Podcast: Mittwoch

Da ich dieses Thema in Deutsch behandle, dachte ich mir, dass ich euch ein bisschen davon erzähle.
Kurz und knapp:
Die Pest ist…
Die Pest brach das erste Mal im Jahr 1347 aus. Vermutlich breitete sich der Schwarze Tod vom vorderen Orient nach Mitteleuropa aus. Die Hafenstadt Caffa auf der Krimhalbinsel, das heutige Feodosija in der Ukraine, war damals eine der wichtigsten Handelskolonien Genuas. Über diese Handelswege wurde die Pest dann in Europa verbreitet.
Die Pest, auch als der Schwarze Tod bezeichnet, war der erste große europäische Ausbruch des Pest-Erregers und die zweite Pestpandemie. Sie führte zu einer Vielzahl wirklich tiefgreifender Auswirkungen auf die europäische Geschichte. Der Schwarze Tod hat sich über einen Zeitraum von sieben Jahren in Europa ausgebreitet und einen Großteil der Bevölkerung dahingerafft. Die Folgen der Seuche auf die Gesellschaft waren verheerend. Ab dem Jahr 1349 im Dezember breitete sich die Krankheit auch in London, Frankfurt und in Marsaille in Paris rasant aus.
Methoden, um sich damals vor der Pest zu schützen, waren:
Einen Impfstoff gab es zur damaligen Zeit noch nicht!
Es existierten zwei verschiedene Arten der Pest:
2. Die Lungenpest (mit Symptomen):
Nun war immer noch unklar, was genau der Grund zur Verbreitung der Pest war.
Gläubige behaupten, dass die Juden an all dem schuld waren, und dass Gott deswegen zornig war und die Menschen bestrafen wollte.
Deswegen legte der Papst einige Regeln fest:
Man tötete und verfolgte die Juden sogar, verbreitete Gerüchte, nahm ihnen all ihren (wertvollen) Besitz.
Papst Clemens der VI (um 1292 bis 1352) versucht die Menschen zur Vernunft zu bringen, u.a. im Rahmen verschiedener Rundschreiben:
Aber dadurch wurde das Judenpogrom nicht verhindert, im Gegenteil: Es wurde an manchen Orten sogar noch schlimmer. In Augsburg oder in Stuttgart wurden die Juden verfolgt. In Heidelberg wurden alle aufgefundenen Juden getötet, aber am schlimmsten war es dennoch in Freiburg, denn dort wurden alle Juden (Kinder ausgenommen) auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Wer die Chance hatte zu fliehen, musste für immer seine (damalige) Heimat verlassen.
Obwohl alle Juden dann verschwunden waren, wütete die Pest immer noch massiv. Die Ärzte und Mönche wollten die körperlichen Beschwerden lindern und versuchten weiterhin eine Medizin zu finden. Doch wie die Wissenschaftler dachten, ist mir persönlich ein Rätsel, lässt sich aber mit der damaligen Zeit erklären, in der man einfach noch nicht so viel wusste wie heute. In der Universität von Paris im Jahr 1348 kamen die Wissenschaftler zu folgendem Ergebnis:
In Italien und in England wütete die Pest damals aber am stärksten, denn dort starben die Menschen sprichwörtlich wie die Fliegen. An immer mehr Häusern prangte das Pestkreuz, ein Zeichen, das den Ausbruch der Seuche anzeigte. Kaum ein Arzt oder Besucher wagte es, die Häuser zu betreten. Am Abend wurden die Leichen eingesammelt und so mit einem Karren vor die Stadt gebracht. Aus dem Grund, dass die innerstädtischen Friedhöfe immerzu überfüllt waren, wurden die neuen Verstorbenen meistens außerhalb der Stadtmauern abgelegt. Dort wurden sie nur in ein Tuch gehüllt und in Massengräbern beigesetzt. Die Totenglocken, die sonst immer zu Beerdigungen läuteten, schwiegen in den Zeiten der Pest, um die noch Lebenden nicht noch mehr zu ängstigen. Jeder hatte Angst, dass er als Nächster an der Reihe war und fürchtete um sein Leben. Einige beteten unaufhörlich zu Gott, übten Verzicht und schlugen sich mit Peitschen die Haut blutig. Sie hofften so für ihre Sünden zu büßen und von schrecklichen Gottesstrafen verschont zu bleiben.
Der wahre Grund für die Ausbreitung der Pest waren nicht die Juden oder Planetenkonstellationen, in Wirklichkeit waren Flöhe die Ursache. Sie ernährten sich von frischem Rattenblut, aber die Nagetiere trugen Erreger, winzige Bakterien, in sich. Ein Floh, der sich dann bei dem Nagetier sattgetrunken hatte, hatte vielleicht als nächstes Ziel den Menschen. So wurden die Menschen angesteckt. Die Stadtbewohner legten damals nicht so großen Wert auf Hygiene wie wir heute bzw. konnten sie nicht realisieren, weswegen sich Ratten und Ungeziefer in Menschennähe besonders wohl fühlten. Die einzige Möglichkeit, die Verbreitung zu verhindern, war es, die winzigen Bakterien zu töten. Damals war das aber noch nicht möglich, erst seit 100 Jahren etwa gibt es Antibiotika, die gegen die Pest helfen. Sie gilt heute aber in Europa als grundsätzlich ausgerottet. Im Mittelalter hingegen war auch das Vieh sich selbst überlassen, keiner konnte sich mehr um die Felder Feld kümmern und fast alle Häuser wurden ausgeraubt.
Natürlich gibt und gab es andere schlimmere Katastrophen wie zum Beispiel Erdbeben oder Überschwemmungen, aber die Pest von 1347 bis 1352 war ein besonders einschneidendes und schlimmes Ereignis!

Auflösung von vor den Weihnachtsferien:
Zur Erinnerung: Auf einem Christbaum brennen zwölf echte Kerzen. Für Sicherheit ist ausreichend gesorgt. Fünf der Kerzen werden gelöscht. Wie viele Kerzen bleiben noch übrig?
Lösung: Es bleiben nur die fünf Kerzen übrig, die gelöscht werden. Alle anderen brennen herunter.
Welche Sportart kann man nicht von Grund auf erlernen?

ein Gastbeitrag von Aida Hadzic
Bei Sturmschäden, Bränden und Überschwemmungen sind sie die, die Risiken lindern oder eng mit anderen Organisationen wie der Feuerwehr zusammenarbeiten, um die Bevölkerung zu schützen. Auslandeinsätze, um den Menschen zu helfen, die die Hilfe am meisten benötigen, sind seit Jahrzehnten tief in ihrer Organisation verankert.
Heute kann das Technische Hilfswerk auf über siebzig Jahre Erfolgsgeschichte zurückblicken, wo es sich an ihre 10 Leitlinien stets hielt und seine Einsatzgebiete immer wieder erweiterte und damit einer breiten Masse an Menschen verlässlich, auch professionell, Schutz gewährte. Als Peter Lummitzsch das THW 1950 gründete, hat er nicht erahnen können, welche Ausmaße diese Organisation annehmen würde in nur ein paar Jahrzehnten, aber dennoch betonte er bis zu seinem Tod 1962 “wie notwendig, ja unentbehrlich das THW im Rahmen der Schutzeinrichtungen für Leib und Leben, für Hab und Gut der Bevölkerung” sei.
Derzeit sind über 83.000 Menschen verschiedener Altersgruppen, Spezialisierungen und Kenntnisse beim THW tätig, aber eines haben die meisten von ihnen gemeinsam: Sie engagieren sich freiwillig für das Wohl der Bevölkerung. Konkret sind es 98%, welche zusätzlich nach ihrer Uni, Ausbildung oder Arbeit noch gemeinsam dort anpacken, wo ihr breites Technikwissen, welches sie sich in Laufe der Jahre aneignet haben, gebraucht wird. Einer der Ehrenamtlichen ist der 21-jährige Alexander Auerswald, der vor 11 Jahren, durch den Einfluss seines Vaters, bei der THW-Jugend in Landshut als Junghelfer angefangen hat und sich heute immer noch mit Überzeugung aktiv bei Einsätzen von der Bergungsgruppe des THWs sowie als stellvertretender Jugendbeauftragter bei der THW-Jugend engagiert. Als stv. Jugendbeauftragter ist er mit seinem Team für die Organisation von Übungen, Treffen oder Ausflügen zuständig, um den jungen Freiwilligen im Alter von 10 bis 17 Jahren spielerisch das Helfen zu lernen.
Alexander Auerswald im Interview
Auf den Websites der THW-Jugend wird oft erläutert, dass die Kinder bzw. Jugendlichen etwas über Technik oder den Ablauf der Einsätze lernen und zudem gleichzeitig Spaß haben können. Wie sieht das in der Praxis aus?
Jeden Mittwoch treffen sich die Jugendbeauftragten zeitverschoben mit den zwei Gruppen, die nach Alter unterteilt sind, und wie schon gesagt wurde, erfahren sie etwas über Technik und den THW-Einsatzverlauf. Uns ist es besonders wichtig, dass beide Gruppen, sprich die 10- bis 14-Jährigen und die 14- bis 17-Jährigen, Spaß dabei haben. Beispielsweise spielen wir besonders mit der jüngeren Gruppe manchmal Fußball oder stellen sie vor Herausforderungen, in welchen sie gegeneinander antreten, und die Gewinner bekommen Süßigkeiten. Sie lernen auch Verantwortung zu übernehmen, indem wir ihnen kleinere Führungsrollen geben, im Rahmen derer einer von ihnen für eine bestimmte Zeit der Ansprechpartner für die anderen Kinder ist. Im Vordergrund jedoch steht bei den Junghelfern die technische Ausbildung, die an den Aufgaben des THWs angepasst ist. Die Gruppen lernen, wie sie einen Feuerlöscher benutzen und gleichzeitig in der Praxis anwenden, welche Rettungsmöglichkeiten es gibt oder wie die Rettungsgeräte Schere und Spreizer angewendet werden sollen, um verschüttete oder eingeklemmte Personen zu befreien.
Was sind die Vorteile oder was denken Sie, schätzen die Junghelfer besonders an der THW-Jugend?
Sie werden vor allem mit der Zeit selbstbewusster und erhalten hier die Möglichkeit, enge Freundschaften mit Gleichaltrigen zu schließen, die ähnliche Interessen haben. Es macht ihnen auch Spaß, da wir bei unseren wöchentlichen Treffen ihre Wünsche miteinbeziehen, sofern es möglich ist. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Wissen, das man hier bekommt, auch im alltäglichen Leben angewendet werden kann und es nicht nur beim THW verwendbar ist.
Ab dem 17. Lebensjahr ist man schon zu alt für die THW-Jungend, wie kann man sich für das THW dennoch engagieren?
Man kann ab 17 Jahren eine dreimonatige Grundausbildung absolvieren beim THW, im Rahmen derer die Grundlagen beigebracht werden, welche man haben muss, bevor man sich weiter spezialisieren kann, um ab 18 Jahren bei den Einsätzen mitzufahren. Im THW gibt es verschiedene Einheiten, denen man beitreten kann, aber dafür muss man sich für eine Fachausbildung entscheiden. Es gibt zum Bespiel die Fachgruppe „Wassergefahren“, welche Menschen vor dem Ertrinken rettet an der Isar oder die Fachgruppe „Wasserschaden/Pumpen“, die bei Hochwasser in Landshut eingesetzt wird, um Keller leer zu pumpen. Sie war beispielsweise besonders im letzten Jahr im Einsatz, wenn es in der Altstadt zu Überschwemmungen gekommen ist.
Ist ein FSJ oder BFD beim THW möglich?
Ein Freiwilliges soziale Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst ist auf Nachfrage grundsätzlich möglich, aber dann wird man eher im Büro beschäftigt sein oder bei Veranstaltungen des THWs mithelfen als bei Einsätzen mitzufahren, da einem das Fachwissen fehlt. Die Grundausbildung und Fachausbildung sind die Voraussetzungen, um bei Notfällen, Gefahren oder Katastrophen mitzuwirken.
Menschen zu helfen, Nächstenliebe und Spaß an der Arbeit mit Kindern, sind Faktoren, welche Alexander Auerswald tagtäglich antreiben, sich beim THW zu engagieren. Durch seine Arbeit als stv. Jugendbeauftragter erfüllt er eine Vorbildfunktion für technikbegeisterte Kinder bzw. Jugendliche, die später vielleicht selbst, wie er, bei Einsätzen dabei sein werden, die Menschenleben retten oder die Stadt Landshut schützen und das Leben der Bewohner insgesamt erleichtern. Das THW prägt stets auch die junge Generation, hilft und rettet, was es zu einigem mehr macht als nur zu einer Katastrophen- und Zivilschutzorganisation!