Buchrezension zu „Schau mir in die Augen, Audrey“ von Sophie Kinsella

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Fakten zum Buch „Schau mir in die Augen, Audrey“ von Sophie Kinsella

Der deutsche Titel des Buches lautet „Schau mir in die Augen, Audrey“, der Originaltitel „Finding Audrey“. Geschrieben wurde das Buch von Sophie Kinsella und aus dem Englischen übersetzt von Anja Galic. Die deutschsprachige Ausgabe ist 2015 im cbj Kinder-und Jugendbuchverlag erschienen. Es hat 379 Seiten und kostet 14,99 Euro.

Über die Autorin

Sophie Kinsella ist das Pseudodym der Autorin Madeleine Wickham. Die ehemalige Finanzjournalistin hat insgesamt bereits 24 Bücher veröffentlicht, davon sieben auch unter ihrem echten Namen. Ihre bekanntesten Bücher sind wohl die der Serie „Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin“, die auch verfilmt wurden. „Schau mir in die Augen, Audrey“ ist ihr erstes Jugendbuch.

Zum Inhalt

Die 14-jährige Audrey Turner hat einen vierjährigen, Superman liebenden, und einen 15-jährigen, computerspielsüchtigen Bruder, eine gesundheitsfanatische, die Daily-Mail lesende Mutter und einen Vater, dem das Durchsetzungsvermögen fehlt. Und sie selbst? Sie trägt eine Sonnenbrille. Immer. Denn Audrey leidet an einer sozialen Phobie, das heißt, sie hat panische Angst davor, die Aufmerksamkeit von anderen Menschen auf sich zu ziehen. Diese Phobie geht so weit, dass sie kaum noch das Haus verlässt, besagte Sonnenbrille zu jeder Tageszeit trägt und niemandem, bis auf ihrem kleinen Bruder Felix, in die Augen schauen kann. Im Rahmen ihrer Therapie soll sie eine Dokumentation über ihre chaotische Familie drehen. Doch dabei trifft sie immer wieder auf Linus, den besten Freund ihres großen Bruders Frank, der ungefragt in ihr „Territorum“ eindringt. Linus fordert sie mit Aufgaben dazu heraus, wieder Kontakt mit Menschen außerhalb ihrer Familie aufzunehmen. Mit seiner Hilfe schafft es Audrey schließlich, die letzten Schritte hin zu einem einigermaßen normalen Leben zu gehen, auch wenn dies nicht immer ohne Rückschläge einhergeht.

Meine Meinung / Empfehlung

Das Buch behandelt auf eine behutsame Art ein ernstes Thema, ohne jemals seinen Humor zu verlieren. Die Charaktere wachsen einem im Laufe des Buches immer mehr ans Herz. Besonders schön fand ich, dass nicht nur Audrey und ihre Probleme im Vordergrund stehen, sondern man auch über die anderen Familienmitglieder viel erfährt. Das, was sogleich der größte Pluspunkt sowie der größte Kritikpunkt ist, ist, dass das Buch Audrey in der letzten Phase ihrer Genesung begleitet. Das ermöglicht einerseits die Auseinandersetzung  mit einer doch recht ernsten Krankheit, ohne direkt mit den vielleicht auch abschreckenden, schlimmsten Phasen in Kontakt zu kommen. Allerdings bedeutet es auch, dass man weder über den Grund für Audreys Phobie noch über den genauen Verlauf viel erfährt. Mich hätten eben diese Details sehr interessiert.