Gravitationswellen- Was ist das?

Schwarzes Loch, Raum, Weltraum

Sicher hat jeder den Begriff der Gravitation schon einmal gehört, ob im Fernsehen oder im nächstbesten Blog oder von einem Verwandten. Für die dahinter stehenden Wellen, die Gravitationswellen, wurde sogar ein Nobelpreis vergeben.

Das Wort Gravitationswelle taucht fast überall auf. Doch was sind das für Wellen? Es passiert in einigen Kilometern Entfernung. Zwei Schwarze Löcher umkreisen sich gegenseitig: plötzlich ist nur noch eines da. Sie sind kollidiert und haben bei dieser enormen Energiefreigabe den Raum winzig gekrümmt. Wir sprechen hier immerhin von Abständen, die kleiner sind als ein Atom. Und trotzdem ist es den Forschern gelungen, die Verschiebungen in der Raumzeit zu messen; mithilfe von Laser-Interferometern. Für den Nachweis und die Entwicklung so feiner Technik wurde schließlich der Nobelpreis vergeben.

Doch nicht nur, wenn Schwarze Löcher kollidieren, passiert so etwas, auch bei Neutronensternkollisionen kann es vorkommen. Und genau so eine wurde erst kürzlich gemessen. Im Gegensatz zu Schwarzen Löchern ließ sich die Kollision auch im elektromagnetischen Spektrum erkennen, da die Anziehungskraft von Neutronensternen nicht stark genug ist, um Licht einzufangen. Die Standorte der jeweiligen Schwarzen Löcher und Neutronensterne lassen sich aber leider nicht so genau orten, es existieren teilweise riesige Bereiche, in denen sie sich befinden können. Große Schwarze Löcher existieren in den Kernen von Galaxien. Man kann sie nicht direkt beobachten, aber die umgebenden Sterne kreisen um sie und die Materie in ihrer Nähe sendet viel Radio- und Ultraviolettstrahlung aus; so lassen sich die Standorte der Schwarzen Löcher dann bestimmen.

Schreibmaschinen- Alte „Drucker“ im Detail

Schreibmaschine um ca. 1950 (Bodenfund bei meinem Großvater)

 

Fast jeder kennt sie oder hat den Namen schon einmal gehört. Schreibmaschinen!

Wie sie früher ohne Elektrik funktionierten, kann man sich heute fast gar nicht mehr vorstellen. Doch wie funktionieren solch alte „Drucker“ eigentlich? Man schrieb, wie heutzutage jedermann, am Computer seinen Text und hoffte auf möglichst wenige Fehler, denn der eingegebene Text wurde mit jeder Betätigung einerTaste sofort auf das Papier gedruckt, ohne vorher oder nachher Verbesserungen vornehmen zu können.

Das System war clever und dennoch einfach zu verstehen: man schob ein Blatt Papier in die Öffnung hinter einer Rolle, drehte diese und schon konnte es losgehen. Die Farbe der sehr frühen Schreibmaschinen war oft schwarz und man konnte sie nicht einfach während des Schreibens austauschen. Verwendete wurden auch Rollen, mit Tinte getränkt, die den Metalllettern ihre Farbe gaben. In späteren Versionen wurde ein ebenfalls mit Tinte getränktes Farbband verwendet, welches auch zwei Farben enthielt. Um diese zu wechseln, legte man einfach einen Hebel um und schon tippte man in Rot oder anderen Farben. Diese Farbbänder hatten auch den Vorteil, dass sie länger hielten (das Exemplar bei meinem Opa hielt 25 Jahre und die Tinte „färbt“ immer noch) und man eines mehrmals nutzen konnte – viel umweltfreundlicher als mancher heutiger Drucker.

Die Lettern waren übrigens an metallenen Armen angebracht und bestanden aus dem großen und kleinen Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Dabei wurde bei Runterdrücken einer Taste der Arm mechanisch nach unten gefahren und auf das nach oben fahrende Farbband gedrückt, das einen perfekten Abdruck hinterließ. Wollte man mit der anderen Farbe schreiben, so wurde das Farbband lediglich weiter nach oben geschoben. Um groß zu schreiben wurde der Teil mit der Rolle nach oben gedrückt, weshalb das am oberen Ende sitzende Zeichen das Tintenband perfekt traf, der unten sitztende Kleinbuchstabe jedoch nicht. Da die Arme genau den Teil der Zeile treffen sollten, der gewünscht war, mussten diese exakt gebogen sein. Leider sind Farbbänder für ältere Maschinen heute nicht mehr verfügbar und deshalb könnte die Schreibmaschine schon bald nicht mehr benutzbar sein.

Alte Schreibmaschine meines Großvaters (ca. 1920)

 

Die oben beschriebenen mechanischen Vorgänge auch noch in einen kleinen (nicht leichten) Kasten zu bringen, war eine wahre Meisterleistung und zur damaligen Zeit revolutionär; die Schreibmaschine wurde übrigens im frühen 19. Jahrhundert erfunden – ein Patent aus dem 18. Jahrhundert deutet aber darauf hin, dass es schon länger Konstruktionspläne zu einem derartigen Gerät gab.

Umfrage zur Handynutzung in Seligenthal: Schüler vs. Lehrer

Handys auf dem Schulgelände? Google im Unterricht? Chatten in der Pause? Oft wollen wir uns in der Schule mit unseren Handys beschäftigen. Wie Schüler und Lehrer dazu stehen, erfahrt ihr in diesem Artikel.

In Seligenthal gibt es ein Verbot, welches besagt, dass die Handynutzung und die Nutzung anderer digitalen Medien auf dem gesamten Schulgelände untersagt ist. Ausnahmefälle gibt es nur im Unterricht, wenn der Lehrer oder die Lehrerin es erlauben; in der Bibliothek ist es seit kurzem gestattet, das Handy als Recherchemedium zu benutzen. Da das Handy mittlerweile bei fast jedem Schüler ab zehn Jahren schon zum Alltag zählt, sind einige auch gegen das Verbot und hätten gerne die Erlaubnis, sich im Schulgebäude mit den Smartphones zu beschäftigen. Ich habe ein paar Lehrer und Schüler gefragt, was sie von der bestehenden Handyregelung an der Schule halten und ob sie für eine Erlaubnis oder das weitere Verbot der digitalen Geräte sind.

Zuerst habe ich ein paar Schüler und Schülerinnen aus der achten Jahrgangsstufe zu diesem Thema um ihre Meinung gebeten.  Nadine W. (13 Jahre) besitzt, wie alle in ihrer Klasse, ein Smartphone. Nadine ist für die Nutzung digitaler Geräte an unserem Gymnasium und verwendet sie privat hauptsächlich zum Chatten, zur Unterhaltung und nimmt sie auch häufiger für Hausaufgaben und zum Lernen her.  In der Schule hat sie aber nur ihr Handy dabei. Trotz aller Befürwortung digitaler Geräte merkt Nadine kritisch an, dass sie eine Ablenkung für viele Schüler sein könnten und daher wohl auch im Unterricht einige nicht mehr gut aufpassen würden. Während des Unterrichts sollte das Handy wirklich nur für Recherchen genutzt werden.

Zum Chatten, zur Unterhaltung, für Recherchen, zum Lernen und für Hausaufgaben nutzt Nele M. (13 Jahre) ihr Handy. Sie ist ebenfalls dafür, dass man das Handy im Unterricht nutzen dürfen sollte. Sie hat ihr Smartphone auch immer dabei, das sie ausgeschaltet immer in ihrer Schultasche mit sich herumträgt. Manchmal gab es schon Fälle, in denen sie ihr Handy benutzen durfte oder gerne benutzt hätte, und betont, dass es sehr hilfreich wäre, mal schnell etwas im Internet zu recherchieren. Genauso wie Nadine W. (13 Jahre) denkt sie aber auch, dass die Erlaubnis der Handynutzung im schulischen Alltag Ablenkung und Unachtsamkeit mit sich bringen würde. Tablets in der Schule würden aber vielleicht auch Ordnung in die „Zettelwirtschaft“ bringen und Bücher müssten nicht immer mitgenommen werden, wenn sie gleich auf den Geräten digital vorhanden wären.

Ein weiter Mitschüler aus der achten Klassenstufe ist nur für die Erlaubnis der Smartphones auf dem Schulgelände, wenn sie für Unterrichtszwecke genutzt werden. Er hat sein Handy auch in der Schule dabei und nutzt es natürlich gerne, wenn die Klasse im Unterricht damit recherchieren darf. Verwendet wird es auch für Hausaufgaben, zum Lernen und zur Unterhaltung, aber in der Pause in der Schule sei es nicht wirklich nötig, seinen Freunden lustige Videos von YouTube oder Bilder aus den sozialen Netzwerken zu zeigen, meint er. Der Gebrauch im Unterricht, um Fakten im Internet zu suchen, wäre aber eine gute Idee, um gleich nachzuschauen, wenn man etwas nicht genau weiß. Deswegen müsste man die Handynutzung einschränken. Für ihn wäre eine Lockerung der Handyvereinbarung mit Ablenkung und weniger Konzentration im schulischen Zusammenhang verbunden, im sozialen vor allem damit, dass man weniger miteinander kommunizieren würde.

Was die Folgen anbelangt, haben die meisten Schüler ähnliche Befürchtungen, aber in Sachen „Nutzen für die Schule“ unterscheiden sich die Meinungen kaum. Obwohl die Jugend scheinbar heutzutage nicht mehr ohne Handys auskommen möchte, denkt sie, dass die Erlaubnis der Handynutzung in der Schule nicht nur positiv wäre, sondern auch eine Ablenkung im Unterricht darstellen könnte, wenn man die Regelungen lockert.

Ähnlich sehen das die Lehrer!

Herr Mantel, ein Deutsch- und Sozialkundelehrer am Gymnasium Seligenthal, ist nicht prinzipiell gegen eine Erlaubnis der Handynutzung an der Schule. Auch er ist der Meinung, dass die digitalen Geräte im Unterricht für Referate und Recherchen ein gutes Hilfsmittel wären. Er selber besitzt auch alle gebräuchlichen Geräte wie Smartphone, Laptop oder Computer. Nicht nur in den Taschen der Schüler, sondern auch in denen vieler Lehrer, hätte das Smartphone seinen Platz gefunden. Handys überall und zu jeder Zeit auf dem Schulgelände? Dazu sagt Herr Mantel aber dann auch nein. Denn die Kommunikationskultur würde sich verschlechtern und viele Schüler würden sich in den Pausen nur noch mit ihrem Handy beschäftigen und im Internet surfen. Für Unterrichtszwecke wäre es aber trotzdem eine gute Idee.

Ich habe auch Frau Dr. Mathes um ihre Meinung gebeten und sie ist gegen die Erlaubnis der Handynutzung auf dem Schulgelände. Auch wenn sie alle gängigen Geräte zu Hause hat (I-Pad, Laptop, Computer und Smartphone), würden die digitalen Geräte in der Schule zu Ablenkung führen und darüber hinaus dazu, dass die Schüler weniger im Unterricht aufpassen würden. Die Folgen könnten schlechte Noten sein und die Schüler würden sich erst recht mit den Handys beschäftigen. Zu Hause könnten sie gerne in Maßen mit ihren Smartphones, Tablets und Computern im Internet surfen, aber auf dem Schulgelände haben diese Geräte nicht wirklich etwas zu suchen.

Die Meinungen der Schüler und Lehrer liegen gar nicht so weit auseinander. Was das Verbot von Handys in den Pausen anbelangt, sind sich alle einig. Die „echte“, zwischenmenschliche Kommunikation, bei der man auch die Gestik und die Mimik des Gegenübers sehen und seine Reaktion ausdeuten kann, ist sehr wichtig für das soziale Miteinander. Auch wenn wir uns gerne mit unseren Handys beschäftigen, ist es gut,  dass sie nur für Unterrichtszwecke genutzt werden und die Geräte in den Pausen echte Freunde nicht verdrängen!

Verbraucherschutz: wie schütze ich mich vor Viren, Hackern und anderen Betrügern?

Matrix, Computer, Hacker, Code, Digital

Jeder, der die Nachrichten dieses Jahres gehört hat, wird wahrscheinlich gemerkt haben, dass oft von Hackerangriffen oder Cyberattacken die Rede war. Aber wie erkennt man solche Hacker und wie schützt man sich und seine elektronischen Geräte davor?

  1. Regel: lade dir nicht sofort einen Viren- oder Spywarescanner runter, der nicht von einer gesicherterten Plattform wie z.B. ,,heise online“ stammt. Denn oft sind es die Schutzprogramme selbst, welche die „Viren“ auf dem Medium verbreiten! Deshalb gilt: nur von vertrauenswürdigen Websites herunterladen, welche die angebotenen Programme auf Viren oder Schadprogramme durchsuchen. Achte außerdem auf den Websitelink: viele Internetbrowser geben meistens an, ob eine Website gesichert oder ungesichert ist (gesichert wenn „https“ am Anfang steht. „http“ ist die ungesicherte Variante).
  2. Regel: lade dir immer das aktuellste Sicherheitsupdate vom Softwarebetreiber des Computers herunter (zum Beispiel von Microsoft oder Apple). Das kann man in den Einstellungen automatisieren (Anleitungen im Internet). Des Weiteren gilt: sog. Spam-E-Mails sollte man löschen (Werbung, Rabatte, Downloads) und NICHT anklicken. Denn häufig überträgt sich dann ein Virus über den Download der E-Mail.
  3. Regel: lasse keine unbekannten Speichermedien (CDs, USB-Sticks etc.) an den Computer. Diese können manchmal selbstständig den Computer hacken und ferngesteuert werden und dem Hacker sogar die Kontrolle über deinen Computer geben.

Mit diesen einfachen Schritten kann man seine elektronischen Geräte „virensauber“ halten und vor Angriffen aus dem Netz schützen.

Das Weltall beobachten – aber wie?

Orionnebel von einem größeren Teleskop aufgenommen

Die etwas größeren Sternwarten in den Städten werden häufig von Vereinen betrieben, um einerseits die Kosten zu decken und andererseits das Erlebnis an großen Teleskopen mit anderen Hobbyastronomen zu teilen.

Leider sind viele dieser Sternwarten (Vereine) „vom Aussterben bedroht“, da sie wenig Nachwuchs finden. Auch wenn viele Kinder die farbenprächtigen Fotos von Galaxien und Nebeln interessant finden, bevorzugen sie scheinbar eher die auf YouTube eingestellten Promi- oder Schminkvideos und zeigen kein dauerhaftes Interesse am „Sternegucken“.

In Sternwarten wie diesen lässt sich das Weltall ganz nah herholen…

Manche Eltern kaufen ihren Kindern ein Telekop, aber meist sind diese aus Supermärkten oder Discountern. Sollten die Kinder und Jugendlichen einen Blick durch das „Röhrchen“ wagen, so zeigt sich eben durch die „schlechte Qualität“ dieser Instrumente nicht die erhoffte Galaxie oder der farbenfrohe Nebel (chemische Elemente, die Licht aussenden). Nebel sehen dann nämlich eher aus wie komische „Schleier“ (sollte das Teleskop überhaupt genug Licht sammeln). Gerade aufgrund der eintönigen „Bilder“, die durch dieses Teleskop gemacht werden, verlieren Kinder schnell das Interesse an der Astronomie.

Obwohl viele renommierte Vereine Führungen oder Vorträge speziell für Kinder abhalten, steigt das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder verhältnismäßig schnell an. Manchmal gesellt sich doch ein Kind zu einem Verein und dann kann es sein, dass dieser ein jüngeres Mitglied dazubekommt. Dennoch verlieren scheinbar auch die vermeintlichen Neuzugänge nicht selten das Interesse an der Astronomie, weshalb vor allem kleinere Vereine oftmals mehr Mitglieder verlieren als Neue dazukommen.

Diese kleinen Vereine sterben heutzutage langsam aus. Sollte man sich (hoffentlich) doch für die Astronomie interessieren oder mit dem Gedanken spielen, sich ein Telekop zuzulegen, so rate ich eher zu einem kleinen, guten Feldstecher. Damit kann man zwar nicht diese farbenprächtigen Nebel oder Galaxien sehen kann, aber sehr wohl offene Stern- und größere Kugelsternhaufen, was fürs Erste reichen dürfte, um einen Eindruck von der Welt „da draußen“ zu bekommen, ohne gleich auf teure Teleskope zurückgreifen zu müssen. Und schließlich bleibt auch immer noch die Option, ein Mitglied in einem Verein zu werden, der Sternwarten betreut.

Fazit: Womöglich kann dieser Artikel dazu beitragen, dass euer (nachhaltiges) Interesse für Astronomie geweckt ist.  Sollte sich bei zunehmendem Interesse kein Verein finden, bleibt immer noch der Kauf eines qualitativ hohen Teleskops. Allerdings ist dabei darauf zu achten, dass dieses in einem Teleskopgeschäft gekauft wird und die Qualität dem entspricht, was man sich später erwartet, im Weltall zu sehen. Gute Teleskope beginnen bei etwa 800€.

Cassinis Grand Final oder die Frage, was auf den Saturn fiel

Am 15. September fiel die Raumsonde Cassini (siehe Bild) in die Atmosphäre des Gasplaneten Saturn, den sie einige Jahre umrundete. Der Grund war der zuneige gehende Treibstoff, der für die Kurskorrektur notwendig war. Man wollte nicht riskieren, dass die Sonde auf einen der Monde stürzte, auf denen womöglich einfaches Leben existiert.

Es ist das Ende einer 20-jährigen Mission, die voller Überraschungen und Entdeckungen war. Ein Meilenstein war der Abwurf der Sonde Huygens, welche 2005 auf dem Titan landete, einem der Monde Saturns. Sie war das erste von Menschen gebaute Objekt, welches Bilder von der Oberfläche des Titan, dem Saturnmond, machte (keine Radarbilder!). Viele Monde wurden durch Cassini komplett oder teilweise hochauflösend kartographiert. Es wurden Hinweise auf einfaches Leben auf Saturns Monden gefunden, was für die damalige Zeit eine groß Überraschunug war. Auch neue Monde wurden gefunden, welche für die Teleskope auf der Erde zu dunkel oder zu klein waren.

Cassini war über 20 Jahre im All und hat wissenschaftliche Daten des Saturn geliefert. Nun wurde sie ein Teil des Objekts, das sie einst erforschte. Cassini übertrug die Daten ihrer Instrumente beim Eintritt in die Atmosphäre praktisch in Echtzeit. Ein Rätsel des Saturn ist ein merkwürdiges Sechseck in Norden des Planeten. Dieses Rätsel konnte Cassini nicht lösen – dafür aber viele andere.

Hier findet ihr eine interessante Doku über die Cassini-Mission:

Verbraucherschutz: die dunkle Seite des Pay-to-Win-Spielens

Es gibt viele Spiele, in denen man für echtes Geld verschiedene Dinge „ingame“ kaufen kann. Doch diese Art, seinen Spielefortschritt zu beeinflussen, stößt mehr und mehr auf Widerstand und Unbehagen.

Das Smartphone ist längst auch zur mobilen Spielplattform für Online-Games geworden. Wirklich „weiterkommen“ kann man in diesen Spielen allerdings oft nur, wenn man für bares Geld sog. Zusatzfunktionen erwirbt.

Dieses Prinzip ist auch als In-App-Käufe bekannt. Es gibt Leute, die bis zu 500.000 Euro für Spiele ausgeben, um im Ranking nach vorne zu kommen. Eigentlich ist das ziemlich unfair gegenüber den sog. Free-to-play-Spielern (Nutzer, die den Dienst kostenlos in Anspruch nehmen), weil diese durch Können und Geschick gerne Erfolge im Spiel für sich verbuchen möchten. Die Spieler, die „Pay to Win“ spielen, haben also einen enormen Vorteil gegenüber den „free to play“-Nutzern.

Natürlich ist es etwas anderes, wenn man das Ganze als Unterhaltung für Zuschauer macht, z. B. auf Plattformen wie youtube. Dort gibt es Kanäle von Trymacs, TobiSpiritHawk, StanPlay (alle drei genannten „Youtuber“ spielen das überaus erfolgreiche mobile game ClashRoyale).

Natürlich muss sich jeder seine eigene Meineung dazu bilden, ob „Pay to Win“ eine legitime oder verwerfliche Art ist,  ein Spiel zu gewinnen. Ich persönlich finde die Vorgehensweise unfair. Sie zeugt zudem von der Einstellung und falschen Wertevermittlung, dass man mit Geld die Regeln bestimmen und alles erreichen kann. Soziales Zusammenleben – auch im Spiel – sollte so nicht aussehen.

Flip-Spinner, der Trend aus Amerika

Jeder kennt sie wahrscheinlich bereits: Flip-Spinner. Er hat vier Kugellager und kann sich sehr lange drehen. Man kann ihn in die Hände nehmen oder auch auf der Nase oder Stirn balancieren. Fast jeder in der Schule besitzt mittlerweile einen solchen „Spinner“ und er scheint gerade auch interessanter als das Handy geworden zu sein.

Eigentlich wurde ein ähnliches Spielzeug 1997 von der US-Amerikanerin Catherine A. als Patent angemeldet – sie mag daher als Erfinderin dieses beliebten Spielzeugs gelten. Doch warum ist es überhaupt so beliebt?

Erst war es für Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) gedacht oder sollte auch gegen Nervosität zum Einsatz kommen; irgendwie haben dann alle daran Spaß gefunden, weil man viele Tricks damit machen und Wettbewerbe veranstalten kann.

Persönlich bin ich von den Spinnern nicht so überzeugt, da ihr Einsatzgebiet sehr beschränkt ist. Preislich liegen solide gebauten „Spinner“ bei ca. 20 € – das finde ich zu teuer. Ein weiterer Nachteil ist auch, dass viele im Unterricht damit herumspielen und sich dadurch andere nicht konzentrieren können.

Am Ende muss aber jetzt selbst entscheiden, ob er / sie sich dieses Spielzeug kauft oder nicht. Zugegeben: die Tricks, die man damit machen kann, machen wirklich Spaß und bieten eine Abwechslung zum „Starren“ ins Handy!

Nintendo Switch: eine Kritik

Mit der Nintendo Switch muss man sich nicht mehr zwischen großer TV-Konsole oder Handheld entscheiden. Doch ist sie ihr Geld wert?

Funktion

In der Basis-Station ist die Switch an einen Fernseher angeschlossen und funktioniert wie eine herkömmliche Konsole. Die Switch kann aber auch aus der Station genommen werden; die beiden Joy-Con-Controller werden dann seitlich in das Hauptgerät eingesteckt – damit hat man ein sog. Handheld, mit dem man nahtlos weiterspielen kann.

Außerdem gibt es einen Aufsteller, wodurch man die Switch überall platzieren und dann auf dem großzügigen Touch-Display wie auf einem Fernseher weiterspielen kann. Die beiden Joy-Cons liegen dabei in den Händen oder man benutzt nur einen als Mini-Controller und gibt den anderen an einen Freund zum Mitspielen weiter.

Kritik

Mit weit über 300 € (Standardpaket) ist die Switch nicht gerade ein Schnäppchen und Zubehör wie weitere Controller sind teuer. Dennoch bietet die Nintendo Switch eine hervorragende Grafik und legendäre Neuauflagen von Spielen wie Zelda, an denen sich seit Jahrzehnten Kinder und Jugendliche erfreuen.

Das Gewaltpotenzial der Spiele auf der Switch ist – verglichen mit solchen für andere Konsolen – sehr gering. Die Zielgruppe von Nintendo bilden seit jeher Kinder und Jugendliche, die gerne in fremde Welten eintauchen, magische Umgebungen erkunden, Rätsel lösen und gerne kreativ sind.

Technisch gesehen, ist die Switch grundsätzlich sehr ausgereift und bietet satte Farben, gute Kontraste und eine große Rechenleistung. Kürzlich gab es aber Beschwerden von Nutzern, dass die Konsole in der Halterung so warm werden würde, dass sie sich verbiegt. Nintendo scheint nachgebessert zu haben – dennoch ist es ärgerlich, wenn man den Preis und die lange Entwicklungszeit bedenkt. Zudem ist die Switch derzeit überall ausverkauft, was besonders für die ein Problem ist, die ihre Konsole wegen des o.g. Defekts gerne umtauschen würden.

Zelda: die Kultfigur Link muss auch auf der Switch wieder neue Abenteuer bestehen

Fazit:

In einer Zeit, in der wir ohnehin über Smartphone, TV und Werbeplakate ständig mit Informationen überflutet werden, ist immer vor einem Kauf von Spiele-Konsolen oder Computerspielen daran zu denken, dass man verantwortungsvoll mit seiner Freizeit und seinem Geld (bzw. dem der Eltern / Großeltern) umgeht.

Das Eintauchen in virtuelle Welten ist nicht zwangsläufig schlecht, wenn man sich nicht hineinsteigert oder nichts anderes mehr macht. Mit der Freizeit kann man viel mehr anfangen, als nur in ein Handheld oder einen TV zu schauen, z. B. in die Natur gehen, lesen oder Freude treffen.

Die Switch ist sicher eine Konsole, die technisch und grafisch begeistern kann. Da alle Spiele-Konsolen heute etwa gleich viel kosten, kann man nur schwer sagen, ob die Switch ihr Geld wert ist. Im Endeffekt muss jeder selbst wissen, ob es sich lohnt und wo seine (altersgerechten!) Vorlieben liegen – immer vorausgesetzt, dass man DANACH auch verantwortungsvoll damit umgeht!

P-Seminare „Film“ besuchen Medien-Berufsschule in München

Am 02.02.2017 besuchten die „Filmseminare“ von Frau M. Fischer und Herrn J. Kaufmann im Rahmen der allgemeinen Studien- und Berufsorientierung die Städtische Berufsschule für Medienberufe in München.

Frau Fischer hatte zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Seminar bereits den Kurzfilm „Herbstgeflüster“ gedreht, der mit dem niederbayerischen P-Seminar-Preis ausgezeichnet wurde. Nähere Informationen dazu finden sich hier:

http://gymnasium.seligenthal.de/fileadmin/user_upload/Gymnasium/PDFs/SWEI/LZ_P-Seminar-Preisverleihung.pdf

http://gymnasium.seligenthal.de/lehrer-lernen/w-und-p-seminare/p-seminar-film-2015-17/

Ziel der Fahrt nach München war es nun, hinter die Kulissen der Produktion von audiovisuellen Medien und der dazugehörigen Berufe im Allgemeinen zu blicken. „Der Film“ ist dabei nur ein Teilbereich von vielen.

Es gab nicht nur viel Neues zu entdecken; vielmehr durften alle Beteiligte erfahren, mit welche (technischen und körperlichen) Herausforderungen die Ausbildungsberufe im Bereich Medien verbunden sind. Folgende Berufe kann man in München parallel zur Ausbildung im Betrieb „erlernen“:

  • Kaufmann/-frau für audiovisuelle Medien, 
  • Medienkaufmann/-frau Digital und Print, 
  • Buchhändler/in, 
  • Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation
  • Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste
  • Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Berufsschullehrer Herr Peter Klostermaier begrüßte die Gruppe am Olympiaeinkaufszentrum. Nach einem kurzen Fußmarsch zur Berufsschule wurden die Kollegiatinnen und Kollegiaten in eine große Veranstaltungshalle geführt und mit grundlegenden Regelungen vertraut gemacht, die es bei der Ausbildung im Berufsfeld  Medien zu beachten gilt:

  • Dauer der Ausbildung: regulär drei Jahre
  • Blockbeschulung (mehrere Wochen im Ausbildungsbetrieb, danach Schule)
  • Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich (abhängig von Leistung, Einsatz und Vorwissen)

Herr Klostermaier machte gleich zu Beginn deutlich, dass besonders in der Veranstaltungstechnik, also im technischen und logistischen Organisieren von Veranstaltungen, nicht nur fachliches Können, sondern vielmehr auch körperliche Fähigkeiten mobilisiert und abgerufen werden müssen: „Es kommt schon vor, dass man spontan am Wochenende einen Anruf bekommt und dann kurzfristig einspringen muss!“ Wenn ein Konzert vorbei ist, sei danach noch Abbauen und Einpacken angesagt. Die sehr teure Technik müsse dabei fach- und sachgerecht verstaut werden. Nicht selten werde man damit erst mitten in der Nacht fertig und müsse womöglich dann auch gleich zu einer anderen Veranstaltung weiterfahren. Das zehre natürlich an den Nerven und bedeute nicht selten ein großes Schlafdefizit, gerade auch während der Berufsausbildung.

Ein Highlight während des Aufenthalts in München war sicher die „Bühne“. „Zehntausende Euro an Wert reichen da nicht mehr“, meint Peter Klostermaier. Auch sei die Technik innerhalb weniger Jahre veraltet, was natürlich kontinuierlich hohe Ausgaben für den Schulträger bedeute.

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Die beiden P-Seminare im Bühnenraum: die Technik veraltet schnell und muss ständig auf den neuesten Stand gebracht werden

Im „Fernsehstudio“ bekam man einen Einblick in die Beleuchtungstechnik. Unzählige, an der Decke befestigte Scheinwerfer, bleiben dem Zuschauer vor dem Fernseher verborgen. „Die Kunst ist es, den Sprecher perfekt auszuleuchten, ohne dass noch irgendwo Schatten zu sehen sind. Das ist sehr schwierig!“, merkt P. Klostermaier an. Und er fügt hinzu: „Die Strahler werden sehr heiß und der Raum muss daher beständig gut heruntergekühlt werden. Aus diesem Grund arbeiten die Schüler auch mit Jacken hier drin.“

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Das „Fernsehstudio“: voller Technik, die auch fachmännisch bedient werden will

Ebenfalls beeindruckend war das „Tonstudio“. Schon beim Eintreten stellte sich ein eigenartiger Druck auf die Ohren ein. Die Dämmung an den Wänden sei dafür verantwortlich. Durch sie werde garantiert, dass möglichst wenig Schall von den Wänden zurückgeworfen wird, was bei Aufnahmen den Originalklang der Stimmen und Instrumente konservieren soll.

Sogleich wurde diese einmalige Akustik auch von einem Schüler getestet; das Schlagzeug klang viel lauter als auf freier Bühne – ein erwünschter Nebeneffekt der Dämmung an den Wänden. „Manche unserer Schüler bekommen Kopfschmerzen, wenn wir hier länger drin sind“, erzählt P. Klostermaier. Auch für uns war es zu Beginn etwas befremdlich in diesem klanglich sterilen Raum – einige hielten sich daher die Ohren zu.

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Im „Tonstudio“ mit Berufsschullehrer P. Klostermaier: nicht jeder Auszubildende kann sich hier länger aufhalten, da die Akustik nicht der entspricht, die man normalerweise aus dem alltäglichen Leben gewohnt ist

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Die „Schaltzentrale“ eines jeden Tonstudios ist der Bereich hinter dem Sichtglas. Hier befinden sich sog. Monitorlautsprecher, Mischpulte und die eigentliche Technik. Aber „Fachwissen ist nicht alles“, weiß P. Klostermaier (links). „Wenn jemand feine Nuancen, Töne und Frequenzen nicht hört, ist er für das Tonstudio nicht geeignet!“

In einem weiteren „Klassenzimmer“ werden die Azubis in Sachen Bühnenplanung geschult. Dabei kommt hochkomplexe IT-Software zum Einsatz, die nicht nur ein gutes räumliches Denken (vgl. Raumkonstruktion) voraussetzt, sondern auch grundlegende Statik-Kenntnisse, wenn es z. B. um den Aufbau der Bühnenkonstruktion geht, die sehr viel wiegt und fachmännisch unter vollem Körpereinsatz zur Sicherheit aller Beteiligter befestigt werden muss. Aber nicht nur hierbei gilt es, rechtliche Vorgaben einzuhalten und für die Sicherheit der Menschen auf der Bühne sowie der Besucher zu sorgen. Die Feuerwehr weiß ab einer gewissen Besucheranzahl bei Veranstaltungen immer schon vorher, wann welches Lied gespielt wird, wie lange es dauert und wie viele Zugaben es geben wird.

Zum Abschluss der „Tour“ durch die Berufsschule durfte unsere Gruppe noch selbst „Hand anlegen“ und praktische Erfahrungen sammeln. So galt es, ein Mischpult mit dem Smartphone zu verbinden und zunächst eine Tonspur (Musikstück), dann eine zweite „einzumischen“, um die einzelnen Klänge zu überlagern – ein typischer Kniff unter DJs und bei Veranstaltungen aller Art. Die Verkabelung stellte sich trotz der „Einsteigerübung“ als höchst anspruchsvoll heraus und verlangte den Kollegiaten einiges an vorausschauendem Denken, technischem Verständnis und Feinjustierung ab.

Unser technisches Wissen wurde noch erweitert: gewissen Mikrofonen an Mischpulten konnte nur dann ein Ton entlockt werden, wenn man auch die Bauweise und die technischen Spezifikation berücksichtigte. Kondensatormikrofone (dünne Membrane, die durch einen Luftspalt getrennt sind) benötigen beispielsweise eine sog. Phantomspeisung mit 48 Volt. Nur bei entsprechendem, korrekten Anschluss an das Pult – eine gleichzeitige Aktivierung der Phantomspeisung über einen kleinen Druckknopf vorausgesetzt – kann überhaupt mit dem Mikrofon gearbeitet werden.

Der Tag in München war für alle äußerst informativ und gewinnbringend. Besonders das viele Fachdisziplinen umfassende, geforderte Know-How, und die mitunter anspruchsvollen Arbeitszeiten und -bedingungen lassen erahnen, was man in modernen Medienberufen können und leisten muss!