Das innere Licht

„In der Yoga-Philosophie gibt es das Bild des inneren Lichts, das immer in dir leuchtet und nicht beeinflusst ist von äußeren Umständen oder den Reaktionen anderer Menschen. Dein inneres Licht kann nie ganz erlöschen, es gibt immer einen Teil in dir, der nicht verletzbar ist. Achte heute einmal ganz besonders auf dein inneres Licht und lächle dir selbst zu. Das schafft Klarheit, Wärme und Gelassenheit.“

Spruch von einer Inspirationskarte

Ich habe Inspirationskarten mit sehr weisen und motivierenden Sprüchen. Jeden Tag ziehe ich eine Karte aus der Box und immer steht ein neuer Satz oder eine neue Weisheit darauf. Heute war dieser kurze Text auf der Karte und ich finde ihn irgendwie interessant. Ich befasse mich viel mit Charakter, Emotionen, Selbstbewusstsein etc. , aber von einem inneren Licht habe ich tatsächlich so noch nie gehört. Darum dachte ich, dass es höchste Zeit ist mal ordentlich nachzulesen und den Spruch zu überdenken.

Ich stelle mir das innere Licht irgendwie so vor: Wenn wir so richtig fröhlich sind, strahlt das innere Licht. Es leuchtet und scheint und man kann es in den Augen sehen. Das innere Licht ist dann nicht nur eine kleine Flamme, sondern eine Sonne. Darum gibt es vielleicht auch den Begriff „Sonnenschein“ für eine Person, die immer fröhlich ist und oft lacht. Das innere Licht dieses Menschen leuchtet immer in den hellsten Farbtönen. Wenn wir traurig sind, wird aus dem inneren Licht eine kleine Flamme. Es erlischt aber nie ganz. Es hält uns aufrecht, damit wir nicht zusammenbrechen. Das innere Licht verkörpert also die Freude des Lebens und die Hoffnung, dass alles wieder gut wird, auch wenn wir es gerade nicht glauben. So verstehe ich es. Mal schauen, was das Internet sagt.

Interessant. Es ist genau, wie ich vermutet habe. Bestimmt kennt jeder so eine Person, die von innen heraus strahlt, oder? Genau, und DAS ist das innere Licht, das in der Yoga-Philosophie beschrieben wird. Das Internet beschreibt solche Personen als Menschen, die mit dem Leben verbunden sind. Und DAS ist es, was andere spüren. Die Personen, bei denen das innere Licht immer „brennt“ sieht man oft als authentisch und in sich ruhend, heißt es im Internet. Und wenn ich so überlege, stimmt das. Man merkt es einfach, wenn eine Person mit ihrem Leben rundum zufrieden ist. Sie ist immer so fröhlich und das ist ansteckend! 🙂

Die Quäker:

Ich hab aber auch noch was anderes gefunden. Das geht in die religiöse Richtung. Es betrifft die Quäker. Das Quäkertum ist eine kleine religiöse Gemeinschaft mit christlichen Wurzeln. In Deutschland gibt es kaum Quäker. Es gibt nur, festhalten, 300! Die meisten Quäker leben in England, Nordamerika und Afrika. Im Quäkerglauben gibt es auf jeden Fall ebenfalls ein inneres Licht. Es hat sogar verschiedene Namen. Es wird auch Gott, das Göttliche, innerer Jesus oder das Gute im Menschen genannt. Die Quäker glauben, dass dieses Licht zu verstehen hilft, dass jedes Leben wertvoll ist. Wie auch in der Yoga-Philosophie wird beschrieben, dass es immer leuchtet und nie ganz erlischt. Wenn man als Quäker lebt, sieht man in jedem Menschen das innere Licht.

Ich finde es interessant. Ich habe erstens gar nicht gewusst, dass es einen Teil in mir gibt, der nicht verletzbar ist. Wenn ich so richtig traurig oder enttäuscht bin, denke ich teilweise, dass die Welt untergeht. Dass irgendwas in mir nicht verletzt ist? Vergiss es! Zweitens habe ich nicht gewusst, dass es das innere Licht der Yoga-Philosophie ist, was Menschen, die mit dem Leben verbunden sind, so erstrahlen lässt. Ich kenne solche Menschen und sie sind mir von Anfang an sympathisch. Na klar, wer von innen heraus strahlt, strahlt auch nach außen. Und das ist schön.