Lexikonartikel: Tiger

Die auffälligen Streifenzeichnungen des Tigers sind mit keinem anderen Tier zu verwechseln, außerdem dienen sie ihm als Tarnung. Die spezielle Färbung ermöglicht es dem Tiger, sich am Boden zu verbergen. Die Grundfarbe der Oberseite unterscheidet sich je nach Art, mal ist sie rotbraun oder goldorange. Die Unterseite und das Gesicht sind meistens weiß, ebenso die Innenseiten der Beine. Die Ohren sind schwarz. Das Fell ist bei den meisten Tigern kurz, bei den Sibirischen Tigern allerdings wegen der Kälte sehr dick und lang.

Es gibt bei den Tigern wie bei den meisten Wirbeltieren verschiedene Farbabweichungen. Die besonders bekannten Weißen Tiger sind Teilalbinos, da ihnen die roten Augen fehlen.

Die meisten dieser Tiger haben dunkle Streifen, es gibt nur ganz wenige, die keine Streifen haben. Eine besondere Tigerart in freier Wildbahn ist der sogenannte Rötling. Bei ihm fehlen die schwarzen Pigmente der Streifen. Diese Tiere besitzen eine blassgelbe Grundfarbe und orangerote Streifen.

Tiger sind meistens in der Dämmerung oder nachts aktiv. Sie legen auf der Suche nach Beute oft große Strecken zurück. Außerdem können sie  Flüsse mit einer Breite von sechs bis acht Kilometer durchschwimmen,  in Ausnahmefällen sogar 29 km breite Flüsse. In der Regel sind Tiger aufgrund ihres Körpergewichts ziemlich schlechte Kletterer.

Tiger ernähren sich in der Regel von großen Säugetieren. Den Großteil von Nahrung machen Huftiere aus, aber sie fressen auch Hasen, Vögel bis hin zu großen Krokodilen. Tiger schleichen sich an ihre Beute an oder lauern ihr auf und erlegen sie nach wenigen Sätzen oder einem kurzen Spurt. Sie nähern sich dem Opfer in Windrichtung an. Wenn eine zu große Distanz dazwischen ist oder keine Deckung, wartet der Tiger, bis sich das Opfer gegebenenfalls selbst nähert.

Es gibt folgende Arten dieser faszinierenden Raubkatzen:

Festlandtiger

  • Der Sibirischer Tiger, auch Amurtiger genannt, ist eine der größten Unterarten des Tigers, er lebt im östlichen Sibirien, der Mandschurei und Korea. Das Fell ist relativ lang, hell und dicht. Diese Tiere sind stark gefährdet.
  • Der Südchinesische Tiger ist eine mittelgroße Unterart, er ist etwas kleiner als der Bengal- oder Indochinatiger. Die Färbung ist intensiver und der Weißanteil geringer. Außerdem sind die Streifen dunkler und weiter voneinander entfernt. Der Tiger war einst von Teilen Chinas bis zu den nördlichen Grenzgebieten von Yunnan, Guangxi und Guangdon verbreitet. Die verbliebenen Restbestände dürften keine weiteren Überlebenschancen haben, selbst wenn Schutzmaßnahmen ergriffen werden.
  • Der Bengaltiger, Indischer Tiger oder auch Königstiger genannt, ist die zweitgrößte Unterart der Tiger. Die Fellfärbung ist insgesamt relativ variabel, aber meist dunkler als beim Amurtiger (Sibirischer Tiger) und heller als bei den südöstlichen Unterarten. Die Streifen sind zumeist eher dunkler. Er ist ursprünglich vom Industiefland in Pakistan zum indischen Subkontinent bis Bengalen, Assam oder in den Nordwestteilen Myanmars verbreitet. Dabei zeigen Tiger der verschiedenen Unterarten gewisse Differenzen. Der Bengaltiger gilt als bedroht, ist jedoch weniger gefährdet als die anderen Unterarten.
  • Der Indonesische Tiger ist etwas kleiner als der Bengaltiger und hat eine dunklere Grundfärbung, die meist sehr dunklen Streifen gehen in Flecken über. Die Unterart ist auf dem Festlands Südostasiens verbreitet.
  • Der Malaiische Tiger ist auf der Malaiischen Halbinsel verbreitet und ebenfalls stark bedroht.
  • Der Kaspische Tiger, auch Persischer Tiger genannt, ist eine ausgestorbene Unterart. Viele schmale Streifen hoben sie meist vom Amurtiger ab. Die Streifen waren in der Regel sehr hell und das Fell recht lang.

Sunda-Tiger

  • Die Sumatratiger sind relativ kleine, kontrastreich gefärbte Unterarten-Tiger. Die Streifen zerfallen häufig zu Flecken. Sumatratiger sind sie die kleinste noch lebende Unterart.
  • Der Java Tiger ist noch kleiner als der Sumatratiger und ähnlich dunkel gefärbt. Die Streifen sind sehr eng und zahlreich. Die Tiger waren einst auf Java, der am dichtesten bevölkerten Insel Indonesiens, verbreitet, und gelten als ausgestorben.
  • Der Balitiger ist die kleinste Unterart und am dunkelsten gefärbt. Die Streifen sind eher breit, häufig befinden sich dunkle Flecken zwischen den Linien.

In der folgenden Arte-Doku erfahrt ihr noch mehr über die faszinierenden Tiger:

Interessant zu Wissen: Die Flagge Australiens

Heute habe ich diesen Artikel über die australische Flagge aus Wikipedia für euch:

Die Flagge Australiens ist seit dem 22. Mai 1909 die offi­zielle Natio­nal­flagge des Landes. Sie basiert auf der briti­schen Blue Ensign und kann in drei Elemente einge­teilt werden: Das linke obere Eck trägt den Union Jack, die Flagge des Ver­einigten König­reichs Groß­britan­nien und Nord­irland, als Zeichen für den Ein­fluss dieses Landes auf Austra­lien und die Zu­gehörig­keit zum Common­wealth. Links, unter dem Union Jack, steht ein großer weißer, sieben­strah­liger Stern, der Common­wealth Star genannt wird. Sechs Strah­len stehen für die ur­sprüng­lich sechs Bundes­staaten Austra­liens, der siebte für die Terri­torien. Die rechte Hälfte der Flagge zeigt eine Anord­nung von fünf weiteren weißen, unter­schied­lich großen Sternen, die das Stern­bild Kreuz des Südens reprä­sen­tieren. Einer davon ist fünf­strahlig, die übrigen vier sieben­strahlig. Der erste auf­gezeich­nete Versuch, eine „natio­nale“ Flagge für Austra­lien einzu­führen, stammt aus den Jahren 1822 und 1823 und geht auf die beiden Kapi­täne John Nichol­son und John Bingle zurück. Die Flagge, bekannt unter der Be­zeich­nung Natio­nal Colo­nial Flag, bestand aus einem weißen Tuch mit rotem Georgs­kreuz, welches an jedem Ende einen weißen Stern trug, die für das Kreuz des Südens stehen sollen.

Quelle: Wikipedia (Text), Pixabay (Bild)

Wer gibt uns ein Zuhause? (Teil 2)

Natürlich gibt es auch im Umkreis von Landshut einige Tierheime. Eines, das ich genauer vorstellen möchte, liegt in Eching. Dazu habe ich für euch ein paar Infos gesammelt:

Wie könnt ihr dem Tierheim helfen? Klickt einfach auf die Seite: www.tierheim-landshut.de/index.php/spenden.html und errichtet ein Spendenkonto. Eine andere Möglichkeit ist, die Hunde des Tierheims Gassi zu führen, was allerdings nur Mitgliedern des Tierschutzvereins aus Sicherheitsgründen erlaubt wird.

Wie wird man Mitglied? Auch das könnt ihr auf der o.g. Seite erfahren. Für Erwachsene beträgt der Jahresspendenbeitrag 25 Euro, bei Kindern liegt er bei 5 Euro.

Ich habe ein streunendes Tier gefunden, was soll ich tun? Meldet euch beim Tierheim,  denn dort können die Mitarbeiter einen Steckbrief ins Internet stellen oder dem Tier ein sicheres Heim bieten.

Jedes Tier möchte in einem schönem Zuhause leben, darum muss man es sich vor dem Tierkauf gut überlegen, ob man den Bedingungen der folgenden Check-Liste entspricht.

  1. Sind alle Familienmitglieder damit einverstanden?
  2. Habt ihr genug Platz und Zeit für das Tier?
  3. Was macht ihr, wenn ihr verreist? Habt ihr eventuell Verwandte oder Freunde, die sich dann um das Tier kümmern?
  4. Seid ihr bereit, euch für viele Jahre an das Tier zu binden? Manchmal auch 10-15 Jahre lang?
  5. Liegen in der Familie Allergien vor?
  6. Könnt ihr das Tier (z. B. einen Hund) mindestens ein bis zweimal täglich aktiv beschäftigen?
  7. Wohnt ihr in einer Mietwohnung oder in einem Mietshaus? Erlaubt der Vermieter Haustierhaltung?

Nehmt euch diesen Artikel bitte zu Herzen und überlegt mit euren Eltern, ob ihr vielleicht auch das Leben eines kleinen Tieres wieder besser machen könnt und wollt!