Lyrisches zum Nachdenken: Prometheus

„Gestatten, Prometheus, Sohn des Iapetos, „Diener“ des Zeus.

Doch ich empfinde nur wenig Stolz.

Wie du hier liest, bin ich ein Gott.

Hat dich vielleicht geschockt.

Ich meine … ein Gott.

 

„Göttervater“ Zeus, „Euer Hochwohlgeboren“,

was hab ich hier nur verloren?

Unsterblich, bis in alle Ewigkeit.

Ich erschaffe ein Geschöpf, das meiner gleicht.

 

Aus Ton schaff ich den Menschen.

Will ihm verschiedene Künste schenken.

Ein sterbliches Wesen

und doch dank mir recht belesen.

 

Zeus, du kannst mir nicht befehlen, dich zu ehren.

Du bist einem Menschen ähnlicher, als du denkst.

Mit Gefühlen und Emotionen.

Gibs zu, ohne deinen Olymp wärst du verloren.

 

Das Feuer nahmst du meinen Menschen,

neidisch warst du, als ich es wieder herstellen konnte.

Und fähig bist du zu Qual.

Ein Adler und ein Felsen waren für mich die Wahl.

Doch meine Geschöpfe habe ich nicht aufgegeben.

 

Gott nennst du dich.

Schämst du dich nicht?

Ein Gott, der Seinesgleichen foltert und quält,

gehört verschmäht.

 

Meine Menschen, lasst euch von Neidern und Besserwissern nichts sagen.

Es gibt euch nicht umsonst. Nicht umsonst erschuf ich ein starkes Geschöpf.

Ein Wesen mit Leben.

Etwas, was ein Gott nicht kennt.

Eigentlich genau wie ich.

Willkommen zurück!

Liebe Schülerinnen und Schüler,

wir wünschen euch allen einen guten „Neustart“ in in diesem merkwürdigen Schuljahr. Haltet noch durch, die Sommerferien sind nicht mehr weit!

Euer Team der Online-Schülerzeitung