Aus dem Gefühlsleben Teil II: Finifugal und Nyctophilia

Da mein Schulalltag zur Zeit ein wenig stressig ist und jetzt auch noch Schulaufgabenzeit ist, bin ich in letzter Zeit leider weniger zum Schreiben gekommen. Ich hab echt das Gefühl gehabt, dass in letzter Zeit ständig irgendwer irgendwas von mir wollte! Also wirklich, ich kann mich doch nicht vierteln! Doch man lernt es tatsächlich (so viel zu tun, ohne sich zu vierteln) und so kann ich jetzt doch in Ruhe meinen versprochenen Text schreiben ohne mich zu fünfteln. Ich bin ganz da.

Vor ein paar Wochen habe ich einen Text geschrieben, der merkwürdige Gefühle behandelte. Sie hießen Jouska, Adronitis und Liberosis. Am Ende habe ich einen 2. Teil versprochen und dieses Versprechen löse ich jetzt ein. Es gibt nämlich tatsächlich noch weitere Gefühle, die die wenigsten kennen:

Finifugal

Kennst du das? Du liest ein Buch, das dir mega gut gefällt, hast aber nur noch 20 Seiten zum Lesen oder eine Serie, die du total super findest, doch nach zwei Folgen hast du sie schon zu Ende geguckt. Du bist traurig, da sie schon bald vorbei sind. Sie haben dir schließlich gefallen. Du liest nur noch ganz wenig bzw. schaust nur noch ein paar Minuten, denn dann ist es ja vorbei! Man muss ja schließlich so lange wie möglich etwas davon haben. Das ist Finifugal.

Nyctophilia

Das zweite Gefühl heißt Nyctophilia. Nyctophilia bedeutet auf deutsch „Eine Vorliebe für die Nacht“. Man kann eigentlich gar nicht sagen, dass es ein Gefühl ist, sondern eher eine Diagnose. Nicht falsch verstehen, es ist keine Krankheit! Menschen, die Nyctophilia haben, meiden das Licht, schlafen lieber bei Tag, da sie sich in der Dunkelheit einfach wohler fühlen. Sie sitzen oft einfach in einem dunklen Raum und genießen die Ruhe um sich herum. Es ist also das komplette Gegenteil von Niktophobie. Das beschreibt die Angst vor der Dunkelheit, worunter oftmals kleine Kinder leiden. Doch Menschen mit Nyctophilia haben keinerlei Angst vor dem Tageslicht, sie fühlen sich einfach nur in der Dunkelheit so wohl, wie andere sich im Sonnenlicht wohlfühlen. Für viele Menschen ist es schwer, diese „Diagnose“ auszuleben, da man am Tag arbeitet und in der Nacht schläft.

Was es nicht alles gibt. Ich habe auch schon meine Bekanntschaft mit Finifugal gemacht, doch ich bin kein Mensch, der lieber im Dunkeln ist als im Licht. Die anderen Gefühle, die ich in meinem letzten Beitrag geschrieben habe, sind mir alle bekannt.