Tagebuch: In Wagrain auf Sommersportwoche

Montag, 19.09.2022

Die Wettervorhersagen hatten sich bewahrheitet: Bei Nieselregen und niedriger Temperatur startete die achte Jahrgangsstufe des Gymnasiums Seligenthal vom Parkplatz auf der Grieserwiese aus in die Sommersportwoche. Ungefähr 08:35 Uhr war es und ich hatte ein aufgeregtes Kribbeln im Bauch. Leider wurde des anhaltenden Niederschlags wegen die Sommersportwoche ihrem Namen vorerst gar nicht gerecht.

Doch je näher wir der österreichischen Grenze kamen, desto stärker kam die Sonne hinter den Wolken hervor und ließ die mit Schnee bedeckten Berggipfel glitzern. Nach drei Stunden Fahrt und zehn Minuten Pause auf einer Autobahnraststelle erreichten die Busse unsere Bleibe für die nächsten fünf Tage: das Jugendhotel Saringgut im wunderschönen Wagrain!

Dank eines ausgiebigen Mittagessens konnten alle Schülerinnen und Schüler für den Rest des Nachmittags die Anlage erkunden: durch Sport, Spiel sowie Entspannung. Ein weiterer Höhepunkt des Ankunftstages stellte der abendliche Besuch der hauseigenen Disco mit lauter und abwechslungsreicher Musik dar.

Dienstag, 20.09.2022

Als das Tageslicht am frühen Morgen unsere Zimmer erhellte, mussten wir gähnend aus unseren Betten steigen. Sobald jedoch der Duft des Frühstücks durch die Gänge zog, waren alle in freudiger Erwartung auf unsere heutige Aktivität, das Indoor-Minigolfen im Zentrum Wagrains. Die Müdigkeit war verflogen.

Nach der Einkehr im Jugendhotel konnten wir am Mittag frisch gestärkt dem Klettern im Hochseilgarten Flachau oder einem gemeinsamen Orientierungslauf in Form einer Schnitzeljagd nachgehen. Ein wenig durchnässt durch den unablässigen Regen fanden sich alle Schülerinnen und Schüler am Abend im warmen Aufenthaltsort des Jugendhotels ein. Dort verbrachten sie die verbleibende Zeit auf ihren Zimmern.

Mittwoch, 21.09.2022

Nachdem wir unser Frühstück beendet sowie alle Lunchpakete gepackt hatten, brachen wir mit dem Bus in die Liechtensteinklamm in St. Johann im Pongau auf. Dabei handelt es sich um einen rauschenden Strom: eine sehr tiefe und lange Schucht, die sich über vier Kilometer erstreckt. Das türkisblaue Wasser, das sich seinen Weg durch die mächtigen Felsen bahnte, hinterließ sowohl bei den Schülern als auch bei den Lehrern bleibenden Eindruck.

Hier unternahmen wir anschließend noch eine Wanderung durch den naheliegenden Wald und verzehrten unsere selbst zubereiteten Semmeln. Wieder im Jugendhotel angekommen, trieben wir Sport auf dem Gelände oder vertrieben uns die Zeit mit Freundinnen und Freunden.

Donnerstag, 22.09.2022

Als wir am Morgen den Frühstücksraum betraten, zeigte sich das Wetter bereits von seiner besten Seite und wir konnten, bevor wir uns am letzten Aktivtag aufmachten, ein wunderschönes Bergpanorama genießen. Am Vormittag versuchten sich einige Schülerinnen und Schüler am Bogenschießen, während andere in Gruppen Wagrain erkundeten. Nach dem Mittagessen unternahmen wir in Begleitung der Lehrkräfte verschiedene Wanderungen. Dabei zeigten sich Herr Häglsperger und eine Schülerin als umweltbewusst, indem sie eine Plastiktüte aus einem Bach beseitigten und diese anschließend entsorgten.

Am Abend war für die achten Klassen erneut die Hausdiscothek reserviert, worüber sich viele begeisterte Tänzerinnen und Tänzer freuten. Trotz der guten Stimmung waren die Gefühle jedoch gemischt mit dem Gedanken, dass am morgigen Tag alle die Rückkehr nach Landshut antreten würden.

Freitag, 23.09.2022

Nach dem Frühstück packten wir unsere Koffer: dieses Mal aber leider nicht aufgrund eines nahenden Reisebeginns, sondern einer baldigen Abfahrt. Wir räumten unsere Zimmer. Bis unsere Busse das Jugendhotel erreicht hatten, hielten wir uns im Gemeinschaftsraum auf, lasen Bücher oder spielten zusammen mitgebrachte Spiele. Um 11:30 Uhr betraten alle Schüler und Lehrkräfte die Busse. Die Heimreise begann! Zurück in Landshut angekommen, wurden wir freudig von unseren Eltern empfangen und erzählten ihnen von der Sommersportwoche, in der neue Freundschaften geknüpft wurden, die zur Erkundung einer der schönsten Plätze Österreichs beitrug und vor allem: uns noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Sara Pietsch, 8c

Podcast: Mittwoch

Uhus Reise durch die Musikgeschichte (VI) – das 15. Jahrhundert Das Geheimnis – Musikalische Rätsel und Krimis zum Mitraten

Wir machen mit dem Uhu Bubo eine Zeitreise zurück ins 15. Jahrhundert. Damals fingen die Menschen an, mehr zu forschen und zu lernen. Und sie erfanden den Buchdruck. Was sonst noch so passiert ist – der Uhu erzählt es euch.

Rätsel der Woche

Auflösung von letzter Woche: „Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut!“ – Der Trick ist, nur jeden 2. Buchstaben zu „werten“. Damit ergibt sich der obige Satz.

In einem exklusiven Klub sind nur ganz bestimmte Buchstaben zugelassen. Zuletzt hat sich aber ein Buchstabe am Türsteher vorbeigeschlichen, der gar keinen Zutritt hat. Um welchen handelt es sich?

P G D B L C S

Podcast: Donnerstag

Schule | Von der Lust am Lernen CheckPod – Der Podcast mit Checker Tobi

Hier wird gecheckt, wer die Schule erfunden hat, was guter Unterricht ist und welches die verrücktesten Fächer der Welt sind?

Fantasieerzählung: Die verhängnisvolle Halskette

Die nachfolgende Fantasieerzählung enstand im Rahmen des Deutschunterrichts in der 5b. Viel Spaß beim Lesen!

Als ich an einem verregneten Morgen in den Herbstferien gerade die Augen öffnete, sah ich meine Schwester Irina noch aus den Augenwinkeln aus dem Zimmer huschen. „Hey, was machst du hier?“, rief ich erbost. Doch es kam keine Antwort. Zu meiner Verwunderung kamen dann auch noch meine Eltern in den Raum gestürzt und riefen atemlos: „Schnell, Tobias, deine Schwester ist soeben mitten in der Küche verschwunden. Du musst uns helfen! Noch im Schlafanzug spurtete ich in die Küche, in der meine Eltern bereits ratlos herumstanden. Ich keuchte: „Sie war doch eben noch da!“ Plötzlich wurde uns unvermittelt schwarz vor Augen und alles drehte sich.

Als wir wieder etwas sehen konnten, staunten wir nicht schlecht. Vor uns erstreckte sich eine Winterlandschaft. Hohe Berge säumten die Gegend und uns fehlten die Worte. Mein Vater war der erste, der den Mut fand, etwas von sich zu geben: „Wo sind wir hier? Was hat das zu bedeuten?“ Mutter stotterte: „Die Küche! Dort muss sich eine Art Portal befinden, in das wir gefallen sind!“ Da rief mein Vater plötzlich: „Schaut doch, hier sind Spuren im Schnee. Vielleicht stammen sie von Irina!“ „Ja, wir sollten ihnen nachgehen!“, erwiderte ich. Wir machten uns auf den Weg und kamen zu einer Höhle. Die Spuren endeten dort. Da es kalt war, gingen wir kurzentschlossen hinein, als sich hinter uns der Eingang mit einem lauten Grollen verschloss.

Völlige Finsternis umschlang uns. „Ich kann nichts sehen, wir müssen hier sofort raus!“, brüllte ich. Meine Mutter behielt die Nerven und flüsterte: „Wir sollten uns an den Wänden vortasten, irgendwo muss es hier einen Ausgang geben.“ Tatsächlich konnte man ein leises Klack-Geräusch vernehmen. Mama drückte zufällig auf eine Art Knopf, der sogleich ein großes Tor öffnete, durch das gleißendes Licht schien und alles erhellte. Wir erstarrten. Meine Schwester war in der Mitte einer Eisgrotte in einem Käfig gefangen und rief aufgebracht: „Verschwindet sofort. Ein böser Zauberer hat mich gefangen genommen!“ Doch es war zu spät. Unter lautem Gepolter erschien wie aus dem Nichts ein großer und grimmiger Mann mit einem Zauberstab. „Ihr wagt es, in mein Reich einzudringen?“, polterte er. Mit einer unscheinbaren Bewegung ließ er uns durch die Luft wirbeln, die Käfigtür öffnete sich und auch meine Eltern waren gefangen. Ich konnte mich gerade noch an einem Felsvorsprung halten und war vorerst noch frei. Da kam mir eine Idee. „He, Zauberer! Ich wette, dass ich dich im Kampf besiege! Wenn dem so ist, lässt du uns alle gehen!“, rief ich mutig. „Die Wette gilt. Gundar hält immer sein Wort!“, grummelte er. Ein enormer Blitz schoss mir aus seinem Zauberstab entgegen und ich schrie aus voller Kehle: „Du wirst mich nicht besiegen!“ Mit einem Hechtsprung schaffte ich es gerade noch, dem Blitz zu entkommen, der von den Eiswänden zurückgeworfen wurde und Gundar, den bösen Zauberer, mit voller Wucht selbst traf, woraufhin er bewusstlos zu Boden ging.

Wieder verschwamm alles vor unseren Augen und ehe wir uns versahen, standen wir verdutzt in unserer Küche. Alle waren befreit und heil wieder daheim angekommen. Meine Schwester rief erleichtert: „Er hat sie nicht bekommen.“ „Wie bitte?“, fragte ich völlig aufgelöst. „Er wollte die Halskette, die ich vom Flohmarkt habe. Anscheinend ist das eine Zauberkette“, antwortete meine Schwester. Unsere Eltern drängten: „Wir haben keine Lust mehr auf ein plötzliches Verschwinden und irre Zauberer. Weg mit der Kette!“ Ohne zu zögern machten wir uns auf in den Wald hinter unserem Haus und vergruben die Kette dort, auf dass sie niemals mehr Gefahr bringen sollte.