglicht man dem Messenger, ein Persönlichkeitsprofil von sich anzufertigen. Man möchte sich nicht ausmalen, was diese Informationen anrichten können – nicht nur für einen selbst.

Schon heute speichern sog. Cookies unsere Vorlieben, Wünsche oder Probleme, wenn wir z. B. auf Amazon surfen und ein bestimmtes Produkt kaufen. Jeder hat es schon einmal erlebt, dass man auf einer ganz anderen Seite im Internet unterwegs ist und plötzlich bekommt man Werbung eingeblendet, die genau unseren Wünschen entspricht. Nach diesem Prinzip funktioniert auch WhatsApp, nur gibt es der Datenriese bisher offiziell so nicht zu. Unser digitaler Fingerabdruck bei Amazon ist relativ schwach, da man zwar etwas bestellt, dabei aber den Hintergrund selten nennt (außer man schreibt eine Rezension, also eine Produktbeurteilung). In WhatsApp offenbaren wir anderen unsere Gefühle, Träume, Ängste. Das ist also schon ein ganz anderes „Kaliber“. Das machen wir, weil wir uns geschützt fühlen – wir und unser Handy, ganz privat also. Doch so ist es nicht!

WhatsApp wird vor allem für seine allgemeinen Nutzungsbedingungen kritisiert, die dem Unternehmen erlauben, Medien der Nutzer für eigene Zwecke zu verwenden. Ich persönlich wusste das nicht, bevor wir darüber in der Sozialpraktischen Grundbildung (SoG) in der Schule gesprochen haben. WhatsApp kann z. B. ein Bild, das man an jemanden verschickt, verwenden. Konkret heißt das: ihr verschickt ein Bild, auf dem womöglich ein Markenprodukt (Kleidung, Getränke) oder Personen zu sehen sind. WhatsApp kann dieses Bild zu Werbezwecken verkaufen oder zumindest weitergeben. Die Rechte an den Bildern tretet ihr zwar ab, verantwortlich seid ihr aber weiterhin für dessen Inhalt. So kann es sein, dass irgendwo auf der Welt eine Firma ein von euch gemachtes Bild von WhatsApp abkauft und in einer Zeitschrift oder einem Plakat abdruckt. Sollte nun z. B. ein Markenlogo zu sehen sein, haftet nicht WhatsApp, sondern ihr. Die Firma, dessen Logo (z. B. einer Kleidermarke) man auf dem Bild sieht, kann euch verklagen, da ihr unerlaubterweise das unter Copyright stehende Logo verwendet. Bisher sind keine solcher Klagen in der Öffentlichkeit bekannt geworden. Dennoch besteht eine gewisse Gefahr. Und schon allein das Wissen darum, dass womöglich persönliche Fotos von sich und anderen an die Öffentlichkeit gelangen können, sollte einen aufhorchen und das eigene Chat-Verhalten überdenken lassen. WhatsApp hat übrigens Zugriff auf dein komplettes Adressbuch, deine Identität, deinen Standort und vieles mehr. Immer wieder gibt es auch Hinweise auf gravierende Sicherheitslücken, die beispielsweise Unbefugten Zugriff auf Nachrichten ermöglichen. Alleine die Tatsache, dass sich WhatsApp lange dagegen gewehrt hat, seine AGBs ins Deutsche zu übersetzen, sollte jeden Nutzer aufhorchen lassen. Schließlich ist nicht jeder des Englischen mächtig, geschweige denn dem nicht leicht zu durchdringenden Rechtstext, durch den sich Allgemeine Geschäftsbedingungen auszeichnen. Das fällt schon schwer, wenn der Text in der Muttersprache verfasst ist. Aber auch dann machen sich nur wenige die Mühe, ihn zu lesen!

Ein weiteres Problem in Zusammenhang mit WhatsApp ist die ständige Erreichbarkeit und der Zwang, häufig auf das Handy schauen zu müssen, um vermeintlich nichts zu versäumen – oder einfach, um dazuzugehören. Auch verlagert sich nicht selten das soziale Leben teilweise auf interaktive Netzwerke, in denen echte Emotionen durch sog. Emojis ersetzt werden, was zu Missverständnissen und Streitereien führen kann, wenn man sein Gegenüber in der Kommunikation nicht sieht. Schulen, Eltern, Erzieher und vor allem Betroffene selbst haben auch verstärkt mit Mobbing, Ausgrenzung und Hassnachrichten, dem sog. „Dissen“, zu kämpfen.

Fazit

Wer mit WhatsApp Nachrichten versendet, sollte darauf achten, dass diese keine oder nur wenige private Informationen enthalten. Vom Versenden von Fotos und Sprachmemos ist dringend abzuraten. Grundsätzlich scheint der Dienst in Ordnung, wenn man nur oberflächliche Gespräche führt, in denen man weder etwas über sich noch über andere verrät. Dennoch ist WhatsApp nicht automatisch vorab zu verurteilen. Aber die Frage bleibt: muss WhatsApp wissen, wann ich mich wo mit meinen Freunden zu einem Treffen verabrede und welchen Film man sich im Kino ansieht?

Der Schutz unserer Privatsphäre wird durch unsere Verfassung, das Grundgesetz, und somit durch die Demokratie gewährleistet. Es wäre schlimm, wenn wir uns selbst dieses Recht nehmen, indem wir zu wenig achtsam mit unseren Daten und denen anderer umgehen. Deshalb ist WhatsApp auch erst ab 16 Jahren offiziell erlaubt. Dahinter steht die Idee, dass man erst ab einem gewissen Alter selbstverantwortlich und reif mit gewissen Dingen verantwortlich umgehen kann. Und da WhatsApp auch immer andere betrifft, nämlich die, mit denen man chattet, ist es das auch: eine Verantwortung!

RAP – Hintergründe und Geschichte des Sprechgesangs

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Definition: Rap (englisch: Plauderei , Unterhaltung ) ist ein schneller, rhythmischer Sprechgesang und Teil der Hip-Hop-Kultur.

Geschichte des Rap

Rap kommt aus der afroamerikanischen Kultur. Formen des Sprechgesangs kamen bereits 1920 in frühen Blues-Aufnahmen vor. 1960 wurde der Sprechgesang von Bürgerrechtsbewegungen praktiziert, um politische Botschaften zu verbreiten. In der Folge verwendeten DJs 1970 Sprüche in  einem jugendlichen Slang (Slang laut Duden: nachlässige, oft fehlerhafte, saloppe Ausdrucksweise). Dies taten sie zunehmend in Reimen zum  Rhythmus  der Musik. Im Laufe der Zeit wurden die Texte länger und gehaltvoller, man begann Geschichten zu rappen, und auf diesem Weg seine Ansichten und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Als erste Rap-Aufnahme wird oft King Tim III (Personality Jock) von der Funk-Combo Fatback Band aus dem Jahr genannt, das ihr euch hier anhören könnt:

Entwicklung

In den 1990er Jahren wird in den Texten des Raps das Leben in den amerikanischen Ghettos seit den 1970er-Jahren wieder aufgerollt und im Kollektivgedächtnis (= Erinnerungen / Erfahrungen mehrerer Generationen von Menschen, z. B. der Schwarzen in der Sklaverei) verarbeitet. In den Texten ging es hauptsächlich um die Probleme der Kriminalität und um Drogen, manche distanzieren sich davon eindeutig, andere heißen es gut, weshalb der Rap auch immer unbedingt kritisch zu sehen ist. In den Texten kommen teilweise auch Schimpfwörter vor. Viele Rapper wurden von den Medien negativ dargestellt, was ihr Image – und das des Rap allgemein – verschlechterte. Der Begriff des Gangsta-Raps wurde populär und meint in erster Linie eine positive Darstellung von Kriminalität und gesetzlosem Verhalten. Gerade diese Art des Rap ist besonders für Jugendliche sehr gefährlich, da sie ein falsches Bild von der Realität bekommen und dadurch womöglich falsche Vorbilder gutheißen.

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1980 kam Rap durch die Stationierung amerikanischer Soldaten nach Deutschland. Auch der amerikanischen Film machte Rap in Deutschland populär. Heute gibt es viele Hip-Hop-Bands (eine besondere Form, die sich aus dem Rap entwickelte) in Deutschland.

Erfolgreiche englischsprachige Rapper

2pac, Eminem , 50 Cent, Jay Z , Chris Brown, Nelly, The Notorious  B.I.G, Timbaland

Erfolgreiche deutschsprachige Rapper

Samy Deluxe, Afrob, Max Herre, Boris Lauterbach (von Fettes Brot), Bushido, Sido, Kool Savas, Cro, Eko Fresh, Thomas D. (von den Fantastischen Vier), Jan Delay

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Mein Fazit

Rap ist grundsätzlich eine schöne Musikrichtung . Leider gibt es viele Interpreten, die beleidigende Texte mit Schimpfwörtern schreiben, was der Grundidee des Rap nicht entspricht und ihn somit in ein schlechtes Licht rückt.

TSV 1860 MÜNCHEN: INFORMATIONEN ÜBER DEN TRADITIONSSVEREIN

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Der Turn- und Sportverein München von 1860 e. V., kurz TSV 1860 München, ist ein Sportverein in München. Gegründet wurde er am 17.Mai 1860. Die Vereinsfarben sind grün-gold, bekannter jedoch sind die Farben weiß-blau der Fußballabteilung. Der Verein hat ca. 20.000 Mitglieder.

Erfolge

Die größten Erfolge feierte der Verein in den 60er Jahren, in denen die Fußballmannschaft den DFB-Pokal und die deutsche Meisterschaft gewann. Sportler des TSV 1860 ergatterten aber auch unter anderem dreimal Olympisches Gold und mehrere hundert deutsche Meistertitel.

Das Nachwuchsleistungszentrum ( NLZ)

Der TSV 1860 München hat eine der besten Jugendarbeit im deutschen Fußball. Das NLZ wurde bereits dreimal hintereinander mit drei von möglichen vier Sternen ausgezeichnet. Letztes Jahr bekam es außerdem einen Bonusstern für die Durchlässigkeit von Jugendspielern in den Profikader.

Die Stadionsituation

1922 wurde das Grünwalderstadion gebaut.1972 zogen die Löwen in das neu gebaute Olympiastadion. Im Sommer 1973 wurde dort im Spiel gegen den  FC Augsburg mit geschätzten 90.000 bis 100.000 Zuschauern der Zuschauerrekord aufgestellt. Seit  2005 spielt der TSV 1860 München in der Allianz-Arena (Bild). Diese wurde zusammen mit dem FC Bayern geplant und gebaut. Die Allianz-Arena gehörte zur Hälfte dem TSV1860 München und die andere dem FC Bayern. Der TSV 1860 München verkaufte nach einiger Zeit deren Anteile an den FC Bayern.

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Saison 2014/2015

Die Saison war sehr turbulent. Der TSV 1860 München musste in die Relegation gegen den Dritt-Ligisten Holstein Kiel antreten. Das Hinspiel endete 1:1. Im Rückspiel in der Allianz-Arena führte der Holstein Kiel in der 1sten Halbzeit 0:1. In der 2 Hälfte drehte die Münchner mit einer klasse Moral das Spiel und erzielten in der Nachspielzeit das 2:1.Somit blieben die 60er in der 2 Liga.