Lyrisches zum Nachdenken: Prometheus

„Gestatten, Prometheus, Sohn des Iapetos, „Diener“ des Zeus.

Doch ich empfinde nur wenig Stolz.

Wie du hier liest, bin ich ein Gott.

Hat dich vielleicht geschockt.

Ich meine … ein Gott.

 

„Göttervater“ Zeus, „Euer Hochwohlgeboren“,

was hab ich hier nur verloren?

Unsterblich, bis in alle Ewigkeit.

Ich erschaffe ein Geschöpf, das meiner gleicht.

 

Aus Ton schaff ich den Menschen.

Will ihm verschiedene Künste schenken.

Ein sterbliches Wesen

und doch dank mir recht belesen.

 

Zeus, du kannst mir nicht befehlen, dich zu ehren.

Du bist einem Menschen ähnlicher, als du denkst.

Mit Gefühlen und Emotionen.

Gibs zu, ohne deinen Olymp wärst du verloren.

 

Das Feuer nahmst du meinen Menschen,

neidisch warst du, als ich es wieder herstellen konnte.

Und fähig bist du zu Qual.

Ein Adler und ein Felsen waren für mich die Wahl.

Doch meine Geschöpfe habe ich nicht aufgegeben.

 

Gott nennst du dich.

Schämst du dich nicht?

Ein Gott, der Seinesgleichen foltert und quält,

gehört verschmäht.

 

Meine Menschen, lasst euch von Neidern und Besserwissern nichts sagen.

Es gibt euch nicht umsonst. Nicht umsonst erschuf ich ein starkes Geschöpf.

Ein Wesen mit Leben.

Etwas, was ein Gott nicht kennt.

Eigentlich genau wie ich.

Willkommen zurück!

Liebe Schülerinnen und Schüler,

wir wünschen euch allen einen guten „Neustart“ in in diesem merkwürdigen Schuljahr. Haltet noch durch, die Sommerferien sind nicht mehr weit!

Euer Team der Online-Schülerzeitung

Den Nachthimmel fotografieren: Die Montierung

Wie in meinem letzten Artikel angesprochen, kommt hier jetzt der zum Thema ,,Montierungen“.

Wahrscheinlich kennt man Montierungen aus der Fotografie. Weil ein Teleskop aber um einiges schwerer ist als eine Kamera, sollten die Montierungen entsprechend stabil gebaut sein. Eine zusätzliche Herausforderung ist das Nachführen der Montierung, also das Ausgleichen der Erdrotation. Damit es funktioniert, muss das Teleskop entlang der Erdachse ausgerichtet werden. Oftmals besitzen Montierungen dieser Art nicht nur eine Nachführung, sondern auch eine GoTo-Steuerung, mit der Himmelsobjekte (bei entsprechender Einrichtung) relativ genau automatisch angesteuert werden können. Grundlegend werden in der Astronomie zwei Bauformen unterschieden:

1. Die azimutale Montierung:

Diese Montierung lässt sich waagerecht und horizontal kippen, was sie zwar relativ günstig macht, da sie z. T. aus Holz gefertigt werden kann und auch keine hohe Genauigkeit benötigt, jedoch ist diese Art nicht für den fotografischen Gebrauch verwendbar (es sei denn man ist bereit, einige hundert bis tausend Euro für eine motorische Nachführung zu zahlen). Da das Teleskop in der Mitte an der Montierung aufgehängt wird, sind keine Gegengewichte (Ausnahme: große Teleskope haben ein Ungleichgewicht wegen des Spiegels) notwendig. Aufgrund dieser Eigenschaften wird sie häufig in Kombination mit großen Newton-Teleskopen angeboten, dem sog. Dobson.

2. Die äquatoriale Montierung:

Diese Bauform ist grundlegend für die Nachführung konzipiert, denn sie lässt sich mithilfe eines Polsuchers auf die Erdachse einstellen, im Anschluss sind beide Achsen exakt ausgerichtet, sodass die Montierung mit einer Nachführung gut für die Fotografie geeignet ist. Die normalerweise verwendeten Schneckenmotoren sollten genauso wie das Getriebe wenig Spiel besitzen, was natürlich zusammen mit den eingesetzten Materialien (in der Regel Aluminium, aber auch Stahl oder Ähnliches) den Preis steigert. Weil das Teleskop oftmals schräg steht und dabei eine nicht zu vernachlässigende Hebelwirkung auf den Montierungskopf ausübt, werden Gegengewichte gegenüber des Teleskops eingesetzt. Damit die Montierung genau arbeiten kann, werden nach dem Ausrichten in der Regel ein bis drei Sterne angefahren und der Nutzer dann um Korrektur gebeten. Es empfiehlt sich darauf zu achten, dass jene Sterne auch sichtbar sind. Für die Fotografie sollte man den Schneckenfehler (den Verarbeitungfehler der Schnecke) der Montierung nachschlagen, da er das Foto in gleichem Maße wie die Erdrotation beeinträchtigen kann.

Rätsel der Woche

Auflösung von letzter Woche:

Zuerst bringt der Wanderer das Schaf auf die andere Uferseite und lädt es dort aus. Danach fährt er wieder zurück und holt sich den Sack mit den Karotten. Wieder auf der anderen Seite angekommen, muss er die Karotten „abladen“, das Schaf jetzt aber wieder mitnehmen – es darf ja mit den Karotten nicht alleine bleiben. Nun rudert der Wanderer mit dem Schaf zurück, um den Tiger zu holen. Das Schaf hat dann natürlich keinen Platz mehr im Boot und darf auch nicht mit dem Tiger alleine bleiben, muss dementsprechend wieder am ursprünglichen Ufer alleine gelassen werden. Der Wanderer bringt jetzt den Tiger zu den Karotten, die beiden vertragen sich gut – und holt zum Schluss das Schaf vom ursprünglichen Ufer zurück. So kommen alle heil auf der anderen Uferseite an.

Hinweis: Karotten und Tiger sind austauschbar. Es spielt keine Rolle, wen der Wanderer zuerst holt, nachdem er das Schaf übergesetzt hat. Auf jeden Fall muss das Schaf wieder zurück an das ursprüngliche Ufer gebracht werden!

Das nächste Rätsel der Woche gibt es nach den Pfingstferien!