Legenden und Mythen über Sternbilder

Jede Nacht sehen wir den Sternenhimmel, der uns so dunkel, schön und (un)heimlich erscheint. Immer mehr erfahren wir über das Universum, immer mehr wollen wir wissen, was in unserem Universum los ist. Wir schauen den Sternenhimmel an und machen uns Gedanken, ob es dort, im Dunkeln, wirklich Leben gibt. Diese Frage können wir leider nicht klären, dafür aber die Bedeutung von Sternbildern. Die wichtigsten bzw. bekanntesten findet ihr in diesem Artikel.

Wenn man den Sternenhimmel betrachtet, kann man auch verschiedene Sternbilder wie z. B. Skorpion oder Pfeil erkennen. Manche Menschen sind überzeugt davon, dass die Sternbilder unser Leben prägen können, die Wissenschaftler aber widersprechen diesen Ansichten. In der Antike aber, vor allem in Griechenland, haben die Menschen über verschiedene Sternbilder verschiedene Mythen und Legenden gebildet, weil sie dafür, im Gegensatz zu heute, keine Erklärung hatten. Wir haben diese Erklärungen.

Orion

Orion war in der griechischen Sage ein besonders großer Jäger. Meist wird er mit seinem Schild nach Westen dargestellt, um den kräftigen Stier abzuwehren. Doch Orion kämpfte der Sage nach nicht nur mit wilden Tieren und Menschen, er interessierte sich auch für schöne Mädchen. So stellte er den Plejaden, den sieben Töchtern des Riesen Atlas nach, bis diese Zeus anflehten, sie vor den Verfolgungen des Orion zu retten. Zeus setzte daraufhin sowohl die Plejaden als auch Orion an den Himmel, wo er ständig hinter den Plejaden hinterherlaufen muss, ohne sie jemals zu erreichen.

Der Orionnebel – unwirklich und wunderschön. Darin jagt Orion wohl noch heute schöne Mädchen…

Drache

Der Drache bewachte in der griechischen Sage die goldenen Äpfel der Hesperiden. Niemand konnte den Drachen bezwingen. Erst Herkules, der mit seiner gewaltigen Keule nach langen Irrfahrten den von Hera gepflanzten Baum erreicht hatte, konnte ihn erschlagen. Er nahm die Äpfel an sich und brachte sie zurück zu Eurystheus, dem er damit den Beweis für die Lösung seiner letzten Aufgabe lieferte. Die Göttin Hera versetzte den Drachen zum Dank für sein Wächteramt an den Himmel.

Großer Bär

Einer Sage nach ist die große Bärin die Nymphe Callisto, ein wunderschönes Mädchen, in die sich der höchste Gott Zeus verliebte. Seine Frau, die Göttermutter Hera, war darüber so erzürnt, dass sie Callisto in eine Bärin verwandelte und in die Wälder Arkadiens trieb. Sie setzte ihr so zu, daß sich Zeus schließlich ihrer erbarmte und sie an den Himmel setzte, als Sternbild Große Bärin – ein zirkumpolares Sternbild, das niemals untergeht (also immer sichtbar ist), sodass Zeus Callisto während des ganzen Jahres vor Augen hatte.Jungfrau, Bärenhüte, Jagdhunde und kleiner Wagen

Hinter dem Ochsentreiber (Bootes, Bärenhüter) verbirgt sich der Sage nach ein Mann mit dem Namen Ikarios, dem die Götter einst den Wein schenkten. Mit dem neuen Getränk zog er auf einem Ochsenkarren durch die Lande und bot den Menschen davon an. Da sie aber den Wein nicht kannten, dachten sie, Ikarios wollte sie vergiften, und sie erschlugen ihn. Erst später merkten sie, was für ein schönes Getränk er ihnen in Wirklichkeit gebracht hatte und sie bereuten ihr Verbrechen sehr. Bald darauf kam die Tochter des Ikarios auf der Suche nach ihrem Vater in die Gegend und erfuhr von seinem traurigen Schicksal. Sie weinte sehr und die Götter erbarmten sich ihres getöteten Vaters als auch seiner jungfräulichen Tochter und machten sie zu Sternbildern; sogar der Wagen, mit dem der Ochsentreiber Ikarios durch die Lande gezogen war, bekam seinen Platz am Himmel, als Sternbild Kleiner Wagen. Da die Tochter des Ikarios einen Strauß von Kornähren bei ihrer traurigen Suche nach ihrem Vater mit sich getragen hatte, erhielt der hellste Stern des Sternbildes Jungfrau den Namen Spica, was übersetzt „Ähre“ bedeutet. Eine andere Sage berichtet, daß der Bärenhüter mit den Jagdhunden die Bären bewacht haben soll.

Groß ist der Weltraum, noch größer die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, also nach (neuen) Sternbildern. In unseren Breitengraden lassen sich viele der oben erwähnten allerdings gut entdecken.

Propiert es selbst aus!

Nun wisst ihr ein bisschen mehr über unsere Sternbilder und die zugrunde liegenden Mythen, trotzdem wissen wir immer noch sehr wenig von dem, was im Dunkeln des Universums steckt. Aber das ist eine andere Frage!

Unsere Ozeane: Monster der Tiefe

Ungeahnte Tiefen haben unsere Weltmeere. Darin tummeln sich allerlei Tiere. Manche sind so groß oder sehen so furchterregend aus, dass man sie als „Monster der Tiefe“ bezeichnen könnte.

Während unsere Berge weit hinauf reichen, geht die Tiefsee noch weiter hinab. Unsere Welt ist von Bewegung, Sauerstoff, Wärme und Licht geprägt – doch ganz unten, in der Tiefe, gibt es ein Welt, in dem nur Kälte und Dunkelheit herrschen. Doch auch diese Welt hat ihre Bewohner.

In Ozean leben Millionen von Fischen und es gibt (soweit bekannt) über 24.000 Fischarten. Wir kennen unser Universium besser als unsere Weltmeere. Zwar wissen wir etwas über Fischarten, z. B. über Lachse, Karpfen oder sogar Haie, aber es gibt auch Fische die, ganz unten, im Dunkel des Tiefes leben. Drei dieser „Tiefseemonster“ stelle ich euch heute vor.

Der Vampirtintenfisch

Das erste Monster in unserer Liste ist der Vampirtintenfisch. Seinen Namen erhielt er aufgrund der Häute, die sich zwischen seinen Armen aufspannen und ihm das Aussehen eines in einen Umhang gehüllten Vampirs geben. Vampirtintenfische führen ein energiesparendes Leben. Sie leben zwischen 600-1000 Meter Tiefe, sind kaum aktiv und lassen sich normalerweise von der Strömung treiben. Vampirtintenfische ernähren sich nicht von lebenden Tieren, sondern organischen Partikeln, die auf den Meeresboden sinken. Dieser sog. Meeresschnee besteht z. B. aus Eiern, Larven und Leichenteilen von Fischen und Krebstieren.

Tiefsee-Anglerfisch

Das zweite Monster ist der Tiefsee-Anglerfisch. Tiefseefische leben in jedem Ozean in der Tiefe von ca. 500 Metern. Sie sind so besonders, weil sie ein Leuchtorgan besitzen, es gibt aber auch Ausnahmen. Normalerweise  findet sich an Tiefsee-Anglerfischen ein Fortsatz mit einem Leuchtorgan am Ende, die sogenannte Angel, die direkt vor dem Kopf endet. Kleine Fische werden von den Leuchtorganen des Tiefseefischs angelockt und verspeist. Im Video oben findet sich ein „Black Seadevil“. Er sieht wirklich schaurig aus.

Kragenhai

Das letzte Monster in unserer Liste ist der Kragenhai, auch Krausen- oder Schlangenhai genannt. Dieses Monster erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern. Kragenhaie haben einen stumpfen Kopf, ihre Hautfarbe kann von dunkelbraun bis dunkelgrau variieren. Die Zähne des Kragenhais sind sehr besonders und interessant: Die Zahnkrone wird von drei etwa gleich langen, schlanken, zurückgebogenen Spitzen gebildet, an der Zahnbasis können kleinere Spitzen entwickelt sein. Kragenhaie sind echte Urzeit-Tiere! Die Lebensweise der Kragenhaie ist bisher noch unbekannt, aber man konnte feststellen, dass sie  in einer Tiefe zwischen 120 und 1280 Metern leben. Ihre Nahrung besteht, soweit bekannt, aus Tintenfischen und anderen Kopffüßern, daneben auch uns bekannte Tiefseefische.

Natürlich gibt es in Ozeanen auch andere „Monster“ – sie alle aufzuzählen würde aber den Rahmen sprengen. Ganz so tief wie unsere „Monster“ können wir jetzt nicht abtauchen. Aber auf eine kleine 360-Grad-Unterwasserreise nehmen wir euch gerne mit (optimiert für VR-Brillen, ihr könnt aber auch den Mauszeige benutzen, um euch umzusehen):

Neujahr in China

China ist ein Land voller Traditionen und Festen. Heute erfahrt ihr mehr über ein großes Fest: das chinesische Neujahrsfest.

Der Löwentanz ist fester Bestandteil des chinesischen Neujahrsfests

Chinesisch-Neujahr ist sehr besonders, niergendwo wird dieses Fest so wie in China gefeiert. Das Neujahr beginnt mit Feuerwerk, Drachen- und Löwentanzen und wird durch Mah-Jongg-Spiele begleitet. Dieses Fest ist voll mit rot-goldenen Farben. Warum ist das alles so? Darum ranken sich Mythen…

Eine alte Legende besagt, dass ein menschenfressendes Monster jährlich aus den Bergen oder aus dem Meer (je nach Quelle) kam, um seinen Hunger nach dem Tiefschlaf zu stillen. Um sich vor dem „Jahresmonster“ zu schützen, machten die Menschen Lärm und Feuer und färbten alles rot und gold, da das Monster angeblich sensibel auf Lärm und die genannten Farben reagieren würde. Die Vertreibung des Monsters wird „Guònián“ genannt, Gehen des „Nian- oder Jahresmonsters“, womit das Gehen des alten Jahres gemeint ist, also das Neujahrsfest.

Das ganze Fest dauert 15 Tage und fast jeder Tag hat eine „Tradition“. So ist z. B. am siebten Tag  „jedermanns Geburtstag“, das heißt, dass alle Chinesen ihren Geburtstag am gleichen Tag feiern. Früher spielten im traditionellen China individuelle Geburtstage kaum eine Rolle  – das hat sich aber in der Moderne natürlich gewandelt.

Am ersten Tag wird im Familienkreis gefeiert. Man trifft sich am Morgen und begrüßt die anderen mit einem Kompliment, im Anschluss werden rote Umschläge an unverheiratete Mitglieder der Familie, seltener auch an unverheiratete Gäste, verteilt. Am fünfzehnten Tag wird das Laternenfest gefeiert. Das Laternenfest gilt als Tag der Brautschau und Ehestiftung.

In China sind viele verschiedene Bräuche zu sehen, wie zum Beispiel Fenster und Türen während des Festes zu öffnen, um Glück  ins Haus zu lassen oder das Licht nachts brennen zu lassen, denn Licht beleuchtet den Weg für Glück ins Haus und schreckt böse Geister ab. Aber es gibt auch Bräuche, die Unglück symbolisieren. Chinesen tragen weiße oder schwarze Kleidung während des Festes nicht, da schwarz die Farbe des Unglückes und weiß traditionell die Farbe des Trauerfalls ist.

Das Neujahr in China ist etwas Besonderes und fällt  jeweils auf unterschiedliche Tage. Das chinesische Neujahr findet zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt, am zweiten (sehr selten am dritten) Neumond nach der Wintersonnenwende.

Wenn ihr was etwas Neues und Besonderes erleben wollt, dann „fahrt“ einfach nach China. Dieses Land wird euch mit seinen Traditionen und Festen überraschen.

Interview mit Autorin Annabell Keilhauer

Ich bin mir sicher, dass jeder von uns schon immer davon geträumt hat, in einer anderen Welt zu erscheinen, in der alles möglich ist, wo nicht nur Menschen sprechen können, sondern auch andere Lebewesen, wo man fliegen kann oder selbst gefährliche und spannende Abenteuer erlebt. Diese Welt(en) hat jeder daheim, man muss nur zum Bücherregal gehen, hineingreifen und ein Buch öffnen!

Am Montag war ich bei einer „Schöpferin“ einer solchen anderen Welt. Sie heißt Annabell Keilhauer und ist hauptberuflich Dekanatsjugendreferentin der evangelischen Kirche. Annabell schreibt Kinder- und Jugendbücher. Schreiben ist ihr Hobby, sie spielt aber auch gerne Gitarre. Bis jetzt hat sie zwei Bücher veröffentlicht:

  1. Turnen mit dem Papst
  2. Feenrache

„Turnen mit dem Papst“ handelt von einem Mann, der insgeheim einer dunklen Beschäftigung nachgeht: er tauscht unechte Eisfiguren gegen echte und verkauft sie.

In dem zweiten Buch geht es um zwei Mädchen, das erste heißt Kasandra. Kasandra weiß sich in der Wildnis zu behaupten und schert sich nicht um Stilfragen. Mariola, das zweite Mädchen entgegen hat Sinn für Mode und Shopping. Erstaunlicherweise sind sie beste Freundinnen.  Auf einmal geraten sie in eine Regenbogenwelt, in der Zwergen, Feen und Elfen wohnen.

Annabell Keilhauer arbeitet gerade an einer Kinderbuchreihe: „Simonde, der Hexenmeister“. In diesen Buch geht es um einen Jungen, der ein Zauberer ist. Seine Mutter ist eine Hexe und sie will, dass ihr Sohn in die Hexenschule geht, während dies der ausdrückliche Wunsch des Jungen ist. Simondes Mutter gerät allerdings in einen Unfall und vergisst teilweise, wie man zaubert. Jetzt ist Simonde gefragt…

Annabell fasziniert am Schreiben, dass man sich die Welt(en) ausdenken kann und dabei auch die Grenzen selbst festlegt. Sie schreibt meist morgens, weil sie da die Inspiration am besten spüren kann. Annabell hat einen Mann und einen elfjährigen Sohn.

 

Ich hoffe, dass sich vielleicht ein paar von euch von Annabells Hobby inspirieren lassen (konnten), um für sich selbst und andere eine neue Welt zu entdecken: