Gedanken zum Thema … Motivation
Mit Sicherheit gibt es ein Fach in der Schule, das du überhaupt nicht ausstehen kannst. Das ist ganz normal, mir geht es genauso. Wenn man für dieses Fach kein Interesse hat, sondern nur lernt, weil man lernen muss, bleiben Sachen nicht so leicht im Gedächtnis. Aber wenn man lernt, weil man will, kann man sich besser an die Sachen erinnern und sie bleiben besser im Kopf. Das ist wirklich so und wissenschaftlich bewiesen.
Mit diesen Informationen hab ich dich mit Sicherheit nicht motiviert, für dein „Hass-Fach“ zu lernen. Aber wahrscheinlich willst du von mir wissen, was dich motiviert. Soll ich’s dir sagen? Ich weiß es nicht! Ich hab keine Ahnung, was dich motiviert oder was du für ein Mensch bist. Wie sollte ich dich kennen? Ich habe keine Ahnung, wer diesen Satz gerade liest.
Aber eine Sache sage ich dir, egal wer du bist: Wenn es dir an Motivation fehlt, wird es deine nächste Mission sein, dir Motivation zu holen. Mir fehlt sie zur Zeit auch. Darum schreibe ich diesen Text, weil mich schreiben motiviert. Natürlich holst du dir nur Motivation, wenn du es möchtest, denn es ist nicht so leicht, eine dauerhafte Motivation zu haben. Das Wort kommt nicht umsonst aus dem Lateinischen und bedeutet „bewegen“. Sie kann dich verlassen, sie kann bei dir sein, sie kann dich antreiben. Du musst dich ständig um sie kümmern. Wie eine Mutter um ihr Kind. Klingt jetzt schon zu anstrengend für dich? Gut, dann muss ich dich jetzt beleidigen: Du bist kein Kämpfer.
Motivation ist das Gefühl, wenn da kein Druck ist, sondern Verlangen, wenn du nicht musst, sondern willst.
Sich selber zu motivieren, ist ein Kampf gegen den eigenen Unwillen. Man kämpft sozusagen gegen sich selbst. Darum ist es so schwer. Wer will gegen sich selbst kämpfen? Aber wenn du am Ende Motivation bekommst, dann ist es das wert.
Aber Vorsicht! Motivation kann schnell wieder verloren gehen! Ich suche meine gerade.
Rätsel der Woche

Auflösung von letzter Woche: an die Stelle des „X“ kommt die Zahl 22; die Abstände zwischen den Zahlen nehmen jeweils um 1 zu.
Eine Mutter hat 5 Söhne. Jeder Sohn hat eine Schwester. Wie viele Kinder hat die Mutter insgesamt?
Musikstück der Woche
Schülergedanken: Religion und Glaube in Corona-Zeiten
Religion in Zeiten von Corona
ein Gastbeitrag von Lena Goldes, Q11
Während der Zeit der sozialen Isolation war es nicht möglich, physischen Kontakt zu Familienmitgliedern und Freunden zu haben, wodurch den Menschen die Bedeutung von wirklicher Nähe und Berührung neu bewusst geworden ist. Denn trotz der Möglichkeiten der Kommunikation, die die sozialen Medien bieten, ist es doch etwas völlig anderes, einen lieben Menschen in die Arme zu schließen.
Trotz der Ausgangssperre und des Kontaktverbotes ist jedoch das Zusammengehörigkeitsgefühl nicht verloren gegangen. Es entstanden neue Formen gegenseitiger Unterstützung und neue Ideen, wie man miteinander und füreinander da sein kann. Überall auf der Welt standen Menschen abends auf ihren Balkonen und applaudierten den Helfern für ihre harte Arbeit und ihren treuen Einsatz.
Auch wenn es nicht möglich war, an Ostern in die Kirche zu gehen, gab es trotzdem viele Gottesdienste in den digitalen Medien, die die Christen im Gebet miteinander verbunden haben.
Für viele war der Segen ‚urbi et orbi‘, den der Papst dem ganzen Erdkreis außerplanmäßig am März vom leeren Petersdom aus gespendet hat, ein starkes Zeichen der Ermutigung. In einem seiner Gebete rief er auf dem menschenleeren Petersplatz dazu auf, die Hoffnung zu umarmen, statt weiter zu rasen.
Ich freue mich, dass trotz der schweren Zeit die Nächstenliebe nicht aus den Augen verloren wurde und wünsche mir, dass die Dankbarkeit gegenüber den Helfern, ohne die wir die Situation nicht hätten bewältigen können, aufrechterhalten wird und dass ihnen weiterhin die Achtung entgegengebracht wird, die sie verdienen.
Doku der Woche
Rätsel der Woche

Auflösung von letzter Woche: die einzelnen Teile gehörten zu einem Schneemann, der nun natürlich längst geschmolzen ist!
Welche Zahl gehört an die Stelle mit dem X?
1 2 4 7 11 16 X
Doku der Woche
Schülergedanken: Religion und Glaube in Corona-Zeiten
Religion in Zeiten von Corona
ein Gastbeitrag von Julia Groß, Q11
In dieser schwierigen Zeit ist besonders das christliche Gebot der Nächstenliebe gelebt worden. Es sind z. B. Nachbarschaftshilfen gegründet worden, um für ältere und hilfsbedürftige Personen einzukaufen. Zudem wurde an obdachlose Menschen gedacht, die auf die Spenden und Gaben ihrer Mitmenschen angewiesen sind, um durch die Corona – Krise zu kommen. In Landshut wurde zum Beispiel ein Gabenzaun errichtet, an dem sich bedürftige Menschen anonym Essen oder sonstige lebenswichtige Artikel abholen konnten.
Aber auch die Religion an sich mit den dazugehörigen Gottesdiensten konnte auf neue und verschiedenste Weise gelebt und erlebt werden. An Ostern sind in vielen Kirchen Pfarrbriefe mit Vorschlägen für das Abhalten eigener kleiner Ostergottesdienste im Kreis der Familie ausgeteilt worden. Zudem wurden viele Gottesdienste, die in kleinsten Kreisen von Priestern oder Bischöfen gefeiert wurden, online übertragen, so dass die Gläubigen zwar nicht physisch dabei waren, aber trotzdem geistig mitfeiern konnten.
Für Kinder, die ebenfalls die Auswirkungen der sozialen Isolation spüren mussten, hat es die sogenannte „Regenbogenaktion“ gegeben. Die Kinder haben Regenbögen gemalt und anschließend in die Fenster gehängt, so dass man beim gemeinsamen Spazierengehen mit der Familie die Bilder betrachten konnte. Dadurch haben die Kinder den Zusammenhalt und seelischen Beistand untereinander erleben können und Hoffnung bekommen, dass bald wieder alles gut wird.
Trotz aller Unsicherheiten, existenzieller Nöte und Ängste, die die Corona-Pandemie weltweit in den Menschen hervorgerufen hat, gibt es aber auch Chancen für die Menschen in dieser Krisenzeit:
Viele Menschen durften und dürfen jetzt eine neue Art von Gemeinschaft und Zusammenhalt in der Gesellschaft erleben. So mancher hat in seinem Leben neue Werte und eine besondere Art der Erfüllung gefunden, weil er in der Hilfe und Unterstützung anderer Zufriedenheit erfahren durfte.
Für diese Chancen bin ich sehr dankbar!
Und ich wünsche mir, dass die Welt sich – nach Corona – diese Werte und die durch gelebte Nächstenliebe geprägte Gemeinschaft bewahren kann. Auch die neu entdeckten Formen von Gebet und Gottesdienst mögen die Menschen zur Ausübung ihrer Religion ermutigen, damit sie dadurch Kraft und Zuversicht erfahren.




