Lyrisches zum Nachdenken: Wer bin ich?

Sicher kennt ihr das Spiel „Wer bin ich?“

Bin ich groß, bin ich klein, bin ich dünn, bin ich dick …

Heute machen wir`s andersrum.

Ich gebe dir Tipps, wer bist du.

Mal schaun, on du’s erraten tust:

Ich kam, als du die Welt betratst,

doch war noch nicht wirklich da.

Ich kannte dich nicht,

du wusstest noch gar nicht, dass es mich gibt.

Mit der Zeit kam ich dir näher,

mich wirklich kennenlernen tust du jedoch erst später.

Doch als ich dich dann sah,

wusste ich, mit wem ich es zu tun hatte.

Mal schauen, was ich aus dir mache.

Ich bin immer für dich da,

auch wenn du mich nicht wirklich sehen kannst.

Ich bin die Person, die dich am besten kennt.

Ich bin die Person, die dich in bestimmte Situationen bringt, oder sich dir in den Weg stellt.

Ich kenne deine Gefühle, deine Ängste, deine Träume,

sogar deine Gedanken sind mir nicht fremd.

Verändern kann ich mich natürlich auch.

Mal will ich im Rampenlicht stehen mit viel Applaus,

wann anders will ich mich in eine Ecke kauern und einfach nur in die Ferne schauen.

Und dich … zieh‘ ich natürlich mit.

Na, weißt du wer ich bin?

Ich denke nicht.

Ich sag es dir:

Ich bin ICH.

Philosophisches ABC: (Un)begründete Eifersucht?

Ich habe vor kurzem einen Spruch gelesen, der besagte, dass Eifersucht eine unnötige Besorgnis sei. Eine, ich zitiere „unnötige Besorgnis um etwas, das man nur verlieren kann, wenn es sich ohnehin nicht lohnt, es zu halten.“

Wahrscheinlich werdet ihr jetzt kurz aufgehört haben zu lesen und überlegt haben, ob das stimmt. Auch ich war mir nicht ganz schlüssig, doch stimmte ich letztlich dem Spruch zu, da ich an die begründete Eifersucht dachte. Mein Vater allerdings, dem ich den Spruch gezeigt hatte, war kritisch und verneinte ihn. Es gibt ja schließlich noch die unbegründete Eifersucht und warum sollte es sich dann „nicht mehr lohnen, es zu halten“?  Hm. Das stimmte auch wieder. Wir diskutierten über den Spruch, blieben aber getrennter Meinung. Ich war für den Spruch, da ich die tiefe, wirkliche Eifersucht zwischen den Zeilen las. Ich dachte, dass es nur um diese Eifersucht ging. Mein Papa sah die korrekte, logische Weise. Der Spruch stimmt nicht, weil er mit der unbegründeten Eifersucht nicht übereinstimmt. Punkt.

Der Spruch ließ mich nicht in Ruhe und ich begann, mich damit zu befassen. Eifersucht. Was ist das eigentlich? Und wo ist der Unterschied zwischen begründeter und unbegründeter Eifersucht?

Bestimmt war jeder von euch schon mal eifersüchtig. Kein schönes Gefühl, oder? Kein Wunder, die Eifersucht ist ein Gemisch aus Angst, Ärger, Wut und anderen unangenehmen Gefühlen und Emotionen. Das Wort kommt vom indoeuropäischen „ai“, was Feuer bedeutet und dem althochdeutschen „suht“, was mit Krankheit oder Seuche übersetzt wird. Die Übersetzung passt, denke ich, sehr gut, da Feuer (ai) oft mit Wut in Verbindung gebracht wird, die wiederum ein Teil der Eifersucht ist und suht (Seuche, Krankheit) passt auch, da es dich wie eine Krankheit überfällt. Es ist einfach die Pest. Wenn sie begründet ist, ansonsten ist es einfach nur unnötig. Du warst doch bestimmt schon mal unbegründet eifersüchtig, das passiert jedem einmal. Doch es ist etwas ganz anderes als die begründete Eifersucht, der Unterschied ist nämlich aus meiner Sicht folgender:

Ich denke, dass die unbegründete Eifersucht gar keine Eifersucht ist. Ich glaube, es ist die Angst ersetzt zu werden, ohne Grund. Es ist die Habgier, Besessenheit (…) an einer Person. Unser Gehirn spielt uns einen Streich: Wir sehen uns bei der unbegründeten Eifersucht als die Person, die ausgeschlossen werden könnte, die man eigentlich gar nicht bräuchte, die eigentlich daheim hätte bleiben können. Wir sehen Bilder von uns, wie wir ausgegrenzt werden. Der Streich: Das ist nicht echt, nicht die Realität. Wir bilden uns etwas ein und fantasieren Geschichten hinein mit ganz vielen Konjunktiven: „könnte“, „hätte“, „sollte“, „täte“ … Und das ist auch der Unterschied zwischen der begründeten und der unbegründeten Eifersucht: Bei der begründeten Eifersucht steht nichts im Konjunktiv. Es ist so. Indikativ. Du „wirst“ vernachlässigt oder deine Freundin „hat“ einfach keine Zeit für dich, weil sie lieber mit jemand anderem etwas macht.

Wie der Spruch beschreibt, ist Eifersucht eine unnötige Besorgnis. Klar! Weil dich ein wahrer Freund nie begründet bösartig eifersüchtig machen wird. Wenn er es macht, lohnt es sich nicht, für ihn zu kämpfen.

Und so stimmt der Spruch wieder, wenn man die unbegründete Eifersucht als pure Angst vor dem, was passieren KÖNNTE, bezeichnet – und die begründete Eifersucht als Wahrheit.

Corona-Tagebuch: Schüler berichten über persönliche Eindrücke

Ständig hört man solche Nachrichten: Ausgangssperre hier, Hamsterkäufe da. Oh! Hilfe! Kein Klopapier mehr zu kaufen!

Ein Gastbeitrag von Elena Wunderlich, 10a

Natürlich weiß man, dass es etwas mit dem Corona-Virus zu tun hat, aber wirklich genauere Informationen erhält man als Schüler nicht. Das hinterlässt natürlich ein mulmiges Gefühl, vor allem da in den Nachrichten ständig die aktuellen Zahlen der Toten und neu Erkrankten genannt werden.

Keine Panik!

Wenn man sich das Ganze allerdings etwas genauer anschaut, erkennt man Folgendes: Es sterben eigentlich nur Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen. Außerdem gelten die Ausgangssperren und Schulschließungen nur als Vorsichtsmaßnahmen, um die Verbreitung des Virus‘ zu verlangsamen. Es gibt nämlich nur eine beschränkte Anzahl an Betten in den Notaufnahmen und Beatmungsgeräten, die bei einem schwereren Krankheitsverlauf notwendig sind.

In den Ländern, in denen die Menschen ihr Haus nicht verlassen sollen, wurde der Notstand ausgerufen. Dies lässt sich aber damit rechtfertigen, dass die Verantwortlichen normalerweise keine Ausgangssperre verhängen dürften, weil dies eine Einschränkung der Menschenrechte bedeutet und nur deshalb vorgenommen werden darf, weil eine Krisensituation herrscht.

Hamsterkäufe? Unnötig!

Auch Hamsterkäufe sind meiner Meinung nach nicht notwendig. Selbst wenn es in Deutschland eine Ausgangssperre gäbe, dürften wir weiterhin für dringende Einkäufe in den Supermarkt. Ausgangssperre bedeutet nicht, dass wir uns alle zu Hause verbarrikadieren sollen, sondern dass wir es lediglich vermeiden sollten, rauszugehen und Leute zu treffen, um weitere Ansteckungen gering zu halten. Der Begriff „Ausgangssperre“ ist also eher als „Ausgangseinschränkung“ zu verstehen und soll die Ausbreitung des Virus‘ verlangsamen, damit, wie oben schon gesagt, eine angemessene Behandlung aller Patienten weiterhin möglich ist .

Zudem frage ich mich, warum so viel Klopapier gekauft wird. Servieren die Leute darauf ihre Fertiggerichte? Jedenfalls ist das ein bisschen schräg. Falls wir nicht mehr einkaufen könnten, wäre Klopapier eher eines unser kleineren Probleme.

Achtsamkeit gefordert!

Sorgen bereitet mir nur, was dies alles für unsere Wirtschaft bedeutet. Bei BMW, wo meine Mutter in der IT arbeitet, versuchen sie so viele Leute wie nur möglich ins Home-Office zu verlegen. Es gibt aber viele Arbeitsplätze, bei denen dies nicht möglich ist, ein Staplerfahrer kann zum Beispiel schlecht von zu Hause aus arbeiten. Zudem muss für jeden ein Laptop eingerichtet werden, das heißt, es geht nur schleppend voran. Wenn tatsächlich eine Ausgangssperre verhängt wird, hätten sämtliche Unternehmen hohe Verluste, da sie in dieser Zeit die Arbeit einstellen müssten. Jedoch verfügt der deutsche Staat über ausreichend finanzielle Mittel, um ihnen unter die Arme zu greifen. Außerdem wäre dies für neue Unternehmen eine Chance, selbst auf dem Markt Fuß zu fassen, da die Marktführer für eine Weile gewisse Einschränkungen hätten.

Ich möchte damit nicht sagen, dass die Ängste einiger Leute nicht gerechtfertigt sind, aber ich denke, dass mehr Informationen einige Fragen klären und diese Ängste verringern könnten.

Die Schulschließungen versuche ich von der positiven Seite her zu betrachten. Und damit meine ich nicht, dass der Unterricht ausfällt, da wir trotzdem lernen müssen, aber ich sehe es als Chance, mir Themen, mit denen ich noch Schwierigkeiten habe, noch einmal genau anzusehen. Problemfächer kann ich momentan in meinem eigenen Tempo behandeln, ohne den Druck, mit dem Rest der Klasse mithalten zu müssen. Wenn ich mehr Zeit brauche, nehme ich mir mehr Zeit!

Corona? Sicher nichts Positives!

Natürlich ist der Corona-Virus keineswegs als etwas Positives zu sehen! Ich will hier nichts beschönigen. Er ist durchaus ein Problem, ein ziemlich großes sogar, welches mit einigen Unannehmlichkeiten verbunden sein wird, allerdings bin ich davon überzeugt, dass wir damit fertig werden, solange wir vernünftig bleiben und vorsichtig sind. Wir sollten nicht mit Panik reagieren, aber uns an Richtlinien wie regelmäßiges Händewaschen und in die Armbeuge husten und niesen (Tröpfcheninfektion!) halten.

Ich wünsche euch allen beste Gesundheit!

Anregungen zum Heimstudium während der „Corona-Pause“

Werte Eltern, liebe Schüler,

aufgrund der Corona-Krise besteht die Notwendigkeit, unsere Pflichten überwiegend von daheim aus zu erfüllen. Unser Gymnasium möchte Sie und euch dabei bestmöglich unterstützen, Material bereitstellen, die Notbetreuung sicherstellen und weitere Informationen anbieten, um die Zeit daheim sinnvoll nutzen zu können, wobei auch der Lernspaß nicht zu kurz kommen darf.

Aus diesem Grund hat die Redaktion unserer Schülerzeitung eine Liste von interessanten, digitalen Angeboten zusammengestellt, auf die Sie und Ihre Kinder – ergänzend zum durch die Lehrer bereitgestellten Materialen – zurückgreifen können:

https://www.raetseldino.de/ (bietet viele Rätsel und Blätter, auch zum Ausdrucken, z. B. auch Kreuzworträtsel zum Ausbau des Wortschatzes)

https://www.fragfinn.de/?gclid=EAIaIQobChMI0sS81rCh6AIVBbTtCh3dOAwcEAAYASAAEgJzAvD_BwE (eine Kindersuchmaschine; auch das Corona-Virus ist Thema; viele interessante, kindgerechte Beiträge)

https://www.klick-tipps.net/eltern/app-tipps/ (Übersicht über geeignete Apps zur Verwendung auf dem Smartphone)

https://www.internet-abc.de/kinder/lernen-schule/lernmodule/ (eine Plattform mit Lernmodul zum sicheren Surfen im Internet; die Seite bietet auch weitere Rubriken und Links)

https://www.schlaukopf.de/gymnasium/klasse5/deutsch/wortarten.htm (eine länderübergreifende Übungsseite mit Rubriken zu einzelnen Klassenstufen, z. B. Deutsch – Wortarten; es gibt aber auch viele andere Lernthemen zum Üben, auch für andere Fächer – und man kann seinen Lernfortschritt anhand einer fiktiven Note sehen; die Navigation auf der Seite ist relativ selbsterklärend)

Herzliche Grüße – Eure / Ihre Redaktion der Schülerzeitung

Corona einfach erklärt

Liebe Seligenthaler,

die aktuelle Situation bedeutet auch für uns eine Zwangspause. Wir werden aber versuchen, auch weiterhin für euch da zu sein. Beginnen wollen wir mit ein paar nützlichen Informationen für euch in Sachen Corona. Bleibt uns treu – und vor allem gesund. Seid besonnen, aber nicht panisch. Dazu besteht kein Anlass und damit ist auch keinem geholfen!

Lyrisches zum Nachdenken: Der Rosenjunge

Mit ihrem leichten Käppchen

und dem dünnen Jäckchen,

ihren Glücksbringer immer in ihrem Täschchen,

etwas, das sie von ihren Eltern besaß

und deshalb nie vergaß,

machte sie sich auf den Weg.

An Geschäften und Häusern vorbei,

in die Schule hinein.

Sie war sehr fleißig,

doch hatte sie keine Eltern, die ihr halfen dabei.

Denn sie kam aus dem Kinderheim.

Seit sieben Jahren, seit sie lebte, wohnte sie hier

und manchmal fühlte sie sich einsam an,

ständig allein in einem Zimmer zu sein.

Sie dachte sich oft, die Angestellten hätten nie

wirklich Zeit für ein Kind allein.

Sie setzte sich in ihre Bank,

holte ihre Stifte und Bücher heraus.

Wie jeden Tag.

Auch er verlief ohne Anstrengung, ohne Chaos.

Bei Schulschluss ging sie hinaus.

Die Kinderheimerzieherin wartete schon darauf.

Irgendwie sah sie schon wieder gestresst aus.

Die Erzieherin machte sich schon auf den Weg zur Bushaltestelle.

Die Kleine verabschiedete sich noch von ihren Freundinnen auf die Schnelle.

Da merkte sie es wieder.

Neben ihr stand eigentlich eine völlig fremde Frau. Ihre Erzieherin.

Während sie warteten, hatten sie sich kein einziges Mal angeschaut.

Sie waren sich zu fremd,

nie hatten sie einander wirklich kennengelernt.

Sie fuhren nur gemeinsam „Heim“.

Aber eigentlich konnte sie das doch allein.

Sie war zwar erst sieben,

aber was konnte ihr im Bus schon passieren?

Sie war heute auch allein zur Schule gegangen,

vielleicht war es den Erziehern gar nicht aufgefallen.

Jetzt telefonierte die Erzieherin.

Sie ging auf und ab.

Es war ein ernstes Gespräch,

das konnte sie an der Mimik sehen.

Sie entfernte sich immer mehr von ihr.

Plötzlich spürte sie ein Zupfen an ihrem Ärmel.

Sie drehte sich um

und erblickte einen Jungen.

Sie schaute ihn an,

in der Erwartung, er würde zum Reden anfang`.

Doch er stand schüchtern da.

Und da entdeckte sie die Rose in seiner Hand.

Sie sah wieder ihn an,

dann fing er endlich zu Sprechen an:

„Ich finde dich hübsch

und die ist für dich, nur ein Geschenk, das dir zeigt,

wie sehr ich dich mag.“