Antolin – Einfach eine Fleißaufgabe oder noch mehr?

„Nein, es ist nicht nur eine Fleißaufgabe, für mich ist Antolin zur Routine geworden.“ So beschreibt Sophia aus Klasse 7a ihre Motivation, seit Jahren bei Antolin mitzumachen. Antolin bedeutet für sie vor allem eines: „Abwechslung vom Alltag und ein Sich-noch-einmal-Einfinden in das gelesene Buch“.

Dank der Unterstützung des Fördervereins konnten sich die drei Punktebesten Julia Blum aus Klasse 8b mit 36.064, Sophia Rothe aus Klasse 7a mit 32.575 und Sophia Jaumann aus Klasse 8b mit 9559 Punkten über Büchergutscheine freuen. Die Siegerklasse 8b erhielt Eisgutscheine und den Klassenpokal Antolin.

Nun geht das Punktesammeln bei Antolin in die nächste Runde und es wird sich am Ende der Sommerferien zeigen, ob die diesjährige Unterstufe das tolle Ergebnis von insgesamt 187.293 Punkten und 4.160 bearbeiteten Büchern noch toppen kann!

Der Klassenpreis wurde voller Freude entgegengenommen. Schulleiterin Frau Ursula Weger (rechts) und Antolin-Organisatorin Frau Gerda Saxl (links) beglückwünschten die Schüler.

Besonders freuten sich mit Frau Weger (links) und Frau Saxl (rechts) die Punktebesten Julia Blum, Sophia Rothe und Sophia Jaumann.

Geschichten aus dem Leben: Diese Schimpferei beim Autofahren

Mir ist letztens, als ich als Beifahrerin im Auto mitfuhr, eine ernstzunehmende Sache aufgefallen.

Es war Freitagnachmittag und meine Tante holte mich mit ihrem nagelneuen MINI von der Schule ab. Ich ließ mich fix und fertig auf den Sitz fallen und betete, dass dieses Wochenende ausnahmsweise mal länger dauern würde als die übrigen. Ich war müde von dem Tag und hatte echt keine Lust, mit meiner Tante über meinen heutigen Schultag zu sprechen oder zu diskutieren. Es würde sie auch gar nicht interessieren, wie mir dann auffiel. Ihre Aufmerksamkeit war voll und ganz auf den Verkehr gerichtet. Das Besondere daran war aber, dass sie sich nicht wie jeder normale Mensch schweigend, sondern fluchend, konzentrierte. Meine Tante fluchte wie ein Rohrspatz neben mir, was für Idioten da doch auf der Straße wären und dass man solchen Leuten den Führerschein nehmen sollte. Sie schimpfe noch länger weiter, doch ich hörte irgendwann nicht mehr zu. Doch schon am Anfang ihres Selbstgespräches hatte mich ihr Vokabular in Sachen Beleidigungen und Schimpfwörter aufs Höchste beeindruckt.

Allgemein fuhr ich sehr viel Auto und weniger mit dem Bus. Ich hatte diesen Luxus, von dem die meisten träumten: Ich kannte viele Personen aus meiner Nachbarschaft, die mich gerne mit nach Hause nahmen, wenn sie gerade in der Nähe waren. Ich musste mich also nicht wie die meisten in einen engen Bus zwängen- und um ehrlich zu sein, genoss ich es. Alleine auf meinem Sitz, dabei die Musik aufdrehen, die Sitzheizung laufen lassen, wenn es kalt ist, und wenn ich Glück habe, ist sogar noch das Massageprogramm dabei. Wenn ich wollen würde, könnte ich mich natürlich auch unterhalten, doch ich war im Auto oft so müde, dass ich nichts sagen wollte und mich einfach nur nach meinem Sofa sehnte. Doch wie sich seit Neuestem bei meiner Tante herausgestellt hatte, musste ich gar nicht reden, denn in einem Auto (und zwar egal in welchem) wurde man bestens unterhalten! Komisch, dass mir das erst jetzt auffiel. Vielleicht sollte ich doch öfter mal meine Kopfhörer raustun und mehr auf die Sprache meiner Fahrer lauschen. Während in einem Songtext immer wieder die selben Zeilen wiederholt werden, benutzen meine Fahrer von der Schule bis zu mir nach Hause mindestens fünfzehn verschiedene Schimpfwörter. Ich hatte nie gewusst, dass diese Menschen so kreativ sind! Wenn ich von Anbeginn meiner Zeit, die ich schon mit dem Auto gefahren wurde, einfach nur zugehört hätte, was meine Fahrer reden, dann wäre mein Wortschatz jetzt bestimmt um 100 Wörter reicher.

Am Wochenende fuhr ich mit meiner älteren Cousine nach Ingolstadt Village. Dort wollten wir uns dann mit ihrem Freund treffen. Er musste nur davor noch zur Autowerkstatt, um sich einen Leihwagen zu besorgen. Deshalb konnte er nicht, wie eigentlich geplant, bei uns mitfahren. Meine Cousine befürchtete nur, dass wir zu spät kommen würden, da wir „solch einen Lahmarsch“ vor uns hätten. Ich war gewagt, sie darauf hinzuweisen, dass der Fahrer genau richtig fuhr, aber ich ließ es. Ich hatte das dumpfe Gefühl, es war nicht der richtige Moment sie daran zu erinnern, dass ihr schon einmal wegen zu schnellen Fahrens der Führerschein genommen wurde. Meine Cousine war ein aufgedrehter und temperamentvoller Mensch. Und so ein „Lahmarsch“, oder wie sie den armen Fahrer nannte, konnte sie richtig auf die Palme bringen, wie ich bemerkte. Diesmal hörte ich bei der Schimpferei von Anfang an zu, diesmal entging mir kein Wort, diesmal wurde mein Wortschatz reicher. Mich hatten ihre Wortgewandtheit, ihre Leidenschaft und diese dazu passende Betonung sofort gefesselt. Irgendwann schimpfte sie sogar über die Polizei. Dass die Polizei bei so etwas auf der Straße nirgends zu finden sei, aber wenn sie sich mal für zwei Minuten in ein Halteverbot stelle, um sich bei Mci einen Kaffee zu holen, seien sie sofort da… Ich verbiss mir erneut einen Kommentar. Meine Cousine hatte sich mittlerweile so in Rage geredet, dass ich nur noch aus Gründen wie „Was sagst du denn dazu, dass der den Führerschein bekommen hat?“ angesprochen wurde.

Als wir dann mit einer Stunde Verspätung den Parkplatz von Ingolstadt Village erreichten, war meine Cousine immer noch sauer. Schließlich musste sie ihren Freund warten lassen und das grenzte an Hochverrat. Wir stiegen aus und da kam er auch schon fröhlich pfeifend auf uns zu. Anscheinend war er auch zu spät gekommen, denn er hatte den Autoschlüssel noch in der Hand und stand noch auf dem Parkplatz anstatt am Treffpunkt. Das Gesicht meiner Cousine hellte sich sofort merklich auf, als sie ihn sah. Doch dann zeigte er ihr seinen Leihwagen und sie bemerkte, wen sie da die ganze Zeit beschimpft hatte.

Wenn der Freund meiner Cousine wüsste, dass er in ihren Augen mal „ein Schwein“ war… puh. Doch ich habe bemerkt, dass man sich vor allem in stressigen Situationen beim Autofahren nicht zusammenreißen kann. Woran das liegt, dass jeder schimpft? Vielleicht weil jeder anders Auto fährt. Du hattest einen miesen Tag und willst einfach diese ganze miese Laune irgendwo abladen? Fahr‘ auf eine gut befahrene Straße.

PS: Der Inhalt ist frei erfunden 😉

Lyrisches zum Nachdenken: I´m a teen.

Ich bin ein Teenager,

will was sehen,

will was erleben,

will nicht nur reden,

will die Dinge tun, die mir fehlen.

 

Ich könnte meine Sachen nehmen und gehen.

Warum bleibe ich stehen?

Es ist nur die Schwerkraft, die mich hindert mich fortzubewegen.

Es ist pure Selbstbeherrschung, die vielen Forderungen nicht einfach wegzulegen.

 

Ich bin jung, das rechtfertigt alles.

Ich bin zu allem fähig, doch wenn ich nicht will, zu nichts zu gebrauchen.

Ich kann, wenn ich will,

Ich darf, wenn ich möchte.

Mir zu widersprechen ergibt keinen Sinn.

 

Ich bin jugendlich.

Manchmal hab ich das Gefühl, du verstehst mich nicht.

Na ja, ich habe meine Logik.

Die versteht nicht jeder, hab ich nicht recht?

Reden ist Silber, Ausreden sind Gold,

Schweigen ist verdächtig, ein „muss“ ist verächtlich.

 

Thirteen to nineteen.

Meine Laune ist oft verschieden.

Es kommen die ersten schlimmen Erfahrungen in Freundschaft und Liebe.

Doch ich will diese harten Jahre genießen.

Auch wenn mal Tränen fließen,

vergesse nie … dieses Jahr kommt nie mehr.

 

Ich liebe es, so jung zu sein.

Kein Traum ist zu groß,

Kein Weg ist zu weit,

Keine Arbeit zu schwer

Und kein Ziel unerreichbar.

Hier noch ein dazu passender Spruch: Tu‘, was du tun musst, bevor du tun kannst, was du tun willst.

Aus dem Gefühlsleben: Jouska, Adronitis und Liberosis

Jouska. Die von euch, die finnisch können, werden jetzt wahrscheinlich vermuten, dass ich vorhabe, über Jahreszeiten zu schreiben. Genau genommen über eine ganz bestimmte. Das Wort Jouska bedeutet übersetzt nämlich „Der Frühling“.

Ich habe aber weder vor über Jahreszeiten zu schreiben noch über den Frühling selbst. Jouska bedeutet auch noch etwas anderes, was rein gar nichts mit Jahreszeiten zu tun hat: Jouska ist ein Gefühl, das jeder von uns kennt. Wahrscheinlich würden viele nicht zugeben, dass sie es auch kennen, bevor ich ihnen sage, dass es ganz normal ist. Jouska ist das Gefühl, wenn wir immer wieder ein und dasselbe Gespräch in unserem Kopf abspielen lassen. Das kann ein gutes Argument sein, eine Diskussion, etc. Es spielt sich ein komplettes Gespräch in unserem Kopf ab. Ich persönliches finde es sehr beruhigend, dass dieses Gefühl normal ist.

(Bin ich immer noch die einzige, die Gespräche plant, die ich in Wahrheit niemals führen werde???)

Ein anderes Gefühl, von dem ich bis vor kurzem auch nicht wusste, dass es existiert, ist „Adronitis“:

Kennt ihr das: Ihr lernt neue Leute kennen und ihr findet sie … ganz nett. Ihr unterhaltet euch über bedeutungslosen Kram wie den Stundenplan oder das Wetter. Es nervt aber tierisch, dass man diese Kennenlernphase nicht einfach überspringen kann und gleich über alles reden kann! Und genau DAS ist Adronitis. Der „Ärger“ oder besser gesagt die „Unlust“ darüber, wie lange es braucht, eine Freundschaft aufzubauen.

Wie ist diese Person? Was hat sie für Hobbys? Kann ich ihr vertrauen? Kann ich das nicht alles sofort wissen??? Adronitis.

Das letzte Gefühl, das ich hier noch erklären werde, ist Liberosis.

Jeder hat etwas, das ihn beschäftigt oder ihm sogar Sorgen bereitet. Und Liberosis ist der Wunsch, dass man sich um diese Angelegenheiten oder Sorgen einfach nicht mehr kümmern muss. Es ist die Sehnsucht, dass einem alles egal ist. Nach dem Motto: Lasst mich doch einfach alle in Ruhe!

Es gibt noch mehr Gefühle, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt, geschweige denn, dass sie einen Namen haben. Doch ich bin sehr froh, dass es anscheinend normal ist, Gespräche mit einer Person in seinen Gedanken zu führen, von der Small-Talk-Phase genervt zu sein oder dass einem einfach mal alle Sorgen egal sein wollen.

Ich werde noch einmal über Gefühle schreiben, über die keiner spricht, aber die mit Sicherheit jeder kennt!

Nachdem ich einschlief, legte ich mich hin.

Nachdem ich einschlief,

legte ich mich hin.

Ich schloss ab und ging in mein Zimmer.

„Ach, ein schöner Tag war das mal wieder!“

Ich spülte mir mit Wasser den Mund aus

und putzte mir dann die Zähne.

Ich schminkte mich ab,

sah in den Spiegel und dachte:

„Für so eine Schminke muss man sich doch schämen!“

Ich ging wieder heim,

verabschiedete mich von meiner besten Freundin: „Bis bald!“

Nachdem ich zwei Hosen gekauft hatte und sie ein Shirt,

probierten wir es an.

Die Kleider fielen uns direkt ins Blickfeld.

Wir dachten, wir könnten mal wieder shoppen gehen.

Ich traf mich heute mit meiner besten Freundin.

Und nachdem ich aufstand,

wachte ich auf.

Und wenn du dieses Gedicht (komischerweise 😉 ) nicht verstanden hast, dann empfehle ich dir, es rückwärts zu lesen.

Wenn du das getan hast, wünsche ich dir ganz schöne und erholsame Sommerferien.

Jasmin Kainz 🙂